Ihr Weg zum LED-Licht

Präsentiert von:
Megaman-Banner-03-16


Sie wollen Ihr Licht auf stromsparende LED-Beleuchtung umstellen? Hier erfahren Sie ausführlich, wie’s geht und was Sie dabei beachten sollten.

Keine Angst vor „Fach-Chinesisch“: Auf dieser Seite erkläre ich Ihnen möglichst einfach, wie Sie den Umstieg von stromfressenden Glüh- oder Halogenlampen zu effizienter LED-Beleuchtung schaffen. Schließlich habe ich vor ein paar Jahren auch als kompletter LED-Laie angefangen und bin bis heute kein echter „Experte“. Mit nur 20 Zeilen oder ohne seltsame Wörter wie „Farbwiedergabeindex“ oder „Lichtstrom“ geht’s zwar nicht. Die sind dann aber blau eingefärbt und verlinken zu ausführlichen Blogbeiträgen, die sie Ihnen (hoffentlich) verständlich erklären.

E14-LED-Faden-Gluehlampen-Kerze
Eine LED-„Filament-Kerze“ mit E14-Schraubsockel (links) und eine traditionelle Glühlampe (rechts). Der entscheidende Unterschied: Die LED-Lampe ist rund 90 Prozent sparsamer. (Fotos: W. Messer)

Die gute Nachricht zuerst: LED-Licht wird insgesamt sehr schnell günstiger, besser und effizienter – natürlich mit einigen Ausnahmen. Zwar müssen Sie sich das Stromsparen immer noch leisten können; es fällt aber vielen erheblich leichter als noch vergangenes Jahr. Selbst ordentliche Markenware ist mit Preisen um 5 Euro (Stand Sommer 2014) kein Luxus für „Besserverdiener“ mehr. Und damit entfällt meistens auch die Notwendigkeit, sich erstmal bei den billigeren Kompaktleuchtstofflampen zu bedienen (häufig „Energiesparlampen“ oder „ESL“ genannt, obwohl dazu eigentlich auch LED-Leuchtmittel gehören). Die sind in der Regel nämlich nur eine Not- oder Verlegenheitslösung. Weg damit!

Die nicht so gute Nachricht: Es gibt bei LED-/OLED-Beleuchtung keine einfachen, klaren Wahrheiten und nur selten eine eindeutige „richtig/falsch“-Entscheidung. Sie sollten einige wichtige Werte kennen – viel mehr als in der Glühlampen-Welt – und auch auf Ihren eigenen, subjektiven Eindruck einer LED-Lampe oder -Leuchte achten. Testberichte wie hier im Blog helfen leider nur begrenzt weiter, weil jeder Mensch Licht unterschiedlich wahrnimmt und beurteilt. Klingt verwirrend und ist es für viele auch.

Homesphaere-2016

Das EU-Ökolabel hilft nicht viel

LED-Leuchten-LabelKeine große Hilfe ist dabei übrigens das neue EU-Ökolabel, das von der schlechtesten Stufe „E“ bis zur besten „A++“ reicht. Im Gegenteil. Es bevorzugt nämlich nach meinen bisherigen Erfahrungen und Berechnungen insgesamt die schwächeren LED-Lampen sowie sehr helle Modelle mit geringer Lichtqualität. Meistens wird nämlich eine höhere Energieeffizienz durch „kältere“ Farbtemperaturen und/oder unnatürliche Wiedergabe von (Haut-)Farben erkauft.

Sie sollten Ihre Kaufentscheidung also keinesfalls allein vom Ökolabel abhängig machen. LED-Lampen für die „Allgemeinbeleuchtung“ sind ohnehin mindestens in Stufe A, und bei LED-Komplettleuchten ohne auswechselbare Module gibt der entsprechende Aufkleber (Bild links) leider immer nur eine Spanne „A – A++“ an – ohne Rücksicht auf die tatsächliche Effizienz der Leuchte. Da hatte die EU-Kommission offenbar eine gute Absicht nicht konsequent zuende gedacht.

Was haben Sie bisher?

Schauen wir zuerst mal, was zur Zeit noch in Ihrem Zuhause leuchtet. Sind es „Birnen“ und Strahler in einzelnen Leuchten? Oder komplette 12-Volt-Seilsysteme? Baumeln da Hängeleuchten von der Decke mit mehreren Lichtquellen? Haben Sie Stehleuchten oder Deckenfluter mit Halogenstäben drin? Stecken in einigen Räumen nicht nur schnöde Schalter, sondern auch Dimmer in der Wand? Wahrscheinlich ist es eine wilde Mischung aus all dem und noch mehr – was sich halt in Jahrzehnten so angesammelt hat.

Die erste Frage: Soll das so bleiben? Wollen Sie also nur die verschiedenen Glüh-, Halogen- oder Kompaktleuchtstoff-Lampen durch stromsparendes LED-Licht ersetzen? Und soll das Licht nach der Umrüstung möglichst genau so aussehen wie vorher? Ja? Dann verschenken Sie zwar viele der neuen Möglichkeiten, die LED-Beleuchtung bieten kann, sind aber ein idealer „Retrofit“-Kunde. Nein? Dann dürfen Sie den nächsten Teil überspringen und unten weiterlesen.

David-LED-Pflanzenlampen

Die 1:1-Retrofit-Umrüstung

Gluehlampe-Detail-kleinSchauen Sie sich alle ihre bisherigen Lampentypen genau an: Was steht drauf, wie sehen die Glüh- und Halogenlampen aus? Watt, Spannung, Form, Sockeltyp – das sind die wichtigsten Anhaltspunkte bei traditionellen Leuchtmitteln.

So eine stinknormale „Glühbirne“ (Bild rechts) kann beispielsweise einen E27-Schraubsockel haben, 60 Watt fressen und mag 230 Volt Wechselspannung. Außerdem leuchtet sie ziemlich „warm-weiß“, sehr farbtreu und rund.

In „LED-Deutsch“ übersetzt hieße das: Sie brauchen eine birnenförmige E27-LED-Lampe mit eingebautem Trafo/Gleichrichter für 230-Volt-Direktanschluss, rund 800 Lumen Lichtstrom, ca. 2700 Kelvin Farbtemperatur, einem Rundstrahler-Vergleichstabelle-kleinFarbwiedergabeindex von mindestens Ra 80 (Ra 90 und höher wäre noch besser) und einem „Halbwertswinkel“ von über 240 Grad. Das sind etwa zwei Drittel eines vollen Kreises, wo die meiste Helligkeit erzeugt wird – drum herum ist es deutlich dunkler. Wenn Sie’s vor allem in Hauben-Richtung hell haben wollen (etwa hängend montiert über’m Esstisch), dann genügen sogar ca. 160 Grad und mindestens 600 Lumen. Anhaltspunkte für andere Glühlampen-Wattzahlen stehen in der EU-Vergleichstabelle links.

Fadenlampe-Gluehlampe
Unterscheiden sich subjektiv kaum bei Lichtfarbe und runder Abstrahlung: Eine 6-Watt-LED-„Fadenlampe“ (links) und eine klare, etwas hellere 60-Watt-Glühlampe.

Wahrscheinlich haben Sie auch ein paar Halogenstrahler mit zwei dicken oder dünnen Metallstiften unten dran. Wenn „230 Volt“ draufsteht, sind das meistens GU10- oder G9-„Hochvolt“-Spots, bei „12 Volt“ GU5.3- und GU4-„Niedervolt“-Lampen. Die haben fast alle was gemeinsam: Sie brauchen zwischen 20 und 50 Watt Strom, leuchten ein wenig „kühler“ als Glühlampen, haben so um die 35 Grad Haupt-Abstrahlwinkel und liefern jenseits dessen ’ne ordentliche Portion Streulicht.

LEDON-5W-R50-Leuchtbild

Osram-GU10-4W-120°-Leuchtbild-kleinIhre LED-Nachfolger machen das etwas stärker gebündelt und mit größerer Reichweite. Es könnte also sein, dass Ihnen der Lichtkegel eines 35°-LED-Spots für den gewünschten Zweck zu eng und lang erscheint (im Bild oben das Leuchtbild eines 5-Watt-Modells von LEDON). Dann werden Sie eventuell mit einem 40- oder gar 60-Grad-Strahler glücklicher. Es gibt sogar sehr breit leuchtende LED-Strahler mit 120 Grad – das sind dann aber logischerweise keine Spots mehr zur „Akzentbeleuchtung“ (im Bild oben rechts so eine 4-Watt-Lampe von Osram).

Everen-Germany

Je höher die Kelvin, desto „kälter“ das Licht

Bei den Farbtemperaturen können Sie sich an der Spanne 2600 bis 3000 Kelvin orientieren, wenn Sie eine ähnliche Lichtfarbe wie die von Glüh- oder Halogenlampen bevorzugen. Je höher diese Zahl, desto „kühler“ wirkt das Licht. Beim direkten Blick wird es Ihnen sowieso anders vorkommen als das der Halos. Wichtig ist aber, wie die angestrahlten Gegenstände oder Wände aussehen; da werden Sie bei ordentlichen LED-Lampen kaum einen Unterschied zu vorher feststellen. Und falls doch, gewöhnen Sie sich meistens schnell daran. Einige mögen sogar „kälteres“, neutrales Licht (ab ca. 4000 K) lieber als das „funzlige“ der alten Stromfresser.

Und wie sieht’s mit der Helligkeit aus? Da hält sich ja teils hartnäckig das Gerücht, dass die Hütte mit LED-Spots zu dunkel bleibt. Die hätten ja auch viel weniger Lumen als die guten alten Halogenstrahler. Das stimmt häufig sogar, macht aber nichts. Denn bei solchen Lampen mit Richtwirkung kommt’s weniger auf den Lichtstrom, sondern mehr auf die Lichtstärke an. Die wird in Candela oder cd beziffert und bezieht sich auf den Raumwinkel, den der Spot ausleuchten soll. Und was habe ich vorhin über die Bündelung des LED-Lichts geschrieben? Richtig, die ist enger, fokussierter – es geht weniger Licht in der Lampe selbst oder in Ecken verloren, wo man’s nicht braucht.

LED-Chips strahlen nicht rund

Cree-COB-Modul-kleinWoran liegt’s? LED-Chips wie dieses „Cree“-Modul (Bild links) sind Punktlichtquellen und keine Rundstrahler wie die Glühfäden in ihren alten Lampen. Die meisten haben von Haus aus so um die 120 Grad Abstrahlwinkel. Wenn ein Hersteller also eine rund strahlende LED-Lampe bauen will, braucht er mehrere von diesen Dingern, die in unterschiedliche Richtungen leuchten – am besten kombiniert mit einer Verteileroptik und/oder Streuscheiben.

Wer einen engeren Winkel benötigt, setzt Linsen vor die Chips und kriegt einen schönen, engen Lichtkegel mit wenig Streuverlust (im Bild unten links bei einem 7-Watt-Osram-Spot). Oder er kombiniert das mit einem facettierten Reflektor in der Lampe und imitiert so annähernd das Leuchtbild eines Halogenspots (unten rechts ein Verbatim-„Diamond Cut“-Strahler von oben).

Osram-7W-Verbatim-DC

Wie viel Lumen für welche Halogen-Wattzahlen?

Die ungefähren Anhaltswerte für 230-Volt-Strahler mit ca. 35° Grad Winkel: 125 Lumen oder 300 Candela genügen beim LED-Ersatz für 20-Watt-Halos, 160 lm oder 390 cd für 25 W, 250 lm oder 700 cd für 35 W und 350 oder 1000 cd für 50 W. Niedervolt-Halogenspots setzen mehr vom Strom in Licht um; deshalb müssen Sie beim Umrüsten auf LED höher greifen: 200 Lumen oder 550 cd für 20 Watt, 300 lm und 800 cd für 30 W, 350 lm und 1200 cd für 35 W und 600 lm bzw. 1600 cd für 50 W.

Merken Sie was? Der Anstieg ist nicht linear, sondern entspricht einer immer steiler nach oben steigenden Kurve. Halogenstrahler sind nämlich mit steigender Leistung effizienter, LED-Lampen normalerweise nicht. In vielen Fällen können aber auch etwas niedrigere Werte reichen; die entsprechende EU-Vergleichstabelle stapelt bei PAR16 (Hochvolt)- und MR16 (Niedervolt)-Strahlern durchweg tiefer, weil hier die Lumen am Ende der Nennlebensdauer als Basis dienen. Dunkler als vor der Umrüstung wird’s bei der richtigen LED-Auswahl jedenfalls nie.

Erst mit „AC/DC“ rockt’s anständig

IKEA-GU5.3-ausBei 12-Volt-Lampen (im Bild rechts ein GU5.3-„Ledare“-Modell von IKEA) kann es eventuell Ärger mit Ihren bisherigen externen Trafos geben. Was Sie da beachten sollten, lesen Sie ausführlich in diesem Beitrag oder im Artikel „Welcher Trafo ist der richtige?“ aus der LEDON-„Lichtwissen“-Reihe.

Kurz gesagt: Wenn Sie Niedervolt-LED-Leuchtmittel kaufen, nehmen Sie am besten welche mit der Kennzeichnung „AC/DC“. Hat nichts mit der gleichnamigen Hard-Rock-Band zu tun, sondern bedeutet, dass die Lampe sowohl mit Wechsel- als auch mit Gleichspannung klarkommt. Damit haben Sie schon mal eines der häufigsten Trafo-Probleme von der Backe. Hochvolt-Spots können dagegen direkt mit dem normalen Haushaltsstrom arbeiten, weil im Gehäuse eine Vorschaltelektronik mit Trafo, Gleichrichter etc. steckt. Meistens ist das die problemlosere Variante bei der Umrüstung auf LED-Beleuchtung.

Nicht jeder Dimmer macht die Umstellung mit

Dann wäre noch die Sache mit der Helligkeitsregelung. Dafür brauchen Sie auf jeden Fall LED-Lampen, die ausdrücklich als „dimmbar“ gekennzeichnet sind. Das allein genügt aber leider nicht. Wenn bei Ihnen ein Dimmer in der Wand steckt, kommt er wahrscheinlich sehr gut mit Glüh- und Halogenlampen klar. Dafür wurde er ja anno dunnemals gebaut. Er könnte jedoch einen Schreck kriegen, wenn Sie ihm plötzlich LED-Strahler servieren – und dann beginnt eventuell ein munteres Flackern, Blitzen und/oder Surren.

REDIM-JustierschraubeManchmal ist ein zweiter Versuch mit einer anderen LED-Marke erfolgreicher; häufig bleibt leider nur der Austausch des Dimmers gegen ein relativ teures, LED-geeignetes Modell mit Justierschraube (im Bild rechts an einem RECOM-„REDIM“). Damit können Sie die neuen Lampen exakter an den Dimmer anpassen und über eine breitere Helligkeitsspanne regeln.

Jede Menge Retrofit-Varianten

Wenn Sie mehr über andere Sockeltypen wissen wollen, schauen Sie mal in diesen Beitrag über LED-Retrofits. In dem sind auch weitere Spezialartikel verlinkt – beispielsweise über den Ersatz für R7s-Halogenstäbe, wie sie oft in Deckenflutern zu finden sind, oder für die alten, flackernden Leuchtstoffröhren.

Inzwischen gibt’s übrigens jede Menge LED-Lampenmodelle, die zwar in die alten Fassungen passen, aber ein ganz anderes, helleres und teilweise auch flexibles, fernsteuerbares Licht liefern können – beispielsweise mit „neutral-weißer“ oder „kalt-weißer“ Farbtemperatur. Empfiehlt sich sehr für konzentriertes Arbeiten und andere Einsatzgebiete, wo es nicht „wohnlich-warm“ aussehen muss.

Eigen-Banner-03-15

Der Totalumstieg auf integrierte LED-Leuchten

Statt nur einzelne Lampen auszutauschen, können Sie auch alle Leuchten in Ihrer Wohnung durch LED-Technik ersetzen. Das ist zwar deutlich teurer, hat aber viele Vorteile – vor allem, wenn Sie sowieso eine Totalrenovierung oder gar einen Neubau planen. Normale, traditionelle Lampen können nämlich nicht so flexibel und variantenreich sein wie LED-Leuchten. Jetzt dürfen Sie plötzlich sehr individuelle und teils fern- oder Gesten-steuerbare Licht-Ideen umsetzen, die vorher unmöglich waren – in vielen Formen, Farbtemperaturen, Helligkeitsstufen und Abstrahlwinkeln.

Integrierte Leuchten, die von vornherein für LED-oder OLED-Module konzipiert wurden, haben erfahrungsgemäß auch weniger Platz- und Temperaturprobleme als LED-Retrofits, die mit den Beschränkungen von Lampenfassungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert fertig werden müssen. Außerdem werden die LED-Chips sorgfältiger selektiert, damit eine Multi-Modul-Leuchte nicht mit erkennbar unterschiedlichen Lichtfarben strahlt. Bei LED-Lampen kann es ihnen dagegen durchaus passieren, dass fünf Exemplare des gleichen Modells auch fünf leicht differierende Farbtemperaturen haben:

Delock-Differenz
Zwei LED-Spots aus der gleichen Serie. Sie sollten identisch sein, haben aber unterschiedliche Helligkeit und Lichtfarbe. (Montage aus einem Bild)

Nicht umsonst sprechen viele Experten beim Retrofit-Konzept von einer „Übergangstechnologie“, die irgendwann verschwinden wird. Kann aber noch ein paar Jährchen dauern.

Ohne Licht-Planung und -Ideen wird’s nichts

Außer einem gut gefüllten Geldbeutel brauchen Sie für LED-Komplettleuchten und integrierte Konzepte einen genauen Plan Ihrer Lichtbedürfnisse und ein gesundes Vertrauen in die Langlebigkeit der Technik. Denn noch können Sie bei den meisten Modellen kein defektes Teil selbst auswechseln, obwohl es für die Baugruppen schon einen Quasi-Industriestandard namens „Zhaga“ gäbe. Der wird halt leider nicht überall umgesetzt, obwohl das Konsortium schon sehr viele und große Mitgliedsfirmen hat. Zumindest eine teilweise Austauschmöglichkeit und relativ flexible Kompromisslösung bieten integrierte LED-Leuchten mit externen Treibern.

Theoretisch ist das Limit für LED- und OLED-Leuchten nur die Menge Ihrer Ideen und die kreative Umsetzung – am besten mit Hilfe von Fachkundigen und dem umfangreichen Sortiment eines guten On- oder Offline-Shops. Setzen Sie beispielsweise viele kleinere, verschiedenartige Lichtakzente dort, wo bisher nur eine einzelne, rundstrahlende Lampe leuchtete. Statt einmal 800 Lumen Lichtstrom sehen vielleicht viermal 200 bis 250 oder fünfmal 150-200 lm besser aus. Als Grundbeleuchtung eignen sich außerdem steuerbare LED-Panels mit ca. 120 Grad Abstrahlwinkel an der Decke oder den Wänden. Inzwischen gibt’s sogar „unsichtbare“ Tageslicht-LED-Simulationen.

Ecoxboards-multicolour-kombi
“Ecoxboards Multicolour”-LED-Flächenleuchten des Nagolder Unternehmens “euroLighting”. Sie lassen sich via Infrarot- oder DALI-Fernsteuerung flexibel zwischen 2700 und 6000 Kelvin Farbtemperatur sowie zwischen 20 und 100 Prozent Helligkeit regulieren. (PR-Fotos)

Philips-OneSpace1
So kann die Tageslicht-ähnliche Grundbeleuchtung eines Raumes mit einer ”OneSpace”-LED-Decke von Philips aussehen. (Foto: Philips-PR)

Kombinieren Sie „direkt“ mit „indirekt“

Arktika-P BioluxErgänzen Sie das mit zusätzlicher indirekter Beleuchtung. LED-„Streifen“ eignen sich dafür recht gut, eventuell auch per Fernbedienung farbsteuerbar. Leuchten wie die neue Osram-„Arktika-P Biolux“ (PR-Bild rechts) liefern so was schon von vornherein in Kombination zweier Lichtfarben mit „künstlichem Himmel“.

Nehmen Sie ruhig etwas mehr Gesamthelligkeit als vorher und dimmen Sie die Leuchten bei Bedarf. Heben Sie besondere Einrichtungsgegenstände, Pflanzen, Wandschmuck, Gemälde oder Fotos gezielt hervor, schaffen Sie „Lichtinseln“, spielen Sie mit Schattenwürfen und verschiedenen Farben.

Schlichte Glas-, Plexiglas- und Acrylplatten mutieren mit LED-Hinterleuchtung oder direkt an den Kanten aufgesetzten Modulen zu interessanten Lichtobjekten. Ein großer Teil der Helligkeit wird dann vom Material diffus gestreut, so dass die einzelnen Lichtquellen kaum noch auffallen.

Verbatim OLED Velve Farbsteuerung

Zusätzliche Möglichkeiten bieten sehr dünne, flächig leuchtende OLED-Panels, die in den nächsten Jahren als willkommene Ergänzung der LED-„Allgemeinbeleuchtung“ immer günstiger, effizienter und beliebter werden. Hier gibt es ebenfalls erste farbsteuerbare Modelle (im Verbatim-PR-Bild oben die neue Generation der „Velve“-Panels) und ganz oder teilweise transparente Plättchen, die sich erst beim Einschalten als Leuchtmittel entpuppen und mit denen man ganze Wände oder Fenster pflastern könnte.

Toshiba-OLED
Die neuen, transparenten OLED-Panels von Toshiba.

Nicht am falschen Ende sparen

Achten Sie auf eine möglichst gute Farbwiedergabe der „weißen“ Leuchten (am besten Ra >90), ein ausgewogenes Farbspektrum und die gewünschte Lichtfarbe. Dort, wo’s gemütlich sein soll, sind Farbtemperaturen bis ca. 3000 Kelvin okay; für Küche, Bad, Treppenhaus, Schreibtisch oder Werkbank dürfen es auch rund 4000 K sein („neutral-weiß“); nüchterne Bahnhofs- und Arbeitsatmosphäre erzeugen Sie mit „kalt-weißen“, tageslichtähnlichen Leuchten über 5000 K.

Ledino-Styla-aus
Eine Philips-„Ledino Styla“-Leuchte mit neun „Lumiled Luxeon“-LED-Modulen für die Decken- oder Wandmontage.

Wichtig beim Kauf von LED-Komplettleuchten: Lieber etwas mehr für höhere Qualität ausgeben, sonst ärgern Sie sich vielleicht nach Jahren über die mangelnde Farbtreue, fehlende Dimmbarkeit, stark nachlassende Helligkeit oder gar über defekte, nicht austauschbare Module. Schließlich sollen die Teile ja bei durchschnittlicher Nutzung Jahrzehnte halten. Mit Discounter– und Baumarktleuchten zum Schnäppchenpreis dürften Sie langfristig nicht glücklich werden, auch wenn die Sonderangebote häufig verlockend sind.

Wie ist das mit der „Nennlebensdauer“?

Normalerweise rechnet man mit knapp drei Stunden Betrieb pro Tag. Das macht ca. 1000 Stunden pro Jahr. Eine Nennlebensdauer von 20.000 Leuchtstunden bedeutet bei guten Markenprodukten, dass sie nach 20 Jahren noch 70 bis 80 Prozent ihrer ursprünglichen Helligkeit liefern. Noch ein Grund, warum Sie anfangs lieber ein paar Lumen mehr kalkulieren sollten als nötig. Dank der effizienten LED-Technik sparen Sie dennoch mindestens 80% Strom gegenüber Glüh- und Halogenlampen.

LED-Lebensdauer-Illu
Zwei Feinde einer LED-Lampe: Die Zeit und der Lichtschalter. (Fotos: Batholit@Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain / W. Messer / Adrevruas@Wikimedia Commons, Lizenz: CC-by 3.0, nachbearbeitet)

Auch wichtig: Die Schaltfestigkeit. Die sollte mindestens 50.000, besser noch 100.000 Ein-/Aus-Zyklen betragen. Gerade im Flur oder Treppenhaus sind ein Dutzend Schaltungen täglich keine Seltenheit – da darf die Elektronik der Leuchte nicht schon nach zehn Jahren schlappmachen. Genau wie bei LED-Lampen gilt nämlich: Nicht die Leuchtdioden sind die empfindlichsten Teile, sondern die anderen Komponenten.

Und in Zukunft?

Strom wird auch künftig jedes Jahr teurer, aber LED- und OLED-Technik immer günstiger und besser. Dazu kommen stetig neue, halbwegs intelligente „Smart Home“-Systeme, die sich dank Digitaltechnik ohne großen Aufwand auch in bestehende Verkabelungen integrieren lassen und bei sinkenden Investitionskosten mehr Komfort und Sparpotenzial bieten.

Dann kann sich beispielsweise das Licht automatisch einschalten, wenn’s benötigt wird, dimmen oder komplett ausschalten, wenn Sie’s nicht brauchen. Für jede Tages- und Nachtzeit lassen sich verschiedene Lichtstimmungen programmieren, angepasst an den jeweiligen Anlass und Helligkeitsbedarf.

Über 90% Stromsparpotenzial denkbar

Im Zusammenspiel mit den besonderen Fähigkeiten von LED-Licht können Sie so in absehbarer Zeit – im Vergleich zu traditioneller Beleuchtung – vermutlich über 90% der Stromkosten einsparen. Und weil moderne Steuerungssysteme daneben auch Heizung, Rollläden, Lüftung etc. im Griff haben, ist bei anderen Energiearten ebenso ein Spareffekt drin, wenn auch prozentual geringer.

Kaufen Sie Ihre neue, stromsparende Beleuchtungstechnik in jedem Fall nur dort, wo Sie zumindest ohne Murren und Mühen alle wichtigen Pflichtdaten erfahren und noch ein paar Erläuterungen dazu kriegen. Noch besser wäre natürlich eine fachkundige und individuelle Beratung. Da laufen Sie jedoch bei vielen On- und Offline-Läden genau so ins Leere wie bei manchen altgedienten Elektro-Fachbetrieben – im Baumarkt und Discounter sowieso. Dieses Blog kann vielleicht ein paar kleine Hilfestellungen liefern, ersetzt aber keine professionelle Lichtberatung. Und die gibt’s normalerweise nicht gratis – leider.

Mehr zum Thema:

Was genau sind LED-Retrofits?

LED-Lampen immer besser und billiger – wann lohnt sich der Kauf?

Blog-Leserfrage (15): Lumen, Lux und Candela mit der Gartenbrause erklären?

“Unsichtbare” Tageslicht-Simulation: Der große LED-Zukunfts-Trend?

Diesen Beitrag drucken

Beitrag teilen:
Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail
Folge mir bei
twittergoogle_plusyoutubetwittergoogle_plusyoutube

82 Gedanken zu „Ihr Weg zum LED-Licht

  1. Sehr schöner Artikel vielen Dank dafür. Was mich bisher vom Kauf von „integrierten“ LED Leuchten abhält. Ist das ich die LEDs nicht wechseln kann. Sind die LEDs kaputt (und die müssen nicht immer 20 Jahre halten) ist die Leuchte kaputt und kann auf den Müll.

    Retrofits sind nicht die unbedingt besten Formen für LED Lampen, mit LEDs sind ganz andere und neue Formen und Konzepte möglich. Aber ich will die Leuchtmittel tauschen bzw. die Leuchte reparieren können. Ich hoffe das die LED Industrie ähnlich wie bei Halogenspots, klassischen Glühlampen und auch Kompaktleuchtstofflampen und Röhren auf „standardisierte“ Lampenformen einigen können.

    Natürlich werden exotische Leuchten, wohl immer integrierte LEDs haben. Aber eine Dunstabzugshaube mit LEDs die vielleicht nach 8 Jahren kaputtgehen und ich die ganze Haube entsorgen darf, weil es kein Ersatz mehr gibt. Ich finde das eine gruselige Vorstellung.

    • In den seltensten Fällen sind es die LEDs selber, die kaputt gehen. Fast immer steckt, auch bei Retrofits, der Wurm in der Vorschaltelektronik, mitunter auch in defekten Lötstellen. Im Prinzip sind das die gleichen Probleme, unter denen auch jedes andere elektronische Gerät leiden kann, etwa TV-Geräte oder Computer.

      Hier wäre es wünschenswert, wenn die Politik auch gegen den Druck der Industrie einen Standard für Wechselkomponenten und Ersatzteile durchsetzen würde. Für Leuchten wäre ein Wechselsystem allerdings schon deshalb sinnvoll, weil dies die Möglichkeit eröffnen würde, z.B. LED-Komponenten von individueller Lichtfarbe einzupassen, auch nachträglich.

      Dieses Wechselsystem sollte ähnlich unkompliziert sein, wie E-/B-/G-/GU-Sockel, d.h. möglichst ohne Werkzeugeinsatz funktionieren (sonst wird es schnell lästig), so dass man „mal eben“ für den jeweiligen Anlass das passende LED-Modul einsetzen kann. Besser (aber auch teurer und anfälliger) wäre natürlich ein farbvariables System; auch für solche sind angepasste Bauformen praktikabler als die engen „Birnen“-Lampen.

      Vor allem sollte es weiterhin Lampen und Leuchten geben, die mobil sind und nicht fest eingebaut. Gerade für Leute, die beruflich bedingt häufig ihren Wohnsitz wechseln, und daher in ständigem Provisorium leben, sind Einbauleuchten oder fest verdübelte Deckenleuchten i.d.R. no go. Für Eigenheimbesitzer sieht das natürlich ganz anders aus.

  2. Danke auch von mir für den Artikel, sehr ausführlich und hilfreich. Kann meinem Vorschreiber nur zustimmen, was die integrierten LED Leuchten angeht. Wir benutzen zuhause mittlerweile fast nur noch LED, und es kam tatsächlich schon mehrmals vor, dass manche schon nach wenigen Jahren kaputt gegangen sind und kein Ersatz sich finden ließ. Da bleib dann nichts anderes übrig als der Müll, sehr schade. Werden allerdings wegen der Stromeinsparungen vermutlich bei LED Licht bleiben.

  3. Wir sind auch vor zwei Jahren komplett auf LED leuchten umgestiegen. Hauptgrund war wie bei den meisten der viel geringere Stromverbrauch. Leider sind die LED´s im Vergleich zu den Glühbirnen noch etwas teurer.

    • LED Lampen sind in der Tat etwas teurer als vergleichbare Lampen. Diesen Mehrpreis gebe ich aber gern aus, wenn ich dafür meinen Stromzähler auf Diät setzen kann. 🙂

      Zugegeben, es ist nicht nur der Umweltschutz oder der Geiz, sondern eher mein Verlangen, die Energieversorger möglichst wenig finanziell zu unterstützen. Es gibt so viele andere Gruppen, die es nötiger haben.

  4. Guten Abend Herr Messer,
    ich hab bei Lidl 1 LED gekauft mit Bewegungsmelder Livarno lux IAN 91095 Kompernass ILLB 27 A1 6W 35 mA E27

    diese funktioniert einwandfrei leider finde ich diese nicht mehr zu kaufen.
    Ähnliche gibt es bei ebay doch die habe ich mehrfach reklamiert, da die schalten wie sie wollen.
    Können Sie mir ähnliche gute Lampen empfehlen?
    vielen Dank für Ihre Bemühungen gunter

  5. Hallo Herr Messer,

    wir tauschen gerade stückweise unsere Leuchtmittel und Lampen aus – insbesondere die mit hohen Wattzahlen.
    Im Wohnzimmer haben wir bislang einen Deckenfluter mit 250W verwendet, welcher über eine schaltbare Steckdose ein- und ausgeschaltet wurde. Nun haben wir diese durch eine neue LED-Stehlampe ausgetauscht und mit Schrecken fest gestellt, dass diese nicht mehr über die Steckdose schaltbar ist. Sobald der Strom ca. 20s weg ist, schaltet die Lampe nicht mehr ein, ohne dass man an der Leuchte den Einschaltknopf drückt.

    Gibt es hier eine Idee, wie man das umgehen könnte? Die Lampe steht leider so blöde in der Ecke, dass man durch den ganzen Raum laufen muss – daher auch die schaltbare Steckdose (keine Funksteckdose, „echt“ geschaltet über Installation).

    Vielen Dank,
    Christian Schütz

    • Könnte die LED-Leuchte so eine Art Stromstoßschalter oder eine (Thyristor-)Schutzschaltung haben, die zu hohe Einschaltströme verhindern soll? Vielleicht könnte die ein fachkundiger Mensch überbrücken, damit die Leuchte dauerhaft „an“ ist. Schlägt dann aber eventuell auf die Lebensdauer der Leuchte.

  6. Ein schöner Artikel, der mich inspiriert hat meine eigene LED Beleuchtung als Neujahrsprojekt dieses Jahr zu installieren. Jetzt fehlt nur noch eine schöne Acrylplatte und genügend Zeit. Die Motivation ist schonmal vorhanden 🙂

  7. Hallo Herr Messner,

    das sind sehr viele gute Infos. Ich persönlich bin gegen die integrierten Leuchtmittel, weil trotz langer Lebensdauer der LED doch die Nutzung der Lampe einschränken können (defektes Netzteil, Überhitzung, Blitzschlag etc.). Deswegen sollte Lampe und Leuchtmittel immer getrennt sein. Eine spezielle Fassung für gesockelte LEDs wäre wünschenswert.

    Leider kann man sich wie (fast) immer nicht auf die Herstellerangaben häufig verlassen und die Entwicklung ist bei LED noch immer rasant. Deswegen bräuchte ich (mal wieder eine) Kaufempfehlung. Gibt inzwischen eigentlich LEDs mit RA >90?

    Ich bin auf der Suche nach einer Kaufempfehlung für GU10 LED Lampen, einmal fürs Ess-/Wohnzimmer (~2800k(?)) und einmal fürs Bad (~4000k ohne Grün/Blauen Farbstich).

    Bisher sind mir die 35W zu wenig deswegen tendiere ich eher zu den 5,5W welche 50W entsprechen sollen.
    Die Preisspanne ist mit ca. 3€ bis 10€ sehr groß, bei sechs (5 + 1)

    Grüße,

    Benjamin

    • Ja sicher gibt es viele LED-Lampen mit Ra >90 – einige habe ich auch schon getestet – schon mal in die Übersicht geschaut?

      Als einige der nächsten Vergleichsobjekte sind übrigens GU5.3-Strahler von Civilight und Heitronic mit Ra >90 vorgesehen (die’s auch als GU10-Varianten gibt). Und ich heiße nicht „Messner“. 😉

  8. Hallo Herr *Messer* !!
    Ich bin auch dabei mein GU 10 Sockel (Halogen) auf LED umzurüsten.
    Was ist von den Angeboten z.B. von Amazon zuhalten ?
    10x Spotlight Set LED Spot 3W GU10 für 16.- €
    Ist ja preislich angenehm, aber taugen die wirklich was ?
    Danke und Gruß
    Mark

    • Keine Ahnung, welche Spots gemeint sein könnten (Link?). Bei einem Stückpreis von 1,60 Euro ist aktuell aber kaum was Anständiges zu erwarten – egal, mit was für Daten da geworben wird. Und wenn man dann gleich zehnmal Schrott zuhause hat …

  9. Ich habe mir ein paar Berichte durch gelesen. Allerdings sind die mit Ra >90 mit 20€ das Stück nicht wirklich billig, bei fünf Strahlern sind das stolze 100€!

    Ich hatte gehofft etwas gescheites für fünf LEDs (deutlich) unter 50 € zu bekommen, allerdings scheint der LED-Markt noch nicht soweit zu sein 🙁

  10. Es gibt ja zwei G10 Versionen einmal mit 2700k bzw. 3000k und beide habe „nur“ eine Effizienzklasse A. Da bin ich mir nicht schlüssig die 300k machen nicht soviel aus oder?
    Für den gleichen Preis bekommt man Philips 5,5W, A++ allerdings mit RA80.
    Würdest du trotzdem zu den MeLiTec raten?

    • Der „Sprung“ von Ra 80 zu Ra 90 kostet bis zu 25% Effizienz. Ich persönlich würde mehr Wert auf die Farbwiedergabe als auf ein etwas besseres Lumen-/Watt-Verhältnis legen – es handelt sich ja – absolut gesehen – bei diesen kleinen Wattzahlen nur um marginale Verbrauchsunterschiede.

      Der Unterschied zwischen 2700 und 3000 K ist sehr deutlich sichtbar – letzteres wirkt halt „neutraler“ und nicht so „wohnlich warm“. Kommt also auf den Einsatzbereich und den persönlichen Geschmack an.

      Eine weitere Diskussion über die „MeLiTec“-Lampen wäre übrigens dort besser aufgehoben.

  11. Hallo Herr Messer, vielen Dank für Ihre umfangreichen Informationen. Auf Ihrer Seite habe ich den Adblocker deaktiviert!

    Ich möchte gerne etliche ESL austauschen, unter anderem, weil sie für kleine Kinder in der Stehlampe erreich- und zerstörbar sind. Wenn ich aber nach E14-LED-Leuchtmitteln mit einer Äquivalenz zu 14 Watt ESL suche (LED also mit ca. 630 lm mit 7-8 Watt), dann finde ich nichts im Angebot. Gibt es diese (noch) gar nicht? Ist Warten auch vergebens?

    Bitte geben Sie mir eine kurze Information zur Entwicklungssituation.

    Herzliche Grüße,
    Daniel

    • Doch, gibt es durchaus – im Segment der „Maiskolben-Lampen“ oder „Corn Lights„. Ich habe in den vergangenen Jahren privat verschiedene Modelle dieser Art ausprobiert und war mit keinem zufrieden. Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Verarbeitungsqualität erschienen mir bisher zu schwach, um so ein Modell im Blog zu empfehlen. Aber die Entwicklung geht ja rasant weiter. Seit 2013 sind anständige E14-LED-„Kerzen“ und -„Tropfen“ der Markenhersteller bis offiziell 470 lm erhältlich (in Wirklichkeit teils noch mehr); da ist es nicht mehr weit bis zu Ihrer Wunsch-Helligkeit.

      • Maiskolbenlampen und Erreichbarkeit für kleine Kinder – da muß man sehr aufpassen.
        Viele (die meisten?) Maiskolbenlampen vom Chinesen haben keinen Berührungsschutz („Glas“ Abdeckung) und keine galvanische Trennung. Es besteht also durchaus die Gefahr eines elektrischen Schlages!
        Meine Erfahrungen mit den Maiskolbenlampen sind gemischt und vor allem nicht reproduzierbar. Mehrfach vermeintlich dasselbe bestellt und dann doch andere Qualität bekommen. Deshalb kann ich nichts empfehlen, obwohl ich durchaus einige sehr schöne Exemplare habe. Aber eben auch solche, die öfters repariert werden müssen.

  12. Sehr geehrter Herr Messer,

    ich bin nunmehr auf der Suche nach GU10-Leuchtmitteln mit folgenden Wunschwerten: 400-500 lm, großer Winkel < 90°, gerne Ra <90, leicht darunter wäre auch ok, gerne schöne Farbwiedergabe, da für den Wohnbereich, 2700 K.
    Können Sie mir aus Ihrer aktuellen Marktkenntnis ein Produkt empfehlen? Ich plane eine Umrüstung von mehr als 25 Leuchtmitteln, so daß ich hier nicht zu Baumarktware (und/oder No Name greifen möchte).

    Herzlichen Dank,
    Daniel

    • Vermutlich meinen Sie eher Abstrahlwinkel >90° und Ra >90 (das wäre eine sehr gute Farbwiedergabe), richtig? Müssen die Strahler dimmbar sein? Welche Länge dürfen sie haben (sehr starke LED-Strahler mit >450 lm sind teils deutlich länger als ihre Halogen-Pendants)?

      • Genau, eine breite Abstrahlung als Allgemeinbeleuchtung und gerne eine sehr gute Farbwiedergabe. Sollte das zu exorbitanten Preisen führen, reicht auch Ra < 80-85.
        Bei erwiesener Überlänge würden auch 400 lm reichen.

        Ich habe als Leuchte/Lampe das Modell "Husinge" von Ikea. Als Leuchtmittel wird dieses hier empfohlen. Die Länge ist 60 mm, die Breite 50 mm.

        Haben Sie zum Beispiel eine Einschätzung zu dieser Osram von Obi? 10,99 € finde ich allerdings zu teuer …, vielleicht kennen Sie etwas Günstigeres?
        Herzlichen Dank schon einmal für Ihre Hilfsbereitschaft!

        (Bitte keine ellenlangen, rohen Links posten, sondern sie an passender Stelle im Text einbetten, so wie ich’s hier nachträglich getan habe. Sonst haut es nämlich die Darstellung des Blogs in Mobilgeräten zusammen. Danke! / d. Red.)

        • Der empfohlene LED-Strahler von IKEA ist dimmbar, der Osram-Strahler nicht – was muss Ihr Wunsch-Strahler sein (es erleichtert die Suche, wenn Sie alle meine Nachfragen in einem Kommentar beantworten)?

          Außerdem bitte ich dringend darum, vor individuellen Nachfragen erstmal in meiner Liste der Testberichte zu schauen, ob’s da schon was gibt (hier beispielsweise der Test des Osram-Strahlers, hier der des IKEA-Spots). Viele Anfragen wären eigentlich komplett überflüssig, weil sie schon längst in einem Blogartikel beantwortet wurden, manche Leser aber schlicht zu faul sind, sich da mal durchzuarbeiten.

          • Hallo Herr Messer, ich weiß nicht, wie man Links in klickbare Kurzlinks verwandelt, bite entschuldigen Sie meinen Post.
            Ich suche keine dimmbaren Leuchtmitel, der Ikea-Strahler diente nur als Größenorientierung.
            Den Test des Osram hate ich in den Listen tatsächlich übersehen.
            Wunschlicht:
            GU10-Leuchtmitteln mit folgenden Wunschwerten: 400-450 lm, großer Abstrahlwinkel < 90°, gerne Ra <90, leicht darunter wäre auch ok, gerne schöne Farbwiedergabe, da für den Wohnbereich, 2700 K Farbtemperatur. Nicht dimmbar, Länge ca. 60, Breite ca. 50mm.

  13. Vielen Dank, Herr Messer, die Bioledex sehen gut aus.
    Haben Sie auch neue Erkenntnisse, was die Geräuschentwicklung bei den PAR 16 Osram aus den oberen Links betrifft?

      • Hallo in die Runde,

        Obi hatte mir heute sechs der Par 16 zurückgelegt, eine hatte allerdings eine bereits geöffnete Verpackung.
        Zuhause eingesetzt stellte ich fest, das das Surren deutlich vernehmbar ist und selbst im Flur noch weit vernehmbar ist. Selbst wenn es mit steigender Entfernung leiser wird, so kenne ich dieses Surren von keiner meiner bisherigen LED-Leuchtmitteln.
        Also leider retour.

        Ich werde dann die Bioledex bestellen. Mit einem Affiliate-Link hätte ich übrigens kein Problem, denn ich möchte Fastvoice gerne etwas zurückgeben für die umfänglichen Informationen zu LED.

        Vielen Dank für Ihre Informationen!

        • So, die Bioledex Kado sind da. In völliger Stille summen die Kado kaum weniger als die o.e. Osrams. Das Leuchttbild ist schön, sie sind SEHR hell, genau, wie ich es wollte vielen Dank für Ihre Empfehlung, Herr Messer.

          Falls Sie die Bemerkung hier gestatten: Lieferant DEL-KO lieferte die gewünschte Menge trotz anfänglichen Rückstands in Rekordzeit.

  14. Hallo Herr Messer,
    bin hier gerade zufällig reingerutscht (über Ihre aktuelle WP-Anfrage auf google+) und bin sehr beeindruckt! Passe als Endverbraucher voll in Ihre Schablone und lese mich erst mal Stück für Stück durch. Dieser Wirrwarr und die unübersichtliche LED-Schwemme hat mich bislang davon abgehalten, groß in einen Umstieg einzusteigen!
    Außerdem finde ich es faszinierend, wie jemand es schafft durch Bearbeitung eines Grundthemas so viele Leser zu aktivieren und über Affilliate zu bedienen und damit auch noch ein paar Euros zu verdienen, was ja durchaus legitim ist.

    Alles Beste weiterhin.
    Ich bleibe Ihrem Blog treu. Natürlich nur in meiner Freizeit 😉
    Was ich suche: Gibt es einen Eintrag für den Bezug eines Newsletters?

    Gruß aus Meppen im schönen Emsland.
    Jürgen Christoffers 🙂

    • Danke für das große Lob! Es gibt übrigens hier keine Affiliate-Anzeigen, nur ganz normale Werbebanner ohne klickabhängige Bezahlung.

      Newsletter ist hier eigentlich überflüssig, weil aktuelle Kurzmeldungen normalerweise im Blog-Telegramm stehen (nur jetzt nicht in der Sommerpause) und am Sonntag darauf in einem „LED-Tagebuch“ zusammengefasst werden.

  15. S.g. Herr Messer; ich bin extrem beindruckt von ihrem Informationsangebot auf dieser Seite. Die Angst vorm „fachchinesisch“ haben Sie mir jedefalls genommen. Wirklich sehr verständlich aufbereitet. Sie haben einen neuen Stammleser!

  16. Ich habe ein Problem mit funksteckdosen im aussenbereich, an beiden sind jeweils LED Beleuchtung gesteckt, Steckdose A: 4x LED Strahler mit je 10 Watt + 1 wegebeleuchtung von Phillips 7 Watt …. Steckdose B: 2 LED Lichterketten mit je 10 Watt + 3 Einbaustrahler mit je 3 Watt…
    Bei Steckdose A funktioniert die Funksteuerung problemlos und ausgeschaltet glimmt auch keine der LED’s ….
    Bei Steckdose B lässt sich die Beleuchtung ein aber nicht mehr ausschalten bzw. lässt sich gar nicht mehr schalten…. Weiterhin glimmen sowohl die Spots als auch die Schläuche weiter schwach wenn ausgeschaltet ist ….. Ich habe mittlerweile das dritte set funkschalter nach jeweiligem Defekt gekauft Jetzt brennenstuhl und auch das gibt schon den Geist auf 🙁
    Warum schalten die funkschalter nicht zu 100% ab? ( dauerglimmen)
    Sind an B zu wenig Leistungsabnehmer dran ? (Mom. 29watt )
    Gibt es einen Hersteller von funksteckdosen speziell für LED Beleuchtung ??
    Erwähnen möchte ich noch das es sich hier um Funksteckdosen für den aussenbereich handelt ….

    • Ja, diese Funkdinger sind ein ständiger Quell des Ärgers. Auch wir haben schon mehrere Sets verschiedener Anbieter ausprobiert – sowohl welche für den Innen- als auch für den Außenbereich und immer mit LED-Leuchtmitteln (wir haben ja sonst nichts anderes mehr).

      Häufig geht das auch ’ne ganze Weile recht gut – sogar mit wesentlich weniger Watt-Last als bei Ihnen. Die Mindestlast ist also wohl nicht das Problem, eher die Qualität der Elektronikbauteile. Wirklich zuverlässig über eine lange Zeit und bei einer größeren Entfernung zwischen Handsender und Steckdose hat nämlich fast nie was funktioniert.

      • Danke erst mal für die Info ! Ich werde jetzt die funksteckdosen gegen ein intertechno Funk-3 Kanal Schaltempfänger austauschen. Laut Erfahrungswerten anderer Nutzer soll dieser wohl besser mit den LED s klarkommen … Na mal schauen Was mir schonmal positiv aufgefallen ist, ist die Erwähnung das dieses Teil ausdrücklich für LED empfohlen wird …. Ich werde berichten sobald ich das Teil einige Zeit testen konnte ….

        • Von Intertechno gibt es solche 3-fach Module deren Kanäle für 3500W ausgelegt sind und mit denen man auch eine Steckdose schalten kann. Das läßt auf fette, robuste Relais hoffen. Aber auch dort finde ich nirgends eine Angabe zum max. Einschaltstrom oder zur max. kapazitiven Last.
          Andererseits betreibe ich seit etlichen Jahren problemlos eine Intertechno schaltbare E27 Fassung mit einer LED-Birne. War mein erstes Hausautomatisierungsprodukt. Die Hausautomatisierung habe ich dann allerdings mit Homematic fortgeführt. Ob der schaltbare E27 Sockel so robust ist oder ob meine LED-Lampe gutartig ist, kann ich allerdings nicht sagen. Aber die Kombination läuft problemlos. Und intertechno ist ein großer namhafter Hersteller.

    • Das ist wahrscheinlich ein Problem mit den hohen Einschaltströmen von LED-Lampen. Als vorwiegend kapazitive Lasten fließt bei ungünstigen Einschaltzeitpunkten für einige zig µs ein sehr hoher Einschaltstrom. Ich selbst habe schon mittlere zweistellige Amperewerte gemessen.
      Normale Relais mögen das nicht und die Kontakte „kleben“ dann zusammen.
      Für den Laien ist die Abhilfe schwierig. Die dem Laien am ehesten zugängliche Methode wäre eine Reihenschaltung einer 100W Glühlampe. Also Glühlampe in Reihe zur LED schalten.
      Ansonsten kann ein sogenanntes Einshaltstrombegrenzungsrelais (Eltako SBR61) vor der LED eingeschleift werden.
      Oder ein ELV Einschaltstrombegrenzer ESB1 Artikel-Nr.: 68-13 03 66 für 9 EUR – solange man unter 200VA (nicht Watt) bleibt. Aber eben alles mit Bauaufwand verbunden und das darf dann auch nicht gebastelt, sondern fachmännisch gemacht werden.

      Ansonsten hilft nur probieren auf gut Glück. Nicht alle LEDs ziehen so viel Einschaltstrom (aber bei ca. 30W LEDs wird da einiges zusammenkommen) und nicht alle Relais in den Funksteckdoesen sind Schrott. Relais mit AgSnO2-Kontakten sind resistenter, solche mit voreinlenden Wolframkontakten noch besser. Mittlerweile wird es üblicher, die Relais im Spannungsnulldurchgang zu schalten – z.B. bei Steinel Bewegungsmelder. Das hilft. Aber bei den billigen Funksteckdosen habe ich noch keine entsprechenden Hinweise gefunden.

  17. Ich habe mein Haus mit Hilfe ihrer Anleitung auf LED Leuchten umgestellt. Vielen Dank für ihre Arbeit. Bin durch den Wechsel ein Fan von LED Module und LED Lampen geworden. Jetzt muss ich mich endlich nicht mehr ums Licht kümmern, bis auf weiteres jedenfalls 😉

    • Stand der Dinge: Steckdosen entfernt, Funk-3 Kanal Schaltempfänger ITL-3500 von intertechno in eine dazu perfekt passende, wasserdichte verteilerdose außen an die wand geschraubt und verkabelt … Habe dabei nichts geändert, heißt beide Kreise sind so wie ich sie per funksteckdose betrieben habe …..
      Wahnsinn !
      Kein Glimmen der LED nach ausschalten mehr
      Habe mir die perfekte Fernbedienung dazu gekauft, Funksender intertechno ITZ-500 somit kann ich auch dem im Haus verbauten Funk- Lichtschalter steuern. Die Fernbedienung hat eine sehr gute Reichweite und reagiert Blitz schnell…. Zusätzlich lassen sich feste Zeit-Schaltprogramme für jeden einzelnen Kreis einstellen ( bei mir außen 18:30 – 22:00) innerhalb dieser zeitvorgabe kann ich auch einstellen das er willkürlich an und ausschaltet ….. Ich kann nur sagen: perfektes Zusammenspiel aller Komponenten und er trennt komplett !!!!! Ich habe im Internet bei verschiedenen Anbietern ( preis war entscheidend ) für das Modul, die Fernbedienung und den Verteilerkasten 70€ bezahlt …. Für 3 Sets funksteckdosen die alle kaputt sind + den Ärger ist das ein Schnäppchen….
      Ich werde nie wieder etwas anderes Kaufen…..

      • Das ist erst der Einstieg in die Hausautomatisierung. Der Appetit kommt beim Essen. Und da könnte Intertechno bald an die Grenzen kommen. Und dann steht das „nie mehr was anderes“ in Frage.
        Aber vorerst: Problem gelöst Aufgabe zur Zufriedenheit erfült, herzlichen Glückwunsch und viel Spaß!

  18. Moin aus Bremerhaven. Ich frage, ob 2 Philips Master PL-T-42 W mit je 3200 lm in einer Leuchte dann 6400 lm ergeben oder nur einen Teil davon? Die Leuchte mit einem Schirm in Form eine umgedrehten strukturierten „Salatschlüssel“ soll auf LED umgerüstet werden. Die neuen Tropfenform-LEDs der Markenhersteller mit E27 und 13,5 W haben 1520 lm. Wieviele LEDs 13,5W wären equivalent der 2 Stück PL-T 43W?

  19. OK. Danke für den Hinweis. Ich achte auf einen möglichst hohen Wert beim Farbwiedergabeindex. Es ist nicht für einen Wohnraum, sondern für den Eingangsbereich einer Halle gedacht. Aus etwa 9 m Entfernung messe ich von den 2 x 43 W Energiesparlampen je Leuchte, 3 Leuchten nebeneinander, z.Zt. etwa 50 LUX – das ist gerade mal so, dass man nicht hinfällt 😉 – Es könnte heller sein. Ich gucke noch mal, was es für Alternativen gibt. Mehr als 50 Watt wollte ich aber nicht anschließen.

  20. Hallo Herr Messer, gaaanz toller Artikel – Gratulation! Vielleicht können Sie helfen: Ich suche (warmweiss 2700 K oder wärmer) E4 Leuchtkörper LED für unsere Küchenunterbauleuchten. Diese dürfen jedoch nur max. 35mm lang sein und rund 10mm dick. Alles, was wir finden, ist zu lang und zu dich. Haben Sie eine Idee? Mit freundlichen Grüßen: Jens Christian aus Hamburg

  21. Danke Herr Messer für so viel kompakte Info!
    Ein toller Tipp mit dem Kombinieren von LED- und OLED-Beleuchtung und den Angaben zur ungefähren Beleuchtungsstärke, gerade wenn man als Spätumsteiger nur Watt in der „Birne“ als Anhaltspunkt hat. 😉

  22. Sehr geehrter Herr Messer,

    ich bin heute im Zusammenhang mit einer mega teuren LED-Schreibtischlampe (mit miesem CRI) auf Ihren tollen Blog gestoßen (worden). Zunächst einmal danke für die vielen ausführlichen Tests, ich werde wohl keine LEDs mehr kaufen ohne vorher hier einen Test dazu gelesen zu haben!

    Dieser Beitrag hat mich dazu gebracht nach kaltweißen (Tageslicht) E27 LEDs für meine Designer IKEA-Schreibtischlampe zu suchen. Ich verwende hier aktuell ca. 600lm 2700K LG LEDs und möchte nun mit ca. 5000K Ermüdungserscheinungen vorbeugen. Farbwiedergabe ist nicht kritisch, darf allerdings auch gerne gut bis sehr gut sein.

    Ist ihnen mal eine brauchbare Lampe die die gewünschten Anforderungen erfüllt (600lm, Kaltweiß, guter CRI, E27) untergekommen? Eine Suche in ihrem Blog hat mich erstmal nicht weiter gebracht.

  23. Hallo Herr Messer,

    auch ich möchte mich für dies äußerst informative Blog bedanken. Gerade jemand, der sich zum mehr oder weniger ersten Mal mit „richtiger“ LED-Umrüstung beschäftigt (also nicht nur der Spontankauf des LED-Billigschnäppchens im Vorbeigehen), wird von Informationen fast schon erschlagen.

    Ich stehe vor einem wohl relativ ungewöhnlichen Problem und wollte in diesem Zuge anregen bzw. nachfragen, ob die zugrundeliegende Frage vielleicht auch für anderes Publikum von Interesse wäre; es geht ums Flackern von LEDs generell und dessen Erkennung/Bemessung:

    Gibt es einen Parameter, an dem sich das Flackern/die Geschwindigkeit der An- und Abschaltungen pro Sekunde „von außen“, also idealerweise, ohne dass die Lampe in Betrieb ist, zumindest aber ohne Laborgeräte und ähnliches ablesen lässt?
    Ich suche eine vernünftige LED-Beleuchtung für meine Vögel. Da Papageien 150-200 Bilder pro Sekunde wahrnehmen können, habe ich kürzlich mit einer günstigen Kompaktkamera, die erfreulicherweise Highspeedvideos aufnehmen kann, LED-Leuchten „abgefilmt“ (120 und 240 Bilder pro Sekunde) und war einigermaßen entsetzt, was man da teils zu sehen bekommt: Für die Vögel wäre das häufig 12h pro Tag Dauerdisco 🙂
    Die einzigen Lampen, bei denen fast kein Flackern zu erkennen war, waren manche Marken-GU10-Leuchten (z.B. Osram PAR 16 5W 350lm; die hatte ich glücklicherweise ohnehin schon zu Hause).
    Im Baumarkt konnte man mir diesbezüglich leider gar nicht weiterhelfen, aber manche der LEDs dort flackerten derart massiv, dass sich das sogar schon mit dem bloßen Auge wahrnehmen lässt.

    Hätten Sie vielleicht einen Tipp, welche Informationen einer Lampe hier nützlich sein könnten? Oder vielleicht sogar, wie man das Flackern am besten konkret berechnen/herausbekommen kann? Meine jetzige Methode ist mir eigentlich viel zu ungenau: Was bei 120 Bildern/sec nicht flackert und bei 240 sehr wohl, kann ja alles sein – von 130 (Vogelstroboskop) bis 239 (mehr als ausreichend).

    Falls diese Antwort schon im Blog abgedeckt sein sollte (ich habe gesucht, aber zwar einiges zum Flackern, jedoch nichts zu meiner spezifischen Frage gefunden), würde ich mich über einen kurzen Hinweis freuen.
    In jedem Fall danke im Voraus.

    • LED-Lampen und -Leuchten mit Schaltnetzteil liegen normalerweise im Kilohertz-Bereich, solche mit Kondensatornetzteil bzw. auch dimmbare mit PWM-Regelung sind häufig tiefer angesiedelt. Die Lichtstabilität kann dennoch völlig unterschiedlich sein. Das sieht man denen meistens von außen nicht an – schon garnicht, wenn Sie aus sind. Und mit einer Kamera ist eine Messung ebenfalls nicht möglich.

      Alles, was so ab 100 Hertz ist, läuft bei mir übrigens nicht unter dem Label „Flackern“ (das ist eher niederfrequent), sondern unter „Flimmern“. Seit einiger Zeit messe ich das zumindest näherungsweise bei allen Tests; mein Blog-Kooperationspartner hat neuerdings auch Profi-Messgeräte, die einen sehr breiten Frequenzbereich erfassen können, sowie flimmerfreie Lampen und Leuchten.

    • Hallo Mick,
      ich verwende eine neue Methode zur Messung von Lichtflimmern. Dabei ist es egal von welcher Art das Leuchtmittel ist und auf welcher/n Frequenz/en (von 10 Hz bis 250000 hz) es flimmert (oder auch nicht). Bei mir wird alles aufgedeckt und im CFD zusammengefasst. Auf Wunsch erstelle ich für jedes vermessene Leuchtmittel ein Protokoll mit differenzierter Frequenzanalyse. Über 400 Leuchtmittel habe ich bereits vermessen.

  24. Guten Tag Herr Messer,

    auf der Suche nach Informationen über LED-Leuchtmittel bin ich auf Ihre Seite gekommen. Die wirklich anschaulichen und verständlichen Erläuterungen sind für mich sehr hilfreich.

    Nun habe ich zwei Fragen, zu denen ich hier hier noch nichts gefunden habe (ich hoffe, ich war gründlich genug):

    Es werden jetzt immer mehr Leuchten mit fest verbundenen LED-Leuchten angeboten. Nach meinem Verständnis bedeutet das, wenn das Leuchtmittel ausfällt, ist das gesamte Gerät nicht mehr zu gebrauchen. Damit würde man mit seiner Investition von der Lebensdauer der LEDs abhängig.

    Nun sind die angegeben Haltbarkeiten zwar immens und ausreichend, meine Erfahrungen mit den Sparlampen vor dem „LED-Zeitalter“ lassen mich allerdings zweifeln. Ich wäre dankbar, wenn Sie mir Ihre fachlichen und praktischen Erfahrungen dazu mitteilen könnten.

    Weiterhin möchte ich zur Beleuchtung einer Küchen-Arbeitsplatte LED-Leuchten entsprechend der früheren Neonröhren unter die Hängeschränke anbringen. Kann man die technischen Daten dieser „Leuchtbänder“ in 50 oder 60 cm Länge mit den Informationen bei Stahlern vergleichen, oder sind hier andere Voraussetzungen zu beachten und bedenken?

    Auch dazu wären mir Ihre Ansichten sehr willkommen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Norbert Blach

    • Zu Punkt 1 habe ich schon mal was Ausführliches geschrieben – teils wird es ja auch schon im Artikel oben angedeutet: Solche integrierten Komplettleuchten sind auf Dauer nicht generell die schlechtere Wahl, weil hier die (Dimmer-/Vorschalt-)Elektronik und die thermischen Verhältnisse genau auf die LED-Module abgestimmt werden können – im Gegensatz zu LED-Retrofit-(Not-)Lösungen, wo der Produzent einer Leuchte (ohne Leuchtmittel) nie wissen kann, was der Kunde nachher ’reinschraubt. Das kann nämlich kräftig in die Hose gehen – vor allem bei dimmbaren LED-Lampen. Tendenziell werden die integrierten Leuchten wohl ohnehin die bisherigen Retrofit-Kombis weitgehend ablösen – auch wegen der neuen EU-Regeln.

      Punkt 2 kommt sehr auf die persönlichen und räumlichen Helligkeits-, Farbtemperatur- Abstrahlwinkel- und Farbtreue-Bedürfnisse an (siehe auch die Diskussion dort). Inzwischen gibt es aber jede Menge LED-Unterbauleuchten, die den bisherigen Leuchtstoffröhren in Nichts nachstehen (schauen Sie mal in die Angebote meiner Blog-Werbepartner). Von billigen „LED Stripes“ würde ich jedoch die Finger lassen – gerade in der Küche, wo Dunst, Dampf etc. auftreten.

  25. Hallo Herr Messer.

    Danke erstmal für die vielen interessanten Beiträge.
    Meine Schwester und mein Schwager ziehen in ein Haus (Neubau). Und ich würde hier gerne von vornerein Beleuchtungen mit LED realisieren. Retrofits sind natürlich gleich von vornerein auszuschließen. Und Lampen, die als ganzes im Schrott landen, kommen für uns auch nicht in Frage.

    Worauf sie leider bisher nicht eingegangen sind, sind die Lösungen mit Aluschienen und Lichtbändern. Aber ich persönlich finde genau diese Lösungen für Bastler wie mich am schönsten. Warum? Man hat Optionen. Die Aluschienen gibt es schon in den verschiedensten Formen, zum Einbau in die Decke, für Unterputz, für den Bodeneinbau, für Treppenstufen und etliche Aufputzvarianten.

    Noch dazu hat man die freie Wahl der Leuchtmittel, auch hier gibt es Billigheimer und wirklich hochwertige Lichtbänder. Den Streuwinkel kann man dann über die Linse bestimmen. Oder bei diesem ausgeklügelten Schienensystem sogar über die Einstellung einer Schiene in der Schiene.

    Was mich wirklich interessieren würde ist ihre persönliche Meinung zu dem ganzen:
    Was sollte mich davon abhalten, abgesehen von der Kostenfrage, hier richtig kreative Lösungen speziell an den Raum angepasst umzusetzen? Die Lebensdauer sollte doch bei Aluschienen, die eine große Oberfläche zum Kühlen bieten in Kombination mit zentralen Netzteilen im Keller, dessen Wärmelast durch Lüfter im Schaltschrank abgeführt werden soll deutlich höher sein, als bei allen Systemen, die ihre Wärmelasten in einem Gehäuse haben.

    Und kann ich dann über die 230V Leitungen auch ungestört PWM Signale senden, wenn ich Dimmfunktionen umsetzen will? Oder führt das zu Störungen? Wie sollte eine LED Leiste in der Schiene eigentlich befestigt werden, um die Wärme nach draussen gut abzutransportieren?

    Und sind runde Profilschienen, dessen Länge und Helligkeit vom Kunden selbst bestimmt werden kann nicht eine super Alternative zu Leuchtstoffröhren? Ich fände es super interessant, wenn ich hier ein paar Versuche zu dem Thema finden würde, was währe zum Beispiel die Aluschiene nummer eins, wenn es um Wärmeabtransport geht?

    Und welche Lichtbänder sind vom Preis/Leistungsverhältnis am geschicktesten? Und sollte man Bei zentraler DC Versorgung viele einzelne Netzteile nehmen, oder gleich ein richtig mächtiges?

    Das waren jetzt hoffentlich nicht zu viele Fragen auf einmal, aber ich denke, dass dieses Thema viele interessiert, die sich mit LED Beleuchtung auseinander setzen.

    Vielen Dank

    Roland T

    • Das hier ist vorrangig ein Blog für jene Arten von LED-Beleuchtung, die auch von kompletten Laien problem- und gefahrlos einsetzbar ist (Lampen, Komplettleuchten etc.). Bastler und Elektroniker sind woanders unterwegs – auch, weil LED-Bastellösungen häufig sehr komplex und heikel in Sachen Thermik, Elektrik (auch in rechtlicher Hinsicht!), Elektronik und digitale Steuerungstechnik sind.

      So ein riesiger zusätzlicher Themenkomplex für eine absolute Minderheit der Konsumenten würde den Rahmen dieses Blogs, meine Vorkenntnisse und die verfügbare Zeit bei Weitem sprengen. Falls sich jedoch ein fachkundiger Leser findet, wären kompetente Antworten hier unten in den Kommentaren natürlich willkommen. 😉

    • Zu allererst würde ich die Schwester+Schwager befragen. Erfahrungsgemäß sind ca. 50% der Bevölkerung das Haupthindernis zu lichttechisch guten Lösungen. Da werden die lichttechnich lieblosen klassischen Pendelleuchten mit farbverfälschendem Schirm ernsthaft als Schmuck bezeichnet und leider auch so eingestuft.
      Zweitens würde ich dann bei mir selbst anfangen die Beleuchtung zu optimieren, so daß ich nur erprobte Dinge der Schwester empfehle und einbaue.
      LED-Bars auf Stranggußprofilen verwende ich selbst an einigen Stellen und bin gut damit gefahren. Allerdings China-Direktimporte wegen der Farbtemperatur von 3600K, die man hier nicht so gut bekommt oder bekam. Und ja, das Ledstyles Forum ist da eine gute Adresse.
      Die genannten Profile wären mir wahrscheinlich zu teuer. Aber wenn man darüber hinwegsehen kann, machen sie einen guten Eindruck. Ich persönlich bin auch mit LEDs in Leuchtstoffröhrenform gut gefahren.

      Dann ist die Einbausituation zu klären. Besonders natürlich mit den Bewohnern.

      Als nächstes das Thema Steuerung.
      – soll die Beleuchtung dimmbar sein? Ich persönlich würde darauf Wert legen
      – soll die Farbtemperatur einstellbar sein? Ich persönlich würde darauf Wert legen. Allerdings meine ich keine RGB Einstellungen, die ich nicht brauche.

      Dann stellt sich die Frage der Ansteuerung und dort besonders des Automatisierungsgrades.

      In Durchgangs- und Wirtschaftsräumen (Flur, Keller, WC, Bad) habe ich Lampen mit Bewegungsmelder. In meinem Fall aus historischen Gründen z.B. Steinel 16L mit Retrofit-LEDs. In diesen Räumen habe ich die alten Wandschalter stillgelegt oder ausgebaut. Die werden nicht mehr vermißt. Lediglich im Flur sind sie noch drin und werden meist nur zum vorzeitigen Ausxhalten verwendet. Meiner Meinung nach geht so eine Lösung auch in der Küche, evtl mit Präsenzmelder statt Bewegungsmelder.
      Ich würde heute zu integrierten Lösungen mit Andimm- und Abdimmfunktion greifen. Bei Steinel würde ich auch schauen, die geben 5 Jahre Garantie und haben auch ein Industriesortiment mit Steuerungsmöglichkeiten.

      Schwieriger sind Leuchten im Wohn- und Schalfbereich. Hier kann man zwar teilautomatisieren, aber der manuelle Eingriff muß möglich sein.
      Eine Einzelperson kann z.B. bei Betreten des Schlafzimmers das Licht einschalten lassen und dann später manuell das Licht dimmern bzw. Ausschalten. Bei Schwester und Schwager kann das schwieriger werden, wenn mal die Schlafenszeiten verschieden sind.

      Wenn man mal die Leuchten und den Automatisierungsgrad festgelegt hat, stellt sich die Frage nach zentral bzw. dezentraler Steuerung. Und dann sind wir mitten in der Diskussion über die Art und den Grad der Hausautomatisierung. Ich mache Einiges über die Hausautomatisierung, aber Licht hat daran den geringsten Anteil.
      Wired ist zuverlässiger als Funk, erfordert aber Anfangsinvestitionen, die dann anfallen, wenn gespart werden muß, oder der Ästhetikrat andere Prios setzt. Deshalb verzichten selbst ordentlich verdienende Häuslebauer meist erst mal darauf um dann ein oder zwei Jahre später per Funk nachzurüsten. Wird dann teurer, geht aber scheibchenweise. Oft wird dann auch die Lichtsteuerung nach und nach in die Hausautomatisierung einbezogen. Wobei die klassischen Schalter wieder im Weg sind. Weshalb es bereits Funk-/WLAN Schalter gibt und etliche auch ein günstiges Smartphone als Schalter/Display einsetzen.

      Wenn das alles geklärt ist, ergibt sich das Thema zentrales oder dezentrales Netzteil meist auch von selbst. Wird meist auf dezentrale hinauslaufen wg:
      – Ruheleistung
      – Verdrahtungsaufwand
      – Beschränkungen durch Dimmung
      – größerer Leitungsverlust im Niederspannungsbereich

      • Hallo Jürgen,
        großartig und ausgiebig, prima.
        Ich hoffe Du erlaubst mir noch zu bemerken, dass man speziell bei dimmbaren Systemen (aber auch allgemein) auf jeden Fall auf das Lichtflimmern im gedimmten Zustand achten sollte. Bei PWM-Dimmern (DC) ist auf eine PWM-Grundfrequenz von >2kHz zu achten, unter 300Hz ist es ein absolutes NoGo.

        • völlig d’accord. Und bei externen PWM Dimmungen die Leitungslängen kurz halten wegen der EMV. Viel spricht für Komplettlösungen – außer daß man deren Dimmethode und Dimmfrequenz noch weniger kennt. Also notfalls mit Meßgerät ins Leuchtengeschäft.

  26. Das Ende der GU10-Hochvolt-Halogen-Reflektorlampen ist seit letzter Woche europaweit eingeläutet. PHILIPS hat eine Umfrage dazu in die Fachpresse lanciert (natürlich nicht, ohne eigenen LED-Ersatz zu promoten) mit dem Ergebnis, dass dies die meisten Verbraucher offenbar kalt erwischt.

    • Ähm ja – diese Umfrage hatte ich schon am 30.8. in der Google+-Community „LED-Beleuchtung“ gepostet. Und das mit den Halogenstrahlern (betrifft übrigens nicht nur Hochvolt!) steht seit Anfang August in diesem Beitrag. Den Verbrauchern kann das ohnehin erstmal ziemlich wurscht sein, weil die vermeintlich „verbotenen“ Lampen sicher noch jahrelang im Einzelhandel sein werden – wie auch jetzt noch die seit vielen Jahren „verbannten“ 100- und 60-Watt-Glühlampen.

      Wir fassen zusammen: Wer in diesem Blog und auf den richtigen Kanälen unterwegs ist, gehört sicher nicht zu den von Philips entdeckten Ahnungslosen. 😉

      • Sorry aber ich meide Datenkraken wie Google-Dienste und -Portale wo ich kann – erst recht seit man sich dort nun registrieren soll, um deren „Schnüffeldienste“ in Anpruch zu nehmen. Folglich habe ich den Post vom 30.8. auch nicht mitbekommen.

        Leider war auch die offizielle ad-hoc-Aufschubmeldung der EU zum Glühlampenverbot im April letzten Jahres nicht so eindeutig in Bezug auf die Halogen-Spot-Strahler und nirgends findet man offenbar eine Komplettübersicht aller Lampentypen mit dem jeweiligen Fristablaufdatum.

        Allerdings bestätigt in der Tat die Verbrauchererfahrung auch, dass diese In-Verkehrbringungs-Verbote wohl nicht so heiss gegessen werden, wie in Brüssel ausgekocht und für Hamsterkäufe keine Panik angesagt ist – auch wenn man noch herkömmlich dimmen möchte ohne die immer noch auffälligen Defiziten bei den „dimmbaren“ LED-Retrofits.

  27. Hallo Herr Messer,
    ich habe folgende Frage: Ich nutze das Telekom Magenta Smart Home System und habe neu in der Wand verbaute Dimmaktoren (Modelle HM-LC-Dim1TPBU-FM und HM-LC-Dim1T-FM) Die Aktoren werden erst einmal nicht explizit als LED-kompatibel beschrieben, in der Praxis schreiben aber viele, dass es funktioniert.

    Die Frage ist hier: Welche LED-Leuchtmittel (mit höglichst hoher RA) sind für solche Wanddimmer nach ihrer Erfahrung gut geeignet (sie sollten wie das immer so ist kein Vermögen kosten)?

    Dazu noch eine ergänzende Frage: Ist grundsätzlich erst einmal jede Deckenleuchte mit Fassungen (nicht die mit unaustauschbaren Leuchtmitteln) fürs dimmen geeignet sofern die austauschbaren Leuchtmittel selbst es sind oder gibt es da auch noch zu beachtende Einschränkungen?

    Ich möchte nämlich eigentlich auf solche Modelle mit fest verbauten LED verzichten, auch wenn hier deutlich mehr Modelle direkt als dimmbar klassifiziert werden. Kann man hier eigentlich davon ausgehen, dass wenn die Modelle mit fest verbauten LED als dimmbar klassifiziert werden und eine entsprechende Fernbedienung mitgeliefert wird (Beispiel) man diese auch mit einem Wanddimmer dimmen kann? (Farbtemperatur kann man so natürlich nicht verändern)

    Natürlich sind fürs Smart Home am ehesten Hue- oder Lightify-Leuchtmittel ideal, aber die kosten natürlich auch direkt deutlich mehr als herkömmliche LED, daher wollte ich mich in dem Bereich informieren

    Herzliche Grüße
    Julian

    • Zu den Dimmaktoren kann ich nicht viel sagen, weil ich sie nicht kenne. Da sie aber beide mit Phasenabschnittregelung arbeiten, stehen die Chancen gut, dass sie mit LED-Lampen gut funktionieren.

      Welche Leuchtmittel mit welchen Dimmertypen harmonieren, steht ausführlich in meinen Testberichten.

      Bei Leuchten mit auswechselbaren, dimmbaren 230-Volt-LED-Lampen gibt es meist wenig Probleme. Bei Leuchten mit eingebauten Trafos und 12-Volt-Leuchtmitteln sieht das schon anders aus, weil hier auch der Trafo LED-kompatibel und dimmbar sein muss.

      Leuchten, die mit einer Fernbedienung geliefert werden, sind üblicherweise nur damit steuerbar und vertragen sich nicht zusätzlich mit „normalen“ Dimmern – im Gegenteil: Damit könnten sowohl Leuchte als auch Dimmer zerstört werden. Das gilt offiziell auch für „Smart Lighting“-Systeme wie Hue und Lightify, wo es spezielle Funkdimmer als zusätzliche Steuergeräte gibt.

  28. Beim Dimmen von LED-Lampen – auch von solchen, die als „dimmbar“ deklariert sind, gibt es immer noch diverse Tücken, die in diesem Artikel recht ausführlich und verständlich beschrieben sind.

    Es gibt auch LED-Lampen, die durch einfügen von roten LEDs in die Reihe der blauen, ein Dim-to-Warm bzw. „Sunset“-Dimmen (auch herkömmlich nämlich durch die flachere Kennlinie der roten gegenüber den blauen) ermöglichen, die aber immer schwerer aufzutreiben sind, da die Nachfrage wegen der höheren Kosten aber auch mangels Aufklärung durch das technisch möglicherweise überforderte „Marketing“.

  29. Hallo,

    ich habe mir ihren sehr interessanten Blog angesehen, vielen Dank für die Arbeit.
    Ich habe meine 10 MR16 Spots mit 35 Watt mit diveresen LED Retrofits ausgestattet (und natürlich den Trafo gewechselt). Inzwischen bin ich bei den 8W LED Lampen mit 655 Lumen von Lichtrevolution hängen geblieben. Darf ich fragen ob ihnen diese Produkte bekannt sind und ggf. ihr Meinung dazu erfahren ? Ist natürlich eher das Billigsegment mit RA80 als Farbtreue, macht aber recht hell !
    Mit freundlcihem Gruß

  30. Hallo Herr Messer, auch ich habe mich in den letzten Tagen durch Ihren Block gelesen. Vielen Dank für die Mühe die Sie sich hier machen.
    Meine Eltern haben heute die 10 Watt LED Strahler von Norma gekauft. Diese sollen an die Hauswand und mit Bewegungsmeldern ausgestattet werden.
    Können Sie mir einen Bewegungsmelder empfehlen? Ich hatte vor ein paar Tagen, in einem Kommentarbereich Ihres Blocks, eine Diskussion verfolgt wo es um das Zusammenspiel zwischen Strahlern und Bewegungsmeldern ging. Leider kann ich diesen nicht mehr finden.
    Vielen Dank schonmal

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Stollberg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.