LED-/OLED-Splitter: Mehr Licht von Verbatim, Lumiblade und Philips

Immer heller wird’s in der Oberklasse der LED- und OLED-Beleuchtung: Verbatim präsentiert seit heute auf der Mailänder Lichtmesse Euroluce neue dimm- und farbveränderbare OLED-Module mit über 50 Lumen/Watt Effizienz, Lumiblade stellt dort gleichzeitig eine neue Version seiner „GL350“-OLED-Panels mit bis zu 45 lm/W vor und wir in Europa warten leider noch vergeblich auf die 22 Watt und fast 1800 Lumen starke „A21“-LED-Lampe des Philips-US-Ablegers.

Verbatim OLED Velve
Inklusive Steuerplatine auf der Rückseite nur 8,7 mm dick: Die neue Generation der Verbatim-„Velve“-OLED-Panels. Sie können – wie herkömmliche OLEDs – weißes Licht erzeugen …

Verbatim OLED Velve Farbsteuerung
… oder mit einer Pad-Steuerung fast jede andere Farbe. (Fotos: Verbatim-PR)

Verbatim, Tochterfirma der japanischen „Mitsubishi Chemical Corporation“, verkauft seit rund drei Jahren nicht nur die allseits bekannten Speichermedien und Computerzubehör, sondern auch LED- und OLED-Leuchtmittel. Um die LED-Lampen werde ich mich hier im Blog bald noch ausführlich kümmern; jetzt geht’s aber erstmal um die „Velve“-OLED-Module von Verbatim mit integrierter Steuerelektronik.

Die jetzt vorgestellte neueste Version dieser Panels bietet eine dimmbare, blendfreie und homogene Leuchtdichte von bis zu 2000 Candela/m² und ist damit doppelt so hell wie die früheren Modelle. Die Effizienz liegt nun bei 51,6 Lumen pro Watt – eine Steigerung um 70 Prozent und ein Spitzenwert für OLEDs. Bei 193 Gramm Gesamtgewicht beträgt der Beleuchtungsbereich 123 mm x 123 mm. Das allein wäre schon bemerkenswert genug – die Verbatim-Module schaffen aber noch mehr: Sie können ihre Farbe stufenlos verändern, inklusive der üblichen Weiß-Töne.

Dazu nutzten die „Velve“-Panels bisher eine herkömmliche RGB-Mischung aus Rot, Grün und Blau. Die neuen Verbatim-OLED-Module wurden auf ein Rot-Gelb-Blau-System umgestellt, das nach Unternehmensangaben eine hellere und genauere Farbmischung ermöglicht.

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Auch Lumiblade legt kräftig nach

Fast doppelt so hell wie bisher ist auch die neueste Version der „GL350“-OLED-Panels der Philips-Tochter Lumiblade: Statt 120 Lumen gibt’s jetzt bis zu 200, die Leuchtdichte steigt auf 6500 Candela/m² und die Effizienz verdreifacht sich ungefähr – auf beachtliche 45 Lumen/Watt. Der Farbwiedergabeindex soll bei über CRI/Ra 90 liegen. Mit 3,3 mm sind sie zwar deutlich dünner als die Verbatim-OLEDs; die Steuerelektronik ist bei den Lumiblade-Panels aber nicht integriert, sondern extern.

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Leuchten mit einer konstanten Farbtemperatur von etwa 3200 Kelvin: Die dimmbaren GL350-OLED-Panels von Lumiblade. (Foto: Lumiblade-PR)

Zu sehen sind die neuen Module – ebenso wie alle bisherigen OLED-Produkte aus Aachen – derzeit im Pavillon 13, Stand 16, auf der „Euroluce“ in Mailand. Farblich „durchstimmbare“ Panels wie bei Verbatim werden Sie dort allerdings vergeblich suchen; jedes Lumiblade-Modell kann zwar seine Helligkeit verändern, aber nicht die Lichtfarbe.

Noch keine 22-Watt-Philips-LED-Lampe für Europa

Philips A21 22WIns Leere läuft zumindest in Europa auch die Suche nach der derzeit stärksten rundstrahlenden Philips-LED-Lampe für Standard-Schraubfassungen. Die 22 Watt starke „A21“ mit blauen LED-Chips und außen liegenden, gelben „Remote Phosphor“-Konversionsschalen (Philips-PR-Bild rechts) liefert satte 1.780 Lumen und ersetzt damit locker herkömmliche 100-Watt-Glühlampen.

Die Farbtemperatur beträgt 2700 Kelvin, der Farbwiedergabeindex liegt über CRI 80, die Effizienz bei knapp 81 lm/W und die prognostizierte Lebensdauer bei mindestens 25.000 Leuchtstunden. Dank dieser Werte bekam die „A21“ jetzt auch als erste LED-Lampe die offizielle „Energy Star“-Auszeichnung der US-Regierung für besonders effiziente Leuchtmittel.

Seit Jahresbeginn beeindruckt sie schon zahlreiche Käufer in Nordamerika, wo man das LED-Geschoss seit Jahresbeginn auch online für knapp 55 US-Dollar (ca. 42 Euro) bei „HomeDepot“ ordern kann. Auf meine Nachfrage bei „Philips Lighting“, wann wir denn in Europa mit einer für hiesige Verhältnisse angepassten Version rechnen können, bekam ich leider nur diese Antwort:

Man weiß also dort nicht, wann wir auch so was Helles von Philips für unsere 230-Volt-Netze kriegen, werde mich aber auf dem Laufenden halten. Mag jemand Wetten abschließen, ob das dieses Jahr noch was wird? Ich nicht.

Update 17.4.: Die hier vorgestellte Lampe wird es mutmaßlich nicht in Europa geben, stattdessen ab ca. Ende Mai eine schwächere 20-Watt-Version.

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2 Gedanken zu „LED-/OLED-Splitter: Mehr Licht von Verbatim, Lumiblade und Philips

  1. Hallo Herr Messer,

    habe von Philips sämtliche LED im Einsatz und bin von der Lichtfarbe beeindruckt. Vom Preis nicht – doch das ist nun mal so. Würde bei Verfügbarkeit sofort mindestens eine 22Watt kaufen wollen und bin für entsprechende Hinweise auf Kaufmöglichkeit dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    Josef Stukenbrock

    • Boah, ich bin beeindruckt: Sie haben von Philips sämtliche LED-Leuchtmittel im Einsatz? Das dürften ja Hunderte sein in deren Sortiment 😉

      Wir haben leider nur rund ein halbes Dutzend Philips-LED-Leuchten und -Lampen auf zwei Stockwerke verteilt, weil uns Osram, LEDON, LCTW und andere auch was verkaufen wollten.

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