LED-Tagebuch (KW 17): Leuchtdrohnen, Quartalszahlen, SoftView, Hue-„gen 2“

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im „Blog-Telegramm“ und in der Google+-Community „LED-Beleuchtung“ – als LED-Tagebuch mit Updates und Ergänzungen.


Osram-LED-Baer-Drones
24.04.: Wenn US-Präsident Obama und Bundeskanzlern Merkel heute Abend die „Hannover Messe“ eröffnen und am Montag ihren Rundgang absolvieren, könnten sie theoretisch von einem unbemannten Fluggerät taghell beleuchtet und gefilmt werden: Bis zu 15.000 Lumen Lichtstrom schafft beispielsweise Osram-S32-Multi-Chip-LEDdas S32-Multi-Chip-LED-Modul von Osram (PR-Foto rechts) in einer der Drohnen, die laut Unternehmensmitteilung von morgen bis einschließlich Freitag (29. April) in der „Digital Factory“ in Halle 7 am Stand C34 präsentiert werden (PR-Foto oben).

Zu den von Osram und der jungen Berliner Firma „Bär-Drones“ im Rahmen der Aktion „Start-up meets Grown-up“ vorgestellten Anwendungskonzepten gehört auch der mobile Einsatz der ursprünglich für die Flugfeldbeleuchtung entwickelten Zelion H-LED-Module.

Wenn kommerzielle Drohnen für Film- und Fotoaufnahmen oder zur nächtlichen Überwachung und Kontrolle von Grundstücken und Gebäuden dienten, seien sie auf solche besonders leistungsstarke, energieeffiziente und leichte Lichtquellen angewiesen. Die Osram-Multi-Chip-LED-Module könnten auf kleinstem Raum montiert werden und strahlten dank ihrer extremen Leuchtdichte von 140 Candela pro Quadratmillimeter sehr gezielt und mit hoher Lichtstärke.


25.04.: Ein Börsengang (IPO) für das Spin-off „Philips Lighting solutions“ wird immer wahrscheinlicher. Frans-van-Houten-neuWie Philips-Vorstandschef Frans van Houten (PR-Foto rechts) heute bei der Vorstellung der neuesten Quartalszahlen erklärte, verfolge man zwar weiter die ursprünglichen Verkaufspläne.

Da man hier jedoch noch nicht zu einem konkreten Ergebnis kam und sich die Stimmung an den weltweiten Aktienmärkten inzwischen verbessert habe, könne man unter Umständen mit einem Börsengang einen höheren Erlös für die Licht-Konzernsparte erzielen.

Deren Quartalsumsatz fiel laut Geschäftsbericht zwischen Januar und März 2016 mit rund 1,69 Milliarden Euro etwa 2% geringer aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – eine Folge des erneut starken Umsatzrückgangs bei konventioneller Beleuchtung. Das 27prozentige Wachstum bei den LED-basierten Produkten konnte diesen Verlust nicht ganz kompensieren. Die Halbleiter-Lichttechnik sorgte allerdings schon für ca. 50% der Sparten-Gesamterlöse.

Der Brutto-Quartalsgewinn bei „Philips Lighting“ von 102 Millionen € wurde vor allem durch die Kosten für den Abspaltungsprozess geschmälert: 52 Millionen allein im vergangenen Quartal – im gesamten Jahr 2016 könnten es sogar 200 bis 225 Millionen € werden. Bereits im Januar war der fast abgeschlossene Verkauf der LED-Komponenten- und Autolicht-Tochter Lumileds an einem Veto der US-Regierung gescheitert.


Postkutsche
26.04.: Wenn Sie LED-Leuchtmittel-Retouren per DHL von Deutschland nach Österreich schicken, werden Sie aktuell von teilweise absurd langen Paketlaufzeiten genervt. So ist beispielsweise mein am 11. April abgeschicktes Päckchen mit einem defekten LEDON-Downlight bis heute nicht in Lustenau (Vorarlberg) angekommen.

Kein Einzelfall, wie ich von dort hörte: Manchmal dauere es drei bis vier Wochen (!), bis solche Retouren den Weg über die Grenze finden. Goethe überwand diese Distanz im 18. Jahrhundert auf seiner Reise über Österreich nach Italien noch deutlich schneller. Damals schaffte man mit der Postkutsche immerhin schon eine durchschnittliche Tagesdistanz von rund 40 Kilometern (Foto: Sigismund von Dobschütz @ Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0).


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27.04.: Über „das beste Ergebnis seit über zwanzig Quartalen“ freut sich Osram in seiner Pressemitteilung zu den Geschäftszahlen für sein 2. Abrechnungsquartal (Januar bis März 2016). Osram-LighthouseAuf vergleichbarer Basis – bereinigt um Portfolio- und Währungseffekte – sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf knapp 1,43 Milliarden Euro gestiegen.

Der um Sondereffekte bereinigte Bruttogewinn (EBITA) habe sich um 15 Prozent auf 174 Millionen Euro erhöht, woraus sich eine Marge von 12,2 Prozent ergebe. Der LED-Anteil der gesamten Produktpalette lag jetzt bei 48% gegenüber 41% in den ersten drei Monaten des Jahres 2015.

Wegen der positiven Entwicklung erwarte der Vorstand deshalb für das Geschäftsjahr 2016 auf vergleichbarer Basis einen Umsatz über dem Niveau des Vorjahres (da waren es knapp 5,6 Milliarden Euro) und strebe eine stabile Dividende von mindestens 90 Cent pro Aktie an.


Philips-SoftView-Seite-unten
28.04.: Ein neues LED-Parkhausleuchten-Modell von Philips erhielt jetzt einen der Hauptpreise bei den „Lightfair International Awards“ in San Diego – als „innovativstes Produkt des Jahres“: Die „SoftView parking garage luminaires(PR-Fotos oben) leuchten mit 168 „Mid Power“-SMD-LEDs nicht nur blendfrei nach unten, sondern lenken auch bis zu vier Prozent des Lichts nach oben in Richtung Decke.

Philips-SoftView-ParkhausSo wird der bedrohlich wirkende „Kellereffekt“ vermieden; das Parkhaus erscheint durch die breitflächigere Ausleuchtung insgesamt heller und freundlicher (Philips-PR-Foto links).

Die dimmbaren „SoftView“-Rundlinge bieten bei 47 cm Gesamtdurchmesser je nach Modellvariante bis zu rund 8600 Lumen „neutralweißes“ Licht aus 85 Watt und können als Aufbau-, Hänge- oder Pendelleuchte montiert werden.

Auf Wunsch werden sie durch verschiedene Sensoren und Fernsteuerungs-Optionen ergänzt, um eine „intelligente“ Aktivierung zu ermöglichen.


Hue-App-gen-2-Home
28.04.: Neues Menü-Design, neue Funktionen: Wie bereits im März angekündigt, gibt es jetzt im iTunes-Store und bei „Google Play“ eine neue offizielle Philips-App für das „Hue“-Lichtsteuerungssystem (PR-Foto oben). Sie ist kein Update der bisherigen Version, sondern ein eigenständiges, parallel und mit beiden „Hue Bridge“-Generationen nutzbares Programm namens „Philips Hue gen 2“. Die alte App wird als „gen 1“ weitergeführt (aktuelle Versionsnummer 1.12.0).

Zu den Neuerungen in „gen 2“ (siehe Screenshots unten) gehören beispielsweise das Menü „Rooms“, in dem einzelne „Hue“-Lampen und -Leuchten definierten Bereichen der Wohnung zugeordnet werden können und anschließend gemeinsam steuerbar sind, „Routines“ für die Programmierung von zeitgesteuerten, dynamischen Abläufen, sowie die Möglichkeit, bis zu zehn Widgets zu kreieren, mit denen Sie je ein komplettes Ambiente-Setting direkt von den Icons auf Ihrem Smartphone-Homescreen aufrufen können – ohne Öffnen der App.
Hue-App-gen-2-Rooms-Lights-Routines


30.04.: Sie wollten schon immer mal einen Online-Shop besitzen, der „LED-Leuchtmittel, LED-Strahler, LED-Fluter, LED-Röhren, LED Stripes und sonstiges LED-Beleuchtungszubehör“ anbietet? Dann müssen Sie selbst keinen neuen basteln und etablieren, sondern haben mal wieder die Chance, ein bereits laufendes Geschäft während der umsatzschwachen Sommermonate direkt zu übernehmen.

Auf der Internet-Verkäufsbörse „Shopanbieter.de“ preist es der Inhaber als seit 2003 bestehenden, ausbaufähigen „Profishop“ mit Anbindung an Amazon, eBay und „Google Shopping“ an, der mit „geringem Personalaufwand“ 2015 einen Umsatz von 1,3 Millionen Euro sowie einen Vorsteuergewinn (EBIT) von 225.000 € erzielt habe.

Zahlen zum Wert des (Marken-)Warenbestands oder zur Verhandlungsbasis werden leider ebensowenig genannt wie Name und Rechtsform des Unternehmens. Realistisch wäre wohl – angesichts der schwierigen Marktlage für solche relativ kleinen LED-Shops – eine Verkaufssumme zwischen 450.000 und 675.000 €. Die Shop-eigenen Facebook- und Google+-Seiten wären jedenfalls im Preis drin.


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LED-Tagebuch (KW 16): Lidl-Leuchte, Osram-Vorstand, LFI, Bodenampeln

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im „Blog-Telegramm“ und in der Google+-Community „LED-Beleuchtung“ – als LED-Tagebuch mit Updates und Ergänzungen.


Lidl-LED-Pendelleuchte-04-16
17.04.: 15 Euro billiger als im Herbst 2015 sind jetzt zwei LED-Pendelleuchten bei Lidl (Screenshot oben, nachbearbeitet). Die nur online für jetzt 34,99 Euro plus 4,95 € Versand lieferbaren „Livarno Lux“-Modelle kommen von „Briloner Leuchten“ aus dem Sauerland, sind 88 cm breit, zwischen 80 und 150 cm höhenverstellbar, haben vier fest verbaute Module à 12 bzw. 24 LEDs, mutmaßlich einen Halbwertswinkel von rund 120 Grad sowie Farbwiedergabeindex Ra 80 und strahlen mit insgesamt bis zu 1600 Lumen aus 22 Watt etwa so hell wie eine 100-W-Halogenleuchte.

Variante 1 hat eine feste Farbtemperatur von 3000 Kelvin („Warmweiß“) und kann mit einem integrierten Taster geschaltet und stufenlos gedimmt werden. Variante 2 (gilt aktuell als „ausverkauft“) ist nicht dimmbar, wechselt aber auf Befehl des seitlich platzierten Schalters die Lichtfarbe zwischen 3000, 4000 („Neutralweiß“) und 5000 K („Kaltweiß“). Die Lebenserwartung beider Modelle wird mit mindestens 20.000 Leuchtstunden und 15.000 Schaltzyklen angegeben. Hohe Anforderungen an die Verarbeitungs- und Lichtqualität dürfen Sie allerdings in dieser Discounter-LED-Preisklasse nicht stellen, wie einige Online-Rezensionen nahelegen.


real-LED-4-fuer-3-04-1618.04.: Vier LED-Lampen in beliebiger Sortierung zum Preis von drei (11,97 Euro) bietet „real,-“ in seiner aktuellen Werbebeilage an (Ausschnitt rechts, gültig vom 18. bis 23. April). Die Aktion gilt offensichtlich nur in den Warenhäusern; online kosten die drei nicht dimmbaren „No Name“-Modelle mit EU-Ökolabel A+ regulär jeweils 3,99 € plus Versand statt umgerechnete 2,99 €.

Sie haben die Auswahl zwischen einer E27-„Classic“ mit 8,8 Watt und 806 Lumen (Ersatz für 60-Watt-Glühlampe), einer E14-„Kerze“ mit 3,1 W und 250 lm (25-W-Ersatz) – jeweils mit matter Haube – sowie einem 5 W starken GU10-„Reflektor“-Strahler mit zentralem LED-Modul und 380 lm (50 W/PAR16-Halogen-Äquivalent).

Die Watt-Zahlen auf der „real,-“-Website sind allerdings durchweg falsch und nennen nur die EU-Referenzwerte für traditionelle Leuchtmittel. Außerdem fehlen sowohl online als auch im Prospekt die Pflichtangaben zu Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex, Abstrahlwinkel, Farbkonsistenz und Nennlebensdauer. Schlamperei oder Vorsatz? Egal – in dieser Form ist die Werbung jedenfalls abmahnfähig.


Sigalux-12W-DC-WW-NW
19.04.: Wesentlich billiger als noch im Sommer 2015 kriegen Sie jetzt die rund 11,5 Watt starke Sigalux-„Double Click CCT“-LED-Lampe, die mittels normalem Lichtschalter zwischen zwei Farbtemperaturen wechseln kann (oben links „Warmweiß“, rechts „Neutralweiß“, Fotos: W. Messer): ELV bietet die nicht dimmbare „Birne“ aktuell für nur 2,95 statt 14,95 Euro an (+ 5,95 € Versand).

Da sie im Messlabor ihren Lichtstrom-Nennwert von 806 Lumen in beiden Einstellungen weit übertraf, können Sie wohl annähernd die Helligkeit einer 75-Watt-Glühlampe erwarten, müssen allerdings mit einem relativ engen Halbwertswinkel von ca. 160 Grad leben.


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Stefan-Kampmann-Bosch20.04.: Die Osram Licht AG baut ihren Vorstand um. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, beschloss der Aufsichtsrat die Verpflichtung des bisherigen Robert-Bosch-GmbH-Bereichsvorstands Stefan Kampmann (52, PR-Foto rechts) zum 1. Juli als Technikvorstand (CTO).

Er soll auf der neu geschaffenen Position im frisch umstrukturierten Konzern die Bereiche Forschung, Entwicklung, Technik sowie Innovation verantworten und parallel für bereichsübergreifende Themen wie die Qualitätssicherung zuständig sein.

Außerdem habe der Osram-Aufsichtsrat am Dienstag entschieden, die Stelle des Finanzvorstands (CFO) neu zu besetzen – „aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Entwicklung des Unternehmens“. klaus-patzakKeine echte Überraschung: Ex-Siemens-Manager Klaus Patzak (50, PR-Foto links) wurde in jüngster Zeit ein kritisch-distanziertes Verhältnis zum Vorstandsvorsitzenden Olaf Berlien und dessen ehrgeizige, teure Investitionspläne nachgesagt.

„Im besten Einvernehmen“ mit Patzak, der das Amt bis zu einer Vertragsauflösung vorläufig weiter ausübe, werde nun ein Nachfolger gesucht. Vor einem Jahr hatte das Kontrollgremium seinen Kontrakt noch vorzeitig bis zum 1. April 2021 verlängert. Das dürfte jetzt für eine ansehnliche Abfindung sorgen.


SylCone-Retro-Ensemble
21.04.: Einen ähnlichen Licht-Designansatz wie die bekannten „Plumen“-Leuchten aus Großbritannien verfolgt die neue „ToLEDo SylCone Retro“-Serie von „Feilo Sylvania“ (früher „Havells Sylvania“). Hier dienen ausladende, mundgeblasene E27-LED-Fadenlampen aus Glas gleichzeitig als Leuchtenkörper – SylCone Retro-GC200nur durch schlichte Pendelfassungen mit Decke und Stromnetz verbunden.

Die drei dimmbaren, 20 cm breiten, bis 17,5 cm hohen, ca. 200 Gramm schweren und rund 62 Euro teuren Retrofit-Varianten (PR-Fotos oben und rechts) holen aus 4,5 Watt und sechs CoB-„Filaments“ 470 Lumen (EU-Ökolabel A++) mit einer extra-„warmweißen“ Farbtemperatur von 2000 Kelvin, Farbwiedergabeindex Ra 80 und ca. 300 Grad Halbwertswinkel. Nennlebensdauer: 15.000 Leuchtstunden und über 50.000 Schaltzyklen.

Passend dazu gibt es von „Feilo Sylvania“ Pendel mit schwarzer, messing-, kupfer- oder nickelfarbener Fassung, außerdem Aufhängungen zum Einsatz als Decken- und Tischleuchte. Selbstverständlich funktionieren die Lampen aber auch mit jeder anderen E27-Fassung und 230 Volt Haushaltsstrom.


San-Diego-Convention Center
22.04.: Im sonnigen Kalifornien treffen sich ab diesem Sonntag Teile der globalen Licht-Branche. Das „San Diego Convention Center(PR-Foto oben) ist vom 24. bis 28. April erstmals Schauplatz der an wechselnden Orten abgehaltenen LFI-16-LogoUS-Fachmesse „Lightfair International(Hashtag #LFI2016, Logo links).

Los geht’s am Sonntag und Montag mit der „Pre Conference“; von Dienstag bis Donnerstag schließen sich eine große Ausstellung und ein umfangreiches Konferenzprogramm an. Zu der nach eigenen Angaben weltweit größten unter den jährlich stattfindenden Messen ihrer Art werden über 140 Referenten, rund 600 Aussteller und ca. 30.000 Besucher erwartet.

Einer der Höhepunkte ist die Vergabe der „LFI Innovation Awards“ an die bemerkenswertesten Kunstlicht-Produkte, -Erfindungen und -Designs der vergangenen zwölf Monate. Außerdem können Sie an einer Exkursion zur Stadtbahnhaltestelle „America Plaza station“ teilnehmen, die gerade mit einem dynamischen LED-Beleuchtungskonzept aufgehübscht wurde (Philips-PR-Foto unten).
America-Plaza-station


Tram-LED-Signal-Augsburg23.04.: Mal wieder ein neues LED-Projekt der Stadtwerke Augsburg (swa): Weil zahlreiche Smartphone-Nutzer beim Laufen den Blick häufig nicht nach vorn, sondern stur nach unten auf’s Display richten (typisches „Smombie“-Verhalten), übersehen sie beispielsweise Fußgängerampeln und Straßenbahnen.

An zwei Tram-Übergängen der Stadt, wo besonders viele Schüler und Studenten unterwegs sind, wurden deshalb diese Woche für insgesamt rund 20.000 Euro testweise rote LED-Leuchten entlang des Bordsteins in den Boden eingelassen (im swa-PR-Foto von Thomas Hosemann oben links zu sehen). Sie blinken gleichzeitig mit dem roten Ampelsignal und sollen so Kollisionen verhindern. Wer da noch in eine Straßenbahn ’reinläuft, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.

Die Idee mit den „Bodenampeln“ ist übrigens nicht neu: Schon vor rund eineinhalb Jahren wurde sie als „i-level+“-System von den Kölner Verkehrsbetrieben testweise an drei Überwegen umgesetzt, nachdem es dort mehrere tödliche Unfälle gegegen hatte.


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