LED-Tagebuch (KW 38): Neue Strahler, OLED-Leseleuchte, Preisrutsch

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im “Blog-Telegramm” und in der Google+-Community “LED-Beleuchtung” – als LED-Tagebuch mit aktuellen Updates und Ergänzungen.

toom-Aussenstrahler-09-14
15.09.: Tageslicht-ähnlich und sehr hell leuchten die nicht dimmbaren 20-Watt-LED-Außenstrahler, die Sie bis 11. Oktober zum “4 Wochen Dauersparpreis” in den “toom”-Baumärkten bekommen (Prospektausschnitt oben). Vier Varianten gibt’s zur Auswahl: “Pur” für knapp 60 Euro, mit Bewegungsmelder rund 70 € – jeweils mit schwarzem oder weißem Gehäuse. Offiziell bieten die 40 nicht auswechselbaren LED-Chips insgesamt 1808 Lumen Lichtstrom mit einer Farbtemperatur von 6850 Kelvin.

Der Prospekt-Vergleich mit einem (fiktiven) 115-Watt-Halogenstrahler ist nicht übertrieben, aber wegen der komplett anderen Lichtfarbe etwas irreführend. Leicht daneben liegt auch die Angabe “EEK A+ bis A++”. Für integrierte LED-Leuchten ist nämlich beim EU-Ökolabel ausschließlich die pauschale Spanne “A bis A++” vorgesehen. Genauer muss das leider nicht angegeben werden. Nach meiner Rechnung kommt der Außenstrahler auf einen Energieeffizienzindex (EEI) von 0,15 und dürfte sich deshalb in Klasse A+ einordnen – wenn er eine austauschbare Lampe wäre.

Bei Helligkeit, Effizienz und Preis-/Leistungs-Verhältnis schlägt der “No-Name”-Strahler von “toom” jedenfalls manch teureres LED-Markenprodukt und sogar meinen ehemaligen “LED-Außenstrahler-Geheimtipp“, hat allerdings nur Schutzart IP 44. Der Abstrahlwinkel wird nicht genannt; er dürfte bei rund 120 Grad liegen.

Telefunken-Clever-Smart
15.09.: Ab Oktober auch in größeren Mengen lieferbar sind die neuen Profi-LED-Tracklights von “Telefunken Licht” für den trockenen Innenbereich (PR-Fotos oben). Die bereits im Sommer vorgestellten, dimmbaren Leuchten mit fest verbautem “Chip-On-Board“-Modul können in die Decke eingelassen (“Clever“) oder in herkömmliche Stromschienen gesteckt werden (“Smart“).

Aus 45 Watt machen sie in der Variante mit Farbwiedergabeindex Ra 80 satte 3500 Lumen Lichtstrom – wahlweise mit 3000, 4000 oder 6000 Kelvin Farbtemperatur (“warm-weiß”, “neutral-weiß” oder “kalt-weiß”) und 25 oder 45 Grad Halbwertswinkel. Die wesentlich farbtreueren Ra-90-Versionen sind – physikalisch bedingt – etwas weniger effizient und bieten nur 3000 Lumen. Wählen können Sie auch zwischen den Gehäusefarben schwarz und weiß. Die Nennlebensdauer beträgt 25.000 Leuchtstunden bzw. 100.000 Schaltzyklen. Und was kostet’s? Rund 155 (“Clever”) bzw. 143 Euro brutto (“Smart”).

Eigenwerbung Juni 2014

16.09.: Eine mobile OLED-Leseleuchte für’s Auto will Osram ab Herbst in einer “limitierten Auflage” (vierstellige Stückzahl) anbieten. Laut Pressemitteilung ist sie “das weltweit erste Produkt auf Basis organischer Leuchtdioden im Auto-Innenraum”. Osram OLED Reading LightDas Akku-betriebene “OLED Reading Light” (PR-Foto rechts) mit mattiertem Alu-Gehäuse könne via USB-Kabel aufgeladen und mit einem Clip auf der Rückseite an einer beliebigen Stelle angebracht werden – beispielsweise an der Sonnenblende. Es soll ein besonders homogenes und blendfreies Licht bieten. Über den Ladezustand informiert eine Anzeige an der USB-Buchse.

Auf der Rückseite gibt es – wie Osram auf meine Anfrage erklärte – einen runden Einschaltknopf; vorne lasse sich das Licht durch Wischbewegungen des Fingers über einen schmalen Balken dimmen. Extrem sparsam ist die Osram-Pressemitteilung in Sachen Datenvielfalt – zwei Tage später bekam ich das hier mitgeteilt: 166 x 58 x 13 mm Größe, 44,5 Lumen Lichtstrom (entspricht etwa einer 5-Watt-Glühlampe), Farbwiedergabeindex ca. Ra 75, Abstrahlwinkel 114 Grad. Der Akku soll über 300mal wiederaufladbar sein, bevor es Kapazitätseinbußen geben kann.

Bei der Farbtemperatur bestätigte Osram auf Nachfrage 3300 Kelvin (zwischen “warm-weiß” und “neutral-weiß”), während der offizielle Verkaufspartner “ShopYourLight.com” fälschlicherweise 3200 K verspricht. Das “OLED Reading Light” soll Ende Oktober/Anfang November lieferbar sein und saftige 199 Euro kosten – immerhin mit fünf Jahren Garantie und versandkostenfrei. Zu sehen war die Leseleuchte schon bei der Fachmesse “automechanika” in Frankfurt/M.

16.09.: Um bis zu 37 Prozent gesenkt hat jetzt mein Werbepartner “LED’s change the world” (LCTW) die Preise seiner “warm-weißen” LED-Retrofits mit rund 2700 Kelvin Farbtemperatur. LCTW-GU10-6,5-ausSo kosten beispielsweise die 7,5-Watt-A55-Lampe mit 400 Lumen nur noch 4,95 Euro und die 9,5-Watt-“Birne” mit ca. 800 Lumen und besonders großem Abstrahlwinkel jetzt 7,95 statt 9,90 Euro.

Neu im Programm ist ein nicht dimmbarer, weißer GU10-Spot mit 6,5 Watt, SMD-Chips von “Osram Opto Semiconductors“, 350 Lumen, 850 Candela, 2700 Kelvin, Ra >80 und 36 Grad Abstrahlwinkel für 5,95 Euro (PR-Foto links). Er dient als Ersatz für 50-Watt-Halogenstrahler und spart so rund 87 Prozent Strom. Künftig soll es zusätzlich auch eine silberne Variante geben – so wie bei den anderen aktuellen LCTW-Spots. Ebenfalls 5,95 Euro kostet eine neue, nicht dimmbare E14-“Kerze” mit 3,6 Watt, LEDs von “Seoul Semiconductor” und 280 Lumen – das entspricht etwa der Helligkeit einer herkömmlichen 25-Watt-Glühlampe. Ein ausführlicher Test der beiden Neuheiten inklusive der überraschenden Laborwerte steht schon im Blog.

Osram LED Superstar A40 clear and frosted17.09.: Mindestens zwei neue Montagelinien für LED-Lampen in Deutschland werden kurz nach Herbstanfang ihren Betrieb aufnehmen. Ende September startet ein neuer Retrofit-Hersteller in Hessen (Details folgen); im Oktober dürfte die reguläre Produktion im Osram-Werk Eichstätt (Bayern) angelaufen sein – jedenfalls nach Angaben auf den Seiten 78 und 79 im aktuellen ELV-Katalog. Dann wird es tatsächlich jene “LED-Lampen made in Germany(PR-Foto) geben, die Osram bereits im Frühjahr werbewirksam angekündigt hat. Die einzelnen Komponenten kommen allerdings aus anderen Werken und Ländern.

17.09.: Der Monat ist gerade erst halbwegs vorbei und der “1&1″-Traffic-Zähler zeigt für dieses Blog schon rund 1,8 Millionen Dateizugriffe im September. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahresmonat gab’s nur knapp 1,15 Millionen. Hochgerechnet ist das etwa eine Verdreifachung der täglichen Abrufe.

Der Zuspruch ist übrigens ziemlich wetterabhängig. Wenn’s warm ist und die Sonne scheint, gibt’s häufig rund ein Viertel weniger Seitenabrufe als bei bedecktem Himmel und Regen oder Schnee. Erfahrungsgemäß sind deshalb auch die Herbst- und Wintermonate (in der Branche auch als “Lichtsaison” bekannt) die besucherstärksten des Jahres. Klingt logisch bei einem Blog, das sich mit künstlicher Beleuchtung befasst.

Philips-StyliD-CrispWhite
18.09.: “StyliD Compact CrispWhite” heißen die neuen Mitglieder der professionellen Strahlerserie von Philips (PR-Foto oben, pdf-Download des Datenblatts). Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, kombinieren die Stromschienen- und Anbauleuchten mit einer Farbtemperatur von 3.000 Kelvin sowohl die brillante Weiß-Wiedergabe als auch die kräftige Betonung von Farben. Mit dem Ra-Wert von 95 hätten sie einen besonders hohen Farbwiedergabeindex und seien vor allem für die Akzentbeleuchtung im Mode-Einzelhandel geeignet.

Mit einer Leistungsaufnahme von 20, 23 und 36 Watt würden Lichtströme von 1150, 1700 bzw. 2.700 Lumen erzeugt – wahlweise mit Abstrahlwinkeln von 12, 25 oder 36 Grad. Gedimmt werden können sie via DALI-Schnittstelle zwischen 10 und 100% der Maximalhelligkeit. Die Nennlebensdauer beträgt 50.000 Leuchtstunden bei 80% Lichtstromerhalt. Die “StyliD”-Strahler gibt’s nicht im Einzelhandel – die Großhandelspreise blieben auch auf Anfrage Geheimsache.

Rogier_van_der_Heide-klein18.09.: Rogier van der Heide (PR-Foto rechts) ist kein Unbekannter für die Leser dieses Blogs; er wurde hier schon mehrfach zitiert. Bis Jahresmitte war der 44jährige Vizepräsident und Chef-Designer bei Philips Lighting im niederländischen Eindhoven. Am 1. Dezember wechselt er laut Pressemitteilung nach Österreich und bekleidet eine neu geschaffene strategische Führungsposition beim Vorarlberger Lichtkonzern Zumtobel Group: Als “Chief Design & Marketing Officer” ist er dann für die drei Marken Thorn, Tridonic und Zumtobel zuständig. Zu den 25 Jahren Erfahrung in der Branche gehört auch seine parallele, selbstständige Arbeit als Lichtplaner in den Bereichen Kunst, Entertainment und Architektur.

OBI-Leuchten-09-14-mittel
OBI-Retrofit-09-14-klein19.09.: Jede Menge LED-Lampen und -Leuchten der Eigen-Handelsmarke “OBI Lighting” für den trockenen Innenbereich hat die Baumarktkette OBI aktuell im Sonderangebot (Prospektausschnitte 3010/14 oben und rechts, gültig bis 27.9., für größere Darstellung anklicken). Die Spot-Serie “Fano” ab 14,99 Euro beispielsweise hat konzeptionelle Ähnlichkeit mit einigen Philips-Ledino-Modellen. Auch hier sind die “warm-weißen” LED-Module mit 3000 Kelvin, jeweils 3 Watt und ca. 270 Lumen nicht austauschbar. Abstrahlwinkel, Farbtreue und Nennlebensdauer werden leider nicht verraten.

Das gilt ebenso für die teils dimmbaren Retrofits in der Werbebeilage mit 3000 K, 2 bis 12 Watt, 170 bis 1055 Lumen und GU10-, G9-, E14- und E27-Sockeln ab 4,99 Euro. Hier bekommen Sie jedoch wenigstens im Online-Angebot ein paar mehr Daten enthüllt – etwa, dass die E14-Lampen mit 6 Watt und 470 Lumen für 6,99 Euro nur einen Halbwertswinkel von 140 Grad und eine gerade mal 15.000 Leuchtstunden bzw. 12.500 Schaltzyklen durchhalten.

Cree-Xlamp-MH-B19.09.: Eine “High Power”-LED mit den äußerlichen Maßen und Merkmalen eines “Mid Power Packages”, aber mit erheblich höherer Energie- und Temperatur-Effizienz, kommt jetzt vom US-Hersteller Cree Inc.: Der “XLamp MH-B”-Chip (PR-Foto links) kann auf einer Grundfläche von 5 x 5 mm bis zu 830 Lumen Lichtstrom aus 7 Watt erzeugen und auch statt kleiner “Chip On Board” (COB)-Module eingesetzt werden. In der Cree-Pressemitteilung wird Frank Chen zitiert, der Technik-Chef von “Shenghui Lighting” (Sengled):

“Zwar stellen COB-LEDs in Sachen Zuverlässigkeit und Kosten eine attraktive Möglichkeit dar, Mid-Power-LEDs zu ersetzen. Sie sind aber nicht kompatibel mit unserem automatisierten Produktionsprozess. Die neue XLamp MH-B-LED gibt uns endlich eine zuverlässigere Alternative für Mid-Power-LEDs – ich muss keine Kompromisse mehr bei unserer Marke und Reputation eingehen, um geringere Systemkosten zu erzielen.”

Die neuen LEDs gibt’s in verschiedenen Farbtemperaturen zwischen 2700 und 6500 Kelvin mit Farbwiedergabeindex Ra >80 sowie zusätzlich in 2700 und 3000 K mit Ra 90.

Sebson-E27-12W-aus-an20.09.: Über 104 Lumen pro Euro bekommen Sie bei der neuesten LED-Lampe meines Werbepartners Sebson. Knapp 11 Euro kostet nämlich die nicht dimmbare 12-Watt/E27-“Birne” aus Keramik und Glas mit 34 Einzel-LEDs unter der matten Haube, 1150 Lumen, 3000 Kelvin, Farbwiedergabeindex Ra 80 und 180 Grad Halbwertswinkel (PR-Fotos oben). Nach der EU-Vergleichstabelle kann sie mindestens herkömmliche 75-Watt-Glühlampen ersetzen. Die Nennlebensdauer: >25.000 Leuchtstunden bzw. >12.500 Schaltzyklen.

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LED-Tagebuch (KW 37): Discounter-Deals, IKEA-Umsatz, Fanbots, Vorurteile

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im “Blog-Telegramm” und in der Google+-Community “LED-Beleuchtung” – als LED-Tagebuch mit aktuellen Updates und Ergänzungen.

Kaufland-LED-Tischleuchte-09-1408.09.: Auch “Kaufland” will jetzt im Spätsommer was vom LED-Kuchen abbekommen. Diese Woche gibt’s dort als Sonderangebot unter anderem eine LED-Tischleuchte für knapp 13 Euro mit fest montiertem 3-Watt-Leuchtmittel und 3000 Kelvin Farbtemperatur. Lichtstrom, EU-Ökolabel und Abstrahlwinkel werden regelwidrig nicht verraten – es dürften wohl rund 250 Lumen und ca. 90 Grad sein.

Als “Top-Artikel” bewirbt “Kaufland” eine nicht dimmbare E27-LED-Lampe mit 10 Watt, 810 Lumen und 200 Grad Halbwertswinkel (Prospektausschnitte oben und rechts, gültig bis 13.9., regional unterschiedlich). Kaufland-LED-XQ-lite-09-14Diese ziemlich rund strahlende “Birne” der Handelsmarke “XQ-lite” soll herkömmliche 60-Watt-Glühlampen ersetzen, in die Energieeffizienzklasse A+ gehören und ca. 25.000 Leuchtstunden halten. Sie kommt von der Firma Ranex GmbH im westfälischen Arnsberg, die zur niederländischen Firma “smartwares safety & lighting” gehört, welche ihre “made in China”-LED-Leuchtmittel wohl von “Alcom electronics” (ebenfalls Niederlande) bezieht.

Das “Sonderposten”-Angebot ist günstiger, als es auf den ersten Blick aussieht: Für knapp 9 Euro kriegen Sie nämlich gleich zwei Exemplare – Stückpreis also rund 4,50 Euro. Dennoch hielt sich die Begeisterung eines Bloglesers über die Lampen in Grenzen.

Penny-LED-09-14-klein08.09.: “Penny” schließt sich am Donnerstag, 11.9., der großen Discounter-Schnäppchen-Offensive für die beginnende “Lichtsaison” an. Zahlreiche LED-Retrofits ab 4,99 Euro und diverse Leuchtenvarianten ab 9,99 Euro von Osram und der Handelsmarke “Style Fair” schmücken die aktuelle Werbebeilage (Ausschnitt oben, für größere Darstellung hier klicken). Die “warm-weißen”, nicht dimmbaren Haushaltslampen in “verschiedenen Ausführungen” sollen durchweg das EU-Ökolabel A+ tragen.

Im Prospekt erfahren Sie jedoch nichts über Helligkeit, Halbwertswinkel, genaue Farbtemperatur oder den Farbwiedergabeindex der Retrofits. Etwas mitteilsamer ist “Penny” bei den ein- bis vierflammigen Deckenleuchten mit auswechselbaren 3-Watt-GU10-LED-Spots: Pro Leuchtmittel werden 270 Lumen versprochen – das entspricht etwa der Helligkeit von 25-Watt-Hochvolt-Halogenstrahlern. Allerdings verteilen die “Style Fair”-Spots ihr Licht über einen mehr als doppelt so breiten Abstrahlwinkel und bieten deshalb viel weniger Lichtstärke und Reichweite.

Eigenwerbung Juni 2014

09.09.: Einen exzellenten Farbwiedergabeindex von Ra/CRI 93 verspricht “BAB Lighting” aus Löhne für die Spitzenvariante seiner neuen “terra Pantria”-LED-Panels (PR-Fotos mit Blick von oben und unten). Aus 36 Watt generieren sie blendungsarm rund 3700 Lumen Lichtstrom in einem Halbwertswinkel von 113 Grad. Wählbar sind Versionen mit 3000, 3500, 4000 und 5000 Kelvin Farbtemperatur. Gedimmt werden können die Panels mit 1-10 Volt Steuerspannung bzw. automatisch mit einem optionalen Lichtsensor.
terra-Pantria-Kombi-gross
Die in Europa gefertigten Leuchten sind in den üblichen Einbau-Rastermaßen 625 x 625 mm (deutsch) und 595 x 595 mm (international) sowie als Sondermaß 1240 x 310 mm (inklusive Rahmen) lieferbar und sollen bis zu 50.000 Leuchtstunden durchhalten. “BAB Lighting” gewährt immerhin fünf Jahre Garantie. Für die besonders farbtreue Variante müssen Sie 299 Euro brutto löhnen; die Panel-Version mit Ra/CRI >85 kostet nur 249 Euro.

10.09.: Um 5,9% konnte IKEA seinen globalen Umsatz gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr steigern (währungsbereinigt). Ikea-Logo-kleinIm Bilanzzeitraum 1. September 2013 bis 31. August 2014 wurden laut Pressemitteilung umgerechnet insgesamt 28,7 Milliarden Euro eingenommen. Detaillierte Zahlen soll’s Mitte Oktober bei der Präsentation des Jahresabsschlusses geben. Besonders starke Zuwächse verzeichnete das Online-Geschäft – unter anderem mit LED-Lampen und -Leuchten. IKEA-Konzernchef Peter Agnefjäll erklärte dazu, dass solche Artikel fester Bestandteil der Wachstumsstrategie des Unternehmens seien:

“Unser Ziel ist, Nachhaltigkeit erschwinglich und attraktiv zu machen. Hierbei erzielen wir gute Fortschritte. Indem wir Preisinvestitionen auf energiesparende Produkte wie LED-Beleuchtung lenken, können wir mehr Menschen dazu verhelfen, ihre Stromrechnung zu senken und zu Hause nachhaltiger zu leben.

Mit Sicherheit wird diese Strategie durch die seit 25. August geltende lebenslange Rücknahmegarantie nachhaltig gestützt. Sie umfasst nämlich auch die “Ledare”-LED-Lampen und Leuchten mit LED-Technik.


11.09.: Nicht ganz frisch, aber immer noch witzig: Ein südkoreanischer Baseball-Club ersetzt jetzt laut aktuellem Bericht von “Stadionwelt.de” fehlende Zuschauer im Stadion durch “Fanbots” (Präsentationsvideo oben, alternativ hier klicken). Dank LED-Technik können die Roboter-Puppen die Gesichter von abwesenden Fans anzeigen und ihre Kurznachrichten auf einer hochgehaltenen Tafel präsentieren.

Eventuell auch ein schöner Ansatz für deutsche Fußballvereine, die aus Sicherheits- und Hygienegründen statt echter nur noch virtuelle Hooligans und Ultras auf ihren Rängen dulden wollen. Zusätzliche Lautsprecher in den “Fanbots” könnten dann auch die gewohnten, dumpfen Pöbel-Parolen übertragen.

11.09.: Der Ledaxo-Geschäftsführer Matthias Röder kontert in einem Interview mit der Online-Ausgabe von “elektrotechnik” die zehn häufigsten Vorurteile über die Umrüstung gewerblich genutzter Beleuchtung auf LED-Technik. Gilt übrigens prinzipiell auch für Privathaushalte – siehe diesen Blogbeitrag.

Aldi-Sued-LED-Roehren-09-1412.09.: Ein Jahr ist schnell vergangen – wie schon im September 2013 hat Aldi Süd “Müller-Licht”-LED-Röhren in seiner Werbebeilage für die kommende Woche (Ausschnitt links, gültig ab 18.9.). Diesmal sind es jedoch nur zwei Versionen: 1,20 m lang, 18 Watt und 1700 Lumen Lichtstrom für 14,99 Euro sowie 1,50 m, 22 Watt, 2000 Lumen für 19,99 €.

Vor einem Jahr kosteten diese nicht dimmbaren, “neutral-weißen” Röhren mit 4000 Kelvin Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex Ra >80 und ca. 150 Grad Halbwertswinkel noch jeweils 5 Euro mehr – bei gleichen Leistungsdaten. Nicht im Angebot ist diesmal die 60-cm-Variante mit 10 Watt und 850 Lumen. Noch ein Unterschied: Zwar soll die Nennlebensdauer immer noch 30.000 Leuchtstunden betragen; die nominelle Schaltfestigkeit wurde aber drastisch erhöht – von >15.000 auf >100.000.

Damals wie heute sind diese LED-Retrofits nur für Leuchten mit konventionellem Vorschaltgerät (KVG) und Einzelschaltung geeignet. Sie werden mit entsprechenden “Dummys” geliefert, die statt des Leuchtstoffröhren-Starters eingesetzt werden müssen. EVG- und Tandemleuchten können damit nicht bestückt werden – nur nach einem größeren Umbau durch Fachkräfte und erneuter VDE-Zertifizierung. Laien sollten sich daran nicht versuchen.

Lidl-Prospekt-09-14-klein13.09.: Noch’n Discounter-LED-Deal zur “Lichtsaison”: Ab Montag, 15.9., hat Lidl on- und offline insgesamt vier integrierte LED-Leuchten von “Briloner” im Sonderangebot (Prospektausschnitt rechts, für größere Darstellung hier klicken).

Die zwei Stehleuchten-Varianten für knapp 30 Euro sind mit je zwei fest montierten 5-Watt-Modulen ausgerüstet, die zusammen 800 Lumen Lichtstrom mit einer Farbtemperatur von 3000 Kelvin liefern sollen. Das entspricht etwa der Helligkeit einer 60-W-Glühlampe, wirkt aber “kühler” und ist mit ca. 120 Grad Abstrahlwinkel erheblich fokussierter. Der auf den Werbefotos sichtbare Grünstich der Lichtfarbe dürfte auch in der Realität erkennbar sein.

Doppelt so hell sind die vierflammigen LED-Pendelleuchten für rund 50 Euro. Hier gehen insgesamt 22 Watt ‘rein und 1600 Lumen ‘raus – ebenfalls mit 3000 K und mutmaßlich 120 Grad. Das Lichtstrom/Euro-Verhältnis ist also deutlich besser als bei einem ähnlichen Sonderangebot von Aldi Süd im April. Alle vier “Livarno Lux”-Leuchten sind zwar dreh-, schwenk- oder höhenverstellbar, können aber nicht gedimmt werden.

KiK-LED-Gluehbirne14.09.: Wenn es für die Glühlampe schon ein Grabmal gäbe – das hier wäre wohl ein adäquater Schmuck: Textil-Discounter KiK bietet das gerahmte, 30 x 30 cm große “LED-Glühbirne”-Wandbild für 4,99 Euro plus 4,95 € Versand an (PR-Bild).

Zwei AA-Batterien (nicht mit dabei) liefern den Strom für die fünf integrierten, abschaltbaren Leuchtdioden. Das leuchtende Bild ist aus Holz sowie Kunststoff und kann nur im Innenbereich aufgehängt werden.

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