Blog-Bilanz 2014: Doppelt hält besser

Vor einem Jahr hatte ich mich in der Blog-Bilanz über mehr als verdoppelte Abrufe gefreut; jetzt kann ich’s schon wieder. Finden Sie langweilig? Ich nicht.

IKEA-Philips-Lichtfarbe
Mit großem Abstand Abrufsieger des Jahres: Der Vergleichstest einer Philips-LED-Lampe mit einem IKEA-“Ledare”-Modell – inzwischen ist zumindest die Schweden-Lampe schon lange nicht mehr im aktuellen Sortiment; der Beitrag hat aber immer noch täglich mehrere Hundert Leser. (Foto: W. Messer)

Zwölf ziemlich arbeitsreiche Monate sind wieder ‘rum. 2014 – im Jahr des fünfjährigen Blog-Jubiläums – gab’s hier über 150 neue Beiträge und Seiten. Darunter waren ab Ende Januar erstmals “LED-Tagebücher” mit jeweils mindestens sechs Kurzmeldungen aus dem fast täglich aktualisierten “Blog-Telegramm” in der rechten Seitenleiste. Noch mehr Premieren: Dieses Jahr konnte ich fast alle LED-Testberichte mit Messdaten aus einem Profi-Labor ergänzen – dank der Gratis-Hilfe meines Blog-Kooperationspartners “David Communication”.

Seit Januar sehen Sie hier an einigen Stellen dezente Werbebanner von LED-Anbietern. Diese Einnahmequelle gab’s vorher nicht, ermöglicht mir aber ausgedehntere Recherchen, häufigere sowie umfangreichere Tests und kommt damit indirekt auch Ihnen/Euch zugute. Im März startete ich eine speziell für LED-Einsteiger gedachte, sehr ausführliche Seite namens “Ihr Weg zum LED-Licht”, die von Beginn an extrem häufig abgerufen wurde und bereits auf Platz 5 der Blog-Hitparade 2014 steht (siehe unten). Auf vielfachen Leserwunsch gibt’s zudem seit November die Übersichtsseite “LED-Testberichte”, die inzwischen alle Tests bis zurück ins Jahr 2011 enthält.

Über 5,5 Millionen Seitenabrufe

Seitenabrufe 2014
Regelrecht sprachlos macht mich die rasante Entwicklung der Besucher- und Seitenabrufzahlen. Von der üblichen “Delle” im Sommer abgesehen, ging’s laut 1&1-“WebAnalytics” wieder steil bergauf – vor allem ab Oktober.

Die Jahresbilanz (Stand 17.12.2014, Vorjahreszahlen in Klammern): Ziemlich genau 3 Millionen (1,3 Mio.) “Visits” – also eindeutige Besuche -, über 5,5 Millionen (ca. 2,5 Mio.) “Page Impressions” – vollständige Seitenabrufe. Davon kamen vermutlich rund 25 bis 30 Prozent von Suchmaschinen-, Kommentar-Spam- und “Brute Force”-Bots. Dennoch bleiben eine ganze Menge “echter” Leser, die sich im Schnitt rund 1,9 Seiten anschauten und etwa 4000 Kommentare schrieben.

Über 90% der “Neuankömmlinge” fanden über eine Google-Suche hierher. Die “Top Ten” der Suchbegriffe, die 2014 auf mein Blog verwiesen: LED (18,5%), Lampe/Lampen (insgesamt 3,6%), Lumen (2,6%), Test (2,6%), Watt (2,1%), Livarno/Lux (zusammen 1,9%), Aldi (1,5%), IKEA (1,2%), GU10 und Osram (jeweils ca. 1%).

Die Blogartikel-“Hitparade” 2014

Die 50 beliebtesten Seiten und Artikel hatten 2014 durchweg fünfstellige Zugriffszahlen; der Spitzenreiter schaffte sogar einen sechsstelligen Wert – auch das gab’s noch nie:

1. Vergleichstest: IKEA-LED-Lampe gegen Philips “Master LEDbulb” – mein erster Test mit einer “Ledare-Birne” gehört auch nach fast eineinhalb Jahren zu den täglichen Top-Artikeln und zählte allein 2014 mehr als 127.000 Zugriffe.

2. Die Lumen-Falle: Wie Lichtstrom-Werte hinter’s Licht führen – der beliebteste Grundlagenartikel dieses Jahres wurde rund 60.000mal gelesen.

3. Niedervolt-LED-Lampen lieben Konstanz – mit ca. 55.000 Abrufen; hier geht es um die manchmal etwas heikle Stromversorgung von 12-Volt-LED-“Retrofits”.

4. LED-Helligkeit: Lumen sagen nur die halbe Wahrheit – dieser Basisartikel erklärt vor allem die Auswirkungen von Lichtstärke und Spektralverteilung; er fand dieses Jahr weitere 54.500 Leser.

5. Ihr Weg zum LED-Licht – die neue Seite für LED-Ein- und -Umsteiger wurde bereits 52.000mal geklickt.

Eigenwerbung Juni 2014

6. Alles über LED-Beleuchtung – die ständig aktualisierte Liste mit Links zu 50 LED-Basis-Artikeln hatte – wie schon im vergangenen Jahr – über 46.000 Abrufe.

7. Premiere bei Aldi Süd – LED-Röhren in drei Längen und Stärken – erschien bereits im September 2013, wurde aber auch dieses Jahr wieder ca. 41.000mal gelesen.

8. Halogen- contra LED-Strahler: Vorsicht bei Vergleichen! – war als Grundlagenartikel mit etwa 40.000 Abrufen so beliebt wie nie zuvor.

9. LED-Umrüstung: Wie viel sparen Sie wirklich? – die Offenlegung meiner Stromrechnungen nach der Umstellung auf Halbleiterlicht hat 2014 gut 35.000mal interessiert.

10. LED-Pflanzenleuchten: Das Grünzeug liebt Rot und Blau – dieser Basis-Beitrag stammt in der Ursprungsversion aus dem Februar 2012, wurde seither etwas ergänzt und dieses Jahr 33.000mal angeklickt.

Finanzierung für 2015 gesichert

Außer Konkurrenz: Die über 630.000 (2013: 315.000) Abrufe des RSS-Beitrags-Feeds und ca. 300.000 (132.000) Zugriffe auf die Hauptseite fastvoice.net. Die durchweg stark gestiegene Resonanz hat offensichtlich auch bei bisherigen und potenziellen Werbepartnern Eindruck hinterlassen: Trotz teils erheblich höherer Preise für 2015 gibt es bereits einige längerfristige Buchungen für die wenigen Bannerplätze; die Finanzierung dieses Blogs ist damit für die nahe Zukunft gesichert.

Falls sich diese Tendenz nächstes Jahr fortsetzt, würde ich mich sehr freuen. Helfen Sie mit, kommentieren Sie fleißig unter den Beiträgen und erzählen Sie Ihren Freunden und Bekannten von diesem Blog, falls sie’s noch nicht kennen. Vielen Dank!

Mehr zum Thema:

So wird das LED-Jahr 2015 – der etwas andere Ausblick

Blog-Bilanz 2013: Abrufzahlen mehr als verdoppelt

5 Jahre Fastvoice-Blog: Vom Glühwürmchen zum LED-Flutlicht

Diesen Beitrag drucken

Im Test: LCTW wechselt neue GU10-LED-Spots ein

Heimlich, still und leise hat “LED’s change the world” (LCTW) ein paar neue GU10-LED-Spots in sein Sortiment eingewechselt. Die wahlweise silbernen oder weißen Strahler holen offiziell 350 Lumen Lichtstrom aus rund 7 Watt bzw. 460 lm aus knapp 8 W. In Wirklichkeit sind’s sogar einige Lümchen mehr.

LCTW-GU10-neu-Kombi

So viel Heimlichkeit – in der Weihnachtszeit” – da bin ich doch tatsächlich erst diesen Monat – im Zusammenhang mit zwei anderen Neuheiten – auf mir bisher unbekannte Spots im Sortiment meines Blog-Werbepartners “LED’s change the world” (LCTW) gestoßen: Weiße und silberne, dimmbare GU10-/230-Volt-Strahler mit bis zu 460 Lumen “warm-weißem” Licht (2700 Kelvin) und 1200 Candela Lichtstärke – deutlich heller als 50-Watt-Halogenspots. Dazu wird eine Nennlebensdauer von 25.000 Leuchtstunden und 100.000 Schaltzyklen versprochen.

Echtes Sensationspotenzial haben die Teile allerdings kaum. Der Lieferant “Sengled Optoelectronics Co., Ltd” aus Shanghai hat sich bei der Weiterentwicklung der bisherigen Modelle offensichtlich vor allem auf die Dimmbarkeit bzw. Verbesserung von Helligkeit und Effizienz konzentriert; ein geändertes Design oder höhere Lichtqualität stehen eventuell in der Agenda, sind jedoch noch nicht in der Serienproduktion angekommen. Bis jetzt bleibt’s also bei der bekannten Bauform mit 58 bzw 57 mm Länge, bis zu 50 mm Durchmesser und Farbwiedergabeindex Ra 80. Beginnen wir mit dem hellsten Licht in der LCTW-Strahler-Kapelle:

Der 8-Watt-/36-Grad-Fernstrahler

LCTW-GU10-neu-460lm-ausEigentlich hat sich ja beim neuen LCTW-Top-Spot für 9,95 Euro (rechts die silberne Variante) nicht viel geändert gegenüber dem nominell 7,8 Watt starken Vorgängermodell: 460 statt 430 Lumen Lichtstrom, aber gleiche maximale Lichtstärke (1200 cd) wegen des etwas breiteren Halbwertswinkels (36 statt 35 Grad). Es leuchten immer noch acht “Nichia”-SMD-LED-Chips unter der Linsen-/Streuscheiben-Kombi aus Kunststoff; der Gehäuseteil mit den markanten Kühlrippen und -öffnungen besteht weiterhin aus Aluminiumguss. Mit 79 Gramm ist der neue Spot gerade mal drei Gramm schwerer.

Tatsächlich sind die beiden Generationen aber noch näher beieinander. Das enthüllen die Messergebnisse meines Blog-Kooperationspartners “David Communication”: Im Labor zog der Neuling nach zwei Stunden “Einschwingen” nämlich 7,7 Watt bei einem elektrischen Leistungsfaktor von 0,82 (bei mir waren’s am Hobby-Messgerät 7,5 W und 0,97, dazu gab’s maximal 60 Grad Hitze an der wärmsten Gehäusestelle) und lieferte zwar insgesamt beeindruckende 534 Lumen, aber nur 441 statt 460 lm im EU-konformen 90-Grad-Bemessungswinkel für Lampen mit Richtwirkung (pdf-Download des Messprotokolls).

LCTW-typisch: Halogen-ähnliches Licht

LCTW-GU10-neu-460lm-AufdruckDer Abstrahlwinkel mit mindestens der Hälfte der maximalen Lichtstärke lag ebenfalls etwas unter der Herstellerangabe: 34,4 Grad (pdf-Download des Diagramms, Lampenaufdruck links). Das dürfen Sie aber gerne unter “Messtoleranz” verbuchen.

In der Praxis haben sie jedenfalls jede Menge weitreichendes, Halogen-ähnliches Licht, das selbst in zehn Metern Entfernung noch einigermaßen komfortable Zeitungslektüre ermöglicht. Sieht ungefähr so aus:

LCTW-GU10-neu-460lm-Leuchtbild

Die Streuscheibe sorgt für einen initial sehr breiten, relativ hellen Lichtkegel und einen recht sanften Übergang zur viel stärker (Linsen-)fokussierten Hauptlichtkeule. Die Hell-/Dunkelgrenze ist ebenfalls ziemlich breit auslaufend statt brutal abgeschnitten (welchen Einfluss eine solche Abstrahlcharakteristik auf die Candela-Werte hat, können Sie in diesem Beitrag nachlesen). Die LCTW-Beschreibung “Punktbeleuchtung” trifft demnach nicht wirklich den Kern der Sache.

Farbtreue-Vorgabe Ra 80 wird erfüllt

Keine Überraschungen gab’s bei der Messung von Farbtemperatur (2638 Kelvin) und “allgemeiner Farbwiedergabeindex” (Ra 82,5) – mit dem für solche LED-Lampen üblichen, schwachen Wert für die Zusatz-Messfarbe R9 (“Rot gesättigt” = 15,7). Immerhin zeigte der neue LCTW-Strahler keine Schwäche bei der Wiedergabe von “Hautfarbe Rosa” (R13 = 83,7) und lieferte ein akzeptables Bild meines Standard-Farbtreue-Modells – einer sattroten Ducati 916 auf weißem Untergrund (Weißabgleich “bewölkter Himmel”, keine Nachbearbeitung):

LCTW-GU10-neu-460lm-Farbtreue

Sie sehen am starken Schattenfall: Dieses LCTW-Top-Modell ballert jede Menge Helligkeit ‘raus und vermittelt fast den Eindruck, als würde die gleißende Mittagssonne auf eine Hälfte des Mopeds bretzeln. Da wirkt das weiße Papier im oberen Bilddrittel gar nicht so gelb-orange wie mit schwächeren “warm-weißen” LED-Lampen, sondern schon fast … naja: Weiß. Das Rot sieht allerdings eher orange-rot aus und die goldene Schrift darauf hebt sich farblich nicht so richtig davon ab – typisch für diese Lichtqualitätsklasse, aber für viele “Normalverbraucher” kein Grund zur Klage.

Das dazugehörige Spektraldiagramm mit der Strahlungeverteilung in Milliwatt pro Nanometer Wellenlänge sieht ganz manierlich aus – mit seiner Spitze auf dem “Gelb-Orange-Berg” bei 608 nm und dem kleinen Hügel im Blau-Bereich links:

LCTW-neu-GU10-8W-Spektrum

Natürlich spielen da diverse Profi-GU10-LED-Spots vor allem bei der Rot-Wiedergabe in einer anderen Liga – die können aber auch mindestens doppelt so teuer sein.

Mal wieder die üblichen Dimmer-Probleme

Wobei solche edleren Konkurrenzprodukte noch nicht mal besser dimmbar sein müssen als diese LCTW-Lampe. Die hielt sich am nicht justierbaren Phasenabschnittdimmer aus dem Baumarkt recht wacker, war zwischen 2,6 und 8,7 Watt Gesamtleistung (Dimmer + Lampe) stufenlos und flackerfrei regelbar und surrte maximal auf 30 cm Distanz.

LCTW-GU10-12-14-8W-Packung-obenDer Regelbereich entsprach etwa 20 bis 100 Prozent der maximalen Helligkeit. Hier wird die auf der Packung versprochene Spanne zwischen 10 und 100% also nicht ganz erreicht (siehe Ausschnitt rechts). Die Ein- und Ausschaltverzögerung betrug maximal eine halbe Sekunde. Das Kamera-Display zeigte bei dunklen Dimmerstellungen ein Flimmern mit niedriger Frequenz.

Lautstarkes Surren am Phasenanschnittdimmer

Letzteres galt auch für den Testlauf am justierbaren, offiziell LED-geeigneten Jung-Phasenanschnittdimmer. Der flackerfreie Regelbereich ließ sich hier durch sorgfältige Feineinstellung auf 1,8 bis 8,7 Watt vergrößern – das wären etwa die beworbenen 10 bis 100%. Nachteil: Dimmer und Lampe äußerten ihren mangelnden Willen zur Zusammenarbeit durch lautstarkes Surren – bei stiller Umgebung zwischen 50 cm (hellste Dimmerstellung) und 100 cm Entfernung (mittlere Stellung) vernehmbar. Außerdem ließ sich der Strahler bei dunkelster Voreinstellung nach dem Anschalten teils rund 2 Sekunden Zeit bis zur Lichterzeugung. Ansonsten blieb die Einschaltverzögerung meist unter einer Sekunde.

An einem normalen, dimmerlosen Schalter haben Sie all diese Probleme nicht: Kein Flimmern, keine nennenswerte “Bedenkzeit” der Vorschaltelektronik und nur ein minimales Surren auf maximal 5 cm Distanz. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass Sie dimmbare LED-Lampen nicht zwingend an einem Dimmer betreiben müssen? Wenn’s doch einer sein muss, weil Sie nicht ständig die volle Leistung dieses sauhellen Spots brauchen: LCTW hat eine Liste mit getesteten Dimmer-Modellen auf seiner Website.

Mein Testurteil:

LCTW-GU10-neu-460lm-topEiniges an diesem neuen GU10-Top-Modell von “LED’s change the world” in silber oder weiß für 9,95 ist sehr gut (Nennlebensdauer, Gesamthelligkeit, Abstrahlcharakteristik, Material, Verarbeitung und Preis), manches ist akzeptabel (Farbwiedergabe, Wärmeentwicklung, Verhalten am Schalter, Flimmern), einiges aber auch suboptimal (eingeschränkte Dimmerkompatibilität, Surren).

Auch die Effizienz (bezogen auf das Licht im 90-Grad-Kegelwinkel) von gut 57 Lumen/Watt (EU-Ökolabel A) ist für Ra-80-/GU10-LED-Spots kein Quantensprung. Insgesamt lässt dieser neue Strahler also kaum Fortschritte gegenüber den bisherigen LCTW-Modellen erkennen. Da rückt meine neue, strengere LED-Bewertungsskala natürlich nicht mehr ‘raus als
zwei Sterne.

Der kleine Bruder macht’s etwas besser

LCTW-GU10-neu-350lm-ausEine Etage tiefer im LCTW-Preis- und Helligkeits-Gefüge rangiert die neue dimmbare Variante eines schon bekannten, nicht dimmbaren GU10-LED-Spots. Für 8,95 Euro bekommen Sie offiziell 350 Lumen Lichtstrom, 850 Candela maximale Lichtstärke aus rund 7 Watt – erneut mit einem Halbwertswinkel von 36 Grad.

Hier genügen vier LED-Chips im üblichen Aluguss-/Plastik-Gehäuse – wahlweise weiß oder silberfarben. Dessen Maße: 57 mm hoch, 50 mm breit, 76 Gramm Gewicht. Vielleicht werden ja die kommenden Generationen etwas kürzer, was die Montage und das optische Erscheinungsbild in sehr kompakten Leuchten oder Einbaurahmen etwas erleichtern bzw. verbessern würde. Philips hat beispielsweise bei einigen seiner LED-Spots ein paar Millimeter abgezwackt.

Am Schalter blieb’s noch sehr ruhig

In meiner offenen, hängenden Testfassung und mit einem normalen Schalter leuchtete der LCTW-Strahler ohne merkliche Verzögerung, surrte nur sehr leise (1-2 cm Distanz) und nuckelte nach zwei Stunden Warmlaufen laut meinem “Energy Meter” exakt 7 Watt mit einem elektrischen Leistungsfaktor von 0,97 (im Profi-Labor waren’s 6,8 W und 0,83). Oben am Gehäuse wurde es dabei naturgemäß am heißesten; maximal 69 Grad sind aber noch moderat. Das Kamera-Display zeigte keinerlei Flimmer-Effekte.

LCTW-GU10-neu-7W-top-aus-an
Im Kopf des 7-Watt-GU10-Spots von LCTW leuchten nur vier Nichia-LEDs unter der Kunststoff-Linsen-/Streuscheiben-Optik – links aus, rechts an. Der Gehäuseaufdruck (unten links) nennt die wichtigsten Daten – sie gehen also nicht verloren, wenn die Packung weggeworfen wird.

LCTW-GU10-350lm-AufdruckFast ebenso unauffällig klappte der Test mit dem Baumarkt-Phasenabschnittdimmer: Die Ein- und Ausschaltverzögerungen betrugen höchstens eine halbe Sekunde, der Dimmer blieb still, die Lampe surrte auf höchstens 30 cm Distanz. Auch hier flimmerte nichts. Der Regelbereich ging von 2,9 bis 8,4 Watt Gesamtleistung – das sind umgerechnet etwa 25 bis 100 Prozent des maximalen Lichtstroms.

Am justierbaren Phasenanschnittdimmer lief’s ähnlich wie beim großen 8-Watt-Bruder oben: Bei Mittelstellung relativ starkes Surren bis gut 75 cm, bei hellster Stufe 20 bis 30 cm. Die Einschaltverzögerung verlängerte sich vor allem bei dunkelster Voreinstellung teils auf bis zu 2 Sekunden – sonst blieb’s bei 0,5 bis 1 Sekunde. Die flackerfreie Regelspanne nach entsprechender Feinjustage: 1,2 bis 8,3 Watt – das geht also von maximaler Helligkeit fast bis zu völliger Dunkelheit ‘runter. Erstaunlicherweise registrierte die Kamera bei diesem Spots nur ein sehr schwaches Flimmern – unabhängig von der Dimmerstellung.

Abstrahlwinkel passt zum Nennwert

Der im Labor gemessene Halbwertswinkel war mit 35,3 Grad auf Höhe der Herstellerangabe (pdf-Download des Abstrahldiagramms) – entsprechend gab’s auch keine Überraschungen beim Leuchtbild:

LCTW-GU10-neu-350lm-Leuchtbild

LCTW-GU10-12-14-7W-Packung2Eigentlich gilt hier alles, was ich schon oben im ersten Teil des Doppeltests erzählt habe – abgesehen von der geringeren Gesamthelligkeit. Die ist aber laut Labor beim etwas kleineren Spot (Packungsinfo rechts) gar nicht so viel schwächer: 426 Lumen über den Vollwinkel, 383 lm im 90-Grad-Kegel – also fast 10% mehr als versprochen. Farbtemperatur (2684 Kelvin) und Farbwiedergabeindex (Ra 82,3) sind weitgehend identisch – auch die einzelnen (Zusatz-)Messfarben von R1 bis R14 unterscheiden sich höchstens innerhalb der Messtoleranzen (pdf-Download des Protokolls).

Deshalb sieht meine “Farbtreue-Duc” auch fast genau so aus wie oben – natürlich etwas dezenter bestrahlt, weshalb der weiße Untergrund auch teils ein wenig gelblicher, teils orangefarbener wirkt:

LCTW-GU10-neu-350lm-Farbtreue

Sie wollen doch jetzt nicht ernsthaft auch das Spektraldiagramm des 7-Watt-Spots sehen, oder? Das unterscheidet sich bei der Strahlungsverteilung erwartungsgemäß überhaupt nicht von dem des großen Bruders; es reicht halt nur bis maximal 9 Milliwatt pro Nanometer Wellenlänge statt bis über 11. Diese Abbildung können wir uns also sparen.

Mein Testurteil:

LCTW-GU10-12-14-7W-Packung-LabelDer etwas schwächere LCTW-Neuling könnte für viele LED-Umsteiger die bessere GU10-Retrofit-Wahl sein. Mit über 380 gemessenen Lumen über den EU-konformen 90-Grad-Winkel und vermutlich fast 900 Candela maximale Lichtstärke kann er nämlich ebenfalls 50-Watt-Halogenstrahler locker in den Schatten stellen, spart so rund 85% Strom und ist mit 8,95 Euro vernünftig kalkuliert. An diversen Dimmern ist der Spot durchweg leiser und flimmerärmer als die 8-Watt-Variante.

Nennlebensdauer, Material und Verarbeitung sind lobenswert; die versprochenen Werte für Farbtemperatur und Abstrahlwinkel stimmen; die Farbwiedergabe ist – trotz leichten Übertreffens des Nennwerts Ra 80 – nur durchschnittlich. Viele Halogenstrahler-Fans dürften dennoch ihre helle Freude am neuen LCTW-Spot haben. Da gibt die LED-Bewertungsskala gerne eine kleine Zugabe und spendiert
LED-SternLED-SternLED-Stern halbzweieinhalb Sterne.

Offenlegung: “LED’s change the world” ist einer meiner Werbepartner und hat mir die Spots gratis und dauerhaft zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema:

Im Test: Neue LED-Spots und -Kerzen von LCTW für unter 6 Euro

Im Test: Neue LCTW-LED-Spots – GU4 mit 3,7 W und GU10 mit 7,8 W

Im Test: LED-Stiftsockellampen von LCTW – gelungene Premiere

Blog-Leserfrage (14): Lumen und Winkel gleich, dennoch Candela-Differenz?

Diesen Beitrag drucken