LED-Straßenleuchten: Müssen Anlieger die teure Umrüstung mitbezahlen?

In fast jeder deutschen Gemeinde sind inzwischen LED-Straßenleuchten im Einsatz – teils komplett neu, teils als umgerüstete herkömmliche „Laternen“. Billig ist beides nicht und häufig bezahlt das die Kommune nicht alleine. Wann und welchen Teil der Kosten Sie als Anlieger mittragen müssen, kommt unter anderem drauf an, in welchem Bundesland Sie wohnen, wie großzügig Ihre Gemeinde ist und was genau da umgerüstet und/oder verändert wird.

natrium-led-1
Alte und neue Straßenbeleuchtung: Links ein Mast mit gelb-rötlich strahlendem Natriumdampf-Leuchtkopf, rechts ein umgerüsteter mit einem deutlich „kühler“ leuchtenden Philips-LED-Aufsatz. (Fotos: W. Messer)

Die Diskussionen toben schon seit Jahren auf mehreren Ebenen – ungefähr seit der Zeit, als die die ersten Straßenleuchten mit Halbleiter-Lichttechnik statt mit herkömmlichen Hochdruck-Dampflampen ausgerüstet wurden:

  • Lohnt sich die Investition in LED-Straßenleuchten auf Dauer? Halten die LEDs wirklich lange genug, um ihre Mehrkosten durch die Stromeinsparung zu amortisieren – da gehen doch viele schon vorzeitig kaputt?
  • Und wer soll denn die teuren Neuanschaffungen oder LED-Umrüstungen bezahlen: Die Gemeinde im Alleingang, mit Bundes- oder Landeszuschüssen, oder mit Hilfe der Eigentümer jener Grundstücke, die an der LED-beleuchteten Straße liegen?

Es geht nicht im „Erschließungsbeiträge“

Auf die erste Frage bekommen Sie quer durch’s Bundesgebiet sehr unterschiedliche Antworten – in vielen Fällen werden sie jedoch in den nächsten Jahren durch EU-Regelungen ohnehin obsolet. Denn seit im April 2015 dürfen einige Natriumdampflampen sowie fast alle Quecksilberdampf-Leuchtmittel nicht mehr vertrieben werden; mit dem Inkrafttreten der dritten Stufe der EU-Ökodesignverordnung 245/2009 am 13. April 2017 gilt das auch für die sehr effizienten NAV/HPS-Lampen. Ein Verwendungsverbot besteht zwar nicht; Ersatzkäufe für defekte Leuchtmittel sind jedoch mittelfristig kaum noch möglich und eine komplette Umrüstung auf moderne LED-Technik deshalb irgendwann unausweichlich.

Keine Diskussion gibt’s prinzipiell auch bei der Beleuchtung von neu gebauten öffentlichen Straßen und Plätzen. Dort müssen Grundstückseigentümer sowieso Erschließungsbeiträge bezahlen, die sich an den umlagefähigen Gesamtkosten und dem Charakter der Einrichtung orientieren (etwa Anbaustraße, Fußweg, Sammelstraße, Parkfläche oder Grünanlage). Und weil dort inzwischen fast immer LED-Technik eingesetzt wird, kann die Kommune den Schritt in die Moderne schon von vornherein zum Teil mit Hilfe der Anleger refinanzieren.

„Ausbaubeiträge“: 13 Länder haben sie, drei nicht (mehr)

quecksilber-natrium-1Viel spannender wird’s aber bei der Umrüstung von bestehenden Beleuchtungsanlagen (im Bild links ein Ensemble mit Quecksilber- und Natriumdampf-Leuchtköpfen). Denn hier gibt’s in 13 Bundesländern immer mal wieder Streit zwischen Kommunen und Anliegern über die in den Kommunalabgabengesetzen geregelten „Ausbaubeiträge“ und deren Interpretation beim Einsatz von LED-Straßenleuchten.

Ruhe herrscht an dieser Front nur in Baden-Württemberg, Berlin und neuerdings auch in Hamburg, wo das „Wegegesetz“ jetzt ebenfalls keine Ausbaubeiträge mehr für Erweiterungen und Verbesserungen bestehender Anlagen vorsieht. Egal, was die Kommunen in diesen drei Bundesländern an Ihrer Straße umbauen oder umrüsten: Sie müssen als Grundstückseigentümer keinen Eigenanteil leisten – Ende der Diskussion.

Was ist eine juristisch akzeptierte „Verbesserung“?

Überall sonst geht’s wild durcheinander: Mal zahlt eine Gemeindekasse die LED-Umrüstung alleine, mal verlangt sie einen Ausbaubeitrag. Abhängig von der Art der Straße, macht der zwischen 25 und 75 Prozent der Kosten aus – häufig sind das pro Grundstück schon dreistellige Beträge, die durchaus weh tun können. Je nachdem, welchen Gemeinderat, welche Kommunalverwaltung, welches Landratsamt oder dessen Rechtsaufsicht und welches Gericht sie befragen, kriegen Sie sehr unterschiedliche Ansichten dazu.

philips-luma-micro-an-2Der Knackpunkt liegt meistens bei Interpretation der Vorgabe einer „Verbesserung“, die für eine Erhebung der Beiträge maßgeblich ist. Wenn beispielsweise ein Natrium-Metalldampf-Leuchtkopf an einem bereits bestehenden Mast durch einen LED-Aufsatz ersetzt wird (Beispiel-Foto rechts), ist das zwar eine technische Verbesserung, die mittel- bis langfristig der Gemeinde zugute kommt.

Da sich dadurch aber in der Regel kaum etwas an der grundlegenden Beleuchtungssituation für die Anlieger ändert, gilt diese Erneuerung juristisch nicht zwangsläufig als Verbesserung. Im Streitfall muss das für jede Umrüstung individuell recherchiert und entschieden werden – Resultat ungewiss. Von ein paar leicht geänderten Lumen-, Kelvin-, Abstrahlwinkel– oder Ra-Werten lässt sich ein Gericht jedenfalls nicht beeindrucken – auch nicht von einer automatischen Helligkeitssteuerung. Ausnahme: Die bestehende Beleuchtung ist schon mindestens 25 oder 30 Jahre in Betrieb; dann ist so eine Maßnahme meistens beitragspflichtig.

Komplette Lichtmasten müssen mitbezahlt werden

Ausbaubeiträge darf oder muss eine Kommune ebenso verlangen, wenn komplette Lichtmasten mit LED-Technik neu aufgestellt, ergänzt oder versetzt werden. Das bezeichnen dann auch die Gerichte als „Verbesserung“ – unabhängig davon, ob der einzelne Grundstückseigentümer davon einen subjektiven oder objektiven Vorteil hat. Manche beklagen sich ja sogar darüber, dass es Ihnen nach einer LED-Komplettumrüstung zu hell oder zu „kalt“ vor und in der Hütte leuchtet. Zahlen müssen sie dennoch.

Als Grundlage für die Ermittlung der Anliegerbeiträge gelten übrigens prinzipiell die Gesamtkosten der Gemeinde für die Umrüstung, selbst wenn sie Zuschüsse aus einem Landes- oder Bundes-Förderprogramm bekommt. Ob sie dieses Geld überhaupt als beitragsmindernd berücksichtigen dürfte, hängt von den Vorgaben der jeweiligen Zuschussart ab.

LED-Straßenleuchten gibt’s theoretisch sogar gratis

Im Extremfall könnte eine Kommune also eine Erneuerung ihrer Straßenleuchten fast haushaltsneutral finanzieren, wenn beispielsweise die Anlieger 60 Prozent der Kosten und die restlichen 40% der Staat tragen würde. Die nach der Umrüstung geringeren Strom- und Leuchtmittel-Ersatz-Kosten Austausch-LED-Seilhaengeleuchte-Wienkämen natürlich ebenfalls vollständig der Gemeinde zugute – davon profitieren die Anlieger ja leider nicht direkt.

Nicht umlage- oder zuschussfähig sind meistens allein die Arbeitskosten, die für den einfachen Umbau bestehender Anlagen anfallen – wenn also Gemeinde(werks)-Mitarbeiter nur die Leuchtköpfe austauschen (links das PR-Foto einer Umrüstung in Wien). Aber diese Stundensätze sind im Verhältnis fast schon „Peanuts“.

Mehr zum Thema:

LED statt Natriumdampf: Warum Retrofit-Austausch häufig nicht geht

„Intelligente“ LED-Straßenleuchten machen Zebrastreifen nachts sicherer

Spannend: Schneller LED-Tod wegen zu viel Volt im Stromnetz?

LED-Tagebuch (KW 15): … Leuchtenfrust

LED-Tagebuch (KW 37): Kurzlebige Leuchten, …

Diesen Beitrag drucken

LED-Tagebuch (KW 48): Schnäppchen, „Snake 2“, Lidl, Aldi, LEDON-„Guard“

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im „Blog-Telegramm“ und in der Google+-Community „LED-Beleuchtung“ (mit aktuell rund 650 Mitgliedern) – als LED-Tagebuch mit Updates und Ergänzungen.


hornbach-philips-11-16
27.11.: Wie hätten Sie denn gerne Ihre LED-Lampen: Günstig, billig oder spottbillig? Für Letzteres sorgen beispielsweise die Hornbach-Baumärkte immer mal wieder. Zumindest für eine Zeitlang und in einigen Filialen gab es dieser Tage als „Raus damit!“-Schnäppchen unter anderem einige „warmweiße“ Philips-LED-Retrofit-Modelle zum Taschengeld-Tarif (Screenshot-Ausschnitt oben, nachbearbeitet).

Solange der Vorrat reichte, konnten Sie beispielsweise eine 60-Watt-„Glühbirne“ durch eine dimmbare, klare 9-W-„Warm Glow“-E27-Lampe mit maximal 806 Lumen, 2700 bis 2200 Kelvin und Farbwiedergabeindex Ra 80 für nur 2 Euro ersetzen. Nicht dimmbar und deutlich dunkler waren das G4-Stiftsockel-Lämpchen (2 W/200 lm) für einen Euro und die E14-„Kerze“ (4 W/250 lm) für schlappe 50 Cent. Viel billiger geht Stromsparen aktuell wirklich nicht.


bauhaus-snake2-klein28.11.: Als Geschenkidee zu Weihnachten bewirbt „Bauhaus“ die LED-Tischleuchte „Snake 2“ der Eigenmarke „Tween Light(Beilagenausschnitt rechts, gültig bis Heiligabend bzw. solange Vorrat reicht).

Für 20 Euro kriegen Sie eine sehr ähnliche Lichtqualität wie von der im Spätsommer angebotenen „Wave“-Leuchte (10 €) der Paul-Neuhaus-Billigtochter „LeuchtenDirekt“, aber etwas größer und heller: Aus offiziell 6 Watt (tatsächlich sind es mehr, siehe Update unten) und 45 cm Höhe bietet die nicht dimmbare „Snake 2“ 480 Lumen mit 3000 Kelvin und Farbwiedergabeindex Ra ≥80. Die Gesamthelligkeit entspricht etwa der einer 40-W-Glühlampe, wirkt jedoch deutlich „kühler“.

Die Nennlebensdauer der aus Aluminium, Kunststoff und zahlreichen fest eingebauten, nicht austauschbaren SMD-LEDs gefertigten und „exklusiv im Bauhaus“ erhältlichen „Schlange“ beträgt 30.000 Leuchtstunden bzw. 15.000 Schaltzyklen. Der Schalter ist in die 1,5 m lange Leitung zwischen Steckernetzteil und Leuchtenfuß integriert.

tween-light-snake2-anFalls Sie das Teil nicht in Ihrer nächstgelegenen Filiale finden: Eine Online-Versandbestellung (ohne zusätzliche Kosten) klappt aktuell leider nicht; Online-Reservierungen zur Filialabholung scheinen aber noch zu funktionieren.

Update 29.11.: Überraschung beim Auspacken der gelieferten Leuchte: Die Realität stimmt nicht mit der Packungsabbildung überein – die Leuchtenspirale macht keine komplette 360-Grad-Drehung und ist nicht wirklich symmetrisch (Foto links).

Mein „ELV Energy Master“ misst inklusive Steckernetzteil 7,5 Watt und liegt damit deutlich über der 6-W-Angabe von „Bauhaus“. In der beiliegenden Bedienungsanleitung steht dagegen was von 7 W. Der elektrische Leistungsfaktor beträgt nach meiner Messung 0,57.

Immerhin sind Lichtfarbe und Abstrahlcharakteristik durch die matte Abdeckung des LED-Streifens angenehmer als bei der kleinen „Wave“-Tischleuchte; das Licht ist blendärmer und laut „Flicker Tester“-App mit Index 0,0 und nur 2% Rate bei 100 Hertz Bezugsfrequenz flimmerfrei.


29.11.: „Lichtblicke“ bietet uns Lidl ab Donnerstag nächster Woche (8. Dezember) – mit diversen LED-Lampen und -Leuchten, die’s aber nur zum Teil bis in die Filialen schaffen. Dazu gehören etwa dimmbare, besonders farbtreue „Kerzen“, „Tropfen“ und „Mini Globes“ der Eigenmarke „Livarno Lux“ mit E14- bzw. E27-Schraubsockeln für je 4,99 Euro lidl-led-08-12-16-klein(Online-Screenshot rechts, nachbearbeitet, zum Vergrößern anklicken). Sie werden offenbar von „Briloner Leuchten“ im Sauerland geliefert und sind „made in China“.

Die LED-Retrofits sollen mit 3,5 Watt, 280 Lumen, 2700 Kelvin, 180 Grad Halbwertswinkel sowie einer Nennlebensdauer von 25.000 Leuchtstunden und 100.000 Schaltzyklen mindestens 25 Watt starke Glühlampen ersetzen können. Beim Farbwiedergabindex hat Lidl jedoch offenbar das Vergleichszeichen auf den Packungen falsch gelesen: Statt des vermutlich korrekten Ra >90 steht da ein unsinniges „<90“.

Bei der „kaltweiß“ strahlenden LED-Lupenleuchte für knapp 35 Euro (oben rechts) wurde dieser Fehler vermieden – durch völliges Weglassen des Farbtreuewerts. Dafür erfahren Sie, dass dieses 6,3 Watt starke Teil kräftige 500 Lumen mit 6500 K liefert, ca. 20.000 Leuchtstunden durchhalten soll und eine Glaslinse mit 2,25-facher Vergrößerung hat. Ein tolles Werkzeug also für die Lidl-Werbeleute, um beim nächsten Mal die Daten der „Livarno Lux“-LED-Lampen korrekt abschreiben zu können.


aldi-sued-05-12-16
30.11.: „Beleuchtung für jeden Anlass“ verspricht Aldi Süd ab Montag, 5. Dezember, unter anderem mit besonders farbtreuen LED-Retrofits von „Müller Licht“ (Online-Screenshot oben, nachbearbeitet). So sind zum Beispiel GU10- und GU5.3-Spots mit 2,83 Euro pro Stück deutlich billiger als bei der letzten Aktion im September (4,99 € einzeln), weil es sie für 16,99 Euro im Sechserpack gibt.

Beide 5-Watt-Modelle sind nicht dimmbar, haben ca. 290 Lumen, 2700 Kelvin („warmweiß“), Farbwiedergabindex Ra ≥90, 36 Grad Halbwertswinkel, 25.000 Leuchtstunden Nennlebensdauer und drei Jahre Herstellergarantie. mueller-licht-e27-led-kopfspiegelDie GU10-Lampe hat EU-Effizienzklasse A+, ist 55 mm lang, 50 mm breit und etwa so hell wie ein 35-Watt-Hochvolt-Halogenstrahler; der GU5.3-Spot trägt das Ökolabel A, ist 47 mm lang, 50 mm breit und ersetzt ca. 25 W starke 12-Volt-Halos.

Ebenfalls mit Ra >90 im Angebot: Nicht dimmbare LED-„Filament“-Lampen von „Müller Licht“ mit Glashauben für 4,99 und 5,99 € pro Stück (teils auch Sonderformen wie die seltenen Kopfspiegellampen, Bild rechts) –  oder dimmbare LED-Faden-„Birnen“, -„Kerzen“ und -„Tropfen“ für 6,99 und 7,59 Euro (E27, 720 Lumen). Auch hier gibt’s überall drei Jahre Garantie.


norma-05-12-16
01.12.: „Warmweiß“ leuchtende, nicht dimmbare „I-Glow“-LED-Lampen gab’s bei Norma erst Anfang November zu Sonderpreisen, ab nächsten Montag schon wieder – in anderer Zusammenstellung und seltsamerweise unter der Rubrik „Badwelt“ (Online-Screenshot oben, nachbearbeitet, gültig ab 5. Dezember).

Die billigeren Modelle sind mit 104 Lumen/Watt zwar sehr effizient, haben vermutlich aber nur Farbwiedergabeindex Ra >80 – die Angaben dazu fehlen in der Norma-Werbung. Für knapp 4 Euro kriegen Sie eine 4,8-Watt-E27-„Birne“ mit 500 Lumen (Ersatz für 40-W-Glühlampen), 2700 Kelvin und 200 Grad Halbwertswinkel. Die Nennlebensdauer soll bei 20.000 Leuchtstunden bzw. 40.000 Schaltzyklen liegen. Die gleichen Leistungsdaten gibt’s bei den kleineren E14-„Kerzen“ und E27/E14-„Mini Globes“ für 4,99 Euro – letztere jedoch mit einem etwas engeren Abstrahlwinkel von 180°.xavax-92w-an

Farbtreueste, stärkste und rundstrahlendste LED-Lampe im Norma-Sortiment ist wieder die als „I-Glow“ verkaufte 9,2-W-„Birne“ für 5,99 €, die regelmäßige Blogleser schon länger als „High Line“ der Hama-Marke Xavax kennen (mein Leuchtbild links). Die offiziellen 806 Lumen (60-W-Äquivalent), 240 Grad Halbwertswinkel und sehr guten Ra >90 wurden in meinem Test und bei Stiftung Warentest sogar übertroffen. Norma verspricht wie Hama 25.000 Leuchtstunden bzw. 40.000 Schaltzyklen.


nordlux-glasglocke02.12.: Wenn schon „Stehrümchen“ zu Weihnachten verschenken, dann natürlich nur welche mit LEDs drin und vom Onkel Doktor. Mein Blog-Werbepartner „MEGALight Dr. Kunde“ hätte da was hübsch Leuchtendes für erträgliche 35,66 Euro (nicht rezeptpflichtig, kein Kassenersatz): Eine dem Innenbereich vorbehaltene „Nordlux“-Glasglocke mit Holzsockel und 60teiliger LED-Lichterkette darunter (PR-Foto rechts).

Sie erspart das aufwendige Abwickeln, Entheddern und Verlegen der sonst üblichen 10 bis 100 Meter langen Festbeleuchtung – ist alles schon gebrauchsfertig, wenn Sie das Steckernetzteil mit 5-Volt-Sekundärseite und 5 m Zuleitung angeschlossen haben.

„MEGALight“ wusste allerdings weder, dass ich diese Geschenkidee hier vorstelle, noch von dem lustigen Fehler bei den Größenangaben auf der Website: „Durchmesser 12 mm, Höhe 26 mm.“ Das wäre zwar äußerst platzsparend, aber optisch vielleicht doch etwas zu unauffällig. Ich würde eher von 12 und 26 Zentimetern ausgehen (Update 03.12.: Inzwischen sind es auch ganz offiziell 120 bzw. 260 mm). Eventuelle Ähnlichkeiten mit Spielzeugen völlig anderer Art sind rein zufällig.


03.12.: Sie kommt erst in den nächsten Tagen oder Wochen auf den Markt – vermutlich noch diesen Monat, hat aber schon eine eigene Website: Die neue LEDON-„Guard“-LED-Lampe mit E27-Sockel und integrierter Anwesenheits-Simulation (PR-Foto).

ledon-guard-ausOhne Aktivierung der integrierten Zusatzelektronik durch einen Lichtschalter-„Doppelklick“ (einschalten, kurz ausschalten, nochmal einschalten) ist sie ein ganz normaler, 10 Watt starker, stromsparender, nicht dimmbarer LED-Ersatz für 60-W-Glühlampen, bietet wie die normalen LEDON-A60-Modelle aus 12 cm Länge und 6 cm Maximaldurchmesser rund 800 Lumen Lichtstrom mit „warmweißer“ Farbtemperatur 2700 Kelvin, Farbwiedergabeindex Ra >90, ca. 270 Grad Halbwertswinkel und 25.000 Leuchtstunden Nennlebensdauer (technische Daten).

Daneben existieren jedoch drei am Lampengehäuse einstellbare Automatik-Modi für die Raumprofile „Dusche/Bad/WC“, „Schlaf-/Kinderzimmer“ und „Wohnzimmer/Küche“. Sie lassen das Licht bei Dunkelheit in programmierten Abständen und Zeiträumen leuchten, um potenziellen Einbrechern die Anwesenheit von Bewohnern vorzugaukeln. Diese Algorithmen ändern sich täglich etwas, damit die Simulation auch bei längerer Abwesenheit einigermaßen realistisch bleibt.

Aktuell können Sie auf einer Reservierungsseite ein „Guard“-Einzelexemplar für 39,99 Euro (+ 4,90 € Versand, ab 50 € versandkostenfrei) oder ein Dreier-Set für 99,99 € vorbestellen. Dazu gibt’s die üblichen fünf Jahre LEDON-Garantie.


Mehr zum Thema:

LED-Tagebuch (KW 47): … LED-Lampen für 50 Cent, …

LED-Tagebuch (KW 35): Diesel, Deals, „GLOWdim Filament“, Licht-Profi-Treffs

LED-Tagebuch (KW 46): … Lidl-Deals

Doppeltest: Müller-Licht-LED-Lampen mit Ra >90 – nicht alles super

E27-Doppeltest: „ELV by Xavax“ contra Osram-„LED Star Classic A 60“

Doppeltest: Neue E27-LED-Lampen von LEDON mit 600 und 800 Lumen

Diesen Beitrag drucken