Blogleser-Kritik: „LED-Röhren sind noch kein gleichwertiger Ersatz!“

Mit der Umrüstung von Leuchtstoff- auf LED-Röhren könne man zwar Strom sparen, aber nur zu Lasten der Helligkeit und Sicherheit. Mit dieser harten Kritik reagierte ein fachkundiger Leser auf einen Blogbeitrag zum Thema.

Mueller-LED-Roehre
Seit Herbst 2013 bei uns im Praxistest: Eine 22 Watt starke LED-Röhre von „Müller-Licht“ mit nominell 2000 Lumen Lichtstrom. (Foto: W. Messer)

Eine Kurzmeldung in meinem LED-Tagebuch (KW 15) war offenbar Auslöser für eine empörte Leser-Reaktion. Konkret ging es um einen Report des TEC-Instituts für technische Innovationen aus Waldaschaff und die Daten eines Langzeit-Vergleichstests zwischen T8-Leuchtstoff– und LED-Röhren mit beidseitigen G13-Sockeln, der klare Vorteile für die Halbleiterlicht-Produkte feststellte (pdf-Download). Dabei lobte das Institut besonders die LED-Modelle von „Antaris“. Zufälligerweise gehören sowohl das Institut als auch dieser Hersteller zur „Göde-Gruppe“.

Sascha Altmeyer ist lichttechnischer Berater und Planer bei der Hans Auler GmbH in Saarbrücken, die in großer Vielfalt und Dimension Leuchtmittel und Kabel anbietet. Er schrieb mir dazu unter anderem:

„Wir als Lichtleute, die seit Jahren den klassischen als auch den LED-Markt kennen, können bei Ihnen noch viel Neues erfahren. Einer Sache scheinen Sie sich nicht so tiefgründig angenommen zu haben: LED-Röhren. Der TEC Report Nr. 16 liest sich für mich eher sehr pro LED-Röhre.

Wir haben hier noch andere Erfahrungen gemacht. Energieersparnis ja, jedoch bei stark gesenkter Beleuchtungsstärke. Problem: 5200-Lumen-T8-Leuchtstoffröhre mit 58 Watt und weißem Reflektor, EtaLB 82% = 4264 Lumen. Da sehen selbst LED-Röhren mit 3000 lm immer noch alt aus, bzw. die angepriesene Ersparnis ist keine echte.

Die Verkäufer nutzen den Lichtstromabfall der Leuchtstofflampen aus, wenn sie ihre LED-Röhren daneben demonstrieren. Würde man eine neue LL-Röhre einsetzen (die selbst bei der Industrie oftmals seit sechs Jahren brav ihren Dienst tut und somit ‚ausgelutscht‘ ist) und einmal mit einem Tuch durch den Reflektor fahren, dann ginge die Sonne auf – und zwar unter den T8-Lampen (Dreibandenlampe – viele Anlagen haben ja sogar noch Standard-Holophosphat). In eigenen Tests habe ich bestätigt, dass das Einsparen immer auf Kosten der Helligkeit, sprich Beleuchtungsstärke, geht.

Auf unserer Internetseite gibt es Fotos von verbrannten Beleuchtungsanlagen, welche durch LED-Röhren entstanden sind. VDE- oder ENEC-Zeichen auf der Röhre sind gut und schön. In Kombination mit der Leuchte erlischt jedoch deren VDE-/ENEC-Prüfung.

Total ignoriert wird auch die EU-Verordnung 1194/2012 vom 12.12.2012 (pdf-Download). Diese beschreibt im Anhang 3.2 auf den Seiten L342/16 und /17 die zusätzlichen Anforderungen für LED-Retrofits. Demnach erfüllt keine der derzeit auf dem Markt befindlichen LED-Retrofit-Röhren diese Punkte (Lichtstrom 360°?); seit Inkrafttreten der Verordnung am 1.9.2013 ist eine Gesetzeskonformität nicht gegeben.

Wir haben bereits Ende August 2013 Osram auf diese Fakten hingewiesen und bekamen zur Antwort, dass es sich bei dem Osram-Substitute-Portfolio nicht um einen Ersatz von T8-L-Lp. handelt, sondern um ‚eine sehr gute Alternative zu T8-L-Lp. in KVG-Leuchten‘.

Ein Endverbraucher oder Bauherr wird getäuscht, weil viele nur die Wattage sehen, jedoch nicht die daraus resultierende, viel geringere Beleuchtungsstärke. Die kompletten Normen nach EN12464 und ASR etc. werden damit nicht mehr erfüllt. Energiesparen durch weniger Licht geht auch noch einfacher: Licht aus 🙂

Für viele fadenscheinige Händler sind weltweit 40 Milliarden T8-Brennstellen jedoch ein interessanter Markt. Es würde mich freuen, wenn Sie die Sinnhaftigkeit dieser LED-Tubes mal genauso auf den Punkt bringen, wie Sie das in der GU10- und GU5.3-Welt getan haben.“

Der Spareffekt ist noch sehr gering

Tatsächlich lohnt sich ein schneller LED-Ersatz für Leuchtstoffröhren in vielen Privathaushalten noch nicht, weil der Stromspareffekt in keinem vernünftigen Verhältnis zu den hohen LED-Anschaffungskosten steht. Noch unsinniger wäre das bei Leuchten, die nur selten gebraucht werden. Bei gewerblichen Kunden sieht diese Rechnung allerdings in der Regel wesentlich besser aus, zumal solche Umrüstungen in diesem Jahr bereits ab 2000 Euro Investitionssumme mit bis zu 30% Zuschuss staatlich gefördert werden. Zum Thema „Helligkeit“ steht in der genannten EU-Verordnung unter anderem:

„Angaben, denen zufolge eine LED-Lampe eine Leuchtstofflampe ohne eingebautes Vorschaltgerät einer bestimmten Leistung ersetzt, sind nur zulässig,
— wenn die Lichtstärke in beliebiger Richtung um die Röhrenachse um nicht mehr als 25% der durchschnittlichen Lichtstärke um die Röhre abweicht und
— wenn der Lichtstrom der LED-Lampe nicht geringer ist als der Lichtstrom der Leuchtstofflampe der angegebenen Leistung. Der Lichtstrom der Leuchtstofflampe ergibt sich durch die Multiplikation der angegebenen Leistung mit dem Wert für die Mindestlichtausbeute für die jeweilige Leuchtstofflampe in der Verordnung (EG) Nr. 245/2009 der Kommission ( 1 ); und
— wenn die Leistungsaufnahme (Watt) der LED-Lampe nicht höher ist als die Leistungsaufnahme (Watt) der Leuchtstofflampe, die sie ersetzen soll.“

Direkte Vergleiche sind meistens irreführend

Das bedeutet beispielsweise, dass die bisher von mir getesteten LED-Röhren mit 60, 120 und 150 Zentimeter Länge, Abstrahlwinkeln unter 200 Grad sowie Lichtströmen von maximal 2000 Lumen offiziell nicht als Ersatz von T8-Leuchtstoffröhren gleicher Dimension – mit teils mehr als 5000 lm – beworben werden dürften. Sie haben auch nicht über die gesamte 360-Grad-Achse mindestens 75% deren durchschnittlicher Lichtstärke (Candela/cd), sondern über einen großen Teil dieses Vollwinkels erheblich weniger.

Für die Praxis hat das jedoch nur eine eingeschränkte Bedeutung: Erstens kümmern sich viele Leuchtmittelhändler ohnehin einen feuchten Kehrricht um EU-Vorgaben und veröffentlichen bei ihren LED-Retrofits illegalerweise nur das, was ihnen gerade in den Kram passt. Zweitens können LED-Röhren – trotz geringerer Gesamthelligkeit und engerem Lichtkegel – bei bestimmten Einsatzbereichen durchaus stärkere, rundstrahlende Leuchtstoffröhren zufriedenstellend ersetzen.

Häufig brauchen Sie nämlich keine wirkliche 360-Grad-Lichtquelle, sondern möglichst viel Helligkeit in einem begrenzten Bereich – ohne nutzloses Streulicht aus teils minderwertigen, „erblindeten“ Reflektoren, die noch dazu einen Teil des Lichts schlucken.

LED-Richtwirkung hat Vorteile

LED-Chips sind von Haus aus mit einem Standard-Abstrahlwinkel von 120 Grad sehr gezielt ausrichtbar und ermöglichen mit einer typischen Ausbeute von rund 100 Lumen pro Watt (bei „neutral-“ bis „kalt-weißer“ Farbtemperatur) hohe Candela-Werte –  bei relativ geringem Strombedarf und ganz ohne Reflektorhilfe. Das gilt vor allem für die neuesten Modelle der Markenhersteller, die ihre Ahnen in Sachen Effizienz und Lichtqualität weit übertreffen.

So hat sich jetzt US-LED-Chip-Marktführer „Cree“ nach erfolgreichem Einstieg mit diversen Retrofit-„Birnen“ auch in den LED-Röhren-Markt gewagt – mit einer dimmbaren 1,20-Meter/21-Watt-T8-Lampe, die 2100 Lumen mit einem Halbwertswinkel von über 180 Grad liefert. Sie soll gegenüber einer in den USA verbreiteten 32-Watt-Leuchtstoffröhre immerhin 30% Strom sparen und bietet dank der patentierten „TrueWhite“-Technologie einen exzellenten Farbwiedergabeindex von Ra/CRI >90 – wahlweise mit einer Farbtemperatur von 3500 oder 4000 Kelvin („neutral-weiß“).

Cree_T8-LED-Roehre-Detail
Bisher nur in Nordamerika zu kaufen: Die „T8 Linear LED Lamp“ von „Cree“. Sie soll mit 90 Prozent aller elektronischen Vorschaltgeräte (EVG) kompatibel sein.

Ins gleiche Horn stößt Philips mit seinen neuen „Master LEDtube Value InstantFit“-Modellen. Auch sie sollen hocheffizient sein und in EVG-Leuchten eingesetzt werden können – im Gegensatz zu den bisherigen LED-Retrofits für konventionelle Vorschaltgeräte (KVG) mit Starter.

Philips-TLED_InstantFit
Eine der neuen Philips-LED-Röhren (Detailbild unten rechts), die ohne Umbau oder Neuverdrahtung auch in EVG-Leuchten funktionieren sollen. (Fotos: Philips-PR)

Neue Zertifizieung der Leuchte?

Philips-InstantFit-AusschnittDarauf angesprochen, kommentierte Blogleser Sascha Altmeyer postwendend:

„Auch bei dieser Philips-Röhre ist ohne große Mathematik klar: Der Lichtstrom ist viel zu gering, um die T8-Lampe zu ersetzen. Nebenbei sei erwähnt, dass der Kunde durch das EVG bereits eine effiziente Anlage besitzt (ca. 20-25% weniger Energie als gewickeltes KVG) – das macht das ganze noch verrückter.

Den im Artikel aufgeführten Aspekt ‚zeitaufwendige Neuzertifizierung‘ würde ich nicht unterschätzen. Was bedeutet das denn? Der Kunde soll zum VDE nach Offenbach und die Leuchte neu zertifizieren?? Das macht doch niemand! Und wehe, es kommt zu einem Schadensfall. Keiner will dann Schuld sein und die Versicherung wird nicht zahlen.“

Nun bin ich kein Elektriker, nur interessierter LED-Amateur, und kann die Gefährlichkeit einer solchen Konversion nicht beurteilen. Wir haben jedenfalls keine unserer auf LED-Röhren und Blindstarter umgerüsteten KVG-Leuchten nach Offenbach gekarrt und sind dennoch bisher von fatalen Schäden verschont geblieben. Pures Glück? Wie das bei den vereinzelten EVG-Leuchten im Keller aussehen würde, weiß ich nicht, weil darin noch Leuchtstoffröhren werkeln und mir Philips fast nie was Neues zum Testen schickt.

Bei 200 Lumen pro Watt wird’s interessant

Osram-Rekordroehre-kleinVielleicht bin ich naiv, aber ich vertraue zumindest bei den renommierten Markenherstellern darauf, dass sie problemlos einsetzbare und weitgehend ungefährliche Produkte anbieten, die stetig weiterentwickelt und verbessert werden.

Immerhin haben zum Beispiel Philips und Osram – Nummer eins und zwei des globalen Lichtmarkts – schon die 200-Lumen-pro-Watt-Marke im Visier. Auf der Fachmesse „Light + Building“ war gerade erst ein Osram-Prototyp mit 1,20 Meter Länge und einer Lampeneffizienz von 215 lm/W zu sehen (Foto links: W. Messer). Dank einer besonders verlustarmen Vorschaltelektronik soll die Ausbeute des gesamten Systems bei 3900 lm aus 19 W liegen, also 205 lm/W. Beide Hersteller gehen von einer schrittweisen Serienreife ab 2015 aus.

Mit sowas kämen wir dann schon in einen Bereich, bei dem wir gegenüber Leuchtstoffröhren rund 60% Strom bei gleicher Gesamthelligkeit sparen könnten. Einschaltverzögerungen, Flackern und/oder Brummen sollte mit LED-Technik ohnehin kein Thema mehr sein. Außerdem wären noch eine höhere Lichtqualität und einfachere Dimmbarkeit möglich – ebenfalls gute Argumente für eine Umrüstung.

Bleiben die Kosten-, Lebensdauer- und Gewährleistungs-Aspekte. Hier hat „Cree“ mit seinen ersten LED-Röhren schon sehr ambitionierte Duftmarken gesetzt: Rund 30 US-Dollar (ca. 21,50 Euro) unverbindliche Preisempfehlung, mindestens 50.000 Leuchtstunden und fünf Jahre Garantie. Daran darf sich die europäische Konkurrenz gerne orientieren, oder was meinen Sie?

Mehr zum Thema:

LED-Röhre statt Leuchtstofflampe: Flackern und Brummen war gestern

Im Test: Neue preiswerte LED-Röhren von Philips

Diese Woche: LED-Röhren-Duell mit toom und Aldi Süd – kein klarer Sieger

LED-Tagebuch (KW 13): Jede Menge Messe-Neuheiten, Osram-Rekord-Röhre

180.000 LED-Chips machen ein Parkhaus zur Sparbüchse

Diesen Beitrag drucken

Beitrag teilen:
Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail
Folge mir bei
twittergoogle_plusyoutubetwittergoogle_plusyoutube

81 Gedanken zu „Blogleser-Kritik: „LED-Röhren sind noch kein gleichwertiger Ersatz!“

  1. Hallo Herr Messer,

    es freut mich, dass Sie sich jetzt dem Thema angenommen haben.
    Bin gespannt auf die Kommentare und Erfahrungen Ihrer Blog-Leser
    zu diesem Thema.

    Aktuell sind auf unserer Website unter News noch Informationen
    zum Thema Förderung und LED. Auch interessant: die Position der Firma TRILUX zu LED-Retrofit-Röhren: Auler News 04/14

    Gruß aus Saarbrücken

    Sascha Altmeyer

    • Meiner Meinung nach nicht. Da ging’s ja um echte E27-Retrofits mit kompletter Rundstrahlung, großer Helligkeit, ohne Vorschaltgeräte/Starter. Das macht genau so wenig VDE-Probleme wie die LED-Umrüstung von normalen Haushaltsleuchten. Eine Neuzertifizierung dürfte bei Straßenleuchten nicht notwendig sein, so lange mit der Erdung etc. alles okay ist.

      Noch dazu sollen Quecksilber-Hochdruckdampflampen ab 2015 verboten werden, Leuchtstoffröhren aber nicht. Also hat die LED-Konversionsfrage bei der öffentlichen Beleuchtung eine völlig andere Grundlage.

  2. Im Gegensatz zu Herrn Altmeyer bin ich von den Led-Röhren sehr begeistert. Fachlich mögen seine Anmerkungen sicherlich alle richtig sein, dennoch war mein subjektiver Eindruck bisher ein ganz anderer. Früher hatte ich die Osram Lumilux 58W 830 mit 5200 lm im Einsatz gehabt. Neuerdings setzt ich verstärkt auf die Philips Master LED Tube Perf 31 W 840 mit 3100 lm. Fairerweise muss ich sagen, dass ich gar keine Reflektoren installiert habe. Dies hat aber auch den Vorteil, dass ich mich nicht weiter um die Reinigung dieser Schmutzfänger kümmern muss. Die Reflexion von der weiß gestrichenen Decke scheint mir aber auch nicht schlecht zu sein. Außerdem denke ich, dass die Situation bei vielen anderen Anwendern ähnlich ist.

    Zur Kontrolle meiner subjektiver Wahrnehmung habe ich mal mit einem Lux-Messgerät nachgemessen. Auf dem Fußboden unter der Lampe habe ich bei der LED 140 Lumen gemessen. Diese Lichtleistung stand auch sofort nach dem Einschalten zur Verfügung. Im Falle der klassischen 58W Lampe (eine frisch ausgepackte – also keine „ausgelutschte“) habe ich direkt nach dem Einschalten 35 Lux gemessen. In der ersten Minute erhöhte sich dieser Wert auch nicht wesentlich. Erst danach stieg dieser Wert auf immerhin 153 Lumen an – also minimal mehr als bei der LED. Von einer überlegenen Lichtleistung kann also keine Rede sein, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Lichtausbeute bei der Leuchtstoffröhre im Laufe der Zeit doch stark nachlässt. Den schwachen Anfangslichtstrom könnte man sogar als Sicherheitsproblem sehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    W. Große

    • Ich vermute mal, dass Sie mit Ihrem Lux-Messgerät keine Lumen gemessen haben (dazu bräuchte es andere, aufwendigere Geräte). Beleuchtungsstärke ist was anderes als Lichtstrom. 😉

    • Ich kann die Messung von Herrn Große nachvollziehen. Ein weißer Stahlblechreflektor direkt über der 58W Röhre, nicht die Decke als Reflektor, wird jedoch die „alte“ Röhrentechnik beim Beleuchtungsstärketest siegen lassen. Dabei wird eine höhere Beleuchtungsstärke auch in einem breiteren Umfeld (Lichtverteilung 58W LL ist mit Reflektor breitstrahlender als LED) herauskommen.

      Ich will die LED Röhre nicht verteufeln. Eine freistrahlende 58W LL-Röhre, also ohne Reflektor, gegen solch eine LED-Röhre zu tauschen, macht Sinn, weil man die Lichtverteilung mit der Röhre verändert. Ein weißer Blechreflektor tut dies auch und kostet weit weniger als die LED-Röhre. Im gewerblichen Umfeld sind freistrahlende Beleuchtungsanlagen jedoch (zum Glück) nur noch selten.

    • Sehr geehrter Hr. Große,

      kann Ihnen nur zu dieser Entscheidung auf LED Röhren zu wechseln gratulieren, ich hoffe nur, dass Sie ein gutes LED Röhren Produkt gewählt haben wobei ich die 60 EURO etwas teuer finde kommt auch auf die Menge an.

      Die Müller LED Röhren sind was für den Keller und nicht für das Gewerbe. Preis für die Müller LED Röhre in der Qulität bei einer Länge von 1,5m heuter ca bei 10 USD EXW.
      Um dem Hr. Sascha Altmeyer nicht nahe zu treten wir verkaufen doch einige 1000 St. an LED Röhren pro Jahr man sollte auch Qualität einkaufen dann bekommt man auch Lichtqualität heraus.(Qualität kostet auch in China!!!!) Allein in der Region Shenzhen gibt es ca. 5000 LED Röhren Hersteller da sollte man schon die richtigen Lieferanten finden.

      Die LED Röhren können nichts für ausgebrannte Fassungen die 10 bis 30 Jahre alt sind, wenn man schon LED Röhren verwendet sollen alle Vorschaltgeräte entfernen nur das macht Sinn.

      LG F. Furter

  3. Sorry Herr Messer. Ich habe an einer Stelle meines Beitrages Lumen statt Lux geschrieben. Dies ist natürlich falsch. Ich habe mit einem PCE-172 die Lux-Werte gemessen. An dieser Stelle möchte ich Ihnen auch einmal dafür danken, dass Sie diesen Blog unterhalten und mit Leben füllen. Chapeau.

    Herr Altmeyer schrieb, dass Leuchten ohne Reflektor im gewerblichen Umfeld sehr selten sind. Für den privaten Gebrauch stimmt dies aber sicherlich nicht. Ich denke zudem, dass sich auf dieser Seite sehr viele private Nutzer tummeln, da hier auch viel von Baumarkt-Leuchten, Garten-Leuchten oder Retrofits geschrieben wird. Zudem stellen die privaten Nutzer den größten Anteil an der Bevölkerung. Wo nutzt denn diese Bevölkerungs-Gruppe Leuchtstoff-Röhren? Ich meine im Keller, auf Dachböden oder in Hausfluren. Dort werden nach meiner Erfahrung sehr viele Leuchten ohne Reflektor eingesetzt. Wenn man bedenkt, dass man im Keller in der Regel nur eine niedrige Deckenhöhe zur Verfügung hat und im Gegenzug Regale bis an die Decke, dann macht dort ein Reflektor auch nicht ganz so viel Sinn, da dieser das Licht zu sehr einschränkt. Ich habe gestern nicht alle meine Messwerte veröffentlicht. Dies möchte ich an dieser Stelle nachholen. Ich habe zum einen direkt unter der Leuchte auf dem Fußboden gemessen, zum anderen 2 mal in einem Winkel von 80-85° seitlich, also an der Oberkante von dort stehenden Regalen. Die letzten beiden Messpunkte hatten eine unterschiedliche Entfernung zur Leuchte, da diese sich nicht mittig im Raum befindet. Da die LED oben beklebt ist, kann sie dort auch gar nicht ausstrahlen. Ich hatte vermutet, dass sich ein deutlicher Unterschied zur rund-strahlenden L58 ergibt. Dies trat so aber nicht ein:
    LED 31W 140, 110 und 55 Lux.
    L58 (neuwertig) 153, 122 und 63 Lux.
    Die L58 hatte also einen kleinen Vorteil von 9% in der Mitte und 11-15% schräg zur Seite. Für meinen Zweck hat sich die LED somit wacker geschlagen. Wenn man bedenkt, dass die volle Lichtleistung sofort nach dem Einschalten anliegt, ist dies zudem ein erheblicher Komfort- und Sicherheitsgewinn.

    Ich habe heute auch noch Messungen an einer Leuchte mit Alu-Reflektor über einem PC-Arbeitsplatz durchgeführt. Ein Messpunkt lag senkrecht unter der Leuchte auf dem Schreibtisch, der andere etwa einen Meter seitlich kurz vor der hell-dunkel Grenze, welche durch den Reflektor bestimmt wird. Folgendes hat sich ergeben:
    L58W (neuwertig) 370 und 282 Lux
    LED 31W 320 und 272 Lux
    L58W (gebraucht) 300 und 242 Lux
    Die neue L58-Röhre hatte also im Lichtzentrum einen Vorteil von immerhin 16%, am Rande aber nur noch von 4%. Von der gebrauchten will ich hier gar nicht erst anfangen. Dies sieht für mich nicht nach einem Erdrutschsieg für die alte Technologie aus.

    Meine Messungen genügen sicherlich nicht professionellen Anforderungen, dennoch bestätigen sie meinen Eindruck. Wenn man dann noch das Tempo der Entwicklung und das Potential der LEDs berücksichtigt, ist es nicht mehr nur die Frage ob man umsteigt sondern wann. Für mich ist dieser Zeitpunkt trotz des hohen Preises von etwa 60€ bereits jetzt erreicht. Mir hilft dabei allerdings auch der Umstand, dass ich in den Lagerräumen meines Textileinzelhandels-Geschäftes viele Waren lagere, die durch den hohen UV-Lichtanteil der alten Röhren vermehrt ausbleichen. Der Preis für eine LED-Röhre ist nichts gegen den Verlust von stapelweise ausgeblichenen Textilien.

    Mit freundlichen Grüßen

    W. Große

  4. Meine Erfahrungen mit Aldi-LED-Röhren habe ich anderweitig in diesem Blog berichtet.
    Mangels beitragsgenauer Linkfunktion kopiere ich die Beiträge hier rein:

    Generell wird man eher lange (<3000h) brauchen, um den Mehrpreis gegenüber einer billigen 5 EUR Leuchtstoffleuchte mit EVG einzuwirtschaften.
    Dennoch könnte ich einen Einsatzfall haben: Ein wahrscheinlich > 40 Jahre altes altes 40W 120cm T8-Chassis mit einer alten dicken gelben (“warmweißen”) Leuchtstoffröhre. Eine neue 36W Röhre zündet nicht und ein elektronischer Starter oszilliert. Leider ist die Leuchte sehr schwer zugänglich. Röhre tauschen geht gerade noch, aber die ganze Leuchte abschrauben und eine neue andübeln ist mir wegen der schlechten Zugänglichkeit zu viel Gefummel. So könnte ich etwas “Spielgeld” anlegen und den Kauf meiner ersten LED-Röhre rechtfertigen 😉

    Nachtrag: Habe ich so realisiert. Helligkeit blieb etwa unverändert (mit einfachem Luxmeter verglichen). Das alte Chassis hat keinen Reflektor. Die 4000K gefallen mir auch besser als die alte Gelblampe. Hat sich bisher bewährt.

    2. (siehe hier)
    Nachtrag:
    Hat sich ebenfalls bis heute sehr bewährt. Im Kellerflur mit vielen Schaltungen ist die LED überlegen. Subjektiv scheint die LED heller bzw. die Lichtverteilung günstiger zu sein. Vergleichsmessungen gibt es wegen des Defektes der alten Lampe nicht.

  5. „Vielleicht bin ich naiv, aber ich vertraue zumindest bei den renommierten Markenherstellern darauf, dass sie problemlos einsetzbare und weitgehend ungefährliche Produkte anbieten, die stetig weiterentwickelt und verbessert werden.“

    Stimme vollkommen zu – man muss sich ja nur einmal die Entwicklungen der letzten Jahre anschauen, um dieselben Schlüsse zu ziehen. Ich persönlich gehöre wohl zu den wenigen Leuten, die im privaten Bereich bereits auf LED-Röhren umgestiegen sind – ich nutze sie dafür auch täglich. Insofern bereue ich (noch) nichts.

  6. Ich habe heute mal verschiedene 150er T8 Röhren in einem einfachen Reflektorgehäuse (weiss, mit VVG) gemessen – eine alte OSRAM 640er, eine neue OSRAM 840er, eine Müllerlicht LED (Aldi-Süd) 22W/2000lm/CRI>80, und eine der neuen MeLiTec LED von Aldi-Nord mit 24W/2400lm/CRI=90). Gemessen mit einem digitalen Luxmeter. Die absoluten Werte sind natürlich nicht referenzierbar, es ging mir nur um Vergleiche, ich habe die einfachste Messanordnung gewählt, die Umgebungslicht ausblendet, konstanten Abstand zu allen Röhren einhält, damit das halbwegs vergleichbar ist. Die VVG Ausführung ist schon etwas effizienter als die älteren KVGs. Angegeben sind für die ‚echten‘ Leuchtstoffröhren jeweils die Werte nach 10min Betriebsdauer, das dauert gerade bei der neuen 840er recht lange, bis die ihr Maximum erreicht. Also eh nix für ne Kellertreppe oder so…
    Die Leistungsaufnahme wurde mit einem ‚ordentlichen‘ PowerMeter gemessen. Bitte nicht auf eine Handvoll Lumen festlegen, solche Unterschiede wären nicht relevant, die Nachkommastellen habe ich eh weggelassen.

    Osram 640 Universal White 58W (gealtert): 9.100lx/65Watt (VVG)
    Osram L840 58W/4000K/CRI>80 (neu): 14.000lx/65Watt (VVG)
    Müllerlicht 91691 (Aldi-Süd, 2000lm/22W/4000K/CRI>80): 7.400lx/22Watt
    MeLiTec 831 (Aldi-Nord, 2400lm/24W/4000K/CRI=90): 9.000lx/24Watt

    Die beiden LED Röhren skalieren einigermaßen gut mit ihren Lumen/Watt Angaben, 22/24 entspricht einigermaßen 7.400/9.000. Da sind die Angaben also wohl nicht geschönt. Die MeLiTec ist aber nochmal ca. 10% effektiver, das bestätigt sich sowohl aus den technischen Daten, als auch meinen Messungen, 91Lumen/Watt für die Müller-Licht vs. 100Lumen/Watt für die MeLiTec. In Anbetracht des höheren CRI der MeLiTec durchaus bemerkenswert. Beide LED Röhren werden übrigens kaum handwarm, auch im Bereich der Enden mit der Elektronik. Im Unterschied zu kurzen E14/E27 etc. Retrofits können diese größeren Gebilde offenbar sehr effektiv Wärme abführen. Man darf spekulieren, dass dieser Umstand ebenfalls unterstützend dazu führt, dass die prognostizierten Lebensdauern eingehalten werden.

    Ansonsten sieht man schon, dass ‚echte‘ gute T8 Röhren (allemale mit Reflektor) noch deutlich mehr Licht liefern. Hier muss man allerdings zwei Szenarien unterscheiden:

    Es gibt Einsatzbereiche, wo das Verteilungsmuster der Röhren und die abgegebene Lichtleistung nach bestimmten Vorgaben festgelegt wurde, z.B. in Fabrikhallen, Werkststätten, öffentlichen Gebäuden. Hier muss eine bestimmte Zielhelligkeit auf allen arbeitsrelevanten Flächen erreicht werden, danach werden Typen und Verteilung der Leuchten ausgelegt. Tauscht man in solchen Umgebungen (gute) Röhren gegen LED-Tubes aus, kann es in der Tat sein, dass die Vorgaben nicht mehr erreicht werden, wenn die Originalauslegung sehr knapp gerechnet wurde. Man spart zwar Strom, aber die Vorgaben für Arbeitssicherheit werden nicht mehr eingehalten.

    In anderen Bereichen, speziell auch Privat, oder in Displayanwendungen, sind die Röhrentypen und Leistungen in der Regel nicht auf eine bestimmte Zielhelligkeit berechnet, da ist es im Zweifelsfall egal, ob die Röhre 5000 Lumen macht oder 2500.
    Bei uns im Kino z.B. werden mit den T8 Röhren Vitrinen beleuchtet. Da gibts keine Vorgabe, dass die Vitrine mit 5200Lumen beleuchtet werden muss, sondern die Vitrine hat eine Breite von 160cm, und daher installiert man eine 150er Röhre, damit sie von links nach rechts ausgeleuchtet ist. Wie hell, ist dabei sekundär. In dem Fall hat man sicher weniger Helligkeit mit einer LED-T8, aber wenn die ausreicht, hat man dennoch Geld gespart und der Leuchtmitteltausch erfüllt seinen Zweck, selbst wenn die LED-T8 bei der Effizienz Lumen/Watt nicht besser ist als die Leuchtstoffröhre.
    Bei uns ist es darüber hinaus auch so, dass in der Vergangenheit öfter Röhren ausfielen, und sich dann erst beim Wechsel herausstellte, ob Röhre oder Starter defekt war. Einzelne Starter und Röhren im Baumarkt vor Ort nach Bedarf zu besorgen ist relativ teuer. Will man das günstiger, bestellt man Online, das lohnt sich aber nur bei großen Stückzahlen. In der Praxis bindet man so im öffentlichen Bereich immer einiges Kapital in die Vorhaltung von Ersatzröhren und Startern. Setzt man voraus, dass die LED-Röhren wirklich lange halten, kommt man dagegen in der Regel mit einer einzigen Ersatzröhre pro Typ aus. Nach einiger Anlauferfahrung ggfs. auch ganz ohne Ersatz, das hängt dann vom persönlichen Risikobewusstsein ab. Obwohl die Leuchtstoffröhren im Idealfall sehr lange halten können (ich kenne welche, die am KVG 40 Jahre auf dem Buckel haben), müssen wir relativ oft die Leiter anstellen, um eine unserer 16 Röhren oder deren Starter auszuwechseln. Oft sind Röhrendefekte Kombinationsdefekte, wenn vorher die Starter kaputt gehen. Hochwertige Starter sind entsprechend teurer.
    Hier hoffe ich, dass wir die T8-LED Röhren auf viele Jahre hinaus vergessen können.

    Ein echtes Problem kann es bei einigen T8-Retrofits geben: Bekanntermaßen strahlen diese nicht rundum 360 Grad ab, sondern haben eine Vorzugsrichtung (die Oberseite der Platine, die in der Röhre montiert ist). In Vorzugsrichtung wird das meiste Licht abgegeben, nur dadurch kann man überhaupt erwägen, LED-T8-Retrofits statt doppelt-dreimal so hellen Leuchtstoffröhren einzusetzen. Das klappt aber nur, wenn man die Röhre auch in die Richtung drehen kann, die man für die Beleuchtungsaufgabe braucht. Das klappt bei Deckenleuchten in der Regel problemlos. In vielen T8 Halterungen/Fassungen kriegt die Röhre aber nur in den Stellungen 0 und 180 Grad Strom – auf z.B. 90 und 270 Grad gedreht bleibt sie dunkel. Wenn man Pech hat, bräuchte man bei einer bestimmten Röhrenfassung aber genau die 90 oder 270 Grad oder irgendwas dazwischen für die optimale Ausleuchtung.
    Es gibt einige T8 LED Retrofits, bei denen nicht nur die Röhre in der Fassung um jeweils 180 Grad rotierbar ist, sondern auch die Endstücke der Röhre selbst kontinuierlich gedreht werden können – bei diesen kann man auch ansonsten problematische Ausleuchtungsstellungen realisieren.

    Die Müller-Licht-Röhre und die MeLiTec gehören aber nicht dazu. Ihre Enden sind starr mit der Röhre verbunden, und für die Rotation ist man auf die Kontaktierungsstellungen der verwendeten Fassung bzw. des Leuchtengehäuses angewiesen.

    Ausserdem – beide von mir gekauften Röhren sind sehr ‚weich‘, bzw. biegsam. Nicht unvorstellbar, dass die bei hängendem Einbau nach einiger Zeit sichtbare Bäuche nach unten kriegen, zumindest die lange 150cm Ausführung.

    – Carsten

  7. So, heute die beiden 36Watt/120cm MeLiTec Röhren von Aldi-Nord in unserem Büroraum in eine Rasterleuchte montiert. Vorher war da eine Zweierbestückung L840 und eine 640er drin (beide mit VVG, also 2*5Watt Verlustleistung). Habe vorher/hinterher mit dem Luxmeter an mehreren Stellen im Raum gemessen, Raum-Mitte, Raumecken, Schreibtischmitte, um ggfs. auch die geänderten Abstrahlwinkel zu erfassen.

    Zunächst mal fast umwerfend – ich habe vorher/nachher fast auf die Stelle genau die gleichen Helligkeiten gemessen, plus/minus ein paar Lux. Da ich den Sensor in der Hand gehalten habe, gibts natürlich alleine dadurch schon gewisse Abweichungen. Aber tatsächlich habe ich beim zweiten Mal in allen Positionen fast exakt die gleichen Zahlen auf dem Display gehabt. Tendenziell gab es in den Ecken ETWAS höhere Werte, aber nur minimal, während die Raum-Mitte und die Schreibtischmitte gleich bleiben. Gemessen habe ich z.B. in Raummitte 330/330lx, in den Ecken 66/68, 65/68, 50/52, etc.. So gesehen also ‚erstmal‘ Erfolg mit der Umrüstung.
    NUR: Korrekter Vergleich wären zwei saubere Osram L840 gewesen, und da wäre der Vorher/Nachher Vergleich anders ausgegangen, die 640er ist viel schlechter als die 840er. Ausserdem war es schon richtig, dass ich wert auf diese 120er LED-Röhren mit 2000Lumen Nennhelligkeit gelegt habe. Oft haben die 120er LED-Röhren aus den Sonderangeboten deutlich weniger, 1200-1700Lumen. Und das wäre definitiv dann zu wenig geworden – Vorgabe sind für Büroflächen immerhin 500lx!

    So GANZ kommt man mit den ‚üblichen‘ LED Röhren bei ‚richtigen‘ Beleuchtungsanwendungen also nicht hin, man muss schon zusehen, dass
    die ggfs. notwendigen/vorgeschriebenen Helligkeiten stimmen, sonst nützt einem die reine Stromersparnis wenig, wenn hinterher zusätzliche Leuchten installiert werden müssen.

    Vorher also 2*36+2*5=82 Watt. Hinterher 2*20=40 Watt. Das Büro wird allerdings nur wenige Stunden am Tag benutzt – ich komme auf eine Ersparnis pro Jahr beim gegenwärtigen Strompreis von etwas über 13 Euro – also sagen, wir, grob den Kaufpreis einer Röhre. Beide Röhren zusammen brauchen also etwa zwei bis zweieinhalb Jahre, um sich zu amortisieren. Das halte ich schon für grenzwertig, drüber hätte ich’s (noch) nicht gemacht. Bei einem Büro mit üblichem 8h Betrieb geht es etwa in der halben Zeit.
    Wenigstens haut es mit der Helligkeit hin, und der CRI=90 und die Flimmerfreiheit sind auch immerhin ein kleines Plus. Mal sehen, wie lange die Dinger tatsächlich halten.

    – Carsten

    • Vielen Dank für diese schönen Berichte und Messungen.
      Leider kenne ich die Melitec Röhren noch nicht. Bei denen würde mich besonders das Flimmerverhalten interessieren.
      Leuchtstoffröhren sind gerne unruhig. Interessanterweise auch am „hochfrequenten“ EVG.
      Bei der MüllerLicht fällt die 150er im Vergleich zur 120er rel. dunkler aus.
      Aber die MüllerLicht LED-Röhren sind praktisch flimmerfrei und das enpfinde ich als riesiges Plus.
      Außerdem eignen sich die LED-Röhren für den Betrieb am Bewegungsmelder und zwar auch am kurz eingestellten Bewegungsmelder. Nur so kann man derzeit wirkungsvoll sparen, wie eine Züricher Studie gezeigt hat.
      Bei einer guten Leuchte, die mit einem ausgeklügelten Reflektor das Licht gut nutzt, sind Leuchtsoffröhren noch immer deutlich heller als LEDs. Da solche Leuchten aber recht volumniös bauen, sind sie vorwiegend im gewerblichen Bereich bei Bauwerken mit abgehängten Decken zu finden. Weniger im Privatbereich.
      Mit einem guten VSG halten auch Leuchtstoffröhren sehr lange, wahrscheinlich ähnlich lange wie die LED Röhren.
      Wer also eine gute, auf Leuchtstoffröhren optimierte Installation hat, wird noch wenig Grund zum Wechseln haben.
      Für mich selbst gehören die LED-Röhren zu den besten Retrofits. Da ich die meisten im Abverkauf reduziert erstanden habe, war der Preisunterschied verkraftbar.
      Besonders die MüllerLicht überzeugen mich durch ihre Flimmerfreiheit.
      Hier mal ein Auszug aus meinen Flimmermessungen:

      Lichtquelle „Schwingungsgehalt U~/U=~“
      Aldi LED 120 cm (2014) 0%
      Aldi LED 120cm (2013) 0%
      Glühlampe Kerze 40W oder 25W 5%
      Philips LED 120cm 8%
      EVG Leuchtstoff 120cm 36W 10%
      KVG 36W Kompakt-Leuchtstofflampe 22%
      Toshiba LED 60cm 30%
      Toshiba LED 120cm 39%

      Im Keller habe ich etliche LED-Röhren direkt und ohne Leuchte/Fassung mit Kabelbinder „fest“ an die Decke montiert. Das hat neben dem günstigen Preis noch den Vorteil des geringen Platzbedarfs. Zwar ist ein Austausch durch Laien nicht mehr möglich und bei einer defekten Leuchte muß jedesmal die Elektrofachkraft ran, aber schon die Leuchtstoffröhren haben dort Jahrzehnte gehalten.

    • @Carsten: Auch von mir ein großer Dank für die ausführliche Schilderung. Zur Amortisation: Als ich vor ca. 5 Jahren mit den ersten LED-Einbauten und -Umrüstungen angefangen habe, musste ich bei den damaligen Preisen noch mit der drei- bis vierfachen Zeit rechnen – trotz überdurchschnittlicher Nutzung. Insgesamt eine sehr schöne Entwicklung seither.

  8. Ja, da musste man natürlich auch schon sehr optimistisch sein was die Lebensdauer der Leuchtmittel anging. Ich hatte ja viele Erfahrungen mit Kompakt-Leuchtstofflampen, da gaben auch Markenmodelle oft deutlich vor Nennlebensdauer auf (allerdings laufen hier auch noch welche deutlich darüber). Das Preisniveau zwischen 10 und 20 Euro für gute T8 Replacements ist jetzt brauchbar. Der Normalkunde zahlt ja auch im Baumarkt locker 7-12 Euro für normale Leuchtstofflampen.

    Der ganz große Klopfer steht bei uns aber noch an – die Saalbeleuchtung mit 42*E27 in geblasenen Glaszylindern. Gegenwärtig 42*48W Halogen. Mit Dimmfähigkeit von/bis 0 am Rheostat-Dimmer (Spanungsdimmer). Da bin ich mal gespannt, wann sich dafür ne Lösung findet. Sicher nicht mit Retrofits. Das saubere Dimmen vor und nach dem Film ist ja prägend fürs Kino. Und die üblichen elektronischen Dimmer machen in solchen Stückzahlen von Leuchtmitteln gerne Ärger mit dem Ton. Da werden wir sicher ne Speziallösung brauchen.

    – Carsten

    • Da würde mir doch spontan eine „Smart Lighting“-Lösung in den Sinn kommen – integrierte Leuchten mit Helligkeits- und Farbtemperatur-Fernsteuerung via WLAN und/oder „ZigBee Light Link“. Damit sollte man eigentlich EMV-Probleme vermeiden können und hätte auch noch wundervolle Verlaufs- und Szenen-Programmier-Möglichkeiten – ein Träumchen für’s Kino. Ist natürlich ’ne Budget-Frage.

  9. Was SmartLamps angeht bin ich bisher immer skeptisch gewesen (Gimmick). Zugegebenermaßen, im Saal hätte es was für sich, das so aufzuziehen. Und im Vergleich zu anderen Speziallösungen profitieren solche Smartlamps vom allgemeinen Preisverfall für Konsumerprodukte. Werde das mal im Auge behalten. Sicher teurer als die üblichen Retrofits, aber wenn die Dimm- und Farblösung gleich integriert ist…

    – Carsten

  10. Lampe 1,20m Neonlicht, Komplettlampe vom Baumarkt, mit elektronischem Vorschaltgerät.
    gegen
    LED 1,20 kaltweiß, 1700l, (Angabe des Herstellers).

    Das Ergebnis:
    Neonröhre wird mit kaltweiß angegeben. Auf dem Beipackzettel steht neutralweiß (Licht sieht eher nach neutralweiß aus).
    Lumen mit 93lm/W = 3348lm

    Eine Messung mit dem Luxometer (gleicher Abstand, gleiche Bedingungen):
    280 Lux bei der Neonröhre (3348lm)
    260 Lux bei der LED Röhre. (1700lm)

    So einen geringen Unterschied habe ich nicht vermutet.
    Aber das Gefühl, dass die Angaben auf den Neon Röhren vom Baumarkt nicht ganz stimmen können, hatte ich schon lange.

  11. Das gleiche Experiment noch mal.
    Lampe 1,20m Neonlicht, Komplettlampe vom Baumarkt, mit elektronischem Vorschaltgerät.
    gegen
    LED 1,20 kaltweiß, 1900lm, (Angabe des Herstellers),
    aber kein gefrostet Cover sondern klar,
    ohne LED Starter

    Das Ergebnis:
    Neonröhre wird mit kaltweiß angegeben. Auf dem Beipackzettel steht neutralweiß (Licht sieht eher nach neutralweiß aus).
    Lumen mit 93lm/W = 3348lm

    Eine Messung mit dem Luxometer (gleicher Abstand, gleiche Bedingungen):
    280 Lux bei der Neonröhre (3348lm)
    405 Lux bei der LED Röhre. (1900lm)

  12. Die billigen 6xx Röhren sind deutlich schlechter in der Effizienz. Optimal sind z.B. 840er Markenröhren. Allerdings müssen die eine Weile warm laufen, und am sparsamen EVG liefern die auch etwas weniger Lichtstrom. Muss man halt alles richtig in Verhältnis setzen.

    Dass die LED Röhren mit weniger Nominallichtstrom ähnliche Helligkeiten in einfachen Reflektorlosen Fassungen erreichen, ist ja weiter oben diskutiert worden, die bündeln halt und liefern daher mehr nutzbare Helligkeit. Für den Heimanwender, der in der Regel solche reflektorlosen Leuchten unter der Decke oder an der Wand hat, sind die Röhren daher durchaus durch LED ersetzbar. Allerdings kann wie oben beschrieben die Wandmontage z.B. schon etwas Verluste bescheren, wenn man die LED-Röhre nicht optimal ausrichten kann, also z.B. schräg nach unten auf eine Arbeitsfläche strahlend.

    – Carsten

  13. Eine Leuchtstoffröhre hat am EVG den gleichen Lichtstrom wie am VVG/KVG. Hier gibt es keinen Unterschied! Natürlich muß eine Leuchtstofflampe erst warm werden um den vollen Lichtstrom zu erreichen, den hat sie übrigens nur bei einer Umgebungstemperatur von 25°C, dann bringt sie aber immmer ihre Leistung. Zur Lebensdauer muß man immer wissen dass eine LED Lebensdauer mit 30% Lichtstromverlust angegeben wird, bei einer Leuchtstofflampe sind es nur 10%. Übrigens gibt es Leuchtstofflampen für den Industriellen Einsatz mit einer Lebensdauer von bis zu 80.000h bei max 10% Ausfall und max 10% Lichtstromverlust.
    Zu LED Retrofit ist zu sagen dass die Leuchte eine entscheidende Rolle spielt ob der Ersatz passt oder nicht. Inzwischen sind aber LED Röhren auf dem Markt mit 30W/4000lm bei 1,5m die in 90% der Fälle den Ersatz schaffen dürften

  14. Nee, die Lichtabgabe unterscheidet sich schon deutlich zwischen KVG und EVG, findet man auch so in der Literatur. Ein Teil der Ersparnis und auch der höheren Lebensdauer der Röhren im EVG Betrieb rührt auch daher, dass die Röhren etwas unter Maximallast betrieben werden. Habe ich vor einiger Zeit mit immer der gleichen Röhre und reichlich Wartezeit mal durchgemessen.

    Klassische Bürogeometrie in Schreibtischhöhe von Deckenlampe gemessen:

    120er Osram L840: 350Lx KVG, 290Lx EVG. Natürlich kann es auch Unterschiede zwischen verschiedenen EVGs geben. Die KVGs untereinander geben sich nix.

    Im häuslichen Bereich sehe ich wenig Sinn, kommt aber drauf an, welche Kosten da im Spiel sind. Wer eine Ersatz-Röhre im Baumarkt für 12 Euro kauft, kann natürlich auch für 14,99 ein LED Replacement bei Aldi kaufen.
    In den meisten Haushalten laufen Leuchtstoffröhren nicht lange genug, dass sich das vorläufig rechnet, das halte ich eher für Spielerei. Die bei Leuchtstoffröhren zunächst schwache Lichtabgabe ist mir egal, solange es hell genug ist. LED-Röhre mit Bewegungsmelder mag Sinn machen.

    Vorgestern übrigens im Bauhaus: Osram Substitube 120er, das Preisschild am Hänger 23,95€ war etwas abgeblättert. Darunter die gleiche Artikelbezeichnung, Preis: 44,95€

    Und der Vollständigkeit halber.

    – Carsten

    • „In den meisten Haushalten laufen Leuchtstoffröhren nicht lange genug, dass sich das vorläufig rechnet, das halte ich eher für Spielerei.“

      Ja klar, das rechnet sich noch nicht. Auch gewerblich nur in wenigen Fällen.
      Ja, eine Spielerei. Aber eine harmlose, nette mit positiven Nebenwirkungen.

  15. Hallo Herr Kurz, sorry aber ganz deutlich das gehört ins Reich der Fabel!!
    Der Lichtstrom ist in beiden Fällen der gleiche, sonst wären die Hersteller gezwungen dies in ihren Veröffentlichungen anzugeben. Die Einsparung durch das EVG erfolgt durch HF Technik da die Lampe dann nicht mit Netzfrequenz 50Hz sondern mit 30 – 40 kHz betrieben wird. Dadurch ist sie wesentlich effizienter und muß auch nicht mit 58W betrieben werden sondern es reichen 51W für den gleichen Lichtstrom.
    Leuchtstofflampe 58W am VVG:
    58W + ca. 7-10W VVG Verlust = 65 – 70W Systemleistung mit 5200lm
    Leuchtstofflampe 58W am EVG:
    51W + ca. 4W EVG Verlust = ca. 55W Systemleistung mit 5200lm

    Zu Ihrer Messung, ohne Labor ist es nicht ernsthaft möglich solche vergleichende Messungen durchzuführen. Hier gilt der alte Elektriker Merksatz: „Wer misst misst Mist, wer viel misst misst viel Mist!“

    Die Rentabilität solcher Lampen lässt sich leicht errechnen. Als erstes brauchen Sie die Einsparung also vorher 58W + Verluste ca. 65W gesamt. Nachher z.B. 25W + 1W Verlust ca. 26W, Einsparung also 39W. Diesen Wert brauchen Sie in kW also 39W = 0,039kW. Multiplizieren Sie diesen Wert mit einer mittleren jährlichen Nutzungsdauer (privat max 1000h, Laden ca. 2500h, 2 Schichtbetrieb ca. 4500h, 3 Schichtbetrieb ca. 6500h) und dem Strompreis in € (privat ca. 23Cent.
    In unserem Fall bei privater Nutzung ergibt sich
    0,039kW * 1000h * 0,25€ = 9,75€/Jahr Einsparung.
    Ob sich das lohnt kann jeder selbst beurteilen je nachdem wie er das Material einkauft.

    Und bevor es Iritationen gibt, ja das ist mein Job. Ich arbeite seit 10 Jahren in der Lichttechnik und weis wovon ich spreche. Ich bin durch Zufall auf diesen Blog gestoßen und dachte da sollte ich mal was schreiben.

    Gruß Andreas

  16. Moin,Moin,
    macht denn für Familienbetrieb Friseur eine Umstellung von 28 Röhren je 18 Watt (Deckenleuchten)Sinn? Mo-So je 14 Std. p.Tag. Ausleuchtung ist natürlich entscheidender Faktor, eine schlechtere Lichtausbeute oder „unnatürliche“ Beleuchtung darf nicht. Ich könnte an einer Stelle ausprobieren. Ist noch eine Altanlage. Nervige dauernde Wechsel von Röhren ist schon übel.
    Soll ich mich damit beschäftigen? Oder noch 5 Jahre warten? Grüße Lexi

    • Vermutlich würden Sie sich beispielsweise mit solchen LED-Röhren (Ra 90) in jeder Hinsicht verbessern. Wie man die Amortisation ausrechnet, steht ja bereits in den Kommentaren weiter oben. Warum fünf Jahre warten, wenn Sie bis dahin schon ordentlich sparen könnten (bei Einbeziehung der längeren Lebensdauer)?

      • Herzlichen Dank für den Hinweis und Ihre Mühe der Auswahl, damit amortisierte sich das ja nach 1 Jahr. Erstaunlich.
        Hoffentlich reicht der Abstrahlwinkel, aber testen werde ich es jetzt mal und hoffe, dass die Ausleuchtung in der Praxis reicht. Grüße Lexi

  17. Beim Friseur gibts im Unterschied zum Privathaushalt sicher zwei Dinge zu beachten – die Lichtqualität, und (Familienbetrieb hin oder her) die Arbeitsplatzrichtlinien. Lichtqualität ist sicher nicht unwichtig, wird aber vermutlich bei der Auswahl der bisherigen Röhren nachrangig behandelt worden sein (vermute, sie haben da einen bunten Mix).
    In jedem Fall ist der Tip, nicht unter CRI90 zu gehen richtig. Haartönungen etc. sind schon kritische Umstände für die Qualität einer Beleuchtung. Wenn’s ihnen Spaß macht – besorgen Sie sich ein digitales Luxmeter bei ebay, gibts ab 10-15 Euro und reicht für Vergleiche aus.

    Wenn es hochwertge Deckenleuchten mit Reflektoren sind, wäre es möglich, dass es Probleme mit der Helligkeit nach dem Tausch gibt. Aber nach den oben geposteten Erfahrungen ist das nicht zu erwarten. Die 60er Röhren sind wirtschaftlich etwas schlechter als die 120er oder 150er. Man könnte darüber nachdenken, die je nach Verteilung im Raum ggfs. durch 120er oder 150er zu ersetzen. Das erfordert etwas Kosten durch den Einbau neuer Fassungen, wird aber durch die Notwendigkeit, weniger Röhren einbauen zu müssen, kompensiert. Wenn es allerdings komplette Deckenleuchten mit Gehäuse, Reflektoren, etc. sind, dann wird so ein Austausch zu teuer und verschiebt die Amortisationszeit locker auf 10 Jahre – dann besorgen Sie sich einfach die 60er Röhren und gut ist.
    Prüfen Sie vor einem Kauf, ob Starter verbaut sind. Ist war unwahrscheinlich, aber bei Deckenleuchten mit EVG funktionieren die üblichen T8 Retrofits nicht. Da müsste dann ein Elektriker ran. Ich schätze aber, wenn Sie häufige Röhrentausche erwähnen, haben Sie auch schonmal Starter gewechselt.

    – Carsten

  18. Achso – ein Jahr Amortisationszeit werden Sie auch bei 14h pro Tag nicht erreichen, dafür ist der Preis pro Watt bei den 60er Röhren zu hoch im Vergleich zu den 120 und 150ern. Rechnen Sie bei einem einfachen Röhrentausch eher mit 2 Jahren. Sie verbrauchen mit den jetzigen Röhren ca. 2€ netto pro Arbeitstag fürs Deckenlicht insgesamt. Mit den LED Röhren ca. 90ct. Sie werden also eher 2 Jahre brauchen, um die Investition in 28 LED Röhren wieder reinzukriegen. Allerdings sollten Sie für diese Anzahl Röhren mit gleichen Leistungsdaten bei den Anbietern sicher einen ordentlichen Rabatt kriegen. Aber widerstehen Sie dem Drang, irgendwelche NoName Ware zu kaufen. Bedenken Sie, mit etwas Glück halten diese Röhren bei Ihnen 10 Jahre, und so lange sind Sie, ihre Mitarbeiter und Kunden der Lichtqualität aus diesen Dingern dann auch ausgesetzt, 14h pro Tag…

    – Carsten

  19. Vorsicht!!!
    Hier wird es jetzt etwas kompliziert. Einer der größten Vorteile der LED ist die direkte Lichtabstrahlung die einen Teil des Lichtstromes einer Leuchtstoffröhre überflüssig macht. Wenn nun die LED Röhre einen Abstrahlwinkel von 300° hat geht auch hier ein ähnlicher Anteil des Lichtstromes „verloren“ wie bei der Leuchtstofflampe. Eine 18W Leuchtstofflampe hat 1300lm also einen fast 30% höheren Lichtstrom als die zum Ersatz gedachte LED Lampe!!!!
    Der nächste Punkt hier ist wie sieht die Leuchte aus? Ist es eine 4x18W/VVG Leuchte, dann muß sichergestellt sein dass es sich bei der Schaltung nicht um eine sogenannte Tandemschaltung handelt. Hier sind jeweils 2 Röhren mit einem Vorschaltgerät in Reihe geschaltet und dann funktionieren die LED Röhren nicht!
    Zum Thema Farbwiedergabe und Beleuchtungsstärke gibt es die DIN EN 12464-1. Dort werden mindestens 500lx mit Ra >80 gefordert und für den Farbabgleich 1000lx mit Farbwiedergabe Ra >90.
    Was mir auch nicht ganz klar ist, die Aussage über ständige Wechsel der Leuchtstoffröhren. Eine neue Röhre muß bei Ihrem Einsatz mindestens 3-4 Jahre halten.

    • @Carsten & Andreas: Ihr habt doch hoffentlich alle gesehen, dass ich eine Ra-90-Röhre verlinkt habe – und es ist auch keine “No Name”. 1000 Lumen sollten auch bei einem breiteren Abstrahlwinkel für genug Lichtstärke sorgen. Macht dem Mann mal keine unangebrachte Panik – er will’s ja erstmal an einer Stelle ausprobieren.

      Der Hinweis mit den Tandemleuchten ist allerdings richtig – hier geht’s nicht ohne Umbau der Leuchte durch einen Elektriker.

  20. Hallo Herr Messer, klar hab ich mir den Link angeschaut. Ich bin deshalb skeptisch weil bei einem Abstrahlungswinkel von 300° der indirekte Anteil durch Spiegel usw. mitgenutzt wird. Und genau dieser Anteil ist sehr verlustbehaftet. Unter Umständen gehen hier nochmal 30° der Lichleistung der LED Lampe verloren. Bei Abstrahlwinkeln von, idealerweise, 140 -160° werden 100% des Lichtstromes der LED genutzt.

  21. Die zusätzlichen Hinweise waren auch nur dazu gedacht, speziell im gewerblichen Bereich mal genauer hinzuschauen und nicht zu hemdsärmelig da ran zu gehen. Bei 28 Röhren ist ein schlichtes ‚Testen an einer Stelle‘ nicht so einfach. Im Zweifelsfalle sind dort staubige 640er Röhren in einfachen Deckenfassungen verbaut. Dann werden die LED-Röhren mit Sicherheit heller sein. Setzt man aber ordentliche Rasterleuchten mit halbwegs neuen 840er Röhren und einigermaßen regelmäßiges Entstauben voraus, dann kann ein LED-Tausch nach hinten losgehen.

    Ausserdem muss man sowas immer im Verhältnis sehen. Als Friseur wird er auch reichlich Heizkosten und vor allem hohe Stromkosten durch die zahlreichen elektrisch betriebenen Heizgeräte haben. Wenn man Geld/Energie sparen will, muss man sich gut anschauen, in welche Bereiche man investiert. Und wenn man dann Geld in Hand nimmt, muss das auch ordentlich kalkuliert sein. Niemand montiert 28 Röhren unter die Decke eines Friseursalons, weil er ein LED-Freak ist und das unter Hobby-Gesichtspunkten ‚immateriell amortisiert‘. Und ‚Designerleuchten‘, die die Kundschaft begeistern, sind solche T8 Retrofits ja nun auch nicht.
    Und die arbeitsrechtlichen Auflagen sind eben nunmal auch zu beachten. Ich kenne ja den Salon nicht, man darf aber annehmen, dass die existierenden 28 Röhren nicht einfach so montiert wurden, sondern eben auch mit solchen Auflagen im Pflichtenheft gerechnet wurden.
    Panikmache nicht, aber überlegt vorgehen.

    – Carsten

  22. Hallo Carsten, dem kann ich nur zustimmen. Hier könnte sonst ein typischer „wir sparen, koste es was es wolle“ Fall entstehen.
    Jetzt werde ich mal richtig kritisch, wie erkennt man eine „NO Name“ Lampe? Wenn ich mir unter dem Link die Bedienungsanleitung durchlese sieht man sofort eine misserable Übersetzung aus dem „Chinsischen“. Gespickt mit Ausdrücken und Formulierungen bei der sich eine Fachkraft nur wundern kann.
    „LED-Röhrenschutz ersetzt den Glühstarter“
    „sichere Leuchteinrichtung“
    „Änderung an der Konstruktion von Leuchteinrichtungen ist verboten“
    Es ist nirgendwo ein Hinweis auf das CE Kennzeichen (hier erklärt der Hersteller dass er die Regeln der Technik einhält, Vorschrift wenn im europäischen Raum verkauft wird) zu finden. Es wird keine Schutzart (IP) angegeben, geschweige denn irgendein Prüfzeichen wie ENEC, VDE, KEMA eines anerkannten Institutes. Das alles weist auf einen Importeur hin der ein „No Name“ Produkt vertreibt.
    So sieht das bei einem „Namhaften“ Hersteller aus oder so.

  23. Das Problem ist halt auch ein bißchen ein psychologisches: Die Leute kennen die ollen Leuchtstoffröhren schon von Omas Küche oder Opas Keller. Kein Mensch traut diesen ollen hässlichen Dingern zu, dass die die gleiche Effizienz wie LEDs haben. Beim Ersatz von konventionellen Glühlampen durch LED ist allein der Effizienzgewinn verantwortlich für die Amortisation, da kann man im Grunde, was diesen isolierten Aspekt angeht, garnichts falsch machen. Bei den T8 LED Retrofits gibt es aber keine oder kaum Effizienzsteigerung gegenüber Leuchtstoffröhren. Der Einspareffekt wird NUR durch die Reduktion der absoluten Lichtleistung erreicht, die die LED T8 Retrofits durch eine systematische Nutzung einer bevorzugten Abstrahlrichtung teilweise kompensieren können.
    Sofern das beim geplanten Einsatzszenario funktioniert, was es oft tut, aber eben nicht immer.
    Die Dinger sparen zwei Drittel Strom, weil sie eben auch nur ein Drittel bis die Hälfte soviel Gesamt-Licht erzeugen. Da muss man mit dem etwas spitzeren Bleistift rechnen und sollte sich nicht auf ‚LED muss doch besser sein‘ verlassen.

    In dem mit 8 Röhren bestückten Leuchtkasten in unserem Kino ist der Ersatz der Leuchtstoffröhren durch LED Retrofits übrigens nicht ganz zur Zufriedenheit gelungen. Der Kasten nutzt das rückwärtig abgestrahlte Licht der Leuchtstoffröhren sehr gut, die LED Röhren erzeugen dagegen kein homogenes Bild. Das ist gegenwärtig halbwegs zu verschmerzen, und ich habe schon Ideen, wie sich das verbessern ließe. Aber hier ließ sich eben durch einen simplen Austausch nur ein schlechter Kompromiss erzielen. Ist jetzt kein kompletter Reinfall, aber es muss nachgebessert werden.

    – Carsten

  24. Leute, jetzt mal schön den Ball flach halten. Ich kenne einige Friseursalons und diverse Läden mit Publikumsverkehr – bei keinem würde eine anständige LED-Umrüstung was verschlechtern – im Gegenteil. Was da beispielsweise an Leuchtstoffröhren und Kompaktleuchtstofflampen herumhängt, ist teilweise unterirdisch. „Arbeitsrechtliche Verordnungen?“ For the ass – scheint’s dort nicht zu geben.

    Selbst, wenn man mit LED hier kaum was an Strom sparen könnte, bekäme man mit anständigen Ra-90-Lampen und -Röhren einen erheblichen Gewinn an Lichtqualität (vor allem bei der Rot-Wiedergabe, die gerade für Friseure, Kosmetiker etc. enorm wichtig ist).

    Und wenn hier ein „Aura Light“-Mitarbeiter auf der vermeintlichen „No Name-Konkurrenz“ Civilight herumhackt (unter Missachtung der unten genannten Regeln für Links in Kommentaren), sind die Grenzen des guten Geschmacks überschritten – ich werde im Wiederholungsfall von meinem Hausrecht Gebrauch machen.

    • Bei der konkreten Anwendung Friseursalon würde ich das jetzt ganz schnell an einem eingegrenzten Bereich testen. Jetzt ganz schnell, weil es jetzt draußen noch rel. lang dunkel ist.
      Als Testort würde ich den kritischsten Bereich nehmen, wahrscheinlich dort wo die Arbeit getan wird. Hier merkt man recht schenll, ob sowohl die arbeitenden Friseure als auch die lesenden Kunden mit dem neuen Licht zurecht kommen. Die Ra90 dürften sich vorteilhaft auswirken.
      Sollte es aufgrund der Leuchtenkonstruktion o.ä. zu einem merklichen und unerwünschten Lichtverlust kommen, kann man die LED-Röhren immer noch an einen unkritischeren Einsatzort verschieben. Das Risiko wäre also gering. Beim evtl. Rückrüsten den Starter nicht vergessen!

      Die Ra90 um 10 EUR reduziert sind verlockend. Habe die dieser Tage leider übersehen, zumal ich noch einen 10EUR ELV-Gutschein gehabt hätte.
      Stattdessen habe ich bei Voelkner die neuen Müllerlicht 950lm 60cm LED Röhren gekauft, weil ich mit den alten Müllerlicht sehr zufrieden bin.
      Die neuen sind auch flimmerfrei wie die alten, was mir an dieser Stelle wichtig war. Allerdings sind die LEDs nicht mehr wie bei den alten in der Mittelebene angeordnet, sondern in einem schmaleren Streifen ziemlich tief. Dadurch sind sie deutlich rundstrahlender als die alten. Mit 2 dieser Röhren habe ich im Vergleich zu der ursprünlichen 36W U-Leuchtstoffröhre 30% Beleuchtungsstärke verloren. Die Leuchte ist alt, einfachen, reflektorlos. Das seitlich abgestrahlte Licht geht in dieser Leuchte leider verloren. Wahrscheinlich wäre ich in diesem Fall mit der alten Bauform um 120° bis 150° Abstrahlwinkel besser gefahren.
      Ich bilde mir ein, den Helligkeitsverlust auch subjektiv bemerkt zu haben, sonst hat sich aber niemand beschwert.
      Grund der Umrüstung (neben der Exerimentierfreude): Die alte Leuchte hatte gerade begonnen unangenehm zu brummen – jetzt ist wieder Ruhe.

    • Hallo Herr Messer, als erstes möchte ich betonen dass es mir nicht darum ging auf irgendjemandem „rum zu hacken“. Es ist nur einfach schwierig da es keine Definition für „No Name“ gibt. Der Endkunde hat hier eigendlich keine Möglichkeit mehr die Spreu vom Weizen zu trennen da zu viele Anbieter auf dem MArkt sind und der Anteil an „schwarzen Schafen“ sehr hoch ist. Also sollte sich hier jemand beleidigt fühlen möchte ich mich entschuldigen das war nicht meine Absicht.
      Zu Ihrer Bemerkung bezüglich Lichtqualität in Läden usw. Hier kann ich Ihnen uneingeschränkt Recht geben, leider werden in 95% der Fälle Leuchtmittel nur dann getauscht wenn sie komplett ausgefallen sind. Das dann teilweise nur noch 40-50% des ursprünglichen Lichtstroms vorhanden sind ist den meisten leider nicht bewußt. Dies gilt allerdings auch für LED´s, schließlich wird die Lebensdauer nicht ohne Grund bei einem Lichtstromverlust von 30% angegeben. DIN Normen sind in erster Linie leider wirklich reine Theorie, in den meisten Fällen geht es mehr um gestalterische Elemente als um die Einhaltung irgendwelcher Beleuchtungsstärken oder Farbwiedergabegraden.
      Lampen in Ra>90 gibt es natürlich auch als konventionelle Leuchtstoffröhren. Ob die nun ein Gewinn ist lässt sich auch pauschal nicht sagen da es sich um einen Mittelwert der Darstellung handelt, das bedeutet ich kann mit einem super Wert bei einer Farbe einen miesen Wert bei einer anderen ausgleichen. Welche Farben gut und welche schlechter dargestellt werden hängt auch mit der Farbtemperatur zusammen, also eine 2700Kelvin Lampe wird sattere Rottöne bringen als eine mit 6500Kelvin, dafür hat die 2700Kelvin Lampe ein Problem bei blau. Das hat dann nicht unbedingt etwas mit dem generellen Ra Wert zu tun.

      • Ich würde in einem Friseursalon keine 2700-K- oder 6500-K-Lampen empfehlen, sondern als Kompromiss eher was um die 4000 K, wo beispielsweise Haarfarben relativ neutral dargestellt werden.

        Und wenn man dann 940er-Leuchtstoffröhren mit Ra-90-LED-Röhren vergleicht, dann dürfte es (unabhängig vom Ra-Wert, wie Sie richtig angemerkt haben) sicher Unterschiede beim Spektralverlauf geben: Wie gleichmäßig sind die Übergänge zwischen den Peaks? Wie stark ragen diese Spitzen über dem Rest hervor? Gibt es einen starken Grünanteil? Wie weit geht das Spektrum in Richtung dunkelrot? Ich vermute mal, dass Leuchtstoffröhren mit guten Ergebnissen bei all diesen Kriterien nicht wirklich billig zu haben sind.

  25. Moin, Moin,
    Panik bricht sicher nicht aus, aber Danke für den Schutz. Wenn Sie Friseursalons kennen und wissen wieviel Trubel im Handwerk herrscht, dann wissen Sie, wie das abhärtet…Vor allem als Ehemann von der Chefin und dem dortigen Frauenüberschuss. Das härtet noch zusätzlich. Der Hinweis mit der Reihenschaltung ist allerdings zutreffend, da muss doch umgekabelt werden.
    Da es sich um einen Testbereich handelt, ist das Risiko klein gehalten. Das Licht wird allerdings ganzjährig benötigt, weil der Salon in einem Gebäude sitzt. Die Farbwiedergabe ist allerdings entscheidend und es wird bei einem solch elementaren Faktor keinen Spar-auf-Teufel-komm-raus-Ansatz geben können. Wie viele Kundinnen kommen in Panik, weil eigene Farbversuche in lila, grün oder orange enden, da darf LED nicht noch zusätzlich Verwirrung stiften. Amortisationszeit ist interessant, aber im Gesamtkostenansatz sicher nur ein Randthema, über 10 Jahre jedoch spannend. China sehe ich nicht so skeptisch, nutze ja überall auch sonst chinesische Produkte, wie gerade beim Schreiben, jedoch habe ich nicht die Absicht das Gebäude niederzubrennen. Qualität hat auch aus China seinen Preis, ist schon klar.
    Danke für die vielen Kommentare.
    Grüße
    Lexi

    • Tja, nur drei Monate später … und ELV scheint diese Sigor- oder Civilight-Austauschröhren nicht mehr anzubieten. Civilight 582315 ist hier noch aufgelistet.
      Betriebstemperatur allerdings nur bis 40°C, das könnte nicht nur im Friseursalon bei manch wärmestauender Leuchte etwas knapp werden.

  26. Ich habe jetzt auch mal zur MeliTec 120 cm / 20 Watt gegriffen. Da lagen Restbestände bei unserem Aldi um 5 Euro gesenkt herum. Und 10 Euro klangen nicht schlecht. Ich habe im Korridor eine superbillig Installation von 2002 mit KVG (keine Ahnung wie viel Watt das noch extra verbraten hat), häßlichem Blechgehäuse, das die obere Seite der Röhre etwas abdeckt und natürlich ohne Reflektor. Manche Tage hat die olle 36 Watt Röhre schon verdächtig beim Einschalten rumgemuckert, aber kaputt gehen wollte die einfach nicht.

    Mein Nutzungsprofil ist eher kurz und oft (was ich mir natürlich verkniffen habe, so gut es geht, in der Nacht ist so ein batteriebetriebenes Bewegungsmeldernachtlicht aktiv).

    Es konnte doch eigentlich nur besser werden 🙂 Und was soll ich sagen, es ist genauso hell oder sogar heller, da das Licht ja jetzt direkt richtig strahlt und nicht mehr sinnlos nach oben. Und keine Sekunden mehr warten! Und die Farben sind besser! Das KVG müsste man noch überbrücken, wenn man noch etwas sparen will, das drückt allerdings nicht so. Und ja, etwas „labrig“ ist die Lampe, aber durchhängen wird sie wohl schon nicht.

    Und ich denke auch mal, das so jemand wie ich die Zielperson des Angebots ist, die olle Lampe im Korridor oder Keller auszutauschen.

    Und die Entwicklung geht ja noch weiter…

    • Viel mehr als ein Wättchen wird man wohl nicht sparen, wenn man das KVG überbrückt. Mit LED-Röhren ziehen die Teile ja viel weniger als mit Leuchtstoffröhren – hat wohl was mit der induktiven Last oder so zu tun.

    • Beim Überbrücken des KVG verändert man die Leuchte und übernimmt damit die volle Verantwortung. Wenn etwas mit der Leuchte passiert (Feuer etc) ist der Hersteller raus und man selbst mit drin.
      Die reduzierten Röhren, drücken den Mehrpreis auf ein erträgliches Maß. Der Privatanwender kann die positiven Seiten wie Lichtqualität und Einschaltdauer als „Gewinn gegenrechnen“ und kommt dann auf eine gefühlt positive Bilanz.
      Jetzt kann man noch das batteriebetriebene Nachtlicht durch einen Bewegungsmelder für die LED-Röhre ersetzen und die Sache wird perfekt. Einfach den Bewegungsmelder vor die Leuchte schalten (lassen) und die Lichtschalter mit Tesafilm fixieren. Aber Vorsicht, dieser komfort hat Suchtpotential. Wer mal mit Bewegungsmeldern anfängt hat ganz schnell mehr davon.

  27. Bei eingesetzter LED Röhre verbrauchen die KVGs/VVGs faktisch wirklich nicht mehr, die kann man bedenkenlos drin lassen. Die haben vor allem einen Vorteil – geht die LED-Röhre doch mal kaputt, hat man schnell eine konventionelle Röhre als Ersatz eingebaut, bis man ein neues LED-Modell beschaffen konnte. Das ist bei uns im gewerblichen Bereich tatsächlich ein Kriterium, wir müssen sonst nämlich immer einiges an Geld in Ersatzleuchtmittel investieren, die dann ggfs. jahrelang nur ungenutzt rumstehen (und möglicherweise trocknen in dieser Zeit die Kondensatoren in den Spannungswandlern aus). Die jetzt ausgebauten konventionellen T8 Röhren können wir schlicht teilweise als Ersatzteil einlagern, zusammen mit den alten Startern, und wenn dann mal eine T8-LED ausfällt, können wir mit den alten Röhren überbrücken, bis was Neues passendes besorgt ist.

    Natürlich kann man ein KVG/VVG auch einfach in der Leuchte lassen, aber umverdrahten, und für den Fall eines temporären Ersatzes wieder einbinden. Aber wer denkt in ein paar Jahren noch daran, das so zu handhaben?

    Ich kann gleich nochmal eben den Unterschied messen, habe zufällig grade noch eine 150er Leuchte mit VVG und eine ebensolche LED-T8 hier liegen, aber als ich das vor einiger Zeit mal testweise umgebaut hatte war da buchstäblich kein Unterschied.

    – Carsten

  28. Also: Melitec 150cm T8 LED-Retrofit in Deckenleuchte mit Vossloh VVG, Messgerät ProfiTec KD 302:

    Mit VVG nach dem Einschalten schwankt die Anzeige zwischen 24.6 und 24.7 Watt, nach 15min Einlaufen zwischen 23,9 und 24 Watt.

    VVG aus der Schaltung rausgenommen: Nach dem Einschalten zwischen 24.3 und 24.4 Watt, nach 15min Einlaufen zwischen 23.6 und 23.8.

    Das sind, je nachdem wie man das Verhalten des ProfiTec KD 302 bezüglich solcher winziger Unterschiede bewertet, also etwa 0.2Watt und Bezogen auf die Leistung der Röhre etwa 1% Mehrverbrauch mit dem VVG.
    Bei einem Büroszenario übers Jahr gerechnet etwa 15cent Mehrverbrauch. Bei einem Heimszenario (Keller, Garage) im Grunde ‚Null‘.

    – Carsten

    • Vielen Dank für die aufschlußreichen Messungen! Aus Verbrauchsgründen lohnt sich das Überbrücken also nicht. Geräusch könnte evtl noch ein Grund sein.

  29. Ich habe in den letzten Monaten im Privatbereich vier 120er bzw 150er Röhren, 4000K, gegen Substitube Advanced getauscht und weine den alten Röhren keine Träne nach. Trotz nur 3500 statt 4800 lm (150cm Röhre) sind sie viel heller (vorher ging die Hälfte ungenützt nach hinten los, waren also nur 2400 + ein wenig Reflexion), aber es lohnt sich allein schon, weil sie sofort starten, sofort volle Helligkeit haben und daher auch für Durchgangsräume, Bewegungsmelder geeignet sind. Positiver Nebeneffekt: Die Drosselspule ist bei zwei Leuchten unhörbar geworden. Der Verlust an der Drossel soll im übrigen weit geringer sein als bei herkömmlichen Röhren, resultiert allein schon aus dem halbierten Stromfluss, angeblich nur 1 oder 2 Watt bei 150cm-Röhren.

  30. Ich habe bei einem früheren Beitrag schon einmal die Ergebnisse unserer Messreihen gepostet. Wir konnten maximal 0,8W bei einem sehr alten KVG feststellen. Gemessen wurden zwischen 0,2 und 0,8W also wirklich unerheblich.
    Vor einem Umbau (dazu zählt auch abklemmen des Vorschaltgerätes) möchte ich warnen. Es gibt einen Kommentar des VDE/ZVEI in dem für eine solche Leuchte eine neues CE Zertifikat notwendig wird. Im privaten Bereich kann man sich damit sicher abfinden, im professionellen Bereich wird das im Schadensfall massive Probleme geben. Ich kenne leider keine Versicherung die ohne nach Hintertüren zu suchen zahlen wird.

  31. Der Ersatz von konventionellen Leuchtstoffröhren durch LED, sei es nun am KVG/VVG oder am EVG, ist aus meiner Sicht von zwei Faktoren abhängig:
    1. Effizienz des Leuchtmittels – sprich der Röhre
    Nehme ich die „Leuchtmittel-Bibel“, d.h. den OSRAM Katalog der Leuchtmittel „Lichtprogramm“ zur Hand, findet man z.B. für eine 1500 mm lange klassische Leuchtstoffröhre T 8 mit 4000 K also L58W/840 einen Lichtstrom von 5200 lm bei 58 W Leistungsaufnahme. Dies entspricht einer Effizienz von rund 89 lm/W.
    Aktuelle LED-Röhren nahmhafter Hersteller, wie z.B. die OSRAM SubstiTUBE Value 21,5 W bringt einen Lichtstrom von 2100 lm bei 21,5 W Aufnahme, also 97 lm/W.
    Das heißt doch, die Röhren spielen nahezu in einer Liga von der Effizienz aus gesehen.
    Allerdings sind die 2100 lm Lichtstrom der LED-Röhre nicht einmal die Hälfte des Lichtes.
    Somit heißt Stromsparen mit LED am Licht sparen!
    2. Abstrahlcharakteristik
    warum haben sich die Leuchtenhersteller bisher die Mühe gemacht und die Leuchten mit zum Teil aufwändigen Reflektoren versehen? Ich antworte gleich: Weil das Licht der 360° abstrahlenden klassischen Röhren zu einem Beleuchtungsergebnis führen soll und eine bestimmte Ausleuchtcharakteristik erzielt werden soll. Nun werden beim Retrofit-Ersatz LED-Röhren mit 120°, 150° oder anderen Winkeln eingesetzt. Das führt dazu, dass sich die Lichtverteilungskurve (LVK) ändert.
    Was an Licht auf der Nutzebene ankommt, kann ohne messtechnische Bewertung keiner sagen.

  32. Hallo Herr Hofmann,
    ich verstehe nicht ganz wohin Sie mit diesem Beitrag wollen. Leider haben Sie hier nicht alle notwendigen Informationen gesammelt.
    zu 1:
    Die von Ihnen erwähnte Osram Retrofit ist eine preisgünstige Version, wenn Sie ordentliche Leistung wollen steht Ihnen auch die Advanced Version zur Verfügung mit 27W und 3400lm. Ein namhafter schwedischer Anbieter bietet sogar 30W mit bis zu 4000lm. Die Wahrheit liegt also bei ca. 120 – 140lm/W für namhafte Hersteller.
    Diese Werte sind dann auch Systemleistungen, wollen Sie eine Standard Röhre damit vergleichen müssen Sie auch die Systemleistung (Röhre + Vorschaltgerät) einsetzen. Bei konventionellen VVG liegt die Systemleistung bei 65W aufwärts (ergibt ca. 80lm/W), im EVG Betrieb liegen wir bei ca. 55W (ergibt ca. 95lm/W).
    Stromsparen mit LED bedeutet auch Licht sparen? Das ist eine Pauschalaussage die nicht haltbar ist. Standardleuchten haben einen sogenannten Betriebswirkungsgrad der uns sagt wieviel Prozent des vom Leuchtmittel erzeugten Lichtes da ankommen wo sie gebraucht werden. Dieser Wirkungsgrad liegt zwischen 60% und 80%, bei sehr guten Leuchten auch mal bei 90%. Da LED Ihr Licht im Normalfall nur in eine Richtung ausstrahlen kann ich mir diesen Effekt als zusätzliche Einsparung in die Tasche stecken. In den meisten offenen Leuchten reichen Ihnen ca. 2800 – 3000lm um eine 58W Röhre zu ersetzen.

    zu 2.
    Ja, alles richtig. Deshalb werden Sie von namhaften Herstellern auch immer entsprechende Lichttechnische Daten bekommen um die Situation mit einem Berechnungsprogramm zu prüfen. Im gewerblichen Bereich sollte das auf jeden Fall gemacht werden, im privaten Bereich gibt es nur die Messlatte Licht reicht oder Licht reicht nicht.

  33. Ich habe in den letzten Monaten alle Röhren mit konv. Vorschaltgeräten gegen Osram Advanced (das sind die hellsten und teuersten von Osram) ausgetauscht (120 und 150cm, alle 4000K), bei einigen Leuchten, wo zwei Röhren nebeneinander waren, hatte ich den direkten Vergleich. Es lohnt sich allein schon wegen des Sofortstarts, da wir die meisten Röhren in Räumen haben, wo man öfters einschaltet. Die weiße Lichtfarbe der LEDs ist besser als die der billigen 840-Neonröhren, die Röhren leuchten so gleichmäßig wie eine Neonröhre (man sieht keine LED-Punkte).
    Obwohl um ca 1/3 weniger Lumen (zB 3300 statt 4800 etc) sind sie bei uns heller, weil nicht die Hälfte des Lichts sinnlos verjuxt wird. Demnächst kommen die elektronischen Vorschaltgeräte dran
    (teils waren die Röhren fast geschenkt, weil sie wegen eines minimal helleren/effizienteren Nachfolgemodells um -66% abverkauft wurden)

  34. Ich habe eine Apotheke mit Kassetten in einer abgehängten Decke, mit jeweils 4x18W/60cm-Röhren. Ich habe vor einem Jahr angefangen, auf LED umzusteigen mit den Philips MasterLED 1050lm, Lichfarbe 840. Etwas lästig ist die Umverdrahtung auf parallel wegen der Tandemschaltung. Beeindruckend ist die deutlich erhöhte Helligkeit trotz angeblich weniger Lumen, kein wahrnehmbares Flimmern, und zur Ersparnis – dieser Tage kosten diese Röhren unter 11 € brutto, sie sind über 3000h pro Jahr in Betrieb, so dass ich ca. 7 € pro Jahr und Röhre an Stromkosten spare.
    Außer der Umverdrahtung gibt es nichts Negatives zu berichten.

  35. Hallo Herr Au, leider kann ich Ihnen zu Ihrer Einsparung nicht wirklich gratulieren. Inzwischen ist die rechtliche Situation eines solchen Leuchtenumbaus sehr genau geklärt. Durch diesen Umbau sind Sie der Hersteller einer neuen Leuchte und müßen für diese eine CE Erklärung erstellen. In dieser Erklärung müssen für alle Bauteile der Leuchte, einschließlich Lackierung, Nachweise über Normenkonformität erbracht werden. Zusätzlich muß für jede Retrofit Röhre eine Absicherung mit 2A erfolgen und der Betrieb einer Standard Leuchtstoffröhre in dieser Leuchte muß weiterhin gefahrlos möglich sein. Sie befinden sich also nun in einer Situation in der bei jedem Schadensfall in dem die Leuchte irgendwie beteiligt ist Sie alleine die Verantwortung tragen. Ich kann nur jedem raten hier lieber zu einer neuen Leuchte zu greifen und die Finger von einem Umbau zulassen!

    • @Andreas: Sie wollen doch nicht im Ernst behaupten, dass ich als Privatmann durch den Umbau einer nur bei mir verwendeten Leuchte zum Hersteller würde und eine CE-Konformitätserklärung bzw. Kennzeichnung bräuchte? Das wäre nämlich völlig absurd und es würde mich auch sehr wundern, wenn Sie dafür eine „rechtliche Situation“ sauber belegen könnten. CE-Zeichen sind allein Sache von kommerziellen Herstellern und Anbietern beim „Inverkehrbringen“ von Produkten in der EU.

      Wenn ich bei mir Leuchten baue oder umbaue, brauche ich kein CE-Zeichen – allerhöchstens eine VDE-Prüfung, wenn ich auf der „sicheren Seite“ sein will (bei einem Schadens-, Brandfall etc.). Ansonsten tue ich das auf eigene Gefahr und Verantwortung – siehe dazu auch die Hinweise der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zum sicheren Einsatz von LED-Röhrenlampen.

      Beim Umbau von Leuchten in Arbeits- und/oder Verkaufsräumen (wie etwa der Apotheke von Blogleser Frank Au) gelten natürlich besondere Bestimmungen für die Beleuchtung – hier setze ich ja nicht nur meine Gesundheit und Sicherheit, sondern auch die der Mitarbeiter und Kundschaft auf’s Spiel. Also wird’s hier nicht ohne Fachkräfte und VDE-Zertifizierung gehen (DIN VDE 0701-0702). Aber auch das hat mit einem CE-Zeichen nichts zu tun.

      • Hallo Herr Messer, natürlich ist der private Bereich hier nicht betroffen. Was jemand in seinen eigenen 4 Wänden bastelt bleibt ihm selbst überlassen. Ich habe das hier allerdings so verstanden dass Leuchten in einer Apotheke umgebaut wurden und damit sind wir nicht mehr in einem privaten Raum.
        Über die rechtliche Situation in diesem Fall gibt es einen Kommentar des ZVEI/VDE „LA-T 2015-49 indem diese Fälle geregelt werden. Leider ist es wirklich so dass Sie durch einen Umbau eine neue Leuchte erzeugen und wenn diese dann in einer Apotheke eingebaut ist wird sie neu in Verkehr gebracht. Der Umbauer (unabhängig von seiner Qualifikation) ist damit Hersteller einer Leuchte und muß eine CE Erklärung erstellen.
        In der CE Erklärung muß der Hersteller die Übereinstimmung seines Produktes mit allen geltenden Regeln der Technik erklären, dazu gehören natürlich auch entsprechende elektrische Prüfungen nach VDE 0100-701/702. Diese Prüfungen alleine rechen allerdings bei weitem nicht aus.
        Abschließend möchte ich noch bemerken dass ich die Sache nicht witzig finde. Durch diese verbindlichen Regelungen wird der Einsatz von Retrofit Röhren eingeschränkt zugunsten der Leuchtenhersteller die nun mehr neue Produkte verkaufen können. Viele Elektriker die bereits solche Umbauten für Ihre Kunden durchführen stehen mit 1,5 Beinen im Knast wenn etwas passiert.

        • Man kann sich über diese Regelung ärgern aber wie sollte man das auch anders regeln? Wie mit allem bei der Elektrik: Wer zuletzt die Finger an die Sache legt hat sie sich verklemmt, wenn etwas passiert.
          Im Fall des Falles wird ein Schuldiger gebraucht. Der Leuchtenhersteller kann es dann nicht mehr sein. Also hält man sich an den Letzten, der Hand angelegt hat.
          Wenn alles formal richtig abgehandelt würde, holt der Privatmann einen Elektriker, der dann aufgrund seiner Fachkenntnis entscheidet ob ein Umbau gefahrlos möglich ist und aufgrund seiner Betriebskenntnis entscheidet ob seine Versicherung im Schadensfall einspringt.
          Dann baut er um oder sagt, ein Umbau sei nicht zu verantworten oder unwirtschaftlich, bietet eine neue Leuchtstoffröhre an oder legt die Leuchte wegen evtl. gefundener Mängel still und/oder weist auf schöne neue LED Komplettleuchten hin.
          Firmen sind verpflichtet, ihre elektrische Einrichtung von Zeit zu Zeit überprüfen zu lassen, incl. Verlängerungskabel, Mehrfachsteckdosen, Kaffeemaschinen etc. Der zeitliche Spielraum ist wohl recht groß.

          Ich kann eine generelle Überprüfung der Elektrik auch dem Privatmann zumindest bei älteren Installationen aus eigener Erfahrung dringend empfehlen.
          [off topic]
          Meiner Meinung nach wird der vermehrte Einsatz von Elektrofahrzeugen zu etlichen Hausbränden führen. Wenn man sein neues Elektroauto einfach mal an die Steckdose in der Garage anschließt, die seit Jahren diese Stromstärke nicht mehr gesehen hat, könnte sich schon die ein oder andere Schwachstelle zeigen.
          Die Elektroautos messen zwar die Spannung und regeln bei zu großem Spannungsabfall runter. Aber wahrscheinlich wird es dennoch unglückliche Konstellationen geben.
          Die richtige Lösung ist eine Fachfirma zu beauftragen. Man kann aber bereits selbst etwas tun:
          – regelmäßig die FIs prüfen
          – Den maximalen Spannungsabfall messen.
          Das kann auch der Laie gefahrlos tun: Mit einem Leistungsmesser (z.B. ELV Energy Master), einem Heizlüfter und einem Taschenrechner bzw. XLS.
          Erst hilft mal Wikipedia bei den Grenzwerten (Spannungsabfall, Grenzwerte in D):
          Nach DIN VDE 0100-520 sollte gemäß Tabelle G.52.1 der Spannungsabfall in Verbraucheranlagen zwischen dem Hausanschluss und Verbrauchsmitteln (Steckdosen oder Geräteanschlussklemmen) nicht mehr als 3 % für Beleuchtungsanlagen und 5 % für andere elektrische Verbrauchsmittel betragen.
          Nach DIN 18015 Teil 1 soll der Spannungsabfall zwischen dem Zähler und den Steckdosen oder Geräteanschlussklemmen nicht mehr als 3 % betragen.“
          Also nehmen wir mal 3% an,was bei exakt 230V 6,9V ergibt.
          Dann stecken wir den Leitungsmesser in die Steckdose und messen die Spannung , z.B. 233V. Davon berechnen wir 3% und haben den maximal erlaubten Spannungsabfall (6,99V). Danach den Lüfter in den Leistungsmesser stecken und einschalten. Wir messen die Spannung unter Last (230V) und den Strom (9,8A). Daraus rechnen wir den Spannungabfall beim gemessenen Strom (=233-230=3V). Diesen dividieren wir durch den gemessenen Strom und multiplizieren ihn mit dem Nennstrom (steht auf der zugehörigen „Sicherung“ (LSS)) (=3V/9,8A*16A=4,9V). Dieser Spannungsabfall muß dann kleiner gleich als der erlaubte Spannungsabfall sein (was er im Beispiel ist mit 4,9V Elektriker holen und bis dahin Steckdose zukleben, kennzeichnen, nicht mehr nutzen.
          [/off topic]

        • Hallo Andreas,
          Sie haben mich schon richtig verstanden, die umgerüsteten Leuchten sind in meiner Apotheke, aber.. es ist mein Haus, mein Geschäft, und daher sehe ich mich als Endverbraucher. Und auch, wenn ich kein Elektriker bin, bin ich mir sehr sicher, was ich getan habe. Die Röhren sind genauso abgesichert wie vorher, also 20x10W statt 20x18W an einer 16A-Sicherung.
          Ob die Lampen, die mir mein Elektriker vor 23 Jahren eingebaut hatte, ein CE-Kennzeichen haben, weiß ich nicht. (Gab es das da schon?)
          Mir fehlt aber auch die Phantasie für den Schadensfall. Die Brandlast wurde nur verringert durch Entfernung der Vorschaltgeräte und durch die geringere Erwärmung der LED-Röhren.
          Aber vielleicht rührt meine Einstellung auch daher, dass mir bewusst ist, wie leicht ich durch meine berufliche Tätigkeit in den Knast kommen kann.

  36. Hallo Frank,
    ich muß hier leider widersprechen. Sie betreiben in Ihrem Privathaus ein Gewerbe, damit sind Sie verpflichtet die entsprechenden rechtlichen Vorgaben (Berufsgenossenschaft usw.) einzuhalten. Es ist auch schön dass Sie sich „sehr sicher“ sind was Sie getan haben aber glauben Sie das wirklich? Eine Ausbildung zum Elektroinstallateur dauert 3 1/2 Jahre, eine Weiterbildung zum Meister mindesten 1 weiteres Jahr in Vollzeit. Ich werde mir auch niemals erlauben mit Medikamenten zu jonglieren und zu erklären dass ich mir sehr sicher bin was ich mache!
    Es ist schön dass der Stromkreis mit 16A abgesichert ist, es ist aber eine 2A Absicherung für jede Lampe gefordert. Ja, vor 23 Jahren gab es tatsächlich noch keine CE Erklärung. Deshalb müßen Sie ja nun für Ihre neu gebaute Leuchte eine erstellen. Bei der Phantasie für den Schadensfall bin ich Ihnen auch gerne behilflich. Die Brandlast beschreibt nicht die im Normbetrieb erreichten Temperaturen von einzelnen Geräten oder Bauteilen. Die Brandlast beschreibt die Menge an brennbaren Materialien die in einen Raum eingebracht werden. Da ja ein konventionelles Vorschaltgerät und eine konventionelle Röhre aus Blech, Kupfer und Glas bestehen, haben Sie die Brandlast nicht verringert. Eine Retrofitröhre besteht zu einem großen Teil aus brennbarem Kunsstoff, Sie haben also die Brandlast erhöht! Das integrierte elektronische Netzteil kann im Fehlerfall schnell überhitzen und zu einem Brand führen. Abtropfender brennender Kunststoff kann dann Verpackungen, Möbel oder sogar den Fussboden in Brand setzen.
    Ich habe nicht die Absicht jemanden zu ärgern, denke aber dass die Sicht eines Fachmannes manchmal doch Licht ins Dunkel bringt.

    • Hallo Andreas,
      ich bin im Auftrag meines Landesamtes und der BG beauftragt (und mache das schon 15 Jahre), andere Apotheken im Landkreis zu kontrollieren. Natürlich achte ich dabei auf die regelmäßige Kontrolle des Elektrikers. Ich zerlege allerdings keine Lampen der Kollegen.
      Ich weiß außerdem, wie man eine Verdrahtung von seriell auf parallel ändert, und zwar so, dass es nicht anders aussieht, als mein Elektriker es macht.
      Ich vermute außerdem, dass Sie nicht bei jedem Griff in die Hausapotheke den örtlichen Kollegen befragen und ich hoffe, dass Sie dabei auch wissen, was Sie machen.
      Es gibt einfach einen Bereich von Tätigkeiten, den auch Laien ausführen, immer abhängig von der Tätigkeit und vom Wissen des Laien.
      Und – es bleibt dabei, auch im Gewerbe bleibe ich der Endverbraucher, zweifellos aber mit größerer Verantwortung.
      Wozu dient denn nun das CE-Zeichen? Im Grunde dient es zur Abwälzung von Verantwortung – nach dem Motto: ich wars nicht, sondern der Hersteller. Ich war es aber, und ich möchte und werde dafür auch die Verantwortung tragen.
      Das Wort Brandlast habe ich wirklich falsch verwendet, ich dachte an die geringere Temperaturentwicklung. Das Beispiel mit der schmelzenden Röhre zeigt aber genau, worum es geht: es bleibt immer ein Restrisiko, das ich nur begrenzt beeinflussen kann, wie bei meinem Thüringer Kollegen, dessen Apotheke vor 4 Wochen durch ein defektes Computer-Netzteil ausgebrannt ist.
      off-topic: wir sind von der Apothekerkammer aufgefordert worden, keine Rezeptfälscher mehr anzuzeigen wegen des damit angeblich verbundenen Verstoßes gegen die Schweigepflicht. Ich halte mich nicht daran und fotografiere sie grundsätzlich – die Polizei ist immer sehr dankbar.
      Das ist meine Einstellung zur Verantwortung.

  37. Hallo Frank, jetzt tue ich mich wirklch schwer. Eigentlich ist das eine Diskussion die man in einem seperaten Blog führen sollte da es ja nicht grundsätzlich mit LED Lampen zu tun hat aber der Reihe nach.
    Ich weiß nicht was Sie kontrolieren, wenn Sie keine elektrotechnische Ausbildung haben können Sie keine elektrische Anlage prüfen. Ich denke hier springt der von Ihnen erwähnte Elektroinstallateur ein.
    Sie wissen wie Sie eine Verdrahtung ändern müssen und es sieht so aus wie bei Ihrem Elektriker? Nicht alles was gleich aussieht ist auch gleich, den nur wer wirklich weiß was er macht achtet auf die wichtigen Details.
    Nein, ich gehe weder wegen des Einsatzes von Kopfschmerztabletten noch wegen Schmerzsalbe oder Nasenspray zum Apotheker und frage nach. Allerdings kann ich mir hier höchstens selbst schaden und gefährde niemand anderes.
    Natürlich führen viele Laien Tätigkeiten aus die sie nicht gelernt haben aber meist nach dem Motto „den sie wissen nicht was sie tun“. Es ist eine Sache eine Leuchte umzubauen und zum Leuchten zu bringen und eine andere zu wissen warum es funktioniert welche Konsequenzen ein, nicht sofort ersichtlicher, Fehler haben kann.
    Ja, Sie sind Endverbraucher aber als Unternehmer in der Verpflichtung Ihre Anlagen in technisch einwandfreiem Zustand zu halten.
    Das CE Zeichen steht nicht für „Chinese Export“ wie manchmal behauptet wird. CE steht für Konformitätserklärung, hier muß der Hersteller anhand der gültigen Normen den Nachweis führen daß sein Produkt allen Anforderungen genügt. Wenn Sie einmal eine solche für eine Retrofit Röhre in die Hand bekommen werden Sie ca. 12 Normen aufgeführt sehen die vom Produkt erfüllt werden müßen. Die Einhaltung muß zum Teil mit Messprotokollen belegt werden.
    Ihr Argument mit dem Restrisiko haben Sie selbst ad absurdum geführt. Für jede Retrofit Lampe wird eine 2A Sicherung verlangt. Diese befindet sich normalerweise im Dummy Starter und löst schon bei kleinen Kurzschlüßen aus die von der 16A Stromkreissicherung ignoriert werden. Haben Sie den in Ihrer Leuchte eingebaut?
    Natürlich kann man nicht alles verhindern aber ein Fachmann kann sehr viel mehr verhindern als ein bastelnder Laie. Vielleicht wäre es ja auch wesentlich sinnvoller gewesen nach 23 Jahren eine neue LED Leuchte einzubauen. Die gibt es inzwischen schon recht günstig und die werten jedes Geschäft auch massiv auf. Wer schon einmal eine Leuchte gesehen hat die LED Edge Basis funktioniert kann das sicher bestätigen.
    Zum Abschluss, ich habe mich hier angemeldet um mit meinem Wissen zur Seite zu stehen. Ich bin seit 15 Jahren im Lichtvertrieb tätig und habe eine elektrotechnische Ausbildung. Ich freue mich über jede positive Erfahrung hier, gebe gerne Tips, werde aber auch sagen wenn etwas falsch läuft.

  38. Hallo Andreas, natürlich kann ich nur kontrollieren, ob ein hinreichend aktuelles Protokoll eines Elektrikers da ist. Der Elektriker kommt so natürlich auch regelmäßig zu mir und wird auch meine Beleuchtung prüfen.
    Sicher habe ich auch die beiligenden Dummy-„Starter“ eingebaut.
    Meine Medizinprodukte haben alle ein CE-Kennzeichen, ich weiß also, worum es sich handelt, aber ich verkaufe meine Lampen eben nicht weiter, das machen nur Sie. Und ein letztes Mal: ich weiß, was ich getan habe (und was ich weiß und nicht weiß).
    Meine Wortmeldung diente eigentlich vor allem der positiven Einschätzung der Philips MasterLED Röhren, jedenfalls im 60cm-Format.
    Nur, falls Sie meine Bemerkung zum Restrisiko nicht richtig verstanden haben sollten: auch ein Elektrikermeister kann nur das Risiko vermindern, es bleibt immer ein Restrisiko!

  39. Hallo Frank, ich weiß daß es schwer zu verstehen ist aber die Definition ist 100%ig klar.
    Sie haben eine Leuchte umgebaut die dadurch alle Kennzeichnungen verloren hat. Diese Leuchte wurde von Ihnen in einem Gewerbeobjekt eingebaut belassen und damit wieder in den Verkehr gebracht. In den Verkehr bringen bedeutet nicht etwas verkaufen, es reicht, wie hier geschehen, die Leuchte dort zu belassen wo sie ist.

  40. Man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen. Dass beim Umbau eine 2A-träge Sicherung vorgeschrieben ist, steht im übrigen sogar in der Osram-Dokumentation.
    Der Umbau einer EVG-Leuchte erfordert keinen Magister und keine vorherige Dissertation, und ist im übrigen ohnehin inzwischen unnötig, da es genug EVG-LED-Leuchten gibt.

  41. Hallo Aurelian,hallo Wolfgang. Auf die Bemerkungen wegen Umbau von Leuchten gehe ich nicht mehr ein. Es ist alles gesagt, wer es nicht verstehen will dem ist nicht zu helfen.
    Ich hatte letzte Woche die Möglichkeit mich intensiv auf der Light & Building in Frankfurt umzuschauen. Leider hat sich zum Thema EVG kompatible LED Retrofit Lampen nicht viel getan. Es ist nicht möglich eine Netzgerät zu produzieren dass mit allen EVG zurecht kommt. Für den Kunden bleibt da nur „Try and Error“. Zu diesem Problem kommt dann noch die verrringerte Effektivität gegenüber der KVG/VVG Variante. Im Gegensatz zu einem KVG/VVG das nur aus Kupfer und Blech besteht ist ein EVG auch ein Bauteil das eine endliche Lebensdauer von ca. 50.000h hat. Das bedeutet Sie kaufen Heute eine Retrofit Lampe mit dem Lebensdauerversprechen von 40.000h und Morgen ist das EVG defekt weil es am Lebensdauerende ist. Eine Retrofit LED Lampe muß das EVG nämlich genauso belasten wie eine konventionelle Leuchtstoffröhre sonst schaltet das EVG wegen Fehler ab. Das ist ein Grund mehr in einem solchen Fall lieber eine neue LED Leuchte einzusetzen.
    Interessant fand ich eine neue LED Retrofit mit 1,5m, 25W und 4000lm die wohl im Q3 in den Handel kommt. Die würde dann tatsächlich bei 160lm/W als Systemleistung liegen!

    • Eine Leuchte mit einem ordentlichen „7/24“ EVG ist ja auch etwas Gutes und eine vorzeitige Umrüstung dürfte kaum wirtschaftlich sein. Die kann man betreiben bis das EVG ausfällt oder eine Sanierung aus anderem Grund ansteht. Dann liegt meiner Meinung nach der Einsatz einer integrierten Lösung nahe. Habe beim Aldi-Abverkauf eine LED-Feuchtraumleuchte mit Schutzart IP65, geriffelter Plastikhaube, „neutralweißer“ Lichtfarbe (4000 Kelvin) und immerhin 2000 Lumen wie in „Daten-Raten am Samstag bei Aldi Süd mit Müller-Licht, MeLiTec und IClite“ beschrieben, eragattert. Die macht ein schönes helles Licht und wirkt thermisch gesund. Die Kühlfläche beträgt ein Mehrfaches der Retrofitlösung und ist nicht doppelt thermisch gekapselt wie jene.
      Die abgebaute Billig-EVG-Leuchte tut jetzt im Heizraum Dienst – wie 2 weitere die der LED-Umrüstung weichen mußten.
      Wer eine industrielle „7/24“ Leuchtstofflampe ersetzt, wird dann natürlich nicht zur billigen Aldi-LED sondern zum industriellen Pendant greifen.

  42. Die Philips mit 150lm/W ist schon im Handel.

    Habe mir gerade das 120cm Modell bestellt (zum Glück sind bei mir die meisten mit KVG, sodass sich die ganzen EVG-Scherereien erübrigen) (Anmerkung: leider bekommt ja noch immer kaum LED-Röhrenfassungen, was recht ärgerlich ist, weil man praktisch dazu gezwungen ist, welche mit EVG zu kaufen und umzuverdrahten)

    Insgesamt habe ich bereits an die 10 alte Röhren rausgeschmissen, 8 durch Osram Advanced (wenn schon, dann gleich das Hellste, da mache ich keine Billiglösungen)) ersetzt und 2 durch eine Osram für EVG (hat funktioniert, startet aber nicht so schön wie eine normale Led-Röhre: Ist zwar sofort da, aber die volle Helligkeit kommt erst nach ca. 5 sek.)
    Im Vergleich zu den alten 840-Röhren finde ich das Licht der LED-Röhren (4000K) deutlich schöner und wegen der begrenzten Abstrahlung in meinen Leuchten auch heller (3400lm auf 150° ist bei mir heller als 5200lm in 360°)

    PS: Ist das ein Naturgesetz, dass alle EVGs nach 50.000 Stunden hin sind?

    Bei ABB lesen sich die 50.000 Stunden etwas anders:

    „Die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit der Geräte unter Berücksichtigung kurzzeitiger Anormaltemperaturen ist 2 ‰ pro 1000 Betriebsstunden. Dies heißt: nach einer Betriebsdauer von 50.000h sind noch mindestens 90 % der EVG‘s in Funktion. Die Anzahl der Startzyklen hat praktisch keinen Einfluß auf die Betriebsgerätelebensdauer. Bei elektronischen Vorschaltgeräten ist die angegebene mittlere Lebensdauer auf die maximal zugelassene Umgebungstempe-ratur ta oder die max. Gehäuseoberflächentemperatur auf dem tc-Punkt bezogen“

    • Das ist bei anderen „7/24“ EVGs ähnlich. Philips HF-PERFORMER EII Xtreme für TL-D/TL5 Lampen geben beispielsweise „Sehr geringe Ausfallrate (0,1%/1.000 h)“ an. Das entspricht einer MTBF von 10^3*10^3h=10^6h. Die MTBF ist der Kehrwert der Ausfallrate und der zugehörige Wiki-Artikel sei empfohlen. Dort steht dann auch, wie man aus der MTBF die Ausfallwahrscheinlichkeit in x Jahren berechnet. So sind nach 1,15 Jahren Betrieb 1% der o.g. EVGs ausgefallen. Nach 50.000h sind 4,8% ausgefallen. Die Lebensdauer wird dort mit 250.000h (ca. 28a) bei 50°C angegeben. Dann sind 22% der Geräte ausgefallen und wahrscheinlich kommen die Geräte dann in den Bereich der Spätausfälle, in dem sich die Ausfallrate deutlich erhöht.

  43. Da würden mich noch die Erfahrungen mit dem Startverhalten bei EVGs interessieren.
    Bei meiner Kombination (ABB/Osram-Röhre) startet es quasi sofort, erreicht aber nur mit geschätzt 75-80% der Helligkeit und erst nach ca 5 Sek. wird es dann nochmals heller. Das Licht ist auf jeden Fall aber deutlich schneller da, als es vorher mit der Neonröhre war, was auch der Grund des Austauschs war, weil es mich einfach nervt, wenn Lampen nicht sofort hell sind, gerade wo man oft ein- und ausschaltet.
    Ist das bei anderen ähnlich, oder gibt es auch Startverzögerungen bis überhaupt Licht kommt, Mehrfachstarten und Ähnliches?

    ————-

    Noch zu den KVGs: Hier ist das Erfreuliche, dass das oft vorhandene Drosselbrummen (zumindest bei mir) komplett verschwindet, und natürlich auch der viel schnellere Start.
    Finanziell lohnt es sich sowieso. Für die 150cm Röhre mit 3400lm/28W hat man bei 10.000 h Stromkosten von 55 Euro (gerechnet mit 0,20/kWh) versus 116 Euro bei 58W . Differenz rund 60 Euro. Bei der offiziellen Lebensdauer von 50.000h sind das 300 Euro. Die Röhre kostet(e) 30 Euro. In D soll ja zudem der Strom mehr al 0,20 Euro/kWh kosten…..

    • Es gibt ja EVGs mit schnellem Start (Kaltstart) und solche mit langsamen Start (Warmstart). Die Warmstarter heizen erst mal die Elektroden einige Sekunden vor und zünden dann. Das schont die Röhren. Erträglicher Anwendungsfall z.B. Parkhäuser. An den Eingängen und Einfahrten ist meist eh dauernd beleuchtet und bis man weiter im Parkhaus ist, sind die Leuchten auch schon an.
      Die Kaltsarter heizen heftiger aber Kürzer und starten <1 Sekunde. Das ist gut für den Menschen und weniger gut für die Röhren.
      Eventuell kommt ja daher die Einschaltcharakteristik.
      Für KVG und Leuchtstoffröhren gibt es übrigens elektronische Starter; ebenfalls als schnelle Kaltstarter oder langsamere Warmstarter. Ich habe beide Varianten im Einsatz und dort etwas mehr dazu geschrieben. Mit dem Schnellstarter betreibe ich eine Kompaktleuchtstofflampe im Badschrank für die ich keinen LED-Ersatz gefunden habe und den Langsamstarter setze ich in der Garage ein, wo eine Umrüstung bislang unwirtschaftlich und unnötig war.

      • Wenigstens einmal was, das in der Schweiz billiger ist :-):
        Nachtstrom ca. 10 Cent, Tagstrom 18-20c, Tarif gilt für den gesamten Haushalt…..

  44. Hallo Aurelian,da ging jetzt mein Job mit mir durch. Die Deffinition die Du zitierst ist genau die welche ich meine. Da die Fehlerrate ab diesem Zeitpunkt aber massiv steigt (typische e-Funktion) spricht man dann vom Ende der Nutzlebensdauer. Das bedeutet natürlich nicht dass das EVG dann sofort aussteigt sondern dass die Wahrscheinlichkeit eines Deffektes immer größer wird. Der langsamen Start einer Retrofit am EVG hängt damit zusammen dass sich die Elektronik der Röhre auf die Ausgangswerte des EVG (jeder Hersteller arbeitet etwas anders) einpendeld, bzw. den Typ/Hersteller erkennen muß und die eigene Schaltung entsprechend anzupassen.

    Hallo Jürgen, Deinen Verweis auf MTBF verstehe ich überhaupt nicht. Ein EVG wird nicht repariert sondern getauscht und damit nützt mir ein MTBF ( mean time between failures) nichts. Er hat auch nichts mit einem Kehrwert der Ausfallrate ( das wäre die Überlebensrate) zu tun, das geht auch aus dem zitierten Wiki Artikel hervor. Dann noch eine Frage, was ist für Dich ein 7/24 EVG? Was willst Du damit sagen?

  45. Hallo Andreas,
    klar EVGs werden genauso wenig repariert wie Festplatten oder Netzteile. Trotzdem sind bei diesen Teilen MTBF Angaben üblich. Die bessere Bezeichnung wäre MTTF. Und im Dt. Wiki-Artikel „Mean Time Between Failures“ steht unter „Ermittlung“ auch das Festplattenbeispiel. Und hier wird die MTBF in der Zeit zwischen Früh- und Spätausfällen mit dem Kehrwert der Ausfallrate gleich gesetzt (die ja in diesem Zeitraum als nahezu konstant angenommen wird).
    Mag sein, daß es einem gestrengen Mathematiker ob diesem laschen Wortgebrauch die Nackenhaare sträuben aber es ist nun mal weit verbreitet.

    „7/24“ ist für mich ein ebenfalls laxes Synonym für Dauerbetrieb 7 Tage @24h. Hier also Beleuchtungen, die ständig und mit wenig Pausen gefordert sind und / oder wo die Wartung richtig Aufwand macht. Parkhäuser, Tunnel, Ubahnen, öffentliche Gebäude bzw. öffentliche Räume, Kaufhäuser, Industriebetriebe etc. In den meisten Privathaushalten ist das Nutzungsprofil ja deutlich entspannter, weshalb man auch günstigere Vorschaltgeräte einsetzt. Wer ansonsten mit Glühbirnen leben konnte, hat diese hohe Zuverlässigkeit (der zu Unrecht viel geschmähten Elektronik) wohl kaum vermißt und wird sie auch nicht bezahlen wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.