LED-Umrüstung: Wie viel sparen Sie wirklich? (Update 2016)

Seit rund sechs Jahren (Stand Januar 2016) läuft mein Selbstversuch mit der Neuinstallation bzw. schrittweisen Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik. Inzwischen ist der Anteil der herkömmlichen Glühfaden-/Halogentechnik auf unter ein Prozent gesunken und mir liegen mehrere komplette Jahres-Stromabrechnungen zum Vergleich vor – Anlass für eine finanzielle Bilanz.

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Mit LED-Lampen können Sie tatsächlich Geld sparen – allerdings nicht so viel, wie Ihnen manche Werbung weismachen will. (Foto: W. Messer).

Das Wichtigste vorweg: Die bisher positivste Begleiterscheinung meiner Umrüstaktion ist in diesem Blog manifestiert. Nach und nach füllte sich die Kategorie „LED-Beleuchtung“ mit rund 630 langen und noch mehr kurzen Beiträgen (Stand Januar 2016), davon über 50 mit grundsätzlichen Informationen und Überlegungen zur Thematik. Teils wurde das zu „LED-Tagebüchern“ und persönlicher Gedächtnisstütze, teils können auch andere Umstellungswillige davon profitieren.

Die finanzielle Bilanz meiner Umstellung auf Halbleiterlicht war dagegen anfangs eher negativ: Den erheblichen Erst- und Ersatz-Investitionen standen zuerst nur recht geringe Einsparungen bei der Stromrechnung gegenüber. Das war aber nicht anders zu erwarten. Der Amortisationszeitraum für LED-Beleuchtung konnte noch 2011 je nach Art der Umrüstung und Nutzung nämlich durchaus mehr als fünf Jahre betragen.

Höchstens 90 Prozent effizienter

Vollmundige Marketing-Claims von Herstellern und Händlern, die rund 90 Prozent Stromsparpotenzial versprachen, trafen lange Zeit ohne den zusätzlichen Einsatz intelligenter Steuertechnik nicht zu. Beim Stand der Consumer-LED-Effizienz Ende 2012 waren nur rund 80 Prozent gegenüber Glüh- und Halogenlampen realistisch. Inzwischen hat sich das bei Lumen-pro-Watt-Verhältnissen um 100 deutlich verbessert – häufig ist deshalb eine 90-Prozent-Einsparung durchaus realistisch.

Natürlich heißt das dann nicht, dass Ihre Stromrechnung um diese Größenordnung sinkt. In einem durchschnittlichen deutschen Privathaushalt mit etwa 4000 Kilowattstunden Stromverbrauch pro Jahr macht die Beleuchtung laut „Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen“ nur rund 9 Prozent aus (Stand 2011). Das Allermeiste verbraten Großgeräte wie Kühl-/Gefrierschrank, TV-Gerät, Wäschetrockner, Waschmaschine und Herd.

Stromrechnung kann nur um rund 8% sinken

Wenn durch Umrüstung auf LED-Technik beim Beleuchtungsanteil rund 90 Prozent wegfallen, kann sich der Gesamtverbrauch also bestenfalls um gut 8 Prozent reduzieren. Beispiel: Mein aus der Anti-AKW-Bewegung hervorgegangener Öko-Stromversorger „Elektrizitätswerke Schönau“ (EWS) verlangte ab Januar 2013 einen „Arbeitspreis“ LEDON-E27-10,5W-ausvon 26,75 Cent pro Kilowattstunde (vorher waren’s nur 23,90).

Hochgerechnet auf den Durchschnittshaushalt wären das 1.070 Euro pro Jahr (plus den verbrauchsunabhängigen „Grundpreis“ von 82,80 Euro). Falls durch energiesparende Beleuchtung 8 Prozent eingespart werden könnten, würde sich der Arbeitspreis auf 985 Euro reduzieren. Die Differenz von 85,60 Euro reicht inzwischen (Oktober 2015) immerhin für den Kauf von sechs nicht dimmbaren Premium-LED-„Birnen“ mit Farbwiedergabeindex Ra 90 und rund 800 Lumen (Foto links), die locker 60-Watt-Glühlampen ersetzen können.

Steigende Strompreise und „Rebound“-Effekt

Das setzt allerdings voraus, dass es die geschätzte Einsparung auch wirklich gibt. In der Realität wird sie nämlich durch die ständigen Strompreiserhöhungen zunichte gemacht und noch dazu durch den so genannten „Rebound“-Effekt gemindert: Wenn etwas billiger im Unterhalt ist, wird es gerne öfter und intensiver genutzt. Wer auf LED-Technik setzt, baut häufig mehr und verschiedenartigere Lichtquellen ein, hat eine höhere Gesamt-Maximalhelligkeit als zuvor und lässt das Licht durchschnittlich auch etwas länger an – dieser zusätzliche Komfort kostet ja in Relation zu den alten Stromfressern fast nichts.

Etwas abgeschwächt wird dieser Effekt durch den Einsatz von intelligenter Steuerungstechnik, bei der zum Beispiel mit Hilfe von Bewegungssensoren oder Smartphone-Apps einzelne Lampen gedimmt und geschaltet werden können – eventuell in Verbindung mit einer „SmartHome“-Zentrale für alle Stromverbraucher. Das ist aber in deutschen Durchschnittshaushalten noch die absolute Ausnahme. Repräsentative Erhebungen oder exakte Statistiken über die tatsächliche Ersparnis bei Umrüstung auf LED-Beleuchtung gibt es jedenfalls noch nicht.

Jahresvergleich: 6% weniger Strom verbraucht

Wie sieht das nun in meinem konkreten Fall – Zwei-Personen-Haushalt plus Gewerbenutzung – aus? Der erste komplette Jahresvergleich zeigte tatsächlich einen Rückgang des Stromverbrauchs: Von ca. 3400 auf 3200 kWh, das waren knapp sechs Prozent. Beim damaligen Preis entsprach das einer Ersparnis von knapp 48 Euro, beim Tarif 2013 waren es sogar gut 53 Euro. Da der Strom-Arbeitspreis aber gleichzeitig um mehr als 10 Prozent stieg, fiel die Bilanz bei der nächsten Jahresabrechnung für mich erneut negativ aus. Bis hierhin klang das alles noch ziemlich deprimierend.

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Aber machen wir mal die Gegenrechnung auf: Wäre das komplette Stockwerk 2013 noch traditionell beleuchtet gewesen, hätte ich ca. 3500 kWh x 26,75 Cent zu bezahlen gehabt = rund 936 Euro (plus Grundpreis). Mit den LED-Lampen und -Leuchten waren es rund 80 Euro weniger. Und da keine nennenswerten Strompreissenkungen passierten, ergab sich weiterhin mindestens die gleiche Differenz – jedes Jahr. Dazu kamen noch die weitgehend wegfallenden Kosten für den Ersatz durchgebrannter Lampen, weil anständige LED-Leuchtmittel etwa 15- bis 25mal länger halten als ihre stromfressenden Vorgänger.

Nicht nur das Finanzielle zählt

All diese Einsparungen holen in meinem speziellen Fall die Investitionen in LED-Beleuchtung wohl nie komplett wieder ’rein. Da diverse Anschaffungen eher Liebhaberei, Experimentierlust und Blog-Test-Anforderungen entsprangen, summierten sie sich zu einem satten vierstelligen Betrag. Und wer weiß, was mir künftig noch so alles an hübschen neuen LED- und OLED-Leuchten unter die Finger kommt.

Streng rational denkende Haushaltsführende investieren solch hohe Beträge natürlich eher in Kühlschränke, TV-Geräte, Waschmaschinen etc. mit dem EU-Energielabel „A+++“ investieren – da schlummert das weitaus größere Sparpotenzial (Update: Habe ich später ebenfalls getan, siehe unten).

Neben dem finanziellen Aspekt zählt für mich aber noch ein anderer: Mal angenommen, eine Einsparung von 6 bis 8 Prozent könnte repräsentativ für alle deutschen Haushalte sein: Dann müssten allein wegen energiesparender Beleuchtung jedes Jahr etwa 9 Terawattstunden (1 Tera = 1 Billion) weniger Strom produziert werden. Das entspricht etwa dem Output eines Atomkraftwerks – wenn’s mal gerade keine Panne hat. Ist doch auch ein Argument, oder?


Update 12.08.2013: Das Sparpotenzial mit LED-Licht ist bei Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) erheblich größer als in Privathaushalten. Laut einer neuen Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums sorgt in diesem Bereich die Beleuchtung im Schnitt für über 40 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Die Studie gibt’s in verschiedenen Versionen hier als Downloads.


Update 24.01.2014: Auch 2013 hat sich mein Stromverbrauch leicht reduziert – von rund 3200 auf ca. 3160 kWh. Das dürfte allerdings weniger an der ohnehin bereits flächendeckend eingesetzten LED-Beleuchtung liegen. Hier macht sich wohl eher der Austausch eines sehr alten Kühlschranks durch einen erheblich effizienteren, sowie eines älteren TV-Flachbildschirms mit CCFL-Hinterleuchtung (ca. 200 Watt) durch einen neuen mit LED-„Backlight“ (82 Watt) im Lauf des Jahres bemerkbar.

Immerhin haben mir die Elektrizitätswerke Schönau von meinen Abschlagszahlungen für 2013 jetzt 9,66 Euro zurück erstattet. Würde beispielsweise für so was reichen.


Update 03.03.2014: Laut einer aktuellen Statistik der EU-Behörde „Eurostat“ haben die deutschen Privathaushalte 2013 im Schnitt 29 Cent brutto pro Kilowattstunde bezahlt. Rund die Hälfte des Preises gingen für Steuern, (EEG-)Umlagen und staatliche Abgaben drauf.


Update 24.01.2015: Und wieder (Öko-)Strom gespart: 2014 waren’s gegenüber 2013 rund 10%, wie die aktuelle EWS-Rechnung (Ausschnitt) beweist:
EWS-Rechnung-2015
Der Rückgang auf rund 2800 Kilowattstunden ist erneut weniger der „LEDifizierung“ des Haushalts zuzuschreiben, sondern eher dem Einsatz effizienterer Großgeräte. So arbeiten bei mir seit Herbst 2014 eine neue Waschmaschine mit EU-Ökolabel A+++ und ein Wärmepumpen-Wäschetrockner mit A++. Vermutlich sinkt der Verbrauch deshalb 2015 wieder ein Stückchen. Bis dahin freue ich mich über fast 100 Euro Rückzahlung und die Reduzierung des monatlichen Abschlags von 77 auf 70 €.


Update 22.01.2016: Nur schlanke 16 kWh weniger als 2014 weist die EWS-Rechnung für 2015 aus:
EWS-Rechnung-2016-neu
Wie erwartet, dürfte nun das Einsparpotenzial durch den Einsatz effizienter Haushaltsgeräte und Beleuchtung weitgehend ausgeschöpft sein – immerhin über 17% im Jahresvergleich zu 2011. Weitere Senkungen wären wohl nur durch eine grundlegende Änderung unseres Verbrauchsverhaltens möglich – vermutlich auf Kosten von Komfort und Bequemlichkeit.


Mehr zum Thema:

Wie effizient ist LED-Beleuchtung?

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49 Gedanken zu „LED-Umrüstung: Wie viel sparen Sie wirklich? (Update 2016)

  1. Hi Wolfgang,

    danke für den Einblick in deine Rechnungen – ist tatsächlich bei aller Begeisterung interessant zu sehen, was die nicht unerheblichen Investitionen denn letztendlich finanziell bringen. Dazu kommt natürlich immer noch der nicht wirklich messbare Wert „erleichtertes Umweltgewissen“. 🙂

  2. @Peter: Stimmt, vielleicht kann ja noch ein Experte eine CO2-Bilanz dazu basteln 😉

    Im Übrigen werden wir die Energiewende ohne solche und viele weitere Sparmaßnahmen nicht schaffen.

  3. Bei ganz einfachen Rechnungen bezüglich der Amortisation sieht es für die LED-Technik schon gut aus.
    Als Beispiel der Austausch einer 60W Glühlampe gegen eine 10W LED-Lampe (Ledon A65).
    Bei senkrecht nach unten zeigendem Leuchtensockel steigt die Beleuchtungsstärke teilweise um 44% bei 84% Energieersparnis.
    Werden 2h/d Betriebszeit angenommen, amortisiert sich die LED-Lampe nach 3,5 Jahren.
    Und diese Rechnung ist sogar noch mit dem alten Preis der LED-Lampe gemacht: 40€.
    Mittlerweile kostet sie nur noch 30€ (mit Versand) und wäre nach 2,5 Jahren amortisiert.

  4. @Chris: Klar, wer ausschließlich auf „Retrofits“ setzt, kommt günstiger davon. Die LEDON würde sich sogar noch schneller amortisieren, wenn man – wie üblich – knapp 3 Leuchtstunden pro Tag kalkuliert. Das Problem: Solche Modellrechnungen sind gut und schön, „die Wahrheit ist aber auf’m Platz“, wie die Fußballer sagen. Und da sieht’s häufig etwas anders aus mit den individuellen Beleuchtungsanforderungen und finanziellen Möglichkeiten.

    Heutzutage haben viele Familien kaum noch frei verfügbare Mittel für Investitionen. Wenn dann z. B. die Strompreise um mehr als 10 Prozent steigen, bleibt noch weniger oder überhaupt nichts mehr übrig. Von den Sprit-Ausgaben für Pendler ganz zu schweigen. LED-Lampen für 20 oder gar 30 Euro pro Stück kaufen? Den alten „C“-Kühlschrank durch ein neues „A+“-Modell ersetzen? Nicht dran zu denken bei sinkender Kaufkraft!

    Leider muss man sich das Sparen halt auch leisten können, was immer mehr Familien überfordert. Nicht umsonst kalkuliert die Industrie bei LED-„Retrofits“ mit der 10-US-Dollar-Marke (ca. 8 Euro) als „Sweet Spot“ – tendenziell muss der meiner Meinung nach sogar Richtung 5 Euro gehen.

  5. Interessant zu wissen über das Einsparpotential.Jedoch ist es sehr positiv unter dem Gesichtspunkt, wenn alle Haushalte diese Einsparung hätten, dass ein AKW ausgeschaltet werden kann. Ich bin auf der ständigen Suche nach noch nicht angebotenen LED-Leuchtmitteln. Da wir ein großes Haus haben u. entsprechend viele Leuchtkörper, ist es natürlich eine große Investition. Aber die Wirtschaft muss ja angekurbelt werden. Leider können sich eben viele Haushalte diese Investition nicht erlauben u. müssen weiter „stromfressend“ leben. Gerne nehme ich Hinweise an, wo ich noch ausgefallene LEDs erwerben kann, wie z.B. B5d-Sockel od. auf keiner Homepage benannte, jedoch auf dem Halogen-Stift aufgedruckt, M9. Die Stifte sind 9mm lang und von Stift zu Stift 6mm, größer als G4-Leuchtmittel.

    • Mit „ausgefallene“ LED’s meinst du denke ich nicht welche die bereits ausgefallen, also defekt sind?
      Den Sockel den du als M9 beschreibst; könnte das vielleicht GU5.3 sein?
      Den anderen kann ich leider nicht finden. Schau doch mal ob du hier die richtige Bezeichnung findest.

      Ansonsten gibt es hier eine große Auswahl an Leuchtmitteln.

  6. @Monika: Einen Stiftabstand von exakt 6 mm gibt’s eigentlich nicht – müsste irgend was hiervon sein.
    .

    „B5d“ ist ein mir unbekannter Bajonettsockel – in dieser Richtung (vor allem im Kfz-Bereich gebräuchlich) kenne ich keine LED-Retrofits – sorry.

  7. Hallo Wolfgang,

    sehr schöner Blog, ich werde in Zukunft regelmäßig reinspickeln!
    Auch von mir ein Dankeschön für den Einblick in deine Stromrechnungen. Teils bin ich bei dir, teils auch nicht. Für den Privatgebrauch mag ich dir hier recht geben. Nach meinem Umzug habe ich auch eine Maisonette-whg komplett mit LEDs umgerüstet und die Einsparung war tatsächlich nicht sehr hoch. Trotzdem konnte ich den Stromanbieter dazu veranlassen, die Vorauszahlung drastisch zu kürzen. Übrigens zahle ich wesentlich weniger(ab. 1.1.2013 Arbeitspreis 0,1645 und Grundpreis 67,26 € für eine 5 köpfige Familie) als du, wollte aber hier keine Schleichwerbung machen.
    Für Gewerbebetriebe sieht das allerdings ganz anders aus. Da ich hauptsächlich mit LED-Röhren handele, sehe ich wöchentlich begeisterte Kunden in der Industrie, die ab 100 Röhren pro Jahr mehrere 1.000 € einsparen bei einer Amortisatzionszeit von ca. 1,5 Jahren. Beste Grüße GiSi

  8. @zykera: Danke für’s Lob, ich versuche mein Bestes!
    .
    Da ich aus grundsätzlichen, persönlichen Erwägungen Kunde des Ökostrom-Anbieters „Elektrizitätswerke Schönau“ (EWS) bin, zahle ich aus freien Stücken ein paar Cent mehr, als ich es bei diversen Billiganbietern tun müsste.

  9. Hallo Wolfgang,
    aus meiner Sicht können LED´s Beleuchtungen auf z.b. Fluren eine weitere Effizieenzsteigerung durch Bewegungsmelder / Präsenzmelder erhalten, da die Schalthäufigkeit unproblematisch ist.Allerdigs sind gute Präs. noch recht hochpreisig.

    Übrigens auch im Kühlschrank halte ich den Led Einsatz für sinnvoll, auch, wenn es pro Tag nur ca.2 bis 3 Minuten Einschaltdauer sind, der Wärmeeintrag ist nicht ohne….

    Gruß
    Bernd

  10. Natürlich kommt es auch drauf an, was ersetzt wird. Ich habe einige Halogenstromsauger ersetzt, die z.B. als Deckenfluter Werte wie 300W, 200W hatten. Das hat mir im ersten Jahr gleich mal eine Ersparnis von 1,5MWh gebracht.

    • @Charles: Wir haben auch dimmbare 230 Watt Halogen Deckenstrahler. Mit was hast du die ersetzt? Da gerade eine Stange kaputt ging, frage ich mich ob es gute Alternativen gibt.

      • Das Problem ist hier zum einen der Sockel und zum andern der Dimmer der an dem Deckenfluter hängt, denn der ist oft nicht für LED-Leuchtmittel geeignet.

        Sofern man überhaupt dimmbare LED-Leuchtmittel für diese Sockel findet, sind die bei weitem nicht so Leuchtstark.

        Das sind Sockel R7s wenn ich mich nicht irre, da finde ich nicht viel vertrauenserweckendes.

  11. @Wattebaellchen und @andere, die mich immer wieder direkt per Mail anschreiben und nach bestimmten LED-Sockeltypen fragen:
    Mit der neuen WordPress-Version scheint die Suchfunktion innerhalb des Blogs einigermaßen zu klappen. Oben rechts gibt’s die „Suche“-Eingabemaske, dort einfach „R7s“, „E14“ oder „GU10“ oder was auch immer ‚reinschreiben und Ihr kriegt alle relevanten Ergebnisse (immer zwei Artikelanrisse pro Seite, dann einfach unten links auf „ältere“ klicken).

  12. Hallo Wolfgang,
    sehr interessanter Blog.
    Die Informationen helfen mir bei meinen Umrüstplänen weiter.
    Allerdings meine ich einen kleinen Denkfehler entdeckt zu haben.
    Wenn sich die Strompreise erhöhen, sagst Du dass das Einsparpotential verringert würde. M.E. ist das Gegenteil der Fall,
    da sich der Strompreis für die herkömmlich Beleuchtung ja auch erhöht und somit die Ersparnis immer höher wird.
    D.h. doppelter Strompreis = doppelte Ersparnis.
    Da die LED-Leuchten immer günstiger werden, verkürzen sich
    dann auch die Amortisationszeiten.
    Alles in allem ein weiterer Grund um Umzurüsten, wenn meine
    Rechenkünste hier nicht gänzlich versagen.

    • Ups, da haben Sie aber zwei Aspekte des Beitrags durcheinander gebracht:

      Der eine war, dass meine bisherigen Einsparungen unter anderem durch steigende Strompreise (also eine höhere Monats-Vorauszahlung) erstmal zunichte gemacht werden könnten – LED zu LED gerechnet, nicht Glühlampen zu LED.

      Der andere Aspekt ist die Rechnung Glühlampen gegen LED – ich zitiere:

      „Wäre das komplette Stockwerk noch traditionell beleuchtet, müsste ich ca. 3500 kW/h x 26,75 Cent bezahlen = rund 936 Euro (plus Grundpreis). Mit den LED-Lampen und -Leuchten werden es maximal 856 Euro sein, also 80 Euro weniger. Und da ich auf absehbare Zeit Strompreissenkungen für ausgeschlossen halte, wird sich weiterhin mindestens die gleiche Differenz ergeben – jedes Jahr.“

      Da steht nirgendwo, dass sich das Sparpotenzial bei steigenden Strompreisen verringern würde – wäre auch Blödsinn und sicher schon einem anderen Leser in über einem Jahr negativ aufgefallen.

      Selbstverständlich haben Sie auch mit der schnelleren Amortisation durch fallende LED-Lampenpreise recht. Wie dramatisch die ausfallen würde, war zum Zeitpunkt dieses Beitrags Ende 2012 noch nicht absehbar. Mehr zu diesem Thema steht beispielsweise dort.

      • >Der eine war, dass meine bisherigen Einsparungen unter anderem durch steigende Strompreise (also eine höhere Monats-Vorauszahlung) erstmal zunichte gemacht werden könnten – LED zu LED gerechnet, nicht Glühlampen zu LED.

        Das ist richtig – kann aber trotzdem kein Argument in der Betrachtung „Spart man mit Umstieg auf LED-Beleuchtung“ sein….

        Auch bei „LED zu LED gerechnet spart man bei einer Strompreiserhöhung – und zwar den Differenzverbrauch zu den alten Leuchtmitteln multipliziert mit der Preiserhöhung. Denn für den (trotz Strompreiserhöhung ja immer noch) eingesparten Strom muß man genau diese Erhöhung nicht tragen.

  13. Bei der Rechnung, „Ein Atomkraftwerk weniger“, würde mich dann aber doch auch die Herstellungs- und Entsorgungsenergie der Leuchtmitel interessieren.
    Nach einer Ökobillanz sieht die Rechnung nicht gerade aus. (Da höre ich eher eine Art D-Radio-Moderator-Polemik heraus). Trotzdem natürlich vielen vielen Dank für die bereigestellten Infomationen…:-)

    • Laut „Stiftung Warentest“ haben LED-Lampen die beste Ökobilanz aller Lampenarten – steht unter anderem dort.

      Was ist eine „D-Radio-Moderator-Polemik“? Ich war zwar lange Zeit Radiomoderator, aber nie beim Deutschlandradio.

  14. Hallo zusammen – Kann die Rechnung nicht ganz nachvollziehen: Wenn ich in einer 3 Zimmer Wohnung lebe OK – Dann lohnt es sich nicht auf LED Leuchtmittel umzusteigen. Habe bei mir zu Hause etwa 20 „alte“ Sparbirnen durch LED Leuchtmittel ausgetauscht. Ergebnis: Ersparnis von 50%. In einem Raum befand sich eine Leuchtstoffröhre mit 65 W – Heute arbeitet ein LED Strip mit 7,5W an gleicher Stelle. Kellerräume: 2 Leuchtstofflampen (zusammen 72W) wurden durch LED Fluter ersetzt (zusammen 20W) Aussenbeleuchtung: Verbrauch an einer Stelle 21W – Heute: Auf 3 Stellen verteilt 18W

    • Welche Rechnung können Sie nicht nachvollziehen? Meine Stromrechnung?

      Ihre Beispiele passen leider alle nicht. In keinem Fall kann bisher eine handelsübliche LED-Lampe 50% oder mehr Strom gegenüber einer gleich hellen (Kompakt-)Leuchtstofflampe sparen. 7,5 LED-Watt (maximal 750 Lumen) statt 65-Watt-Leuchtstoffröhre (über 5000 Lumen!) sind sogar völlig absurd.

      Wer mit so viel weniger Helligkeit auskommt, hatte vorher erheblich zu viel.

  15. Pingback: Dimmbare LED Deckenstrahler (2014) | Bauen mit Eiskamp

  16. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass mit der LED Technik es nun ein vernüftige Alternative zu umwelt- und gesundheitsschädlichen und extrem teuren Energiesparlampen gibt. Die zudem nur im Dauermodus auch das Licht bieten.

    Nach eigenen Erfahrungen halten Enrgieparlampen bei normalen Schaltzyklen meist weniger lange als einfache Glühbirnen. Lange vor dem Verbot der einfachen Glühbirnen, kosteten diese je nach Fassung und Stärke zwischen 20-33 Cent pro Leuchtmittel. Also locker um den Faktor 10 weniger. Energiesparlampen verbrauchen zwar weniger Strom, dieses wird durch die laufende Erneuerung nach Ausfall um ein vielfaches wieder wett gemacht plus aller negativen Eigenschaften.

    Wenn die LED nur ein Drittel der angegebenen Laufzeit hält, ist dass das Leuchtmittel der Zukunft. Und davon gehe ich aus. Die LED Technik ist ja schon recht lange am Markt, nur nicht als vollwertige Beleuchtung. Heufige Schaltzyklen sind kein Problem. EIne Glühlampe kann im Extremfalll vielleicht im 10 Tausender Bereich problemlos geschalten werden. Eine Energiesparlampe dagegen eher im 1 tausender Bereich. Eine LED machen auch ein paar Mio. Schaltzyklen nix aus, und es wird nicht erst nach ein paar Minuten hell, sondern auf dem Punkt, wie bei der guten alten Glühbirne + minimalen Stromverbrauch der unter der Energiesparlampe liegt.

    Es gibt nur gute Gründe auf die LED umzusteigen. Die Reförmchen im erneuerbaren Energiegesetz werden den Anstieg des EEG leicht abflachen – jedoch wird dieser stetig steigen. 50 cent/kWh oder vielleicht 1 Euro bei dieser idiotischen Subventionspolitik sind mittelfristig denkbar.

    Zumindest kann man dann für nicht viel mehr Geld als heute bei konventioneller Technik noch am Abend ein Buch lesen.

    Für die Heizung, Essenszubereitung oder die Wäsche sollte man sich nach alternativen Energiequellen umsehen. Holz sammeln und verbrennen ist vielleicht nicht die schlechteste Idee.

    Da ich ein eigenes Haus habe, habe ich auch zig un-effizente Solarmodule draufgepackt. Kostet mich auf längere Sicht nix, zahlen müssen es eh nur die, die nix haben – ja genau so macht man eine kluge Energiewende. Hauptsache keinen Atomstrom – schön doff – gelle?

  17. Ich habe einen 30-flammigen (!) Kronleuchter, derzeit bestückt mit konventionellen 15 W Kerzen. ein Umstieg auf LED kostet mich 150 EUR (mindestens). Wie lange muss ich warten, bis es etwas Bezahlbares und Dimmfähiges gibt?
    Und ich habe – quasi am anderen Ende – aus Bali eine Lampe aus mehreren hundert Muschelstücken mitgebracht, und innen gibt es nur eine einzige Birne, derzeit 100W konventionell. Das ist unterm Strich nicht sehr hell. Ich hätte gerne 150W LED dimmbar (also etwa 24 Watt). Aber das scheint es nicht zu geben.

    Gibt es eine Lösung (also 2)?

    • Die 1:1-Alternative für den Kronleuchter wären LED-Kerzen mit rund 150 Lumen – in dieser Größenordnung dürfte es wohl nichts werden mit anständigen, dimmbaren Retrofits. Wozu dimmen, wenn’s ohnehin schon Funzeln sind?

      Fall 2 könnte gelöst werden, wenn Platz kein Problem ist: Mein Werbepartner LCTW hat in seinem B2B-Programm u. a. E27-Rundstrahler mit bis zu 22 Watt und 2000 Lumen – Lichtfarbe wählbar. Einfach mal anfragen, auf mich berufen und hoffen, dass sie dimmbar und nicht zu teuer ist. 😉

  18. Das Problem bei den LED-Leuchtmitteln ist auch, daß die Dinger nicht so lange halten, wie sie könnten. Die werden so gebaut, daß sie nicht 20.000 Stunden halten, wie eine LED normalerweise halten würde. Diese Info habe ich von einem Fachgroßhändler. Demnach hatte ein namhafter Hersteller das beim Händler direkt auch so angekündigt, daß die LED-Leuchtmittel, die für den Otto-Normal-Verbraucher erschwinglich sind erst dann rauskommen, wenn sie das mit den Betriebsstunden hingekriegt haben -> Begrenzung auf 7000h. Die mit unbegrenzter Lebensdauer vom selben Hersteller waren da schon erhältlich, zu völlig inakzeptablen Preisen. (Das war vor 3 Jahren).

    • „Die“ LED-Leuchtmittel gibt es nicht. Dazu unterscheiden sich die Produkte und deren Konstruktionsgrundsätze über die Bandbreite des Marktes gesehen zu stark.

      Grundsätzlich müssen Sie unterscheiden
      a) zwischen der Lebensdauerangabe, die der Hersteller der LED-Chips in seinen technischen Daten angibt und
      b) den Lebensdauern, die diese Chips dann in der jeweiligen Lampenkonstruktion erreichen können und
      c) den Lebensdauern in der spezifischen Anwendungssituation (z.B. enge schlecht belüftete Leuchte, negative Netzrückwirkungen).

      a) ist meist sehr lang und von vielerlei definierten Parametern abhängig
      b) fällt schon deutlich kürzer aus, wenn die Angabe seriös gemacht wird, weil der seriöse Hersteller bemüht sein sollte, eine Art Sicherheitsreserve bzgl. der anderen in der Lampe verbauten elektronischen Komponenten sowie bzgl. c) zu berücksichtigen.
      c) kann b) in der Praxis nochmal deutlich vermindern, und die Ursachenforschung ist häufig nicht leicht.

      • Herr Seidel –

        „“Die” LED-Leuchtmittel gibt es nicht.“ ist erstmal korrekt. Sie wissen aber auch, was tatsächlich am Markt ist und welche Erfahrungen der Kunde damit machen darf / durfte.

        „Dazu unterscheiden sich die Produkte und deren Konstruktionsgrundsätze über die Bandbreite des Marktes gesehen zu stark.“ Die KonstruktionsGRUNDSÄTZE gelten für jeden Hersteller, in erster Linie moderate Temperaturen und keine Überschreitung zulässiger Ströme, auch nicht kurzzeitig beim Schalten.

        Ich erlaube mir jetzt kein Urteil über Marken wie Ihre, sage aber aus Erfahrung quer über die gesamte Elektronik, dass ich keiner Marke mehr vertraue. Das Zauberwort heißt „Wertanalyse“ oder in einfachen Worten „wie schlecht kann ich ein Produkt machen, als dass es der Kunde noch akzeptiert“.

        Zu Ihrem c) – ganz klar, das Retrofit-Zeugs ist nicht kalkulierbar weil man die individuelle Leuchte nicht kennt. Ich bin lange genug in der Elektronik unterwegs um das abzuschätzen, der Endkunde bekommt Werte versprochen, die im Zweifel nicht einhaltbar sind – da kann man den Lampenherstellern mangelnde Information vorwerfen.

        Die drei bei mir eingesetzten Retrofit sind thermisch OK. An anderer Stelle versuche ich das garnicht erst, weil ich sehe, dass die am Wärmestau verrecken werden – da sind neue Leuchten angesagt.

        Dann hätten wir noch das Thema der Stromversorgung, ordentliche Auslegung des Schaltwandlers …

        Egal wie, LED-Licht ist technisch alles andere als trivial!

  19. Die liebe Einsparung und die Lebensdauer, kontroverse Themen. Am Schreibtisch werkelt seit 30 Jahren eine SL-11W mit konventionellem Vorschaltgerät, macht 14 Watt aus der Steckdose. Mit LEDs (Eigenbau) komme ich auf 7 Watt herunter. Die LEDs haben zwar weniger Lumen, dank der gerichteten Abstrahlung anstatt über den (meist schmutzigen) Reflektor kommt auf der Arbeitsfläche sogar etwas mehr an, mit dem Luxmeter gemessen. Vom Gefühl her hat die Lebensdauer der Kompaktröhren abgenommen, ich habe keine Sorgen mehr um die Schalthäufigkeit. Bei ca. 2000h / Jahr spare ich 14 kWh, nicht die Welt. Spielt bei etwa 4 Jahren die Materialkosten ein.

    Ähnlich sieht das an anderen Stellen aus, da, wo lange Brennzeiten auftreten, Küche, da ist von Anfang an Leuchtstoff montiert.

    In der Decke eingebaute Halogens, 9 x 20 Watt, sind durch LEDs mit je knapp 3 Watt ersetzt, die alten Trafos sind so gut, dass ein Austausch kaum lohnt. 180 gegen 27 Watt, klingt gut – aber die sind so selten an, dass auch da keine relevante Ersparnis kommt.

    An anderer Stelle sind 30 Watt durch 10 W ersetzt, aber nun deutlich länger an, könnte sich aufheben.

    Ich gucke da nicht auf die Jahresrechnung, ich habe an drei Stellen Betriebsstundenzähler vor den Leuchten.

    Gucken ich auf die Lebensdauer handelsüblicher Retrofit: Von Bekannten habe ich mehrere defekte Lampen bekommen, zwischen wenigen Wochen bis einem halben Jahr alt – das sind meist thermische Ausfälle, selbst die paar Watt Abwärme bringen nur wenige Hersteller ordentlich auf die Außenfläche. Ob sich die dann im Leuchtenkörper staut oder nicht, Retrofit ist vom Prinzip her kritisch zu sehen.

  20. Hi

    Ich habe die posts nur mal überflogen, aber schon gelesen das man mit LED sparen soll. Ich habe anfang letzten jahres fast alle birnen auf LED getauscht mit 6-7 watt und spätestens im sommer die restlichen 2-3 lampen getauscht. Alleine die Wohnzimmerlampe von 200 Watt auf 36 Watt oder küche von 100 Watt auf 7 Watt. Trotzdem haben wir in diesem jahr leicht MEHR verbraucht als das jahr zuvor wo meine partnerin fast 1 jahr lang krank daheim war und somit auch nochmal mehr strom verbraucht hat.

    Nochmal kurz zusammengefasst: Mit normalen Birnen und Partnerin war immer zuhause haben wir weniger strom gebraucht als jetzt mit LED und partnerin auf arbeit. Es sind auch keine neuen Geräte gekommen. Ich kann mir nicht erklären, warum das so ist.
    mfg

    • Da würde ich die Ursache bei anderen Elektro-(Groß-)Geräten im Haushalt suchen. Ältere Kühlschränke neigen beispielsweise zu steigendem Verbrauch. Dass es nicht an der Beleuchtung liegen kann, dürfte schon rechnerisch klar sein (außer, die LED-Lampen leuchten jetzt fünfmal so lange am Tag wie die Glühlampen früher). Schon mal ein anständiges Verbrauchsmessgerät ausprobiert?

    • Bei gleichen (!) Nutzungsgewohnheiten des Lichts sparen Sie durch die Umstellung auf LED.

      Aber insbesondere im Zusammenwirken mit anderen Elektro- (Groß-) Geräten kann sich der Stromverbrauch natürlich dennoch ändern: Anderer PC? Neues TV oder mehr geguckt? Häufiger Trockner, Waschmaschine oder Haarföhn benutzt? Häufiger gekocht? Brotbacken als Hobby entdeckt? Renoviert oder heimgewerkelt und dabei Schleifgeräte etc. benutzt? Weihnachtsbeleuchtung? Gerade wenn man einen im Grunde genommen energetisch optimierten Haushalt hat, fallen Änderungen stärker auf.

      Es gibt viele Faktoren und auch viele mögliche Fehlerquellen. Z.B. kann die Stromabrechnung einen anderen Verbrauchszeitraum erfasst haben. Mit einer manuellen wöchentlichen Erfassung der Verbräuche kann man diese zumindest zeitlich eingrenzen. Aber auch dann ist man vor Überraschungen nicht gefeit. Ich z.B. habe dieser Tage nicht schlecht gestaunt, dass ich 2014 fast doppelt soviel Strom verbraucht haben soll wie 2013. Ursache: In der an sich sehr praktischen Online-Verbrauchserfassung hatte sich nach einem Update ein Bug eingeschlichen, was in der Auswertung bei mir zu einer Verbrauchsverdoppelung führte.

  21. Hallo zusammen,
    dieses Phänomen, das trotz effizienter Geräte und Beleuchtung der Verbrauch steigt, wird auch „Rebound-Effekt“ genannt.
    Weil ja alles ach so sparsam ist, wird nicht mehr auf die Nutzung geachtet. Da bleibt z.B. der Fernseher einfach an, wenn man nicht mehr schaut und das Essen in der Küche zubereitet. Oder das Licht bleibt an, sind ja LEDs, kost ja nix, wenn man den Raum verlässt. Oftmals werden auch E-Geräte angeschafft, die überhaupt nicht zum persönlichen Bedarf passen. Was soll ein 2 Personen Haushalt mit einem 400 Liter Side-by-Side Kühlmonster? So verkehrt sich der Einsatz eingentlich effizienter und sparsamer Gerätschaften schnell ins Gegenteil…

  22. Hallo Wolfgang,
    ich habe bei meinen Eltern vor einem Jahr konsequent die ganze Wohnung von herkömmlichen 60W bis 100W Glühbirnen auf 3 -5 Watt LED umgerüstet. Das mag nun an dem Verbrauchsverhalten alter Leute liegen, die gerne mal in der halben Wohnung das Licht brennen lassen, und ich geb auch zu, das die Wohnung nicht mehr ausgeleuchtet ist wie ein Fußballstadion, aber die Stromrechnung meiner Eltern hat sich mehr als halbiert, von 150 Euro im Monat auf 70 Euro im Monat. Die Kosten fuer die Umrüstung waren dank internationaler Bestellungen von Ebay und Alibaba alles in allem unter 100 Euro.

  23. **LOL**
    Das ist schon lustig: sie kritisieren die Medien für das Verbreiten von Unsinn – aber selber hapert es bei ihnen auch: 3x schreiben sie kW/h – das ist Quark, es schreibt sich immer kWh : KiloWatt MAL Stunde. Es wird auch nicht besser wenn es die halbe Welt nicht versteht was in der Schule eigentlich schon geklärt worden sein sollte…. im Ingenieursland D.

    • Danke für den Hinweis – das waren übersehene und unkorrigierte „Altlasten“ aus 2012. Damals hatte ich als alter Motorsportler noch jede Menge „km/h“ intus und den Schrägstich manchmal sozusagen automatisch in die Stromwelt übernommen – wider besseres Wissen, ohne böse Absicht und auch nur in wenigen Fällen. In den späteren Updates und fast allen anderen Blogbeiträgen müsste die Einheit korrekt geschrieben sein.

      Und selbstverständlich mache ich immer wieder Fehler. Nicht umsonst steht in den Kommentarregeln unter anderem:

      „Leser mit Fachkenntnissen zeigen sich tolerant gegenüber den technischen Wissenslücken des Blogbetreibers, von LED-Laien und „Normalverbrauchern“. Ich selbst bin auch keine „Experte“; in meinen Beiträgen können durchaus immer mal wieder Fehler sein, auf die Sie mich gerne hinweisen dürfen.“

      Immerhin konnte ich offenbar zu Ihrer Erheiterung beitragen – das ist ja auch schon was.

      • Tjsa. Kritisieren und kritisiert werden.
        Es halt so dass Sie selber wohl auch intolerant sind in ihre Kritik an den Medien, auch wenn vieles zu recht als Unsinn erkannt wird, gehen sie schätzungsweise auch etwas zu weit bei Manchem.
        Besserwissen ist ein schöner Sport, aber manchmal muss man auch einstecken. 🙂
        Also kurz mit den Zähnen knirschen und weitermachen.
        Gruss und „nix für ungut“.

        • Auf welcher Mission sind Sie denn unterwegs? Es ist mir völlig schleierhaft, wie man einen falschen Schrägstich in einer Einheit qualitativ auch nur annähernd mit kapitalen, medialen Fehlinformationen wie diesen oder jenen gleichsetzen kann. In der Sportart „Besserwissen“ scheinen Sie mir nämlich auch kein Anfänger zu sein.

          Und bei was bin ich denn – bitteschön – „zu weit“ gegangen? Oder wo bin ich „intolerant“? Ich habe noch nie einen kritischen Leserkommentar gelöscht, solange er den Kommentarregeln entsprochen hat.

          • Man kann trefflich drüber streiten ob ein Fehler bei etwas einfachen ein einfacher Fehler im Sinne von weniger schwerwiegend ist, als ein Versagen bei etwas was komplexer ist.
            Mich stören z.B. viele einfache Fehler, wie beispielsweise Tippfehler, die heutzutage zum guten Ton gehören, während Leute die auf spezielleren Grammatiksachen herumreiten dann für mich auch nur wieder nerven.

            Aber diese Diskussion bringt jetzt nichts mehr, vorallem nicht für den strapazierten Mitleser.
            Also nochmal: Nix für ungut.

  24. Interessant wäre es einen Test zu haben wie sich gedimmte LED Lampen auf Dauer machen, sprich wie sehr man damit sparen kann!

    SOFERN gedimmte LED Lampen länger halten als ungedimmte Modelle!
    Ich habe paar meiner Wohnräume mit eigentlich zuviel Lumen ausgestattet, aber benutze diese immer nur gedimmt, bzw bin froh wenn ich mal eine Reserve zur Verfügung habe. Und gewöhnlich spart man mit einer gedimmten Glühlampe weniger Strom wie mit einer LED.

  25. Hallo,
    ich hätte mir zwecks Gesamtkostenersparnis die Pauschalisierung mit den „9% des Stroms wird für Licht genutzt“ zumindest mit entsprechender Kommentierung gewünscht.

    Der Prozentuale Anteil in einer „0815“ Wohnung sieht etwas anders aus (in meinem Falle beträgt die Lichtnutzung dabei 30% des Stromverbrauchs). In einem Landhaus dagegen, indem der Rasen 1x pro Woche gemäht wird (Elektromäher), die Hausfrau jeden Tag kocht, zusätzlich zum Kühlschrank noch eine Gefriertruhe genutzt wird, der Fernseher oft läuft, etc, kann der Stromverbrauch für Beleuchtung mMn gerne mal unter 5% Fallen.

    Wenn man sich jetzt sagt: „Es geht ja gar nicht um die Gesamtersparnis, sondern um die reine Leucht-Ersparnis“, kann ich dem nur Zustimmen. Es hat jedoch etwas mit einer Erwartungshaltung zu tun. Wenn der „uninformierte“ Leser bis zur Zeile mit den 8% Gesamtkostenersparnis kommt und entweder abwinkt (weil es ihm zu gering erscheint, obwohl er eventuell 20% oder mehr Gesamtkostenersparnis hätte haben können), oder sich mit der eingebrannten Annahme „Ich spare ca 8%“ an die Umrüstung auf LED wagt, obwohl er damit nur 3-4% seiner Gesamtstromkosten Sparen kann, dann ist das in beiden Fällen sehr ärgerlich, bzw. enttäuschend.

    Abgesehen von dieser Kleinigkeit bin ich von diesem Blog sehr angetan.

    • Diese Zahl ist ja nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern war 2011 ein ermittelter Durchschnittswert – bezogen auf die konkrete, oben genannte Haushaltsart. Andere Quellen sprachen damals sogar von nur knapp über 8% Lichtnutzungsanteil. Aktuellere Zahlen finden sich beispielsweise hier (zwischen 7,3 und 9,2%). Es liegt in der Natur solcher statistischer Werte, dass es in der Praxis höhere und niedrigere Anteile gibt.

      Lichtnutzungsanteile von 30% und mehr sind aber eher typisch für Gewerbebetriebe bzw. Industrie, keinesfalls für Privathaushalte.

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