Philips-LED-Lampen im Duett bei toom und Penny: Preis-Roulette

Im „Duopack“ („toom“-Baumarkt) oder als „2er-Packung“ (Penny) können Sie diese Woche ab 7,99 Euro Philips-LED-Lampen kaufen. Wo sie günstiger sind? Das kommt auf das Modell an und lässt sich nicht pauschal sagen.

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Ausschnitte aus den aktuellen Werbebeilagen der „toom“-Baumärkte (links, gültig ab sofort und bis 5. September, regional unterschiedlich) und Penny (rechts, ab Donnerstag, 3.9.).

Anständige Durchschnitts-Retrofits im unteren Preissegment sind die Philips-LED-Lampen mit E27-, E14- und GU10-Sockeln, die diese Woche als Doppelpacks in den Prospekten von „toom“ und Penny beworben werden: Nicht dimmbar, „warm-weiße“ Farbtemperatur um 2700 Kelvin, Farbwiedergabeindex etwas über Ra 80, Nennlebensdauer 15.000 Leuchtstunden bzw. 50.000 Schaltzyklen.

Das taugt durchaus für den Wohnbereich, solange man keine hohen Ansprüche an die Lichtqualität hat, aber gegenüber traditionellem Glühobst bis zu 85 Prozent Strom sparen will (EU-Ökolabel A+). Bei Stückpreisen ab ca. 4 oder 4,50 Euro kann sich so eine Investition schon innerhalb von sechs Monaten bezahlt machen und erspart zudem auf Jahre hinaus das Lampenwechseln.

Wo sind die Philips-LED-Lampen billiger?

Bei welchem der beiden Doppelpack-Anbieter Sie diese Woche zuschlagen sollten, hängt vom benötigten Modell ab. Die E14-„Kerzen“ mit 4 Watt, 250 Lumen und ca. 180 Grad Halbwertswinkel sind ausnahmsweise mal bei „toom“ mit 7,99 Euro etwas billiger als bei Penny (8,99 €). Bei den 6 Watt starken E27-„Birnen“ mit 470 lm und ca. 200 Grad Hauptlichtkeule herrscht Gleichstand (9,99 € für zwei Stück). Ebenfalls 9,99 € kosten bei „toom“ die helleren 470-lm-„Kerzen“ mit 5,5 W, die Penny nicht im Sortiment hat.

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Dafür hat Penny wiederum exklusiv Philips-GU10-Strahler, die natürlich keine 35 Watt ziehen, wie die irreführenden und extrem lückenhaften Prospektdaten nahelegen. Sie ersetzen stattdessen mit nur rund 4 W, 240 Lumen und 36 Grad Halbwertswinkel herkömmliche 35-W-PAR16-Hochvolt-Halogenlampen. Einen großen Preisvorteil kann Penny außerdem bei den 9-W-E27-Lampen mit 806 lm verbuchen: Nur 9,99 € im Duett statt satte 11,99 € bei „toom“. Das ist erheblich günstiger als die 13,99 € bei der Penny-Philips-Aktion im Herbst 2014.

Aktuell also gerade mal 4,50 € für den einigermaßen rund strahlenden LED-Ersatz einer 60-Watt-Glühlampe – nicht schlecht, aber leider noch ein gutes Stück von den Preisen entfernt, die Philips diesen Sommer bei „The Home Depot“ in Nordamerika aufrief: Dort kostete ein „2 Bulb Value Pack“ mit solchen Retrofits drei Monate lang umgerechnet nur ca. 4,60 € – schlanke 2,30 pro Stück!

Komplettleuchten und LED-Röhren gibt’s auch noch

Möglicherweise lohnt sich für Sie ja auch ein Besuch bei beiden Handelsketten: Penny hat nämlich ebenfalls ab Donnerstag, 3.9., eine Auswahl von integrierten LED-Leuchten zur Deckenmontage ab 14,99 Euro. Und „toom“ lockt schon seit Samstag mit LED-Röhren von Philips, die seit der letzten Generation deutlich günstiger und auch etwas effizienter geworden sind. Statt 10, 20 und 25 ziehen die drei Varianten jetzt nur 9, 18 und 22 Watt – bei gleichen Nenn-Lichtstromwerten:

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Diese nicht dimmbaren, „neutral-weißen“ Röhren sind ausschließlich für KVG/VVG-Leuchten vorgesehen, haben einen für Arbeitsumgebungen (Werkstatt, Garage, Keller etc.) ausreichenden Farbwiedergabeindex von ca. Ra 82 und rund 150 Grad Halbwertswinkel. Zum Vergleich: Die Vorgängermodelle kamen noch mit unverbindlichen Preisempfehlungen von knapp 15, 20 und 28 Euro auf den Markt – da sind die „toom“-Preise 10,99, 16,99 und 22,99 Euro für die „Neuen“ ziemlich fair.

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„Hue Wireless Dimming Kit“: Neue LED-Fernsteuerung von Philips

Ab September wird es in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Produkte für die Philips-„hue“-Familie geben: Eine fernsteuerbare E27-LED-Lampe mit 806 Lumen und einen mobilen Dimmschalter – wahlweise als Set oder einzeln. Beides funktioniert auch ohne Einbindung in ein „hue“-Netzwerk.

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Links die neue „warm-weiße“ 9,5-Watt-Lampe, rechts die batteriebetriebene Fernsteuerung, die bei Bedarf auch aus der Wandhalterung genommen werden kann. (Fotos: Philips-PR)

Eine „Smart Lighting“Insellösung, die vernetzt werden kann – das klingt erstmal paradox. Philips versucht jetzt aber die Quadratur des Kreises mit dem 39,95 Euro teuren „Hue Wireless Dimming Kit“, das ab September unter anderem in der DACH-Region verkauft werden soll. In der der Packung stecken nämlich eine neue E27-„hue“-LED-Lampe (nicht identisch mit der „hue Lux“) und eine Fernbedienung samt optionaler Wandhalterung, die im Duett auch völlig autark – ganz ohne Smartphone, Internet, „Bridge“, App oder „hue“-Netzwerk – funktionieren.

Philips-Hue-WDK-Fernbedienung2Die Installation beschränkt sich auf’s Einschrauben und Anschalten der Lampe, dann ist das Kit schon einsatzbereit. Die magnetische Wandhalterung darf geschraubt oder geklebt werden und hat keinen Einfluss auf die Funktion. Sie können den handlichen Taster also mit jeweils einem Handgriff ’reinstecken oder zur mobilen Steuerung herausnehmen (Bild links).

Über vier selbsterklärende Tasten schicken Sie Ein-, Ausschalt- und Dimmbefehle drahtlos im 2,4-Gigahertz-Frequenzbereich an die „Birne“, die ihre Helligkeit laut Philips-Pressemitteilung flimmerfrei und stufenlos zwischen 0 und 806 Lumen regelt (entspricht mindestens einer herkömmlichen 60-Watt-Glühlampe), maximal 9,5 Watt zieht und eine Nennlebensdauer von 25.000 Leuchtstunden hat.

Glühlampe hat teils noch die Nase vorn

Allerdings hat die „hue“-Lampe im Gegensatz zu ihren „Low Tech“-Ahnen nur eine feste Farbtemperatur von 2700 Kelvin, einen mediokren Farbwiedergabeindex Ra >80 (Glühlampe: Ra 100) sowie einen eingeschränkten Halbwertswinkel von ca. 180 Grad (statt über 320°). Die beiden letzten Daten finden Sie übrigens nicht in der deutschsprachigen Pressemitteilung, sondern nur auf der englischsprachigen Produktseite. Philips Deutschland reagierte auf meine entsprechende Anfrage bisher nicht. Exzellente LED-Lichtqualität sieht heutzutage jedenfalls anders aus.

Ein batteriebetriebener „hue“-Dimmtaster kostet einzeln 24,95 Euro (UVP) und kann in Innenräumen über mindestens 12 Meter Distanz bis zu zehn solcher Lampen (Einzelpreis: 19,95 €) steuern. Aufwendige Installationen mit teuren, LED-geeigneten Dimmern und die häufig auftretenden Kompatibiltätsprobleme wie Surren oder Flackern entfallen. Eine 3-Volt-CR2450-Knopfzelle soll bei durchschnittlicher Benutzung drei Jahre halten. Die schon etwas ältere „hue tap“-Fernbedienung kann das allerdings noch besser; sie nutzt die kinetische Energie des Tastendrückens als Stromquelle und braucht keine Batterie.

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Wer schon ein „hue“-Netzwerk samt „Bridge“ hat oder sich später eines zulegen will, kann die Neuheiten problemlos einbinden und via App fernsteuern bzw. noch „intelligenter“ machen. Der Dimmtaster ist dann sogar in der Lage, bis zu 50 „hue“-Lampen und –Leuchten anzusteuern. Reichweitenprobleme dürfte es dabei nicht geben, weil diese Leuchtmittel als Transceiver ein „vermaschtes Netz“ bilden und die ZigBee-Funksignale an das jeweils nächstliegende Exemplar weiterreichen.

Das Beste aus zwei „Lighting“-Welten?

Zur Zielgruppe des neuen Kits gehören offensichtlich Nutzer, die zum Steuern ihrer Beleuchtung nicht immer das Smartphone ’rauskramen und sich durch diverse Menüs klicken wollen – und das dürften die meisten LED-Kunden sein. Susanne Schmitz, „Senior Marketing Direktorin“ bei „Philips Lighting“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz, formuliert das so:

„Das Philips Hue Dimming Kit ist ein komfortabler und kostengünstiger Einstieg in eine moderne Dimmtechnologie. Es zeigt, wie einfach eine Smart-Home-Beleuchtung funktionieren kann. Zugleich ist es kompatibel und erweiterbar um andere Produkte der Hue-Familie.“

Im Idealfall also das Beste aus den zwei sich überschneidenden Welten „Smart Lighting“ und „Connected Lighting“, deshalb auch leider nicht billig. Dass allerdings eine nagelneue, „intelligente“, knapp 20 Euro teure E27-LED-Retrofit nur mit Ra >80 und einer nicht besonders rund strahlenden Lichtkeule kommt – das ist für mich kein Idealfall. Und wer auf die unzähligen Möglichkeiten eines Internet-basierten Netzwerks verzichten kann, für den gibt’s Fernsteuer-Insellösungen mit LED-Lampen woanders günstiger.

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