Philips legt mit „Hue Lightstrip Plus“ nach: Helle RGBW-LED-Lichtstreifen

Es ist schon das 19. Produkt aus der stetig wachsenden Philips-„Hue“-Lampen- und -Leuchtenfamilie: Die zwei und ein Meter langen „Lightstrip Plus“-LED-Streifen können ab Oktober mit RGBW-Technik nicht nur farbiges Licht, sondern auch flexibel regelbare weiße Farbtemperaturen liefern – mit bis zu 1600 Lumen. Damit sind sie auch für helle, indirekte Grundbeleuchtung geeignet.

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Indirektes Licht aus Möbelsockeln, Decken-Hohlkehlen („Vouten“), Dachschrägen, Regal- oder Wand-Ecken: Die neuen „Hue Lightstrip Plus“ eignen sich für zahlreiche Einsatzbereiche in der Wohnung – wegen ihres sehr weichen, flexiblen Kunststoffmantels sogar auf unebenen oder gebogenen Flächen. (PR-Fotos: Philips, nachbearbeitet)

Philips-Hue-Lightstrip-Plus-RegalVia „Hue“-Netzwerk und -App fernsteuerbare, selbstklebende LED-Streifen kennen wir von Philips eigentlich schon seit fast zwei Jahren: „LightStrips friends of hue“ hießen damals die zwei Meter langen Teile mit flexibel mischbaren roten, grünen und blauen LED-Chips (RGB).

Sie dienten mit maximal 120 Lumen Lichtstrom allerdings eher für stimmungsvolle Deko- und Akzent- als für Allgemeinbeleuchtung. Rund 90 Euro für ein Exemplar waren dafür ein sehr stolzer Preis – und das auch noch ohne die zur Steuerung notwendige „Hue Bridge“. Lange dürfte dieses LED-Strip-Modell wohl nicht mehr auf dem Markt sein.

Zur Farbpalette gibt’s jetzt zusätzlich weißes LED-Licht

Jetzt nach Philips nämlich nachgelegt und wird ab Oktober in Europa und Nordamerika was weitaus Potenteres verkaufen: Die neuen „Hue Lightstrip Plus“ können nicht nur RGB-Farben additiv in bis zu 16 Millionen Nuancen mischen, sondern zusätzlich weißes Licht liefern (RGBW) – stufenlos durchstimmbar zwischen sehr „warmen“ 2000 Kelvin und „kalten“ 6500 K Farbtemperatur. Das ist prinzipiell die gleiche Bestückung, die auch die von mir sehr gut getestete, mobile „hue Go“-Leuchte aufweist.

Die maximale Helligkeit der neuen, zwei Meter langen LED-Streifen wird bei „neutral-weißen“ 4200 K erreicht – dann sollen es laut englischsprachigem Datenblatt 1600 Lumen sein. Das übertrifft den Lichtstrom einer traditionellen 100-Watt-Glühlampe und sollte bereits für die Grundbeleuchtung eines mittelgroßen Raumes reichen.

Bis zehn Meter Gesamtlänge erweiterbar

Falls sie diese Helligkeit besser verteilen wollen, können Sie bis zu neun weitere Ein-Meter-Strips in Serie anschließen (UVP 24,95 € pro Stück). Dann gibt’s allerdings keine 8000 Lumen, weil die Maximalleistung aller Streifen automatisch soweit reduziert wird, dass das 24-Watt-Netzteil nicht abraucht. Also bleibt es unabhängig von der Länge bei insgesamt rund 1600 lm – selbstverständlich stufenlos dimmbar. Auch das Gegenteil einer Verlängerung ist möglich: Alle 33 cm dürfen Sie die Streifen durchschneiden, wenn mal kein Platz für die vollen zwei Meter Länge ist.

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Das Grundpaket für 79,95 € (UVP) umfasst einen zwei Meter langen, 12 mm breiten und 3 mm dünnen „Lightstrip Plus“ (PR-Foto oben) sowie einen Trafo mit 100 bis 240 Volt Wechselspannung auf der Primär- und 24 Volt Gleichspannung auf der Sekundärseite. Bei Volllast müssen Sie in dieser Basiskonfiguration mit rund 21 Watt Leistungsaufnahme rechnen.

Die „Hue Bridge“ ist nicht im Basispaket

Im Preis nicht enthalten ist allerdings eine „Hue Bridge“, die als zwingend notwendiges „ZigBee“-Interface zwischen Ihrem WLAN-/Internet-Router und den fernsteuerbaren Leuchtmitteln dient. Den Farbwiedergabindex gibt Philips mit Ra >80 zwischen 2000 und 4000 Kelvin Farbtemperatur an, die Lebensdauer mit mindestens 20.000 Leuchtstunden. Der Halbwertswinkel dürfte bei rund 120 Grad liegen – der Hauptlichtkegel umfasst also etwa ein Drittel eines Vollkreises.

Wie mir ein Philips-Sprecher auf Nachfrage erklärte, gebe es außer der LED-Bestückung einen weiteren wesentlichen Unterschied zu den bisherigen „LightStrips friends of hue“: Das Kunststoffmaterial der neuen Streifen sei wesentlich flexibler und weicher als der Silikonmantel der alten. Dadurch halte auch der Klebestreifen auf der Rückseite der „Lightstrip Plus“ auf sehr unebenen oder stark gebogenen Flächen, wo bisher eine LED-Streifen-Montage kaum möglich war. Noch ein Argument mehr für’s schnelle Umrüsten auf das neueste Mitglied der „Hue“-Familie – ein Werbevideo dazu gibt’s hier.

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LED-Außenwandleuchten bei Lidl: Bis zu 800 Lumen für knapp 20 Euro

Fünf LED-Außenwandleuchten-Modelle liegen ab morgen (Donnerstag, 3. September, Prospektausschnitt unten) in den Lidl-Filialen. Für 19,99 Euro bekommen Sie entweder einflammige Varianten mit Bewegungsmelder oder Leuchten ohne Sensor mit zwei hellen GU10-Strahlern.

Lidl-LED-Aussenleuchten-08-15LED-Licht für die Außenwände von Häusern, Garagen, Gartenhäuschen etc. wird immer effizienter und heller, aber netterweise nicht unbedingt teurer. Lidl hat beispielsweise ab diesem Donnerstag als Aktionsangebote für jeweils knapp 20 Euro fünf Edelstahl-/Acrylglas-Modelle von „Briloner Leuchten“, die laut EU-Vergleichstabelle ein bis zwei 50 Watt starke PAR16-Halogen-Spots ersetzen können (im Online-Shop leider schon ausverkauft).

Drei Varianten der Lidl-Eigenmarke „Livarno Lux“ haben einen integrierten, justierbaren Bewegungsmelder und einen nicht dimmbaren, aber auswechselbaren GU10-Hochvolt-LED-Retrofit-Strahler mit 5 Watt, 400 Lumen Lichtstrom, 3000 Kelvin Farbtemperatur und EU-Ökolabel A+. Abstrahlwinkel und Farbwiedergabindex werden leider verschwiegen, sind aber für diesen Leuchtentyp mit Chromreflektoren in der Realität schwer zu beziffern bzw. beim Außeneinsatz von LEDs auch nicht vorgeschrieben.

Ohne Bewegungsmelder wird’s doppelt so hell

Die beiden LED-Außenwandleuchten ohne Sensor bieten zum Ausgleich sogar zwei dieser GU10-Spots, die mit jeweils 400 lm nach oben und unten strahlen. Das übertrifft in der Gesamthelligkeit die meisten 60-Watt-Glühlampen, sorgt also nachts für weithin sichtbare Licht-Action an der Wand – mit nur 10 Watt Leistungsaufnahme.

Zum Vergleich: Genau so helle Leuchten kosteten vor gut einem Jahr bei „Bauhaus“ noch 49 Euro. Selbst Aldi Süd wollte für vergleichbare „Ranex“-Modelle mit etwas weniger Lichtstrom im Frühjahr 2014 noch rund 30 Euro (im April 2015 waren’s dann ebenfalls nur 19,99 Euro). Und in der Preisregion um 20 Euro gab es bei verschiedenen Anbietern nur wesentlich schwächere LED-Außenwandleuchten.

Mit Sensor etwas höherer Stromverbrauch

Die aktuell von Lidl beworbenen Sensorleuchten sind natürlich im Verhältnis zur Helligkeit etwas weniger sparsam als die 10-Watt-Varianten, weil Bewegungsmelder normalerweise einen Eigenverbrauch von 0,5 bis 1 Watt haben, der sowohl im Standby-Betrieb als auch bei aktivierter Leuchte anfällt. Statt bis zu 5 wird Ihr Verbrauchsmessgerät also eher rund 6 Watt anzeigen. Immerhin gibt’s hier keine Kompatibilitätsprobleme, wie sie häufig beim Zusammenspiel von sparsamen LED-Leuchten mit externen Sensoren auftreten, die ursprünglich für weitaus Watt-stärkere Halogenlampen konstruiert wurden.

Rätselhaft ist mal wieder die Lidl-Informationspolitik: Zwar wird freimütig die eher durchschnittliche Schutzart IP44 („spritzwassergeschützt“) genannt; die Pflichtangaben für die Nennlebensdauer der GU10-LED-Spots (Leuchtstunden, Schaltzyklen) fehlen jedoch sowohl in der Beilage als auch im Online-Angebot. Mit einer über die gesetzliche Gewährleistung hinaus gehenden Garantie dürfen Sie leider ebenfalls nicht rechnen.

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Verkappte LED-Schnäppchen bei Aldi Süd, toom und Lidl

LED-Tagebuch (KW 17): Aldi-Leuchten …

Blog-Leserfrage (13): Sensoren für LED-Außenstrahler?

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