MeLiTec-LED-Lampen bei Aldi Nord: 14 Modelle, aber nur zwei Preise

Zum zweiten Mal in diesem Jahr bekommen Sie bei Aldi Nord großteils sehr farbtreue MeLiTec-LED-Lampen (Screenshot-Ausschnitt unten, gültig ab 1. Juni). Die 14 nicht dimmbaren Modelle sind keine echten Neuheiten, werden jedoch überwiegend zu neuen Preisen angeboten.

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Mindestens viermal pro Jahr finden Sie in den Aldi-Nord-Filialen MeLiTec-LED-Lampen oder -Leuchten für den Innenbereich; dazu kommen hin und wieder ein paar wetterfeste Leuchtmittel aus Ense im Sauerland für draußen. Am kommenden Montag (1. Juni) ist es wieder soweit: 14 nicht dimmbare Retrofits und drei Außen-Wandleuchten-Varianten warten auf LED-Sparfüchse. Die dürfen trotz der Mini-Einheitspreise von 3,49 und 4,99 Euro auf eine Nennlebensdauer von durchweg 25.000 Leuchtstunden und 50.000 Schaltzyklen hoffen und müssen großteils auch keine Abstriche bei der Farbtreue machen, die so gerne bei zahlreichen Billig-Baumarkt– und Discounter-Sonderangeboten vernachlässigt wird.

So protzen die 7 Watt starken GU10-/E14-/GU5.3-Spots mit einem Farbwiedergabeindex von mindestens Ra 90, 345 Lumen Lichtstrom (entspricht EU-offiziell 50-W-Hochvolt- bzw. 35-W-Niedervolt-Halogenstrahlern) und 1000 Candela Lichtstärke aus sechs SMD-LED-Chips, 36 Grad Halbwertswinkel sowie einer Farbtemperatur von 3000 Kelvin, die etwas “kühler” wirkt als die gewohnten Halos. Im Januar kosteten sie noch knapp 6, jetzt nur rund 5 Euro.

Nicht jedes Angebot ist jetzt billiger

MeLiTec-Aldi-Nord-06-15-2Keine Ersparnis seit der letzten Aktion gibt’s bei den genau so farbtreuen E27- und E14-Rundstrahlern mit 6 bzw. 6,5 Watt, 470 Lumen und 2700 Kelvin (PR-Foto rechts, entspricht 40-Watt-Glühlampen).

Die Abstrahlwinkel werden leider nicht genannt, dürften aber bei der “Birne” ca. 230 und bei der “Kerze” maximal 160 Grad betragen. 4,99 Euro sind allerdings für solche Ra-90-Retrofits immer noch ein guter Preis. Dass hier und anderswo aktuell nicht viel Luft nach unten ist, liegt vor allem am schwachen Euro-Kurs, der mittelfristig spektakuläre LED-Deals schwierig bis unmöglich macht.

50 Cent mehr für klare “Kerzen” und “Tropfen”

Aldi-Nord-MeLiTec-Kerze-63-1-06-15So kann es dann auch passieren, dass manche MeLiTec-Modelle diesmal sogar etwas teurer sind als im Januar: Statt 2,99 müssen Sie jetzt jeweils 3,49 Euro für zwei klare E14-LED-“Kerzen” und einen E27-“Tropfen” mit nominell 250 Lumen hinlegen (25-W-Glühlampen-Äquivalent).

Die beiden 4-Watt-Versionen gehören mit mindestens Ra 90 ebenfalls zu den Varianten mit hoher Farbtreue; mein Blog-Kooperationspartner “David Communication” hatte die L63-1 (PR-Foto links) mit Ra 93,5 und knapp 268 Lumen gemessen (pdf-Download des Messprotokolls).

Der Halbwertswinkel blieb trotz der hübschen Lichtverteiloptik leider unter 110 Grad (pdf-Download des Diagramms). Das komplett klare 3,5-W-Modell hat offiziell nur einen durchschnittliche Lichtqualität (Ra 80), schaffte jedoch im Labor immerhin Ra 84,2 und 270 lm (pdf-Messprotokoll) sowie einen ausgezeichneten Abstrahlwinkel von rund 256 Grad (Diagramm).

Breitstrahler kosten jetzt einen Euro weniger

MeLiTec-L45-ausZu den “alten Bekannten” zählen die sehr breit strahlenden 5-Watt-“Reflektorlampen” mit GU10- und GU5.3-Sockeln für 4,99 Euro (Foto rechts: W. Messer). Vor einem Jahr kosteten sie noch einen Euro mehr und konnten sowohl im Labor als auch – nach kleinen “Startschwierigkeiten” – in der Alltagspraxis überzeugen.

Wir hatten damals unter anderem 376 Lumen insgesamt sowie 293 lm innerhalb von 120 Grad, Farbwiedergabeindex Ra 84,2 (Messprotokoll) und ca. 110 Grad Halbwertswinkel gemessen (Diagramm) – das übertraf die Nennwerte teils deutlich. Drei GU5,3-Exemplare arbeiten seither anstandslos bei mir in einer Deckenleuchte und spendieren mit ihren knapp 3000 Kelvin vergleichsweise “neutrales” und großflächiges Licht – jedenfalls in Relation zu den 2700-K-Niedervolt-Halogenlampen, die ursprünglich drin steckten.

Halbierter Preis für die matten 4-Watt-Lampen

MeLiTec-E27-ausNur halb so teuer wie im Mai 2014 sind die matten, “warm-weißen”, offiziell 4 Watt starken und sehr farbtreuen E27- und E14-Lampen (links das Modell L54-1, Foto: W. Messer): 3,49 statt 6,99 Euro sind ein starkes Lockmittel, zumal Sie auf Basis unserer damaligen Testergebnisse mehr Licht mit weniger Stromverbrauch als genannt bekommen.

284 Lumen aus rund 3,5 Watt, Farbwiedergabeindex 91,6 mit einem Superwert von 81,6 für die Zusatz-Messfarbe “Rot gesättigt”/R9 (Download des Messprotokolls) sowie ca. 230 Grad Halbwertswinkel (Diagramm) halte ich bei diesem Preis für ziemlich sensationell. Übertriebene Helligkeit dürfen Sie natürlich nicht erwarten; nur etwas mehr als jene von 25-W-Glühlampen.

Für draußen gibt’s auch noch drei Leuchten

Wenn Ihnen diese reiche Auswahl nicht reicht, können Sie sich am Montag außerdem bei drei MeLiTec-LED-Außen-Wandleuchten für je 26,99 Euro bedienen. Hier gibt’s teils fest eingebaute Module mit insgesamt 7 Watt und 400 Lumen oder ein Modell mit zwei auswechselbaren GU10-Strahlern à 5 Watt (nicht identisch mit der Beschreibung 122 im MeLiTec-Shop). Es sind vermutlich die Hochvolt-Varianten L44 der oben vorgestellten 110-Grad-Lampen mit über 350 Lumen Gesamt-Lichtstrom – macht also mindestens 700 lm.

Die Lichtqualität ist in allen Fällen “Hausmannskost” (mindestens Ra 80), genügt jedoch locker den üblichen Ansprüchen für Außenbeleuchtung. Immerhin sind auch Dämmerungssensoren bzw. Bewegungsmelder eingebaut. Leider fehlen zumindest online die Nennlebensdauer-Werte für Leuchtstunden und Schaltzyklen, obwohl sie gerade für die beiden integrierten LED-Leuchten eminent wichtig wären. Noch ein Kritikpunkt: Die Schutzart IP43 halte ich für ziemlich schwach. Bei Unwettern peitschen Regen oder Hagel  auch gerne mal horizontal mit Macht gegen die Außenleuchten – da wäre IP44 etwas sicherer.

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LED-Tagebuch (KW 21): toom-Strahler, Osram-Split, Zumtobel-Umsatzrekord

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im “Blog-Telegramm” und in der Google+-Community “LED-Beleuchtung” – als LED-Tagebuch mit Updates und Ergänzungen.

LED-Kalender 2015


toom-LED-Gartenstrahler-05-1517.05.: Sehr sparsame LED-Gartenstrahler im Dreierpack halten die “toom”-Baumärkte für Sie bis zum 13. Juni zum “4 Wochen Dauersparpreis” von 39,99 Euro bereit (Prospektausschnitt rechts). Pro Edelstahl-Leuchte mit fest verbauten, nicht dimmbaren LED-Modulen kriegen Sie immerhin 210 Lumen Lichtstrom aus nur 1,8 Watt – das entspricht etwa einem 20-W-Hochvolt-Halogenspot.

Die Effizienz von über 116 lm/W ist auch angesichts der “warm-weißen” Farbtemperatur 3000 Kelvin bemerkenswert. Zum Vergleich: Die etwas günstigeren “Nema”-Gartenspots bei “Bauhaus” mit auswechselbaren GU10-Strahlern für knapp 13 Euro pro Stück brauchen 3 Watt für 260 Lumen (ca. 87 lm/W). Leider verrät “toom” weder Abstrahlwinkel, noch Lichtstärke oder Schutzart. Der Farbwiedergabeindex wird zwar ebenfalls verschwiegen, spielt aber für Außenbeleuchtung nur eine untergeordnete Rolle.


18.05.: Sind Sie risikofreudig genug für’s Haifischbecken “Licht-Markt”? Oder wollen Sie Ihr bestehendes LED-Geschäft erweitern? Dann können Sie jetzt für maximal 140.000 Euro (VB inklusive Warenbestand im Schätzwert von rund 25.000 € ) einen seit 2008 bestehenden, “etablierten und erfolgreichen” LED-Online-Shop übernehmen, der offiziell “aus gesundheitlichen und familiären Gründen” verkauft werden soll.

Dass drastisch sinkende Lampen- und Leuchtenpreise ebenfalls eine Rolle spielen könnten, zeigt die Umsatzentwicklung des nicht namentlich genannten Internet-Ladens: 2013 waren es 265.000 Euro, 2014 nur noch 213.000 € – und das bei immerhin knapp 10.000 registrierten Kunden. Über die daraus generierte Rendite wird leider nichts verraten. Im Januar 2014 hatte ich zum Thema “sinkende Handelsspannen für LED-Händler” geschrieben: “Vermutlich wird man künftig mit weniger als 2 Millionen Euro Jahresumsatz auch als Familienbetrieb keinen ausreichenden Profit mehr machen.”

Update: Heute hat sich auf die “Blog-Telegramm”-Meldung hin schon ein ernsthafter Interessent bei mir gemeldet, obwohl ich selbst mit dieser Aktion nichts zu tun habe.


ESC-Village-Wien-rot-blau
19.05.: LED-Leuchten von Osram und seiner neuen italienischen Tochter “Clay Paky” sorgen laut Pressemitteilung diese Woche für die Lichtinszenierungen beim “Eurovision Song Contest” in Wien. Die Auftritte der Sänger und Musiker in der Stadthalle werden unter anderem von motorgesteuerten “Moving Head”-Scheinwerfern beleuchtet, Lightify-ESC-Appdie für dynamische Farbeffekte, Projektionen und Lichtkegel sorgen.

Im “Public Viewing”-Bereich auf dem Rathausplatz wird außerdem ab heute eine spezielle Variante des Osram-“Lightify”-Systems eingesetzt. Hier können die Besucher mit einer Smartphone-App und der ESC-üblichen 12-Punkte-Skala innerhalb der ersten 60 Sekunden eines Songs über die Auftritte der einzelnen Teilnehmer in den zwei Halbfinals sowie im Finale abstimmen und dadurch das Rathaus samt “Eurovision Village” in zahlreichen Farbstufen zwischen rot (“top”) und blau (“Flop”) tauchen (Screenshot/Fotos: Osram-PR).


19.05.: Mails an Leser mit AOL-E-Mail-Adressen (aol.de oder aol.com) kommen derzeit als unzustellbar an mich zurück. Offenbar sind die URLs www.fastvoice.de und fastvoice.net dort Opfer einer IP-Adressbereichssperre. Das gilt auch für (vergebliche) Versuche, Kommentare von Blogbeiträgen zu abonnieren. Hier laufen die automatischen Bestätigungs-Rückfragen an AOL-Accounts ins Leere. Mein Provider 1&1 hat bereits ein Delisting beantragt.


dr.-olaf-berlien-neu20.05.: Osram-Vorstandschef Olaf Berlin (PR-Foto links) hat diese Woche in einem Gespräch mit der “Süddeutschen Zeitung” die Abspaltungspläne für ca. 40% des Konzerngeschäfts mit derzeit rund 12.000 Mitarbeitern etwas konkretisiert. Danach soll der Bereich der traditionellen Leuchtmittel und einfachen LED-Retrofits (ohne “Lightify” etc.) möglichst schnell in eine rechtlich selbstständige Firma überführt werden – und zwar “in den kommenden zwölf Monaten”. Osram peile dort nur eine Minderheitsbeteiligung an.

Aktuell sei zwar kein weiterer Arbeitsplatzabbau konkret geplant, Berlien betonte jedoch: “Ich kann keinem eine Job-Garantie geben, das wäre unehrlich. Wir werden es nur schaffen, wenn wir wettbewerbsfähig sind. Am Ende entscheidet das der Markt, die Nachfrage nach bestimmten Produkten.” So seien (Kompakt-)Leuchtstofflampen vor nicht allzu langer Zeit noch sehr innovativ und gefragt gewesen; inzwischen gehe die Bedeutung aber stark zurück, weil LED-Leuchtmittel effizienter und langlebiger seien. Bereits am Tag nach Erscheinen des Interviews zog der Kurs der “Osram Licht AG”-Aktie wieder kräftig an – auf über 49 Euro.


Zumtobel-Werk-Dornbirn-Schweizerstrasse
21.05.: Den höchsten Umsatz seiner Firmengeschichte erzielte der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel nach vorläufigen Zahlen im Ende April abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 (PR-Foto oben: Das Werk in der Schweizerstraße in Dornbirn). Nach eigenen Angaben waren es über 1,3 Milliarden Euro, davon entfiel rund die Hälfte auf LED-basierte Produkte. 2013/2014 waren es nur 33,6%. Das operative Ergebnis (EBIT) sei dank “Anpassung der Werkskapazitäten, der Zusammenführung der bislang getrennten Vertriebsorganisationen von Zumtobel und Thorn sowie die konzernweite Bündelung der Einkaufsaktivitäten” auf 66,5 Millionen € gestiegen.

Tatsächlich wurden und werden Produktionsstätten außerhalb Österreichs verkleinert, verkauft oder komplett geschlossen – samt Arbeitsplatzabbau. Zumtobel will laut Vorstandschef Ulrich Schumacher zwar auch künftig nicht ganz auf die Leuchtenproduktion verzichten, langfristig aber nur noch wenige große Standorte selbst betreiben und stattdessen als General-Dienstleister zahlreiche Produkte von Auftragsunternehmen fertigen lassen.


OBI-Bojano-30cm22.05.: Zwischen 2 und 6 Euro billiger als üblich sind aktuell die “Bojano”-LED-Solarleuchten in den OBI-Märkten – dieses Sonderangebot gilt noch bis zum 31. Mai. Für 5,99 statt 9,99 € gibt’s die kleinste Variante mit zwei Mini-LEDs unter einer weißen Kunststoffkugel mit 15 cm Durchmesser. Knapp 10 statt 11,99 € kostet das 20-cm-Modell mit vier LEDs; 12,99 statt 16,99 € zahlen Sie für die 25-cm-Version; rund 15 statt 21 € sind’s bei der 30-cm-Leuchte (PR-Foto rechts).

Die 174 bis 516 Gramm schweren und maximal zwischen 46 und 73 cm hohen Varianten sind mit zweiteiligen Erdspießen sowie einer 1,2-Volt-Akku-Zelle ausgestattet und mit Schutzart IP44 einigermaßen Garten-tauglich. Angaben über Leuchtkraft oder Farbtemperatur werden nicht gemacht; vermutlich handelt es sich um “kalt-weiße” LEDs mit höchstens 0,05 Watt Leistung pro Stück, die relativ schwaches Deko-Licht bieten. Die beworbene Leuchtdauer von bis zu acht Stunden dürfte in unseren Breitengraden wegen der geringen Akku-Kapazität von maximal 600 mAh wohl nur bei sehr günstigen Bedingungen erreichbar sein.


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