E27-Doppeltest: „ELV by Xavax“ contra Osram-„LED Star Classic A 60“

Auf den ersten Blick haben diese E27-LED-Retrofits vieles gemeinsam: Beide sind nicht dimmbar, sollen mit mindestens 806 Lumen und weniger als 10 Watt Leistungsaufnahme 60-W-Glühlampen ersetzen und leuchten mit „warmweißer“ Farbtemperatur aus matter Plastikhaube. Laborwerte und Test enthüllen jedoch: Es gibt enorme Unterschiede zwischen dem Spezialmodell „ELV by Xavax“ und der neuen „LED Star Classic A 60“ von Osram.

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Kaum zu glauben, dass diese beiden LED-Lampen die gleiche Helligkeit und Farbtemperatur haben sollen: Links die „ELV by Xavax“ mit nominell 9,2 Watt, rechts die kleinere Osram-„Birne“ mit rund 8 Watt. Tatsächlich leuchten sie sehr unterschiedlich. (Fotos: W. Messer)

60-Watt-Glühlampen waren und sind mit Abstand die meistverwendeten Leuchtmittel in mitteleuropäischen Haushalten. Wenn also jemand auf LED-Technik umstellt, fängt er oder sie häufig genau dort an. Inzwischen gibt es gerade dafür unzählige E27-Retrofits unterhalb der magischen „Zehnergrenzen“: Weniger als 10 Euro Stückpreis, unter 10 Watt Leistungsaufnahme. Ziemlich preisgünstig und problemlos wird diese Umrüstung vor allem, wenn Sie auf Dimmbarkeit verzichten können. Nervige Geräusche, Flackern, Flimmern, Einschaltverzögerungen oder überdimensionierte Lampengehäuse bleiben Ihnen dann meistens erspart.

Was Sie jedoch nicht vermissen wollen: Angenehme, „warmweiße“ Lichtfarbe, ausreichende Helligkeit und Farbtreue, möglichst rund und homogen strahlendes Licht und lange Lebensdauer sowie Garantiezeit. Die beiden Testkandidatinnen passen zumindest von den offiziellen Daten her gut in dieses „Beuteschema“, obwohl sie schon von außen und ohne „Saft“ ziemlich unterschiedlich aussehen:

ELV-Xavax-Osram-8W-aus

„Stiftung Warentest“-Sieger mit neuem Label

ELV-Xavax-10W-Pack-vorneFangen wir mal mit der linken Lampe an. Die ist ein typisches „Badge-Engineering“-Produkt, kommt von der Hama GmbH & Co. KG in Monheim, heißt dort „Xavax High Line“, hat gerade erst einen „Stiftung Warentest“-Vergleich gewonnen und kostet eigentlich einen satten zweistelligen Betrag.

Elektronik-Versender ELV verkauft sie aktuell als „ELV by Xavax“ ohne weitere Herkunftsangabe („made in ?“) in Blister-Verpackung (Foto links) und will einzeln nur 7,95 Euro dafür bzw. knapp 22 Euro im Dreier-Set. Wo ist da der Haken? Um es vorweg zu nehmen: Es gibt keinen.

Stabiles Licht ohne großes Murren und Surren

In meiner offenen, hängenden Testfassung leuchtete die Lampe nach rund einer halben Sekunde Einschaltverzögerung stabil, flacker- und weitgehend flimmerfrei (siehe unten). Ein leises Surren war in stiller Umgebung auf höchstens fünf Zentimeter Distanz vernehmbar – also absolut Schlafzimmer-geeignet.

Nach meiner Standard-Warmlaufzeit von zwei Stunden (die auch mein Partnerlabor vor seinen Messungen einhalten muss) zeigte mein „Energy Master Profi-2“-Messgerät 9,4 Watt bei einem elektrischen Leistungsfaktor von 0,58. Die Profis von „David Communication“ maßen mit 9,6 W und Faktor 0,59 fast identische Werte, während die Lampe bei ELV selbst im „LightSpion“ von „Viso Systems“ aus Dänemark reichliche 10,2 W nuckelte (pdf-Download) – vermutlich kalt, ohne langen Vorlauf.

ELV-Xavax-Daten-Flicker
Die Rückseite der ELV-Blisterverpackung mit den wichtigsten Daten – hier von mir ergänzt durch den Screenshot der „Flicker Tester“-App von „Viso Systems“, die der LED-Lampe bei einer Bezugsfrequenz von 100 Hertz weitgehende Flimmerfreiheit attestierte. Auch beim Fotografieren waren weder Flimmern noch Modulationsstreifen im Display zu sehen.

An der heißesten Stelle des weißen Aluguss-Gehäuses – oben, nahe des Sockels – registrierte das Infrarot-Thermometer zu diesem Zeitpunkt moderate 74 Grad. Die matte Kunststoffhaube unten blieb mit ca. 25° gefahrlos berührbar. Die 12 cm lange, maximal 6 cm breite und 73 Gramm schwere „Birne“ hat zwar keine Kühlrippen oder -Öffnungen, scheint aber die innen erzeugte Wärme auch so ganz gut nach außen ableiten zu können. Es besteht also berechtigte Hoffnung, dass die Nennlebensdauer von 25.000 Leuchtstunden und 40.000 Schaltzyklen keine unerfüllbare Prophezeiung bleibt.

Vergesst die offiziellen Daten – die Lampe kann’s besser

Und wie sieht’s mit der Kernkompetenz dieser LED-Lampe aus – dem Leuchten? Erstaunlich gut, sogar besser als versprochen. In der Ulbricht-Kugel wurden knapp 942 Lumen Lichtstrom ermittelt – ca. 136 lm mehr als der Nennwert (pdf-Download des gesamten Messprotokolls). Dass die Farbtemperatur der Leuchtdioden von „Seoul Semiconductor“ (Südkorea) mit rund 2600 Kelvin etwa 100 K unter der offiziellen Angabe blieb und die „ELV by Xavax“ somit etwas „wärmer“ leuchtet, werden wohl nur wenige Kunden als Nachteil registrieren.

ELV-Xavax-Spektrum
Das Spektraldiagramm der „ELV by Xavax“ zeigt nur ein kleines Blau-Hügelchen, dafür viel Schmackes um den orange-roten „Color Peak“ bei 628 Nanometer Wellenlänge und eine weit ins Tiefrote reichende Flanke rechts.

Wie die Spektralverteilung schon vermuten lässt, zeigt die Lampe auch bei den Farbtreue-Messungen keine Schwächen: Ra 92,4 für den „allgemeinen Farbwiedergabeindex“ aus acht Messfarben, ordentliche 61,1 bei der besonders anspruchsvollen Zusatzfarbe „Rot gesättigt“ (R9) und sehr gute 92,9 bei „Hautfarbe Rosa“ (R13). Dass „Blau gesättigt“ (R12) mit 82,3 eher durchschnittlich ’rüberkommt, mag man einer „warmweißen“ LED-Lampe verzeihen.

Die „ELV by Xavax“ mag sattrote Ducatis

Bei meinem Standard-Farbtreue-Bild mit zwei Motorrädern im Kleinformat auf weißem Untergrund (Weißabgleich „Tageslicht“, ohne Nachbearbeitung) wird die Präferenz für Rot-Töne deutlich – etwas zu Ungunsten der tiefblauen Yamaha:

ELV-Xavax-10W-Farbtreue

An der kräftigen Wiedergabe des satten Ducati-Rots gibt’s wenig zu Meckern; die Orange-Verschiebung von Weiß und Schwarz ist typisch für diese Farbtemperatur und ein unangenehmer Grün- oder Rosa-Stich ist mir nicht aufgefallen. Insgesamt ergibt das eine sehr angenehme Darstellung von angestrahlten Gegenständen oder Lebewesen.

Angesichts dieser Performance ist es umso erstaunlicher, dass die „ELV by Xavax“ nach unseren Messergebnissen eine Effizienz von fast 100 Lumen pro Watt schafft. Mit einem Energieeffizienzindex (EEI) von 0,13 verdient sie sich das EU-Ökolabel A+ souverän. Für diese Leistungsklasse ist das lange nicht selbstverständlich, zumal die Differenz zwischen Ra 80 und Ra 90 bei LEDs häufig auch einen Effizienzverlust von bis zu 25% bedeutet.

Die Einbaulage ist schon fast egal

Bleibt noch der Check des Abstrahlwinkels, der laut ELV 240 Grad beträgt. Bei einer universell einsetzbaren E27-„Birne“ sollte die Lichtkeule ja möglichst rund und homogen sein. Schauen wir mal auf das Leuchtbild:

ELV-Xavax-10W-Leuchtbild

Das sieht doch ziemlich gut aus, oder? Laien würden das wahrscheinlich kaum vom Lichteindruck einer matten 60-Watt-Glühlampe unterscheiden können. Und tatsächlich ermittelte das Labor sogar einen Halbwertswinkel von ca. 252 Grad (pdf-Download des Diagramms), was bedeutet, dass innerhalb dieses Raumwinkels mindestens die Hälfte der maximalen Lichtstärke abgestrahlt wird, es aber außerhalb davon auch noch hübsch hell wird. Die Einbaulage (stehend, hängend, horizontal) spielt also nur eine untergeordnete Rolle – im Gegensatz zu zahlreichen E27-LED-Lampen mit 160 Grad oder noch engerem Halbwertswinkel.

Mein Testurteil:

Von einer „warmweißen“ LED-Lampe für knapp 8 Euro, die aus weniger als 10 Watt deutlich mehr als 900 Lumen mit über Ra 92 Farbtreue und einem Halbwertswinkel von gut 250 Grad ’rausholt, hätten wir noch vor zwei Jahren kaum zu träumen gewagt. ELV-Xavax-10W-DetailDie von Hama gelieferte „ELV by Xavax“ (Lampenaufdruck rechts) ist zwar nicht dimmbar und auch etwas groß geraten, lässt aber sonst fast keine Wünsche offen. In vielen Fällen kann diese „Birne“ wegen ihrer außergewöhnlich großen Helligkeit sogar als Ersatz für matte 75-Watt-Glühlampen genügen und somit ein Sparpotenzial von rund 87 Prozent bieten.

Wer angesichts dieser Leistung an der hohen Nennlebensdauer zweifelt, darf sich zudem mit einer fünfjährigen Garantie des Produzenten Hama bei „sachgemäßem Einsatz“ und „nichtgewerblicher Nutzung“ beruhigen. Meine strenge, bis Fünf reichende LED-Bewertungsskala belohnt dieses außergewöhnliche Preis-/Leistungsverhältnis mit sehr guten
LED-Stern halbdreieinhalb Sternen.

Osrams „Billig-Birne“ aus deutscher Produktion

Osram-E27-8W-A60-Pack-vornIhnen sind 8 Euro für den „warmweißen“ LED-Ersatz einer 60-Watt-Glühlampe schon zu teuer? Kein Problem: Osram montiert im bayerischen Eichstätt unter anderem die nicht dimmbare  „LED Star Classic A 60“ mit 8 Watt, rund 800 Lumen und 2700 Kelvin. Und die wird mit Blister-Verpackung (Foto rechts) teils für unter 5 Euro verkauft – nicht schlecht für Markenqualität „made in Germany“ mit drei Jahren Garantie, oder?

Na gut: Ein Großteil der Komponenten stammt natürlich aus asiatischer und nicht aus deutscher Produktion, sonst wäre bei diesem Preisniveau nicht viel Gewinn zu machen. Und dann hat man auch noch drauf geachtet, möglichst wenig teures Aluguss-Gehäusematerial zu verschleudern: Das Lämpchen ist mit 11 cm Lange, maximal 6 cm Durchmesser und 64 Gramm Gewicht ziemlich kompakt und leicht geraten. Die matte Haube ist natürlich aus Kunststoff, logo.

Deutlich anderer Lichteindruck als bei der ELV

Im direkten Vergleich zur „ELV by Xavax“ fällt aber nicht nur der Größenunterschied auf, sondern auch das Licht: Es wirkt subjektiv deutlich „kälter“ (das Foto ganz oben mit Weißabgleich „Tageslicht“ gibt das leider nicht korrekt wieder) und gebündelter. Auf der Packung und im Osram-Datenblatt findet sich leider kein Hinweis auf den Halbwertswinkel; in Online-Shops kursieren Werte von 200 oder 220 Grad. Die sollten Sie aber nicht zu ernst nehmen, wie mein Leuchtbild verrät:

Osram-E27-8W-A60-Leuchtbild

Sehen Sie? Das ist eher eine Akzentbeleuchtung als ein Rundstrahler. Das meiste Licht geht nach oben und schräg zu den Seiten – unterhalb des Sockels bleibt’s ziemlich duster. Fotoapparat kaputt, Fotograf besoffen? Nein, das Profi-Labor von „David Communication“ verrät die bestürzende Wahrheit: Diese aktuelle Osram-„Birne“ bleibt tatsächlich weit hinter den Abstrahl-Fähigkeiten von vielen anderen, auch wesentlich älteren Osram-Modellen zurück und hat nur rund 124 Grad Halbwertswinkel (pdf-Download des Diagramms).

Ein ähnliches Ergebnis kam übrigens auch schon Anfang des Jahres bei der „Stiftung Warentest“-Messung eines 10 Watt starken Vorgängermodells heraus. Damals waren’s gerade mal 120 Grad – ein derart geringer Wert, dass ich ihn kaum glauben wollte. Unabhängig von den weiteren Messwerten und Beobachtungen: Diese Lampe entfaltet ihre Talente nur, wenn sie gezielt eingesetzt wird. Also beispielsweise hängend über dem Esstisch oder stehend in einer Leuchte zur Deckenanstrahlung. Universelle Anwendung? Können Sie leider vergessen – Potenzial verschenkt.

Die Osram-Daten sind wahrheitsgetreu

Osram-E27-8W-A60-FlickerDenn sonst gäbe es eigentlich keinen Grund zur Klage: In meiner offenen, hängenden Testfassung startete die „LED Star Classic A 60“ ohne merkliche Verzögerung, blieb komplett still, laut „Flicker Tester“-App auf dem iPod auch so gut wie flimmerfrei (Screenshot links) und selbst nach zwei Stunden Dauerleuchten ziemlich „cool“: Maximal 62 Grad oben am heißesten Gehäusepunkt, rund 25 Grad unten an der Haube.

Die Osram-Angaben für die Leistungsaufnahme wurden auf den Punkt bestätigt: Bei mir waren’s 8,1 Watt bei einem Leistungsfaktor von 0,60; im Labor ebenfalls 8,1 W und Faktor 0,61. Ob die Nennlebensdauer von 15.000 Leuchtstunden und 100.000 Schaltzyklen ebenfalls hinhaut, kann ich während eines zumutbaren Testzeitraums natürlich nicht verifizieren.

Helligkeit, Lichtfarbe? Alles okay!

Osram-E27-8W-DatenEin paar andere Daten, die hinten auf der Packung stehen (Bild rechts), konnten dagegen die Mess-Profis in Reppenstedt nachprüfen: Die Ulbricht-Kugel dort sammelte gut 828 Lumen Lichtstrom ein – etwas mehr als versprochen (pdf-Messprotokoll).

Die offizielle Farbtemperatur von 2700 Kelvin wurde mit 2692 K außergewöhnlich gut getroffen, obwohl ich subjektiv eher auf 2800 oder mehr getippt hätte.

Eine leichte Übererfüllung des Solls gab’s beim „allgemeinen Farbwiedergabeindex“: Ra 82,1 – klingt okay, ist aber noch nicht die volle Wahrheit. Zu der zählt nämlich auch der sehr schwache Wert für die Zusatz-Messfarbe „Rot gesättigt“ (R9 = 8,3). Keine Jubelstürme lösen außerdem „Fliederviolett“ (R8 = 57,9), „Blau gesättigt“ (R12 = 73,5) oder „Gelb gesättigt“ (R10 = 79,1) aus.

Das dazugehörige Spektraldiagramm mit der Strahlungsleistung in Milliwatt pro Nanometer Wellenlänge kennt man so ähnlich von vielen Ra-80-LED-Lampen: Signifikanter Blau-Hügel links, sanfter Anstieg bis zum relativ kurzwelligen „Color Peak“ bei knapp 609 nm (Gelb-Orange) und relativ steiler Abfall nach rechts in Richtung Tiefrot.

Osram-A60-8W-Spektrum

Dafür wirkt das  Standard-Farbtreue-Foto mit der sattroten Ducati „Panigale“ und der tiefblauen Yamaha R1 im Kleinformat auf weißem Untergrund (Weißabgleich „Tageslicht“, ohne Nachbearbeitung) noch recht anständig:

Osram-E27-8W-A60-Farbtreue

Osram-E27-8W-A60-LabelIm Vergleich zum selben Motiv unter der „ELV by Xavax“-Beleuchtung fallen beim Osram-Licht beispielsweise die etwas blasseren Farben und die stärkere Gelb-Verschiebung auf. Der fokussiertere Kegel macht sich dagegen durch eine hellere Ausleuchtung und sehr klar abgegrenzte, starke Schattenwürfe bemerkbar. Bei der ELV-Lampe mit ihrer breiteren Streuung sieht das deutlich „weicher“ aus. Was Ihnen besser gefällt? Geschmackssache.

Die Osram „LED Star Classic A 60“ kann jedenfalls mit sehr hoher Effizienz punkten – über 100 Lumen pro Watt, EU-Ökolabel A+ (Packungsausschnitt rechts) und einem Stromsparpotenzial von fast 87% gegenüber einer ähnlich hellen 60-Watt-Glühlampe. Eines der Vorgängermodelle brauchte für die gleiche Helligkeit noch satte 10 Watt – das nenne ich mal technischen Fortschritt.

Mein Testurteil:

Ja, diese nicht dimmbare 8-Watt-LED-Lampe Osram-E27-8W-A60-Detail(Datenaufdruck rechts) ist mit knapp 5 Euro ziemlich günstig, wird dennoch in Deutschland endmontiert, hat keine sichtbaren Verarbeitungs- oder Qualitätsmängel, erfüllt all ihre Leistungsversprechen und erspart uns nervige Geräusche, Flackereien, Flimmereien oder Hitzeorgien.

Ich frage mich aber ziemlich ratlos, was das Osram-Produktmanagement wohl geritten hat, einen E27-„Glühbirnen“-Ersatz mit nur 124 Grad Halbwertswinkel auf den Markt zu bringen. Rundstrahler sind was anderes – siehe beispielsweise die ELV-Lampe oben. Das sollte jeder wissen, der die neueste Version der Osram „LED Star Classic A 60“ kauft, und sich bitte nicht auf den teilweise kolportierten Wert von 200 oder gar „220° Abstrahlwinkel“ verlassen. Dafür rückt meine LED-Bewertungsskala nicht mehr ’raus als
zwei Sterne.

(Offenlegung: Ich habe beide Testlampen regulär gekauft und verdiene auch keinen Cent, wenn Sie auf einen der Online-Shop-Links im Beitrag klicken und das ebenfalls tun.)

Mehr zum Thema:

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19 Gedanken zu „E27-Doppeltest: „ELV by Xavax“ contra Osram-„LED Star Classic A 60“

    • Steht in der LED-Skala: So viel kann’s nur für dimmbare Lampen geben. Die dreieinhalb Sterne sind also das absolute Optimum für „normale“, nicht dimmbare Modelle ohne weitere Fähigkeiten (beispielsweise flexible Farbtemperatur).

    • Danke für die Info, in der Skala steht nämlich bei vier Sternen nicht, dass sie dimmbar sein muss, sondern dies wird nur bei fünf Sternen erwähnt.

      • Bitte nochmal genau lesen: Bei 4 Sternen steht u. a.: „mit kleinen Einschränkungen dimmbar“. Hatte schon einen Schreck gekriegt, dass ich das dort eventuell vergessen hatte. 😉

      • Stimmt, sorry.

        Aber um beim Test zu bleiben, die Xavax ist wirklich interessant. Werde ich mir auf jeden Fall mal zulegen. Außerdem die Philips 8718696490846 und dann mal schauen, welche für meine Kellerbeleuchtung besser geeignet ist.

  1. Kaum zu glauben, dass ausgerechnet Hama eine Retrofit auf den Markt bringt, mit der ich (vermutlich) rundum glücklich werde.

    Schade dagegen bzw. eigentlich schon traurig, wie wenige deutsche Traditionsunternehmen wie Osram oder Narva in Sachen anspruchsvolle LED-Beleuchtung zu bieten haben…

  2. Osrams höchst herausfordernde Zuordnung von Eigenschaften und Produktfamilien ist bis hin zum Verpackungsdesign einfach nur eine Zumutung. „Classic“ darf man einfach keine engwinkelig strahlende A60-Lampe nennen. Meine Hochachtung gilt Wolfgang Messers Fotoapparat, der aus dem centsparenden grau-auf-Altpapier-Druck noch was halbwegs lesbares rausholte.

  3. Durch das Blogtelegramm bin ich auf die Marke »ELV by Xavax« gestoßen und habe mir, bekräftigt durch die hilfreichen Messergebnisse auf der Händlerwebsite, gleich drei verschiedene Lampen dieser Marke zum Testen besorgt.

    Nun, ich bin von meinen Testkandidaten — E27: 9,2 und 6,2 Watt; G10: 6,2 Watt — durchwegs begeistert. Alle Leuchtmittel sind still, für meine anspruchsvollen Augen flimmerfrei (nur die Smartphonekamera erkennt hochfrequentes Flimmern, das deutlich über den üblichen 100 Hz liegt) und bestechen durch ihr sehr glühlampenähnliches Licht.

    Vor allem der GU10-Strahler mischt eine Extraportion Rot ins Licht hinein, sodass ich absolut keinen Unterschied zu einem Halogenleuchtmittel feststellen kann. Die beiden E27-Lampen lassen im direkten Vergleich etwas Röte vermissen — das ist aber Meckern auf sehr hohem Niveau. In einer Leuchte verbaut, ist kein Unterschied mehr zu einer Glühlampe erkennbar.

    Erstaunlich, welch Lichtqualität man heute schon für 5 bis 8 Euro bekommt. Erstaunlich ist leider auch, was sich so manch namhafte Hersteller, die in den Regalen sämtlicher Super- und Baumärkte zahlreich vertreten sind, immer noch für prähistorische Farbwiedergabeindizes teuer bezahlen lassen.

    In diesem Sinne bedanke ich mich bei Herrn Messer für die Empfehlung!

  4. Das finde ich ja nicht schlecht, dass es auch etwas gerichteter abstrahlende Birnen gibt, denn oft braucht man den Lichtanteil zum Gewinde hin nicht (somit gewinnt man hier uU einiges an Helligkeit gegenüber einem Rundstrahler. Es gibt von Osram ja auch andere Bauformen, die einen größeren Winkel abdecken. Kann man ja bei Bedarf auch kaufen.
    Wesentlicher wäre, dass sie nicht auch nach wenigen Monaten ausfallen, wie die 806lm-Birne aus Rumänien……

    • Interessant – das mit der Defekthäufigkeit von A60-Lampen aus rumänischer Osram-Produktion habe ich in letzter Zeit von mehreren Quellen gehört. Offenbar gibt’s da Exemplare, deren Vorschaltelektronik sogar in offenen Leuchtengehäusen bei längerem Betrieb thermische Probleme kriegt, die zuerst flackern und später nur noch glimmen oder komplett dunkel werden. Ich selbst kann das nicht bestätigen, weil ich keine Lampe aus dieser Baureihe besitze.

      Und zum Thema „kleiner Halbwertswinkel“ schrieb ich ja im Beitrag, dass der nicht in jedem Fall verkehrt ist:

      „Diese Lampe entfaltet ihre Talente nur, wenn sie gezielt eingesetzt wird. Also beispielsweise hängend über dem Esstisch oder stehend in einer Leuchte zur Deckenanstrahlung.“

      Nur mit der universellen Einsatzbarkeit wird’s halt nix.

  5. Was mir generell bei den Osram-Milchglasbirnen und Kerzen nicht gut gefällt, dass das Milchglas nicht gleichmäßig erleuchtet wird, sondern man noch immer deutlich die Lichtquellen durchsieht. Das können andere besser, auch die obige ELV, oder Philips…..

    • Vermutlich will man bei Osram die Optik der matten Glühlampen nachahmen, die sahen im Betrieb nämlich ganz ähnlich aus; freilich mit größerem Abstrahlwinkel. Möglicherweise wird durch diese „frosted“-Optik auch die Lichtdurchlässigkeit erhöht, da durch die geringere Streubreite weniger Licht ins Innere zurück gestreut wird. Da kommt es natürlich auch darauf an, ob die Hauben tatsächlich gefrostet sind (sprich, die Oberfläche angeätzt wurde) oder eine zusätzliche (und damit Licht schluckende) Lackschicht aufgetragen wurde.

  6. Und die nächste Osram Made in Romania hin. Diesmal kein 60-Watt-Äquivalent, sondern eine 40W Tropfen-E27: AA68608/6W

    Ich muss mich schon wundern, welcher Pfusch da in Rumänien zusammengemurkst wird. Ich könnte noch verstehen, dass 2 von 3 Birnen (806lm/60W-Ersatz) hin sind, wenn es dieselbe Serie ist (die dritte kommt sicher auch noch dran, sie wird nur nicht oft verwendet), aber wenn es nun auch die 40W-Ersatz Tropfenform betrifft, frage ich mich schon, was da schiefläuft…..
    Mal brennt sie, mal nicht, ähnlich wie bei den 2 größeren….
    Diese Birne war 400 Tage in Betrieb, sicher in Summe keine 2000 Stunden und vielleicht (max) 4000 Zyklen.

  7. Hallo,

    habe diese Woche verspätet die Baugleiche I-Glow Lampe für 5,99 Euro bei Norma gekauft.

    Heute zufällig bei Müller Drogerie in München die Xavax Highline entdeckt – ausgepreist mit 5,99. Im Kassensystem 9,99, auf Nachfrage die 4 Euro zurückbekommen und angeblich kein Preisfehler, sondern nur ein sehr alter Preis. Bloß welcher von beiden nun der alte ist, fraglich.
    Die Info bekam ich nicht, wurde ignoriert 🙂 .

    I-Glow neben Xavax
    Xavax mit Preisauszeichnung

    Also, wer bei Müller Drogerie ist, einfach mal nachschauen 😉

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