Im Test: Neue 7-Watt-Philips-LED-Lampe als 60-Watt-„Glühbirnen“-Ersatz

Jetzt gibt’s eine besonders preisgünstige, effiziente und kompakte Philips-LED-Lampe, die mit nur 7 Watt traditionelle 60-Watt-„Glühbirnen“ ersetzen soll – eine Kampfansage an die Billig-Konkurrenz. Der Test mit Laborwerten enthüllt allerdings, dass diese nicht dimmbare E27-Retrofit teilweise Schwächen bei der Farbwiedergabe sowie der Deklaration ihrer Helligkeit und Maße hat.

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Ein ungewöhnliches Bild bietet der Blick auf die neue Philips-LED-Lampe: Unter der teiltransparenten Glashaube sind die 24 Halbleiter-Lichtquellen gut zu erkennen – das erinnert nur entfernt an die alten Glühlampen. (Fotos: W. Messer)

Schlanke 3,99 Euro kostete diese nicht dimmbare Philips-LED-Lampe Ende letzter Woche in vielen „Kaufland“-Filialen; ihre unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 5,99 Euro: Mit nur 7 Watt soll die namenlose E27-Retrofit 806 Lumen Lichtstrom mit „warmweißer“ Farbtemperatur 2700 Kelvin erzeugen und so eine besonders günstige und stromsparende Nachfolgerin von 60-Watt-Glühlampen sein.

Äußere Form und Präsentation wagen die Synthese aus Kunstlicht-Klassik und -Moderne – mit dem Claim „It’s classic – it’s LED!“ auf einer traditionellen Kartonverpackung und einer leicht mattierten, bis fast hinunter zum Sockel gezogenen Glashaube in Birnenform, von diesem nur durch einen weißen Alugussring getrennt. Ein echtes Gehäuse wie bei anderen Philips-Modellen gibt’s nicht:

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Die Bauteile der Vorschaltelektronik werden weitgehend unten im silbernen Schraubsockel versteckt und sind nur teilweise von oben durch einen schmalen, klaren Haubenteil zu sehen:

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Das dürfte auch die hartnäckigsten „Glühbirnen“-Fans milde stimmen, die sich schon seit Jahren über teils klobige, hässliche Gehäuse oder offensive „High Tech“-Anmutungen von E27-LED-Lampen mokieren. Noch geiler wär’s für sie natürlich, wenn auch alles andere wie gewohnt wäre – zum Beispiel die Größe. Und hier geben die Packungsangaben (siehe Fotomontage unten) und das Online-Datenblatt schon den ersten Dämpfer: Insgesamt 110 mm lang und bis zu 61 oder 60 mm dick soll sie sein, die neue Philips-Retrofit. Echt – so fett?

Philips-E27-7W-Pack-oben-Daten

Zum Vergleich: Eine 60-Watt-Glühlampe hat nur ca. 95 x 55 mm zu bieten und wiegt rund 26 Gramm. Wer jedoch Oma und Enkelin direkt nebeneinander in die Hände legt, merkt sofort: Sooo unterschiedlich groß und schwer sind die beiden gar nicht. Und tatsächlich ergab meine grobe Messung der neue Philips-LED-Lampe erträgliche 105 x 57 mm sowie schlappe 43 Gramm Gewicht – das sollte für die meisten Leuchtengehäuse kompakt und leicht genug sein. Ob die „Birne“ auf ihrem Weg vom Produktionsland Polen zu uns wohl etwas geschrumpft ist und das Produktmanagement in den Niederlanden bekam’s in der Eile der Markteinführung nicht mit?

Beim längerem Betrieb geht Helligkeit flöten

Noch ein Deklarationsproblem: Der Lichtstrom. Zwar wirkte die Lampe vor allem direkt nach dem Einschalten ziemlich „kühl“ und hell, erinnerte mich dabei sehr an die Lichtfarbe der neulich getesteten 8-Watt-Osram-„LED Star Classic A 60“, leuchtete aber nach längerem Betrieb irgendwie anders als zuvor. Objektiv beurteilen kann das jedoch ein höchst beeinflussbarer und ungenauer menschlicher Sehapparat nicht – da muss schon das Profi-Labor meines Kooperationspartners „David Communication“ ’ran. Hier lieferte die Lampe im kalten Zustand noch 784 Lumen, was jedoch für meine Standard-Testprozedur keine Rolle spielt.

Denn hier zählt allein das Licht nach zwei Stunden Dauerlauf … und da waren’s nur noch 728 Lumen, knapp 10% weniger als die versprochenen 806 lm (pdf-Download des Messprotokolls). Immerhin blieben die Leistungsaufnahme (6,7 Watt), der elektrische Leistungsfaktor (ca. 0,60), die Farbtemperatur (2646 Kelvin) und der „allgemeine Farbwiedergabeindex“ aus acht Messfarben (Ra 81,8) weitgehend auf dem Niveau der Werksangaben.

Mit Ach und Krach noch in A++

Philips-E27-7W-LabelMit einem Energieeffizienzindex von 0,11 schafft die warmgelaufene Philips-LED-Lampe gerade noch so das beworbene, beste EU-Ökolabel A++ (Packungsausschnitt links). Dabei scheint dieser Lichtstromverlust nichts mit einer nennenswerten Hitzeentwicklung zu tun zu haben.

In meiner offenen, hängenden Testfassung hatte die Lampe nach zwei Stunden maximal 48 Grad an der heißesten Stelle oben am Sockel. Im stehenden Betrieb waren’s oben an der Haube sogar nur 39 Grad. Man könnte fast vermuten, dass im Innern ein Kühlgas zirkuliert – ähnlich wie bei LED-„Fadenlampen“.

24 LEDs liefern stilles, flimmerfreies Licht

Philips-E27-7W-FlickerStörende Surrgeräusche habe ich zu keinem Zeitpunkt gehört; die Einschaltverzögerung blieb mit unter einer halben Sekunde schön kurz und weder das Kamera-Display noch die „Flicker Tester“-App von „Viso Systems“ (Screenshot rechts) registrierten ein nennenswertes Flimmern. Index 0,0 und eine Rate von nur 3% bei einer Bezugsfrequenz von 100 Hertz sind sehr gut und selbst von flimmersensiblen Menschen nicht wahrnehmbar.

Wenn irgendwas den subjektiven Lichteindruck stört, dann ist es die gut sichtbare Anordnung der LED-Chips unter der teiltransparenten Haube. Dort kleben an einem mittigen „Türmchen“ rundherum acht vertikale Reihen mit jeweils drei SMD-Chips, die vor allem viel seitliches Licht bieten. Dieses Prinzip erinnert teilweise an ältere „Segula“-Modelle, teils auch an die ersten „Cree“-Retrofits mit ihrem „Filament Tower“. Die Auswirkungen sehen Sie auf dem Foto ganz oben im Beitrag, hier in meinem Standard-Leuchtbild …

Philips-E27-7W-Leuchtbild

… und im Abstrahldiagramm meines Partnerlabors, das eine liegende Nierenform mit starken Einbuchtungen nach oben und unten zeigt (pdf-Download). Philips-E27-7W-Aufdruck-obenTraditionelle Glühlampen strahlen erheblich runder und homogener.

Dennoch gehört die Philips-Angabe „300 Grad“ nicht zu den Deklarationsmängeln: Der Halbwertswinkel beträgt in Wahrheit sogar gut 309 Grad und ist damit auf dem hohen Niveau der trendigen „Filament“-LED-Lampen. Der Blick von oben (Foto links) zeigt jedoch das Manko der teilweisen Abschattung in Richtung Haubenspitze.

Farbwiedergabe sieht besser aus als die Laborwerte

Wie Labor-Messwerte auf’s falsche Gleis führen können, zeigt auch die Beurteilung der Farbtreue. Die sieht für die Philips auf dem Papier bei den für LED-Lampen besonders schwierigen Einzelwerten teils nicht gut aus: Magere 55,6 für „Fliederviolett“ (R8), nur 76,6 bei „Blau gesättigt“ (R12) und sehr schwache 6,4 für „Rot gesättigt“ (R9). Der komplette Farbwiedergabeindex aus 14 Messfarben beträgt unterdurchschnittliche 77,1. Außerdem liegt die Farbspitze des Spektraldiagramms bei knapp 609 Nanometer Wellenlänge noch im ziemlich hell-orangefarbenen Bereich – in Richtung Rot tut sich wenig.

Das alles verspricht eigentlich nichts Gutes für mein Standard-Farbtreue-Motiv mit einem sattroten und einem tiefblauen Motorrad im Kleinformat auf weißem Untergrund (Weißabgleich „Tageslicht“, ohne Nachbearbeitung). Und dennoch gelingt Philips mal wieder das Kunststück, das reflektierte Licht eines Ra-80-LED-Leuchtmittels nach mehr aussehen zu lassen:

Philips-E27-7W-Farbtreue

Natürlich ist das erkennbar nicht das Produkt einer Ra-90-Lampe, vor allem nicht bei der Ducati links, wirkt aber für eine „warmweiße“ Lichtfarbe erstaunlich ausgewogen und neutral. Die übliche Ocker-Gelb-Verschiebung ist nicht übertrieben, sogar das dunkle Blau bleibt noch als solches erkennbar. Vielleicht findet ein Hardcore-Glühlampen-Anhänger das Philips-Licht sogar zu „kühl“.

Meistens kommt dieser Eindruck jedoch nur durch den direkten Blick auf eine LED-Lampe – besonders bei diesem Modell mit seiner nicht wirklich matten Haube. Wer aber ausschließlich die Wirkung im Raum und auf angestrahlte Objekte beurteilt, nimmt das Halbleiter-Licht als deutlich „wärmer“ wahr.

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Bleibt noch ein Hauptargument für die Umrüstung auf LED-Beleuchtung: Die längere Haltbarkeit. Hier müssen Sie allerdings bei der neuen Philips-Lampe kräftige Abstriche machen: Nur 10.000 Leuchtstunden und 20.000 Schaltzyklen Nennlebensdauer sowie keine von der gesetzlichen Gewährleistung abweichende Garantiezeit zeigen, dass ein billiger Einkauf teils eine gewisse Bescheidenheit bei der Anspruchshaltung der Kundschaft fordert. Die im gleichen Segment angebotene neue Osram-„LED Star Classic A 60“ verspricht allerdings immerhin 15.000 Stunden, 100.000 Zyklen und drei Jahre Herstellergarantie.

Mein Testurteil:

Philips-E27-7W-Pack-hintenWer sich für um oder unter 5 Euro keine Wunderlampe verspricht, könnte mit der neuen Philips-LED-Lampe ganz gut bedient sein (das Bild rechts zeigt die Rückseite der Kartonverpackung). Hier fehlen zwar Dimmbarkeit, Top-Farbwiedergabe, ein Teil der versprochenen Helligkeit, eine wirklich runde, homogene Abstrahlung sowie eine lange Nennlebensdauer oder Garantie.

Diese E27-Retrofit ist jedoch deutlich kompakter als angegeben (weiß der Kuckuck, warum das Philips auf der Packung und im Datenblatt nicht korrekt ’rüberbringen kann), kommt ihrem Vorbild äußerlich sehr nahe und liefert eine durchaus akzeptable Lichtfarbe und -qualität. Surren, Flimmern oder lange Bedenkzeiten beim Einschalten sind ihr fremd.

Mit unter 7 Watt Leistungsaufnahme und einer von uns gemessenen, hervorragenden Warmbetrieb-Effizienz von knapp 109 Lumen/Watt taugt die Retro-designte Philips in vielen, nicht besonders anspruchsvollen Alltags-Einsatzbereichen als enorm energiesparender Ersatz für 60-Watt-Glühlampen. Auf meiner bis Fünf reichenden, strengen LED-Bewertungsskala ist das ein klarer Fall für
zwei Sterne.

(Offenlegung: Die beiden Test-Exemplare wurden regulär im Handel gekauft und bleiben zur Dauer-Praxisprüfung in der Familie bzw. bei „David Communication“.)

Mehr zum Thema:

E27-Doppeltest: „ELV by Xavax“ contra Osram-„LED Star Classic A 60“

Test: „massive“-LED-Pendelleuchte – Philips-Technik zum Kampfpreis

LED-Ersatz für 100-Watt-Glühlampen: Philips CorePro gegen Osram A100

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14 Gedanken zu „Im Test: Neue 7-Watt-Philips-LED-Lampe als 60-Watt-„Glühbirnen“-Ersatz

  1. Schon ungewöhnlich, dass ein Markenprodukt kalt bereits unter seiner Lumenangabe bleibt! Selbst bei kleinen Marken wie Müller ist mir so was nur für den Warmzustand in Erinnerung.

    Gibt es eigentlich Vorgaben, ob die Lichtleistung bei jedem Exemplar oder nur im Mittel erreicht werden muss?

    • Gibt es in den Nachprüfungsregeln der EU-Verordnung 1194/2012 (hier in Bezug auf die Lumen- bzw. Glühampen-Äquivalenzangaben anhand der bekannten Vergleichstabelle):

      „Wenn nur die Äquivalenzangabe auf ihre Einhaltung der Anforderungen nachgeprüft wird, reicht es aus, 10 Lampen zu prüfen, die soweit möglich zu annähernd gleichen Anteilen aus vier nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Quellen stammen. Erfüllung der Anforderungen: Die durchschnittlichen Ergebnisse der Lampen des Prüfloses weichen um nicht mehr als 10% von den Grenzwerten, Schwellenwerten oder angegebenen Werten ab.“

      Das gemessene Testexemplar würde also noch knapp die Vorgaben erfüllen.

  2. Pünktlich zu Halloween – immer auch ein Halali zur Eröffnung der Lampensaison in Baumärkten, Einrichtungshäusern und Discount-Supermärkten und früher als Martinstag mit Laternenprozessionen gefeiert, annonciert der TOOM-Baumarkt eine E27- PHILIPS-LED-Filament-Retrofitlampe „Standardform“ mit 5Watt und 806 lm, entsrechend 60W (das EU-amtliche Äquivalent).

    Wow, nichts wie hin und das Effizienz-Wunderwerk (obschon ich aus eigenen Experimenten weiss, dass sowas durchaus machbar wäre) unter die Lupe genommen (ohne die ist das Kleingedruckte auf der nicht ganz barrierefreien Verpackung im trendy „Deco Classic“ Design auch nicht zu entziffern). Hier backt man allerdings kleinere Brötchen: Zwar sollen die 806 Lumen stimmen (kann man ohne Ulbrichtkugel auch garnicht verifizieren) aber die ziehen angeblich doch satte 7,5W und damit glatt 50% über der Angabe in der „Preisknaller“-Beilage im örtlichen Werbeblatt (Kommentar der Verkäuferin: „Aber darauf kommt es doch nicht an“) und mit 9,99 Euro ist das auch kein wirklicher Preisknaller mehr.

    Trotzdem sind 88% Energiersparnis auf der Verpackung ausgelobt, wofür die Lampe aber nur 7,2 Watt ziehen dürfte. Die Pflichtangabe 8kWh/1000h ist dann ebenso kaum kongruent. Frage: wie weit darf ein Marken-Platzhirsch wie PHILPS denn schummeln ohne eine Abmahnung zu riskieren? Immerhin steht ehrlicherweise „Made in China“ drauf und ein Blick ins Innere des Schraubsockels des „nicht-dimmbar“ deklarierten Spartrafo-Schaltnetzteil auf Basis eines 8-beinigen ICs namens DU8612 der wohl auch aus chinesischer Produktion stammt und nicht aus der konzerneigenen Chipschmiede NXP, die wohl zu teuer war. Tatsächlich werden die angeblichen 806lm aus 6 parallel-geschalteten Filamenten gezuzelt, was die vergleichweise moderate Lebensdauerangabe von 15000 Stunden erklärt.

    • Das ist nur ein Typografiefehler in der Beilage und in den Online-Angeboten, auf den ich anfangs auch hereingefallen bin, und keinesfalls eine absichtliche „Schummelei“ von Philips oder „toom“. Auf den zweiten Blick sieht man sogar die tatsächlichen Watt-Werte, wenn man sich den jeweiligen „Space“ weiter links oder ganz weg denkt:

      toom-Philips-11-15

      Da liest man beispielsweise E27/4, 3 W mit einer irreführenden Leerstelle zwischen Komma und Zehntelwert der Watt-Angabe. Solche Zahlen müssen natürlich zusammen geschrieben werden, wie es „toom“ bei anderen LED-Produkten auch tut. Korrekt wären die Leistungsangaben 2,3 Watt bei den 250-Lumen-„Kerzen“ und -„Tropfen“ für 6,99 Euro, 4,3 W bei der 470-lm-Lampe für 7,99 € und 7,5 W (statt E27/7, 5 W) bei der 806-lm-„Birne“ für knapp 10 Euro.

      Ich hatte das alles schon ausführlich für’s Blog-Telegramm am Montag vorbereitet.

      Die EU-Pflichtangabe von 8 kWh/1000 h bei der 7,5-W-Lampe ist absolut korrekt, weil im Label immer auf den nächsthöheren vollen Wert aufgerundet werden muss. Die „8“ müsste also da auch stehen, wenn die Lampe tatsächlich nur 7,1 W ziehen würde.

      Dass das rechnerische Einsparpotenzial bei 7,5 W eigentlich nur 87,5 und nicht 88% betragen würde, können wir wohl als „unerhebliche Differenz“ oder auch „Korinthenkackerei“ abhaken. Nicht immer steckt ein Betrug dahinter, wo man einen vermutet.

      Die Preise bei „toom“ entsprechen übrigens exakt den Philips-UVPs und sind demnach keine besonders günstigen Angebote.

  3. Den LED-Treiber-IC (samt integriertem 700V-Power-MOSFET) bekommt man übrigens über AliExpress unter 16 Dollarcents (10 000 Stück frei Haus nach D). Bei dem Onlinehandels-Preisniveau dürfte sich die einst PHILIPS-eigene NXP in der Tat schwer tun, gegenzuhalten, ohne in die roten Zahlen zu rutschen.

  4. Danke Herr Messer und ein grosses Lob an Sie für Ihre Seite und Ihren ausführlichen Testversuchen und wissenswerten Informationen zur Led Beleuchtung. Für Menschen wie mich, die viel Wert auf gutes Licht im Innenräumen legen, ist Ihre Seite die beste Informationsquelle für den unübersichtlichen Markt-Dschungel der Led Lampen vieler Hersteller zum Kauf angeboten werden.
    Erfreulich ist ja, das die Led Lampen von den Bauformen und dem Aussehen sich in die Richtung der klassischen Halogenlampe bewegt,wie jetzt auch die kommenden neuen Philips Classic Lampen mit der Fassung Gu 10 im Glaskörper oder die neue Osram Parathom Retrofit Par 16 im Glaskörperdesign… Ich hoffe das Sie vielleicht auch ein ausführlichen Test über diese neu herausgebrachten Lampen machen könnten 🙂
    Aber warum bringen die Hersteller wie jetzt Philips zum Beispiel mit der oben von Ihnen getesteten Led Lampe,neue Leuchtmittel auf dem Markt nur mit 80Ra? Ist es nur eine Preisfrage der Hersteller, das man solche Led-Lampen nicht gleich mit 90Ra Led verbaut beziehungsweise auf dem Markt bringen kann? Dann wären die Ledlampen in Form und Farbwiedergabe schon eher der gute Ersatz für die guten alten stromfressenden Glüh oder Halogenlampen.

    • Danke für das Lob! Bei solchen „Glaskörper“-LED-Strahlern sind wir nicht unbedingt auf die „Großen“ angewiesen – so was von LCTW hatte ich schon Anfang des Jahres im ausführlichen Test.

      Für viele Anwendungen ist Ra >80 durchaus akzeptabel – nicht jeder nimmt den Unterschied zu höherwertigen Lampen in der Praxis wahr. Leider ist Ra >90 technisch-physikalisch bedingt ca. 20 bis 25 Prozent ineffizienter und meist auch um mindestens diesen Prozentsatz teurer. Als Kunde hat man immerhin inzwischen bei fast allen Anbietern die Wahl.

  5. Habe oben beschriebenes Modell seit 15.11.2015 im Einsatz.
    Nach etwa 2 Monaten kam es zu sporadischem Flackern.
    Vor wenigen Tagen blieb sie dann total dunkel. Die Lichtfarbe gefiel mir
    eigentlich ganz gut, für ein „Markenprodukt“ aber unterirdische Qualität.

  6. Die unabhängigen Messungen der Olino folgt, dass mehrere Philips LED-Lampen eine Heizung Problem habben. Das Aufwärmverhalten einer LED-Lampe enthält interessante Info über wie viel oder wenig die LED belastet wird. Während des Aufwärmphase wird die Beleuchtungsstärke und Leistung vermessen und deren Werten mit einander verglichen. Wird die Beleuchtungsstärke viel kleiner als die Leistung, dann kann das bedeuten, dass die LED (zu) viel belastet wird, was die Lebensdauer verkürzt. Hat Ihr das auch gemessen?

    • Wir messen eigentlich prinzipiell Leistungsaufnahme, Lichtstrom etc. erst nach zwei Stunden Dauerlauf. In diesem Fall haben wir aber auch die Kaltlaufwerte ermittelt (steht im Beitrag), wo es anfangs 784 Lumen gab, die warm auf 728 lm zurückgingen – allerdings bei weitgehend gleicher Effizienz.

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