LED-Nennlebensdauer: Alles über Leuchtstunden und Schaltzyklen

Die Hersteller müssen für ihre LED-Leuchtmittel eine Nennlebensdauer veröffentlichen – in Leuchtstunden und Schaltzyklen. Woher können die das so genau wissen, und dürfen wir Kunden uns auf diese Angaben verlassen?

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Zwei Feinde einer LED-Lampe: Die Zeit und der Lichtschalter. (Fotos: Batholit@Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain / W. Messer / Adrevruas@Wikimedia Commons, Lizenz: CC-by 3.0, nachbearbeitet)

10, 15, 25 Jahre oder sogar noch längere Lebensdauer versprechen die LED-Anbieter für ihre Lampen und Leuchten. Bei vielen Modellen mag das durchaus stimmen, aber wirklich wissen kann man’s nicht. Schließlich wird LED-Beleuchtung im Haushalt erst seit höchstens fünf Jahren in nennenswertem Umfang eingesetzt. Außerdem beziehen sich diese Angaben nicht auf den Dauerbetrieb, sondern nur auf durchschnittlich 2,7 Stunden Aktivität pro Tag.

Deshalb stehen auf den Verpackungen und Datenblättern unter anderem prognostizierte „Leuchtstunden“. Die könnte man – ausgehend vom Durchschnitts- „Normgebrauch“ – durch 1000 teilen und hätte dann die ungefähre Lebensdauer in Jahren. Aber in Wirklichkeit ist das nicht so einfach. Die Hersteller lassen ihre neuen Lampen nämlich nicht erst 25.000 Stunden dauerleuchten, bevor sie die Teile auf uns loslassen. So ein Testlauf würde fast drei Jahre dauern; bis dahin gäbe es schon mindestens sechs verbesserte Nachfolgemodelle und die Lampe wäre völlig veraltet.

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6000 Stunden müssen meist genügen

Die meisten Anbieter und professionellen Tester wie die Österreichische Energieagentur oder „Stiftung Warentest“ belassen es deshalb bei höchstens 6000 Stunden und regelmäßigen Zwischenmessungen, um Rückschlüsse auf die verbleibende Leistungsfähigkeit nach 25.000 Stunden ziehen zu können. Die DIN-Richtvorgabe für LED-Module war bisher: Am Ende des Dauerlaufs müssen bei mindestens 50% der Exemplare einer Serie noch ≥ 70% des Anfangs-Lichtstroms da sein (nennt sich „L70B50“). Eine einheitliche EU-Regelung/Messmethode zur Ermittlung der Nennlebensdauer von LED-Lampen gab es bis September 2013 noch nicht.

Ab März dieses Jahres schreibt die EU-Ökodesignverordnung vor, dass wenigstens 90% der Exemplare eines LED-Leuchtmittel-Modells 6000 Leuchtstunden überleben und dann noch mindestens 80% der ursprünglichen Helligkeit liefern müssen. Alle weiteren Vorgaben – etwa zur Schaltfestigkeit (≥ 15.000 Zyklen, wenn die LED-Nennlebensdauer ≥ 30 000 Stunden beträgt, sonst mindestens die Hälfte der Leuchtstunden) und der Frühausfallrate (maximal 5% nach 1000 Stunden) – bleiben auf dem Stand vom vorigen September. Nachgeprüft wird die tatsächliche Einhaltung von den jeweiligen Landesbehörden nach einer EU-einheitlich festgelegten Stichproben-Methode.

Nach der LED-Nennlebensdauer wird’s nicht duster

Wenn also auf der Verpackung eines seriösen Herstellers was von „Lebensdauer: 15.000 Leuchtstunden“ steht, heißt das nicht, dass die Lampe ab der 15.001. Stunde komplett dunkel bleibt. Sie hat bis dahin nur einen Teil ihres angegebenen Lichtstromwertes verloren. Eine 806-Lumen-„Birne“ wird Sie dann vermutlich noch mit mindestens 600 Lumen beglücken können – kein Grund zum Wegwerfen.

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Schaltzyklen- und Leuchtstunden-Nennwerte auf den Packungen verschiedener LED-Lampen – jeder Hersteller hat dafür seine eigene Symbolik. (Fotos: W. Messer)

Schon die auf 6000 Stunden begrenzte Dauerprüfung kostet allerdings über acht Monate Zeit. Schneller geht’s mit erschwerten Testbedingungen, die einen längeren Gebrauch simulieren. Beispielsweise macht die österreichische Firma LEDON gut dreiwöchige „HASS-Tests“ (für „Highly Accelerated Stress Screening“).

Dabei setzen die Techniker laut Unternehmensangaben das Leuchtmittel pausenlos in relativ kurzen Abständen extremen, ständig wechselnden äußeren Bedingungen aus. Dazu gehörten Temperatursprünge zwischen +80 und -25 °C und wieder zurück innerhalb von nur zehn Minuten. In der Hochtemperaturphase werde die Lampe außerdem immer wieder an- und ausgeschaltet.

Zusätzlich gebe es einen Feuchtigkeitstest, bei dem die LED-Lampen über einen längeren Zeitraum eine relative Luftfeuchtigkeit von 85 Prozent bei 85 Grad Hitze aushalten müssten. Die Leuchtdioden selbst stecken solchen „HASS“-Stress normalerweise locker weg; alles darum herum wird aber kräftig gefordert: Lötstellen, Verklebungen, Silikonüberzüge, Vorschaltelektronik, Gehäusematerial.

LED-Lampen mit „Thermostat“

In diversen neuen Marken-LED-Lampenmodellen (etwa Spots von Osram und LEDON) arbeitet deshalb eine Hitzeschutz-Schaltung, die die Leistung ab einer bestimmten Temperatur herunterregelt oder kappt. Nach einer Abkühlphase gibt’s dann automatisch wieder volle Power. Sehr schön testen kann ich das mit meinen Zwillings-Strahlern im Tonstudio, wo die GU10-LED-Spots ihr Licht nach unten und die Hitze nach oben ins enge, geschlossene Gehäuse strahlen. Da gibt’s fast keinen Luftaustausch zur Kühlung. Für die Lampen ist das der „worst case“ und auch so ’ne Art „HASS-Test“.

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Extrembedingungen für meine LED-Testspots: Enge Strahlergehäuse ohne Kühlluftöffnungen oben. (Foto: W. Messer)

Bessere Lebensumstände haben vermutlich die einzelnen Lampen, die von LEDON bereits seit drei Jahren im Dauerbetrieb getestet werden. Die sollen laut Unternehmens-Info mittlerweile über 25.000 Stunden absolviert haben und immer noch keine Ermüdungserscheinungen zeigen.

Tatsächlich sind ohnehin nicht die LED-Chips die Schwachpunkte eines Leuchtmittels. Die schaffen auch über 50.000 Stunden Dauerbetrieb. Hilft aber nichts, wenn etwa die Kondensatoren, Trafos und Gleichrichter im Treiber lange vorher schlapp machen.

Zwar legen’s die Hersteller vermutlich nicht darauf an, dass ihre Lampen nur eine bestimmte Zeit funktionieren – das wäre auch kaum exakt genug zu determinieren. Sie müssen jedoch die Material-Einkaufskosten im Zaum halten, sonst leidet die Gewinnspanne – vor allem bei stetig sinkenden Verkaufspreisen.

Viele Schaltvorgänge können schaden

Da wirbt manches Unternehmen sicherheitshalber lieber mit konservativen Leuchtstunden- und Schaltzyklen-Zahlen, um nicht in den Verdacht der Hochstapelei zu geraten. Denn auch viele Ein-/Aus-Schaltungen können die Lebensdauer der Lampen-Elektronik verkürzen, unabhängig von den Betriebsstunden.

Deshalb kann es passieren, dass nur jeweils kurzzeitig, aber häufig genutzte Leuchtmittel in Treppenhäusern oder Fluren vor dem Erreichen ihrer Nennlebensdauer den Geist aufgeben. Verbraucherschützer raten bei Haushaltsbeleuchtung, mit durchschnittlich mindestens zehn Schaltzyklen täglich zu rechnen.

Top-Modelle halten locker über 100.000 Zyklen aus

Osram gibt beispielsweise in seinen Datenblättern Ein- und Ausschalt-Testphasen von jeweils 30 Sekunden an (also eine Minute für einen kompletten Schaltzyklus), kann so innerhalb von 70 Tagen 100.000 Zyklen schaffen und diese (oder mehr) auch für viele seiner Modelle garantieren – ganz ohne Extrapolation oder Hochrechnung.

Den Leuchtdioden selbst kann das ziemlich egal sein. Moderne Chips stecken Milliarden von Schaltzyklen unbeeindruckt weg. Das müssen sie auch, wenn sie etwa mit Schaltregern in der Lampe „gepulst“ werden. Betroffen von der vorzeitigen Alterung ist allein die Elektronik. Für LED-Lampen gilt deshalb die auch von anderen Elektrogeräten bekannte Ausfallverteilung nach der „Badewannenkurve“ (Grafik: Wyatts, McSush, El Grafo @ Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain):

Badewannen-Kurve
In der ersten Zeit verabschieden sich also sehr schnell und mit relativ hoher Rate die fehlerhaften „Montagsexemplare“; alle anderen Lampen haben danach eine lange Zeit mit wenigen Ausfällen, und erst sehr viel später steigt die Ausfallrate altersbedingt wieder an.
Osram-Spot-Treiber
So vollgepackt präsentiert sich das Innere eines dimmbaren Osram-LED-Spots: Elektronische Bauteile bis zum Abwinken – und das ist nur die Oberseite der Platine. (Foto: W. Messer)

Bei supergünstigen LED-Leuchtmitteln aus dubiosen Fernost-Quellen müssen Sie übrigens gar nicht so genau wissen, was mit den Packungsangaben gemeint ist. Diese „China-Kracher“ sind nämlich unter anderem deshalb so extrem billig, weil sich die Hersteller anständiges Material und ausgiebige Tests sparen, sondern lieber ausgewürfelte Traumwerte drauf schreiben, die – je nach Gemütslage des Kunden – für Lachanfälle oder Heulkrämpfe sorgen. Wenn so eine Wunderlampe mal keinen Augenkrebs verursacht und auch noch jahrelang durchhält, dann ist es reiner Zufall.

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23 Gedanken zu „LED-Nennlebensdauer: Alles über Leuchtstunden und Schaltzyklen

  1. Interessante Infos, danke Wolfgang.
    Vor allem das mit einer eingeb. Schutzschaltung bei einigen neueren LEDON / Osram Modellen. Deine Downlights sind dbzgl. schon extrem, bei mir ist die Spot-Umrandung zwar gleich eng oder enger, aber dahinter befindet sich ein offener Deckenhohlraum.
    Philips empfiehlt bei den MasterLED Spots zB. offene/gut belüftete Leuchten, ok offen nach vorne ist jede Leuchte, gut belüftet sind Einbaustrahler normalerweise aber selten, und bei dir schon gar nicht 😉 Habe aber bisher keine Probleme mit Philips 4 + 6 W MasterLED Spots.

      • @Wolfgang:
        Aber ist die Sache noch aufrecht, dass sich durch eine Händlerpartnerschaft bzgl. Philips MasterLED Lampen hier evtl. noch Überraschendes ergibt?
        Dann wäre so ein Dauertest mit einer Philips 6W GU10 ja mal machbar. Die anderen Leistungsdaten mit 40.000 Betriebsstunden und 5 Jahren Garantie klingen sehr positiv, und der Abstrahlwinkel von 40° muss ich sagen, ist im Vergleich zu meinen vorherigen 35° Halogen wirklich begeisternd. Die angrenzenden Wände erscheinen von oben weg viel heller.

  2. Ich habe eine so hoffe ich recht hochwertige LED-Lampe von Paul Neuhaus gekauft (knapp 200 EUR – Modell „Paul Neuhaus 8-flammige LED-Deckenleuchte Chiron- eckig 6107-17“) durchaus bewusst mit nicht wechselbaren LED-Leuchtmitteln in der Hoffnung auf die für LEDs angespriesene lange Lebensdauer. Ich bin mit der Lampe bisher auch sehr zufrieden (schön hell und auch optisch ansprechend). Mit Schrecken habe ich aber auf der Montageanleitung die Angabe von 8000 Schaltzyklen gelesen. Da die Lampe in unserer Wohnung im Flur hängt kommen da am Tag sicherlich 10-20 Schaltungen zu Stande. Das würde ja eine Lebensdauer von vielleicht 1 maximal 2 Jahre bedeuten. Das passt dann auch gar nicht zu der genannten Betriebsdauer von 50000 h. Ein bisschen erleichtert bin ich ja durch die Infos im Blog, dass die Schaltzyklen-Angabe seitens Hersteller durchaus konservativ ausgelegt wird und es auch nicht den sofortigen Ausfall nach 8000 Schaltzyklen bedeutet.

    Aber diese Angabe von 8000 Zyklen macht mich doch etwas nervös, da dies so niedrig ist. Sollte man annehmen dass hier keine gescheiten LEDs verbaut sind?

    Ich denke doch Paul Neuhaus ist ein solider Hersteller. Liege ich da richtig?

    Ich habe schon mal eine eMail an den Hersteller geschickt, aber bisher keine Antwort erhalten.

    Vielleicht gibt es ja hier im Blog Erfahrungswerte dazu.

    • Die 8000er-Angabe erfüllt schon mal nicht die EU-Mindestanforderungen – insofern wäre sogar eine Reklamation möglich (auch bei Verbraucherverbänden und der Marktaufsichtsbehörde); eventuell auch ein Rückabwicklung des Kaufs. Das Problem sind aber sicher nicht die LEDs, höchstens die Vorschaltelektronik.

      • Hallo Herr Messer,

        danke für Ihre Antwort. Diese Info ist natürlich sehr hilfreich. Ich werde mal abwarten ob und wie sich der Hersteller äußert und ggf. mit dieser Info zu EU-Mindestanforderungen nochmal nachhaken.

        Meinen Sie mit Vorschaltelektronik die Trafos die dort verbaut sind? Die ließen sich ja vielleicht bei Ausfall auch einfach wechseln.

        Mir gefällt die Lampe eigentlich sehr gut und ich war zufrieden endlich mal eine optisch ansprechende und helle LED-Lampe gefunden zu haben. Wäre echt schade wenn dort qualitativ minderwertige Komponenten verbaut wären.

          • Wollte hier noch kurz vermelden, dass sich der Hersteller Paul Neuhaus auf meine Rückfrage schlicht nicht geäußert hat. Ich werde es jetzt dabei belassen, sollte die Lampe wirklich schon bald Probleme machen werde ich den Hersteller versuchen in die Pflicht zu nehmen.

            Ich hoffe aber dass die Lampe lange hält, weil sie wirklich schön aussieht und hell leuchtet, eins von beiden ging mir bei meinen sonstigen LED-Käufen immer ab.

  3. Hallo, habe am 29.08.2012 LED Strahler bei ,,Lampenwelt.de“ gekauft, die lt. Werbung auf der Verpackung 15 Jahre, bzw. 30.000 Std. halten sollen. Nun ist ein Strahler defekt und der Händler will keine Gewährleistung mehr geben weil 2 Jahre abgelaufen sind.

    Unter diesen Umständen braucht man keine teuren LED-Lampen kaufen. Oder ist der Händler im Unrecht und er muss für das einstehen was auf der Verpackung steht?

    • Der Händler ist ausschließlich für die gesetzliche Gewährleistung zuständig – alles andere kann höchstens über eine Kulanzregelung oder eine erweiterte Garantie des Herstellers laufen. Die Packungsangaben sind nicht rechtsverbindlich.

  4. Meine Erfahrung ist auch eine sehr kurze Haltbarkeit der LED Leuchtmittel (Hornbach, Amazon, Philips). Ich habe mehr Lampen getauscht als ich normale Glühbirnen tauschte.
    Meine anfängliche Begeisterung und Hoffnung nach den Energiesparleuchten wieder gute Leuchtmittel zu erhalten, haben sich längst gelegt.

  5. Ein Erfahrungsbericht zu Retrofits von Müller-Licht bei Aldi-Süd:
    Aus der Aktion vom 11.09.2014 erwarb ich drei LED Reflektorlampen mit 6W, E14, 430lm. Aufgedruckt: 20016654 und 91689.

    Alle Leuchtmittel wurden in einem 3-er-Rondell eingesetzt, welches eine sehr gute Luftzirkulation ermöglichen sollte. Seit dem Betriebsbeginn sind alle drei Leuchtmittel ausgefallen, die tägliche Leuchtdauer wird acht Stunden nicht überschritten haben (ca. 2160 Brennstunden). Müller-Licht gibt allerdings 25.000 Stunden an.

    Zwar hat man mir kulanterweise ohne jeden Kaufnachweis auf bloßen Zuruf hin drei Ersatz-Leuchtmittel übersandt, allerdings hatte eines davon ein Leck im Metall-Sockel, woraufhin mir nun erneut Ersatz geschickt wird.

    Alles Montagsfälle?
    Müller schreibt (sinngemäß) „el. Vorschaltgeräte sind Massenware und können somit auch mal sehr schnell ausfallen“. Aber gleich bei drei Exemplaren?? Ich lege hier gern Aufnahmen der entsprechenden Brennstelle und Fotos des Sockels bei, wenn gewünscht.

    Ich muß aber doch prinzipiell nach der Qualität der Produkte fragen…..
    Werter Herr Messer, liebe Blogleser: hatte ich einfach Pech oder hätte ich mit dieser schlechten Qualität rechnen sollen?

    OT: ich erwarb (auch bei Aldi-Süd) zwei Lampen mit mitgelieferten Kompakt-ESL (kurz bevor man auf integrierte LED umstieg); die Startzeit der ESL erinnert mich an die alten Phillips-ESL aus den 1990-ern, die Haltbarkeit betrug in der vorgesehen Lampe auch weniger als 15 Monate danach kam es zum Ausfall, wobei die ESL deutliche Spuren von Übertemperatur zeigen.

    • Hallo,
      ich kann dies ebenfalls bestätigen, die LED Lampen Müller Licht bei Aldi sind qualitativ sehr schlecht. Ich hatte etliche davon gekauft, einige zurückgebracht und das Geld zurückerhalten und viele sind schlicht und einfach nach überschaubarer Zeit defekt, flackern oder summen.
      Ich kann davon nur abraten und werde mir in Zukunft keine Lampen mehr bei Aldi bzw. von Müller Licht mehr kaufen.

  6. Hallo, ich habe ein Frage in die Runde,,,
    ich habe seit drei Wochen 10 LED Röhren im Einsatz und betreibe diese in alten KVG Leuchten mit LED Starter, wie in der Installationsanleitung beschrieben. Jetzt sind schon zum zweiten mal 2 LED Röhren ausgefallen zuerst ist der LED Starter (Feinsicherung) durchgebrannt und jetzt sogar hat der LED Treiber von einer LED Röhre den Geist aufgegeben. Zwecks Test habe ich die KVGs bei 2 Röhren ausgebaut, alles prima soweit. Kann es sein, dass die KVGs irgendwie Stromspitzen verursachen, wo die Feinsicherung der Starter oder in der LED Röhren auslösen oder die Treiber sogar zu brennen anfangen? Irgendwie nicht normal. Es heisst doch immer, einfach nur LED Rühre und LED Starter tauschen egal welches KVG installiert ist..

    Mit freundlichen Gruss
    Gerd

    • Sind das etwa Tandemleuchten (mit je zwei oder mehr Röhren)? Da kann man nämlich keine der üblichen LED-Röhren verwenden. Und wie kann ein Starter ausfallen? Da müssten jetzt doch nur Dummys drin sein (ohne Sicherung, die schließen nur kurz). KVGs müssen nach der LED-Umrüstung nicht ausgebaut werden, weil sie kaum noch Leistung fressen und eigentlich auch keine Spannungsspitzen verursachen.

      Probleme könnte es aber geben, wenn im gleichen Haushalts-Stromkreis noch KVG-Leuchten mit herkömmlichen Leuchtstoffröhren in Betrieb sind – siehe hier.

  7. hallo, danke fuer die schnelle antwort.
    – led starter hatte ein feinsicherung eingebaut (keine brücke), die Sicherung war hinüber
    – Tandemleuchte , ja die habe ich auch, aber in der anleitung stand dieser single ,duo bzw tandem -austausch beschrieben nach DIN 62776, das wundert mich jetzt!

    – Problem im stromkreis, der link war prinzipiell sehr hilfreich,
    Gerd

    • Ich bin überrascht. Normalerweise ist bei LED-Retrofit-Röhren so ein „Starter-Dummy“ dabei – ohne Sicherung oder sonstige Bauteile:

      LED-Starter-Dummy

      LED-Starter-Dummy2

      Und zur Röhren-Umrüstung allgemein gibt’s im Blog inzwischen zahlreiche Beiträge und Tests mit vielen Infos (auch in den jeweiligen Kommentaren).

  8. vielen dank, wenn man den dummy aufmacht ist innen sehr oft statt einer simplen metallbrückebrücke eine 1A feinsicherung eingebaut…, die blogs bzgl. led röhrenumbau werde ich studieren .

  9. sehr geehrter Herr Messer,

    kann der von Ihnen beschriebene HASS-Test tatsächlich die 6.000 Stunden dauernde Dauerprüfung, die durch die EU-Ökodesignverordnung vorgeschrieben wird, ersetzen oder handelt es sich nur um einen ergänzenden Test?

    Auf Ledons Homepage steht nämlich: „Der sogenannte HASS-Test (Highly Accelerated Stress Screening) ist eine Ergänzung zu den Lebensdauer-Analysen“.

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    Mit freundlichen Grüßen
    Julian

  10. Theorie und Praxis sind bekanntlich zweierlei Dinge!
    Meine Erfahrung mit LED Leuchten widersprechen den Angaben der Hersteller mehr als deutlich.

    Als staatlich geprüfter Elektro- und Elektroniktechniker mit jetzt 74 Jahren, glaube ich genug Sachkenntnis und Erfahrung in die Waagschale werfen zu können, um mir ein Urteil über die Lebensdauer von LED Leuchten erlauben zu dürfen!
    Da in der Regel mehrere LEDs zu Gruppen in Reihe geschaltet werden, macht sich der Ausfall einer LED schon gravierend bemerkbar. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß LEDs weniger lange halten als die gute alte Glühlampe. Ich selbst habe in den letzten 4Jahren schon oft nach Ausfällen von LEd Leuchten selbige reparieren müssen und dabei häufiger Ausfälle der LEDs als der Elektronik gefunden. Wenn Hersteller Lebensdauerangaben von 25000 – 50000 Std. machen, dann ist das einfach reine Theorie. Gerade gestern ist mal wieder eine Leuchte gestorben. Es handelt sich dabei um eine Kerzenleuchte mit 3 LEDs. in diesem Fall ist die Elektronik ausgefallen. Diese Leuchte war seit dem 2.4. diesen Jahres im gelegentlichen Einsatz, wobei zu erwähnen ist, daß sie von mitte Juni bis letzten Sonntag (25.10.) gar nicht benutz wurde, weil wir in dieser Zeit an einem anderen Ort den Sommer verbracht haben.! Diese Benutzungspausen treffen auch für die letzten 5 Jahre zu! Vor 3Tagen hat eine Leuchte einen Kurzschluß verursacht; dabei handelt es sich um eine mit 60 LEDs bestückte Leuchte mit E 27 Fassung, die als Außenlampe die Terrasse beleuchten sollte. Die Leuchte hat sich förmlich zerlegt. Zwei LEDs haben offensichtlich die Elektronik überlastet und zur Überhitzung und Schmelzen des Kunststoffkörpers geführt. Insgesamt hatte ich in den letzten 4Jahren an fünf Einsatzstellen von LED Leuchten 5 Ausfälle. In vier Fällen sind LEDs und in zwei Fällen die Elektronik ausgefallen. Betroffen ware Leuchten mit einer und mit drei LEDs (E14 Fassung, Kerzenleuchte), sowie ein 10W Außenstrahler mit BWM. Wenn Hersteller behaupten, daß LED Beleuchtung sparsamer ist als die alte Glühbirne, dann soll doch mal Jemand einen Taschenrechner benutzen und die Energieeffizienz einschließlich der Herstellung, Rohstoffe, Entsorgungskosten und Differenz zwischen LED Leuchten und Glühlampen berechnen. Wobei ich auf die völlig übertriebenen Lebensdauerangaben von 20000-50000 Stunden hinweisen möchte!
    Hier wird eine falsche Werbung betrieben und der Kunde getäuscht!

    • Als „staatlich geprüfter Elektro- und Elektroniktechniker“ (diesen Beruf bzw. Abschluss kennen Wikipedia und ich nicht) sollten Sie zumindest die Bedeutung der Begriffe „Lampe“ und „Leuchte“ kennen und korrekt verwenden, damit man als Außenstehender ungefähr weiß, um welche Art von Produkten es sich da handeln könnte, die bei Ihnen nie lange durchhalten.

      Mein Verdacht: Entweder Sie haben sich Schrott andrehen lassen oder ein anderes Problem im Stromkreis. Sachkenntnis oder eigene Erfahrungen Einzelner spielen übrigens keine Rolle bei der statistischen Beurteilung der Lebensdauer von LED-Lampen. Die ergibt sich erst aus einer repräsentativen Erhebung und die haben wir beide für die Gesamtheit des Marktes nicht.

      Wenn Sie also glauben, sich „ein Urteil über die Lebensdauer von LED Leuchten erlauben zu dürfen!“ ist das Hybris oder schlicht anmaßend. Der inflationäre Einsatz von Ausrufezeichen lässt das auch nicht sinnvoller erscheinen.

      Die Stiftung Warentest hat bereits 2013 genau ermitteln lassen, dass und warum LED-Lampen die beste Ökobilanz aufweisen. Dieses Ergebnis werden Sie aber wahrscheinlich nicht gelten lassen, weil es darauf beruht, dass die LED-Leuchtmittel den erhöhten Aufwand bei ihrer Herstellung durch den erheblich geringeren Stromverbrauch und die längere Lebensdauer (die wir uns natürlich nur einreden lassen) überkompensieren – siehe Punkt 5 in diesem Beitrag.

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