Im Test: Neue LED-Spots und -Kerzen von LCTW für unter 6 Euro

Nicht dimmbar, aber sehr hell und preiswert sind zwei neue LED-Lampen von “LED’s change the world” (LCTW): Eine 3,6-Watt-“Kerze” mit E14-Sockel und ein 6,5 Watt starker GU10-Spot für je 5,95 Euro. Ob Sie bei diesem Preis noch anständige Qualität kriegen, klärt ein Test mit allen wichtigen Laborwerten.

LCTW-6,5-W-Top-Kombi
Der neue LCTW-Spot von oben mit (links) und ohne Linse/Streuscheibe: Der Blick unter die Haube enthüllt vier “Mid Power Packages” von Osram Opto Semiconductors, die im Testlabor zusammen über 430 Lumen Lichtstrom boten. (Fotos: W. Messer)

Klein, aber fein ist der LED-Importeur und -Anbieter “LED’s change the world” (LCTW) aus Königswinter im Rheinland. Seit rund drei Jahren beweist das Team um Geschäftsführer Hans-Georg Kucharski, dass solide Retrofit-Qualität nicht teuer sein muss. Da gibt’s keine Zwischen- oder Einzelhändler – die Lampen des chinesischen Produzenten “Sengled” (“Shenghui Lighting”) werden nach Vorgaben aus Deutschland hergestellt und direkt hier im Online-Shop sowie bei Amazon vertrieben. Die Marketing-Kosten sind minimal; das LCTW-Banner rechts oben hier im Blog ist eine der ganz wenigen Werbemaßnahmen der Firma und reißt sicher kein großes Loch in die Kasse.

Dem Markt-Trend folgend, hat LCTW gerade erst die Preise des gesamten Retrofit-Sortiments kräftig gesenkt und bleibt auch bei seinen beiden “Frischlingen” mit jeweils 5,95 Euro weit unter dem früher üblichen Niveau. Dabei steckt durchaus Markenqualität in den Aluguss-/Kunststoff-Gehäusen. Schauen wir uns zuerst die neue E14-Lampe an:

Die Alternative zu Discounter-LED-“Kerzen”

LCTW-3,6-Packung-ausWeitgehend glatt und ohne Kühlrippen zeigt sich die 3,6-Watt-Lampe mit nominell 280 Lumen Lichtstrom. 35 mm Durchmesser, 103 mm Länge und 39 Gramm Gewicht sind relativ nahe an einer traditionellen 25-Watt-“Glühkerze”, die sie als Retrofit ersetzen kann. Mit nominell 2700 Kelvin ist die Farbtemperatur etwas “kühler” und der Farbwiedergabeindex Ra/CRI 80 liegt ein gutes Stück unter dem perfekten Glühlampen-Wert 100.

Hinweise auf die fehlende Dimmbarkeit finden Sie zwar zweimal sehr klein auf der Verpackung, aber nicht auf dem Lampengehäuse (Fotos rechts). Dabei hatte ich schon bei einem früheren Test moniert, dass so was eminent wichtig wäre, weil der versehentliche Betrieb einer nicht dimmbaren LED-Lampe an einem Dimmer den Tod für beide Geräte bedeuten kann. Und wer hebt schon jahrelang die Verpackung auf?

Bei Dauerbetrieb wird’s ziemlich warm

Getestet wurde natürlich mit einem stinknormalen Schalter und einer offenen Fassung. Hier gab es keine merkliche Ein- oder Ausschaltverzögerung; die Lampe blieb geräuschlos und zog nach zwei Stunden “Einschwingen” laut meinem Amateur-Messgerät 4,1 Watt mit einem elektrischen Leistungsfaktor von 0,54. Das Profi-Labor meines Blog-Kooperationspartners “David Communication” ermittelte 3,7 Watt bei Faktor 0,43.

Das ist genau so weit vom Idealwert 1,0 entfernt wie die maximale Temperatur an der heißesten Gehäusestelle: 68 Grad sind für eine relativ leistungsschwache LED-“Kerze” ziemlich viel und erreichen schon etwa das Niveau einer weitaus kräftigeren 6-Watt/500-Lumen-Lampe von Osram. Wohlgemerkt: Wir reden hier nicht von einer Messung in einem engen, schlecht belüfteten Leuchtengehäuse, sondern komplett frei stehend.

Ebenfalls verbesserungswürdig: Der Kontrollbildschirm meiner DigiCam zeigte bei den Fotos ein leichtes Flimmern – etwas stärker als beim gleichzeitig getesteten GU10-Spot (siehe weiter unten). Okay – da habe ich schon weitaus Dramatischeres gesehen bei anderen LED-Lampen und die allermeisten Käufer werden’s mit bloßem Auge sowieso nicht wahrnehmen.

Korea-LEDs mit ordentlicher Lichtqualität

Apropos Auge: Die koreanischen LED-Chips des renommierten Zulieferers “Seoul Semiconductor” unter der matten Kunststoffkuppel machen einen ordentlichen Job bei der Erzeugung von Helligkeit und Lichtfarbe. Mein Standard-Farbtreue-Foto mit einer sattroten Ducati 916 im Kleinformat auf weißem Untergrund (Weißabgleich “bewölkter Himmel”, ohne Nachbearbeitung) zeigt die übliche Gelb-/Orange-Verschiebung von “warm-weißen” Lampen, aber keine unangenehmen Grün- oder Blaustiche:

LCTW-3,6W-Farbtreue

An so was kann man sich auch als “Hardcore”-Glühlampen-Fan schnell gewöhnen, zumal Hitzeentwicklung und Stromverbrauch erheblich geringer sind. Die Laborwerte stützen diese subjektive Sicht: Allgemeiner Farbwiedergabeindex Ra 82,7 und akzeptable 14,2 für die besonders schwierige Zusatz-Referenzfarbe R9 (“Rot gesättigt”). Die Farbtemperatur ist mit 2652 Kelvin etwas “wärmer” als angegeben. Das komplette Messprotokoll können Sie hier als pdf ‘runterladen. Dort sehen Sie auch, dass der Lichtstrom mit 324 Lumen weit höher ist als die Werksangabe von 280 lm.

Eine Achillesferse vieler vermeintlich “rundstrahlender” LED-Lampen ist häufig noch der eingeschränkte Halbwertswinkel zwischen 120 und 160 Grad. Die LCTW-“Kerze” kann das besser, wie mein Leuchtbild demonstriert:

LCTW-3,6W-Leuchtbild

LCTW-3,6W-LabelZwar geht auch hier das meiste Licht nach oben und zur Seite; der Bereich unter dem Sockel kriegt aber ebenfalls noch ‘ne ordentliche Portion Helligkeit ab. Das Lichtverteilungsdiagramm zeigt dann auch tatsächlich beeindruckende 223,5 Grad als Kegelwinkel, in dem mindestens die Hälfte der maximalen Lichtstärke abgestrahlt wird (pdf-Download). Wer beispielsweise seinen Kronleuchter mit stehenden Fassungen auf LED-Technik umrüsten will, steht also unten nicht im Dunkeln; die Decke wird nicht überproportional stark beleuchtet.

Das Stromsparpotenzial liegt bei rund 85 Prozent, die Effizienz bei 87,5 Lumen/Watt, das EU-Ökolabel (Bild links) zeigt die zweitbeste Stufe A+. Mit den hier gemessenen Daten würde die LED-“Kerze” sogar einen Energieeffizienzindex (EEI) von knapp über 0,11 erreichen und fast in die A++-Spitzenklasse gehören. Die Nennlebensdauer ist mit 15.000 Leuchtstunden und 100.000 Schaltzyklen durchschnittlich; dazu gibt’s drei Jahre Garantie. Die Rücksendekosten für defekte Lampen trägt LCTW.

Mein Testurteil:

“LED’s change the world” liefert mit der 3,6-Watt-“Kerze” für 5,95 Euro gewohnt anständige Mittelklasse ab, mit der preisbewusste Käufer wahrscheinlich nichts falsch machen. Mit gemessenen 324 Lumen über einen sehr breiten Winkel bietet sie sogar deutlich mehr Helligkeit als eine 25-Watt-Glühlampe (EU-Vergleichswert 249 lm) und liegt rund 15% über der Werksangabe.

Ein kleines Fragezeichen gibt’s allerdings bei der Hitzeentwicklung: Hier sollten Sie auf ausreichende Belüftung der Lampe im Leuchtengehäuse achten, damit die Lebensdauer nicht leidet. Der Leistungsfaktor ist seltsam niedrig, hat jedoch keine Auswirkung auf Ihre Stromrechnung. Auf Spitzen-Lichtqualität mit Ra 90 und mehr müssen Sie bei LCTW noch warten – deshalb spendiert meine neue, bis Fünf reichende und ziemlich strenge LED-Bewertungsskala nur
LED-SternLED-SternLED-Stern halbzweieinhalb Sterne.

Der LED-Ersatz für superhelle Halo-Spots

LCTW-6,5W-Packung

LCTW-6,5W-ausSatte 350 Lumen Lichtstrom innerhalb des EU-konformen Bemessungswinkels von 90 Grad sowie maximal 850 Candela Lichtstärke im Halbwertswinkel von 36 Grad verspricht der nominell 6,5 Watt starke, neue GU10-Spot von LCTW (Packungsangaben oben, Inhalt rechts). Wie die E14-“Kerze” hat er offiziell “warm-weiße” 2700 Kelvin und ist nicht dimmbar.

Bemerkenswert: Auf dem lichtweißen Gehäuseunterteil steht groß etwas, das Sie auf der “Kerzen” nicht finden: “Non dimmable”. Na also, geht doch! Noch mehr Unterschiede: Der Farbwiedergabeindex wird hier mit Ra >80 angegeben; die Nennlebensdauer mit 25.000 Leuchtstunden bei ebenfalls 100.000 Schaltzyklen.

Solide Bauweise mit Osram-LEDs drin

Das Design mit den Kühlrippen und Luftdurchführungen rund um den Strahlerkopf hat sich gegenüber den älteren LCTW-Spots fast nicht verändert; die Maße von 57 mm Gesamtlänge und 50 mm Maximaldurchmesser kennen wir auch schon. Der abgestufte Oberteil des Spots kann teilweise Pass-Probleme bei einigen Standard-Einbaurahmen verursachen, die für anders geformte Halogenstrahler vorgesehen sind. Neu ist die Farbgebung mit zwei Weiß-Tönen – eine zweite Variante mit dem sonst bei aktuellen LCTW-Spots üblichen Silber soll folgen. Das von mir gemessene Gewicht von 75 Gramm spricht für eine solide Aluguss-Bauweise mit geringem Kunststoffanteil.

Die Lichtaustrittsfläche ist nun größer als bei den alten Strahlern, weil die Streuscheibe mit den Linseneinsätzen nicht mehr durch einen zusätzlichen, intransparenten Ring fixiert wird (siehe Foto ganz oben links). So dringt mehr Licht von den vier “Mid Power Packages” des Zulieferers “Osram Opto Semiconductors” nach draußen. Vermutlich ist deshalb der Halbwertswinkel jetzt mit 36 statt bisher 35 Grad angegeben. Im Labor kamen zwar nur 34 Grad ‘raus (pdf-Download der Lichtverteilungskurve) – das hat aber angesichts der anderen Messwerte und des tatsächlichen Leuchtbildes keine entscheidende Bedeutung für die Praxis.

LCTW-6,5W-Leuchtbild
Das Leuchtbild des neuen LCTW-LED-Spots zeigt zwei markante Lichtkegel: Einen zentralen, recht engen, hellen und weit reichenden, sowie einen schwächeren und relativ breiten. Halogen-Fans können also mit einem ordentlichen Streulichtanteil über mehr als 90 Grad Abstrahlwinkel rechnen – so ähnlich ist das auch bei den alten Stromfressern.

In meiner offenen Testfassung leuchtete der Neuling nach höchstens 0,2 s Einschaltverzögerung – ähnlich kurz ist auch die Nachleuchtzeit. Störgeräusche konnte ich nicht hören. Nach zwei Stunden Dauerleuchten erwärmte sich der Spot an der heißesten Stelle auf rund 70 Grad – nicht ungewöhnlich für sehr leistungsstarke GU10-LED-Strahler. Mein Amateur-Messgerät und das Profi-Labor waren sich weitgehend einig bei Leistungsaufnahme und elektrischem Leistungsfaktor: 6,6 bzw. 6,7 Watt, beide mit 0,63.

Eigenwerbung Juni 2014

Fast schon sensationell fiel die Lichtstrom-Messung aus: Innerhalb des EU-konformen Bemessungswinkels für Strahler von 90 Grad zeigte die Ulbricht-Kugel 391 Lumen – über den Vollwinkel waren’s sogar heftige 436 lm! Das bedeutet, dass Sie mit dieser Lampe nicht nur 50-Watt-Halogenspots ersetzen können (EU-Äquivalenzwert 300 lm), sondern schon in den Bereich eines (fiktiven) 60-W-Halos kommen. Noch in fünf Meter Entfernung wird’s anständig hell – der tatsächliche maximale Candela-Wert liegt mutmaßlich über 900. Die Energieeffizienz von 58 bzw. 65 Lumen/Watt schlägt alle bisherigen LCTW-Spots (pdf-Download des Messprotokolls).

Gute Lichtqualität trotz hoher Effizienz

Häufig wird eine höhere Effizienz mit Einbußen bei der Lichtqualität erkauft. Nicht bei dieser LED-Lampe: Im Labor kamen 2625 Kelvin für die Farbtemperatur, Ra 81,7 für den “allgemeinen Farbwiedergabeindex” und akzeptable 12,1 für R9 (“Rot gesättigt”) ‘raus. Die Energieverteilung über das Lichtspektrum (Milliwatt pro Nanometer Wellenlänge) macht einen ziemlich ausgeglichenen Eindruck – mit recht sanften Hügel- und Tälerflanken sowie dem für “warm-weiße” LEDs typischen “Peak” bei rund 600 nm (Gelb-Orange):

LCTW-GU10-6,5-Spektrum

Und so wirkt sich das bei meinem Standard-Farbtreue-Foto aus (Weißabgleich “bewölkter Himmel, ohne Nachbearbeitung):

LCTW-6,5W-Farbtreue

Wie schon bei der E14-“Kerze” oben habe ich außer der üblichen Gelb-/Orange-Einfärbung keinen störenden Farbstich festgestellt. Die Duc wirkte noch recht natürlich, was bei Ra-80-LED-Lampen nicht immer der Fall ist. Und weil auch der Zusatz-Messwert R 13 (Hautfarbe) mit 81,8 sehr ordentlich ist, könnten Sie den Spot unter anderem an kosmetisch und textiltechnisch sensiblen Einsatzorten nutzen (Badezimmer, Garderobenspiegel etc.).

Kleine Einschränkung: Besonders sensible Augen könnten eventuell ein leichtes Flimmern beobachten. Jedenfalls war das im DigiCam-Display zu sehen; allerdings schwächer als bei der “Kerze” oben und von den Allermeisten wohl nicht ohne technische Hilfsmittel wahrnehmbar.

Mein Testurteil:

LCTW-6,5W-Packung

Der neue, nicht dimmbare 6,5-Watt-GU10-Spot von LCTW ist laut Labor fast so lichtstark wie das dimmbare 7,8-W-Modell aus dem gleichen Haus, obwohl das die Packungsangaben nicht nahelegen (Fotos oben). Tatsächlich erreicht der Strahler mit unseren Messwerten einen Energieeffizienzindex (EEI) von rund 0,18 und kratzt damit an der EU-Ökolabel-Einstufung A+. Wer also ohne Helligkeitsregelung auskommen kann, kriegt zum Discounter-Preis von 5,95 Euro einen kleinen, geräuschlosen “Monster-Spot” mit sehr kurzer Einschaltverzögerung und insgesamt 436 Lumen, die nicht nur fokussiert und sehr weit in die Ferne strahlen, sondern dank des signifikanten Streulichtanteils auch etwas breiter leuchten als viele andere Konkurrenten.

Leichte Punktabzüge gibt’s wegen der Hitzeentwicklung, dem leichten Flimmern und dem schwachen elektrischen Leistungsfaktor. Die Farbwiedergabe ist okay, jedoch nicht berauschend. Wie wär’s denn mal mit einem Ra-90-Spot in dieser Leistungsklasse, liebe LCTW-Leute? Der dürfte auch gerne ein paar Lumen weniger haben – echte 325 oder so würden ja schon für viele Einsatzgebiete reichen (man rechnet allgemein mit einem Effizienzverlust von ca. 25% beim Sprung von Ra 80 auf 90). Dann könnte meine LED-Bewertungsskala auch mehr ‘rausrücken als nur
LED-SternLED-SternLED-Sterndrei Sterne.

(Offenlegung: Die Lampen wurden mir gratis von “LED’s change the world” zur Verfügung gestellt. LCTW ist einer meiner Werbekunden, bekommt deshalb aber keine besseren Beurteilungen als andere Anbieter.)

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LED-Tagebuch (KW 37): Discounter-Deals, IKEA-Umsatz, Fanbots, Vorurteile

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im “Blog-Telegramm” und in der Google+-Community “LED-Beleuchtung” – als LED-Tagebuch mit aktuellen Updates und Ergänzungen.

Kaufland-LED-Tischleuchte-09-1408.09.: Auch “Kaufland” will jetzt im Spätsommer was vom LED-Kuchen abbekommen. Diese Woche gibt’s dort als Sonderangebot unter anderem eine LED-Tischleuchte für knapp 13 Euro mit fest montiertem 3-Watt-Leuchtmittel und 3000 Kelvin Farbtemperatur. Lichtstrom, EU-Ökolabel und Abstrahlwinkel werden regelwidrig nicht verraten – es dürften wohl rund 250 Lumen und ca. 90 Grad sein.

Als “Top-Artikel” bewirbt “Kaufland” eine nicht dimmbare E27-LED-Lampe mit 10 Watt, 810 Lumen und 200 Grad Halbwertswinkel (Prospektausschnitte oben und rechts, gültig bis 13.9., regional unterschiedlich). Kaufland-LED-XQ-lite-09-14Diese ziemlich rund strahlende “Birne” der Handelsmarke “XQ-lite” soll herkömmliche 60-Watt-Glühlampen ersetzen, in die Energieeffizienzklasse A+ gehören und ca. 25.000 Leuchtstunden halten. Sie kommt von der Firma Ranex GmbH im westfälischen Arnsberg, die zur niederländischen Firma “smartwares safety & lighting” gehört, welche ihre “made in China”-LED-Leuchtmittel wohl von “Alcom electronics” (ebenfalls Niederlande) bezieht.

Das “Sonderposten”-Angebot ist günstiger, als es auf den ersten Blick aussieht: Für knapp 9 Euro kriegen Sie nämlich gleich zwei Exemplare – Stückpreis also rund 4,50 Euro. Dennoch hielt sich die Begeisterung eines Bloglesers über die Lampen in Grenzen.

Penny-LED-09-14-klein08.09.: “Penny” schließt sich am Donnerstag, 11.9., der großen Discounter-Schnäppchen-Offensive für die beginnende “Lichtsaison” an. Zahlreiche LED-Retrofits ab 4,99 Euro und diverse Leuchtenvarianten ab 9,99 Euro von Osram und der Handelsmarke “Style Fair” schmücken die aktuelle Werbebeilage (Ausschnitt oben, für größere Darstellung hier klicken). Die “warm-weißen”, nicht dimmbaren Haushaltslampen in “verschiedenen Ausführungen” sollen durchweg das EU-Ökolabel A+ tragen.

Im Prospekt erfahren Sie jedoch nichts über Helligkeit, Halbwertswinkel, genaue Farbtemperatur oder den Farbwiedergabeindex der Retrofits. Etwas mitteilsamer ist “Penny” bei den ein- bis vierflammigen Deckenleuchten mit auswechselbaren 3-Watt-GU10-LED-Spots: Pro Leuchtmittel werden 270 Lumen versprochen – das entspricht etwa der Helligkeit von 25-Watt-Hochvolt-Halogenstrahlern. Allerdings verteilen die “Style Fair”-Spots ihr Licht über einen mehr als doppelt so breiten Abstrahlwinkel und bieten deshalb viel weniger Lichtstärke und Reichweite.

Eigenwerbung Juni 2014

09.09.: Einen exzellenten Farbwiedergabeindex von Ra/CRI 93 verspricht “BAB Lighting” aus Löhne für die Spitzenvariante seiner neuen “terra Pantria”-LED-Panels (PR-Fotos mit Blick von oben und unten). Aus 36 Watt generieren sie blendungsarm rund 3700 Lumen Lichtstrom in einem Halbwertswinkel von 113 Grad. Wählbar sind Versionen mit 3000, 3500, 4000 und 5000 Kelvin Farbtemperatur. Gedimmt werden können die Panels mit 1-10 Volt Steuerspannung bzw. automatisch mit einem optionalen Lichtsensor.
terra-Pantria-Kombi-gross
Die in Europa gefertigten Leuchten sind in den üblichen Einbau-Rastermaßen 625 x 625 mm (deutsch) und 595 x 595 mm (international) sowie als Sondermaß 1240 x 310 mm (inklusive Rahmen) lieferbar und sollen bis zu 50.000 Leuchtstunden durchhalten. “BAB Lighting” gewährt immerhin fünf Jahre Garantie. Für die besonders farbtreue Variante müssen Sie 299 Euro brutto löhnen; die Panel-Version mit Ra/CRI >85 kostet nur 249 Euro.

10.09.: Um 5,9% konnte IKEA seinen globalen Umsatz gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr steigern (währungsbereinigt). Ikea-Logo-kleinIm Bilanzzeitraum 1. September 2013 bis 31. August 2014 wurden laut Pressemitteilung umgerechnet insgesamt 28,7 Milliarden Euro eingenommen. Detaillierte Zahlen soll’s Mitte Oktober bei der Präsentation des Jahresabsschlusses geben. Besonders starke Zuwächse verzeichnete das Online-Geschäft – unter anderem mit LED-Lampen und -Leuchten. IKEA-Konzernchef Peter Agnefjäll erklärte dazu, dass solche Artikel fester Bestandteil der Wachstumsstrategie des Unternehmens seien:

“Unser Ziel ist, Nachhaltigkeit erschwinglich und attraktiv zu machen. Hierbei erzielen wir gute Fortschritte. Indem wir Preisinvestitionen auf energiesparende Produkte wie LED-Beleuchtung lenken, können wir mehr Menschen dazu verhelfen, ihre Stromrechnung zu senken und zu Hause nachhaltiger zu leben.

Mit Sicherheit wird diese Strategie durch die seit 25. August geltende lebenslange Rücknahmegarantie nachhaltig gestützt. Sie umfasst nämlich auch die “Ledare”-LED-Lampen und Leuchten mit LED-Technik.


11.09.: Nicht ganz frisch, aber immer noch witzig: Ein südkoreanischer Baseball-Club ersetzt jetzt laut aktuellem Bericht von “Stadionwelt.de” fehlende Zuschauer im Stadion durch “Fanbots” (Präsentationsvideo oben, alternativ hier klicken). Dank LED-Technik können die Roboter-Puppen die Gesichter von abwesenden Fans anzeigen und ihre Kurznachrichten auf einer hochgehaltenen Tafel präsentieren.

Eventuell auch ein schöner Ansatz für deutsche Fußballvereine, die aus Sicherheits- und Hygienegründen statt echter nur noch virtuelle Hooligans und Ultras auf ihren Rängen dulden wollen. Zusätzliche Lautsprecher in den “Fanbots” könnten dann auch die gewohnten, dumpfen Pöbel-Parolen übertragen.

11.09.: Der Ledaxo-Geschäftsführer Matthias Röder kontert in einem Interview mit der Online-Ausgabe von “elektrotechnik” die zehn häufigsten Vorurteile über die Umrüstung gewerblich genutzter Beleuchtung auf LED-Technik. Gilt übrigens prinzipiell auch für Privathaushalte – siehe diesen Blogbeitrag.

Aldi-Sued-LED-Roehren-09-1412.09.: Ein Jahr ist schnell vergangen – wie schon im September 2013 hat Aldi Süd “Müller-Licht”-LED-Röhren in seiner Werbebeilage für die kommende Woche (Ausschnitt links, gültig ab 18.9.). Diesmal sind es jedoch nur zwei Versionen: 1,20 m lang, 18 Watt und 1700 Lumen Lichtstrom für 14,99 Euro sowie 1,50 m, 22 Watt, 2000 Lumen für 19,99 €.

Vor einem Jahr kosteten diese nicht dimmbaren, “neutral-weißen” Röhren mit 4000 Kelvin Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex Ra >80 und ca. 150 Grad Halbwertswinkel noch jeweils 5 Euro mehr – bei gleichen Leistungsdaten. Nicht im Angebot ist diesmal die 60-cm-Variante mit 10 Watt und 850 Lumen. Noch ein Unterschied: Zwar soll die Nennlebensdauer immer noch 30.000 Leuchtstunden betragen; die nominelle Schaltfestigkeit wurde aber drastisch erhöht – von >15.000 auf >100.000.

Damals wie heute sind diese LED-Retrofits nur für Leuchten mit konventionellem Vorschaltgerät (KVG) und Einzelschaltung geeignet. Sie werden mit entsprechenden “Dummys” geliefert, die statt des Leuchtstoffröhren-Starters eingesetzt werden müssen. EVG- und Tandemleuchten können damit nicht bestückt werden – nur nach einem größeren Umbau durch Fachkräfte und erneuter VDE-Zertifizierung. Laien sollten sich daran nicht versuchen.

Lidl-Prospekt-09-14-klein13.09.: Noch’n Discounter-LED-Deal zur “Lichtsaison”: Ab Montag, 15.9., hat Lidl on- und offline insgesamt vier integrierte LED-Leuchten von “Briloner” im Sonderangebot (Prospektausschnitt rechts, für größere Darstellung hier klicken).

Die zwei Stehleuchten-Varianten für knapp 30 Euro sind mit je zwei fest montierten 5-Watt-Modulen ausgerüstet, die zusammen 800 Lumen Lichtstrom mit einer Farbtemperatur von 3000 Kelvin liefern sollen. Das entspricht etwa der Helligkeit einer 60-W-Glühlampe, wirkt aber “kühler” und ist mit ca. 120 Grad Abstrahlwinkel erheblich fokussierter. Der auf den Werbefotos sichtbare Grünstich der Lichtfarbe dürfte auch in der Realität erkennbar sein.

Doppelt so hell sind die vierflammigen LED-Pendelleuchten für rund 50 Euro. Hier gehen insgesamt 22 Watt ‘rein und 1600 Lumen ‘raus – ebenfalls mit 3000 K und mutmaßlich 120 Grad. Das Lichtstrom/Euro-Verhältnis ist also deutlich besser als bei einem ähnlichen Sonderangebot von Aldi Süd im April. Alle vier “Livarno Lux”-Leuchten sind zwar dreh-, schwenk- oder höhenverstellbar, können aber nicht gedimmt werden.

KiK-LED-Gluehbirne14.09.: Wenn es für die Glühlampe schon ein Grabmal gäbe – das hier wäre wohl ein adäquater Schmuck: Textil-Discounter KiK bietet das gerahmte, 30 x 30 cm große “LED-Glühbirne”-Wandbild für 4,99 Euro plus 4,95 € Versand an (PR-Bild).

Zwei AA-Batterien (nicht mit dabei) liefern den Strom für die fünf integrierten, abschaltbaren Leuchtdioden. Das leuchtende Bild ist aus Holz sowie Kunststoff und kann nur im Innenbereich aufgehängt werden.

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