Doppeltest: Neue, helle MeLiTec-LED-Spots mit sehr hoher Farbtreue

Nur zwischen 3 und 10 Euro kosteten Mitte September zahlreiche LED-Lampen bei einer Aldi-Nord-Aktion. Das Besondere: Die exzellenten Farbwiedergabeindizes von mindestens Ra 90. Einige dieser sehr farbtreuen „MeLiTec“-Aktionsmodelle hatte ich bereits Ende Januar getestet und messen lassen; zwei der neu hinzu gekommenen Varianten waren jetzt auf dem Prüfstand: Nicht dimmbare, „warmweiße“ GU10-LED-Strahler mit multifacettierten Reflektoren, nominell Ra >95 und 345 bzw. 500 Lumen.

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Die beiden neuen „MeLiTec“-Testkandidaten: Das offiziell 8,5 Watt starke „HALED“-Modell L126 (links) und der Glas-Spot L114-1 mit rund 6,5 Watt. (Fotos: W. Messer)

Eine Riesenauswahl war das wieder diesen Monat bei Aldi Nord: LED-Retrofits mit E27- und E14-Schraubsockeln, ohne und mit „Filament“-Technik; dazu Spots und Strahler mit GU10-Bajonett- oder GU5.3-Stiftsockeln. Die meisten dieser sehr farbtreuen Modelle kamen von meinen Werbepartner „MeLiTec“ aus Ense, überwiegend schon aus einer Aldi-Nord-Aktion Ende Januar und meinen ausführlichen „Blitztests“ dazu bekannt.

Ein paar neue bzw. verbesserte Retrofits waren diesmal aber auch dabei – etwa bei den mehr oder weniger richtstrahlenden „Reflektorlampen“. melitec-aufkleber-ra95Zwei besonders bemerkenswerte – allerdings nicht dimmbare – GU10-Modelle mit einem außergewöhnlich hohen nominellen Farbwiedergabeindex von Ra >95 (Packungsaufkleber links) habe ich näher „unter die Lupe“ genommen. Beide „made in China“-Strahler haben laut Anbieter 2700 Kelvin Farbtemperatur, 36 Grad Halbwertswinkel, EU-Ökolabel A, eine Nennlebensdauer von 25.000 Leuchtstunden und 50.000 Schaltzyklen sowie drei Jahre Herstellergarantie. Natürlich mussten sie auch zum Messen ins Profi-Labor meines Kooperationspartners „David Communication“ in Norddeutschland.

Der kompakte LED-Ersatz für Glas-Halogenstrahler

melitec-gu10-63w-unten-anBekanntlich hat eine EU-Verordnung am 1. September das allmähliche Aus für zahlreiche Halogenstrahler-Typen eingeläutet. Das ist aber kein Grund für Verzweiflung, weil die mutmaßlich riesigen Lagerbestände dieser Stromfresser noch unbegrenzt ganz legal verkauft werden dürfen, und weil es vor allem für die direkt an 230 Volt anschließbaren Modelle inzwischen jede Menge seriösen LED-Ersatz gibt.

Dass Sie beim Umrüsten keine nennenswerten Kompromisse bei Optik, Helligkeit und Farbtreue eingehen müssen, beweist beispielsweise der vorwiegend aus Glas gebaute „MeLiTec“-LED-Spot L114-1 (oben rechts der Blick von unten auf das teilweise lichtdurchlässige Gehäuse). melitec-gu10-63w-pack-seiteEr soll mit 345 Lumen und 750 Candela Lichtstärke aus ca. 6,5 Watt handelsübliche 50-W-Hochvolt-Halogenstrahler ersetzen (Packungsaufdruck links). Mit seinem Material, Design und den Maßen (53 mm Gesamtlänge, maximal 50 mm Durchmesser, 48 Gramm Gewicht) gleicht er seinen Vorläufern fast bis auf’s Haar.

Reaktionsschnell, still und nicht übermäßig heiß

In meiner offenen, hängenden Testfassung zog der LED-Spot nach zwei Stunden Dauerleuchten mit 6,6 Watt bei einem elektrischen Leistungsfaktor von 0,63 ein Fitzelchen mehr als die angegebenen 6,3 W. melitec-gu10-63w-labelAuch das Profi-Labor maß mit 6,7 W bei Faktor 0,62 etwa das Gleiche wie ich. In der Praxis spielt das keine Rolle – das EU-Ökolabel (rechts) rundet die Zahl sowieso auf 7 Watt auf. Die Gehäusetemperatur lag zu diesem Zeitpunkt an der heißesten Stelle – oben am Sockel – bei technisch unkritischen 68 Grad.

Nach dem Einschalten kam die volle Helligkeit ohne merkliche Verzögerung und absolut frei von Störgeräuschen – das erzeugte Licht scheint auch sehr stabil zu sein: Die „Flicker Tester“-App meldete bei meiner Standard-Bezugsfrequenz 100 Hertz mit Index 0,0 und 3% Rate faktische Flimmerfreiheit. Zum Vergleich: Ein 50-W-Halogenstrahler wurde von der selben App mit Index 0,0 und 14% gemessen.

Das Profi-Flimmermessgerät „FM-LI“ zeigte bei der „MeLiTec“-LED-Lampe zwar bis maximal 52% Modulation; die lagen aber bei menschlich nicht wahrnehmbaren 93 Kilohertz an. Wir reden hier also vermutlich von einem sehr hochfrequent getakteten Schaltnetzteil in der Vorschaltelektronik, das auch äußerst flimmersensiblen Beobachtern keine bewussten oder unterbewussten Probleme bereitet.

Da kommen viel mehr ’raus als 345 Lumen

melitec-gu10-63w-pack-datenZwei der Packungsangaben (Ausschnitt links) dürfen Sie bei einem Glas-Spot dieser Art nicht wirklich wörtlich nehmen: Die genannten 345 Lumen sind nicht der insgesamt abgestrahlte Lichtstrom. Der beträgt nämlich laut Labormessung saftige 440 lm (pdf-Download des Messprotokolls).

Laut EU-Verordnung darf bei Akzentbeleuchtung aber nur der Teil der Helligkeit berücksichtigt werden, der innerhalb eines 90-Grad-Bemessungswinkels ’rauskommt. Selbst mit dieser Einschränkung übertraf der „MeLiTec“-Strahler allerdings mit 388 lm deutlich seinen Nennwert.

Der Halbwertswinkel ist nur die halbe Wahrheit

Die Differenz zwischen Gesamt- und 90-Grad-Lichtstrom ist natürlich bei einem LED-Glas-Spot mit transluzenter Gehäuse- Unterseite besonders groß. Schließlich wird ja ein kleiner Teil der Helligkeit nach hinten in Richtung Sockel geleitet. Und weil der multifacettierte Reflektor auch nach vorn für eine sehr Halogenstrahler-ähnliche, leicht diffuse Verteilung sorgt, sind auch die rund 36° für den Halbwertswinkel nur begrenzt aussagekräftig (jpg-Diagramm des Goniophotometers) .

Das Leuchtbild zeigt jedenfalls einen subjektiv viel breiteren Gesamtwinkel bis ca. 120° –  mit relativ sanften Hell-/Dunkel-Übergängen und einem fokussierteren, weitreichenderen Kegel in der Mitte:

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Das ist nicht nur das Resultat der Reflektor-Optik-Arbeit und dem zentralen „COB“-LED-Modul , sondern auch das Zusammenspiel aus einer klaren Kunststoff-Abdeckhaube mit geriffelter Mittellinse, wie Sie beim Blick von oben auf die aus- und angeschaltete Oberseite sehen:

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Und wie ernst dürfen Sie die anderen Leistungsangaben nehmen? Ziemlich ernst. Die Farbtemperatur liegt mit 2676 Kelvin fast auf Punkt; der gemessene „allgemeine Farbwiedergabeindex“ verfehlt zwar mit Ra 94,8 knapp die Ra->95-Vorgabe, liegt aber noch innerhalb der Messtoleranz-Spanne. Zumal die Zusatz-Referenzwerte wirklich gut sind: Beispielsweise 73,2 für das schwierige „Rot gesättigt“ (R9) und 97,6 für „Hautfarbe Rosa“ (R13). Damit wäre dieser „MeLiTec“-Glas-Spot eigentlich perfekt für anspruchsvolle kulinarisch-gastronomische oder kosmetische Beleuchtungsaufgaben.

Leichte Differenz zwischen Papierwerten und Lichteindruck

melitec-gu10-63w-farbortEigentlich – denn leider ist der subjektive Lichtfarbeindruck nicht so perfekt, wie es die Papierwerte suggerieren. Diese Lampe ist wieder mal so ein Fall, bei dem der Farbort etwas zu weit nach oben von der idealen „Schwarzkörperkurve“ weg gewandert ist – dorthin, wo es gelblich-orange oder teils auch grünlich werden kann (Grafik links).

Und das sieht man dann halt auch, wenn man ein etwas geschultes Auge für so was hat oder generell eine Aversion gegen zu gelbes Licht hegt. Mein Standard-Farbtreue-Motiv mit zwei Modell-Motorrädern auf weißem Untergrund (fotografiert mit Weißabgleich „Tageslicht“, ohne Nachbearbeitung) kann das leider nicht so deutlich wiedergeben wie die Realität. Vielleicht bemerken Sie’s dennoch:

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Das satte Rot, das tiefe Blau und das Weiß drunter werden doch ziemlich in Richtung Gelb-Orange verschoben – mehr, als es eine ebenfalls „warmweiße“ Glüh- oder Halogenlampe tun würde. Dann schon lieber ein Tick mehr Rot-Einfluss, das würde für mich stimmiger wirken. Wie’s auch mit LED-Technik besser geht als hier, können Sie übrigens schon in diesem Beitrag weiter unten beim Test des stärkeren, neuen „MeLiTec“-Spots sehen.

Mein Testurteil:

melitec-gu10-63w-pack-vornDer neue „MeLiTec“-LED-Glas-Strahler namens L114-1 ist kein perfekter Halogen-Ersatz, kommt ihm jedoch schon sehr nahe. Optik, Maße, Verarbeitung, Helligkeit, Farbtemperatur, Farbwiedergabindex, Geräusch- sowie Flimmerfreiheit, Nennlebensdauer und Effizienz stimmen – allein bei der Lichtfarbe gibt es noch Verbesserungsbedarf.

Und natürlich sollten Sie aktuell bei so einer besonders farbtreuen LED-Lampe, die für knapp 5 Euro im Discounter verkauft wurde, auch keine Dimmbarkeit erwarten. Kommt in dieser Preisklasse vielleicht noch – möglicherweise schon nächstes Jahr um diese Zeit?

Für das von „MeLiTec“ gebotene Preis-/Leistungsverhältnis gibt’s jedenfalls eine der höchsten Wertungen, die nicht dimmbare LED-Lampen von meiner bis Fünf reichenden LED-Bewertungsskala kriegen können:
drei Sterne.

Der heiße LED-Fernscheinwerfer

melitec-gu10-85w-pack-seiteDieser „MeLiTec“-LED-Strahler mit der Modellnummer L126 lässt viele Konkurrenten aus der GU10-Liga ziemlich alt aussehen: Über 500 nachgemessene Lumen produziert er aus 8,2 Watt, kann bis zu 70 Watt starke Halogenspots ersetzen (siehe Packungsaufdruck links), leuchtet überdurchschnittlich farbtreu aus einem zentral montierten LED-Array, hat ein stattliches, graues Aluguss-/Kunststoffgehäuse mit ausgeprägten Kühlrippen und multifacettiertem Reflektor, ist insgesamt 59 mm lang, 63 Gramm schwer und eines der stärksten Mitglieder der von „Civilight“ her bekannten „HALED“-Familie.

melitec-gu10-85w-pack-datenDie von mir und im Profi-Labor nach jeweils zwei Stunden „Einschwingen“ ermittelten Werte im Einzelnen (pdf-Download des Messprotokolls, rechts zum Vergleich die Packungsangaben): 516 Lumen insgesamt, davon 488 lm innerhalb des EU-konformen 90-Grad-Bemessungswinkels, 8,2 Watt Leistungsaufnahme bei einem elektrischen Leistungsfaktor von 0,55, Farbtemperatur 2697 Kelvin, „allgemeiner Farbwiedergabeindex“ Ra 94, Halbwertswinkel 32,4° (jpg-Grafik des Abstrahldiagramms).

Ebenfalls bemerkenswert: Die Hitzeentwicklung. In meiner offenen, hängenden Testfassung waren es an der heißesten Stelle oben am Sockel rund 70 Grad und selbst unten am Ring um die Abdeckscheibe noch ca. 65° – im Gegensatz zu vielen anderen LED-Strahlern wie dem „MeLiTec“-L114-1 oben, die unter diesen Bedingungen dort nur knapp über Zimmertemperatur haben. Bitte versuchen Sie also nicht, diesen leistungsstarken Spot in betriebswarmem Zustand irgendwo ’raus- oder ’reinzumontieren! Das wäre schmerzhaft bis gefährlich – allerdings auch nicht so schlimm wie mit einer rund dreimal so heißen Halogenlampe.

Kein Flimmern, kein Surren, keine lange Bedenkzeit

Kein Problem dagegen für flimmersensible Betrachter: Wie beim schwächeren Strahler oben, arbeitet wohl auch hier ein sehr hochfrequenter Schaltregler, der laut „FM-LI“-Profi-Messgerät die maximalen 89% Licht-Modulation bei völlig unkritischen 59 Kilohertz liefert. Die „Flicker Tester“-App meldete bei 100 Hertz Bezugsfrequenz nur Index 0,0 und 4% Flimmer-Rate – das ist innerhalb der Messtoleranz zu „flimmerfrei“.

Auch Surrgeräusche oder nennenswerte Leuchtverzögerungen beim Einschalten müssen Sie nicht befürchen – unschöne Effekte, die häufig bei dimmbaren LED-Lampen auftreten. Da dieses Modell jedoch nicht dimmbar ist und deshalb auch nur an normalen Schaltern arbeiten darf, haben Sie diese Probleme schon mal von der Backe.

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Der L126-Strahler von oben – aus- und angeschaltet. Deutlich zu sehen: Der multifacettierte Reflektor (Kürzel „MR“) und die mattierte Linse in der Mitte der ansonsten klaren Kunststoff-Abdeckscheibe – direkt über dem zentralen, saumäßig hellen LED-Modul.

Stattdessen bekommen Sie eine störungsfreie Kombination aus einer mittleren, sehr weit reichenden Lichtkeule mit maximaler Lichtstärke von rund 1000 Candela (siehe Packungsaufdruck links) und einem rundherum „weicheren“, viel breiteren Kegel ohne plötzlichen Abbruch zur Dunkelheit.

Weitreichendes und ausgewogenes Leuchtbild

Die optischen Ursachen für diese Charakteristik sind die gleichen wie beim anderen Test-LED-Spot oben, nur auf höherem Helligkeitsniveau. In über fünf Meter Entfernung ohne Anstrengung der Augen ein Buch lesen? Gar kein Problem mit diesem starken „MeLiTec“-Strahler. Und so sieht sein Leuchtbild auf dem ersten Meter aus:

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Was im Vergleich zum L114-1-Spot auffällt: Nach unten kommt nichts ’raus und die Lichtfarbe wirkt neutraler, weniger gelblich. Das ist auch einer der Gründe, warum ich es gut akzeptieren kann, dass der von uns gemessene Ra-Wert 94 leicht unter dem offiziellen von >95 landet. Denn beim L126 liegt der Farbort sehr nahe an der Idealkurve; die Komposition des Spektraldiagramms erscheint ausgewogener.

Deutlich mehr Rot-Anteile in der Lichtfarbe

Außerdem gibt’s an den Farbtreue-Zusatzmesswerten nichts zu meckern – etwa bei den hervorragenden 81,2 für das schwierige „Rot gesättigt“ (R9), guten 81,5 für „Blau gesättigt“ und sehr guten 98 für „Hautfarbe Rosa“ (R13). Einen zumindest für mich überzeugenden Eindruck hinterlässt deshalb auch mein Standard-Farbtreue-Motiv:

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Hier sind die Rot-Anteile merklich größer als oben; die für „warmweiße“ Leuchtmittel typische Gelb-Orange-Verschiebung fällt schwächer aus; das Ducati-Rot wird schön herausgearbeitet; das tiefe Yamaha-Blau bleibt dennoch gut erkennbar. Und störende Multi-Schatten wie bei Strahlern mit mehreren Einzel-SMD-LEDs gibt’s dank zentralem Modul sowieso nicht – der Schattenwurf ist wie bei Halogenspots klar und prägnant.

Mein Testurteil:

melitec-gu10-85w-pack-vornSo wie der „MeLiTec“-L126-„HALED“-GU10-Spot mit Reflektor muss ein nicht dimmbarer Ersatz für starke Hochvolt-Halogenstrahler sein: Hell genug, um auch hartnäckige LED-Skeptiker vom Fleck weg für sich einzunehmen, angenehme Lichtfarbe, sehr gute Farbtreue, dennoch eine ordentliche Gesamteffizienz von 63 Lumen/Watt, ohne Zicken wie Flimmern, Surren oder nervige Einschaltverzögerung.

Das Stromsparpotenzial: Beeindruckende 88%. Umso schöner, wenn es sowas beim Discounter schon für knapp 8 Euro gibt – da fällt das Zugreifen leicht.

Zu beachten ist allenfalls die leichte Überlänge von 5,9 cm – der Spot könnte bei kurzen Leuchtengehäusen drei bis vier Millimeter herausschauen – und die Wärmeentwicklung nach längerer Leuchtdauer über die gesamte Aluguss-Außenhaut. Der L126 ist halt ein sehr starker und dennoch relativ kompakt gebauter LED-Strahler – da lässt sich eine gewisse Hitzekonzentration nicht vermeiden. Insgesamt reicht das aber bei meiner strengen, bis Fünf reichenden LED-Bewertungsskala für anerkennende
LED-Stern halbdreieinhalb Sterne.

(Offenlegung: Die Lampen wurden mir von meinem Werbepartner „MeLiTec“ gratis zum Test überlassen – einen Einfluss auf die Beurteilung hat das wie immer nicht.)

Mehr zum Thema:

MeLiTec-Aktion bei Aldi Nord: Viele bekannte, teils auch neue LED-Lampen

Blitztest (Teil 1): Wie gut sind die neuen MeLiTec-LED-Lampen bei Aldi Nord?

Blitztest (Teil 2): Wie gut sind die LED-Fadenlampen bei Aldi Nord? (Update)

Im Test: GU10-LED-Strahler von „Green Power“ mit sehr hoher Farbtreue

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Doppeltest: Müller-Licht-LED-Lampen mit Ra >90 – nicht alles super

24 überdurchschnittlich farbtreue LED-Lampenmodelle von „Müller-Licht“ gab’s diesen Monat zu Sonderpreisen bei Aldi Süd. Zwei davon habe ich mir stellvertretend für einen Doppeltest herausgepickt: Einen nicht dimmbaren E14-Breitstrahler mit offiziell 420 Lumen für knapp 5 Euro und die kräftigste, sogar dimmbare E27-„Birne“ für 7,99 Euro. Beide leuchten „warmweiß“, bieten aber dennoch unterschiedliche Lichteindrücke.

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Immer mehr LED-Aktionslampen in Discountern, Supermärkten, Warenhäusern und Baumärkten können 2016 mit einem Farbwiedergabeindex von Ra >90 protzen – vor zwei Jahren noch eine absolute Ausnahme. Was sich seither geändert hat: Die Preise gingen kräftig nach unten, die Effizienz dafür ’rauf. Farbtreue, „warmweiße“ LED-Retrofits für 3 bis 8 Euro mit 80 bis 95 Lumen Lichtstrom pro Watt – teils auch noch dimmbar! – sind inzwischen kein Hexenwerk mehr. Aber wie sieht’s in der Praxis aus? Können die günstigen Wunderlampen ihre Papierwerte auch in der Praxis und im Messlabor bestätigen?

Zwei Ra->90-Aktionsmodelle von „Müller-Licht“ – beide „made in P. R. C.“ (Volksrepublik China), mit nominell 2700 Kelvin Farbtemperatur, 25.000 Leuchtstunden sowie 100.000 Schaltzyklen Nennlebensdauer, mueller-licht-3-jahre-garantiedrei Jahre Herstellergarantie (siehe Verpackungsausschnitt rechts), EU-Ökolabel A+ und bei der jüngsten Aldi-Süd-Aktion in den Regalen – mussten das stellvertretend für das doppelte Dutzend im farbtreuen Sortiment beweisen. Los geht’s mit einem nicht dimmbaren, 5,5 Watt starken E14-„Reflektor“-Strahler, der beispielsweise R50-Glühlampen mit 40 Watt ersetzen soll, aber eigentlich gar keinen Reflektor besitzt:

Der stille Breitstrahler mit einer kleinen Schwäche

mueller-licht-e14-55w-unten4,99 Euro sind weit weniger als der Preis für eine Schachtel Kippen, können aber – klug eingesetzt – für die nächsten 25 Jahre einen satten zweistelligen Betrag von Ihrer jährlichen Stromrechnung wegschmurgeln.

Knapp 5 Euro hat er nämlich gekostet bei Aldi Süd, der E14-LED-Strahler von „Müller-Licht“ mit offiziell 5,5 Watt und der Modellnummer 32885 (links der Blick von unten mit den aufgedruckten Leistungsdaten, Fotos: W. Messer).

Diesmal zwei differierende Watt-Werte

In meiner offenen, hängenden Testfassung startete das 8,6 cm lange, maximal 5 cm breite und 43 Gramm leichte R50-Strahlerchen fast verzögerungsfrei, blieb komplett still und wurde nach zwei Stunden „Einschwingen“ an der heißesten Stelle des Kunststoff-/Aluguss-Verbundgehäuses – oben am Sockel – höchstens 70 Grad warm. Mein ELV-„Energy Master“ meldete zu diesem Zeitpunkt 6,1 Watt bei einem elektrischen Leistungsfaktor von 0,55. Im Profi-Labor meines Kooperationspartners „David Communication“ waren’s seltsamerweise nur 5,4 W (Faktor 0,54) – ein Wert, den ich nur im kalten Zustand messen konnte.

Während aber 0,7 Watt hin oder her keine Sorgenfalten verursachen müssen, waren die ermittelten Flimmer-Werte bedenklicher: Index 0,1 und 36 Prozent Rate zeigte die „Flicker Tester“-App von Viso Systems bei einer Bezugsfrequenz von 100 Hertz; das Profi-Messgerät „FM-LI“ zeigte die maximale Modulation bei gleicher Frequenz und beunruhigenden 56%. Das könnten besonders flimmersensible Menschen bewusst oder unterbewusst als instabiles, unangenehmes Licht wahrnehmen.

Ein relativ neutraler Lichtfarbeindruck

Die große Mehrheit der Käufer kriegt davon vermutlich nichts mit und freut sich stattdessen über effektiv abgestrahlte ca. 436 Lumen, eine Farbtemperatur von 2654 Kelvin und einen „allgemeinen Farbwiedergabeindex“ von Ra 92,3 (pdf-Download des Messprotokolls). Der für LED-Lampen besonders schwierige Zusatzwert R9 („Rot gesättigt“) beträgt gute 66,7; der Farbort liegt nahe an der idealen „Schwarzkörperkurve“ und der subjektive Lichteindruck ist relativ neutral – jedenfalls verglichen mit einer „warmweißen“ Glühlampe.

Das zeigt auch mein Standard-Farbtreue-Motiv mit zwei Modell-Motorrädern auf weißem Untergrund (Weißabgleich „Tageslicht“, ohne Nachbearbeitung), bei dem vor allem die rote Ducati sehr schön herausgearbeitet, der Hintergrund nicht zu sehr in Richtung Gelb-Orange verschoben wird und der leicht diffuse Schattenwurf nicht störend ausfällt:

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Dass die tiefblaue Yamaha nicht so gut zur Geltung kommt, liegt in der Natur solcher LED-Lampen, bei denen das Blau in der Spektralverteilung eine untergeordnete Rolle spielt und der Farbwiedergabe-Messwert bei R12 („Blau gesättigt“) mit 78,4 eher durchschnittlich ausfällt. Dennoch gefiel mir die Lichtfarbe insgesamt erheblich besser als beim zweiten Testmodell.

Die Lichtkeule fällt sehr breit aus

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Was „Müller-Licht“ leider auf der Verpackung (Fotos oben) und der Website verschweigt: Der Halbwertswinkel ist viel breiter als bei vielen E14/R50-Glüh- und Halogenlampen, die häufig sehr fokussiert mit rund 30 Grad strahlen. Knapp 117 Grad sind’s hier laut Goniophotometer-Messung (jpg-Grafik) – das ist nicht für Akzentbeleuchtung geeignet und auch deutlich im Leuchtbild erkennbar:

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Hier ist kein bündelnder Reflektor im Spiel; der größte Teil des Lichts der SMD-Chips wird durch die matte Plastikhaube etwa innerhalb eines Vollkreis-Drittels abgestrahlt – analog zum üblichen Halbwertswinkel einer Leuchtdiode ohne zusätzliche Optik. Entsprechend geringer als bei fokussierten Spot-Lampen sind Reichweite und Lichtstärke im 0-Grad-Winkel. Die Lichtkeule der „Müller-Licht“-Retroit ähnelt eher der Abstrahlcharakteristik der ersten LED-„Birnen“. Das ist kein zwingender Nachteil, Sie sollten es aber für die Einsatzplanung wissen und berücksichtigen.

Mein Testurteil:

mueller-licht-e14-55w-ausBis auf die fehlende Abstrahlwinkel-Angabe und Dimmbarkeit sowie die etwas zu hohen Flimmerwerte ist der nominell 5,5 Watt starke E14-LED-Breitstrahler von „Müller-Licht“ fast perfekt: Schöne Lichtfarbe, hohe Farbtreue, relativ gut getroffener Farbort, etwas mehr Helligkeit als versprochen, gute Verarbeitung und Materialqualität, kompakte Ausmaße.

Ästheten würden vielleicht noch daran herummäkeln, dass der Übergang vom weißen Gehäuse zur Kunststoffhaube nicht perfekt glatt entgratet ist – hier sollte man aber bei einem Preis von knapp 5 Euro den Ball flach halten. Immerhin haben Sie zu diesem Discounter-Tarif einen Farbwiedergabindex von Ra >92 bekommen, der vor einiger Zeit noch teuren Profi-LED-Lampen vorbehalten war – und das bei einer im Labor gemessenen Effizienz von knapp 81 Lumen/Watt und einem Stromsparpotenzial von gut 85% gegenüber einem 40-Watt-Glühlampen-Strahler. Dafür spendiert meine bis Fünf reichende, strenge LED-Bewertungsskala anerkennende
LED-Stern halbdreieinhalb Sterne.

Die Riesen-„Birne“ mit fast 1600 Lumen

mueller-licht-e27-17w-ausEs soll ja Leute geben, für die LED-Lampen erst dann eventuell in Frage kommen, wenn ihre Lichtstrom-Werte mindestens vierstellig sind, weil ja „alles andere zu dunkel ist“ und „Glühbirnen sowieso viel heller sind als dieser Leuchtdioden-Mist“. Ähm, ja, auch denen kann von „Müller-Licht“ geholfen werden – mit einer 13,4 cm langen, bis zu 6,5 cm breiten und 121 Gramm schweren Riesen-„Birne“ mit der Modellnummer 42880.

Hinter dieser Ziffernfolge verbirgt sich ein „warmweißer“, dimmbarer LED-Ersatz für 100-Watt-Glühlampen mit E27-Schraubsockel, der selbst nur knapp 17 Watt zieht, bei Aldi Süd schlappe 7,99 Euro kostete und offiziell 1500 Lumen über einen Halbwertswinkel von 200 Grad abstrahlt. Damit und trotz des Farbwiedergabeindex‚ Ra >90 wäre diese stattliche LED-Lampe natürlich nicht ganz so rundstrahlend und farbtreu wie das altbekannte Glühobst (ca. 330 Grad und Ra 100).

Engerer Abstrahlwinkel als bei Glühlampen

Aber erstens würden wohl nur sehr wenige Konsumenten die kleine Ra-Differenz bei einem „Blind“-Test erkennen und zweitens hat „Müller-Licht“ für Licht-Feinschmecker schon eine „HD95 LED“-Serie auf den Markt gebracht, die den Farbtreue-Abstand noch weiter verringert. Allerdings hat sich auch dort nichts an der Breite des Lichtkegels geändert – und den können Sie bei der Testlampe auch als Laie problemlos von
dem einer Glühlampe unterscheiden:

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Der Großteil der Helligkeit wird zu den Seiten und nach oben geschickt, während nach unten weitaus weniger passiert. Im Profi-Labor gab’s deshalb sogar nur rund 181 Grad Halbwertswinkel (jpg-Grafik); rund 10% weniger als versprochen. Dafür wird die nominelle Gesamthelligkeit kräftig überboten: Knapp 1583 Lumen sammelte die Ulbricht-Kugel nach zwei Stunden Warmlaufen der „Müller-Licht“-Lampe ein.

Die dafür benötigte Energie an einem normalen Schalter: „16,7 Watt bei einem Leistungsfaktor von 0,93“ sagt das Labor – fast identisch mit meiner Amateur-Messung von 16,6 W und Faktor 0,92. Die tatsächliche Effizienz von knapp 95 Lumen/Watt ist vor allem für eine sehr farbtreue LED-Lampe hervorragend. Nach jeweils 1000 Stunden Leuchtdauer (entspricht etwa einem Jahr durchschnittlicher Nutzung in Privathaushalten) haben Sie gegenüber einer 100-Watt-Glühlampe rund 24 Euro Stromkosten gespart (bei 0,29 Cent brutto pro Kilowattstunde).

Am Schalter gab’s keine Auffälligkeiten

In meiner offenen, hängenden E27-Testfassung war die Riesen-„Birne“ nach knapp einer halben Sekunde Bedenkzeit gestartet und entwickelte nur ein leises Surrgeräusch (in stiller Umgebung bis in ca. 5 cm Distanz vernehmbar). An der heißesten Stelle des Gehäuses gab‘s oben nach zwei Stunden maximal 83 Grad – für ein LED-Leuchtmittel dieser Leistungsklasse nicht ungewöhnlich warm.

Bis hierhin auch keine Probleme mit Flimmerlicht: Laut „Flicker Tester“-App Index 0,0 und sehr gute 4% Rate bei 100 Hertz. Das Profi-Messgerät registrierte die größte Modulation mit 12% bei schwindelerregenden 64 Kilohertz – Lichtjahre entfernt vom menschlichen Wahrnehmungsvermögen. Anders kann das allerdings beim Dimmerbetrieb aussehen, wo die teilweise inkonsistent anzeigende Gratis-App bei 100 Hz Bezugsfrequenz bis zu Index 0,2 und 50% meldete, wenn der Helligkeitsregler auf dunkelster Stufe stand.

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Das war aber nicht der Grund, warum die Leute im Labor und ich vom ersten Blick auf die eingeschaltete Lampe etwas enttäuscht wurden: Die Lichtfarbe wurde spontan mit wenig schmeichelhaften Begriffen wie „quietschiges Gelb“ oder „Senfgelb“ quittiert, obwohl die gemessenen Farbwiedergabeindizes eigentlich keinen Anlass zur Klage gaben (Ra 93,2; Zusatzwerte R9/„Rot gesättigt“ = 59,3; R12/„Blau gesättigt“ = 86,4, R13/„Hautfarbe Rosa“ = 94,5).

Deutlich weniger Kelvin als angegeben

Erstes Indiz, wieso der Lichteindruck nicht optimal sein könnte, war die ermittelte Farbtemperatur von 2578 Kelvin – deutlich „wärmer“ als der 2700er-Nennwert (pdf-Download des kompletten Messprotokolls). Und wenn Sie sich mein Standard-Farbtreue-Motiv mit den zwei Mini-Motorrädern auf weißem Hintergrund anschauen, haben Sie vielleicht auch den Verdacht, dass irgend etwas leicht daneben liegt:

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mueller-licht-e27-17w-farbortObwohl das Ducati-Rot noch ganz gut ’rüberkommt (im Foto besser als in der Realität), scheint alles etwas zu sehr in Richtung Gelb-Orange gezogen zu werden. Und tatsächlich: Der Farbort der E27-„Birne“ (Grafik rechts) liegt ein Stückchen weiter von der idealen „Schwarzkörperkurve“ entfernt als beim E14-LED-Strahler von „Müller-Licht“ oben.

Okay – es ist keine große Abweichung, glücklicherweise auch nicht in Richtung Grün wie neulich bei einer Osram-Lampe, sondern eher im Gelb-Bereich und sicher noch im Rahmen der in der EU maximal erlaubten sechs SDCM-Stufen. Sie macht sich aber dennoch als störender Einfluss subjektiv bemerkbar, was meine Kamera leider nur ansatzweise wiedergeben kann. Dann schon lieber etwas mehr Rot im Spektraldiagramm – das wäre auch Glühlampen-ählicher.

Seltsames Verhalten an Phasenanschnittdimmern

Wo ich schon beim Mosern bin: Auch das Dimmen hat mit dieser 17-Watt-Lampe so seine Tücken, obwohl die „Müller-Licht“-Info-Seite ihr „Okay“ für zahlreiche Dimmer gibt (im rechten Scroll-Fenster auf „42880“ klicken, dann werden 22 offiziell kompatible Modelle und die Zahl der parallel anschließbaren Lampen angezeigt).

Nach meinen Versuchen kann ich von Phasenanschnittdimmern eigentlich nur abraten, weil auch bei justierbaren Varianten keine konsistente, vernünftige Regelung möglich war und zusätzlich unschöne Effekte wie Flackern sowie vernehmbares Surren von Dimmer und LED-Lampe auftraten (bis zu einem Meter Reichweite!).

Ordentliche Regelung mit Phasenabschnitt

Viel leiser und besser klappte das mit meinen Phasenabschnittdimmern, wobei es mit diesem Testobjekt fast keine Rolle spielte, ob sie ein Justierschräubchen hatten oder nicht. Der nutzbare Regelweg erstreckte sich meist etwa über die unteren 50 bis 70% der Dimmer-Spanne und brachte Gesamt-Leistungsaufnahmen (Dimmer plus Lampe) zwischen ca. 3,5 und 17,7 Watt. Das entspricht etwa einem Helligkeitsbereich zwischen 15 und 100 Prozent des maximalen Lichtstroms.

Das dabei verursachte Lampensurren war höchstens bis 20 cm Entfernung zu hören, während die Dimmer still blieben. Sehr gut: Die Einschaltverzögerung lag auch bei dunkler Voreinstellung nur etwas über einer halben Sekunde. Zum Vergleich: Ich hatte früher mal eine dimmbare „Müller-Licht“-LED-Lampe im Test, die sich am Dimmer teils bis zu zwei Sekunden Bedenkzeit nahm. So was kann doch ziemlich irritierend sein.

Mein Testurteil:

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Die hellste „Müller-Licht“-E27-LED-„Birne“ mit nominell Ra >90 bestätigt oder übertrifft viele ihrer Nennwerte (siehe Packungsaufdrucke oben). Mehr oder weniger kleine Ausreißer leistet sie sich jedoch bei der Farbtemperatur („wärmer“ als angegeben) und dem Halbwertswinkel (enger). Das „DIM“-Versprechen muss mit Einschränkungen versehen werden, weil es nur mit bestimmten Dimmermodellen einigermaßen zufriedenstellend eingelöst werden kann.

Vorsicht auch beim Ersetzen von ähnlich hellen 100-Watt-Glühlampen: Die sind fast 4 cm kürzer und 1 cm dünner als die Riesen-LED-Lampe. In manchen Leuchtengehäusen könnte es ihr also zu eng oder zu kurz sein, so dass sie eventuell irgendwo vorwitzig ’rausschaut.

Den entscheidenden Dämpfer liefert allerdings die sehr ins Gelbliche tendierende Lichtfarbe. Das ist zwar eine subjektive Einschätzung, die vielleicht nicht jeder nachvollziehen kann, die aber auch von anderen Beobachtern geteilt wurde. Ein hoher Farbwiedergabeindex allein macht halt noch kein schönes Licht – da stimmt mich auch der sehr günstige Aldi-Süd-Preis von knapp 8 Euro kaum milder.

Von der Papierform her wäre dieses „Müller-Licht“-Modell 42880 auf meiner bis Fünf reichenden LED-Bewertungsskala eigentlich eine klare Vier-Sterne-Kandidatin. Wegen der genannten Schwächen in der Praxis muss ich aber ein Pünktchen abziehen und so bleiben leider nur
drei Sterne.

(Offenlegung: Ich habe die Testlampen am 9. September regulär bei Aldi Süd gekauft und bekomme von keiner Seite irgendwelche Zuwendungen für diesen Doppeltest.)

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