Vergleichstest: IKEA-LED-Lampe gegen Philips „Master LEDbulb“ (Update)

Ist die halb so teure E27-IKEA-LED-Lampe auch nur halb so gut wie eine aktuelle LED-„Meisterbirne“ von Marktführer Philips? Der Test mit Unterstützung meines Blog-Kooperationspartners „Grünspar“ enthüllt Erstaunliches.

IKEA-Philips-Lichtfarbe
Links die 7 Watt starke, dimmbare „Master LEDbulb“ von Philips, rechts die ebenfalls dimmbare 10-Watt-„Ledare“ von IKEA. Sie wirkt etwas „gelblicher“. (Fotos: W. Messer)

Wenn in diesem Blog jetzt eine der mit zweifelhaftem Ruf behafteten IKEA-LED-Lampen getestet wird, steht natürlich mindestens der Untergang des Abendlandes bevor. Noch kurioser wird’s, wenn mir mein Blog-Kooperationspartner „Grünspar“ gratis zwei LED-„Birnen“ zum Vergleichstest zur Verfügung stellt, die Sie dort gar nicht kaufen können. Das Sahnehäubchen: Die beiden Kontrahenten leuchten in völlig unterschiedlichen Preisklassen – wie absurd ist das denn alles?

Überraschenderweise gibt’s aber durchaus ein paar Gemeinsamkeiten zwischen der knapp 12 Euro billigen „Ledare“ und der rund 24 Euro teuren „Master LEDbulb“: E27-Sockel, A60-Standardgröße mit maximal rund 6 cm Durchmesser, dimmbar, mehr oder weniger rundstrahlend, nur für den Innenbereich geeignet, stromsparender Ersatz für herkömmliche 40-Watt-Glühlampen (mindestens), „warm-weiße“ 2700 Kelvin Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex über Ra 80, offiziell durchschnittlich 25.000 Leuchtstunden Lebensdauer, Produktionsland China. Und weiß sind sie auch beide, mit mattem Lampenkopf und ohne nennenswerte Kühlrippen:

IKEA-Philips-aus

Etwas größer (ca. 12 cm lang) und schwerer (178 Gramm) präsentiert sich die IKEA-„Ledare“, während sich die Philips am schlank wirkenden „hue“-Design orientiert und nur knapp 11 cm Länge und 137 Gramm Gewicht aufweist. Ein gutes Stück länger und gewichtiger als tradionelle „Glühbirnen“ sind beide Kontrahenten. Das ist bei LED-Lampen mit aufwendiger Vorschaltelektronik und stabilen Kühlkörpern derzeit auch nicht anders zu erwarten.

Ab sofort gibt’s übrigens in meinen Blog-Tests was Neues: Weil vom 1. September an neue EU-Regelungen für Lampen, Leuchten und deren Öko-Label gelten, nehme ich die geforderten Kennzeichnungen unter die Lupe, nenne die von meinem „Go Green Energy Meter“ angezeigten elektrischen Leistungsfaktoren und rechne den Energieeffizienzindex (EEI) für die Einstufung in die Klassen „E“ bis „A++“ aus. Los geht’s mit der teuren Markenlampe.

Der (fast) perfekte Philips-LED-Rundstrahler

Philips-OekolabelAus nominell 7 Watt macht die „Master LEDbulb“ mindestens 470 Lumen Lichtstrom, das sind 67 lm/W. Der daraus berechnete EEI beträgt 0,16, was die Einstufung in „A+“ rechtfertigt (siehe Packungsausschnitt links).

Laut meiner Messung zieht die Lampe ohne Dimmer 7,9 Watt mit einem Leistungsfaktor von 0,96, leuchtet nach dem Einschalten innerhalb weniger Sekundenbruchteile mit voller Helligkeit und geräuschlos.

An einem nicht justierbaren Phasenabschnittdimmer, wie er in vielen Wohnungen in der Wand steckt,sinkt der Leistungsfaktor auf 0,68; der Verbrauch der Kombination Lampe/Dimmer lässt sich flackerfrei und stufenlos zwischen 8,3 und 3 Watt regeln.

Philips-PackungBis auf ca. 20 cm Distanz ist dabei ein leichtes Surren oder Sirren zu hören; auch der Dimmer surrt ein wenig mit. Die Helligkeit beträgt bei der kleinsten Dimmstufe nur rund 10% der Maximalhelligkeit. Diese große Regelspanne – ohne Justierschraube am Dimmer! – bekommen die meisten anderen dimmbaren LED-Lampen nicht so gut hin. Philips erklärt auf der Verpackung (Bild rechts), dass es sich hier um „High Performance Dimming“ handele.

Beim Ein- und Ausschalten gibt es eine kleine Reaktions-Verzögerung von rund 0,5 Sekunden, aber kein weiteres, automatisches Nachregeln der Helligkeit.

Im Dauerbetrieb steigt die höchste Temperatur im unteren Bereich des Sockelgehäuses auf 66 Grad; der Lampenkopf bleibt dagegen mit nur rund 30-35 Grad problemlos berührbar.

Philips-Master-7W-DatenDie Verpackung nennt fast alle wichtigen Daten (Bild links) – auch die garantierte Schaltfestigkeit von 50.000 Zyklen, den korrekten Glühlampen-Äquivalenzwert (40 Watt) oder die durchaus glaubhaften 2700 K Farbtemperatur.

Dummerweise fehlt aber der Wert für den Farbwiedergabeindex. Den finden Sie auf der Philips-Website nur über den Umweg eines pdf-Gesamtprospekts, weil diese Lampe im Online-Angebot für Konsumenten erst gar nicht auftaucht. Offiziell soll er Ra >80 betragen – der empfohlene Mindestindex für Wohnraumbeleuchtung (Glühlampe: ca. 100). Bei meinem Standard-Farbtreuetest mit dem Miniaturmodell einer Ducati 916 auf weißem Hintergrund schlug sich die Philips-„Master LEDbulb“ zwar nicht meisterhaft, aber doch ganz ordentlich:

Philips-Master-7W-Ra

Angestrahlte Gegenstände erhalten eine „Warmton“-Einfärbung ohne erkennbaren Blaustich; auch Hautfarben werden einigermaßen naturgetreu wiedergegeben. Allerdings spielen sowohl dieses Rosa als auch das satte Rot der Ducati keine Rolle für die Berechnung des „allgemeinen Farbwiedergabeindexes“ Ra, weil dafür nur acht Pastelltöne berücksichtigt werden. Dessen Aussagekraft über die Lichtqualität einer LED-Lampe ist deshalb sehr begrenzt.

Der größte Pluspunkt der neu entwickelten Philips-Lampe nennt sich aber laut Verpackung „light all around“ und sieht beim Einschalten in einem komplett dunklen Raum so aus:

Philips-Master-7W-Abstrahl

Oh Wunder, diese LED-Lampe strahlt tatsächlich in alle Richtungen – zwar nicht völlig gleichmäßig und rund, aber das schafft eine traditionelle Glühlampe ebenso wenig. Der Halbwertswinkel der Philips liegt bei rund 300 Grad, während der Großteil der üblichen LED-„Birnen“ nur 160 bis 200 Grad schafft.

Philips-16LEDsDas erstaunt vor allem deshalb, weil hier im Gegensatz zu anderen Rundstrahl-Konzepten keine LEDs in einem „Türmchen“ rundum oben in der Haube leuchten oder außen liegende Konversionsschalen das Licht streuen. Stattdessen strahlt ein quadratisches Gitter mit 16 Mini-SMD-LED-Chips vom Boden des Lampenkopfs aus nach oben (Bild links) – so ähnlich sieht’s auch bei vielen enger strahlenden Konkurrenzprodukten aus.

Der Clou der „Master LEDbulb“ ist aber eine weiß glänzende, reflektierende Beschichtung der oberen Abdeckung. Dort wird ein Teil des Lichts „abgefangen“ und versetzt nach unten geleitet, wo es aus den konisch geformten durchlässigen Seiten der Haube austreten kann. Dieser ziemlich geniale Trick funktioniert optisch prima und ermöglicht eine sehr kompakte Bauform, sorgt aber auch dafür, dass die Lampe in Kopfrichtung erheblich dunkler ist als die „richtstrahlenden“ Mitbewerber.

Erwarten Sie also beispielsweise bei hängender Montage über’m Esstisch nicht mehr Helligkeit, als sie eine 40-Watt-Glühlampe liefern würde. Dafür kriegen Sie jedoch eine ordentliche Portion Gratis-Licht nach oben, das die Zimmerdecke zur indirekten Beleuchtung macht. Wenn Sie’s insgesamt heller mögen, greifen Sie lieber zur 12-Watt-Version der Philips mit 806 Lumen (mindestens so kräftig wie eine 60-Watt-„Glühbirne“).

Mein Testurteil:

Die Philips „Master LEDbulb“ rückt rundstrahlendes, dimmbares LED-Licht in eine bezahlbare Preisklasse und kompakte Dimensionen. Das Design wirkt stimmig, modern, teils sogar genial und kann auch in offenen Leuchten gefallen. Die Dimmer-Verträglichkeit wurde zwar gegenüber älteren LED-Lampen stark verbessert, sollte aber eigentlich ganz ohne störende Geräusche funktionieren. Lichtfarbe und -Qualität sind in Ordnung, wenn auch nicht Spitzenklasse. Das Stromsparpotenzial liegt bei über 82%, die Nennlebensdauer bei 25 Jahren; das relativiert den hohen Kaufpreis etwas. Insgesamt gibt’s dafür von meiner bis 5 reichenden LED-Bewertungsskala
LED-Stern halbviereinhalb Sterne.

Die Label-lose IKEA-LED-Lampe

IKEA-PackungJa doch, man kann viel kritisieren an der LED-Politik der schwedischen Einrichtungskette IKEA. Zum Beispiel, dass anfangs vorwiegend leistungsschwache Dunkelheimer mit seltsamen Lichtfarben in den Regalen lagen. Oder dass das Lampensortiment erst 2016 komplett auf LED umgestellt werden soll und derzeit in dieser Liga leistungsmäßig noch arg begrenzt ist. Allmählich tut sich da allerdings was.

Greifen wir doch gleich in die Vollen und nehmen uns die derzeit teuerste und hellste IKEA-LED-Lampe vor: 11,99 Euro kostet die dimmbare „Ledare“ mit 600 Lumen Lichtstrom („Hellström“ wäre auch’n netter Name gewesen; “Ledare” hat ohnehin nichts mit “LED” zu tun, sondern bedeutet auf schwedisch “Oberhaupt”, “Leiter” oder “Anführer”). Ein paar weitere Daten habe ich ja oben schon genannt; fehlen noch die Schaltfestigkeit (40.000 Zyklen) und der Farbwiedergabeindex. Der muss doch erheblich schlechter sein als bei der doppelt so teuren Philips-„Master“-Lampe, oder? Von wegen! Schauen Sie mal, was auf der Packung bei „CRI“ steht:

Ledare_Daten

Ein Farbwiedergabeindex von über Ra/CRI 87 bei einer IKEA-LED-Lampe – das nähert sich ja schon der LEDON-Spitzenklasse! Hemmungslos gelogen!? Nee, Freunde, ist wahrscheinlich korrekt – weiter oben habe ich ja schon erklärt, welche Einschränkungen dieser Ra-Wert hat. So sieht mein Standard-Farbtreue-„Model“ unter dem „Ledare“-Licht aus:

IKEA-10W-Ra

Das ist sicher nicht schlechter als mit der Philips-Lampe, eher noch kräftiger, mit einem etwas satteren Rot. Gleiches gilt für Hauttöne, die mit der „Ledare“ einen Tick „lebendiger“ wirken als mit der „Master LEDbulb“. Fotos und Computerbildschirme können das leider nur annähernd dokumentieren, das müssen Sie sich selbst mal angucken. Mir glauben Sie’s ja sowieso kaum. Brauchen Sie auch nicht, weil Lichteindrücke höchst individuell und subjektiv sind (außerdem haben’s jetzt auch die Messwerte bestätigt, siehe das Update am Ende des Tests).

Noch’n Brüller gefällig? Laut meinem „Go Green Energy Meter“ zieht die Lampe ohne Dimmer 10,9 Watt bei einem sensationellen elektrischen Leistungsfaktor von 1,0 und liefert vermutlich etwas mehr als 600 Lumen. Nach dem Einschalten ist sie sofort hell, flackert allerdings noch etwa zwei Sekunden lang, bis sie stabil und geräuschlos leuchtet. Das passiert nicht zufällig und ist auch kein echter Fehler, sondern hat was mit einer Messroutine in der Vorschaltelektronik zu tun.

Bedenkzeit bei der Dimmer-Regelung

An meinem haushaltsüblichen Phasenabschnittdimmer ohne Justierschraube sinkt der Leistungsfaktor auf 0,76 und der Gesamtstrombedarf auf 10,5 Watt. Das ist flackerfrei und stufenlos bis auf 3,8 W reduzierbar – dann haben Sie etwa 20 Prozent des maximalen Lichtstroms. Auch hier reagiert die Lampe zwar sofort auf den Einschaltbefehl, regelt dann aber etwa zwei Sekunden lang nach oben oder unten auf die vorher am Dimmer eingestellte Helligkeit. Beim Ausschalten ist sie nicht sofort dunkel, sondern „fadet“ über eine Sekunde lang bis zur kompletten Dunkelheit.

Erstaunlicherweise ist die „Ledare“ mit meinem Test-Dimmer leiser als die Philips-Lampe: Ein leichtes Surren hören Sie nur auf gut 5 cm Entfernung – absolut venachlässigbar.

Fastvoice-Eigenwerbung 04-14

Bis jetzt haben die Schweden also den Niederländern ordentlich einen eingeschenkt – gibt’s da noch einen Haken an der Sache? Ja, und zwar gleich drei. Erstens fehlen auf der IKEA-Website fast alle von der EU spätestens ab 1. September geforderten Daten und das ebenfalls vorgeschriebene Öko-Label auf der Verpackung. Ausgehend von den offiziellen Daten (600 Lumen, 10 Watt, 60 lm/W) habe ich einen Energieeffizienzindex (EEI) von 0,19 berechnet. Das genügt bei Lampen mit ungerichtetem Licht nur für Klasse „A“ – bei „A+“ müssten es schon weniger als 0,17 sein.

Außerdem ist die auf der Produktseite zu lesende Behauptung „600 Lumen entspricht dem Licht einer 60-Watt-Glühlampe“ nicht EU-konform. Das offizielle Äquivalent wäre eine (fiktive) 48-Watt-„Birne“; für 60 Watt bräuchte es mindestens 806 Lumen.

Zweitens wird die „Ledare“ beim Dauerbetrieb am Gehäusesockel ganz schön heiß. Schon nach einer Stunde können Sie dort im unteren Bereich bis zu 76 Grad messen. Die leichte Riffelung der weißen Hülle kann offensichtlich keine anständige Kühlrippenfunktion erfüllen; Konvektionsöffnungen zum Luftaustausch gibt’s auch nicht.

So richtig rund leuchtet die „Ledare“ nicht

Drittens hat die IKEA-Lampe eine andere Abstrahlcharakteristik als die sehr rund leuchtende „Master LEDbulb“ von Philips:

IKEA-10W-Abstrahlung

Das meiste Licht geht nach oben und zu den Seiten – nach unten ist es deutlich dunkler. Der Halbwertswinkel liegt nach meiner Schätzung nicht über 200 Grad – eine offizielle Angabe ist nirgendwo zu finden. Je nach Einsatzort ist das okay oder wegen der Richtwirkung sogar gewünscht, nur eben nicht wirklich rundstrahlend.

Mein Testurteil:

Das 10 Watt starke „Ledare“-Flaggschiff von IKEA darf in dieser Form ab dem 1. September eigentlich in der EU nicht mehr verkauft werden. Das liegt aber nicht an der Lampe selbst, sondern nur an fehlenden Daten auf der Website bzw. der mir vorliegenden (veralteten?) Verpackung. Davon abgesehen ist sie bei Lichtqualität und Dimmbarkeit nicht schlechter als so manches Produkt renommierter Marken, allerdings mit 11,99 Euro auch nicht mehr billiger. aber mit aktuell 6,99 Euro (siehe Update 15.01.2014) erheblich billiger. Vorurteile adieu – diese IKEA-LED-Lampe kriegt von meiner fünfstufigen LED-Bewertungsskala
vier Sterne.

Update 09.01.2014: Heute kamen die Messwerte dieser „Ledare“ aus dem Labor meines Kooperationspartner „David Communication“ (pdf-Download des gesamten Protokolls). Sie bestätigen meine Vermutung, dass die angegebene Farbtreue eher untertrieben ist: Mit Ra 92 wird die Vorgabe >87 deutlich übertroffen. Beeindruckend auch der Einzelwert 65 für die zusätzliche Messfarbe R9 („Rot gesättigt“) – gerade hier schaffen viele LED-Lampen technologisch bedingt nur einstellige oder gar negative Ergebnisse.

Punktlandungen gab’s bei den Messungen von Leistungsaufnahme, Helligkeit und Lichtfarbe: 10,1 Watt, 600 Lumen und 2692 Kelvin entsprechen ziemlich exakt den Nennwerten. Der „Color Peak“ – also die Intensitätsspitze der spektralen Strahlungsverteilung – liegt im satten Orange-Bereich bei ca. 630 Nanometer, der dominante Farbeindruck bei rund 584 nm (Gelb-Orange). Der elektrische Leistungsfaktor wurde im Labor mit 0,88 gemessen.

Update 11.01.2014: Da dieser Beitrag täglich rund 200 Spam-Kommentare anzieht, musste ich die Diskussion leider erneut deaktivieren.

Update 15.01.2014: Offenbar wird die 600-Lumen-„Ledare“ derzeit von IKEA als Auslaufmodell zum Hammerpreis von 6,99 Euro angeboten. Keine Ahnung, wie lange das noch gilt.

Update 04.02.2014: Ein Blogleser hat heute in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass jetzt offenbar das Nachfolgemodell zum gleichen Preis angeboten wird.

Update 23.06.2014: Die neue klare 10-Watt-Variante habe ich jetzt auch getestet und messen lassen.

Update 03.10.2014: Und hier ist der Doppeltest einer aktuellen 13-Watt-„Ledare“-Lampe mit einer „HD-LED“ von „Müller-Licht“.

Mehr zum Thema:

Doppeltest: Müller-Licht-HD-LED contra IKEA-Ledare-„Birne“

Im Test: Klare IKEA-LED-Lampe – die farbtreue Dreiecks-”Birne”

Im Test: IKEA-LED-Globe und -Spot – heller, größer, flimmer

Im Test: Philips „Master LEDbulb MV“, der LED-Ersatz für 100-W-Glühlampen

Im Test: IKEA-„Ledare“-LED-Spots mit 4 Watt und 200 Lumen

Im Test: Drei IKEA-LED-Kerzen zwischen 2 und 7 Watt

Blog-Leserfrage (6): LED-Kerzen von IKEA für den Kronleuchter?

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90 Gedanken zu „Vergleichstest: IKEA-LED-Lampe gegen Philips „Master LEDbulb“ (Update)

  1. Ich habe eine Frage zu den Farbtreue-Fotos: Wurden diese mit Weißpunkt 4000 K („Fluorescent“-Modus bei vielen Kameras) aufgenommen? Mit dieser Annahme, der Voraussetzung eines annähernd weißen Untergrundes, auf dem das Ducati-Modell steht (daran habe ich die RGB-Werte in GIMP abgelesen und nach der auf Wikipedia zum sRGB-Modell beschriebenen Rechenvorschriften in x,y bzw. u,v umgerechnet und damit die Farbtemperatur bestimme), sowie weiterhin der Annahme, dass die Kamera den Farbton annähernd wie das menschliche Auge (über dessen Farbempfindlichkeitsprofil die Farbtemperatur definiert wurde), ergibt sich für die Philips Master eine Farbtemperatur von knapp 2700 K (das ist im Einklang mit Werten, die u.a. Lumitronix für frühere Philipse bestimmt hat), für die Ledare von etwas mehr als 2800 K (ähnlich wie Osram). Demnach müsste die Ledare einen Tick weißer erscheinen als die Philips. Ist dem so?

    • Nein. Offenbar hast Du die erste Bildunterschrift ganz oben nicht gelesen. Interpretiere nicht zuviel in die Fotos ‚rein, dazu ist die Kamera einfach nicht geeignet. Der Weißpunkt war jedenfalls nicht 4000 K, sondern erheblich höher (Tageslicht, teils bewölkt, manueller Abgleich).

      • Sorry, das kann nicht sein. Bei Bedeckt-Tageslicht-Weißabgleich (6500 K) müsste das Bild ein viel tieferes Orange aufweisen. 2700 K bei sRGB und Weißpunkt D65 entspricht 24-Bit-RGB-Werten von ca. 255,173,089, ein tiefes Rot-Orange. Tatsächlich gemessen hat GIMP Werte-Tripel um ca. 254,221,134, was einer Farbtemperatur von 3800 K entspricht. Ich empfehle für diese Anwendung einen Weißpunkt von 4000 K, da dieser am ehesten dem Weißpunkt des Auges bei Zimmerbeleuchtung entspricht (Purkinje-Shift, der aus dem Rot-Orange das bekannte milchige Blassgelb macht). Bitte keinen manuellen Weißabgleich, da dieser die visuellen Sinnestäuschungen (Purkinje, s.o.) auf das Foto überträgt. „Warmweiß“ ist, im Vergleich zu Tageslicht, viel röter/oranger, als man meist denkt. Sehr schön sehen kann man die Farben in dieser farblich codierten Tabelle von Mitchell Charity. Dort sind auch RGB-Werte angegeben. Die Farben sind, auf einem auf 6500 K eingestellten Standard-Display, korrekt dargestellt (zwar nach Judd+Vos bzw. CIE 1964 statt dem „offiziellen“ CIE-1931-System, aber die Unterschiede sind minimal).

        Soo weit daneben sollten gute Kameras eigentlich nicht sein, denn sonst würden sie auch natürliche Objektfarben verfälscht darstellen (bei billigen Handykameras durchaus schonmal der Fall, bei guten DSLR oder Systemkameras eigentlich nicht). In eigenen Tests mit einer Kompaktkamera (Canon G11 Powershot) habe ich mit LEDs recht genaue Ergebnisse erzielt (die ermittelte Farbtemperatur wich meist nicht mehr als 100 K vom deklarierten Wert ab; 3800 statt 2700 K sind so also nicht erklärbar).

        • Um mich mal selbst zu zitieren:

          „Fotos und Computerbildschirme können das leider nur annähernd dokumentieren, das müssen Sie sich selbst mal angucken. Mir glauben Sie’s ja sowieso nicht.“

          Quod erat demonstrandum oder so ähnlich 😉

          • Um mich selbst auch zu zutieren:

            „In eigenen Tests mit einer Kompaktkamera (Canon G11 Powershot) habe ich mit LEDs recht genaue Ergebnisse erzielt“

            Die visuellen Eindrücke mögen tatsächlich nur annähernd rüberkommen (was aber an unserem Gehirn liegt, das Fotos auf Bildschirm oder Papier anders interpretieren als das Objekt in natura), aber zumindest laut den Infoschnipseln im EXIF-Header der Fotos wurden diese im sRGB-Farbraum erzeugt (leider ohne Angabe des exakten Weißpunkts; offenbar sind die EXIF-Daten unvollständig), so dass dessen Rechenmodelle objektiv greifen. Wäre der Fehler z.B. bei den RGB-Detektoren der Kamera auch nur annähernd so groß, dass aus 2700 K mal eben fast 4000 K würden, würde das Bild selbst für das bloße Auge nach „Falschfarben“ aussehen, und selbst beim Laien das unmittelbare Bedürfnis entstehen, die Kamera der Entsorgung zuzuführen (außer im unwahrscheinlichen Fall, dass sich die Fehler zufällig gegenseitig so aufheben, dass sie fast exakt auf dem Planck-Locus bleiben).

            Daher: Bitte nicht so pessimistisch gegenüber der Aussagekraft der Bilder. Mit den entsprechenden Zusatzinfos (Weißpunkt; dieser darf nicht manuell ermittelt, sondern muss konkret auf eine Farbtemperatur fixiert sein!) kann man durchaus viel damit anfangen. Mit manuellem Weißabgleich „nach Gefühl“ sind sie jedoch nur Snapshots ohne jede Aussagekraft, sowohl hinsichtlich der Lichtfarbe als auch der Farbwiedergabe.

  2. Bevorzuge Markenqualität und die Philips scheint nicht schlecht aber etwas hochpreisig,
    da gefällt mir eher die vergleichbare Osram Parathom Classic A40 / A60 ADV der solide Kühlkörper macht einen besseren eindruck ausserdem ist das Preis/Leistungsverhältnis deutlich besser.

    frankkl

    • Naja, wenn unabhängige Labortests den Ra=87 bestätigen, dann wäre das schon ein Plus für die Möbelhauslampe. Wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass bei 2700 K jede Lampe eine miserable Farbwiedergabe hat, nur wäre die Ledare dann etwas weniger miserabel als die Philips.

      Im übrigen ist mein Eindruck, dass Philips schon seit mehreren Jahren keine Qualität mehr liefert, außer evtl. bei Rasierapparaten. Aber schon bei Unterhaltungselektronik hatte ich eine sehr hohe Ausfallquote, und auch allgemein schlechte Bedienbarkeit (Fernbedienungen brauchten mehrere Sekunden, um dem Gerät ihre Botschaft mitzuteilen; Menüführung wahr unterirdisch usw.).

      Wobei ich aus Neugier doch mal dei (selbst bei Amazon schwer zu bekommende) 6500-K-Version der 10-Watt-Philips bestellt habe; rein optisch erscheint sie mir sogar einen Tick besser/farbtreuer als die Osram Daylight (aber das kann auch täuschen), und gleichzeitig deutlich preiswerter. Aber über die Lebensdauer kann ich noch nichts sagen.

  3. Erstmal Danke an Wolfgang für den interessanten Test und natürlich auch an „Grünspar“ für die Bereitstellung von sonst schwer zu bekommenden Philips-Testlampen.

    @ Ingo:
    Ja, bei Rasierapparaten und LED-Beleuchtung habe ich mit Philips Erfahrungen gemacht und kann sagen, hier stimmt die Qualität nach wie vor. Die Rasierapparate der höheren Serien werden nach wie vor in Europa bzw. Holland produziert. Zu den MasterLED-Lampen kann ich sagen: Habe noch kein ausgefallenes Exemplar bei über einjähriger Viel-Nutzung angetroffen, dem ist bei anderen Marken nicht so (die Sache mit blitzenden Spots muss ich ja nicht immer wieder neu aufrollen).

    Viele Neuerscheinungen im LED-Bereich, zB. die E27 MasterLED-Lampen, sehr halogenähnliche GU10 Spots mit 1-LED-Technik (und 40.000 angegebenen Betriebsstunden, 5 Jahren Garantie usw.) hat man bei Philips schon gesehen, als manch‘ anderer Hersteller doch noch etwas in den LED-Kinderschuhen steckte.
    Ich denke das ist neidlos anzuerkennen, ob man diese Marke nun mag oder nicht.
    Welcher Hersteller ist nach Bekanntwerden des Glühlampenverbots offensiver mit Neuentwicklungen ans Werk gegangen?
    Mir fällt keine ein, oder besser gesagt einfallen schon – aber mit ziemlichem Abstand.

  4. Vielen Dank für den interessanten Vergleichstest.
    Interessant, daß Ikea in Richtung bezahlbares high-CRI geht und Philips clevere Lösungen für rundstrahlende E27 hat.
    Das Dachreflektorprinzip gibt es ja schon länger, aber nicht so gut ausbalanciert. Habe Chinesische E14 3W dimmbar für 4,50 EUR, die auch oben einen solchen Teilreflektor in einem Lichtleiter haben. Aber das Lichtbild ist bei weitem nicht so schön und homogen wie bei der Philips. Das hat Philips richtig gut hinbekommen. Also prima wenn man das braucht – z.B. in den berühmten Ikea-Seidenpapier-Ballonlampen.
    Ansonsten habe ich durch die dimmbaren Chinesen in E14 mit 3600K und die Osram E27 vom Led-centrum den direkten Vergleich in einem Raum. Deshalb habe ich beschlossen wohl keine reinen 2700K Leuchten mehr zu kaufen – zumindet nicht für mich. Entweder in Richtung 3600K oder gleich farbtemperaturveränderlich wie Mi-Light, hue etc.. Es wird zwar noch ein Weilchen dauern, bis sich das bezahlbar durchsetzt, aber ich kann ja warten. Die Umstellung auf LED habe ich fast vollzogen und meine leistungsschwächsten LEDs sind schon wieder außer Betrieb.

    • Hat mit der hier vorgestellten Philips-Lampe nichts zu tun und betrifft offensichtlich auch nur 120-Volt-Versionen der hier nicht verkauften „EnduraLED“ und „AmbientLED“.

      Den Satz „Fehler wurden ja nur bei Lampen außerhalb der USA bekannt“ sehe ich im verlinkten Rückruf nicht bestätigt. Dort steht, dass ca. 99.000 Lampen betroffen seien und dass sie auch in den USA verkauft wurden:

      Sold at: Home Depot, grocery and home center stores nationwide, online retailers, including Amazon.com, and through electrical distributors between October 2012 and May 2013 for between $15 and $30.

      Oder habe ich was übersehen?

  5. Habe heute bei ikea die 400-Lumen-Version der getesteten Lampe gesehen, sie kostet nur noch 4,99€. Hört sich nach einem sehr guten Preis an…

      • Zu dem Preis aber sicher eine sehr interessante Option für alle anspruchslosen Zwecke, wo günstig eine „Birne“ ersetzt werden soll und keine Dimmbarkeit erforderlich ist. Insb. dann, wenn – der Lampenkopf sieht ja ähnlich aus – eine vergleichbare Abstrahlung erreicht wird, wie beim hier getesteten Modell. Konntest du sie schon mal in Händen halten und kannst eine Aussage dazu machen? Eine Alternative zur teureren und eng abstrahlenden Osram Star?

        Danke und Grüße
        Yannick

        • Nein, die hatte ich noch nicht im Test. Die Osram „LED Star Classic“ ist aber sicher heller und dürfte auch keinen engeren Abstrahlwinkel haben als die IKEA.

          Ob es wirklich so entscheidend ist, bei einem so langlebigen Produkt wie einer LED-Lampe auf ein paar Euro mehr oder weniger zu achten? Ich würde bei der Kaufentscheidung hier die Lichtqualität vor den Preis setzen. Schließlich muss man viele Jahre lang optisch mit dem Teil leben können.

          • Vielen Dank für die Antwort. Das ist grundsätzlich sicher richtig, aber da ich vor der Situation stehe, i.M. 8-10 „Birnen“ ersetzen zu müssen, ist für mich leider auch der Preis entscheidend. Ich spüre einen deutlichen Unterschied zwischen 50 und 150€ – da bleibt mir nichts übrig, als etwa im Flur und im Badezimmer zu sparen…

            Ich werde es wohl mal mit zweien probieren.
            Schöne Grüße

    • Vielen Dank für den Hinweis. Aber auch dort kosten die hellen 40/60W-Äquivalente schon ’nen 10er – da ist der Aufpreis zu den hier oft empfohlenen Osram Parathom bzw. der neuen Superstar tatsächlich schon fast vernachlässigbar. Und im Gegensatz zu diesen sind die ALDI-Lampen wohl nicht dimmbar.
      Für die Hälfte gibt’s nur die 3W/250lm schwachen Lampen. Leider alles nicht so einfach für den Laien… Außer direkt aus China zu bestellen, ist mir nichts mit dem IKEA-Angebot vergleichbares bekannt.
      Ich habe gestern drei der IKEA Billig-Lampen gekauft, kann aber mangels Vergleich (1. LED-Lampe überhaupt und sonst gerade nur einen Deckenfluter mit 300W Heizung parat) kein Urteil abgeben. Aber sagen wir mal so: Gestört hat mich nichts. (Außer natürlich, dass sie am Dimmer nicht laufen…)

    • Mmh, möchte mal wissen, wie zuverlässig das mit dem Abstrahlwinkel ist. Dieser Lampentyp wird nämlich in diversen Shops teils mit 310, teils mit 340 Grad angegeben. Und ELV will nur knapp 300 Grad gemessen haben.

      • Naja, Messung ist Messung. Evtl schattet die Schraubfassung noch etwas ab. Könnte ja sein, daß der Hersteller die Anschlußdrähte und die Halterung in diesem Fall direkt anlötet. Das wäre ja nicht gelogen, wenn auch praxisfern.
        Meine Chinaimporte werden aber auch mit 360° angegeben. Ist wahrscheinlich auch so falsch nicht, wenn man um die Längsachse mißt 😉

  6. Solange der Abstrahlwinkel effektiv größer als bei einer 60W Glühlampe ist, passt doch alles 🙂
    Spatial Distribution of Light

    Und bei der alten Master LEDbulb 12W war dies früher der Fall. Deren Lichtstrom ging etwas mehr zur Seite und nach unten als jetzt bei der neu im neuen Design.
    Lichtverteilungskurven

  7. Habe die Ikea-Lampe jetzt mal besorgt, leider surrt sie auch aus >1m Entfernung merklich. Muss mal testen ob das an der Leuchte oder doch an der Lampe liegt. Schade eigentlich, sonst gefällt sie mir ja echt gut

    • Merkwürdig. Es liegt eindeutig an der Lampe, in einer Vergleichsfassung ohne Dimmer verrichtet sie ohne jedes Problem ihren Dienst. Schade drum, da hätte es dann auch keine dimmbare Leuchte gebraucht

      • Logisch, dimmbare LED-Lampen funktionieren halt nicht mit jedem Dimmer oder jeder dimmbaren Leuchte gleich gut. Vermutlich ist in der betreffenden Leuchte ein Phasenanschnittdimmer drin. Muss also kein echter Fehler der IKEA-Lampe sein.

        • Völlig klar. Ich kreide das IKEA ja auch in keiner Weise an, der Test hier hat mich ja überzeugt sie zu kaufen, kommt sie halt in eine andere Leuchte, gutes Licht macht sie ja trotzdem.

          Wobei, irgendwie ist IKEA schon schuld, die Leuchte ist auch von denen und stellt anscheinend selbst bei „dimmer auf Vollgas“ nicht die Maximalspannung zur Verfügung?

          • Mah, im vorletzten Kommentar mal wieder Leuchte mit Lampe verwechselt. Also nochmal: Die Lampe tut in einer anderen Fassung wie sie soll, die Leuchte mit Dimmer ist Schuld!

  8. @Florian: Dann sind wir uns ja zumindest teilweise einig. 😉

    Mit Sicherheit stellt die IKEA-Leuchte bei „Dimmer-Vollgas“ die volle Spannung zur Verfügung – würde man mit einer herkömmlichen Lampe auch sehen. Aber es geht ja um die Phasenan- bzw. abschnittsteuerung, auf die die unterschiedlichen Vorschaltelektroniken der dimmbaren LED-Lampen teils sehr unterschiedlich reagieren.

    Laut Dimmer-Kompatibilitätslisten diverser LED-Hersteller (hier die von LEDON) gelingt in vielen Fällen keine Vollaussteuerung. Teils geht’s noch nicht mal bis 70%. Mir fällt es schwer, dafür den Dimmern die „Schuld“ zu geben.

  9. Hallo
    Kann ich die Ledare 400Im 6.3 W für Stiegenhaus mit hohen Schaltintervall verwenden

    • Ist das diese hier? Leider verrät IKEA fast nichts in den Beschreibungen – da steht noch nicht mal was von 6,3 Watt. Und von Schaltzyklen lese ich da ebenfalls nichts, obwohl das für diesen Einsatzort (Treppenhaus, Flur etc.) wesentlich wichtiger wäre als die versprochenen 25.000 Leuchtstunden.

      • Hallo
        Habe heute 2 Stk. im Stiegenhaus montiert und werde nun beobachten wie lange sie stand hält ….

  10. Hallo
    Haben uns die Beschreibung auf der Packung der Ledare 400Lm genau angeschaut … es gibt darauf ein Schalterzeichen mit … x 25 000 … wäre das ein guter Wert ?
    Gruß – Toni

    • 15.000 Zyklen wären der Mindestwert, den die neue EU-Ökodesignverordnung für LED-Retrofits mit bis zu 30.000 Leuchtstunden vorschreibt. So gesehen, wären 25.000 gut. Allerdings liegen selbst die günstigen Consumer-Lampen der großen Markenhersteller meist bei mindestens 50.000, teils sogar bei 100.000 und mehr.

      • Es hilft immer sich mal auszurechnen wie lange das Leuchtmittel nach dem Einschaltet angeschaltet bleibt.

        Betriebsstunden : Schaltzyklen = Mindestleuchtdauer nach Einschalten (um die volle Lebenszeit zu erreichen)

        Bei 15.000 Schaltzyklen und 30.000 Betreibsstunden sollte das Leuchtmittel schon mindestens 2 Stunden am Stück leuchten, sonst könnte es sein das die Elektronik vor den LEDs den Geist aufgibt.

        Bei 30.000 Stunden und 50.000 Schaltzyklen reichen dann schon 0,6 Stunden, was 36 Minuten entspricht.
        Bei 100.000 Schaltzyklen sind wir dann bei 18 Minuten und bei 1 Million bei 1,8 Minuten was sich dann zum Beispiel für Bewegungsmelder gut eignet.

  11. Hallo,
    ich habe heute die dimmbare Ikea Ledare 10W mit den von mir bisher als sehr gut eingestuften Philips Master LED Designer Bulb 7W (Sockel E27) verglichen. Preislich liegen beide Lampen natürlich sehr weit auseinander.

    Ich habe in einer Leuchte einen extremen Gelbstich der Master LED Designer Bulb in Kombination mit den Schirmen festgestellt. Der an sich weiße Schirm sieht dadurch raucher-gelb aus. In allen anderen Leuchten habe ich diesbezüglich kein Problem und führe es dadurch auf die in den Schirmen verbaute Lampenschirmfolie zurück. Die LED lässt sich problemlos dimmen, auch an PhasenAnschnitts-Dimmzwischensteckern von InterTechno. Kein flimmern oder brummen. Bezüglich der Auswirkung solcher Dimmer auf die Lebenszeit kann ich nichts sagen, die Master LED Designer Bulb ist aber laut Philips für PhasenAnschnittsdimmer geeignet.

    Auf der Suche nach einer dimmbaren Alternative habe ich die IKEA Ledare 60W ausprobiert. Der beanstandete Gelbstich fällt mit ihr bedeutend geringer, im vertretbaren warmgelben Bereich aus. Leider flackert die IKEA Ledare 60W in Kombination mit dem verwendeten PhasenAnschnittsdimmer Intertechno ITLR-300.

    Gibt es Tests der Ledare an verschiedenen Dimmern? Möglichst auch mit Dimm-Zwischensteckern?
    VG
    Friedrich

    • Außerhalb meines Blogs habe ich bisher keinen derartigen Test mit einer IKEA-Lampe gefunden.

      Meiner Erfahrung nach mit vielen verschiedenen Marken und Modellen gibt es aber prinzipiell die wenigsten Probleme bei LED-Lampen und-Leuchten, wenn man einen justierbaren Phasenabschnittdimmer verwendet. Dagegen hatte ich schon diverse Leuchtmittel, die an einem Phasenanschnittdimmer flackerten und/oder surrten – dazu gehören auch drei Philips-Ledino-Leuchtenvarianten.

      • Philips hat da offenbar mehrere Dimmtechniken im Einsatz. Bei den MasterLED Lampen existieren durchaus auch Dokumente, die dafür Phasenanschnittdimmer empfehlen. Auch orientiert sich bei den MasterLED Lampen, zB. GU10, die Dimmerauslastung am gewöhnlichen Halogentrafo: Bei einem 200W Dimmer, an dem 35W Halogen GU10 dran waren, empfiehlt Philips 200 geteilt durch 35 = 5,7 – d.h. hier sind maximal so viele GU10 LEDs zum Anschluss empfohlen (sozusagen ‚imitieren‘ die LED Lampen die Halogen-Leistungsaufnahme). Genauso liest man aber auch Rezensionen, wonach Philips MasterLED Lampen mit speziellen LED-Trafos klarkommen, also die erkennen das dann wohl.
        Ich hatte bisher Philips und Osram LEDs an Dimmerschaltkreisen ohne lange Herumjustiererei, wobei Philips hier durchwegs tolerabler sind/waren.

  12. Vielen Dank für das Update mit den Meßergebnissen.
    Zeigt sich wieder einmal, daß man mit Stückzahl UND gutem Willen Qualität zu günstigen Preisen erzielen kann. Bei einem passenden Vertriebmodell kann das auch zum Endkunden durchgereicht werden.

  13. Danke auch von mir für das Update! Das war ja wirklich mal eine Überraschung, denn meistens ist es ja eher anders herum (Herstellerangaben besser als die Messwerte). Überraschend vor allem der für Consumer-Lampen dieses Preissegments (vgl. z.B. mit der wesentlich teureren Ledon A60) doch überraschend hohe R9-Wert. Umso unverständlicher, dass IKEA im Online-Angebot so knauserig mit den Daten ist.

  14. Vielen Dank für Ihren gut erklärten Testbericht!
    Ich habe heute den IKEA Newsletter erhalten, in dem dieses sagenhafte Angebot auch beworben wurde.

    Leider fühle ich mich ein wenig „verarscht“, denn es ist offenbar unmöglich den Artikel zu kaufen!
    Online ist er nicht bestellbar und laut Verfügbarkeitsanzeige steht der Artikel auch in keinem einzigen Einrichtungshaus zum Verkauf.

    Ich finde das so dreist, dass ich eben auch direkt an IKEA geschrieben habe um (hoffentlich) eine Stellungnahme zu erhalten.

    Da ich rund 18-20 Stück für das ganze Haus benötigen würde, habe ich meinen Plan auf LED-Lampen umzurüsten vorerst wieder nach Hinten verschoben. ;-(

    PS: Es schreit nach einer Masche, da in AT und NL genau das selbe vorliegt……schwach

    • Hallo Hannes,

      ich kann dich beruhigen, da ich glaube, dass zurzeit etwas mit der Verfügbarkeitsanzeige online nicht stimmt.

      Ich war gestern bei Ikea (München-Brunnthal) und wollte auch u.a. diese LED kaufen. Nachdem ich vorher online nachgeschaut habe und keiner der sechs Artikel, die kaufen kaufen wollte, verfügbar war, bin ich trotzdem hingefahren. Alle waren in Massen verfügbar (auch die 10W LED).

      Würde also einfach mal vorbeischauen! 🙂

      • Danke für die Info – das lässt mich hoffen…..wird vll. ja doch noch was mit meinem Vorhaben 😉

  15. Guten Tag,

    haben Sie vielleicht auch schon die Erfahrung gemacht, daß Ikea LED Glühlampen hinsichtlich der Leistungsaufnahme in Watt schummeln? Ich habe heute gerade 3 LED Glühlampen gekauft. Angeblich 6 Watt. Mein Prüfgerät zeigt knapp 12 Watt. Kann das sein, oder sollte ich eher meinem Prüfgerät mißtrauen?

    Was meinen Sie?

    Gruß, Andreas Wacker

    • Das mit mir kooperierende Messlabor und ich haben jetzt schon diverse neue IKEA-Lampen getestet (auch hier und hier) und keine solchen Differenzen entdeckt.

      Vermutlich misst Ihr Gerät die Schein- statt der Wirkleistung. Vielleicht sollten Sie mal so was probieren – da kriegen Sie unter anderem auch den elektrischen Leistungsfaktor einer LED-Lampe angezeigt.

      • Diese gibt es wohl seit neuem auch in klar unter 602.553.62 (ebenfalls dimmbar 600lm).

        Ich werde mir ein paar diese Woche kaufen und diese auch mal genauer unter die Lupe nehmen.

          • Oha – die klare Version ist laut Deiner US-Links mit 10, die matte aber mit 11 Watt angegeben. Ob das auch für die hier in Deutschland verkauften Lampen gilt?

            Nachvollziehbar wäre es, weil eine matte Haube mehr Licht schluckt und die LEDs darunter deshalb eventuell höher bestromt werden, um eine ähnliche Helligkeit wie bei der klaren Variante zu erzeugen.

          • Australisch (240 V-Netz), nicht US. Also vermutlich schon die gleichen Leuchtmittel wie für den EU-Markt. Die Artikelnummern auf den abgebildeten Verpackungen stimmen, die CE-Kennzeichnung ist auch vorhanden.

          • Eine geniale Webseite, dort sind ja unheimlich viele Testergebnisse zu finden!

          • Hallo,

            ich hab am Wochenende, mir mal meine LEDs vorgenommen und mit einem X-Rite i1Pro und der Software i1share die Lichtqualität gemessen. Unter anderem auch die neue 10-Watt-LED mit klarem Hut. Hab leider die beiliegende Verpackung weggeworfen, ich hab sie vor 2 oder 3 Wochen bei IKEA gekauft. Im Gegensatz zu dem verlinkten Test hat auch die klare Version bei mir einen CRI von 93 erzielt.

            Die ganzen IKEA Lampen haben eh sehr gut abgeschnitten. Ich hab die Kerzen mit 4 Watt und 200lm, die hatten einen CRI zwischen 91 (aus 2013 braune Packung) und 92 (aus 2014 graue Packung). Die alten LEDs mit 7 und 10 Watt aus 2013 hatten einen CRI von 91. Und die „Tropfen“ mit 3,5Watt und 200lm haben ebenfalls einen CRI von 92. Mich erstaunt das IKEA mit CRI >87 so vorsichtig ist. Eine Osram LEDinestra schafft nur 83 statt 88. Philips Kerzen schaffen 2 einen CRI von 81 (2013.7 bestellt) und eine von 93 (2013.1 bestellt) (sieht auch ganz anders aus) sollten aber 85 haben.

            Meine LEDONs A60 (7Watt 2013 und 6 Watt 2012) haben exakt 90 und meine Sylvania Havells 89.

            Wobei ich keine wissenschaftlichen Tests gemacht habe. Ich habe einfach immer vor Ort an der Lampe gemessen (einfach Lampenschirm ab und drangehalten). Auch liegen alle IKEA LEDs die ich habe zwischen 2650 und 2750 Kelvin und. Die Farbtemperatur kann aber durchaus von reflektierten Oberflächen beeinflusst worden sein. Die CRIs denke ich höchstens nach unten, da was nicht ausgestrahlt wird, auch nicht durch Reflexion dazu kommt, höchstens weniger wird, da absorbiert wird.

            Ich hoffe das IKEA die GU10 und GU5.3 Spots auch mal auf CRI >87 anhebt. Dann werde ich da auch zuschlagen.

  16. Gibt’s nun auch klar und wird dort weiterhin mit 10W angegeben. Die Auszeichnungen auf der Website sind ein Graus. Auf der Packung stehen die Dimensionen, falls es jemand lesen kann 🙂

    • „Produktbeschreibung & Maße: Aluminium“ – das muss als Größenangabe auf der Website genügen. Weiß ja schließlich jeder, wie lang Aluminium ist. 😉

      • Die Angabe „Aluminium“ allein hilft natürlich nicht weiter, aber wenn man zusätzlich die „Produktmaße: Lichtstrom: 600 lm, Leistung: 10.0 W“ einbezieht, lassen sich die Dimensionen mit einer einfachen Formel ausrechnen: Länge = Material / Lichtstrom = Breite * Leistung. Physik 8. Klasse!

        • Autsch – die 8. Klasse habe ich nur einmal absolviert und vermutlich an diesem Tag gefehlt. In der doppelt durchlaufenen 9. hätte ich’s vielleicht mitkriegen können. Oder in der Wal(l)dorf-Schule von IKEA.

  17. Hallo,
    ich will im Moment auch auf LED umrüsten und findie die LEDs von Ikea sehr interessant.
    Gibt es denn inzwischen auch schon einen Testbericht oder Werte über die neue Ledare LED-Lampen E27, dimmbar matt und klar für 6,99?
    Würde mich auch interessieren ob es da unterschiede zwischen den beiden gibt.

    Gibt es evtl auch Testberichte über die größer Ledare LED-Lampe E14, rund opalweiß Artikelnummer: 802.489.93 für 4,99 und die kleinerer Ledare LED-Lampe E14, rund opalweiß Artikelnummer: 902.552.90 für 6,99?
    Zu denen konnte ich nichts finden.

    Gruß Olli

    • Ich finde Preis / Leistungsmäßig sind die LED Lampen im Moment einfach ziemlich gut und für den Preis kann man ein paar kleine Abstriche in Kauf nehmen, z. B. die Energieeffizienzklasse nur A statt A+. Bis man das an Strom eingespart hat …….

      • Hallo,

        Was man bei den IKEA Lampen und der Effizienz nicht vergessen darf. Ein CRI von 80 lässt sich „effizienter“ erreichen, als ein CRI von 90. Das Problem gab es schon bei ESL Lampen, mit CRI von 90 (927) hätten die nur B bekommen, deshalb gibts die vermutliuch auch nur als Biolight mit 6500K und dann wieder mit A)
        ich habe in meinem Haus inzwischen auch fast alles auf LED umgerüstet. Ich habe mir vor zwei Wochen auch die neue 10 Watt LED in klar gekauft und bin von ihr sehr angetan, mein Bruder hat die alte Version die hier getestet wurde. Das flackern nach dem einschalten hat die neue Version nicht mehr, sie ist deutlich leichter und die klare Version strahlt deutlich besser rundherum ab, da durch die „Linse“ im Inneren der Lichtaustrittspunkt vom Sockel weggeschoben wurde. Keine Ahnung ob das bei der matten auch so ist.
        Zudem ist die Lampe dimmbar, hat rein optisch auch einen guten CRI.
        Sämtliche Konkurrenz kann soetwas nicht bieten. Osram und Philipps verharren bei CRI 80, weil der Markt angeblich nicht mehr fordert (o-ton von Osram in einer E-Mail an mich). LEDON ist teurer und oft nicht dimmbar oder einen schlechteren Lichtaustrittswinkel. Gibt noch eine gute von Sylvania aber in Deutschland kaum zu bekommen 5Watt, 470Lumen, CRI90, 2500K, sehr schönes Licht, sehr Effizent, hab darunter auch Bilder hängen. Oder von Müllerlicht bei ELV, dimmbar, als 40Watt und 60Watt Ersatz, ebenfalls CRI 90 und guter Abstrahlwinkel, aber mit 15€ und 25€ viel teurer.
        Was mir noch fehlt wäre für die Dunstabzugshaube etwas mit hohem CRI, da habe ich noch nichts gefunden.

        Und toller Test, schön zu sehen das es soetwas gibt.

          • Das stimmt, aber die Lampen sind eher die Ausnahme als die Regel, bei den üblichen 200/400/600/800Lumen Lampen in normaler „Birnenform“ oder Kerzenform sind vor allem Lampen mit einem CRI von 80 bei den beiden im Angebot. Ich hab auch zwei Philips Kerzen mit CRI85.
            Aber im Verhältnis zu IKEA wo sehr viel und da vor allem die normalen Lampen einen CRI von über 87 haben oder bei LEDON, wo fast alle einen CRI von über 90 haben. Ist Osram und Philips hier sehr schwach und Osram zudem auch sehr teuer im Einzelhandel. Erstaunlich das wiederum Osram mit der von dir verlinkten Pharathom einer der wenigen Spotlampen in GU10 und 5.3 mit einem CRI von 90 anbietet.
            Aber hier warte ich noch bis ich tausche (habe im Haus billige LED Spots mit einem CRI von 75 🙁 vom Vermieter)

            Osram schrieb mir vor einem halben Jahr: „Lichtstärkere LED-Lampen und LED-Lampen mit besserer Farbwiedergabe werden sicher bald kommen. Der LED-Markt entwickelt sich sehr schnell. Sobald wir alle technischen Herausforderungen (Problem mit Größe, Komponenten, Effizienz, Wärmeentwicklung / Kühlung, BINNING usw. … ) gemeistert haben, und wenn es dann auch wirtschaftlich Sinn macht (Marktakzeptanz), werden sich unsere Produktmanager dieser Idee ernst annehmen.“

            Aber ich finde gut das du hier im Blog so einen hohen Wert auf den CRI legst, das kommt meiner Meinung nach in fast allen Tests zu kurz, auch Stiftung Warentest macht das erst seit kurzem „offensiver“. Dabei ist es ein sehr wichtiger Wert.

            Wobei ich sagen muss, das ich denke der Zug wird abfahren. Wenn sich die Leute heute mit LEDs eindecken, werden sie morgen erst mal keine brauchen und ich denke nicht das jemand seine LED wegschmeißen wird um sie gegen eine andere zu ersetzten. Momentan kaufe ich die Teile vor allem bei IKEA und wenn dann Osram in 5 Jahren alle mit einem CRI von 90 anbeiten würde, tja dann hab ich noch Zeit, bei einem vermutlichen „Leben“ von 15-20 Jahren. Und wenn ich sehe was bei IKEA an den LED Regalen los ist, machen das scheinbar aktuell viele.

    • Alles, was es sonst noch hier an IKEA-Testberichten gibt, ist bei „Mehr zum Thema“ unter dem Beitrag verlinkt. Ich kann ja immer nur Teile der jeweiligen Sortimente testen. Zu den neuen E27-„Birnen“ sind eventuell die Links in diesem Leserkommentar hilfreich.

  18. Ich war heute bei Ikea und habe mir die klare 10 W E27 600 Lumen LED gekauft. Mangels Messtechnik kann ich nur ein subjektives , optisches Urteil fällen. Das Licht wirkt für mein Empfinden absolut brilliant und kann sich durchaus mit der geliebten Glühbirne kesses. Allerdings wird der Kühklörper unheimlich heiß wie ich finde. Ob das der Lebensdauer der Lampe zuträglich ist?? Kostet ja auch nur 6,99 €. Irgendwo muss ja da der Haken sein.

  19. Ich hab mir nach dem positiven Test hier Anfang Februar eine IKEA-Birne mit 10 W gekauft. Anfangs war auch alles prima, aber nach ein paar Wochen hat sie angefangen zu brummen. Der Umtausch war problemlos, trotzdem ist mein Vertrauen in IKEAs LED-Kompetenz erstmal angeknackst und ich setze wieder auf Philips.

  20. Hallo zusammen. Habe seit letzten Montag die Ledare mit 600 lm E27 mit 11W für 6,99€ im Einsatz. Vom Licht her bin ich sehr zufrieden, allerdings kann ich kein Radio mehr hören! Sobald die Lampe angeschaltet wird, gibt es massive Störungen im Radio. Gibt es da eine Abhilfe oder liegt das an der „billigen Chinaproduktion“ ohne EMV und so ? Habe andere auch das Problem? Vielen Dank für Antworten und Hilfen. N. Schmidt

    • Ein altbekanntes Problem unzureichender Abschirmung der Spannungsversorgung in den Lampen. Drei Möglichkeiten: Klappbare Ferritkerne um die Zuleitung kurz vor der Lampe, Lampen zurückgeben oder eine weiter entfernt liegende UKW-Außenantenne ans Radio.

      Eventuell betrifft das ja auch nur den herkömmlichen, analogen Radioempfang und nicht DAB (wir haben komplett auf DAB+ umgestellt, deshalb kann ich’s nicht nachvollziehen).

      • Wenn das Radiogerät gestört wird, ist die Lampe wahrscheinlich nicht konform. Besonders fatal im FM-Bereich. Da sollte das nicht passieren. Die AM-Bereiche wie LW, MW und KW werden zum Unmut der Amateurfunker leider immer häufiger mißachtet.

        Ich persönlich würde die Lampe mit Angabe von Gründen zurückgeben und eine Mail an Ikea schicken. Ohne Beschwerden wird sonst nie etwas geändert.

        Ferritkerne können helfen, wenn man sie z.B. in billige LED-Strahler einbaut. Das wurde mir schon bestätigt. Was allerdings nicht heißt, daß das immer funktioniert. So überschaubar ist die Sache mit der EMV leider nicht. Ob Ferrite an der Zuleitung einer Leuchte funktionieren ist auch nicht garantiert. Kann, muß nicht. Und die Teile kosten auch 2 bis 3 EUR – zumindest in der geteiten Variante.

        Gegen Störungen des Radioprogramms im FM-Band hilft am Besten die Umstellung auf Internet-Radio. Das weitet auch den Horizont und macht unabhängig von der – meiner Meinung nach – sehr naiven bis einseitigen Berichterstattung der Deutschen ÖR Rundfunkanstalten. Als Klassikfan bleibt mir ohnehin nichts anderes übrig. Die Rundfunkanstalten des Südwestens haben sich von der Klassik praktisch abgewendet. Leider habe ich keine Möglichkeit mehr, mich von der Rundfunksteuer abzuwenden :-(( .

  21. Vielen Dank für die Antworten, werde das Teil zurückgeben und eine Mail an IKEA senden. Viel Hoffnung auf Änderung habe ich aber nicht.

  22. Die Philips Lampe hat eine Leistungsaufnahme von 7W. Ikea über 10W. Die Lichtausbeute in lm sieht vergleichbar aus. Die Ikea Lampe wird sehr heiß.

    Ich denke das sind die Unterschiede die auch den Preisunterschied ausmachen.

    Heiße Elektronik = geringe Lebendauer
    3W mehr ist zwar nicht viel pro Lampe aber bezogen auf 7W sind es fast 42% mehr Leistungsaufnahme.

    Ich kaufe LED wegen hoher Lichtausbeute bei geringer Leistungsaufnahme und wegen der geringen Erwärmung.

  23. Betreibe in 5-armigem Deckenleuchter 5x E14 Kerze-LED von Ikea mit je 3,5W. Schalte die Lampe aus und die LED-Kerzen glimmen. Auch noch nach vielen Stunden. Habe alle Bereiche stromlos geschaltet, und die 1x Deckenlampe versorgt belassen: Auch jetzt glimmen die LED-Kerzen stundenlang weiter. Man will mir etwas von Induktionsströmen erzählen.
    Das Haus ist komplett NEU verkabelt. FI-Schalter sind berücksichtigt. Alle Bereiche und Verbraucher arbeiten einwandfrei. CB-Funker oder Trafo-Häuser befinden sich nicht in nächster Nähe.
    Warum glimmen, trotz Abschaltung der Spannung, die LED`s weiter?

    • Passiert immer mal wieder, wenn es noch minimale Reststroeme gibt (unter anderem durch Induktion bei dicht aneinander verlegten, parallel verlaufenden Leitungen). Koennte man eventuell mit parallel geschaltetetem, hochohmigem (Hochvolt-)Widerstand in der Leuchte in den Griff kriegen.

      • Statt induktiven Kopplungen kommen auch kapazitive Kopplungen in Frage. Ändert aber nichts an der Situtation. Ist ein weit verbreitetes Phänomen. Deshalb hat z.B. der Duspol die Möglichkeit bei 300mA Last zu messen.
        Manche Lampentypen glimmen, andere blitzen immer wieder kurz auf.
        Die Abhilfe hängt von der Installation ab:
        – Eine Glühlampe mit dazunehmen. Kann auch eine recht schwache sein
        – Manchmal hat man auch Glück wenn man eine stärkere LED-Lampe dazuschaltet. Kann sein, muß nicht.
        – Wenn die Lampe durch einen Schalter oder Relais geschaltet wird: Schalter bzw. Relais mit Umschaltkontakt nehmen und den Lampenanschluß im ausgeschalteten Zustand auf N schalten
        – Die Schalter/Taster durch funkbetriebene ersetzen, den Leuchtenanschluß mit Dauer-L versorgen und die Leuchte mit einem Funkaktor schalten, der direkt an der Leuchte angebracht ist.

  24. Moin,
    wir haben seit April 2013 die Ledare-Lampe von Ikea in unserer Flurdeckenlampe im Einsatz. Seit etwa zwei Wochen flackert sie beim Einschalten, obwohl wir keinen Dimmer haben, d.h. sie geht voll an, dann kurz aus, ist dann halb an und nach insgesamt ca. 1 bis 1,5 sek. leuchtet sie dann gleichmäßig hell. Ist das normal? Mich irritiert vor allem, dass wir fast anderthalb Jahre kein Flackern bemerkt haben. Danke und schöne Grüße von Martin

    • Nein, das ist nicht normal. Vielleicht erst mal testweise in einer anderen Fassung/Leuchte ausprobieren, um diese Fehlerquelle auszuschließen. Falls die Lampe dort genau so zickt, würde ich die Garantie bzw. lebenslange Rücknahmegarantie von IKEA testen und mir gratis ein neues „Ledare“-Modell besorgen.

  25. Hallo,
    ich habe mir gestern bei IKEA drei Lampen mit 1000lm Fassung E27 gekauft.
    Die Lampen habe ich in eine offene Lampe eingesetzt, also kein Hitzestau. Nr. 1 hat nach ca 3 Stunden Dauerbetrieb den Geist aufgegeben. Nr. 2 hat immer wieder kurze Aussetzer, so als würde man den Lichtschalter einmal kurz aus und anschalten. Also gehe ich heute wieder zu IKEA und tausche die Dinger um. Ist das jetzt Zufall oder ist die Ausfallrate der IKEA Ledare Lampen so groß?
    Viele Grüße

    • Diese 1000-Lumen-Lampe hatte ich hier im Test, ohne Auffälligkeiten bei der Temperaturentwicklung oder Lichtabgabe im Dauerbetrieb.

      (P. S.: Es wäre hilfreich, wenn unter dem jeweils passenden Beitrag kommentiert würde und nicht unter einem mehr als ein Jahr alten Artikel, in dem es um ein anderes, längst ausgelaufenes „Ledare“-Modell geht – danke!)

  26. Hallo Herr Messer.

    Als erstes ein kurzes Lob. Ich finde diese Seite absolut super. Schön das sich jemand die Mühe macht im LED Dschungel mal ein bischen aufzuräumen und dem Laien das Thema verständlicher und vergleichbarer macht. Danke. Nun zu meiner Frage. Sie schreiben im obigen Artikel das die Lampen NICHT für den Außenbereich einsetzbar sind. Gibt es da Unterschiede? Woran erkenne ich ob ein solches Leuchtmittel für den Außenbereich einstzbar ist? (Symbol auf der Verpackung?). Gruß Jens

    • Danke! Wenn nicht ausdrücklich auf der Packung die ungeschützte Verwendung im Außenbereich als Text oder eine Schutzart von mindestens IP 44 erwähnt wird (beispielsweise steht unten links auf der Verpackung der Verbatim-„Birne“ in der Mitte dieses Bilds „IP 65“), dann sind solche Lampen meistens nur Schutzart IP 20 und damit nicht feuchtigkeitsgeschützt. Sie können aber in Außenleuchten eingesetzt werden, die eine entsprechende Schutzart haben.

      Siehe dazu auch diesen Beitrag.

  27. Hallo,

    das alte Modell der dimmbaren LED habe ich ebenfalls im Einsatz in einer dimmbaren IKEA-Lampe. Das Set wurde uns sozusagen zusammen verkauft: Stehleuchte und 3xdimmbare LEDs. Was mich sehr stört, ist das surren der IKEA-LEDs. Die Dimmfunktion der Lampe ist nicht nutzbar, da bei niedrigeren Stufen als der maximalen ein lautes Surren zu hören ist. Auch noch in der maximalen Helligkeitsstufe surren die drei LED-10-Watt-Lampen hörbar. Lässt sich dieses Manko auf die Qualität der Lampen zurückführen oder muss man den Transformator der Lampe tauschen, um das in den Griff zu bekommen.

    Beste Danke für die Informationen

    • Zur Begriffsunterscheidung: Der Dimmer steckt nicht in den Lampen, sondern in der Leuchte. Dass diese Leuchte einen Trafo hat, bezweifle ich, weil die Lampen wohl 230 Volt brauchen. Ursachensuche funktioniert über „Trial and Error“: Lampen in einen anderen Dimmer-Stromkreis stecken und horchen, andere dimmbare LED-Lampen in die IKEA-Leuchte stecken und horchen. Das, was dann noch surrt, ist vermutlich schuld.

  28. Hallo Wolfgang!
    Ich habe hier etwas gefunden, was dich sicherlich interessiert. Einmal ein Video dazu. Und hier zu den Daten.

    Nach dieser Messmethode der Lichtqualität sollten heutzutage ALLE Leuchtmittel gemessen werden. Die Ledare ist auch aufgeführt (und schließt erstaunlich gut ab), aber es geht da primär um professionelles Broadcastlighting.
    LG
    Julian

    (Bitte die Kommentarregeln am Fuß der Seite beachten und keine rohen Links posten, danke!/d. Red.)

    • Vermutlich ist jede Bewertung besser geeignet als der bisher verwendete Ra-Wert mit den acht blassen Messfarben. Immerhin decken sich die Werte der mir bekannten bzw. nachgemessenen „Consumer“-Lampen weitgehend mit den Testergebnissen aus dem Partnerlabor (mit 14 CRI-Messfarben).

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