LED-Tagebuch (KW 41): Neues von Osram, Hue für HomeKit, Lidl-Strahler

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im „Blog-Telegramm“ und in der Google+-Community „LED-Beleuchtung“ – als LED-Tagebuch mit Updates und Ergänzungen.


OSRAM-OSTAR-Stage-neu
04.10.: Primär für Bühnenscheinwerfer, aber auch für sehr helle Effekt-, Stimmungs- und Akzentbeleuchtung im Architekturbereich taugen die Osram-„Ostar Stage“-LED-Module. Ab Anfang 2016 wird das Sortiment um eine neue RGBW-Variante namens „LE RTDUW S2WN“ erweitert. Ihre vier Chips (rot, grün, blau, weiß, siehe PR-Foto oben) können laut Pressemitteilung mit bis zu 30 Watt (12 Volt, 2,5 Ampère) doppelt so viel Leistung wie das bisherige Modell vertragen.

Gehäusemaße (5,68 x 5,75 x 1,26 mm) und Chipgrößen (je 1 mm²) ändern sich dennoch nicht. Technisches und optisches Design von „Ostar Stage“-bestückten Scheinwerfern können also nach einem Upgrade beibehalten werden. Mit der neuen Modulvariante wären natürlich auch kompaktere Leuchten mit weniger LEDs als früher möglich – ohne Helligkeitsverlust.


05.10.: „Volles Haus“ meldet die „Light + Building“ schon jetzt für den Messezeitraum 13. bis 18. März 2016 in Frankfurt/M.. light+building-Logo-2016Rund 2500 Aussteller (davon gut 1650 aus der Lichtbranche) werden laut Pressemitteilung auf 22 Ebenen in zehn Hallen sowie im großen „Agora“-Außenbereich (pdf-Download des Hallenplans) Produktneuheiten und Branchentrends präsentieren – darunter seien alle Marktführer. Manchen durchaus bekannten LED-Anbieter, wie etwa LEDON, finden Sie allerdings dort nicht.

Die im zweijährlichen Turnus stattfindende, weltgrößte Messe für Licht und Gebäudetechnik steht diesmal unter dem Motto „Where modern spaces come to life: digital – individuell – vernetzt“. Erwartet werden wieder deutlich über 200.000 Besucher. Die reguläre Tageskarte kostet im Vorverkauf 16, eine Dauerkarte 34 Euro.


Hue-white-and-color-Bridge-2015-neu
06.10.: Philips hat gestern per Pressemitteilung und einem Blogpost offiziell eine neue „Bridge“ für das Hue-System vorgestellt, die mit Apples „HomeKit“ kompatibel ist (PR-Fotos oben rechts und unten links). Die Preisempfehlung liegt bei 59,95 Euro; bei ersten Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz soll sie ab heute bestellbar und/oder erhältlich sein (Bezugsquellen auf dieser Seite). Die Leistungsaufnahme wird mit 3 Watt angegeben.

Hue-Bridge-2015-WandWer schon eine alte Bridge hat, kann das Nachfolgemodell vom 1. November bis Ende Dezember mit einem Rabatt von 33 Prozent in einem neuen Hue-Online-Shop kaufen. Die individuellen Einstellungen des Vorgängers sind automatisch transferierbar. Mit der quadratischen „Bridge 2.0“, der neuen App-Version 1.10.0 sowie der entsprechenden Apple-Hardware können die Hue-Lampen und -Leuchten unter anderem aus der Ferne via Siri-Sprachsteuerung kontrolliert werden.

Außerdem gibt’s in Kürze für ebenfalls knapp 60 Euro neue E27-LED-Lampen namens „Hue white and color“ (PR-Foto oben links). Die schaffen mit 10 Watt bis zu 806 Lumen, taugen somit als vollwertiger Ersatz für 60-Watt-Glühlampen und sind echte RGBW-„Birnen“. Die alten Modelle lieferten maximal 600 lm und waren auf RGB beschränkt – siehe mein Test dort. Ein Starter-Set mit der „Hue-Bridge 2.0“ und drei der neuen Lampen wird bereits für 195,95 Euro angeboten – mit rund einer Woche Lieferzeit.


Osram-Neuheiten-10-15
07.10.: Mit einem Riesen-Sack voller LED-Neuheiten geht Osram in die Lichtsaison 2015/2016 (Beispiele oben, nicht maßstabsgetreu, Osram-PR-Fotos). Dazu gehören die hier bereits im Juni angekündigten, nicht dimmbaren „Filament“- oder Fadenlampen in einem Dutzend Varianten mit E27- und E14-Sockeln, „warmweißer“ Lichtfarbe und klaren Glashauben mit Kühlgasfüllung (vermutlich eine Helium-/Stickstoff-Mischung). Auf Nachfrage wurde mir versichert, dass ihre Dauerhaltbarkeit besonders streng getestet worden sei.

Die neuen, effizienteren Generationen der „SubstiTUBE“-LED-Röhren in verschiedenen Baureihen und Leistungsstufen hatte ich teilweise schon im Mai vorgestellt. Zuwachs durch teils leistungsstärkere, teils kompaktere LED-Spots bekommt das „Parathom“- und “Parathom Pro“-Strahlersortiment (beispielsweise bis zu 621 Lumen bei GU5.3/MR16). Bei den „Classic A40“-E27-LED-Lampen mit 5 Watt und 470 Lumen wurden die Kühlkörper der „Birnen“ so weit verkleinert, dass die Gesamtgröße innerhalb der Dimensionen von traditionellen 40-Watt-Glühlampen bleibt (97 mm hoch, 55 mm breit). Der 1:1-Austausch klappt nun also auch in engen Leuchtengehäusen problemlos.


Eigen-Banner-03-15


08.10.: Fun Fact: Im kompletten Jahr 2010 hatte dieses Blog eine Million Gesamt-Dateizugriffe. Im aktuellen Monat reichten schon fünf Tage, um diese Zahl zu übertreffen.


Lidl-LED-Aussenstrahler-10-15
09.10.: Schon wieder zwei LED-Sensor-Außenstrahler-Varianten der Eigenmarke „Livarno Lux“ bei Lidl: Ab Montag (12.10., Screenshot-Montage oben) hat der Discounter etwas schwächere und billigere Fluter als Anfang des Monats. Statt rund 30 Watt und 2000 Lumen für knapp 30 Euro kriegen Sie jetzt ca. 20 W und 1600 lm für 24,99 €.

Auch sonst gibt’s ein paar Unterschiede: Die versprochene Schutzart IP65 ist höher, die Farbtemperatur wirkt mit etwa 6500 Kelvin nochmal eine ganze Ecke bläulicher, statt einem CoB-Modul leuchtet hier ein nicht auswechselbares SMD-LED-Array, und die Fluter haben nicht nur einen Bügel zur Wandmontage, sondern können wahlweise mit einem abnehmbaren Erdspieß in den Gartenboden gesteckt werden.

Die Helligkeit ist einigermaßen vergleichbar mit 100-Watt-Halogenstäben, sieht wegen der erheblich „kälteren“ Lichtfarbe aber subjektiv nach mehr aus.


09.10.: Nochmal 7 Prozent Rabatt auf seine sowieso schon stark preisgesenkten LED-Sonderangebote und -Schnäppchen gibt Gruenspar-Logo-kleinGrünspar (Logo rechts), wenn Sie bei Ihrer Bestellung einen bestimmten Gutschein-Code eingeben. Den finden Sie auf meiner „LED-Deals“-Seite – im Grünspar-Werbebanner unten rechts.


Museum Wallraf Richartz
10.10.: Noch bis zum 24. Januar 2016 können Sie sich im Kölner „Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud“ die neuen „PerfectBeam“-LED-Strahler von Philips Museum Wallraf Richartz(PR-Detailfoto rechts) bei ihrem ersten Einsatz anschauen. Sie feiern aktuell Premiere in einer Sonderausstellung mit Werken des niederländischen Barockmalers Godefridus Schalcken, der schon zu Lebzeiten vor allem wegen seiner exzellenten Darstellung von Tages- und Kerzenlicht bekannt war.

Das bewusst sparsam und gezielt designte Beleuchtungskonzept greift das Spiel des Malers mit Licht und Dunkelheit auf (PR-Foto oben). Die dimmbaren „PerfectBeam“-Stromschienen-Leuchten dienen sowohl als Spots, um mit unterschiedlichen Brennweiten Akzente zu setzen, als auch zur flächigen Ausleuchtung von Wänden. Der Halbwertswinkel lässt sich zwischen 7 und 43 Grad variieren und der Lichtkegel durch austauschbare Frontlinsen verändern. Angenehmer Nebeneffekt der seit Ende September eingesetzten LED-Strahler: Das Museum spart bis zu 80 Prozent des für die Beleuchtung benötigten Stroms.


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