Doppeltest: Farbtreue „Eye Care“- und „Sunwhite“-LED-Lampen von Civilight

Einen fast optimalen Farbwiedergabeindex von Ra 99 und sehr breite Abstrahlwinkel sollen die „Omni A60“-LED-Lampen von Civilight haben. Außerdem unterscheiden sie sich durch einen reduzierten UV-/Blaulicht-Anteil von fast allen Konkurrenz-Produkten. Zwei der teils sehr teuren Modelle mussten durch mein Testprogramm und ins Labor.

Civilight-E27-Packungen

Noch immer gibt es in Mitteleuropa unzählige E27-Fassungen, in denen traditionelle, stromfressende Glühlampen stecken. Zahlreiche Verbraucher schrecken vor der Umrüstung zurück, vermuten bei den erheblich sparsameren LED-„Birnen“ ein schlechteres, „kälteres“ Licht und/oder zu hohe Preise. Meine aktuellen Testkandidaten des chinesischen Herstellers Civilight können den ersten Verdacht mit Glanz und Gloria zerstreuen, bestätigen aber den zweiten.

Civilight-11W-LabelVor allem die schwächere 9-Watt-Lampe haut mit einem Straßenpreis von rund 36 Euro ein dickes Loch in die Haushaltskasse – und dabei ist sie nicht mal dimmbar. Dagegen ist die nominell 11 Watt starke, dimmbare „Omni A60“ mit knapp 16 Euro fast schon günstig.

Beide Varianten sollen einen extrem hohen Farbwiedergabeindex von Ra 99 (Glühlampe: Ra 100), eine „warm-weiße“ Lichtfarbe von etwa 2700 Kelvin, das EU-Ökolabel A+ (Packungsausschnitt rechts) und eine Nennlebensdauer von 25.000 Leuchtstunden sowie 100.000 Schaltzyklen haben. Eine verlängerte Herstellergarantie habe ich jedoch nicht entdeckt.

Rechtfertigt das die Luxuspreise? Mein Doppeltest mit Laborwerten zeigt jedenfalls, dass zwar nicht alle offiziellen Daten in der Realität nachvollziehbar sind, die Lichtqualität beider Lampen aber weit überdurchschnittlich ist. Los geht’s mit einem sehr speziellen Modell:

Der teure LED-„Augenschoner“

Civilight-9W-ausOffiziell wird diese Civilight-LED-Lampe mit der Bezeichnung „Eye Care“ beworben, die allerdings nicht auf der Verpackung oder im Aufdruck des Metallgehäuses (Bild links) auftaucht. Sie soll uns sagen, dass bei der Komposition des Lichtspektrums besonderer Wert auf die Reduktion des für die Netzhaut schädlichen UV-/Blaulicht-Anteils der „weißen“ LEDs gelegt wurde – auch als „blue hazard“ bekannt.

Dieser Anteil wird durch die gelbe  Luminiszenz-Konversionsschicht auf den ursprünglich blauen LED-Chips bestimmt. Je mehr Blau sie durchlässt, desto „kälter“ und heller erscheint uns das Licht. Umgekehrt sinkt die Lumen/Watt-Effizienz, wenn die Beschichtung blaue und vor allem grüne Anteile stark filtert, um ein möglichst ausgeglichenes, farbtreues Spektrum zu erreichen.

Faustregel: Ein von Ra 80 auf Ra 90 erhöhter „allgemeiner Farbwiedergabindex“ kostet bei gleicher Watt-Zufuhr rund 25 Prozent Lichtstrom. Wenn’s dann sogar – wie bei den Civilight-Top-Modellen – bis Ra 99 ’raufgehen soll, könnte also fast die Hälfte der Helligkeit verloren gehen. Tatsächlich zeigt das Spektraldiagramm der 9-Watt-„Birne“ einen spitzen, aber unschädlichen Rot-Peak mit 23 Milliwatt Strahlungsenergie bei ca. 644 Nanometer Wellenlänge, links davon eine fast gleichmäßig abfallende Kurve und nur ein Mini-Hügelchen im Blau-Spektrum um 460 nm:

Civilight-9W-EyeCare-Spektrum

Civilight-9W-Packung-hintenVergleichen Sie das beispielsweise mal mit dem Diagramm einer herkömmlichen Ra-80-LED-Lampe von Osram. Das Civilight-Versprechen der „Augenschonung“ wird hier also ganz klar eingelöst.

Etwas anders sieht es mit den Leistungsangaben aus. Statt den nominellen 600 Lumen Lichtstrom (siehe Packungsausschnitt rechts) ermittelte das Labor nach der von mir vorgegebenen Aufwärmzeit von zwei Stunden nur 585 lm; die gemessene Farbtemperatur war mit knapp 2600 Kelvin deutlich „wärmer“ als die offiziellen 2700 K, und der „allgemeine Farbwiedergabeindex“ erreichte nur Ra 97,1 statt 99 (pdf-Download des Messprotokolls).

Wirklich tragisch ist das alles nicht, weil die Einzelwerte für die besonders wichtigen Zusatz-Messfarben „Rot gesättigt“ (R9 = 95,1) und „Hautfarbe Rosa“ (R13 = 97,4) extrem hoch sind und der Lichteindruck dem von Glühlampen noch näher kommt, als man selbst von sehr guten LED-Leuchtmitteln erwarten würde. So sieht mein Standard-Farbtreue-Motiv mit einer roten Ducati 916 im Kleinformat auf weißem Untergrund aus:

Civilight-9W-Farbtreue

Hier musste ich zugunsten einer realistischeren Darstellung den Weißabgleich der Kamera auf „Tageslicht“ umschalten, weil sie bei meiner üblichen Einstellung „bewölkter Himmel“ eine zu starke Rot-Verschiebung herbei zauberte. An satten Rot-Tönen und brillianten Farben herrscht aber auch so kein Mangel – und wer sich jetzt wegen der starken Filterung der LED-Beschichtung Sorgen um die Blau-Wiedergabe macht: R12 („Blau gesättigt“) ist zwar der schwächste Einzelwert, aber mit 87,2 noch mehr als ausreichend.

Die „Omni A60“ leuchtet noch breiter als versprochen

Und wie sieht’s mit der Bezeichnung „Omni“ aus, die in diesem Fall für einen sehr breiten Lichtkegel mit 300 Grad Halbwertswinkel steht? Sehr gut, wie mein Leuchtbild zeigt:

Civilight-9W-Leuchtbild

Jede Menge Licht zu den Seiten, nach unten fast so viel Helligkeit wie nach oben – das kann eine „Glühbirne“ auch nicht besser. Das Labor bestätigt diesen Eindruck mit gemessenen 306,3 Grad (pdf-Download des Abstrahldiagramms). Hier ist es also weitgehend egal, ob die Lampe stehend oder hängend leuchten soll. Dort, wo es früher mit 40-Watt-Glühfäden (EU-Äquivalenzwert 470 Lumen) ausreichend hell war, wird es künftig mit dieser LED-Lampe noch etwas heller.

Nicht zu heiß, fast still und flimmerfrei

Civilight-9W-EyeCare-Flicker-SchalterBei meinen Praxis-Tests in einer offenen, hängenden Fassung gab’s auch nicht viel zu meckern: Nach zwei Stunden habe ich an der heißesten Gehäusestelle oben 70 Grad gemessen, an der mit vier markanten Metallrippen versehenen Plastikhaube waren’s unten rund 30°. Ein leises Surren war in stiller Umgebung maximal bis 5 cm Distanz hörbar; weder die Kamera noch die „Flicker Tester“-App von „Viso Systems“ registrierten ein nennenswertes Flimmern (Screenshot rechts).

Die Leistungsaufnahme lag im Labor bei exakt 9 Watt, bei mir zeigte das „Energy Master Profi-2″-Messgerät 9,4 W. Einstimmigkeit herrschte beim elektrischen Leistungsfaktor: 0,93 – ein sehr guter Wert. Das Einschaltverhalten war etwas gewöhnungsbedürftig: Erst blieb die Lampe kurz komplett dunkel, dann wurde sie blitzartig sehr hell und reduzierte anschließend den Lichtstrom ungefähr auf Höhe ihres Nennwertes. Der ganz Prozess dauerte allerdings nur rund eine halbe Sekunde.

Energieeffizienz-Vorgabe wird knapp verpasst

Civilight-9W-Label-kleinVerarbeitungsmängel konnte ich nicht entdecken; die weiße, 134 Gramm schwere Lampe hat jedoch mit 62 mm Maximalbreite und 122 mm Länge Gardemaße. Für manche enge oder kurze Leuchten könnte das eventuell zu viel sein – also am besten vor dem Kauf mal ausmessen.

Wenn Sie überhaupt das Bedürfnis verspüren, einen heftigen zweistelligen Betrag für eine LED-Retrofit auszugeben, die sich übrigens nach den von uns gemessenen Werten mit einem Energieeffizienzindex von 0,18 (statt 0,17) nur das EU-Ökolabel A verdient und nicht die behauptete Kennzeichnung A+ (siehe Packungsausschnitt links).

Mein Testurteil:

Civilight-9W-TopDie mit dem Label „Eye Care“ beworbene, extrem teure (UVP 39,90 Euro), nicht dimmbare und eigenwillig gestaltete 9-Watt-Civilight-LED-Lampe (rechts der Blick von oben, wo die vier Metallrippen in einem umlaufenden Ring und einem Symbol für additive Farbmischung zusammenlaufen) beansprucht eine Sonderstellung, die sie bei näherem Hinschauen und im Vergleich mit der unten getesteten, stärkeren und erheblich günstigeren „Sunwhite“ vom gleichem Hersteller leider nicht hat.

Zwar bietet sie tatsächlich einen stark reduzierten Blau- bzw. UV-Licht-Anteil und eine extrem Glühlampen-ähnliche Super-Lichtqualität, ist aber nicht ganz so effizient, hell und farbtreu, wie die Werksangaben suggerieren. Die Werbung mit „Augenschonung“, das Design und die Preislage waren hier wohl mindestens so wichtig wie die tatsächlich vorhandene Technik unter der Haube – eine Marketing-Strategie, die mir kaum einleuchten will. Deshalb rückt meine LED-Bewertungsskala nicht die Maximalzahl „Vier“ für nicht dimmbare Leuchtmittel ’raus, sondern nur
LED-Stern halbdreieinhalb Sterne.

Die „Sunwhite“-LED-„Birne“ mit Bestwerten

Civilight-11W-ausEinen „nahezu weißglühenden Lichteffekt“ verspricht Civilight auf seiner Website für die Lampen seiner „Sunwhite“-Reihe. Wenn Sie jetzt an die Sonne am Mittag oder an kalt- und neutral-weißes Licht denken – dann liegen Sie bei der „Omni A60 Dimmable“ komplett daneben. In Wirklichkeit bietet die offiziell 11 Watt starke, dimmbare E27-Retrofit-„Birne“ mit einem Richtpreis von 19,90 Euro nämlich eine sehr Glühlampen-ähnliche, „warm-weiße“ Lichtfarbe.

An die Sonne erinnern allenfalls der hohe Farbwiedergabeindex von ca. Ra 99 und die runde Glashaube auf dem lichtweißen Aluguss-Gehäuse (wirkt beiger als das der weißen „Eye Care“-Lampe oben). Mit 148 Gramm ist die Lampe etwas schwerer, aber mit 6 cm Maximaldurchmesser und 11,8 cm Länge auch ein wenig kompakter.

Kleiner Schönheitsfehler am Gehäuse

Leichte Abzüge in der B-Note verdient sich die ungleichmäßig gefüllte Lücke zwischen Haube und Gehäuse – das habe ich bei weit billigeren E27-LED-„Birnen“ schon viel schöner gesehen:

Civilight-11W-Haubenkante

Kühl- oder Verkleidungsrippen suchen Sie hier vergeblich; die Wärmeabfuhr scheint auch ohne ganz gut zu klappen. In meiner offenen, hängenden Testfassung gab’s nach zwei Stunden Dauerlauf höchstens 80 Grad oben nahe des Sockels und ca. 25 Grad unten an der Haube. Dabei nuckelte die LED-„Birne“ an einem normalen Schalter laut meinem Amateur-Messgerät nur 10,1 Watt bei einem elektrischen Leistungsfaktor von 0,69 – das Profi-Labor maß glatte 10 W und ebenfalls 0,69.

Weder beim Ein- noch beim Ausschalten bemerkte ich eine nennenswerte Verzögerung; die Lampe blieb still und zeigte im Kamera-Display kein Flimmern. Auch die „Flicker Tester“-App stützte diese Beobachtung am Schalter (7%, im Screenshot unten links), während sie bei mittleren Einstellungen am Phasenanschnitt- (33%, Mitte) und Phasenabschnittdimmer (61%, rechts) erheblich kritischer urteilte und dann auch die Kamera ein leichtes Flimmern offenbarte.

Cilight-11W-Flicker-Schalter-Anschnitt-Abschnitt

Die „Sunwhite“ mag nicht jeden Dimmer

Je nach Dimmermodell registrierte ich einige weitere unerwünschte Effekte: Am justierbaren Jung-Phasenanschnittdimmer startete die Civilight bei dunkler Voreinstellung mit etwa einer halben Sekunde Bedenkzeit und regelte die Helligkeit etwas nach. Dazu gesellte sich ein Surren aus Dimmer (bis ca. 50 cm Distanz) und Lampe (bis etwa 10 cm), das bei Mittelstellung am lautesten wurde. Die nutzbare, flackerfreie Helligkeitsspanne reichte von 1,4 bis 10,6 Watt (Gesamtleistung Lampe + Dimmer), was etwa 10 bis knapp 100 Prozent des maximalen Lichtstroms abdeckte.

Der justierbare Merten-„Universaldimmer“ SBD200LED surrte unter gleichen Bedingungen im Phasenanschnittmodus etwas leiser (bis etwa 30 cm Entfernung, Lampe wie oben) und bot 1,0 bis 11,1 Watt – konnte also noch etwas umfassender regeln. Sehr eingeschränkt dagegen der Dimmbereich im Phasenabschnittmodus: 4,2 bis 10,5 W – und selbst in diesem kleinen Fenster war keine konsistente Helligkeitsregelung möglich. Könnte ein Mindestlast-Problem sein; trotz der von Merten angegebenen Schwelle von nur 4 VA. Immerhin blieb diese Kombination geräuschlos.

Sehr gute Performance am Baumarkt-Modell

Sieger der Herzen wurde der theoretisch ungeeignete, nicht justierbare Ehmann-„be T46“-Phasenabschnittdimmer aus dem Baumarkt mit 20 Watt Mindestlast. Auch bei ihm zeigte die Civilight zwar bis zu 0,5 Sekunden Einschaltverzögerung, jedoch gab’s keinerlei Surren und einen weitgehend ausreichenden, flackerfreien und stufenlosen Regelbereich zwischen 1,9 und 10,6 Watt. Vermutlich geht’s auch noch dunkler, wenn zwei oder mehr LED-Lampen parallel dran hängen. Dieser Dimmer zeigte sich schon bei einigen LED-Tests umgänglicher als die renommierte Konkurrenz.

Eigen-Banner-03-15

Und was bietet die „Sunwhite“, wenn sie volle Power leuchten darf? Laut Labor sind es 808 Lumen mit einer Farbtemperatur von 2621 Kelvin und einem „allgemeinen Farbwiedergabeindex“ Ra 98,4 (Glühlampe: Ra 100). Das ist schon mal einen Hauch besser als bei der wesentlich teureren „Eye Care“, kommt den Werksangaben sehr nahe und setzt sich bei den Zusatz-Messfarben „Rot gesättigt“ (R9 = 97,5) sowie „Hautfarbe Rosa“ (R13 = 99,5) grandios fort (pdf-Download des Messprotokolls). Je nach Art der ausgestellten Kunstwerke ist das sogar der Beleuchtung eines Museums oder einer Galerie würdig; zuhause bleiben sowieso keine Wünsche in Sachen wohnlich-warmes Licht offen.

Spektralverteilung mit faustdicker Überraschung

Im Standard-Farbtreue-Foto (auch hier mit Weißabgleich „Tageslicht“, ohne Nachbearbeitung) zeigt sich die Mini-Duc in voller, roter Pracht; der weiße Untergrund und die schwarze Sitzbank werden in Glühlampen-artiger Rot-Orange-Färbung präsentiert:

Civilight-11W-Farbtreue

Naturgemäß nicht ganz so überzeugend ist so eine „warm-weiße“ Lampe bei der Wiedergabe von tiefblauen Objekten wie einer Yamaha R1 im Kleinformat – trotz etwas längerer Belichtung:

Civilight-11W-Farbtreue-blau

Okay, man erkennt, dass das Blau sein soll – mit dem tatsächlichen Farbton bei Tageslicht hat das aber wenig zu tun. Wie mag wohl das Farbspektrum so einer LED-Lampe aussehen? Leute, jetzt kommt der Hammer: Fast exakt so wie das Diagramm der „augenschonenden“, aber schweineteuren Civilight-Retrofit aus dem ersten Teil des Tests!

Civilight-11W-Spektrum

Civilight-11W-Packung-hintenAuch hier gibt’s die starke Rot-Spitze bei ca. 654 Nanometer, den leichten Hang zwischen Orange und Hellblau sowie nur einen Mini-Hügel im Blau-Bereich um 460 nm. Der „blue hazard“-Anteil dürfte ebenso gering oder nicht vorhanden sein wie bei der „Eye Care“-Lampe – wir haben es also mit der prinzipiell gleichen LED-Lichtkomposition zu tun.

Einen kleinen Hinweis darauf liefert übrigens die Rückseite der Verpackung, auf der Sie unten rechts unter anderem das identische Symbol mit einer Sonne und einem durchgestrichenen „UV“-Schriftzug sehen wie bei der ersten Testlampe.

Aber jetzt kommt doch sicher noch ein entscheidender technischer Nachteil, der den rund halb so hohen Preis des stärkeren Modells erklärt, oder? Tja, der Abstrahlwinkel der „Sunwhite“ beträgt nominell 270 Grad und lag im Labor nur bei rund 248° (pdf-Download des Diagramms). Das ist natürlich weniger rund strahlend als die ca. 306° der „Eye Care“. In der Praxis macht das aber einen geringeren Unterschied als erwartet, weil dieser Halbwertswinkel ja nicht bedeutet, dass es jenseits davon komplett dunkel bleibt. Im Leuchtbild sieht das so aus:

Civilight-11W-Leuchtbild

Für die meisten Einsatzbereiche dürfte diese Charakteristik noch rund genug sein und wird vermutlich kein K.o.-Kriterium für Ihre Kaufentscheidung. Immerhin geht’s hier um eine Preisdifferenz von ca. 20 Euro, die sicher nicht allein durch knapp 60 Winkelgrade Unterschied gerechtfertigt werden kann.

Mein Testurteil:

Civilight-11W-Packung-obenManchmal scheint die billigere LED-Lampe eines Sortiments doch die bessere zu sein: Genau so „augenschonend“ wie die „Eye Care“, aber heller, effizienter, etwas farbtreuer, mit verschiedenen Dimmermodellen recht anständig regelbar und ein wenig kompakter gebaut.

Die effektiv rund 10 Watt starke und im Handel knapp 16 Euro teure „Sunwhite“ ist mit ihren ca. 810 Lumen Lichtstrom ein wirklich adäquater, stromsparender Ersatz für traditionelle 60-Watt-Glühlampen, macht auch bei anspruchsvollen kosmetischen, künstlerischen und häuslichen Einsätzen eine sehr gute Figur und trägt zu Recht das EU-Ökolabel A+.

Dass zumindest mein Testexemplar am Übergang Gehäuse/Haube einen kleinen Schönheitsfehler hat, mit einem gemessenen Halbwertswinkel von rund 250 Grad nicht ganz so rund strahlt wie ihre stromfressenden Vorbilder sowie unter bestimmten Umständen auch mal etwas surren und/oder leicht flimmern kann, dürfte viele potenzielle Kunden nicht stören. Allerdings bleibt die Civilight „Omni A60 Dimmable Bulb“ damit knapp unter der Maximalwertung „Fünf“ meiner LED-Skala und bekommt
LED-Stern halbviereinhalb Sterne.

(Offenlegung: Ich habe die beiden Lampen auf eigene Kosten regulär im Handel gekauft und werde sie im Alltagsbetrieb dauertesten.)

Mehr zum Thema:

Im Test: Farbtreue 12-Volt-LED-Spots von Civilight, Heitronic und MaxTrack

Gastbeitrag: Netzhaut-Risiko „blue hazard“ bei LED-Licht

Im Test: E27/PAR-38-LED-Strahler mit Super-Farbtreue

Auf Treue achten … auch bei LED-Lampen!

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Werbe-Idee: Eine neue Seite für LED-Sonderangebote und -Neuheiten?

Inzwischen gibt’s fast stündlich irgendwo neue LED-Sonderangebote und -Produkte – über diese Schwemme kann ich im Blog höchstens ansatzweise berichten. Wie wär’s deshalb mit einer neuen Spezialseite, auf der das die Anbieter ganz fix und aktuell selbst tun können – natürlich gegen Bezahlung?

Discounter-LED-Mix
Das Durchforsten zahlreicher Discounter- und Baumarkt-Prospekten nach lohnenswerten LED-Sonderangeboten ist ein regelmäßiger Teil meiner Arbeit – und deckt dennoch nur einen verschwindend kleinen Teil der interessanten Deals und Neuheiten ab.

Trotz des ungünstigen Euro-Kurses sind die Preise für LED-Retrofits immer noch auf Talfahrt; selbst Lampen mit sehr guter Lichtqualität gibt’s kurzzeitig teils schon für 2,50 Euro pro Stück. Und mindestens im Wochentakt werben die Hersteller und Händler für neue Modelle, die leistungsfähiger und gleichzeitig günstiger sind als ihre Vorgänger. Wer soll bei diesem ständig wechselnden Riesen-Angebot noch den Überblick behalten? Das schafft selbst ein LED-Blogger mit einem 16-Stunden-Tag nicht.

Meine Idee: Schlagen wir doch drei Fliegen mit einer Klappe und basteln neben den bisherigen Einzelseiten „Ihr Weg zum LED-Licht“, “Alles über LED-Beleuchtung“ und „LED-Testberichte“ eine weitere namens „LED-Deals“. Dort könnten die Anbieter mit individuellen, flexibel auswechselbaren Bannern und Links für ihre jeweils aktuellen Aktionen und Neuheiten werben – beispielsweise so:


Deal-Beispiel-Banner


Sorry für die rudimentäre Grafik – die habe ich mal auf die Schnelle zusammengestoppelt und kann sicher viel, viel schöner gestaltet werden (diesen Deal gibt’s jedoch tatsächlich – probieren Sie’s aus!). Erlaubt wären jedenfalls nur jpg-Bild-Dateien, die die Anbieter selbst gestalten, auf deren Websites hosten und die dann auf der Blog-Seite in wechselnder Reihenfolge eingebunden werden.

Blinkende gif- oder dynamische Flash-Banner erscheinen mir zu nervig, wenn beispielsweise ein Dutzend dieser Art untereinander platziert sind. Außerdem wären sie möglicherweise auf manchen Mobilgeräten unsichtbar oder würden von Werbeblockern aussortiert. Die Breite von 584 Pixel steht fest; über die Einheitshöhe (wahrscheinlich etwas mehr als im Beispiel-Banner oben) und die daraus resultierende Preisgestaltung müsste man noch reden.

Aktualisierung ist Sache des Anbieters

Die standardmäßig als „nofollow“ und „target=“_blank““ getaggten Links sollten auf eine „Landing Page“ des Anbieters führen, von der aus zum jeweils geltenden Deal weitergeleitet werden kann. Das erspart mir die Arbeit des ständigen Anpassens und erlaubt blitzschnelle Aktualisierungen – auch über Nacht. Als Mindestbuchungszeit schwebt mir ein Monat vor – eine längere Vertragsdauer würde mit Rabattierungen belohnt. Im Schnitt eines Jahres dürfte die Seite mindestens 150 Abrufe pro Tag kriegen – anfangs wohl deutlich mehr.

Im Idealfall haben alle was davon:

  • Die Blogleser, weil sie topaktuell über Schnäppchen und Neuheiten informiert würden und nicht auf meine unzulängliche Recherche angewiesen wären.
  • Die Inserenten, weil sie extrem zeitnah, flexibel und preisgünstig für ihre Produkte werben könnten und hier ein besonders LED-interessiertes Publikum hätten.
  • Das Blog und ich, weil ein paar zusätzliche Euros in die Kasse kämen (das ist prinzipiell schon mal ein guter Zweck 😉 ).

Was glauben Sie? Wäre so eine Spezial-Seite okay? Würden Sie da regelmäßig ’reinschauen? Schreiben Sie mir Ihre Meinung unten in die Kommentare oder melden Sie sich als Hersteller/Händler direkt bei mir. Als spätester Starttermin schwebt mir Ende August/Anfang September vor, wenn die nächste „Lichtsaison“ beginnt und die Zugriffszahlen des Blogs erfahrungsgemäß wieder kräftig steigen.

Update 21.07.: Ich habe jetzt eine Beispielseite mit vier Banner-Dummys gebastelt, die in wechselnder Reihenfolge angezeigt werden. Die Einheits-Originalgröße von 584 x 200 Pixeln ist auch in skalierter Form auf Mobilgeräten noch gut sichtbar. Möglicher Starttermin für die fünf bis zehn echten Werbebanner wäre der 24. oder 31. August, wenn sich bis dahin einige Interessenten gefunden haben. Die ersten verbindlichen Reservierungen gibt’s jedenfalls schon.

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RTFM*, stupid!

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