LED-Tagebuch (KW 06): Preview-Neuheiten, Cannabis-Licht, IKEA

Eine Rückschau auf die Kurzmeldungen im “Blog-Telegramm” und der Google+-Community “LED-Beleuchtung” in der vergangenen Woche – als LED-Tagebuch:

LED-Kalender

02.02.: „Hagebaumarkt“ bewirbt in seinerHagebau-LEDSchreibtischleuchte aktuellen Beilage „HBN2014_04“ eine „Casaya“-LED-Schreibtischleuchte mit Farbtemperatur 3500 Kelvin als „warmweiß“ (Ausschnitt). Zwischen 3300 und 5000K nennt sich das aber „neutral-weiß“ und ist durchaus gut als Arbeitslicht geeignet.

02.02.: Im neuen „toom“-Prospekt (gültig bis 8. Februar) finden Sie mal wieder zwei bekannte „XLED Home“-Sensor-LED-Außenstrahler von Steinel zu altbekannten „Sonderpreisen“. Die hellere Variante mit 1426 Lumen kostete schon im November 2013 knapp 140 Euro; die dunklere mit 720 lm gab’s bereits im Herbst 2012 bei OBI für rund 90 Euro. LED-Preisverfall? Jedenfalls nicht bei „toom“.

03.02.: Daran haben „British Funk Movement“-Freunde und LED-Fans Spaß – Mark King („Level 42“) präsentiert in diesem Video seinen „King-Signature“-Bass mit LED-Inlay-Dots im Hals. Ein Fest für Ohren und Augen.

Fastvoice-Eigenwerbung 04-14

04.02.: Heute ist in Hamburg die erste von zwei „Previews“ für die Fachmesse „Light+Building“. Mal sehen, ob und welche LED-News von dort durchsickern. Bei der zweiten Vorschau-Veranstaltung am 11. Februar in München werde ich selbst vor Ort sein und berichten.

Osram LED Superstar A40 clear and frosted04.02.: Osram kündigte heute in Hamburg die erste E27-LED-Retrofit-Serie an, die „von einem großen Hersteller in Deutschland gefertigt wird“ (Osram-PR-Bild). Produziert werden sie im Werk Eichstätt (Bayern), wo Osram rund 10 Millionen Euro in die LED-Lampen-Montage investieren will. Die dimmbaren „LED Superstar Classic A40“ mit 25.000 Leuchtstunden Nennlebensdauer sollen mit 6,5 Watt, 470 Lumen und 2700 Kelvin herkömmliche 40-Watt-Glühlampen ersetzen können, die gleichen Dimensionen haben und – wahlweise mit klarer oder matter Haube – für unter 10 Euro angeboten werden. Ein Lieferzeitpunkt wurde nicht mitgeteilt. Die Pressemitteilung zu allen Osram-LED/OLED-Neuheiten finden Sie hier.

Arktika-P Biolux04.02.: Ende 2012 war’s nur eine Idee, dieses Jahr wird sie Realität: Osram will auf der „Light + Building“ mit der „Arktika-P Biolux“ eine LED-Büroleuchte vorstellen, die einen ‚künstlichen Himmel‘ erzeugt (Osram-PR-Bild). Sie ist via DALI steuer- und dimmbar, leuchtet teils „warm-weiß“ direkt auf die Arbeitsfläche, teils indirekt über die Decke – dort abhängig von der Tageszeit mit zwei unterschiedlichen, „kalt-weißen“ Lichtfarben. Mit ihrer dynamischen, chronobiologischen „Tageslicht“-Wirkung soll sie die Leistungsfähigkeit steigern.

Philips Weed04.02.: Dass LED-Pflanzenleuchten auch gut für die Cannabis-Aufzucht taugen, hat Philips offenbar weidlich und wissentlich ausgenutzt – auch ohne „Joint Venture“. Bei der Berichterstattung dürfte jedoch jemand was missverstanden haben: 2002 war die LED-Technik nämlich noch nicht leistungsfähig genug – in den ersten Jahren werden es wohl eher Natriumdampf-Hochdrucklampen gewesen sein, später eventuell auch Leuchtstofflampen (ESL).

Auf meine Twitter-Nachfrage erhielt ich von Philips diese Reaktion:

Seit 2012 dürfen also Philips-Zwischenhändler offiziell keine LED-„grow lamps“ mehr an Cannabis-Pflanzer liefern. Die praktische Auswirkung dieser Regel dürfte geringfügig und bald wieder Gras über die Sache gewachsen sein.

06.02.: Eine offizielle Pressemitteilung erreichte mich dazu bisher leider nicht, aber immerhin liefert das von Philips unterstützte„Smart Light & Living“-Blog einen Ausblick auf die kommenden LED-Neuheiten der Niederländer – beispielsweise die „CrispWhite“-Technologie für bessere Farbwiedergabe oder die „Lirio“-Leuchtenserie. Letztere wurde allerdings von Philips bereits im November 2013 präsentiert.

06.02.: Osram hat heute auf meinen Test des laut surrenden 6,5-Watt-LED-Strahlers reagiert – ein ausführliches Update dazu am Ende des Beitrags.

06.02.: Die IKEA-Stiftung will laut eigenen Angaben für jede der weltweit bis 29. März verkauften Ledare“-LED-Lampen einen Euro an das Flüchtlingshilfswerk UNHCR spenden. Der Erlös soll in Solarlampen und die Straßenbeleuchtung von Flüchtlingscamps in Äthiopien, Bangladesch, Jordanien sowie im Tschad investiert werden.

Osram-Piktogramm-Haus07.02.: Was will uns wohl dieses Piktogramm auf einer Osram-LED-Verpackung sagen? „Bitte verschieben Sie Ihr Haus ein Stück nach links!“? Oder: „Vorsicht, seitlicher Blitzeinschlag!“? Die Auflösung gibt’s in einem Testbericht.

Philips-Ukraine07.02.: Passend zur aktuellen weltpolitischen Lage landete heute ein dimmbarer Philips-LED-Spot „made in Ukraine“ auf meinem Testlampen-Tisch. Bericht mit Rabatt-Paket-Deal folgt am Montag.

Mehr zum Thema:

LED-Tagebuch (KW 05): Blog-Rekord, Lidl-Lampen, Lotuslinse, LEDON-Deals

LED-Tagebuch (KW 04): LEDON-Preise, Stromspar-Update, lauter Spot

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10 Gedanken zu „LED-Tagebuch (KW 06): Preview-Neuheiten, Cannabis-Licht, IKEA

  1. Auf der Osram-Webseite fand ich unter PRODUKTE die LIGHTIFY CLASSIC A 60 TW und LIGHTIFY CLASSIC A RGBW, zwei Retrofits mit steuerbarer Farbtemperatur. Dazu gehört anscheinend ein Kontrollgerät. Näheres konnte ich nicht entnehmen. Kommen Sie an genauere Infos? Sind diese Lampen einfach regelbar, oder nur über irgendwelche Smartphone-Apps?

    • Es gibt alternative Produkte von weniger bekannten Herstellern wie Futlight, deren E27-LED „Mi-Light“ mittels einer mitgelieferten Fernbedienung (und optional auch über das berühmte Smartphone) in Helligkeit und Farbtemperatur (2700-6500) reguliert werden kann. Ein ähnliches Produkt gibt es auch unter dem Namen „IWY-Light“. Mittlerweile sind sie auch mit 9 Watt (bisher 6/7 Watt und 3000-6500 K) und max. 800 Lumen erhältlich. Ich habe mit den 9-Wattern nachgerüstet und bin soweit zufrieden.

      Ich finde es aber schon erstaunlich, dass die großen Hersteller sich alle ausschließlich auf Smartphone/iPhone konzentrieren und barrierefreie Lösungen (sprich keine technischen Voraussetzungen außer einer Standardlampenfassung und Stromanschluss) bisher weitgehend verschmähen, wenn es um steuerbare Lampen geht.

      • Da kann ich Ingo nur zustimmen. Für mich beißen sich da zwei Konzepte: Einerseits die traditionellen Lampenfassungen, die mittelfristig an Bedeutung verlieren – andererseits die hochmoderne App-Steuerung, die eigentlich viel besser zu ausgefeilten, flexiblen, integrierten LED-Leuchten mit 1a-Lichtqualität und ohne Fassungs-Bindung passt. Gibt’s zwar auch schon teilweise von Philips, Osram und Co., aber noch sehr rar und für den Durchschnittsverbraucher zu teuer.

        • Aus meiner Sicht macht das schon Sinn.
          Man startet mit Retrofit, um schnell zu Stückzahlen zu kommen. Aber dabei wird es nicht bleiben. Es wird schon auf integrierte Lösungen hinauslaufen.
          MiLight liefert eine Fernbedienung mit und hat noch einen WLAN-Konverter – auch für das Smartphone – aber nicht nur für das Smartphone.
          Denn über den WLAN-Konverter kann man die Lampen (später die Leuchten) auch über eine Haussteuerung betreiben. Die muß nur in der Lage sein, z.B. mit einem get bzw. wget-Befehl den Konverter anzusteuern. Dann kann man wieder per Tastendruck o.ä. das Licht schalten und sogar Szenarien anfahren – z.B. die Willkommensbeleuchtung sobald man das Schloß per Smartphone entriegelt.
          In Verbindung mit NFC-Tags und einem NFC-tauglichen Smartphone gibt es nochmals eine Komfortstufe mehr – bei gesteigerter Sicherheit.

          • Herrlich … in etwa so stellt sich der stereotypische Ingenieur mit Siemensmigrationshintergrund möglicherweise ernsthaft den durchschnittlichen europäischen Lampenkäufer-Privathaushalt vor.

      • Nachtrag: Ein flüchtig Bekannter hat mir heute mitgeteilt, dass Philips Hue neuerdings(?) mit eigener Fernbedienung geliefert werde; der Bekannte benutze sogar ausschließlich die FB und habe die Steuerungsapp noch gar nicht installiert.

        Kann das evtl. jemand bestätigen?

    • Also mit Ausnahme der MiLight Bestückung, die sich in jenem Standort nicht befindet, schrieb ich im ernsten Indikativ und keinesfalls konjunktivisch. Das ist so realisiert. Mit NFC und Smartphone (aber auch mit Fernsteuersendern) können Haus- und Wohnungstüren sowie Garagentore auf- und verschlossen werden. Beim Entriegeln der Haustür und Öffnen der Wohnungstür gehen die zugehörigen Leuchten an und das erfolgreiche Verriegeln der Haustür wird per Lichtzeichen quittiert.
      Selbstverständlich auch remote bedienbar, was ich auch schon gebraucht habe, um einen Notfall auszuschließen.
      Das Haus ist nachts zuverlässig verschlossen, um Rolläden braucht man sich nicht wirklich zu kümmern. Beim Anlegen der Ausgehgearderobe informiert ein Display über etwaige offene Fenster, Kellertüren etc.
      Eine Heizung die vor dem Aufstehen schon vorwärmt und sich abends automatisch abschaltet, aber auch bei Bedarf mitten in der Nacht per Konpfdruck aufwecken läßt.
      Haus mit lt letzter Zählung 26 Bewegungsmeldern ausgestattet und sonstigen Zeitschaltern, die einem Genörgel wegen vergessenem Lichtabschalten vorbeugen.
      Wenn die Heizung instabil zu laufen beginnt, oder gar in Störung geht, gibt es differenzierten Alarm über Mail und SMS – genau wie beim Anspringen der Rauchmelder oder Wassermelder.
      Technik die wirklich hilft, robust läuft und deshalb auch von atechnischen Senioren nicht nur akzeptiert, sondern sogar dankbar angenommen wird. Kein unnbedienbarer oder gar lästiger Schnickschnack!

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