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LED-Splitter: Dimmer, LEDON, Rotlicht (Update 21.5.)

Dass sich auch dimmbare LED-Lampen und -Leuchten nicht mit jedem Dimmer vertragen, hat sich wohl inzwischen herumgesprochen. Umso schöner, wenn man mal Dimmer gefunden hat, die erstens mit verschiedenen LED-Fabrikaten einwandfrei funktionieren und zweitens auch noch bezahlbar sind - eine ziemlich seltene Kombination. Tusch, Herr Kapellmeister, hier sind zwei davon: Die “düwi”-Helligkeitsregler 20-300 VA (Watt) der “REV Ritter GmbH” mit den Produktnummern 01418 (Serie “Standard Quadro”, Werksfoto links) und 41310 (Serie “Trend”, rechts, siehe dazu auch Update am Ende des Beitrags):

Duewi 01418Duewi 41310

Experten wird der Name “düwi” bekannt vorkommen. Es war bis vor zwei Jahren ein eigenständiges Unternehmen, geriet dann aber in die Insolvenz und wird seither von “REV Ritter” als Marke weitergeführt. Außerdem finden Sie “düwi” oder “DUEWI” in diversen Listen mit kompatiblen Dimmern der LED-Hersteller; allerdings mit teils nicht mehr gültigen Produktnummern, die Sie bei der Suche nach Bezugsquellen und dem richtigen Typ nicht wirklich weiterbringen.

Kaufen können Sie diese Dimmer in der Regel ab etwa 35 Euro in anständigen Baumärkten oder online - zum Beispiel bei “Schalterversand.de”. Achten Sie aber darauf, dass Sie jeweils die (leider rund 10 Euro teurere) Version mit der geringeren Mindestlast und als Phasenabschnittsdimmer wählen, sonst gibt’s Probleme. Mit ungeeigneten Dimmern (hohe Mindestlast und Phasenanschnittssteuerung) können Sie alles Mögliche erleben - vom nervigen Flackern bis zum lautstarken Surren und Brummen Ihrer wertvollen, dimmbaren LED-Leuchten und Lampen.

Die abgebildeten “düwi”-Dimmer habe ich mit verschiedenen Hochvolt-LEDs getestet, etwa einer Philips-“Ledino”-Deckenleuchte, dimmbaren G9-“Retrofits” von “Bioledex” und GU10-Spots von Osram, “DeLock Lighting” und LEDON. In allen Fällen war ein weitgehend geräuschloser Betrieb möglich, bei den meisten Lampen ging das Dimmen mit dem (neuerdings gerasterten, siehe Update) Drehregler einigermaßen stufenlos - nur die “Bioledex”-Lämpchen änderten beim schnellen Drehen ihre Helligkeit ziemlich ruckartig. Unterschiede gab’s auch bei der Minimaleinstellung; hier waren vor allem die GU10-Spots auf der untersten Dimmstufe noch relativ hell. Kein Grund zur Klage; da hat eben jede LED-Vorschaltelektronik - unabhängig vom Dimmer-Modell - so ihre Eigenheiten.

13-Watt-LEDON-Lampe hat Verspätung

LEDON A65 13WWo wir gerade schon LEDON erwähnt hatten: Eigentlich sollte in diesen Wochen die im April auf der Messe “light+building” in Frankfurt vorgestellte neue 13-Watt-“Retrofit”-Lampe der Österreicher auf den Markt kommen. Die als Ersatz für herkömmliche 60- bis 75-Watt starke E27-Glühlampen gedachten LED-”Birnen” (im PR-Bild links die A65-Version) und G95-”Globes” mit 800 Lumen Lichtstrom und neuem “Wellendesign” sind aber bisher weder on- noch offline zu finden. Auf Nachfrage teilte mir heute das LEDON-Marketing mit, dass sich der Verkaufsstart aus technischen Gründen leider bis zum Herbst dieses Jahres verzögern werde.

Das ist einerseits zwar bedauerlich (vor allem der LEDON-Außendienst soll über diese Verschiebung nicht sehr amüsiert gewesen sein), andererseits aber erheblich klüger als der verfrühte Verkaufsstart eines Produkts, bei dem der Kunde noch als Beta-Tester herhalten muss. Ich könnte da Herstellernamen nennen, die mit neuen und unausgereiften Lampen nicht so zurückhaltend und qualitätsbedacht wie LEDON waren …

Rotlicht-Viertel

LEDON-Geschäftsführer Detlef Mikulsky hat sich unterdessen in einem Interview mit futurezone.at über die derzeit schwierige Lage auf dem LED-Konsumentenmarkt geäußert. Der leide beispielsweise noch unter der rufschädigenden Hypothek der als “Energiesparlampen” vermarkteten und umwelttechnisch problematischen Kompaktleuchtstofflampen:

Es ist in der Tat so, dass Konsumenten LED normalerweise nicht mit der klassischen Glühlampen-Form in Verbindung bringen und diese sogenannten LED-Retrofitlampen leider oft mit den Energiesparlampen verwechseln. Da ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig und leider gibt es auch auf dem LED-Markt einige minderwertige Produkte, die den Endverbraucher ebenfalls verunsichern.

Richtig, genau so sieht’s aus. Ein anderes Zitat aus diesem Interview lässt mich allerdings daran zweifeln, ob Mikulskys Aussagen konsequent richtig wiedergegeben wurden:

Für LED-Beleuchtung werden blaue LEDs verwendet, die mittels einer Phosphor-Mischung das etwas kühl wirkende blau-weiße Licht abgeben, das wir von Taschenlampen kennen. Um das Gelb-Rot-Defizit im Farbspektrum auszugleichen und das Licht von Glühbirnen möglichst perfekt zu imitieren, sind in Ledon-Lampen zusätzlich zwei rote LED-Plättchen verbaut.

Unkundige würden wohl daraus schließen, dass in allen LEDON-Lampen neben den blauen, gelb beschichten Einzel-LEDs immer zwei rote leuchten. Zählen wir mal nach - links bei einem aktuellen GU10-Spot mit vier Einzel-LEDs und 7 Watt (Foto: W. Messer), rechts im Innenleben einer E27-10-Watt-”Birne” (Foto: LEDON-PR):

LEDON GU10 7W LEDON 10W Zoom klein

Wir sehen links keine einzige rote LED und rechts satte vier. Ich gehe mal stark davon aus, dass Detlef Mikulsky das auch weiß und die Angabe “zwei rote LED-Plättchen” nur als ein Beispiel aus der LEDON-Produktlinie genannt hatte (meines Wissens gilt das etwa für die 6-Watt-Lampen). Vermutlich leuchten in der neuen 13W-Lampe sogar fünf rote und sieben “gelbe” LEDs; wenn sie zum Testen eintrifft, gucke ich mal ‘rein und verrate es hier im Blog. Sie wissen ja: Wird Herbst - mindestens.

Update 21.5.: Um Verwirrung vorzubeugen: Die aktuelle Version der “düwi”-Dimmer unterscheidet sich optisch und technisch ein wenig von den oben abgebildeten Geräten. Ich habe mal beide Versionen nebeneinander montiert und fotografiert - die neue links, die alte rechts:

duewi alt/neu

Auf Anfrage schrieb mir “Schalterversand.de” heute:

Der genannte Dimmer wurde zwischenzeitlich vom Hersteller technisch u. optisch überarbeitet. Die Funktionsweise ist jedoch die gleiche. Es wurde nur auf eine eckige Tragplatte umgestellt und wegen der besseren Bedienungsfreundlichkeit um die Rasterung ergänzt.

Die Unterschiede dürften also beim Dimmen von LED-Lampen technisch weitgehend irrelevant sein. Da allerdings durch die Rasterung der Regler nicht mehr so schnell gedreht werden kann wie vorher, ist damit auch bei den getesteten “Bioledex”-G9-Lampen ein weitaus “ruckfreieres” Dimmen möglich als mit der alten Dimmer-Version.

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ELV lernt dazu, verwechselt aber Ledon mit Ledxon (Update)

Fangen wir mit einem Lob an: Der Elektronikversender ELV hat bereits in seinem aktuellen Mai/Juni-Werbebrief einen kuriosen Fehler korrigiert, von dem ich im April berichtete. Damals war in der Beschreibung einer “Delock”-LED-Lampe von “28 roten LEDs unter Silikontropfen” und “16 weißen LEDs” die Rede - eine völlig unsinnige Kombination für eine “Retrofit”-Lampe. Auf einen entsprechenden Hinweis schrieb mir ein ELV-Kundenbetreuer:

Der zuständige Produktmanager hat sich direkt im Anschluss mit unserem Lieferanten der Delock-Lampe in Verbindung gesetzt. Dieser hat Ihre Aussage bestätigt, dass es sich um 16 rote und 28 weiße LEDs handeln müsste (sehr ärgerlich, da wir uns damals sogar das Bild durch den Lieferanten haben freigeben lassen). Wir werden das Bild umgehend anpassen, damit dies in unserem Online-Shop bzw. bei künftigen Werbungen richtig ist.

Und tatsächlich - jetzt stimmen Grafik und Zuordnung:

ELV-Delock

Leider geht aber auf der selben Seite des Prospektes wieder was daneben. Beworben wird nämlich eine 10-Watt-LED-Lampe (Ausschnitt links), die einer anderen (PR-Bild rechts) zum Verwechseln ähnlich sieht:

Ledxon/Ledon

Nein, das sind nicht die gleichen, obwohl sie beide mit 10 Watt LED-Power herkömmliche 60-Watt-Glühlampen ersetzen können und auch etwa gleich teuer sind. Sie sind noch nicht mal vom selben Produzenten, obwohl sich auch deren Namen kaum unterscheiden. Die linke Lampe ist von “Ledxon” aus Bayern, die rechte eine “G95″ des österreichischen Unternehmens “Ledon” - ohne “x” in der Mitte.

“Ledon”-Marketingleiter Erik Nielsen hatte mir auf Anfrage schon vor einigen Wochen erklärt, dass er - wie auch in anderen Fällen - keinen Anlass für juristische Auseinandersetzungen wegen der Produkt- und Namensähnlichkeiten sehe. Weder die Gestaltung noch die Firmierung seien global patent- oder markenrechtlich geschützt. Die “Zumtobel”-Tochter Ledon GmbH werde aber künftig konsequent auf eine eigene “Wellen-Design”-Linie setzen, um sich von Konkurrenzprodukten zu unterscheiden.

Offenbar waren auch die ELV-Produktmanager ein wenig verwirrt, denn direkt über der “Ledxon”-Lampe ist im Prospekt dieser Vergleich zu sehen:

ELV-Ledxon2

Preisfrage: Was wird hier verglichen? Eine 10W-“ledon”-LED-Lampe oder eine 10W-“ledxon”-LED-Lampe? Zu Ihrer Beruhigung: Es spielt bei dieser Rechnung keine Rolle, weil sie in beiden Fällen stimmt - auch wenn die “Ledon”-Lampe nominell etwas weniger Lichtstrom abgibt (600 Lumen statt 720). Prinzipiell sollte den Kunden aber schon deutlich gemacht werden, das “Ledxon” und “Ledon” zwei verschiedene Paar Stiefel sind.

Nächster Lernschritt also für die ELV-Fachleute (”Kompetent in Elektronik”): Ein “X” steht nicht immer für “Nix”.

Update (21.15 Uhr): Die ELV-Kundenbetreuung hat bereits reagiert und schreibt:

“Wir bedauern, dass tatsächlich in dem von Ihnen aufgezeigten Ausschnitt das “x” über dem Rechenbeispiel nicht aufgeführt ist. Das Rechenbeispiel bezieht sich auf das Produkt mit der ELV-Artikelnummer 106111, bei welchem es sich um eine ledxon Lampe handelt. Das zur ELV-Artikelnummer 106111 passende Bild hatten wir ursprünglich von vorgenanntem Hersteller erhalten. Unsere Agentur hat dementsprechend nach leichter Bearbeitung für die Druckvorlagen des Mediums ein aus unserer Sicht passendes Foto eingesetzt.”

Das Foto ist eigentlich kein Problem und war auch nicht von mir kritisiert worden. Die im Prospekt gezeigte Lampe ist tatsächlich - bearbeitet oder nicht - ein Produkt von “Ledxon”, auch wenn sie der von “Ledon” sehr ähnelt. 

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