„lux“, „tap“ und „3D-printed“: Philips erweitert sein „hue“-Sortiment

Ab Spätsommer/Herbst wird das via ZigBee fernsteuerbare „hue“-LED-Sortiment von Philips wieder mal größer – mit einer weiß leuchtenden Lampe namens „lux“, dem „tap“-Controller und Designerleuchten aus dem 3D-Drucker.

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Eines der „hue“-Leuchtenmodelle aus dem 3D-Drucker – ab Montag vorbestellbar für knapp 3000 (Hängeleuchten) bzw. 2500 Euro (Tischleuchten). (Fotos: Philips-PR)

Selbst für Philips war der Erfolg der im Herbst 2012 gestarteten „hue“-Produktlinie mit farb- und fernsteuerbaren LED-Lampen überraschend groß. Deshalb gab’s anfangs heftige Lieferprobleme und ein paar Kinderkrankheiten mit der Steuersoftware „hue app“. Inzwischen haben die Niederländer das Konzept aber offenbar im Griff und legen immer mal wieder neue Modelle mit diesem Konzept nach.

Hue-Lux-Lampe-anAuf der am Sonntag beginnenden Fachmesse „Light + Building“ (Frankfurt/M.) präsentiert Philips auf seinem zweistöckigen Riesen-Stand im „Forum“ (Ebene 0) gleich drei „hue“-Neuheiten, die zur nächsten „Lichtsaison“ im Spätsommer/Herbst zu kaufen sein sollen.

Die E27-Retrofit-Lampe „lux“ (Bild links) hat zwar die Form der ursprünglichen „hue“-Retrofits, leuchtet aber strikt „warm-weiß“ statt in verschiedenen RGB-Mischfarben und gleicht deshalb eher der bekannten Philips-„Master LEDbulb“ mit 2700 Kelvin Farbtemperatur und über 300 Grad Abstrahlwinkel.

Via Smartphone oder Touchpad ist die „lux“ dimmbar und kann bei entsprechender App-Programmierung auch auf bestimmte Ereignisse reagieren – etwa mit fröhlichem Blinken, wenn das Lieblings-Fußballteam ein Tor geschossen hat.

Konkrete Leistungsdaten wurden bisher nicht veröffentlicht. Bekannt ist nur, dass es ein „lux“-Starter-Set mit zwei Lampen und der zur Verbindung mit dem heimischen WLAN nötigen „hue bridge“ geben soll. Wer die schon hat, muss sich die Lampen halt solo besorgen und kann sie dann problemlos via App ins bestehende „hue“-ZigBee-Netzwerk integrieren. Update: Laut aktualisierter Pressemitteilung liegt der Preis für das Starterpaket bei 99,95 Euro – danke an Blogleser Tobias für den Hinweis.

Controller mit kinetischer Energieversorgung

Philips-hue-tapHoffnung gibt es aber auch für solche Smartphone- oder Touchpad-losen, armen Teufel wie mich. „hue tap“ (Bild links) ist nämlich ein knapp 60 Euro teurer Controller, der als „stand alone“-Steuergerät mit der „hue bridge“ kommuniziert und zumindest einige grundlegende Funktionen der „hue“-Lampen regeln kann (Promo-Video). Eine eigene Stromversorgung braucht das runde Teil nicht, weil es durch die kinetische Energie des Drucks auf die drei Tasten „aufgeladen“ wird – das ist echte „grüne“ Technologie.

Bei der Gestaltung des „tap“-Controllers hat sich Philips erkennbar an den herkömmlichen Schalter- und Dimmerformen orientiert – ich interpretiere das mal als Reminiszenz an eine etwas traditionsbewusstere potenzielle Kundschaft, die dennoch offen für die unzähligen, neuen technischen Möglichkeiten von LED-Beleuchtung ist.

Update 27.6.: Ab sofort seien die Controller in den europäischen Apple-Store-Filialen erhältlich, teilte Philips heute via Twitter mit. Online und in den USA könne man sie aber erst später kaufen:

Smarte LED-Designleuchten aus dem Drucker

Die luxuriöseste Variante des „hue“-Konzepts haben zwei Designer-Duos kreiert: „Strand + Hvass“ aus Dänemark und „WertelOberfell“ aus München. Die farbsteuerbaren Pendel- und Tischleuchten werden mit 3D-Druckern realisiert und erlauben so Formen und Design-Spielereien, die mit bisherigen Serienproduktions-Techniken kaum oder gar nicht möglich wären.

So sind es mehr Kunstwerke als simple Lichtquellen und – technisch gesehen – sogar Unikate. Das relativiert auch ein wenig die exorbitanten Preise zwischen knapp 2500 und 3000 Euro.

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2 Gedanken zu „„lux“, „tap“ und „3D-printed“: Philips erweitert sein „hue“-Sortiment

  1. Die Preisgestaltung für das “lux”-Starterpaket liegt laut der von ihnen verlinkten PM (letzter Absatz) bei 99,95€ für zwei Leuchtmittel und die Bridge.

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