Im Test: E14-LED-Fadenlampen in Kerzenform – nur eine kam durch (Update)

Eigentlich sollte es ein Vergleichstest mit vier nicht dimmbaren, „warmweißen“ E14-LED-Fadenlampen in Kerzenform werden – passend zur Adventszeit. Weil aber die LED-„Filament“-Technik vor allem bei kleinen Sockeltypen noch ihre Tücken hat, gibt’s leider wenig Feierliches zu berichten: Drei Kandidatinnen disqualifizierten sich für die Finalrunde wegen zu starkem Flimmern.
Velios-Osram-Philips-E14-vorne
Da waren’s noch drei: Die Teilnehmer der zweiten E14-LED-Fadenlampen-Testrunde – von Velios, Osram und Philips. (Fotos: W. Messer)

Seit gut zwei Jahren sind sie in fast jedem Hersteller- und Händler-Sortiment: Hocheffiziente LED-Retrofits mit vertikalen „Chip-on-Board“– bzw. „Chip-on-Cord“-Fäden unter luftdichten Glashauben, die optisch den traditionellen „Filament“- oder Glühfaden-Lampen möglichst nahe- und mit relativ wenig Vorschaltelektronik auskommen sollen. Das gelingt häufig sogar recht anständig, kann jedoch bei sehr kompakten Modellen oder bei dimmbaren Varianten auch in die Hose gehen.

Das Problem: In kleinen Lampensockeln wie E14 oder G9 ist viel weniger Raum für hilfreiche Bauteile als beispielsweise in E27-Sockeln. Diese Teile braucht man aber zur Erzeugung von stabilem, flimmerfreiem LED-Licht in hoher Qualität. Bei den meisten herkömmlichen Retrofits gibt es deshalb im unteren Bereich größere, undurchsichtige Gehäuseteile für Elektronik und Kühlung, während die LED-Chips und die Lichtaustritts-Haube oben entsprechend weniger Platz haben.

Fast alle Bauteile sind versteckt montiert

LED-Fadenlampen sollen jedoch möglichst Glühlampen-ähnlich aussehen und bestehen deshalb vor allem aus einer klaren oder matten Haube mit Kühlgas-Füllung, bei der fast alle Innereien versteckt montiert werden – außer den LED-„Filaments“ natürlich.

Velios-Osram-Philips-E14-aus
Die drei „Finalistinnen“ kommen traditionellen E14-Glühlampen optisch sehr nahe – voluminöse Gehäuse oder Kühlkörper wie bei vielen anderen LED-Lampen fehlen völlig.

Als erstes von vier willkürlich ausgewählten, nicht dimmbaren Testexemplaren „made in China“ im Preisbereich zwischen ca. 7 und 8 Euro kam eine klare E14-LED-„Kerze“ von „LED’s change the World“ (LCTW) mit zwei Leuchtfäden und 2 Watt Nennleistung bei mir an. Schon die Fotoaufnahmen zeigten, dass hier was faul ist: Mehrere fette, horizontale „Shutter“-Streifen zogen sich durch’s Display und die Bilder (unten links). Die Kontrolle mit der „Flicker Tester“-App von „Viso Systems“ aus Dänemark ergab bei meiner Standard-Bezugsfrequenz von ca. 100 Hertz (kalibriert) extrem hohe Flimmer-Werte (Screenshot unten rechts):

LCTW-E14-Fadenkerze-Shutter-Flicker

100 Prozent Flimmerrate und Index 0,5 – viel schlechter geht’s nicht. Auf Nachfrage reagierte LCTW-Chef Hans-Georg Kucharski sofort mit einer drastischen Maßnahme:

„Die Filament-Kerze und der Filament-Tropfen zeigen in der Tat eine nicht zu akzeptierende Flimmerrate. Nachdem wir uns mit Fachleuten über die möglichen Auswirkungen des Flimmerns auf den Organismus beraten hatten, haben wir beschlossen, den Verkauf der Filament-Kerze und des Filament-Tropfens mit sofortiger Wirkung einzustellen. …

Die Produkte werden gesperrt und an den Lieferanten zurückgeschickt. Wir werden diese Typen erst wieder in den Markt bringen, wenn wir flimmerfreie und von uns getestete Filament-Kerzen und Tropfen aus der Entwicklung bekommen. Unsere Kunden sind von uns gewohnt, hochwertige Produkte zu sehr attraktiven Preisen zu bekommen. Das wird auch so bleiben. Unsere E27 Filament-Lampen 40-W– und 60-W-Äquivalent sind vollkommen flimmerfrei.“

Da waren’s nur noch drei

Eine konsequente Entscheidung, die man auch anderen Anbietern nahelegen müsste. Denn einige Tage später trudelten die drei anderen Testkandidatinnen ein, die mir mein Werbepartner „Grünspar“ gratis zur Verfügung stellte: Eine 7,49 Euro teure, 3,5 Watt starke E14/B35-Lampe von Velios, die Osram-„LED Retrofit Classic B 25 Filament klar“ mit 2 Watt für 7,39 Euro und die Philips-„Deco Classic“-Lampe „B35 Filament E14“ für 6,99 Euro. Nach den Erfahrungen mit der LCTW-„Kerze“ war die erste Testprozedur nun der Flimmer-Check mit Kamera und „Flicker Tester“. Und siehe da: Bei zwei Lampen kam ungefähr das gleiche üble Resultat ’raus.

Velios-Osram-Philips-E14-Flimmern
Die Flimmer-Raten und -Indizes der E14-LED-„Kerzen“ von Velios, Osram und Philips (von links nach rechts). Wirklich stabiles, flimmerfreies Licht bietet offensichtlich nur die Lampe der Niederländer.

Auch hier informierte ich vergangene Woche sofort die betroffenen Hersteller. Das Management des Velios-Anbieters „Royalbeach Spielwaren & Sportartikel Vertriebs GmbH“ im bayerischen Kirchenanschöring schrieb mir postwendend:

„Aktuell sind nahezu alle LED Filament Anbieter mit dieser Thematik konfrontiert. Hauptgrund für den Flimmer-Effekt ist der Platzmangel im E14 Sockel, in dem die komplette Technik verbaut ist. Es gibt bereits technische Möglichkeiten, den Flimmer-Effekt komplett zu eliminieren, allerdings unter der Prämisse, dass diese Produkte aktuell nicht die rechtlich erforderliche CE-Kennzeichnung erhalten und somit nicht in den europäischen Handel gebracht werden dürfen.

Zu erwähnen ist, dass besagter Effekt für den Großteil der Menschen in keinster Weise spürbar ist. Velios nimmt diese Angelegenheit dennoch sehr ernst und arbeitet deshalb auch seit geraumer Zeit unter Hochdruck an einer langfristigen Lösung des Flimmer-Effektes bei den E14-Lampen. Sollte der Kunde mit unserem Produkt nicht vollauf zufrieden sein, kann er jederzeit von unserer 5-jährigen Velios Garantie Gebrauch machen, die wir auf alle unsere Produkte geben.“

Die nächste „Velios“-Generation soll besser werden

Velios-E14-Fadenlampe-anTelefonisch erfuhr ich außerdem vom Velios-Marketing-Manager Sebastian Bünner, dass die dritte Generation dieser LED-„Fadenlampen“ (im Foto rechts die E14-„Kerze“ mit vier Leuchtfäden) weitgehend flimmerfrei sein und vermutlich im Januar 2016 in den Handel kommen werde.

Gegen die Behauptung, dass solche Lampen „aktuell nicht die rechtlich erforderliche CE-Kennzeichnung erhalten und somit nicht in den europäischen Handel gebracht werden dürfen“ spricht allerdings das exzellente Messergebnis der Philips-Lampe, die durchaus eine CE-Kennzeichnung hat und selbstverständlich auch legal in der EU verkauft wird.

Ähnliches gilt übrigens wohl ebenso für E14-LED-Lampen von „SoftLED“ (Eigenwerbung: „100% flackerfrei“), „VosLED“ und „greenandco“, die von „Lichtpeter“ oder weiteren Bloglesern positiv beurteilt wurden, jedoch nicht zum aktuellen Test ausgewählt waren – während offenbar die meisten anderen LED-„Filament-Kerzen“ auf dem Markt bei Flimmer-Messungen schlecht wegkommen. So kann sich ein konzeptioneller Fortschritt als technischer Rückschritt entpuppen.

Was Osram zum Flimmern/Flackern sagt

Update 30.11.: Ein Osram-Sprecher erklärte mir heute:

„Sie haben Recht: Auch in unseren Tests bekommen wir ein Ergebnis, das manche Menschen als ‚Flackern‘ wahrnehmen könnten. Mit bloßem Auge können wir allerdings kein ‚Flackern‘ beobachten.“

Entsprechende, verbindliche technische Normen gebe es nicht, demzufolge existierten bisher auch keine zuverlässigen Testverfahren, die in die Freigabe-Prozesse für neue Lampenmodelle einfließen würden. Inzwischen werde jedoch „mit Hochdruck an der Verbesserung der Produkte bei dem betroffenen Parameter gearbeitet“. Möglicherweise lasse sich ein verbessertes Nachfolgemodell früher als geplant auf den Markt bringen. Konkrete Daten könne man mir allerdings noch nicht nennen.

Der „letzte Mohikaner“ kommt von Philips

Philips-E14-Pack-vorn-an

So blieb demnach für die finale Runde als „letzter Mohikaner“ nur die 2,3-Watt-Philips-„Kerze“ mit zwei Leuchtfäden und nominell 250 Lumen für knapp 7 Euro übrig (oben links die Blister-Verpackung, oben rechts die aktivierte Lampe) – so leid mir’s auch tut: Aus dem geplanten Vierer-Vergleich wurde ein Einzeltest, weil extremes Flimmern hier zur Disqualifikation führt. Und da lasse ich mich nicht auf Diskussionen darüber ein, wie klein der Prozentsatz der Menschen sein dürfte, die so was in irgendeiner Form wahrnehmen oder stört.

Schließlich ist bisher kaum erforscht, welche Auswirkungen Lichtflackern oder -Flimmern auch unterbewusst auf Geist und Körper haben können. Von diversen TV- und Videosignalen weiß man immerhin schon, dass sie bei fotosensitiver Epilepsie unter Umständen schwere Anfälle auslösen. Und selbst wenn die gesundheitlichen Folgen weniger dramatisch wären: Kann die jemand bis dato für stark flimmernde LED-Lampen völlig ausschließen? Sicher nicht, also gehen wir lieber kein unnötiges Risiko ein.

Stromverbrauch fast exakt wie Werksangabe

Philips-E14-Fadenlampe-Daten1In meiner offenen, hängenden Testfassung startete die 15 Gramm leichte Philips-Lampe (rechts einige Daten von der Packungs-Rückseite) ohne merkliche Verzögerung, blieb komplett still und wurde nach zwei Stunden Dauerleuchten oben an der heißesten Stelle des Sockels maximal 36 Grad warm.

Zu diesem Zeitpunkt meldete das semiprofessionelle „Energy Master“-Messgerät 2,4 Watt bei einem elektrischen Leistungsfaktor von 0,57 (im Profi-Labor waren’s 2,4 W und 0,60). Bei den zahlreichen Fotoaufnahmen gab es keinerlei störende „Shutter“-Streifen; dem sehr guten „Flicker Tester“-Wert dürfen Sie demnach wohl trauen.

Je nach Drehwinkel gibt’s vertikale Schatten

Dass sich dennoch vertikale Schatten in einige Bilder schmuggelten, wird durch einen schon mehrfach beobachteten Effekt von LED-„Filaments“ unter klaren Glashauben verursacht. Je weniger Fäden dort leuchten, desto ausgeprägter ist die leicht inhomogene Abstrahlung – abhängig vom Betrachtungswinkel. Deshalb gibt’s hier ausnahmsweise mal zwei Leuchtbilder mit stehender Fassung:

Philips-E14-Fadenlampe-Leuchtbild1

Sie haben den unschönen Streifen links neben der Haube bemerkt? Okay, dann drehen wir die Fassung ein wenig – so weit, dass die beiden Leuchtfäden mit jeweils ca. 120 Grad Abstrahlwinkel parallel-frontal zur Betrachtungsebene stehen:

Philips-E14-Fadenlampe-Leuchtbild2

Das sieht schon deutlich runder und homogener aus – wenn auch nicht optimal, weil es nach oben hin immer noch eine kleine Delle im Lichtkegel gibt. Im Abstrahldiagramm aus dem Profi-Labor meines Kooperationspartners „David Communication“ wird die „Schmetterlings“-Charakteristik ebenfalls deutlich, obwohl der gemessene Halbwertswinkel von etwa 296 Grad eine ziemlich runde Abstrahlung suggeriert (pdf-Download des Diagramms).

Die Lichtfarbe wirkte etwas gelb-grünlich

Subjektiv fiel mir bei der Lichtfarbe sofort ein Gelb-Grün-Stich auf – vor allem im Vergleich zu den beiden anderen, neutraler wirkenden E14-Fadenlampen. Mein Standard-Farbtreue-Motiv mit einem sattroten und einem tiefblauen Motorrad-Modell in Kleinformat auf weißem Untergrund lässt davon ein wenig ahnen (Weißabgleich „Tageslicht“, wegen zu geringer Lichtstärke leicht aufgehellt):

Philips-E14-Fadenlampe-Farbtreue

Wie üblich bei „warmweißen“ LED-Lampen mit ca. 2700 Kelvin Farbtemperatur und nominellem Farbwiedergabeindex Ra 80, werden die Farben stark nach Gelb-Orange verschoben. Weder das satte Rot, noch das dunkle Blau können sich wirklich realitätsnah in Szene setzen; das eigentlich weiße Papier könnte auch ein Urin-Teststreifen nach Gebrauch sein. Was so unappetitlich klingt, wird jedoch häufig genau so als „wohnlich-warmes“ Licht verlangt. Außerdem auffallend: Die teils verdoppelten Schatten-Silhouetten durch die beiden Leuchtfäden.

Mehr Helligkeit als offiziell angegeben

Philips-E14-Fadenlampe-FarbortDas Ergebnis der Labormessungen war zwiespältig: Einerseits gab’s mit knapp 280 Lumen etwas mehr Lichtstrom als versprochen; die Nenn-Farbtemperatur wurde mit 2691 Kelvin fast exakt getroffen.

Andererseits liegt der Farbort der Philips-Fadenlampe nach „CIE 1931“-Norm deutlich oberhalb der idealen „Schwarzkörperkurve“ mit Tendenz zu Gelb-Grün (Grafik rechts, pdf-Download des gesamten Messprotokolls), was für eine grenzwertige Farbkonsistenz spricht.

Grün-Anteil sorgt für mehr Lumen

Das Spektraldiagramm mit der Energieverteilung in Milliwatt pro Nanometer Wellenlänge zeigt eine sanft abfallende Kurve von der Spitze bei 610 nm (Gelb-Orange) bis hin zum kleinen Blau-Hügelchen links:

Philips-E14-Fadenlampe-Spektrum

Hier ist im Grün-Bereich erheblich mehr los als beispielsweise bei der neulich getesteten 7-Watt-LED-„Birne“ von Philips, was auch der Papier-Effizienz zugute kommt. Dennoch kann die E14-„Kerze“ bessere Werte bei der Farbtreue einfahren: Der „allgemeine Farbwiedergabeindex“ liegt bei Ra 85,7; der besonders schwierige Zusatz-Messwert für „Rot gesättigt“ (R9) erreicht akzeptable 23,2. Wer also kein Problem mit der etwas gewöhnungsbedürftigen Farbanmutung hat, kriegt von der Fadenlampe zumindest auf dem Datenblatt eine sehr anständige Lichtqualität geboten.

Philips-E14-Fadenlampe-LabelDie von uns gemessene Effizienz von gut 116 Lumen/Watt reicht locker für’s beste EU-Ökolabel A++ (Grafik links); die Helligkeit übertrifft traditionelle 25-Watt-Glühlampen deutlich, das Stromsparpotenzial liegt somit bei rund 90%.

Offensichtliche Verarbeitungsmängel sind mir nicht aufgefallen – bei LED-Fadenlampen aus China ist das keine Selbstverständlichkeit. Die Nennlebensdauer ist durchschnittlich: Mindestens 20.000 Leuchtstunden und 15.000 Schaltzyklen. Philips gibt auf seine Leuchtmittel leider keine Garantie, die über die gesetzliche Gewährleistung hinausgeht. Bei anderen Marken dürfen Sie dagegen mit drei oder gar fünf Jahren rechnen.

Mein Testurteil:

Philips-E14-Fadenlampe-ausDie nicht dimmbare, rund 2,5 Watt starke Philips-E14-LED-„Kerze“ mit „Filament“-Technik gehört zwar mit einem stolzen Preis von 6,99 Euro nicht zu den billigsten, aber zu den wenigen ihrer Art, die keine der verbreiteten, groben Unsitten aufweisen: Surren, Flimmern, schlampige Verarbeitung, zu wenig Helligkeit? Fehlanzeige – hier ist alles im grünen Bereich. Grün-gelblich erscheint mir allerdings auch die Lichtfarbe, die trotz des hohen „allgemeinen Farbwiedergabeindex’“ von fast Ra 86 auf manche Käufer abschreckend wirken könnte.

Die Abstrahlcharakteristik der beiden „Chip-on-Board“-LED-Leuchtfäden ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig, weil sich je nach Einbaulage irritierende vertikale Schatten ins Leuchtbild schmuggeln können. Trotz eines gemessenen Halbwertswinkels von knapp 300 Grad ist diese Lampe nicht wirklich homogen-rundstrahlend. Bei Montage in einer Leuchte mit mattem Glas- oder Kunststoffgehäuse nivelliert sich das immerhin etwas, ohne dass die spezielle, Glühlampen-ähnliche Anmutung der LED-Fäden komplett verloren gehen würde.

Die erst in diesem Spätsommer gestarteten Bemühungen der Nummer eins des weltweiten Lichtmarkts, beim Trend-Segment „LED-Fadenlampen“ mitzumischen, darf teilweise als gelungen gelten, hat aber noch Optimierungspotenzial. Meine strenge LED-Bewertungsskala vergibt deshalb anspornende
LED-SternLED-SternLED-Stern halbzweieinhalb Sterne.

P. S.: Sie wollen trotz ihrer extremen Flimmerwerte gerne wissen, wie die beiden anderen LED-„Kerzen“ im Labor abgeschnitten haben? Okay, wenn’s denn sein muss: Das pdf-Messprotokoll und das Abstrahldiagramm der rund 7,50 Euro teuren „Velios B35 3,5W“ – die Messwerte und das Diagramm der Osram „Retrofit Classic B25 Filament E14 2W“ für 7,39 Euro.

Mehr zum Thema:

Stiftung Warentest checkt E14-LED-Lampen: „vosLED“ vor „MeLiTec“

Im Test: E27-LED-Fadenlampe von Osram mit 6 Watt und fast 900 Lumen

Doppeltest: E27-LED-Fadenlampen von softLED und Velios mit rund 6 Watt

Im Test: Dimmbare vosLED-Fadenlampe – Effizienz-Wunder mit Macken

LED-Fadenlampen – ein Fest für Anwälte

Diesen Beitrag drucken

Beitrag teilen:
Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail
Folge mir bei
twittergoogle_plusyoutubetwittergoogle_plusyoutube

57 Gedanken zu „Im Test: E14-LED-Fadenlampen in Kerzenform – nur eine kam durch (Update)

  1. Ziemlich schade finde ich, dass fast die Hälfte des klaren Glaskörpers mit den hässlichen Aufdrucken verschandelt ist. Das ist in meinen Augen eine Unsitte. Schließlich hat man Kerzenlampen ja oft in offenen Leuchten.

    • Da haben die Hersteller keine große Wahl. Laut EU-Vorgabe muss auf den Lampen das hier als Aufdruck irgendwo untergebracht werden:

      „Der Wert und die Einheit („lm“, „K“ und „°“) des nominellen Nutzlichtstroms, der Farbtemperatur und des nominellen Halbwertswinkels in einer lesbaren Schriftgröße auf der Oberfläche, wenn dafür nach dem Anbringen sicherheitsbezogener Informationen (z. B. Leistung und Spannung) genügend Platz auf der Lampe vorhanden ist, ohne das von der Lampe abgestrahlte Licht in unangemessener Weise abzuschirmen. Ist nur für einen der drei Werte Platz, ist der nominelle Nutzlichtstrom anzugeben. Ist nur für zwei Werte Platz, sind der nominelle Nutzlichtstrom und die Farbtemperatur anzugeben.“

      Für den Verbraucher finde ich das auch ganz nützlich. Meistens wirft man ja die Verpackung kurz nach dem Kauf weg; die Lampe hält aber viele Jahre. Und dann weiß irgendwann niemand mehr, was das genau für ein Teil ist (dimmbar? wieviel Watt? wie hell?).

      • Interessant. Wusste nicht, dass es so eine Vorschrift gibt.
        Früher passte ja der Firmenname, die Watt- und Voltzahl als Gravur auf den Sockel der Glühlampen 😉

  2. Zur Flimmerfreiheit frage ich mich generell, wie lange flimmerfreie Lampen auch so bleiben, denn bekanntlich altern die nötigen Elkos bei den hohen Temperaturen in den Sockeln deutlich, und gerade bei billigen Lampen werden keine besonders hitzefesten Typen eingesetzt.

    Zu den Filamentkerzen: Habe mir gerade sockellose dimmbare mit 3.6W/300 lm von Isolicht gekauft (Hersteller unbekannt). Bin gespannt, wie sich die dann am Abschnittsdimmer verhalten, den ich demnächst einbaue. Am Anschnittsdimmer ist der flackerfreie Bereich recht begrenzt.

    (Bitte die Kommentarregeln beachten und keine „rohen“ Links posten, sondern im Text einbetten, wie ich es hier nachträglich tun musste – danke!/d. Red.)

    • Mit Elkos läuft bei flimmerfreien E14er aufgrund der Platzverhältnisse nicht viel. Habe zwar noch keine gute zerlegt, aber ich denke, das bekommt man nur mit einem Regler in den Griff. Wenn Du die Lampe hast, dann probiere doch bitte mal meinen Stabtest aus und zwar sowohl zunächst ungedimmt und dann bei 25% Helligkeit.
      Danke.

        • Bei einem 2W-Filament muss eine Ladung von 10mC (10ms dunkel bei 1mA) gespeichert werden, ein Energiespeicher ist also schon nötig. Aber er kann kleiner ausfallen, weil die über 10ms notwendige Aufrechterhaltung der Spannung mit einem Stromregler die Glättung nicht mehr einer RC-Kennlinie folgt und eine große Spannungsdifferenz aufweisen darf. Über eine Schaltung dazu will ich mich hier nicht auslassen, aber es ist möglich wie Paulmann zeigt.

  3. Ich habe auch schon flimmerfreie E14 Filamentkerzen gesehen. Abgesehen davon kann man mit dem ‚Glühklampen-Look-a-Like‘ da auch einfach zu weit zu gehen, niemand hätte ein Problem damit, wenn wie z.B. bei einigen Vosla Leuchtmitteln unten über den Sockeln noch ein 1cm breiter Rand wäre, der noch etwas Elektronik verdeckt, wenn man sich damit Lebensdauer und Flimmerfreiheit ‚erkaufen‘ kann.

    Ist mir vollkommen unverständlich, dass die Verantwortlichen selbst von Markenherstellern angesichts katastrophaler Messwerte Stellungnahmen wie ‚mit bloßem Auge ist kein Flimmern wahrzunehmen‘ abgeben. Hier geht es wirklich nicht um Esoterik.

    Es ist hochgradig Zeit, dass ein normierter Flimmerwert in die EU Kennzeichnungsrichtlinie aufgenommen wird.

    – Carsten

    • Hallo Carsten,
      danke für deine Normierungs-Gleichgesinnung, es ist eigentlich schon vor 50 Jahren Zeit gewesen, als diese Probleme mit den Leuchtstoffröhren anfingen. Es scheint aber auch Hersteller zu geben, die wirklich zu wenig Ahnung haben. Mit meinen Tests konnte ich auch flimmerfreie E14-LED-Filament-Kerzen ohne Sockelaufbau finden.

      • Meine gerade im Kaufland gekauften Tropfen 4W / 400 lm von XQ-Lite (die ersten Filamente, bei denen mich kein Grünstich stört) flimmern beide (E14 und E27) gleich, wenn ich den Finger vor dem an die Wand geworfenen Licht schüttele. Direkt mit dem schnell über die Lampe bewegten Auge ist nichts erkennbar.

        @ Lichtpeter: womit misst Du eigentlich? Photodiode? Solarzelle?

        Die Tabelle mit den Testergebnissen sieht unter Win 10 und Chrome mit FHD-Auflösung gut aus. Auf dem Tablet unter Win10 mit Edge und 1980×1200 quer und hochkant werden leider die Spalten verwürfelt.

        • Hallo Eric,
          ich messe wie hier offengelegt. Eine Nachmessung von genannten Leuchtmitteln kann ich nur dann durchführen, wenn ich es zugesendet bekommen oder die genaue Typenbezeichnung bzw. die EAN kenne, um es mir zu beschaffen. Ich weiß, dass die Darstellung der Tabelle nicht auf allen Systemen funktioniert, kann es aber nicht ändern, weil ich weder alle Systeme noch die Zeit habe um es zu überprüfen.

          • Mir sind eigentlich nur Filamentlampen bekannt, in der ein oder zwei Filamente in Reihe geschaltet sind, also 65-70 V und 130 – 140 V. Machen die Chinesen das wegen Kompatibilität für 110 V? Ansonsten hätte man mit 4×70 V = 280 V geringere Ströme, könnte einen kleineren Serienkondensator verwenden und kleinere Serienwiderstände (muss aber einen spannungsfesteren Elko kleinerer Kapazität verwenden, der vermutlich nicht teurer wird).

          • Hat jemand nochmal eine Idee zu meiner Frage, warum anscheinend maximal zwei Filamente in Serie geschaltet werden?

            – Der Serienkondensator kann kleiner ausfallen.
            – Der Siebelko braucht halbe Kapa bei doppelter Spannung, wird also nicht größer oder teurer, speichert aber dann wegen U² trotzdem noch die doppelte Energie.
            – Die Verlustleistung am Serienwiderstand wird geringer.
            – Bei Einsatz eines Linearreglers braucht der weniger Verlustleistung zu verbraten.

            Im Lumitronix-Forum kam das Argument mit den Lötpunkten im Kolben, aber zumindest bei den XQ-Lite sind beide Serienschaltungen rausgeführt und erst auf der Platine parallel geschaltet.

        • Ich habe mal die E27-XQLite geschlachtet. Vier Filamente (vermutlich je 20 mA, 70 V), jeweils zwei in Reihe und die dann parallel.

          Es handelt sich um ein minimalistisches Kondensatornetzteil, 47 Ohm Serienwiderstand (hoffentlich mit Sicherungswirkung) eingeschrumpft zum Mittenpol der Fassung, 700 nF Serienkondenstoar überbrückt mit 360 k, damit keiner einen gewischt bekommt, wenn er die Fassung ausschraubt. Dann kommt ein Gleichrichter, ein Elko 4,7 µ/250 V, 105° (Platz wäre für mehr gewesen). Der Elko ist mit 200 k überbrückt. Der Sinn ist vermutlich, dass sich der Elko auch unterhalb der Leitspannung der LEDs noch vollständig entlädt und somit auch keinem einen kleinen Schlag versetzen kann. Die Zeitkonstante der Entladung beträgt 0,9 Sekunden, größer hätte der Widerstand kaum gewählt werden dürfen. Die Verlustleistung im Betrieb ist 140 V² / 200 k = 0,1 W, immerhin 2,5% der Gesamtleistung und für einen 1206-SMT-Widerstand auf Pertinax-Platine in warmer Umgebung schon sportlich.

          Gegenüber Philips 4 W von 2012 (Schaltplan ziemlich weit unten auf erster Seite) wurde schon deutlich mehr auf Kante genäht.

  4. Mir scheint, die meisten Hersteller sehen in der Filament-Lampe eher eine Möglichkeit, die Preise und Wertigkeit noch mehr zu drücken, als die Lösung des Retrofit-Akzeptanz-Problems durch überzeugende Leuchtmittel. Ermöglicht die Technik doch, A+ und A++ mit minimalstem Bauteilaufwand zu erreichen. Zu Lasten des Flimmerverhaltens und der Dauerhaftigkeit.

    – Carsten

  5. [quote=eric]Der Siebelko braucht halbe Kapa bei doppelter Spannung, wird also nicht größer oder teurer, speichert aber dann wegen U² trotzdem noch die doppelte Energie[/quote]
    Ganz so einfach ist das nicht. Es bleibt dann aber weniger Zeit zum Aufladen und die Filemente müssen eine längere Zeit aus dem Elko leben.

    [quote=eric]Der Serienkondensator kann kleiner ausfallen.[/quote]
    Auch da bin ich mir nicht so sicher. Schließlich muß man den Elko in kürzerer Zeit bei kleinerer Spannungsdifferenz wieder aufladen.

    Letztlich hängt das vom zugelassenen Restflimmern ab. Wenn ich starkes Flimmern zulasse passen Deine Aussagen tendenziell besser als wenn ich Flimmerarmut fordere.
    Zur genauen Optimierung hilft nur Rechnung bzw. deutlich einfacher Simulation.

    • Stimmt, an die längere Ladezeit bei gegebener Impedanz und geringerer Differenzspannung hatte ich nicht gedacht. Andererseits kann man bei der Berechnung des Serienkondensators mit recht geringem Fehler so tun, als sei die Wellenform ein 50 Hz – Sinus. Wahrscheinlich macht Versuch klug…

  6. Nachdem der Lichtpeter bei den 3/4/5W LED-Filamentlampen aus den T€Di-Läden z.T eine >99%-ige Flimmerfreiheit ermittelt hat, gibt es offenbar auch ohne heizende Schaltnetzteile Möglichkeiten, die Flimmerfreiheit (z.T. besser als bei der Glühbirne) im E14/27-Sockel (ohne Plastikkragen) mit A++ (> 100lm/W) auch noch konkurrenzlos kostengünstig anzubieten. Farbtreue, Nachhaltigkeit und weitere Qualitätsmerkmale lassen sich aber nur mit größerem apparativem Aufwand überprüfen (der mir leider nicht zur Verfügung steht).

    Bei der 2-strängigen E14-Kerze (und prinzipiell bei allen LED-Filament-Retrofits) wäre die Rundum-Abstrahlungsdelle auch noch behebbar durch eine möglichst (gegenläufig) schräge Positionierung der Filamente, was bei einigen Varianten ja durchaus schon zu finden ist und folglich wohl problemlos generell herstellbar wäre.

    Tragisch ist allerdings, dass diese Evolution offenbar nur über „Trial-and-Error“ in Asien abläuft und das „Survival-oft-the-Fittest“ erst im Markt auf dem Rücken des Verbrauchers als zahlendes und enttäuschtes Versuchskaninchen stattfindet und nicht schon im systematischen Entwicklungsprozess oder spätestens im Testlabor – statt erstmal jede Menge suboptimalen Elektroschrott zu produzieren, ohne sich ernsthaft schon im Vorfeld des Designs mit den offenkundigen Schwachstellen auseinander zu setzen. Bleibt nur zu hoffen, dass ein Blog wie dieser und andere Medien den Selektionsprozess beim Verbraucher möglichst zeitnah abkürzen können.

    • Für solche Wirkungen hat ein privates Nischenblog einen zu geringen „Impact“ und die meisten anderen Fachmedien berichten da ziemlich unkritisch oder testen überhaupt nicht – wohl aus wirtschaftlichen Erwägungen. Außer reinen Produktvorstellungen (aka kopierten Pressemitteilungen) ist dort kaum was zu erwarten.

      Auch die Wirkung von StiWa-Lampentests sollte man nicht überschätzen – die gehen an einem Großteil der Verbraucher völlig vorbei.

  7. Im Grunde kann man nichts anderes tun als ständig die Aufmerksamkeit auf bestimmte Qualitätsparameter zu lenken, damit sowohl Verbraucher als auch Vertriebe, Normungsgremien, und dann in Folge eben auch die Hersteller, ihre Produkte verbessern. Es wird höchste Zeit, dass die EU Richtlinien aktualisiert werden, das hat beim letzten Mal ja durchaus Wirkung gezeigt.

    Etliche Hersteller werben ja im Übrigen mittlerweile bei einigen Produkten schon explizit mit ‚Flimmerfreiheit‘. Ganz offenbar kommt das so langsam in Gang.

    – Carsten

  8. Stimmt, Normen und Zulassungsbeschränkungen können als Leitplanken Wildwuchs verhindern – aber Vorsicht ist dabei geboten, solange eine Technologie noch in den Kinderschuhen steckt. Zu eng oder zu früh angesetzte Maßgaben können die innovativen Spielräume der Marktevolution beschneiden und sich sogar letztlich kontraproduktiv auswirken – auch auf die Nachhaltigkeit.

    Das Problem im Falle der LED-Retrofits ist wohl, dass das Heft des Handelns sich nach Fernost verlagert hat, wo das Qualitätsbewusstsein nicht mit der Muttermilch aufgesogen wurde und hierzulande branchenfremde Goldgräber den einst boomenden LED-Retrofit-Markt mithilfe des Internets geentert haben, während die Platzhirsche möglichst lange versucht haben, mit ihrer Marktdominanz Ladenhüter an den Mann zu bringen, um schließlich zu erkennen, dass die alten Konzepte nicht mehr konkurrenzfähig sind. Statt rechtzeitig die überkommenen Konzepte zu überdenken, hat man einfach auf gebrandlabelte Importware aus fernöstlicher „Entwicklung“ gesetzt.

  9. Hochinteressant und paßt zum Thema neue Technologie: bigclivedotcom hat eine neue Sorte von Filament Lampen ausfindig gemacht und zerlegt: COB als Quadrat auf einer dicken Glasplatte. Drumrum ein unterbrochener Kunststoffkorb, der an einen Federball erinnert. direkte Luftzirkulation zur guten Kühlung. Angetrieben von einem buck converter. Aber seht es Euch selbst an.

  10. Ja Jürgen, es ist immer wieder ein nett, BigClive bei seinen abendfüllenden Zerstörungswerk zuzuschauen, aber ich kann nicht erkennen, wo bei dieser Korblampe der Fortschritt oder eine gesteigerte Nachhaltigkeit auszumachen wäre. Gegenüber den herkömmlichen LED-Filamentlampen ist der Materialeinsatz wie der Produktionsaufwand doch deutlich erhöht. Und Lumen- oder Effizienz-Angaben fehlen auf der AliExpress-Website des koreanischen Anbieters.

    • Zuerst mal ist das ein ganz anderer Ansatz und wir hatten ja über innovative Lösungen gesprochen. Nicht jede Innovation ist ja auch ein spontaner Durchbruch, der die Welt rettet. Vielmehr starten praktisch alle Neuerungen erst mal klein. Nicht alle kommen durch und nur sehr wenige bleiben unverändert erhalten.
      Ich sehe generell folgendes Potential gegenüber den Glas-Filament-Retrofits:
      – Die Kühlung kann durch direkte freie Konvektion verbessert werden. Der geschlossene Glaskolben als Konvektionsbarriere entfällt. Damit könnenbereits jetzt kräftigere, dauerhaltbare Lampen gebaut werden und nicht erst, wenn der Wirkungsgrad der LEDs gestiegen ist.
      – Glasverarbeitung ist im Prinzip hochinvestiv (wenn man nicht gerade alte Anlagen zum Schrottpreis erwirbt und „herunterreitet“) und energieintensiv. Die gezeigte Technik bietet die Möglichkeit, die optischen Funktionen und die Trägerfunktionen zu separieren. Beispielsweise könnte das Substrat aus dünnen Glas oder transparenter Keramik gefertigt werden und die Verteilerscheibe aus optischen Kunststoffen. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Spezialkunststoffen aus denen Linsen gefertigt werden.
      – Platz und Gestaltungsfreiheit: Die Elektronik kann sich noch etwas ausdehnen, auch in den besser gekühlten Bereich. Dadurch können aufwendigere Schaltungen incl. Dimmbarkeit und größere Elkos für Flimmerfreiheit Verwendung finden. Jedenfalls viel einfacher als bei der Übernahme der Glasformen und gar der Erfordernis eines dicht abgeschlossenen Behältnises mit Spezialgas. Und man kommt in Zukunft mit relativ geringen Inverstitionen von der Birnenform weg.

      • Zustimmen kann ich in Bezug auf die kreative Vielfalt in der Marktevolution. Schwierigkeiten habe ich aber mit den Punkten:

        – Kühlung: Die wird durch die Konvektion der Umgebungsluft nicht gesteigert gegenüber der Konvektion des Spezialgases im Glaskolben, das mit einer mehrfach höheren Leitfähigkeit die Abwärme an eine vielfach größere/dünnere Glasfläche transportiert, wo die Konvektion der Umgebungsluft deutlich mehr Angriffsfläche findet als an dem kleinen Glasquadrat.

        – Glasverarbeitung: ist in der Tat energieintensiv (Spritzguss aber auch) allerdings ist das „Aufnähen“ vieler LED-Chips mit Golddrähtchen an den Rändern des Glasquadrats mehrfach aufwändiger als das Separieren der Filamentstreifen von der Saphirscheibe mit bereits fotolithografisch verbundenen LED-Dots – transparente Wärmeleitkeramik kennt man als Saphirscheiben und da ist die Fläche eines Quadrats mehrfach größer und teurer als die Summe der Saphirfilamente – der einzige optisch taugliche Kunststoff, der nicht vergilbt, ist das Silikon, das trotz bester Wärmeleitfähigkeit unter den Polymeren gegenüber Saphir noch eine erhebliche Barriere für die Entwärmung darstellt.

        – Platz und Gestaltungsfreiheit:
        Zwar gibt es bei den Filament-Retrofit-Lampen auch Globen-, Tropfen-, Kerzen-, Flammen-, Röhren- und Stabformen aber die Gestaltungsfreiheit ist in der Tat nicht beliebig, muss sie für den Einsatz in existierenden Leuchten auch garnicht sein. Der weitaus größte Massenmarkt liegt doch beim Ersatz der 60W/A60/E27 Glühbirne und eine Konkurrenz in Designer-Leuchten ist da überhaupt nicht beabsichtigt. Die Filamentlampe hat aber noch Potenzial auch für höhere Lichtleistungskaliber und die größere Gestaltungfreiheit bleibt mit anderen Mitteln den Nischenmärkten von Designer-Leuchten vorbehalten, auf die diese Korblampe aber nicht zu setzen scheint. Gegenüber den neueren LED-Filament-Lampen beschränkt allerdings der breite Plastikkragen über dem Sockel etwas die Rundum-Abstrahlung.

  11. Ich find das Design schon (technisch) ziemlich gut – optisch ist es eher wie ein Halter für einen Klostein). Die LEDs werden gut gekühlt durch die große Substratfläche und die freie Luftzirkulation. Nur kleine Fliegen darf man nicht haben…

    Das Gitter aus halbtransparenten Stäben streut das Licht, leitet aber auch teilweise und dürfte eine viel gleichmäßigere Verteilung machen als die liegende 8 der meisten Filemant-LEDs.

    Leider gibt es für UK drei kostenlose Versandoptionen und zwei für ca. $26, für Deutschland nur die beiden teuren. Hat jemand alternative Quellen?

    • OK Eric bei BestGadgets.ch erfährt man unter Shipping and Payment, dass es angeblich auch Global Free Shipping per Post Air Mail als Alternative zu kostenpflichtigen DHL/UPS/EMS gibt, wenn man sich bis zu 45 Tage gedulden mag. Aber auch auf diesem Portal findet man keinerlei Effizienzangaben und die 50000hrs Lebensdauer dürften wohl eher Wunschdenken sein bzw. was immer „Average Life“ im Einzelfall bedeutet.

      • Ja, ziemlich krude, inkonsistente Angaben. Wie bei einigen Chinesischen ebay-Händlern, die auch gerne das hinschreiben „customers like to read it. otherwise they wont buy…“.
        Hier noch ein besonderes Rabattangebot, das sich eine namhafte Firma nicht leisten kann: „as well as Big discount for Great order,We write a lower customs price for you“.

      • Danke, aber die Versandkosten sind wieder nur allgemein vom Land unabhängig gehalten. Der Buy Now – Link geht zu Aliexpress mit den bekannten Problemen.

        In Deinem anderen Link zu ebay.uk finden sich jetzt übrigens auch 12 V – G4 – Ersätze mit zwei kurzen Filamenten drin. Wäre spannend, wenn es die mal einzeln zu kaufen gäbe, denn für Eigenbastel sind die 60 V recht unpraktisch (wenige Konstantstromnetzteile geben mehr als 30 V ab, Berührungsschutz wird kritisch).

    • Wegen der kleinen Fliegen muss man sich keine großen Sorgen machen. Die fliegen nicht auf LED-Lampen. Vielmehr zeigen Insekten offenbar einen LED-Lampen-Fluchtreflex.
      Nun könnte man meinen, dass dieses TV-Feature eines Laternenherstellers eher auf die PIR-Sensoren der Alarmanlage zurückzuführen wäre und der fehlende IR-Anteil des LED-Lichts den Motten-Flatter-Schatten ignoriert, aber dagegen spricht auch folgende Beobachtung (von Frau Sch. aus C): „Seit in unserer Straße LED-Lampen aufgestellt wurden, sieht man kaum noch Fledermäuse. Offensichtlich bleiben die Insekten weg (oder die Fledermäuse?)“

      • [quote=Hans]Offensichtlich bleiben die Insekten weg (oder die Fledermäuse?)“[/quote] Wohl primär die Insekten. So weit ich mich entsinne, reagieren viele Insekten auf blaues bzw. UV-Licht. Davon machen auch die Insektenkiller Gebrauch. Vor vielen Jahren haben sich die Biologen wegen der Werbebeleuchtung beschwert. Viele Fabrikgebäude wurde großflächig bestrahlt, oft mit effizienten aber UV-haltigen Hg-Hochdruckdampflampen o.ä. Das hat die Insekten bei ihrer Nahrungssuche irritiert. Ausgestorben sind sie trotzdem nicht, aber das ist eine andere Sache. Für die Fledermäuse war das praktisch ein gedeckter Tisch. LED-Licht ist für viele Insekten weniger attraktiv, was ja auch viel natürlichere Randbedingungen schafft. Um die Fledermäuse braucht man sich nicht zu sorgen, die leben dann auch natürlicher, nach alter Väter Sitte und wie es seinerzeit Griffin in „Listening in the Dark“ beschrieben hat – wenn ich mich recht entsinne.

      • Der Verkäufer hat geantwortet:
        Sorry, we do not ship the normal post mail to Germany. Only the express can pass your customs, if the parcel have electronic product.

        Will heißen, die billigen Massensendungen werden von Zöllnern gefilzt, die alles, was ihnen nicht koscher vorkommt, aussortieren, egal ob es wirklich gefährlich ist. Die Expressdienste machen Selbstverzollung und gucken nur auf die monetären Zollrichtlinien. Dafür nehmen sie neben dem höheren Porto auch gerne noch 10 – 30 € Zollvorlagegebühr.

        Habe das neulich erlebt mit einem Windows-Tablet aus China, das ich zusammen mit einem Zöllner, der gerade aus der Ausbildung war, auspacken durfte. Der hat sich über das aufgeklebte, aber mal zur Abwechslung echt aussehende CE-Zeichen und die nur auf chinesisch und englisch vorliegende Bedienungsanleitung mokiert und aus die Maus. Habe das gleiche Teil dann nochmal neu aus Lager in UK bestellt, kam problemlos und funktioniert allemal besser als meine Markentablets von HP und Dell.

  12. Ob es für die Filament-Lampen überhaupt einen großen Markt gibt? Die Meisten haben ja geschlossene Leuchten. Luster und Kronleuchter sind ja eher selten

    • Da die Abstrahlcharakteristik denen der Glühlampen am ähnlichsten sind, sind sie gerade für geschlossene Leuchten geeignet, denn statt nur der halbe wird damit der ganze Lampenschirm gleichmäßig ausgeleuchtet. Die Lampen, die für Glühbirnen konzipiert wurden, brauchen ein gutes Retrofit-Leuchtmittel. Ein guter Einsatz sind auch die typischen ovalen Kellerlampen.

      • Oder beispielsweise Lampen mit einem Reflektor hinter der Glühbirne. Ich habe z.B, einige Steinel RS16L. Hier hätten Fadenlampen-Retrofits echte Vorteile. Aber die gibt es derzeit nur in schwach und gelb. Deshalb lebe ich mit neutraleren „übermotorisierten“ LEDs.

        • Kleiner Einwurf: Vielleicht könnten wir, der besseren Verständlichkeit halber, weiterhin die Begrifflichkeiten Lampe/Leuchte sauber trennen. Bei einigen Kommentarteilen („Die Lampen, die für Glühbirnen konzipiert wurden …“, „Lampen mit einem Reflektor hinter der Glühbirne …“) komme ich schon leicht ins Straucheln. 😉

          • Es ist ja grundsätzlich richtig zwischen Lampe und Leuchte zu unterscheiden und wie wir an anderer Stelle schon mitbekommen durften, können Jürgen und Lichtpeter diese „Begrifflichkeiten“ prinzipiell durchaus trennen. Es ist aber schon vetrackt mit dem allgemein tradierten Sprachgebrauch: Sollen wir jetzt Stehleuchte oder Taschenleuchte sagen?

          • Natürlich Stehleuchte – so wird’s ja selbst bei Lidl oder Aldi genannt. Darin können dann sowohl hängende, stehende oder horizontal ausgerichtete Lampen als auch integrierte LED-Module montiert sein.

            Und „Taschenlampen“ kommen in diesem Blog aus guten Gründen nicht vor – da muss ich mir schon keine Gedanken drüber machen. 😉

  13. Ich habe ja auch lange die Filament-LED-Leuchtmittel als Nischenprodukt bzw. etwas überflüssiges Retro-Design-Objekt für Ewiggestrige betrachtet, zumal anfänglich noch einige Nachteile sichtbar waren.

    Mittlerweile denke ich, dass die Dinger berechtigterweise einen hohen Anteil am Retrofit-Markt haben und haben sollten. Ich sehe plötzlich auch in meinem eigenen Umfeld viele Leuchten, in denen die Dinger wesentlich sinnvoller untergebracht sind als die bisherigen Kompakt-Leuchtstofflampen oder ‚Hauben-LED-Leuchtmittel‘. Dazu kommt der typisch gesteigerte Wirkungsgrad. Nachdem ich mittlerweile auch Filament-Leuchtmittel mit größerer Helligkeit, guter Lichtqualität, flimmerfrei, und sehr sauber dimmbar, ausprobiert habe, möchte ich die nicht mehr missen.

    Das Problem ist nur mal wieder der viele Schrott, der ausserdem verkauft wird. Aber u.a. dafür gibts ja dieses Blog…

    – Carsten

    • Eigentlich sind die Filament schon ein guter Ersatz für Glühbirnen. Gerade weil sie dieser so ähnlich sind.
      Aber ich verbinde sie immer noch mit schwach, gelb und meist flimmernd. Und diese 3 Dinge mag ich nicht.

  14. [quote=Wolgang Messer] Und „Taschenlampen“ kommen in diesem Blog aus guten Gründen nicht vor – da muss ich mir schon keine Gedanken drüber machen. [/quote] Das kann man ändern. Habe 2 kleine Billigtaschenlampen als Waschmaschinen und Wäschtrocknerbeleuchtung in der Waschküche installiert. Die werden zusammen mit dem Licht von einem Bewegungsmelder geschaltet. Dazu die Elektronik auch den Taschenlampen raus und mit einem kleinen Stromtreiber angesteuert. Aber das wird jetzt zu offtopic

  15. Also die dimmbare 1000 Lumen E27 Filament von greenandco, die ich hier habe, scheint ein solides Produkt zu ein, und die anderen Testexemplare von Soft-LED, LCTW und Girard Sudron machen auch einen sehr guten Eindruck. Ja, mit deinem 4000K Fetischismus bist Du da natürlich grundsätzlich in einer schlechteren Ausgangsposition, nicht nur bei Filament-Retrofits. Die Filament-Leuchtmittel, die ich vor einiger Zeit mal bei Möbel-Boss gesehen habe, waren allerdings auch flimmerfrei, und lagen ganz sicher Richtung 3200-3500K, waren selbst für mich noch nicht unangenehm kühl. Wird es sicher auch demnächst vermehrt geben.

    Die Chinesen bieten ja schon 2700/4000/6500 abgestuft an.

    – Carsten

  16. Nebenbei, wer mal durch die Lampenabteilung größerer Möbelhäuser oder Baumärkte geht, wird sicher feststellen, dass bei integrierten LED Leuchten fast durchgängig kein warmes 2700K Licht mehr verwendet wird, sondern eher Richtung 3000-3200K, teilweise bis zu 4000K, das ist alles deutlich kühler als früher zu Glüh-/Halogenzeiten. Ohnehin sieht man kaum noch solche Leuchten mit klassischer Glühlichtausstattung, weit über 90% scheint mittlerweile LED zu sein.

    Da scheint sich also ein Wandel anzudeuten, die Lichtdesigner bevorzugen offenbar bei den repräsentativen Wohn- und Esszimmerleuchten ganz klar die etwas kühlere Abstimmung und haben jetzt eher die Wahl als früher. 2700K scheint mehr den Retrofit-Markt zu dominieren. Von daher besteht Hoffnung für Jürgen…

    Carsten

    • Meine Rede (seit meiner ersten LED-Lape). Das ist kein 4000K Fetischismus sondern eine Befreiung aus der Notverordnung der niedrigen Glühtemperaturen und des Planckschen Strahlungsgesetzes. Die 2700K wurde nicht gewählt, weil sie so tageslichtählich wären, sondern weil man mit Glühdrähten eben nichts heißeres und damit tageslichtähnlicheres hinbekommt, obwohl man schon auf Wolfram ging. Dieser Notgeburt dann einen Ra-Wert von 100% zuzuschreiben halte ich bestenfalls für eine Anlehnung an die Gewohnheit ohne wirkliche Alternative (damals bei Einführung der ersten Leuchtstofflampen).

      Diese Zeiten sind nur vorbei. Die LED-Beleuchtung hat uns davon befreit. Warum also freiwillig wieder unters Joch gehen und sich selbst beschränken – pathetisch gesprochen.

      Habe von Anfang an etliche Lampen mit 3600K aus China direkt importiert. Und zwar vor allem wegen der 3600K. Diese Farbtemperatur wird auch von den meisten Gelblichgewöhnten nicht nur klaglos akzeptiert, sondern sogar als angenehmer empfunden. Nach einigen Monaten erscheinen dann auch 4000K als nicht mehr abwegig.

      Und mittlerweile schiele ich in Richtung 5000K – wobei man mit 4000K schon aus dem Gröbsten raus ist. to be continued 🙂

      Mag natürlich in einem Lichtspieltheater ganz anders sein. Hier hat das Ab- und Aufdimmen eine ganz andere Funktion und Emotionalität. Da macht dann u.U. sogar so ein sunset dimming Sinn.

      • Da bist du wohl eine Ausnahme mit deinem Licht-Geschmack. Ich will warmes LED-Licht. Ich hab auch nie verstanden, warum 4000 K dem Tageslicht entsprechen soll. Denn an einem sonnigen Tag hat man auch warmes gelbliche Licht und nicht kaltes. Jedenfalls empfindet man es so.

        • 4000K ist ja auch keine Tageslichttemperatur. Die liegt eher bei 5000K. Die Drucker wissen das schon lange. Die mustern unter Normlicht D50 (5000K) ab.
          Und Arbeitsstätten sind in der Regel ebenfalls >=4000K ausgeleuchtet. Das ist eben tageslichtähnlicher, damit „natürlicher“, auf Dauer angenehmer und weniger ermüdend.

          Beispiel: LÄNDERAUSSCHUSS FÜR ARBEITSSCHUTZ UND SICHERHEITSTECHNIK (LASI): „Nach neueren physiologischen Erkenntnissen sollte die Farbtemperatur des Lichtes etwa 4.000 K betragen. Das entspricht Lichtquellen mit neutralweißer Lichtfarbe. Die Kombination von Lichtquellen warmweißer Lichtfarbe mit Tageslicht ist weniger günstig“

          Auch wenn meine Annäherung an 4000K primär von meinem Wohlbefinden bestimmt war, wird das durch physiologische Untersuchungen bestätigt. Das sind natürlich statistische Aussagen. Deshalb: suum cuique.

          • Lustigerweise just zur Präferenz für 2700K vs. 4000K grade wieder eine eigene Erfahrung gemacht:

            Wir haben seit Anfang Januar eine Wohnung an eine syrisch-kurdische Flüchtlingsfamilie vermietet. Die Grundausstattung der Wohnung, teilweise auch Deckenlampen, wurden von einer von der Stadt beauftragten Dienstleistungsfirma vorgenommen, die haben da teilweise gebrauchte/gespendete Ausstattung besorgt, teilweise bei Ikea eingekauft – darunter zahlreiche 5€ Deckenlampen und Ledare Doppelpacks. Dass die 400Lumen Ledare nicht für 1*E27 Deckenlampen reichen würden, war mir schon klar, als ich die Sachen beim Ausladen gesehen habe. Als ich die magere Helligkeit in der Küche wahrnahm, blieb mir erstmal nichts anderes übrig, als denen aus der Grabbelkiste vor Ort noch eine 100W Glühlampe reinzudrehen. Meine eigenen Bestände lagern ein paar 100km weiter nördlich.

            Bei einem Besuch bei der Familie vorgestern fragte mich dann der Sohn der Familie, ob man nicht andere Lampen installieren könne, man hätte gerne ‚weisses Licht, nicht gelbes’…

            Dass die Bewohner südlicher Gefilde eher kaltes Licht bevorzugen, ist ja nichts Neues, aber so eindeutig aus persönlicher Betroffenheit heraus formuliert hatte ich das bisher noch nicht 😉

            Die wollten Leuchtstoffröhren installieren, und ich habe aus Kosten- und Verfügbarkeitsgründen erstmal Fertigleuchten mit T8-840 besorgt, die später mal auf LED umgebaut werden.

            Ich hoffe, ich kann die mittelfristig von den Vorteilen der etwas teureren LED Leuchtmittel überzeugen. Habe ja immerhin genug Material zum Vorführen.

            – Carsten

        • Ich bin auch so eine Ausnahme (und nicht die einzige in meiner Familie) 😉

          Die Wahrnehmung, Sonnenlicht sei gelblich, ist übrigens trügerisch. Sommerliches Mittagssonnenlicht hat ca. 5500 K und wirkt nur im Kontrast zum blauen Himmelslicht im Schatten gelblich. Tatsächlich ist Sonnenlicht ziemlich reinweiß.

          Erkennbar auch am Mondschein, der ja nichts anderes als reflektiertes Sonnenlicht ist: Obgleich der Mond eine leicht bräunliche Oberfläche hat und daher weniger Blau reflektiert, erscheint das Licht des hoch stehenden Vollmondes „kaltweiß“.

          Hinzu kommt, dass Sonnenlicht fühlbare Wärme liefert, was dann das „kaltweiße“ Licht (real) warm macht. Nahe dem Äquator wirkt das mittägliche Sonnenlicht tatsächlich nicht mehr gelblich, sondern knallweiß (man möchte fast ein wenig bläulichen Schein darin sehen). Und dabei nicht im mindesten kalt.

          • Es fällt mir oft auf Fotos auf, dass das direkte Sonnenlicht viel wärmer ist als die Reflektion des blauen Himmels in Schattenbereiche, also da, wo kein direktes Sonnenlicht hinkommt.
            Ich frage mich, welche Farbtemperatur es so wohl im Schatten bei blauem Himmel gibt? Die ganz hohen Farbtemperaturen von jenseits 8000K werden ja im allgemeinen bewölktem Himmel zugeordnet. Ich frage mich, ob nicht der blaue Himmel noch viel kühler sein müsste?

  17. „Ich hoffe, ich kann die mittelfristig von den Vorteilen der etwas teureren LED Leuchtmittel überzeugen.“

    Würde mich wundern, die werden andere Prioritäten haben.
    Die 5 EUR Leuchtstofflampen mit EVG aus dem Baumarkt machen ein schönes neutrales Licht (4000K) und können bei Bedarf kostengünstig auf 6700K umgerüstet werden. Kein merkliches Flimmern, schnelles Einschalten, ordentlich hell. Hatte und habe ich auch. Einige sind mittlerweile durch LED ersetzt, mindestens 3 sind noch da. Zwei davon sind mittlerweile durch LED Röhren „verstärkt“.
    Zeitweise war bei den Baumarktleuchten das Gehäuse nicht geerdet, was wahrscheinlich nicht VDE-konform ist. Aber VDE ist auch nicht gerade eine levantinische Priorität.

  18. Gegenwärtig ist für die noch nicht durchschaubar, wie und wann sich höhere Stromkosten konkret für sie auswirken werden. Aber beim Wasser war ihnen immerhin klar, dass es Geld kostet. Und die 5€ Baumarkt T8-36 mit EVG sind halt echt viel Licht für ganz wenig Geld.

    Eigentlich hätte ich der Dienstleistungsfirma sagen sollen, dass 400Lumen nicht zur Raumbeleuchtung taugen, damit die zukünftig etwas beratener kaufen, aber wollte nicht anmaßend wirken.
    Die 1000lm Ledare kostet fast das Vierfache der 400Lumen Variante, klar, da greift man eher beim günstigen Doppelpack zu. Immerhin hat man bei Ikea ja keine Wahl mehr zwischen LED und irgendwas anderem.

    – Carsten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.