Aldi Nord holt wieder den großen „MeLiTec“-LED-Hammer ’raus (Update)

Jede Menge LED-Leuchtmittel von „MeLiTec“ mit vielfach sehr hohem Farbwiedergabeindex (Ra >90) und teils sogar dimmbar bietet Aldi Nord ab dem 29. Januar an. Umso erstaunlicher sind die günstigen Preise.

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Aldi-Nord-MeLiTec-01-15-2-kleinDie Stichwörter „Aldi Nord“, „LED“ und „MeLiTec“ lösen bei vielen LED-Fans schöne Erinnerungen und bei den meisten LED-Händlern oder -Markenherstellern Stresspickel aus. Dass es diese höchst unterschiedlichen Reaktionen auch 2015 wieder geben wird, hatte ich schon in meinem launigen Ausblick auf’s LED-Jahr für September prophezeit.

Nun ist es bereits im Januar soweit: Knapp 10 Euro für ’ne dimmbare, „warm-weiße“ 12-Watt/E27-LED-„Birne“ aus Ense im Sauerland mit 1055 Lumen Lichtstrom (ersetzt mindestens 75-W-Glühlampe), über 200 Grad Halbwertswinkel und Farbwiedergabeindex Ra >90; nur rund 20 € für eine „neutral-weiße“ 1,50-m-LED-Retrofit-Röhre mit 24 W, ca. 2400 lm und Ra >90 (Screenshot ganz oben); oder jeweils schlanke 5,99 € für drei LED-Spot-Varianten mit 7 W, 3000 Kelvin, 345 lm und Ra >90 (Screenshot rechts oben, zum Vergrößern anklicken) – das sind nur drei der über ein Dutzend Hammerangebote, die schwer daran zweifeln lassen, ob in diesen Beträgen noch eine nennenswerte Gewinnspanne stecken kann.

Der Chef setzt auf Effizienz und Leidenschaft

Gegenüber den letzten Aldi-Nord-Angeboten dieser Art wurden Auswahl, Effizienz und Lichtqualität teils nochmal erhöht, jedoch ohne Dreh nach oben an der Preisschraube. Dass „MeLiTec“ diese Quadratur des Kreises nicht durch übertriebene Leistungsangaben erreicht, darf angesichts meiner bisherigen Testergebnisse und Laborwerte vorausgesetzt werden.

Geschäftsführer Raimund Köhler setzt stattdessen konsequent auf immer effizientere Produktions- und Designprozesse sowie eine große Portion Leidenschaft für exzellentes LED-Licht, das er möglichst vielen Kunden zu bezahlbaren Preisen anbieten möchte. „Wir wollen einen deutlichen Vorsprung vor den ‚Billigheimern‘ haben und halten“, erklärte Köhler im Gespräch mit dem Fastvoice-Blog. Für die nahe Zukunft dürfen Sie da noch mit weiteren Überraschungen rechnen.

Eigenwerbung Juni 2014

Billiger angeboten werden bei Aldi Nord diverse „MeLiTec“-Lampenmodelle mit durchschnittlicher Farbwiedergabe (Ra >80). Hier starten die Stückpreise jetzt schon bei knapp 2,50 Euro für diese GU10-LED-Strahler mit 200 bzw. 260 lm (im Zweierpack für 5,99 €). Spätestens hier können Sie eine der Top-Ausreden der LED-Skeptiker („viel zu teuer, da sparst Du nix!“) komplett in die Tonne treten, sollten jedoch in dieser Preislage noch keine allzu hohen Ansprüche an Licht-, Material- und Verarbeitungsqualität stellen.

Aldi-Nord-MeLiTec-01-15-3-kleinAllerdings sind nicht alle LED-Leuchtmittel, bei denen Aldi Nord dieses Mal „MeLiTec“ drüber schreibt, tatsächlich von „MeLiTec“. Die „Spezialeinsatzgebiete“-Lämpchen für 2,99 € (Screenshot links, zum Vergrößern anklicken) stammen nämlich von „lifelight“ – diese Wortmarke hat nichts mit den Sauerländern zu tun, sondern gehört einem anderen Aldi-Stammlieferanten namens Medion AG in Essen.

Update 21.01.: Nach meinem entsprechenden Hinweis hat „MeLiTec“ inzwischen Aldi Nord erfolgreich um Korrektur dieser falschen Angabe gebeten.

Update 22.01.: Für Mitte nächster Woche wurde mir die Lieferung von zwei Ra-90-Modellen zugesagt, die ich als stellvertretendes „Test-Sample“ ausgesucht hatte.

Update 29.01.: Mein Test mit Laborwerten der beiden Lampen ist jetzt online – Messdaten von weiteren Modellen folgen.

Mehr zum Thema:

Blitztest (Teil 1): Wie gut sind die neuen MeLiTec-LED-Lampen bei Aldi Nord?

Blitztest (Teil 2): Wie gut sind die LED-Fadenlampen bei Aldi Nord?

Blitztest: Zwei farbtreue „MeLiTec“-LED-Lampen von Aldi Nord

MeLiTec-LED-Lampen bei Aldi Nord: 14 Modelle, aber nur zwei Preise

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54 Gedanken zu „Aldi Nord holt wieder den großen „MeLiTec“-LED-Hammer ’raus (Update)

  1. Schon klar: alles muss raus, bevor die LED-Fadenlampe aus China mit demnächst eventuell besserem Licht und vermutlich sogar „more bang for your bucks“ den Markt für die Pseudobirnen mit Kühlmanschetten platt macht.

  2. Also vom Hocker hauen mich die Preise für E14, E27, GU10, GU5.3 nicht. Wobei ich sagen muss das mir persönlich an den meisten Einsatzstellen RA90 keinen Aufpreis wert wäre. Freue mich aber über jede Gelegenheit wenn es irgendwo günstig LED-Röhren gibt und hoffe daher das es dieses Angebot auch in den Süden der Republik schafft – die Spezifikation mit 100 Lumen/Watt hört sich gut an und ist nur wenig hinter dem was Osram/Philips momentan an Lm/W schaffen.

  3. Da werd ich wohl mal zuschlagen, vor allem mal die 10 Stück 35W-GU5.3 Halogen auf LEDs umrüsten – hoffentlich macht der Trafo mit, sonst hab ich hier ja noch einen rumfliegen.
    Dann noch 2 60W-Birnen,nochn paar 25er, das reicht dann.

  4. Hallo,
    Mit geschultem Blick kann ich Ihnen sagen, wenn ich mir die Lampen anschaue:
    Das sind die billigsten LEDs Modele die es gibt bei den Chinesen. Ich meine Von Material der Gehäuse. Einziges gutes daran : CRI90
    Als wir auf die Messen mit LED Lampen gingen, hatten wir täglich Besucher die die LED Lampen beschimpft haben, da die enttäuscht sind und Ihren Frust bei uns abgelassen haben. Als wir fragten was und wo die Menschen gekauft haben. Der Antwort lautete: ALDI, Supermärkte, Zimmermann usw.
    Eine traurige Bilanz nach immer wieder kehrende Müll Deponie Verkäufe über die Super Riesen Märkte.
    Fazit: wir billig kauft, zahlt am Ende das Doppelte beweist sich immer wieder. Auch ich falle immer wieder herein wenn ich im Baumarkt eggend was kaufe.
    Die Lösung: Fachartikel bei Fachhändler erwerben. Die 2-3€ mehr Kosten werden schon lohnen.
    Vor einigen Jahren war es immer noch sehr schwer – perfekte LED Lampen zu bauen und man hatte immer wieder kleine Reklamationen. Mittlerweile gibt es die Technologien wo eine Reklamation Ratte von unter 0,2% liegt und LED Lampen das wirklich perfekte Licht liefern.
    Die Filament Lösung die seit 2014 auf dem Markt gibt finde ich soeben genial. Bei den Kugel und Kerzen Förmigen Lampen wird das weiterhin durchsetzen.
    Von ALDI, IKEA und Co. Würde ich die Finger weg lassen.

    • Kann ich nicht nachvollziehen. Zumindest Aldi hatte bei Leuchtmitteln was die Standardgewinde 27 und 14 angeht immer tadellose Produkte. Bei ESL hatten die Aldilampen ein sehr angenehmes Licht, das ich bei den Platzhirschen Osram und Philips so leider nie bekommen habe, trotz doppeltem Preis.

      Den Filamentramsch zu promoten, nun ja, Sie sind Händler (augenscheinlich eBay und Marketplace, von der professionellen Kommunikationsweise abgeleitet) und machen indirekte Werbung, man muss wohl sehen, wo man bleibt. Aber die Fehler der Glühfadensysteme (erschütterungsempfindlich, hitzeempfindlichkeit) und bis dato miserable Farbwiedergabe und höchste Ausfallrate (einfach mal Bewertungen bei Amazon zu Filamentlampen durchlesen) sind ganz sicher nicht die Zukunft. Wäre das Konzept tauglich, wäre es bereits Standard, weil einfacher und billiger in der Herstellung.

      • Zugegeben, die LED-Filament-Retrofitlampen sind bis dato noch nicht perfekt und könnten bei der Farbtreue noch zulegen (das Potenzial wäre aber schon absehbar) – ebenso was die ohnehin bereits weit überlegene Effizienz betrifft, um damit auch noch die 700..800 Lumen der 60W-Allgebrauchsglühbirne mit begehrter leuchtenkompatibler Rundum-Abstrahlung günstig abzudecken. Seit Ende letzten Jahres habe ich die in klarer und matter Ausführung in Gebrauch und kann die meisten schlechten Kundenbewertungen auch nicht nachvollziehen. Die beziehen sich aber ausschließlich auf andere Fabrikate als meine und so kurz nach der Einführung gibt es natürlich auch jede Menge schwarze Schafe – insbesondere bei den E14-Sockeln, wo einfach der Platz fehlt für eine geeignete Ansteuerschaltung. Von Hitze- & Erschütterungsempfindlichkeit wie bei den Fadenglühlampen kann aber schon gar nicht die Rede sein. Wer das behauptet, hat so ein Teil wahrscheinlich noch nie in der Hand gehabt, geschweige denn in Gebrauch.

        • Naja, das ein Glaskörper bruchanfälliger ist, als ein Plastikgehäuse, dürfte klar sein. Und das aufgehängte LEDs instabiler sind, als fest angebrachte doch auch.

          Ich sehe auch noch nicht, wo da die Revolution wartet? Farbwert, Energieverbrauch und Lebensdauer im Vergleich zu Standard-LEDs durch die Bank schlechter. Herkömmliche strahlen eher nach vorne, Filament eher zur Seite.

          Braucht es denn die Filaments überhaupt, oder sind sie nicht bereits überholt? Für punktuelle Beleuchtung sind derzeitige Retrofits besser geeignet, weil sie nach vorne ausleuchten. Für große Raumbeleuchtung sind schon neue Konzepte wie Kacheln oder ähnliches in der Entwicklung, wo die Helligkeit passiv bzw blendfrei erfolgt, ähnlich wie bei einfallendem Sonnenlicht.

          Außer merkwürdig konstruierten Schmucklampen, fällt mir kein Anwendungsszenario ein. Glühlampen hatten das schönste Licht, aber dabei vergisst man, das Licht technische Gestaltungsmöglichkeiten damit eher beschränkt waren. LEDs bieten hier ganz neue Möglichkeiten, die Form der Glühbirne würde die Möglichkeiten nur künstlich einschränken.

          Wichtig ist doch nur, die Leuchtquelle wechseln zu können. Jedes Mal komplette Lampen zu erneuern, dazu wird es nicht kommen.

          • Vorurteile kann man haben, muss sie aber nicht wie Wahrheiten posten.
            1. Die „aufgehängten“ Filaments sind an den flexiblen Stahldrahtträgern angeschweisst d.h. eher geht die Glasbirne kapputt und richtig: als Ping-Pong-Bälle sind sie trotzdem nicht so geeignet.
            2. Keine andere Retrofit-LED-Lampe kann es mit den besseren LED-Filament-Lampen aufnehmen bezüglich der Lichtausbeute sprich der Energie-Effizienz. Auch bei der Langlebigkeit wird hier mächtig aufgeholt und teilweise die der konventionellen schon überboten.
            3. Genau: austauschen und Ruhe im Karton – vor allem, wenn Schirmleuchten nachbestückt werden sollen und der Schatten-Äquator der hochkragigen Pseudobirnen stört. Für Spots sind in der Tat konventionelle LED-Strahler besser geeignet.
            Mein Tipp: LED-Filaments einfach mal selbst ausprobieren und wieder posten.

      • 🙂 ha ha. Die Filament Lampen 🙂 da warten wir noch. Die sind noch nicht FIT genug für EU. Ist alles in der Start Phase. Man muss etwas gedulden bis die Lampen besser währe. Ich selber nutze zuhause COB GU10 Lampen. SMD 3014 Chip. Und bei den Birnen den Phosphor LED.
        Am Anfang gab es auch bei den klassischen LED Lampen Probleme ohne Ende. Insbesonderer die DIP 5mm und 3mm LED.
        Osram & Philips. Die produzieren zu viel. Und bleiben offt 1-2 Jahre mit der Entwiklung zurück. Dann liegt das Zeug auf Lager und die Menschen hollen das Zeug von Gestern.
        Besten Gruss

    • Insbesondere die — bis auf die nicht überprüfbaren Aussagen Ihrer Messebesucher — argumentfreie Diskreditierung der Händler Aldi und Ikea halte ich für vollkommen abwegig. Beide haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie zu konkurrenzfähigen Preisen bis auf wenige Kritikpunkte gute bis sehr gute LED-Leuchtmittel vertreiben können und vermeintlichen Markenherstellern sogar überlegen sind, was die Farbwiedergabe betrifft.

      Wie mein Vorredner Lars schon schrieb, sind die Kundenbewertungen für Filamentlampen bislang mehr schlecht als recht. Bei einer Vorschaltelektronik, die anders als bei der ach so schlechten Konkurrenz komplett in den E27-Schraubsockel passt und damit offenbar an Bauteilen spart, ist eine verringerte Lebensdauer meines Erachtens auch nicht verwunderlich.

      So viel zum Thema „Reklamation Ratte“, wie Sie es nennen.

      • Stimmt schon, dass bei der Vorschaltelektronik platzmäßig gespart werden muss aber mit der Lebensdauer hat das nicht unbedingt zu tun. Fakt ist, dass der E27-Sockel zwar warm wird aber nicht so heiß, dass man ihn nicht anfassen könnte. In der Tat wird die Lampen-Lebensdauer zunächst durch die Erwärmung des Elkos begrenzt. Dazu gibts einschlägige Untersuchungen. Die Elkos in konventionellen LED-Lampen werden aber z.T. noch heißer. Allerdings gibt es inzwischen auch LED-Filament-Retrofitlampen, in denen der Elko durch winzige keramische Chipkondensatoren ersetzt wird, die immun sind gegenüber wärmebedingter Degradation. Die ganze ultraflach aufgebaute Vorschaltelektronik ist da nicht größer als eine 10-Cent-Münze und läßt noch jede Menge Platz im E27-Sockel:

        LEDfilament-Retrofit-Drivers

        … wobei es sich bei den Netzteilen links im Bild nicht um kapazitive Netzteile handelt, sondern um linear strombegrenzte mit dem unter „LED-Fadenlampe aus China -…“ am 30.12. von Juergen diskutierten Analogregler SM2082B, während rechts ein herkömmliches Schaltnetzteil über der 10-Cent-Münze abgebildet ist, das auch in den Schraubsockel passt – allerdings nur in solche mit Kunststoffkragen, weil auf der Platine kein Platz mehr ist für das Loch in der Scheibenmitte, das bei den anderen beiden den tieferragenden dünnen Gastüllenzapfen der Glasbirne aufnehmen muss, wenn man auf den zusätzlichen Kunststoffkragen verzichten will, um die Glühbirne optimal nachzubilden.

        Bezüglich der linken beiden auch mein Vorschlag vom 31.12.2014, statt der zwei teuren keramischen Hochvolt-Chipkondensatoren wie auf der unteren Scheibe über den billigen Hochvolt-Elko der oberen Scheibe einen hohlen Folienkondensator als verlustlosen Wechselstrombegrenzer zu stülpen, um damit auf den integrierten Linearregler SM2082B verzichten zu können, der laut dem BigClive-Teardown-Video 20% der eingespeisten Leistung verheizt, die zur Lichausbeute nicht mehr zur Verfügung steht und den Sockel unnötig erhitzt, was der Gesamtlebensdauer abträglich ist. Mit diesem Trick sollte es möglich sein, das restliche Quäntchen Energieeffizienz kostengünstig aus den Filaments herauszuholen, um letztlich auch die fehlenden 700 bis 800 Lumen der A60-Allgebrauchsglühlampe mit erhöhter Lampenlebensdauer abzudecken.

  5. Find das Angebot einfach toll. Für 5 Euro eine dimmbare RA >90 Birne kriegt man sonst nirgends. Eigentlich hab ich genug LEDs, aber wegen der besseren Farbwiedergabe werde ich wohl doch welche holen, das kriegt man sonst nirgends. Auch die hellere Variante für 10 und 9 Euro finde ich preislich attraktiv.

    Man kann nur hoffen, dass dadurch auch die anderen Hersteller endlich gezwungen werden, bessere Farbwiedergabe zu berücksichtigen. Das man quasi nur beim Discounter zeitgemäße LED Technik zu vertretbaren Preisen bekommt, ist bezeichnend!

    (bitte die auch hier geltende Namenskonvention bei Kommentaren beachten; „Glühbirne“ ist nicht zulässig / d. Red.)

    • Die Lorbeeren für solche Angebote gebühren vor allem einigen wenigen Zulieferern wie „MeLiTec“, „Müller-Licht“ oder „Carus“, die sich seit gut einem Jahr sehr um LED-Lichtqualität bemühen.

  6. Ich habe mir solche Golfbälle (P45, E27) direkt von Melitec bestellt, und zwar die Modelle L36 und L54. Ersteres Modell wird mit 3,0 W, CRI >90 und 250 lm angegeben, letzteres mit 3,5 W, ansonsten genauso. Der Support hatte mir vorher per Mail bestätigt, das neuere Modell sei wegen des Kostendrucks tatsächlich weniger effizient.

    In der Messung mit meinem KD-302 (das lt. Tests von Heise und Elektor auch kleinste Schaltnetzteile korrekt mißt) hatte die die L36 3,2 W statt angegeben 3,0, und die L54 3,1 W statt angeben 3,5. Ich vermute, dass in der L54 die gleiche Elektronik wie in der hier im Blog getesteten L55 verbaut ist.

    Die Leuchtstärke axial in ca. 80 cm Entfernung (und in einem Lampenschirm aus stark reflektierendem weißen Glas, der als 45°-Trichter schon fast eine Ulbricht-Kugel bildet), war bei beiden fast bis auf’s lx identisch (und auch mit einem ebenfalls mit 250 lm angebenen Golfball von Müller aus einer Aldi-Süd-Aktion).

    Auffällig war bei beiden Lampen ein deutlicher Stich ins Rote mit leichten Violett-Anteilen. Ich mache das am ersten Eindruck des an der weißen Wand gestreuten Lichts fest, ebenso im Vergleich mit dem an der Wand gestreuten Licht anderer Quellen. In der Nähe meiner Test-Stehlampe befindet sich ein mit Philips-LED-Leuchtmitteln (1x 9,5 W / 806 lm / E27 von 2014 und 3x 4 W / 330 lm / E14) von 2012 bestückter Leuchter. Sein Licht mischt sich gut mit Tageslicht oder dem Licht eines weiter entfernten, mit Energy-Saver-Halogen bestückten Leuchters. Sehe ich hingegen das Streulicht einer der beiden Melitec-Lampen und Tageslicht oder das Licht des Philips-Leuchters nebeneinander, so scheint das letzteres deutlich in Grün-Gelbe verschoben.

    Nehme ich hingegen ein deutlich gelb-grün-stichiges Leuchtmittel (aktuell Filament – LEDs von V-Tac und Müller und i-Glow-Golfbälle mit 5,5 W / 500 lm aus der Norma-Aktion von letzter Woche), so erscheint das andere Licht etwas rötlich.

    Warum scheint das an der weißen Wand gestreute Licht der Melitecs rotstichig? Am selektiven Zumischen eines eher schmalbandigen Rotpeaks scheint es nicht zu liegen, denn die genannten Philips-E14 von 2012 verwenden die gleiche Technik, allerdings als COB. Ebenso erscheinen ESLs oder T5- und T8-Röhren in der Regel nicht stichig.

    Ich vermute eher, dass zu empfindliche rote LEDs verbaut wurden und daher mehr rotes Licht als geplant zugemischt wird. Der Zusammenbau von diskreten LEDs verschiedener Farben erfordert sorgfältiges Binning, während high-CRI-LEDs bei denen der höhrere Rotanteil über die Phosphormischung eingestellt wird, in der Regel geringere Schwankungen aufweisen.

    Subjektiv machen die beiden Melitec-Lampen übrigens weniger schlimm rotstichiges Licht als die genannten drei anderen Lampen grünstichtig sind. Trotdem möchte ich keine der fünf getesteten Lampen in meinem Wohnzimmer haben.

    • Ich wuerde mich nicht wundern, wenn bei den aktuellen nicht dimmbaren Ra-90-„MeLiTec“-Lampen aus dem Aldi-Angebot nur ein Chip-Typ drinsteckt (warm-weiss). Bei den dimmbaren werden’s allerdings weiterhin zwei Typen sein (warm-weiss/rot). Soll unter anderem thermische Gruende haben, wie mir ein Voegelchen gefluestert hat 😉

      • Spannend. Warmweiße Chips mit ~100 lm/W gibt es ja schon länger, und wahrscheinlich ist es mittlerweile billiger als die gebastelte Lösung, wo mehr Bauteile gematcht (oder halt nicht) und verlötet werden müssen. Ledare und Müller HD haben ja auch keine auffälligen Rot-Peak mehr.

        Von der Effizienz hätte ich gedacht, gute rote oder orange-rote LEDs, die es ja durchaus mit 80 – 90 lm/W gibt, seien effizienter als eine blaue LED mit einem beigemischten roten Phosphor. Es kann aber sein, dass die entsprechenden Bins zu teuer sind.

        Warum thermische Gründe beim Dimmen? Der Farbort der high-CRI-Leds (z.B. lt. Datenblättern von Nichia) ändert sich nicht sonderlich mit der Leistung, und ich kann mir nicht vorstellen, dass bei der diskreten Lösung ein Controller die weißen und roten LEDs separat regelt, um die Farbtemperatur im Griff zu halten.

      • Bin mal direkt auf die Aldi-Nord-Seite gegangen. Die nicht dimmbaren Leuchtmittel haben eine neue Typennummer, also statt L55 jetzt L55-1, könnte also ein neues Innenleben sein.

        Die angegebenen Effizienzen sind rekordverdächtig für high-CRI-Lampen. Mit Netzteileffizienz braucht man dann über 100 lm/W bei den Chips. Die gibt es zwar, aber die höheren Selektionen waren bislang teuer.

        Interessant ist auch, dass die Strahler und T8-Ersatz-Röhren auch CRI > 90 haben sollen.

  7. Zusatzfrage:
    Wo finde ich eigentlich im Meßprotokoll den Farbstich des Weiß wieder? Ich meine damit ausdrücklich nicht die Wiedergabe einzelner bunter Töne, sondern den Gesamteindruck, den ein angesstrahlter weißer Gegenstand gibt.

    Ich habe dann mal beim Farbort (x und y im CIE 1931- Raum) angefangen. In den abgedruckten Diagrammen scheint das Kreuz immer genau auf der Schwarzkörperkurve zu liegen, insofern hatte ich erst vermutet, dass das Kreuz nur den nächsten Ort auf der Schwarzkörperkurve angibt. Das gilt insbesondere für die 11 W – Livarno (Lidl), der im Blogbeitrag ja aufgrund des Spektrums und der Wiedergabeindizes eine Tendenz zum Gelb-Grün-Stich bescheinigt worden war.

    Beim oben schon verlinkten Meßprotokoll der Melitec L55 liegt der Farbort tatsächlich minimal unter der Kurve, was man aber nur sieht, wenn man sich die Koordinaten in eingen größeren Plot des Farbraums einträgt (z.B. aus wikipedia). Die Abweichung ist sehr gering und entspricht etwa der Strichbreite des Kreuzes.

    – Reicht so eine geringe Abweichung bereits dafür, dass das Weiß nicht mehr als rein empfunden wird?
    – War die getestete Lampe zufällig besser abgestimmt als meine beiden Exemplare?
    – Liegt eventuell ein Fehler in dem Meßprotokoll vor (und normalerweise gibt der Farbort doch nur den Fit auf die Schwarzkörperkurve an)?
    – Finde ich den Stich im Weiß in irgendeinem anderen der angegebenen Parameter?

    Danke

    • Farbeindruckverschiebungen können in diesem Fall höchstens vom Spektraldiagramm und der Farbtemperatur abgeleitet werden, nicht vom Farbort, teils noch nicht mal von den Farbwiedergabe-Einzelwerten. Fehler im Messprotokoll schließe ich hier ganz frech aus.

      Im übrigen gilt mein Standardsatz: Messwerte haben meistens wenig mit dem subjektiven, individuellen Eindruck einer Lichtquelle zu tun – siehe hier. Da bin ich selbst mit meinen Einschätzungen – vor dem Vorliegen der Laborergebnisse – schon öfter schwer daneben gelegen.

      • Sofern der Farbeindruck des Lichts auf eine neutral reflektierende (weiße, graue) Fläche gemeint ist, kann man ihn durchaus aus den Farbortkoordinaten ableiten (so wie die Farbtemperatur selbst auch durch den Farbortvergleich mit Planck gegeben ist), ohne die genaue Spektralverteilung zu kennen. Das Stichwort heißt Metamerie, d.h. der gleiche Farbeindruck kann durch verschiedene Spektralverteilungen erzeugt werden (nur deshalb ist es ja überhaupt möglich mit LEDs und Leuchtstofflampen die Farbe von Glüh- oder Tageslicht zu imitieren).

        Generell gilt: Oberhalb der Planckkurve = Gelb-/Grünstich, unterhalb = Rosastich. Im Fall der verlinkten Melitec L55 ergibt sich aus den nach den Farbkoordinaten ein sehr moderater Rotstich auf neutralen Flächen. Auf farbigen Flächen kann das aber durchaus anders sein (hier braucht man dann in der Tat die Spektralverteilung der Lampe und der reflektierenden Fläche).

        • Kurzes Zitat aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel:

          Bei einer Änderung der Beurteilungsbedingungen wie Lichtart oder Beobachter werden unterschiedliche Farbvalenzen erzeugt.

          Der Farbeindruck ist also nie fuer jeden der gleiche.

          • Damit ist der Wechsel der Referenzlichtart z.B. von D65 nach A usw. gemeint, die unterschiedliche Farbtemperaturen haben. Aus verschiedenen zuverlässigen Quellen (nicht nur Wikipedia) ist aber ersichtlich, dass der Farbeindruck bei der Beleuchtung einer neutralen Fläche nur von der Anregung der drei Farbkanäle des menschlichen Auges abhängt (naturgemäß gewissen indidivuellen Schwankungen unterworfen, aber im großen und ganzen doch repräsentativ), so dass notwendigerweise Spektralinformationen verloren gehen und unterschiedliche Spektralverteilungen somit gleiche Farbvalenzen erzeugen können. Und diese Farbvalenzen des standardisierten Beobachters werden eben durch den Farbort ausgedrückt. Im Extremfall kann eine Spektralverteilung aus einer bestimmten Blau- und Gelblinie bei dem richtigen Mischungsvehältnis genauso aussehen (d.h. den gleichen Farbort haben) wie kontinuierliches Glühlampenlicht. Erst sobald farbige Oberflächen hinzukommen, wird der Unterschied erkennbar (o.g. Zweilinienspektrum würde alle Rottöne grau erscheinen lassen!).

        • Ich habe mal mehrere DC-Meßprotokolle durchforstet. Der angegebene xy – Ort liegt immer auf der Meßkurve oder um höchstens 0,005 y-Einheiten drunter. Ich vermute, dass wirklich nur die Koordinaten des nächsten Weißpunktes angegeben werden und die minimalen Abweichungen vom Näherungsverfahren bei dessen Bestimmung kommen.

          Ein interessanter Test wäre es, mit einer RGB-LED ein deutlich buntes Weiß einzustellen und dann zu gucken, was für Koordinaten ausgegeben werden.

          • Die Koordinaten sind schon richtig. Ich habe einzelne Spektralverteilungen mit dem Tool PlotDigitizer ausgelesen und die Farbvalenzen integriert – die x,y-Werte im PDF lassen sich damit wunderbar reproduzieren (bis auf einen gewissen Ablesefehler, da die Plots doch recht grob gepixelt sind). Diese kleinen Abweichungen können bereits sichtbare Farbverschiebungen verursachen (die Farbortabweichungen zwischen Tageslicht und perfektem Plancklicht sind von der gleichen Größenordnung), auch wenn das auf der Wikipedia-CIE-Karte so nicht zu erkennen ist.

  8. Dann müßten wir doch mal das Meßprotokoll von einer deutlich stichigen Lampe finden. Wenn es wieder bis auf Ablesungs-/Näherung-/Rundungsfehler knapp unter der Schwarzkörperkurve liegt, ist meine Theorie richtig. Wenn nicht, finden die selektierten Lampen Ihren Weg zum Test und der Rest zu mir 🙁

    • Zum Beispiel die Segula Bulb 4.9W liegt deutlich oberhalb der Planckkurve.

      Ach ja, ich benutze eine selbst geschriebene Programmbibliothek, die u.a. auch die Farbwiedergabeindizes berechnet. Die Algorithmen habe ich anhand von Wikipedia u.a. entwickelt und gegen Beispielrechnungen gecheckt, dass sie richtige Ergebnisse liefern. Z.B. kann ich auch die R1-14 der Messprotokolle aus der Spektralverteilung weitgehend (bis auf o.g. Ablesefehler) reproduzieren. Die numerische Integration erfolgt über eine Gauss-Legendre-Quadratur, die für diese Zwecke hinreichend genau ist. Die einfache Simpson-Regel würde aber vermutlich auch reichen.

      • Ja, die ist deutlich über der Kurve, aber das ist noch das alte Meßprotokoll, in dem die Position im Farbraum nicht geplottet ist. Ich werde mal suchen, ob ich in den neueren Protokoll doch noch ein abweichendes Beispiel finde.

  9. Guten Tag,

    können Sie auch etwas zu der Qualität der LEDs von lifelight sagen?
    Würde mich sehr interessieren.

    Vielen Dank

  10. War heute 14 bei Aldi. Da waren die meisten Lampen schon ausverkauft. Wollte eigentlich vorrangig die GU 5.3 12V Stiftsockelrefkletoren kaufen. Nix mehr da. War in 2 Märkten. Gekauft habe ich dann aus dem nur noch recht dünnen Sortiment 4 dieser GU10 HALED Reflektoren und eine 120cm Röhre. Röhre habe ich noch nicht getestet, kann ich aber gern noch berichten. Aber von den HALEDs bin ich absolut enttäuscht. Habe keinerlei Messtechnik, aber wenn die RA90 haben, fresse ich einen Besen. Das Licht ist in meinen Augen mind. genauso grünstichig, wie man es von vielen RA 80 Modellen schon kennt. Ich würde auf den ersten Blick sogar auf unter RA 80 tippen, oder aber zumindest einen miserablen R9 Rotwert. Wäre gespannt auf ein Feedback der Leserschaft, habe ich etwa 4 Montagsmodelle gekauft? Das kann ich mir kaum vorstellen.

  11. Ich habe mir gerade ein paar von den Aldi LED Lampen geholt und bin begeistert!

    Bisher hatte ich nur die billigen China Corn-LED Lampen im Einsatz, die im Treppenhaus zwar ein schön helles Licht machen, aber einen gelb/grünen Farbstich haben; und die China Filament LED Lampen, die zwar im ausgeschalteten Zustand toll aussehen und im angeschalteten Zustand auch sehr ansprechend aussehen – aber auch nur so lange wie man den Kopf nicht bewegt, denn sie flimmern schlimmer als jede LED Lampe, die ich je gesehen habe. Mir wurde von einer Filament LED Lampe nach zwei Minuten geradezu übel vom Geflimmer in den Augenwinkeln.

    Aber jetzt die ALDI Lampe: E27, 11W, 810 Lumen, Ra >90. Das Licht hat auf einer weissen Wand einen leichten Rotstich, der für mich nach einem Jahrzehnt mit gelb/grün-stichigem Energiesparlampenlicht eine sehr willkommende Abwechslung ist. Sehr wohnlich. In einem Raum mit Holzvertäfelung hat das Holz nun endlich diesen gruseligen Grünstich verloren und sieht jetzt wieder wohnlich honig-/bersteinfarben aus. Die Lampe gibt keine Geräusche von sich und vor allem flimmert sie nicht – beim Stifttest verwischt der Stift wie bei einer Glühlampe.

    Nun bin ich gespannt wie die Lampen hier im kommenden Test abschneiden!

  12. Wir betreiben ein denkmalgeschütztes Kino, da hat man etwas höhere Ansprüche an die Qualität des Lichtes. Habe mich schon länger damit beschäftigt, welche Anteile an unserer Beleuchtung vorrangig auf LED umgerüstet werden sollten, und wann unser persönliches Preis/Qualitätsoptimum erreicht ist. Heute war es zumindest für die Foyerbeleuchtung soweit, die 2,99€ für klare RA>90 Kerzenlampen mit 250Lumen und A+ dürften nicht mehr weit unterboten werden können (Typ Melitec L63).

    Ich habe heute fast knapp 180 Euro bei Aldi-Nord gelassen. Habe mir extra eine Gegend mit mehreren Märkten in kurzer Distanz gesucht, damit ich auch wirklich die beabsichtigten Modelle in ausreichender Zahl typgleich kriege und auch noch ein paar in Reserve dazu. Ist ziemlich ätzend, wenn nach 3 Jahren 5 Lampen kaputt sind und man dann munter Lichtfarben und Bauformen mischen muss. Andererseits können solche Lampen auch 10-15 Jahre halten, da habe ich keine Lust, mich potentiell derartig lange mit RA=80 festzulegen.

    Habe eine davon mal auf mein Testbrett geschraubt, zusammen mit einer 60W Glüh- und einer Filamentlampe (Norma, letztens im Sonderangebot). Wirklich sehr hell, und ein etwas besseres Spektrum zumindest ’nach Sicht‘ als die billige Filamentlampe. Absolut geräuschfrei, und zumindest laut meinem iPhone auch Flimmerfrei. Sockel aus Keramik, o.ä. schweres Synthetikmaterial, Kolben aus Glas, oder jedenfalls ein sehr schwerer, harter Kunststoff. Die Temperatur am Sockel frei stehend betrieben beträgt knapp unter 60 Grad. Die Leuchtmittel werden an mehrflammigen Deckenleuchten frei sichtbar betrieben, daher ist die ‚Kristallanmutung‘ dieser Kronleuchtertypen schon ideal. Ich hoffe, der Name Melitec steht für eine gewisse Haltbarkeit.

    Habe auch etliche der CRI>90 T8 Röhren gekauft, für unsere Vitrinen. Bisher war ich skeptisch, was die Wirtschaftlichkeit angeht, aber wenn die Dinger ansatzweise so lange halten wie man annehmen darf, dann wird das schon hinkommen. Ich kaufe für Publikumsbereich nichts mehr unter Ra<85-90. Muss man auch nicht mehr.

    Auf dem Rückweg nochmal kurz zu Ikea rein – auch da purzeln die Preise munter weiter.

    Ja – die Filamentlampen sind sehr schön, aber sie haben noch ein paar konstruktive Schwächen und müssen sich erstmal etablieren. Abgesehen davon denke ich, dass nicht jede LED Lampe aussehen muss wie ein Klon einer klaren Glühlampe, das halte ich für übertriebene Nostalgie. Da ist durchaus Luft auch für 'matte Kugelformen', ganz abgesehen davon, dass die LED Technik ja auch ganz andere konstruktive Feinheiten erlaubt (wie man eben gerade an den Filamentlampen sieht).

    Der Preiskampf allerdings, wird mörderisch.

    – Carsten

  13. Die beiden nebeneinander abgebildeten klaren Kerzenlampen von Melitec haben übrigens laut Kartonaufdruck unterschiedliche CRI-Werte. Auf der mit weissem Sockel steht Ra>90, auf der mit transparent-silbernem Plastiksockel >80. Wundert mich sehr. Mir scheint aber auch die Elektronik in beiden Typen leicht unterschiedlich zu sein, die mit dem transparent-silbernen Plastiksockel ist kleiner.

    – Carsten

  14. Zu den MeLiTec T8 LED-Röhren habe ich hier was geschrieben.

    Dazu noch hinterhergeschickt – weder die Müller-Licht (Aldi-Süd), noch die MeLiTec (Aldi-Nord) zeigen auf meiner Kamera irgendein sichtbares Flickern. Auch nicht wenn man ganz nah rangeht und so die Shutterzeiten auf extrem kurze Werte drückt. Die VISO-App triggert auf (kalibrierte) 100Hz, zeigt aber nur 4-5% Flickeranteil an.Das scheint konsistent zu sein. Also auch die T8 von MeLiTec flickerfrei.

    – Carsten

  15. Hallo,
    kann man bereits sagen, wann bei Aldi(-Nord) erneut LEDs im Sortiment sind? Wie oft kommen die Melitec-Teile zu Aldi, zwei- oder gar dreimal im Jahr?

    • Häufig wiederholen sich die Angebotszyklen ja jedes Jahr. Ich vermute deshalb: Ende Mai und Anfang Oktober könnte es wieder LED-Retrofits geben, Mitte November integrierte LED-Leuchten. Wenn man die Garten-/Außenleuchten-Aktionen nicht berücksichtigt, sind es wohl eher vier solcher LED-Angebote pro Jahr.

      • Vielen Dank Wolfgang, dann brauche ich die Leuchtmittel nämlich nicht für ein wenig mehr Geld bei Melitec bestellen.

        • Nicht alles, was es bei MeLiTec direkt gibt, wird auch in den Aldi-Angeboten auftauchen. Da ist es wohl teils vom Zufall abhängig, ob tatsächlich genau die Wunschlampen dabei sind.

          P. S.: Die von mir genannten Zeiträume wurden inzwischen von MeLiTec auf Nachfrage bestätigt. Ich empfehle in diesem Zusammenhang nochmal einen Blick auf den „September“-Eintrag in meinem nicht ganz ernstgemeinten Jahresausblick 2015. 😉

          • Ich wollte meine 10 Stück 20W-NV-Halo-Deckenspots im Bad gegen 10 Stück LED-Leuchtmittel austauschen. Die GU10-HV-LEDs in meinem Zimmer sind mir mit ihren 180 lm mittlerweile auch zu finster. Da muss was neues her.

          • Dann hat sich die Warterei ja gelohnt 😉

            Ich bin mir unschlüssig, welche LEDs ich für unser Bad (12 m²) kaufen soll. Entweder die mit 36°-Punkt-/Akzentbeleuchtung (L82) oder die mit 120° Abstrahlwinkel (L45). Gibt es da allgemein anerkannte „Regeln“ für die Wahl? Früher gab es ja ausschließlich Halo-Spots mit gleichem Lichtkegel. Mmh…

          • Da sich die Modelle nicht nur beim Abstrahlwinkel unterscheiden, wäre das fast schon „Äpfel mit Birnen verglichen“. Ich bin gerade dabei, das und mehr in einem neuen Beitrag aufzudröseln – bitte so lange nicht stören. 😉

          • Ist mir auch aufgefallen, dass die L45 ja auch einen u. a. höheren Farbwiedergabeindex haben. Also die LEDs darin sollten schon hochwertiger sein bei ansosnten identischem Preis der Leuchtmittel…

            Aber ich warte mal einen Artikel ab und störe nicht weiter 😉

  16. Meine MeliTec-Lampen – 12 V GU 5,3 – sind sämtlich bei rund zwei Stunden Betrieb pro Tag nach etwa einem Jahr ausgefallen. Am gleichen Trafo hängen seit drei Jahren noch problemlos Halogenlampen und noch deutlich länger eine OSRAM LED-Lampe.
    Die Leuchtmittel von Melitec scheinen billigster Chinaschrott zu sein.
    Ich werde die nie wieder kaufen.

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