LED-Tagebuch (KW 51/52): Stromschlag, Hue-Firmware-Schock, Backofen-Licht

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im „Blog-Telegramm“ und in der Google+-Community „LED-Beleuchtung“ – als LED-Tagebuch mit Updates und Ergänzungen.


Ovado-Zielo-R7s-gross
13.12.: Wieviel LED-Schrott immer noch in der EU landet, sehen Sie beispielsweise in einer aktuellen Meldung des europäischen Schnellwarnsystems RAPEX. Dort wird vor zwei Varianten einer nominell 10 Watt sowie 980 Lumen starken und ca. 8 cm langen R7s-LED-Retrofit gewarnt (dimmbar und nicht dimmbar), die von der deutschen Zielo GmbH bzw. unter der Markenbezeichnung „Ovado“ angeboten werden (Fotos der Rück- und Vorderseite: RAPEX/© EU).

Mit solch einer Lampe habe es bereits einen Stromschlag gegeben, weil sich das Vorschaltgerät innerhalb des Lampengehäuses mitsamt Verdrahtung lösen und frei bewegen könne – etwa während des Transports. Dadurch könnten spannungsführende Teile offen zugänglich werden.

Außerdem enthalte das Produkt zu viel Blei und stelle eine Gefahr für die Umwelt dar; die Richtlinien für das aufgeklebte RoHS-Logo würden nicht eingehalten. Diese dubiosen LED-Lampen unbekannter Herkunft liegen übrigens mit Farbwiedergabeindex Ra 70 auch weit unter der EU-Mindestanforderung für Innenbeleuchtung (Ra 80).

Update 23.12.: Apropos Stromschlaggefahr: Lidl ruft jetzt die seit 2014 in Deutschland und der Schweiz verkauften LED-Strahlerleuchten der Eigenmarke „Livarno Lux“ mit den Artikelnummern 94507 und 107133 zurück (PR-Foto).

Lidl-Briloner-LED-Strahler-RueckrufBei den als „LED-Spot mit Bewegungsmelder in Glanzchrom-Optik“ angebotenen Produkten von „Briloner Leuchten“ sei nicht auszuschließen, „dass Kunden bei der Benutzung der genannten Artikel einen Stromschlag bekommen können.“

Andere Farb-Varianten der 3 bzw. 3,5 Watt starken Strahler seien von dem Rückruf nicht betroffen. Die Artikel könnten in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden; der Kaufpreis werde erstattet – auch ohne Kassenbon.


real-X4-Life-12-15-gross
14.12.: Wenn Ihnen „Hue“, „Lightify“ und ähnliche Lichtsteuersysteme zu komplex oder zu teuer sind, können Sie diese Woche in den „real,-“-Märkten und im Online-Shop so eine Art „Smart Lighting“-LED-Trio für knapp 30 Euro kaufen (Prospektausschnitt oben, nachbearbeitet, gültig bis 19.12., regional unterschiedlich).

Die drei jeweils 7,5 Watt starken E27-LED-Retrofits der deutschen Elektronikmarke „X4-Life“ bieten sowohl „warmweißes“, dimmbares Licht mit 3000 Kelvin, bis zu 480 Lumen und 180 Grad Halbwertswinkel, als auch 15 RGB-Mischfarben mit vier Wechselprogrammen (pdf-Datenblatt und Bedienungsanleitung). Die Nennlebensdauer wird mit 25.000 Leuchtstunden und nur 10.000 Schaltzyklen beziffert, der Farbwiedergabeindex leider verschwiegen.

Gesteuert wird das Trio von einer Infrarot-Fernbedienung. Das Sonderangebot liegt mit 29,95 Euro für das Set aktuell am unteren Ende der Marktpreisspanne, zumal die Lieferung derzeit versandkostenfrei ist.


Hue-Bridge-2015-klein15.12.: Während Philips gerade erst neue Kooperationspartner für sein „Hue“-LED-Steuersystem vorgestellt hat, bekam ein Teil der bisherigen Nutzer einen gepflegten Tritt in den Allerwertesten: Wie mir ein Blogleser mitteilte, unterstützt das Netzwerk der Niederländer seit einem Anfang des Monats veröffentlichten Firmware-Update der neue Bridge 2.0 (PR-Foto links) keine Leuchtmittel von ZigBee-„Light Link“-Drittanbietern mehr (beispielsweise Osram-„Lightify“, Cree-„Connected“ und „GE Link light“).

Der „Hue“-Twitter-Account bestätigte inzwischen, dass die Einbindung und Fernsteuerung bei der Version 1.11 nur noch mit den „Hue“-Lampen und -Leuchten von Philips bzw. den offiziell zertifizierten „Friends of Hue“-Produkten funktioniert. Die Reaktionen von enttäuschten Kunden und App-Entwicklern sind entsprechend harsch.

Osram-Lightify-Steuerung-kleinMit „Revanche-Fouls“ der Konkurrenz ist vorerst offenbar nicht zu rechnen: Wie mir ein Osram-Pressesprecher auf Nachfrage versicherte, gebe es dort keine Überlegungen, ZigBee-„Light Link“-Produkte anderer Hersteller von „Lightify Home“ und „Lightify Pro“ auszuschließen – auch nicht die von Philips.  Bekanntlich kann man unter anderem einen Großteil der Funktionen von „Hue“-Leuchtmitteln via Osram-App (PR-Foto rechts) und ZigBee-Gateway steuern.

Wörtlich heißt es aus München:

„Wir sind überzeugt vom Prinzip des offenen Standards, das den Kunden die größtmögliche Wahl- und Kombinationsmöglichkeit bei seinen Smart-Home-Anwendungen erlaubt. … Intelligente Lichtlösungen sollten sich möglichst leicht in Smart-Home-Umgebungen integrieren lassen.“

Meine Hoffnung: Dass diese Erkenntnis von Osram zeitnah bis in die Niederlande durchsickert.

Update 16.12.: Philips war offenbar von der Heftigkeit der negativen Reaktionen auf das restriktive Firmware-Update seiner „Hue Bridge“ (PR-Foto oben) völlig überrascht und macht deshalb ’ne schnelle Rolle rückwärts. In einer Mitteilung des „Hue“-Entwicklerprogramms heißt es unter anderem:

„Im Hinblick auf die von unseren Kunden geäußerten Empfindungen haben wir entschieden, das Software-Upgrade zurückzunehmen, damit Leuchtmittel anderer Marken weiterhin und wie zuvor mit dem Hue-System arbeiten können. Wir arbeiten an der Rückabwicklung des Upgrades und werden in Kürze bekanntgeben, wann sie verfügbar sein wird. Philips fühlt sich weiterhin verpflichtet, unsere Kunden mit der besten ’Connected Lighting’-Erfahrung zu versorgen. Deshalb haben wir das ’Friends of Hue’-Partnerschaftsprogramm gestartet, damit Produkte und Plattformen anderer Marken reibungslos mit Philips Hue zusammenarbeiten. Kunden, die unzertifizierte Leuchtmittel verwenden, könnten weiterhin Inkompatibilitäts-Probleme feststellen – etwa, dass Lampen nicht bis ’off’ gedimmt werden und nicht die richtigen Farben oder Szenen erzeugen können.“

Wenn die alte „Bridge“-Firmware wieder verfügbar ist, werden die Nutzer von ihrer „Hue“-App darüber informiert. Möglicherweise müssen Sie nach dem „Downgrade“ zuvor mit unzertifizierten Leuchtmitteln programmierte Licht-Szenen wieder neu erstellen.

Update 18.12.: Laut „Hue“-US-Website geht’s heute in Deutschland, Belgien und den Niederlanden los, am Montag, 21.12, im Rest der Welt.


Trilux-Lumega-600-SG18.12.: Wie schnell amortisieren sich LED-Straßenleuchten (beispielsweise die kompakten Trilux-„Lumega 600 SG“-Modelle im PR-Foto rechts)? Das können Sie diverse Fachleute fragen oder Stadtkämmerer, die so eine Umrüstung schon erfolgreich absolviert haben. Dann hören Sie vermutlich Zeiträume zwischen rund fünf und maximal acht Jahren.

Sie können sich aber auch im Gemeinderat des niedersächsischen Ortes Breddorf erkundigen. Dort wird Ihnen ein Ratsmitglied der „Wählergemeinschaft“ erklären, dass man man mit der Umrüstung lieber noch eine Weile warten sollte, bis LEDs billiger werden. Aus „umliegenden Dörfern“ höre man nämlich, dass sich „LED-Lampen“ erst nach 20 Jahren rechnen.

Und da wir ja alle wissen, dass die Dinger dann meistens schon kaputt sind, liegt der Schluss nahe: Es lohnt sich niemals. Weiß der Teufel, warum dennoch gut drei Viertel der deutschen, österreichischen und Schweizer Kommunen inzwischen auf LED-Beleuchtung setzen. Die hatten vermutlich keine „umliegenden Dörfer“ als renommierte, ökonomisch-technische Ratgeber.

Update 30.12.: Das deutsche Bundesumweltministerium wird 2016 nach eigenen Angaben wieder Klimaschutzprojekte der Kommunen fördern. Dazu zählten beispielsweise Investitionen in LED-Beleuchtung. Neu sei, dass im kommenden Jahr auch wieder die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik bezuschusst werde. Anträge für eine Projektförderung im Rahmen der „Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative“ könnten aktuell bis zum 31. März 2016 beim Projektträger Jülich (PtJ) eingereicht werden. Weitere Antragsfenster seien vom 1. Juli bis 30. September sowie im Lauf des Jahres 2017 vorgesehen.


BJB-LED-Backofenleuchten-7719.12.: Den Backofen mit LEDs beleuchten? Das ist nichts für die private Retrofit-Umrüstung – die armen Lampen würden in kürzester Zeit zu einem undefinierbaren Klumpen schmelzen.

Hier müssen Spezialisten ’ran – etwa ein „Hidden Champion“ der deutschen Licht-Branche: „Brökelmann, Jäger und Busse“ (kurz BJB) aus dem sauerländischen Arnsberg-Neheim bietet Hausgeräte-Herstellern integrierte LED-Leuchten an, BJB-LED-Backofen-Lichtsystemdie auch weit über 200 Grad klaglos aushalten. Gibt’s in rund und eckig als einfache Einbaulösung (PR-Fotos oben) oder als System mit mehreren Lichtleitstäben, die den Garraum gleichmäßig von beiden Seiten her erhellen (PR-Foto rechts).

Wie das mit der Hitze und der empfindlichen LED-Technik in den Leuchten gelöst wird? Beispielsweise mit „Airpass“-Scheiben, die sowohl die Strahlungswärme des Ofens abschirmen, als auch für eine passive, kühlende Luftzirkulation sorgen – ganz ohne Ventilator (PR-Grafik unten).BJB-LED-Backofenleuchte-Schema

Helligkeit, Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex (bis über Ra 90) der LED-Leuchten sind variabel wählbar; die Farbwertabweichung beträgt nur drei SDCM-Stufen.

Anschauen können Sie sich das unter anderem bei der Fachmesse „Light + Building“ vom 13. bis 18. März 2016 in Frankfurt/M., wo BJB seine Neuheiten präsentieren will. Vielleicht kriegen Sie dort ja auch ’ne ofenfrische, LED-beleuchtete Pizza …


LED-Weihnachtsstern blau20.12.: Über die Festtage und den Jahreswechsel machen die aktuellen LED-Kurzmeldungen im „Blog-Telegramm“ Pause, das Blog an sich jedoch nicht – ein paar reguläre, längere Beiträge wird’s also wohl geben.

Allen Lesern, „PayPal.Me“-Spendern, Kooperations- und Werbepartnern danke ich für zwölf spannende, arbeits- und erfolgreiche Blog-Monate und wünsche einen stressfreien, perfekten Start ins neue LED-Jahr 2016!


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11 Gedanken zu „LED-Tagebuch (KW 51/52): Stromschlag, Hue-Firmware-Schock, Backofen-Licht

  1. LED für den Backofen – Dinge, die die Welt nicht braucht!

    Im elektrischen Ofen ist die Abwärme einer Glühlampe ausnahmsweise willkommen, oder zumindest keine Energieverschwendung,
    Ra100 und ein unschlagbarer Preis inklusive.

    Einen schönen 4. Advent und Danke für ein spannendes LED-Jahr
    Tom

  2. Die derzeitige Umrüstungswelle der Straßenbeleuchtung auf LEDs halte ich auch für voreilig, weil damit das größte Potential noch nicht ausgeschöpft wird. Die bisherigen Leuchten hatten auch schon einen sehr guten Wirkungsgrad – und sie sind bereits im Bestand und meist schon bezahlt.

    Die Hauptvorteile von LEDs liegen neben der besseren Lichtfarbe, was aber in der öffentlichen Beleuchtung zweitrangig ist, in der schnelleren Steuerbarkeit und besseren Dimmbarkeit.

    So sollten meiner Meinung nach LED Straßenbeleuchtungen bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich bedarfsorientiert ausgelegt werden. So könnte es separate Lichtzonen für Gehwege und Fahrstraßen in einer Lampe geben. Das alles gesteuert von Bewegungsmeldern oder gar intelligenten Kameras.

    Wenn das Licht nicht gebraucht wird, sollte es ausgeschaltet sein oder zumindest auf ein Minimum gedimmt werden. Nur bei Bedarf sollte sich lokal das Licht aktivieren.

    Nur so wird die maximale Einsparung erreicht. Wer jetzt verfrüht umrüstet und dieses Potential nicht nutzt, vergibt eine Chance, die er in wenigen Jahren einfacher und billiger umsetzten könnte.

    Es ist zwar nett, die Lichtbilder ländlicher Ortschaften vom Flugzeug aus zu betrachten, in Wahrheit ist es aber Verschwendung und „Lichtverschmutzung“.

    • Ja, das Potenzial dynamisch geregelter Straßenbeleuchtung sehe ich auch – gerade in dünn besiedelten Gegenden, wo selten mal ein Auto vorbei kommt. In der Stadt dagegen wäre von der Effizienz her bereits eine Umrüstung auf Natriumdampf-Hockdrucklampen angezeigt. Niemand will in Wohnstraßen ständig auf- und abschwellendes Licht 🙂 Da reicht dann ein Leuchtmittel, das eher noch effizienter als aktuelle LEDs ist und entsprechend klein dimensioniert werden kann – wenn es schon nicht dimmbar ist.

      Aber erzählen Sie mal meiner Stadt, dass allein der Austausch der Leuchtmittel in den Straßenlaternen vor den Häusern wahrscheinlich mehr Energie spart, als jede Subvention für Leuchtmitteltausch im Haushalt einbringen würde 🙂 Wird halt nicht gemacht, weil die Stadt keine 25ct/kWh zahlt.

      • Kai: „Niemand will in Wohnstraßen ständig auf- und abschwellendes Licht“

        Hat er sowieso. Ein Autoscheinwerfer erzeugt genau dieses auch. Mit speziell ausrichtbaren Streifenbeleuchtungen für die Fußgängerwege minimiert man das Streulicht auf ein Minimum. Und für den Rest gibt es Läden und andere Verdunklungsmittel an den Fenstern.

        Meiner Meinung nach sollten moderne Straßenbeleuchtungen auch vernetzt und programmierbar sein. Wenn sich dann Anwohner wegen des fluktuierenden Lichts beschweren kann man ihnen eine Patenschaft für „ihre“ Laterne anbieten – gegen Stromkostenerstattung + Verwaltungsgebühr.

        Das ist meiner Meinung nach sachgerecht aber unpopulär- es wirkt viel sympathischer und moderner auf LEDs umzurüsten. Auch wenn es sachlich (noch) nicht begründet sein mag.

        • Vielleicht gibt es ja bei Juergen in der Nähe eine interdisziplinär aufgestellte Wählergemeinschaft, in der er seine technisch avancierten Vorstellungen einbringen und mit den diversen juristischen und ästhetischen Aspekten abgleichen kann? Wenn die rechnungszahlenden Anwohner nicht miteinander reden, sondern jeweils in ihren mehr oder minder konformistischen Fachbiotopen blubbern, wird es natürlich schwierig mit sachgerechter Gestaltung vor Ort gegen die routinierten Bauamtsinsassen und die versierten Leuchtenvertreter.

          • Ohne derzeit alle Protagonisten in den Entscheidungsgremien genau zu kennen habe ich aufgrund der Erfahrung früherer Beschlüsse da keine allzugroße Hoffnung. Die Möglichkeit populäre, sympathische Beschlüsse zu fassen, ist zu verlockend.

        • Danke, ich denke auch was dazu geschrieben zu haben. Solche Leuchten müssen für eine hohe Akzeptanz weit mehr können als heute üblich. Weshalb ich eben derzeit noch vorsichtig mit der Umrüstung wäre.

          Erst mal ein paar Straßenzüge testweise umrüsten. Die wenig befahrenen Ortsverbindungen sind einfach. An den häufiger befahrenen innerörtlichen muß man noch lernen.

    • Geht ja nicht immer um Umrüstung, teilweise ist es schlichtweg Ersatz. Entweder hat die alte Strassenbeleuchtung das Lebensende erreicht (Sei es dass es keine Ersatzteile mehr gibt, oder dass sie in abgelegenen Orten tatsächlich noch am langsam morschem Holzmasten der Stromleitung hängt).

      Teilweise werden auch ganze Strassenzüge komplett saniert und umgestaltet (Wasser, Abwasser, Strom, Strassenbahnschienen, verkehrsberuhigende Massnahmen, Aufhebung einen Autospur zu Gunsten von Radweg, etc.). Da wird dann natürlich auch gleich neues Licht gesetzt, wenn eh alles abgebrochen wird.

      LED spart ja nicht nur Strom, die höhere Lebensdauer spart auch Wartungseinsätze, das wird teilweise vergessen, wenn über Gesamtkosten diskutiert wird.

      • Die Lebensdauern von Hochdrucknatriumdampflampen für die Außenbeleuchtung sind so schlecht nicht.

        Interessanter Vortrag (leider etwas älter) mit Vergleichsrechnungen. Für LEDs scheint es irgendwelche Subventionen zu geben. Die Wartungskosten sind generell gar nicht so hoch: Ing-Büro Volz

        Noch ein interessanter Vortrag für die Stadt Peine: Ing. Büro Schmitz Schiminski. Sieht zwar erst mal abschreckend nach klicki-bunti für Politik und Bevölkerung aus. Aber einige Zahlen gibt es und interessante spezifische Details. Darunter auch Mischbetrieb und Modernisierung bestehender Metalldampflampen mit neueren konventionellen Leuchtmitteln. Je nach zu erwartender Restlebensdauer. Das scheint für mich Sinn zu machen. Alles genau anschauen, verschiedene Varianten rechnen und erst dann entscheiden – und zwar spezifisch.

        Interessanter Schlußsatz:
        „Die (nahe…) Zukunft: Licht nur bei Bedarf
        • nutzungsabhängige Steuerung der
        Beleuchtungsanlage
        • getrennt für Fußgänger und Fahrzeuge“

        Ich fühle mich bestätigt. Und genau aus dieser nahen Zukunft würde ich gerne reale Gegenwart machen wollen. Deshalb in vielen Fällen noch etwas warten bis man das bekommen kann, aber breits jetzt rechtzeitig klare Signale an die Industrie absetzen. Viele Sensortechniken gibt es bereits jetzt, andere wie z.B. Kameras könnten jetzt schon mit erträglichen Kosten entwickelt werden. Deshalb wäre meine Mindestforderung ein Einbauvorhalt mit Nachrüstlösung für diese Sensortechniken zu einen gut abgeschätzten oder gar vertraglich vereinbarten Zeitpunkt.

        Nur mit Marktvolumen und klaren Zielvorgaben bzw. Lastenheften kommt man weiter. Habe ich keine klare Ziele oder das Marktvolumen anderweitig belegt, komme ich nicht voran.

  3. Zum Thema Stromschlag:
    Im ersten LED-Test der StiWa befand sich eine Lampe, die das gleiche Problem hatte. Das Prüflabor bemerkte es damals leider nicht. Die Kontakte der SMD-LEDs waren nicht abgedeckt und die Lampe hatte bereits eine einfache Schaltung ohne galvanische Trennung für die Stromversorgung der LEDs. Wer beim Einschrauben der Lampe nicht den Stecker gezogen, bzw. den Lichtschalter ausgeschaltet hatte musste mal unfreiwillig zucken. 🙂

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