LED-Tagebuch (KW 51): „Lightify“ im Baumarkt, Zumtobel-Wandel, Ducati

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im “Blog-Telegramm” und in der Google+-Community “LED-Beleuchtung” – als LED-Tagebuch mit aktuellen Updates und Ergänzungen.


Bauhaus-Lightify-12-14-mittel
14.12.: Erstmals bewirbt jetzt auch die „Bauhaus“-Kette in ihrem aktuellen Prospekt (gültig bis 27.12., Ausschnitt oben, zum Vergrößern anklicken) das Osram-„Lightify“-System. Der Preis von 99 Euro für ein „Starterkit“ mit WLAN/ZigBee-Gateway und einer einzigen, farbsteuerbaren RGBW-LED-Lampe (10 Watt, max. 810 Lumen) ist marktüblich und sicher kein Sonderangebot. Immerhin können Sie das Paket bei „Bauhaus“ auch online und versandkostenfrei bestellen. Bis zu 49 weitere „Lightify“-Lampen oder -Leuchten sind dann ebenfalls über die bereits vorhandene „Zentrale“ fernsteuerbar.


Kaufland-LED-Deckenfluter-12:14-klein15.12.: Als „Sonderposten“ kriegen Sie ab heute bei „Kaufland“ einen ziemlich hellen 30-Watt-Deckenfluter mit Leseleuchte für knapp 60 Euro (Prospektausschnitt links, gültig bis 20.12., regional unterschiedlich, zum Vergrößern anklicken). Die beiden Lichtquellen mit insgesamt 97 LED-Chips à 0,3 Watt sind nicht auswechselbar, können aber separat geschaltet und gedimmt werden.

Nach oben leuchten bis zu 1900 Lumen – etwa so hell wie ein 125-W-Hochvolt-Halogenstab. Der flexible „Lesearm“ bringt maximal 460 lm und ersetzt mindestens einen 35-W-Halo-Strahler. Die Farbtemperatur von 3200 Kelvin ist jedoch deutlich „kühler“ als die von herkömmlichen Glüh- und Halogenlampen (ca. 2600 – 2900 K) und ändert sich auch beim Dimmen nicht. Der Abstrahlwinkel wird nicht genannt, dürfte jedoch bei rund 120 Grad liegen.


LEDON-Einbaurahmen-silber-eckig16.12.: Inzwischen gibt es im LEDON-Online-Shop sechs Versionen der bereits im September angekündigten Einbaurahmen für das erste integrierte LED-Downlight der Österreicher (Beispiel-PR-Foto oben: „Silber eckig“). Die Preise: 4,99 bzw. 5,99 Euro.

Die Rahmen passen deckenbündig in 68-mm-Standardlöcher und können auf einer Achse in zwei Richtungen um jeweils 45 Grad geschwenkt werden. Bei mir leuchtet der 10-Watt-Strahler allerdings seit Juli klag- und problemlos in einem bereits vorhandenen Standard-Schwenk-Chromrahmen für GU10-/MR16-Spots.


17.12.: Die österreichische Zumtobel-Gruppe will sich allmählich vom Leuchtenhersteller zum Dienstleister wandeln. Die LED-Technologie mit ihrem Vernetzungs- und Steuerungspotenzial mache es möglich, dass ein immer größerer Teil der Wertschöpfung aus eigenen Software-Anwendungen generiert werde.

Ulrich_SchumacherVorstandschef Ulrich Schumacher (PR-Foto links) erklärte dazu diese Woche dem Magazin „trend.at“: „Wir entwickeln uns vom Blechbieger zur Internet-Company und werden eine Art Google der Leuchtenindustrie.“ Auf die Leuchtenproduktion wolle Zumtobel zwar auch künftig nicht ganz verzichten, langfristig aber nur noch wenige große Standorte selbst betreiben und stattdessen zahlreiche Produkte von Auftragsunternehmen fertigen lassen.

Einer der „Pionierkunden“ für ein komplettes Beleuchtungs-Service-Paket ist laut Pressemitteilung die Vorarlberger „Heron Gruppe„. Der Spezialist für Automatisierungs-Komponenten bekommt in einer ersten Phase die „schlüsselfertige“, kostenneutrale LED-Umstellung einer Industriehalle mit Austausch der bestehenden Beleuchtung, Installation und Inbetriebnahme der 76 neuen „CRAFT“-Leuchten, Energie-Monitoring und Wartung der Anlage. Abgerechnet wird nach und nach allein über die erzielte Einsparung der Betriebskosten – Heron muss also nicht einmalig tief in die Tasche greifen bzw. Liquidität einbüßen.


LCTW-R63-R50-gross
18.12.: Falls es Ihnen hier diesen Monat noch zu wenig Neuheiten meines Blog-Werbepartners „LED’s change the world“ (LCTW) gab: Es sind inzwischen welche hinzu gekommen. Oben sehen Sie nicht dimmbare LED-Spots zum Einschrauben in E27- bzw. E14-Fassungen (PR-Fotos). Das R63-Modell für 5,95 Euro links holt 345 Lumen Lichtstrom aus 6,2 Watt und kann laut EU-Vergleichstabelle entsprechende 60-Watt-Glühlampen ersetzen.

Die kleinere R50-Variante für 5,45 € bietet 230 lm aus 4,3 W und dient als Nachfolger von 40-W-Stromfressern. Sengled-Pulse-Solo-grossFür beide gilt: 2700 Kelvin Farbtemperatur („warm-weiß“), Farbwiedergabeindex Ra >80, Halbwertswinkel 24 Grad (enger als bei den GU10-/GU5.3-LCTW-Strahlern), Nennlebensdauer 15.000 Leuchtstunden bzw. 100.000 Schaltzyklen, EU-Ökolabel A.

Zuwachs gibt’s auch bei der von LCTW vertriebenen Sengled-„Pulse“-Familie: Die neue, via Bluetooth und App fernsteuerbare „Pulse Solo“-Lampe für knapp 60 Euro (PR-Foto links) beherbergt zwei 3 Watt starke JBL-Breitband-Lautsprecher sowie ein 6-W-LED-Modul mit 105 Grad Abstrahlwinkel und bis zu 550 lm. Mit gut 14 cm Länge, 7,2 cm Maximaldurchmesser und 340 Gramm Gewicht passt sie zwar nicht in jedes Leuchtengehäuse, ist aber deutlich schlanker als ihre großen Schwestern.


Ducati_996_Racing19.12.: Die rote Ducati 916 Biposto im Kleinformat ist ja schon fast legendär als Standard-„Model“ für die Farbtreue-Bilder in meinen LED-Testberichten. Aber wussten Sie auch, dass eine deutlich „heißere“ und größere Schwester ebenfalls ein prominentes Objekt im LED-Umfeld ist?

In der „Mock-Up“-Ausstellungshalle des Stuttgarter LED-Komplettleuchten-Pioniers „Nimbus“ – direkt gegenüber dem Werksgelände in der Sieglestraße – steht nämlich eine Ducati „996 Racing“ (das Bild zeigt ein ähnliches Gerät aus der Superbike-WM 2000, Foto: Khruner @ Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-sa 3.0). Das 180-PS-Teil gehört dem umtriebigen Firmengründer und -Chef Dietrich F. Brennenstuhl, der damit hin und wieder über diverse Rennstrecken heizt. Sie können sich die „Nimbus“-Leuchten und die Duc gerne mal persönlich anschauen – allerdings nicht zwischen dem 22.12.2014 und 6.1.2015; da hat der „Mock-Up“ geschlossen.


Viso-Flicker-Tester
19.12.: Einen „Flicker Tester“ des dänischen Lichtmessgeräte-Produzenten „Viso Systems“ können Sie jetzt gratis im „iTunes-App Store“ herunterladen – quasi als Weihnachtsgeschenk (PR-Foto oben). Auf Ihrem iPhone, iPad oder iPod touch sehen Sie dann nicht nur die Flimmer-/Flacker-Kurve der anvisierten (LED-)Lichtquelle, sondern auch die entsprechenden Index-, Prozent- und Frequenzwerte.

Mit der gemessenen Flimmer-Intensität steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Stroboskopeffekte bei schnell bewegten Objekten im Schein des Leuchtmittels sehen und dass vor allem optisch sensible Menschen durch die inkonsistente Lichtquelle dauerhaft genervt werden.


Weihnachtskerze21.12.: Über Weihnachten und den Jahreswechsel haben „Blog-Telegramm“ und „LED-Tagebuch“ Erholungspause. Ich danke allen Lesern, Kooperations- und Werbepartnern für ein tolles Blog-Jahr 2014, wünsche Ihnen stressfreie Festtage und ein helles, erfolgreiches „Internationales Jahr des Lichts“ 2015.


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Ein Gedanke zu „LED-Tagebuch (KW 51): „Lightify“ im Baumarkt, Zumtobel-Wandel, Ducati

  1. Zumindest die Lightify CLA 60 (RGBW) Lampen müssen bei mir das Haus wieder verlassen. Die Geräuschkulisse ist zu penetrant, vor allem, wenn man in direkter Nähe sitzt und arbeitet. Bei bestimmten Mischfarben (vor allem Gelb) und kälteren Farbtemperaturen geben sie ein kratzendes Surren von sich, als hätte sich in Insekt in der Lampe verfangen.

    Spannenderweise sind die Geräusche lauter (!) bei größeren Helligkeitseinstellungen, inklusive 100% Helligkeit.

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