LED-Tagebuch (KW 03): Sensorleuchten, LumenStar, Lumileds-Verkauf geplatzt

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im „Blog-Telegramm“ und in der Google+-Community „LED-Beleuchtung“ – als LED-Tagebuch mit Updates und Ergänzungen.


Aldi-Nord-Unterbauleuchten-01-16-gross
17.01.: Sechs berührungslos schaltbare, jedoch nicht dimmbare LED-Möbel-Unterbauleuchten-Modelle von „MeLiTec“ hat Aldi Nord ab Donnerstag, 21. Januar, im Angebot. Zum Sonderpreis von jeweils 19,99 Euro können Sie zwischen einzelnen Lichtleisten mit 5 Watt, zwölf LEDs, 370 Lumen und zusätzlichem Schalter sowie Sets mit jeweils zwei schalterlosen Strahlern à 3,75 W, sechs LEDs und 180 lm wählen (Beispiel-PR-Fotos oben).

Alle Varianten haben Infrarot-Sensoren, Kabel mit Eurostecker zum Direktanschluss an eine 230-Volt-Steckdose bzw. zusätzlich einen steckbaren Kabelbaum mit Verbindung untereinander, ca. 0,5 W Standby-Verbrauch und 3000 Kelvin Farbtemperatur („warmweiß“). Daten zu Farbwiedergabindex, Abstrahlwinkel oder Nennlebensdauer habe ich leider nicht gefunden, obwohl sie zu den Pflichtangaben gehören. Ein- und ausgeschaltet werden die Unterbauleuchten mittels Handbewegung in rund 5 cm Distanz zum Sensor.


toom-LED-Einbauleuchten-01-1618.01.: Relativ günstige Zweier-Sets mit spritzwassergeschützten, dimmbaren LED-Einbauleuchten inklusive Trafo kriegen Sie noch bis Samstag, 23. Januar, in vielen „toom“-Baumärkten (Prospektausschnitt, regional unterschiedlich).

Die nicht auswechselbaren LED-Module ohne Herkunftsangabe leuchten mit jeweils 10 Watt, 720 Lumen, 3000 Kelvin Farbtemperatur und rund 120 Grad Halbwertswinkel. Damit kriegen Sie ungefähr die Helligkeit einer 60-Watt-Glühlampe in gebündelter Form. Rund 35 Euro pro Stück sind für das Gebotene sicher kein Hammerpreis, aber im Hinblick auf die Schutzart IP44 sowie die Dimmbarkeit akzeptabel.

Vergleichbare Marken-LED-Leuchten können durchaus über 60 Euro kosten. Leider fehlen jedoch im „toom“-Prospekt und auf der Website die Pflichtdaten zu Farbwiedergabeindex sowie Nennlebensdauer.


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19.01.: „Kaltweißes“ Licht mit einer Farbtemperatur von 6500 Kelvin liefert eine 6 Watt starke, nicht dimmbare E27-LED-Lampe mit zwei integrierten Sensoren, die Lidl ab Donnerstag, 21. Januar, für 8,99 Euro in seinen Filialen hat (PR-Foto).

Lidl-Sensor-LED-Lampe-grossIhre 410 Lumen aus zwölf LED-Chips sind etwas geringer als der Lichtstrom einer 40-Watt-Glühlampe und werden nur aktiviert, wenn sie bei Dunkelheit innerhalb von vier Meter Umkreis eine Bewegung registriert.

Die 11 cm hohe und 6 cm dicke Sensor-„Birne“ der Lidl-Eigenmarke „Livarno Lux“ eignet sich vor allem für trockene Funktionsräume im Innenbereich – etwa Treppenhäuser, Abstellkammern, Garagen oder im Keller. Ihr Halbwertswinkel wird mit nur 120 Grad beziffert, der Farbwiedergabindex mit Ra≥ 80 und die Nennlebensdauer mit 25.000 Leuchtstunden bzw. 20.000 Schaltzyklen.


LumenStar-E14-3,5W-schwach20.01.: Nur noch schwache, teils flackernde Leuchtzeichen gibt eine kleine E14-LED-Lampe von „LumenStar“, die ich seit Sommer 2013 als Kühlschrank-Beleuchtung eingesetzt hatte (Foto: W. Messer).

Das damals knapp 7,50 Euro teure, nicht dimmbare Leuchtmittel mit nominell 3,5 Watt, 300 Lumen und 3000 Kelvin zieht jetzt zwischen 0,8 und 1,5 W bei einem elektrischen Leistungsfaktor von rund 0,52 und liefert höchstens ein Drittel der ursprünglichen Helligkeit.

Dabei hatte die Lampe bisher maximal 100 Leuchtstunden bei durchaus LED-freundlichen, niedrigen Temperaturen zu verkraften. Während ein Blogleser bereits scherzhaft „Langeweile“ als Ursache für den Leistungsverlust ins Spiel brachte, tippe ich eher auf die großzügig geschätzten 9000 Schaltzyklen, die der Vorschaltelektronik offenbar schon zu viel waren.


Penny-LED-Tischleuchte-01-1621.01.: Knapp 15 Euro will „Penny“ ab heute für eine kleine, integrierte LED-Tischleuchte mit 4,5 Watt Leistungsaufnahme (Prospektausschnitt oben, regional unterschiedlich).

Der Leuchtenfuß hat rund 11 cm Durchmesser; wenn der flexible Leuchtenarm komplett gestreckt wird und der Strahlerkopf direkt nach unten zeigt, ist das Teilchen ganze 41 cm hoch. 450 Lumen mit einer Farbtemperatur von 3000 Kelvin sollten ausreichen, die darunter liegende Fläche samt Schriftstücken etc. anständig zu erleuchten – die Helligkeit entspricht etwa einem 35-Watt-Halogenstrahler.

Kurioserweise steht in der „Penny“-Online-Beschreibung „LEDs dimmbar“, obwohl die Leuchte nur über einen schlichten Schalter verfügt. Über den Abstrahlwinkel erfahren Sie dort allerdings ebenso wenig wie über die Nennlebensdauer, die bei fest verbauten LED-Modulen durchaus kaufentscheidend sein kann.


Moemax-Ralph-Deckenleuchte-01-16
22.01.: Immerhin 2000 Lumen haut eine integrierte, 20 Watt starke LED-Deckenleuchte namens „Ralph“ ’raus, die aktuell von XXXLutz-Möbel-Discounter-Tochter „mömax“ on- und offline für 39,95 Euro als „Wintersale“ beworben wird (Prospektausschnitt oben, gilt „solange Vorrat reicht“).

Die vier fest eingebauten, nicht dimmbaren CoB-LED-Module haben jeweils 5 Watt und 400 lm mit einer Farbtemperatur von 3000 Kelvin. Die Gesamthelligkeit entspricht etwa der von zwei 75-W-Glühlampen – wirkt jedoch deutlich „kühler“ und wird in einem erheblich engeren Lichtkegel gebündelt. Angaben zu Halbwertswinkel, Farbwiedergabeindex oder Nennlebensdauer suchen Sie in der „mömax“-Werbung allerdings vergeblich.


Lumileds-Logo-201522.1.: Philips muss nach eigenen Angaben einen anderen Käufer für seine LED-Komponenten- und Autolicht-Tochter Lumileds suchen. Wie schon im Herbst 2015 befürchtet, hat das „Committee on Foreign Investment in the United States“ (CFIUS) den geplanten Verkauf von rund 80 Prozent der Anteile für 3,3 Milliarden US-Dollar an das chinesische Konsortium „GO Scale Capital“ nicht bewilligt. Über die Ablehnungs-Gründe kann nur spekuliert werden, weil sie von Philips nicht kommuniziert werden dürfen.

Prinzipiell geht es bei den Urteilen des Komitees um den Einfluss einer Transaktion auf die „nationale Sicherheit“ der USA – nach Medieninformationen soll es jedoch teilweise auch marktprotektionistische Motive geben. Davon nicht betroffen ist die eigentliche Lichtsparte „Philips Lighting solutions“ (inklusive LED-Lampen und -Leuchten), für die aktuell Bieter gesucht werden. Hier spricht man von mindestens 5 Milliarden Euro Unternehmenswert.


EWS-Rechnung-2016-neu
23.01.: Es gibt mal wieder eine neue Jahresabrechnung meines Ökostromversorgers „Elektrizitätswerke Schönau“ (EWS). Sie weist für 2015 erwartungsgemäß nur noch einen leichten Rückgang des Verbrauchs gegenüber 2014 aus (Ausschnitt oben). Den kompletten Verlauf meines rund sechsjährigen Sparkurses mit LED-Lampen und -Leuchten sowie energieeffizienteren Haushaltsgeräten können Sie hier nachlesen.


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