LED-Tagebuch (KW 14): Profi-Licht, Dimmer-Test, „oneTLed“-Röhren, LNF16

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im „Blog-Telegramm“ und in der Google+-Community „LED-Beleuchtung“ – als LED-Tagebuch mit Updates und Ergänzungen.


LED-Kalender-2016


Prolight+Sound 2016 Plakat03.04.: Schon wieder ’ne Fachmesse in Frankfurt/Main, bei der LEDs eine große Rolle spielen: Die „Prolight + Sound“ präsentiert von Dienstag bis Freitag (5. bis 8. April, jeweils von 10 bis 19 Uhr) Neues aus Veranstaltungs-, Bühnen-, Studio-, Broadcast- und AV-Medientechnik sowie Systemintegration – und dabei geht’s natürlich auch um effiziente, flexibel fernsteuerbare LED-Beleuchtung für Profis.

Mit dabei sind deshalb unter anderem „Philips Entertainment“, Osram und seine italienische Bühnenlicht-Tochter Clay Paky, JB-Lighting, MA Lighting, „GLP German Light Products“, Coemar und Robe Lighting. Insgesamt werden auf den sechs Hallenebenen sowie im Freigelände weit über 900 Aussteller und mindestens 43.000 Besucher erwartet.


04.04.: Pflichttermin zwischen der vergangenen und der nächsten „Lichtsaison“ – auch für viele europäische LED-Einkäufer: Die Frühjahrsausgabe der „Hong Kong International Lighting Fair“ ab Mittwoch (6. April) Hong-Kong-ILF-Spring-Logoim Kongress- und Ausstellungszentrum der chinesischen Sonderverwaltungszone (Logo links, nachbearbeitet).

Über 1300 Aussteller – natürlich vor allem aus dem asiatischen Raum – präsentieren sich in verschiedenen, nach Themenbereichen aufgeteilten Zonen. Die größte nennt sich „LED & Green Lighting“ (über 430 Teilnehmer), die anderen heißen „World of Professional & Industrial Lighting“, „Decorative Lighting“ und „Avenue of Chandeliers“.

Außerdem gibt es spezielle Präsentations-Pavillons und -Flächen für Unternehmen der Region Guangdong/Jiangmen, die Vereinigung „Zhongshan Semiconductor Lighting Industry Association“, Anbieter aus dem Segment „Smart Lighting“ und über 230 weltweit führende Licht-Marken („Hall of Aurora“).


Dimmer-Test-Aufbau
04.04.: Dass viele „dimmbare“ LED-Lampen Beziehungsprobleme mit haushaltsüblichen Dimmern haben können, klingt für regelmäßige Blogleser erstmal ziemlich trivial. Bei solchen Kombinationen (oben mein Versuchsaufbau mit einem Soraa-GU5.3-Strahler) gab es bekanntlich während meiner ausführlichen Tests immer wieder unerwünschte Effekte: Surren, Flackern, Flimmern, eingeschränkte Helligkeitsregelung, lange Einschaltverzögerungen.

Ähnliche Erfahrungen machte auch das Verbrauchermagazin „Markt“ im NDR-Fernsehen. Heute ab 20.15 Uhr werden dort die traurigen Resultate eines Praxistests im Offenbacher VDE-Institut vorgestellt – mit einer Stichprobe von fünf E27-LED-Lampen (MeLiTec L93-2 von Aldi Nord, IKEA „Ledare“, Sygonix-Filament von Conrad, Osram „Retrofit Classic A dimmable“ und Philips „WarmGlow“).

Hier steht zwar durchweg „dimmbar“ auf der Verpackung; bei manchen Retrofits hätten die Tester jedoch während der Versuche mit vier Dimmertypen ein störendes Flackern gesehen. Einige Lampen hätten sich außerdem nur geringfügig oder gar nicht dimmen lassen. Nur das 14,99 Euro teure Exemplar von Philips habe die Ingenieure überzeugt.

Update: Der Beitrag ist jetzt auch zum Download in der NDR-Mediathek.


Opple-OneTLED
06.04.: Erst ab der nächsten „Lichtsaison“ im Herbst werden die universell einsetzbaren T8/G13-LED-Röhren mit patentierter „oneTLed®“-Technologie von Seaborough lieferbar sein, die „Opple Lighting“ im März bei der Fachmesse „Light + Building“ präsentiert hatte (PR-Foto oben). Es seien weltweit die ersten LED-Retrofits dieser Art.

Wie mir das niederländische Unternehmen auf Anfrage mitteilte, rechne man mit einem Markt-Start im September. Konkrete Leistungsdaten und unverbindliche Preisempfehlungen gebe es noch nicht. Die in den Standardlängen angebotenen LED-Röhren sollen mit allen Arten von magnetischen und elektronischen Vorschaltgeräten klarkommen, die in den global geschätzt rund zwölf Milliarden T8-Leuchtengehäusen arbeiten – ohne Umbau.


Eigen-Banner-03-15


Lange-Nacht-2016-Plakat07.04.: Auch LED-Freunde kommen bei der 7. österreichischen „Lange Nacht der Forschung“ (Hashtag #LNF16) am Freitag, 22. April, auf ihre Kosten – vor allem in Vorarlberg (Plakatausschnitt rechts, pdf-Download des Programms).

Dort machen beispielsweise die Zumtobel-Gruppe in Dornbirn und LEDON in Lustenau von 17 bis 23 Uhr die Türen auf, um an verschiedenen „Forschungsstationen“ Spannendes rund um das Thema „Licht“ zu präsentieren. LEDON wird zeigen, was ein „Licht-Spion“ kann und warum es für die Erfinder besonders effizienter, blauer LEDs 2014 den Physik-Nobelpreis gab. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.


08.04.: Mal wieder Negativ-Schlagzeilen für den US-LED-Herstellers Cree Inc.: Der Aktienkurs brach am Mittwoch an der Wallstreet um heftige 14,6 Prozent ein, weil die Einnahmen im 3. Quartal des Geschäftsjahres weit geringer ausfielen als geplant. Statt 400 Cree-Logobis 430 Millionen sollen es laut Vorstand nur 367 Millionen US-Dollar sein.

Als Gründe wurden unter anderem Verzögerungen bei der Fertigstellung neuer Produkte sowie Systemumstellungen genannt. Analysten sehen bei Cree auch ein strukturelles Problem, weil das Unternehmen bei seinem Leuchtengeschäft weitgehend auf Direktvertrieb statt auf externe, etablierte Distributionswege setzt. Mehrere Anwaltskanzleien kündigten zudem Untersuchungen an, ob Manager der Fima durch Veröffentlichung irreführender Informationen gegen Bundesgesetze für den Wertpapierhandel verstoßen haben könnten.


Osram-LED-Ring-18W
09.04.: Sie suchen noch eine helle, kompakte und bezahlbare LED-Marken-Wand- und Deckenleuchte – beispielsweise für Treppenhaus oder Flur? Dann sollten Sie mal einen Blick auf die 18 Watt starke, nicht dimmbare Osram „LED Ring“ werfen Osram-LED-Ring-18W-Treppe(PR-Fotos oben und links). Mit 28 cm Durchmesser, nur 2,9 cm Dicke und 430 Gramm Gewicht bietet die hauptsächlich aus Polycarbonat gebaute Leuchte 1200 Lumen „warmweißes“ Licht mit 2700 Kelvin und Farbwiedergabeindex Ra ≥80.

Die Gesamthelligkeit liegt zwischen der von 75- und 100-Watt-Glühlampen; die Lichtstärke ist jedoch wegen des maximal 160 Grad breiten Halbwertswinkels wesentlich höher. Die Nennlebensdauer wird mit 20.000 Leuchtstunden beziffert; die LED-Module sind nicht austauschbar.

Am günstigsten bekommen Sie diese integrierte Leuchte aktuell – wie schon im Herbst 2015 – bei „Bauhaus“, wo sie für 39,95 Euro in den Filialen liegt oder frei Haus verschickt wird, während Elektronikversender ELV auf den selben Basispreis noch 5,95 € Versandkostenpauschale draufschlägt.


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4 Gedanken zu „LED-Tagebuch (KW 14): Profi-Licht, Dimmer-Test, „oneTLed“-Röhren, LNF16

  1. Hallo Wolfgang Messer,
    ich danke vielmals für das wöchentliche Erscheinen des LED-Tagebuchs. Die Recherchen danach sind mit viel Arbeit verbunden, die uns Verbrauchern zum Nutzen gereichen.
    Sogleich habe ich mir den NDR-Film-Beitrag zu ausgewählten dimmbaren Leuchtmitteln angesehen. Ein Verriss, der sachlich äußerst kritisch zu betrachten ist. Das wichtigste hierbei: Mit keiner Silbe wird irgend etwas über die Mindestlast eines Dimmers erwähnt. Einen Dimmer unterhalb seiner Mindestlast zu betreiben ist eine Fehlanwendung, bei deren Fehlfunktion man sich nicht zu wundern braucht.
    Die Dimmer (genau wie übrigens viele Netzteile auch) sind zu einer Zeit konstruiert, gebaut und in den Markt gebracht worden, in der noch kein Mensch daran dachte, dass es jemals Leuchtmittel geben würde, die unter 20W benötigen, was die Untergrenze der meisten Dimmer ist. Fazit: In erster Linie handelt es sich also hier nicht um die Fehlfunktion des Leuchtmittels beim Dimmen, sondern um die Fehlfunktion des Dimmers wegen Fehlanwendung. Die ganzen Tests der Sendung müssten wiederholt werden entweder mit einem Dimmer, der für Leuchtmittel ab 2W tauglich ist, oder es müsste dem Leuchtmittel eine Last parallel geschaltet werden,die die Mindestlast des Dimmers überschreitet.

    • Immerhin stehen inzwischen auf der entsprechenden NDR-Beitragsseite die Lastspannen der vier Dimmer (wo sie in einer vorherigen Version des Textes noch fehlten). Im TV-Beitrag selbst werden Sie jedoch leider nicht erwähnt, das stimmt.

      (Die LED-Kurzmeldungen kommen übrigens normalerweise täglich im Blog-Telegramm in der rechten Seitenleiste und werden jeweils etwa um Mitternacht herum ausgetauscht – nur die Tagebuch-Sammlung ist wöchentlich. Nur, falls das jemand falsch versteht oder bisher übersehen hat. Das passiert beispielsweise, wenn man beim wiederholten Aufrufen des Blogs nicht hin und wieder mal die „Reload“-Funktion des Browsers nutzt.)

  2. Wo hinterlasse ich eigentlich einen Kommentar zum Blog-Telegramm? Osternburg und Wechloy sind nicht ein Stadtteil von Oldenburg, sondern liegen so ziemlich maximal entfernt voneinander auf der Ost-West-Achse.

    • Danke für den Hinweis – wird geändert. Die täglich wechselnden Telegramm-Meldungen können erst dann kommentiert werden, wenn sie in der sonntäglichen „LED-Tagebuch“-Sammlung landen. Deshalb sollten solche Korrekturen unter der Woche lieber als direktes Feedback (Link ganz unten links) bei mir landen.

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