Leuchtende Zukunft? Wie LED-Anbieter überleben können

LED-Lampen halten (fast) ewig und werden immer billiger. Das bedroht aber das Geschäftsmodell der Hersteller und Händler. Wie können LED-Anbieter dennoch überleben? Nur mit breitem Sortiment, bestem Service und neuen Licht-Ideen.

Retrofit-Regal1
Regale mit LED-Retrofits in einem Fachgeschäft (oben und unten links): Sehen nicht sehr spannend aus und bringen in Zukunft auch kaum noch Gewinn. (Fotos: W. Messer)

LED-Retrofit-Regal2Was waren das für Zeiten, als ein ordentlicher LED-Ersatz für herkömmliche E27-Glühlampen zwischen 30 und 60 Euro kosten konnte! Da durften Hersteller und Händler noch mit saftigen Gewinnspannen kalkulieren und sogar versandkostenfreie Lieferungen anbieten, ohne eine Insolvenz zu riskieren. Die absoluten Margen gaben’s ja her. Kaum zu glauben: Das ist erst gut zwei Jahre her.

2014 hat sich das aber radikal geändert: Anständige LED-Retrofits kriegen Sie schon für unter 10 Euro. Selbst wenn die Anbieter jetzt noch die gleiche prozentuale Handelsspanne wie 2011 oder 2012 hätten, wäre der absolute Gewinn radikal geschrumpft. Dazu kommt, dass LED-Lampen bei durchschnittlich drei Leuchtstunden täglich mindestens 15 bis 25 Jahre halten, wenn nichts schief geht. Damit entfällt auch das regelmäßige Ersatzgeschäft, das zu Glühlampen-Zeiten noch zuverlässig Geld in die Kassen spülte.

„CEPro.com“ berief sich jetzt in einem entsprechenden Artikel auf eine IHS-Studie, nach der sich die Lichtbranche mit der neuen Technologie selbst „in eine Ecke gespielt“ habe: Zwar werde die Zahl der verkauften LED-Retrofits vorerst weiter stark steigen, aber wegen der fallenden Preise dennoch keine großen Umsatzzuwächse erzeugen. Die letzten Quartalsberichte von Philips und Osram scheinen das zu bestätigen.

Der LED-Retrofit-Markt sättigt sich allmählich

Zudem sättige sich der Markt für Retrofit-Neuanschaffungen langsam und dämpfe den jährlichen Prozent-Zuwachs der Stückzahlen – von derzeit rund 70 auf unter 10% im Jahr 2020. „CEPro.com“ sieht drei Auswege aus dieser Entwicklung:

  • Weitere drastische Preissenkungen, um noch mehr Kunden zu gewinnen und den LED-Absatz zu erhöhen.
  • Reduzierung der durchschnittlichen Lampen-Lebensdauer, um das Ersatzgeschäft zu befeuern.
  • Mehr „Smart Lighting“-Angebote mit „intelligenten“, vernetzten, farb- und fernsteuerbaren LED-Lampen, die höhere Preise als einfache Leuchtmittel rechtfertigen und erzielen.

Die Realität liefert jetzt schon Beispiele für alle drei Vorschläge. Teilweise hängen Punkt 1 und 2 zusammen, weil einige Hersteller besonders günstige neue („Sonder“-)Modelle anbieten, deren Nennlebensdauer deutlich unter denen der Vorgänger oder regulären Varianten liegt (beispielsweise 10.000 statt 15.000 Leuchtstunden). Punkt 3 war der Mega-Trend auf der Fachmesse „Light + Building 2014“: Nachdem Philips mit seinem „hue“-Farbsteuerkonzept bereits Ende 2012 den Spieltrieb der finanzstarken „Geeks“ ankurbelte, haben inzwischen viele Anbieter nachgezogen und den Ansatz verfeinert – beispielsweise Osram mit „Lightify“ (Foto unten: W. Messer) und „Lightify Pro“.

Osram-Lightify-Demo
Osram-Farbsteuerung
Farb- oder fernsteuerbare LED-Sticks und –Strips von Osram: Gibt’s schon ein paar Jahre, funktionieren auch ohne Smartphone und Apps und taugen deshalb nicht mehr so richtig zum Angeben.

Das hat den Charme, dass man nicht nur schnöde LED-Lampen auf den Markt bringen kann, sondern auch eine ganze Palette von „schlauen“, teuren Leuchtmitteln, zusätzlichen Steuer- und Kontrollgeräten und hübscher (allerdings meist kostenloser) Apps. Wer sich vergangenes Jahr noch mit damals aktuellen, normalen LED-Retrofits eingedeckt hat, ist jetzt womöglich schon der Depp mit doofer Museumsware von vorgestern. Oder vielleicht doch nicht?

Torsten Kleinz wusste nämlich in einem Beitrag für ZDF-„heute.de“ von einer gewissen Skepsis zu berichten, mit der die Industrie die Kunden-Akzeptanz der bisherigen „Smart Home“-Lösungen beäugt:

„Sowohl Wirtschaft als auch Industrie hatten in den Markt der intelligenten Waschmaschinen, Lampen und Heizungen große Hoffnungen gesetzt. Sie sollten der Industrie Milliardenumsätze bringen, Energie sparen und die Lebensqualität erhöhen. Doch daraus ist bisher wenig geworden: Gerade mal ein Prozent der deutschen Haushalte haben Heimautomatisierungstechniken installiert. … Zu teuer waren die Systeme bisher, zu gering ihr Nutzen. Hinzu kommen andere Vorbehalte. Eine Umfrage im Auftrag der Industrie ergab, dass über 54 Prozent der Deutschen große Bedenken haben, ihren Lebensbereich komplett verdaten und in der Hoffnung erfassen zu lassen, dass die Heizungsabrechnung etwas niedriger ausfällt und die Lampen sich automatisch anschalten.“

Klingt nicht nach dem Königsweg für eine breitenwirksame, erfolgreiche Zukunft der LED-Beleuchtung. „General Electric“ (GE) serviert deshalb gleich fünf Punkte, wie man die Kundschaft begeistern und bei der Stange halten will:

  • Energieeffizientes Licht für alle bezahlbar machen.
  • Neuen Lösungen zum (drahtlosen) Dimmen von LED-Lampen anbieten.
  • Die hohen Kundenansprüche an die Lichtqualität und -farbe erfüllen.
  • Problemlose Verwendung von LED-Leuchtmitteln für jeden Einsatzbereich im Haushalt.
  • Unverwechselbares, einzigartiges Design, mit dem auch Glühlampen-Fans leben können.

Cree-TW-Series
Das mit der Lichtqualität hat GE bereits prima umgesetzt – mit seiner noch relativ teuren „Reveal LED“-Serie, die in einem Vergleichstest von „c|net“ sogar gegen eine „TW series“-Lampe von US-Platzhirsch Cree (nomineller Farbwiedergabeindex Ra 93, PR-Foto oben) gewann. Vor allem bei der für LEDs besonders problematischen Einzelfarbe R9 („gesättigtes Rot“) war die GE-Lampe um Welten besser (>90 gegen 59).

Das allein wird’s jedoch auch nicht bringen, zumal die meisten Durchschnittskunden diesen Unterschied kaum bewusst wahrnehmen und selten bereit sind, entsprechende Aufpreise und die – physikalisch bedingte – geringere Effizienz in Kauf zu nehmen. Außerdem war schon bei meinem Besuch der „Light + Building“ Ende März klar erkennbar, dass auch Discounter- und Baumarkt-Zulieferer wie „Müller-Licht“, „Megaman“ oder Paulmann immer mehr günstige Lampen mit hoher Farbtreue über Ra 90 im Sortiment haben werden.

Leuchten sind viel einträglicher als Lampen

Langfristig sind LED-Anbieter meiner Meinung nach bei ausschließlicher Konzentration auf Retrofits mit traditionellen Sockeln (E27, GU10 etc.) ohnehin zum Tod verurteilt. Wo soll denn auch die Gewinnspanne noch herkommen, wenn beispielsweise die Versandkosten der Online-Shops mit knapp 5 Euro schon höher sind als der Preis so mancher LED-Lampe? Der Gesamtumsatz pro Bestellung/Kauf muss also möglichst groß sein. Das schafft man eventuell mit Fünfer- oder Zehner-„Sparpacks“ – aber ganz sicher mit integrierten LED-Leuchten. Sie sind vermutlich die einzige Chance für einträgliche, langfristige Geschäfte – mal abgesehen von (gewerblichen) Retrofit-Umrüstungen im großen Stil.

LED-Leuchtensortiment 1
Lampenland-LED-Pendelleuchte
Auswahl an Leuchten mit integrierten LED-Modulen (oben für innen, rechts unten für den Außenbereich) – die Preise sind hier häufig noch dick im dreistelligen Bereich.

LED-Leuchtensortiment2Bei ihnen ist der Anteil der Elektronik am Gesamtprodukt erheblich geringer – die stetig sinkenden Kosten der LED-Chips und Vorschaltelektronik schlagen sich somit weniger auf den Preis nieder. Außerdem werden Leuchten vom Verbraucher gewohnheitsmäßig eher als hochwertige Investitionsgüter und nicht als Verbrauchsmaterial wahrgenommen – im Gegensatz zu auswechselbaren Lampen, selbst wenn diese dank LED-Technik in Wirklichkeit ebenfalls eine langfristige Anschaffung darstellen.

Hinzu kommen die prinzipbedingten Vorteile von LED-Leuchten: Keine Platzbeschränkung auf vorgegebene Dimensionen, dadurch auch freie Design-Möglichkeiten, ausreichende Kühlung von Elektronik und LED-Chips, große Flexibilität bei der Bestückung, individuelle Ausrichtung von Abstrahlwinkeln und freie Wahl der Farbtemperatur-Varianten, Austauschbarkeit von Baugruppen bei Einhaltung des Zhaga-Industriestandards.

Zwar sind die relativ hohen Preise noch ein großes Hindernis für viele potenzielle Kunden. Das wird sich aber in den nächsten Jahren ähnlich verbessern wie schon bei den LED-Retrofits  – und außerdem gibt es sehr elegante Möglichkeiten zur Finanzierung:

LED-Umrüstung geht auch zum „Nulltarif“

Im gewerblich/öffentlichen Markt (‚B2B‘) sind größere Umrüstungen bereits jetzt quasi zum Nulltarif möglich. Philips baut beispielsweise gerade 13.000 integrierte LED-Leuchten im Washingtoner Metro-System ein und wird sie zehn Jahre lang warten. Die saftige Rechnungssumme ist jedoch nicht in voller Höhe und zu Beginn fällig, sondern darf häppchenweise in Höhe der jährlich erwarteten Stromersparnis abgestottert werden: 2 Millionen US-Dollar. Anschließend sind die Leuchten Eigentum der Metro-Gesellschaft, ohne dass sie zuvor deren Investionshaushalt belastet hätten.

Ähnliche LED-Leasing-Konzepte gibt’s seit Jahren auch von anderen Anbietern – teils in Zusammenarbeit mit innovationsfreundlichen Banken. Die „Business Academy Bexley“ in London spart durch so eine fremdfinanzierte „Null-Lösung“ ca. 25.000 Euro jährlich und wird nach sieben Jahren endgültige Eigentümerin von über 2000 intelligent vernetzten und gesteuerten LED-Leuchten.

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Wenn Sie als Gewerbetreibender oder öffentliche Einrichtung keinen Bock auf Banken haben, können Sie auch „Crowdsourcing“ nutzen: Stellen Sie beispielsweise Ihr Umrüstungsprojekt auf der „bettervest“-Plattform vor. Mit ein bisschen Glück und einem „einleuchtenden“ Konzept kriegen Sie sogar sehr hohe LED-Investitionskosten vom „Schwarm“ finanziert, die Sie selbst nicht aus Eigenmitteln schultern könnten.

Sieben Brücken zum Erfolg

Was bedeutet das nun für LED-Hersteller und -Händler, die auch morgen noch im Geschäft sein wollen?

  • LED-Retrofit-Lampen allein bringen zu wenig zum Überleben, weil Preise/Margen schrumpfen und die globalen Produktionskapazitäten sowie das uferlose Angebot die Nachfrage mittelfristig übersteigen und überfordern. Bieten Sie also ein möglichst breites Sortiment an, das auch „intelligente“ Lampen und Leuchten mit entsprechenden „Smart Home“-Steuerungen umfasst. Setzen Sie zukünftig aber vor allem auf bezahlbare integrierte LED-Leuchten mit austauschbaren Modulen und einer breiten Palette von Farbtemperaturen zwischen „warm-weiß“ und „kalt-weiß“, die auch konventionell geregelt werden können.
  • Hohe Farbtreue ist kein Alleinstellungsmerkmal für „Edelmarken“ mehr. LED-Leuchtmittel mit Ra >90 gibt’s schon bei IKEA oder Aldi – für um oder unter 10 Euro. Werfen Sie also allmählich alles an Innenbeleuchtung aus dem Sortiment, was unter Ra 90 hat. Sonst setzen Sie Ihre Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel.
  • Zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung sind für langlebige LED-Produkte zu wenig. Geben Sie mindestens vier Jahre Garantie und seien Sie bei bei Reklamationen kulant. Das spricht sich schnell herum.
  • Versprechen Sie keine Leistungswerte, die Sie nachher nicht halten können. Ihre Leuchtmittel werden möglicherweise von Dritten ausgiebig getestet – etwa von diesem Blog hier und seinem Partnerlabor oder von „Stiftung Warentest“.
  • Bieten Sie alternative („Null“-)Finanzierungsmöglichkeiten für größere LED-Umrüstungsprojekte an – indirekt via „Crowdsourcing“ oder einer zuverlässigen Partner-Bank, eventuell auch direkt mit eigener Vorleistung. Machen Sie Ihren Kunden klar, dass bereits die Stromersparnis die hohe Investition amortisieren wird und die lange LED-Lebensdauer für weitere Einsparungen sorgt.
  • Sie sind bereits ein Top-Anbieter? Dann kommunizieren Sie das – über soziale Netzwerke,  Blogs, Twitter, „Deal“-Plattformen und Google-Dienste. Seien Sie offen für Erwähnungen und Rückmeldungen – auch für kritische – und reagieren Sie angemessen und zeitnah darauf. Denken Sie dran: Dieses seltsame Internet ist keine mickrige Einbahnstraße, in der Sie einfach nur Ihren Werbe-Spam und sinnlose Marketing-Worthülsen ‚reinsausen lassen und anschließend flüchten können, sondern eine mehrspurige Autobahn mit Verkehr in allen Richtungen, stetigem Geben und Nehmen.

Ja, das klingt alles ziemlich anspruchsvoll und anstrengend. Aber den schnellen Euro ohne große Mühe gibt’s auf dem LED-Markt nicht (mehr) und in Zukunft noch viel weniger.

Disclaimer: Das „Lampenland“ hat mir freundlicherweise erlaubt, einige Bilder für diesen Beitrag in seiner Rastatter Filiale zu fotografieren – mit freier Motivauswahl und netter Hilfe des Personals. Herzlichen Dank dafür!

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(Fastvoice-Gastbeitrag bei Kun|den|kun|de.de)

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31 Gedanken zu „Leuchtende Zukunft? Wie LED-Anbieter überleben können

  1. Bei Slogans wie „(n+x) Brücken zum Erfolg“ mag mancher Businessliteraturtitel-Querleser abwinken. Hier wäre das ein Fehler, jeder der Tipps sollte ernsthaft erwogen werden. Wenn einem dann gar nichts einfällt: besser früher als später dichtmachen!

  2. Mich wundert die angebliche Sättigung des Markts schon etwas.
    Wenn ich bei meiner kompletten Verwandschaft und im Bekanntenkreis mit üblicher Neugier in deren Leuchten schaue, sehe ich nur eines:
    „Obstplantagen“ !
    Und mangels langer Lebensdauer und Nachkaufmöglichkeit muss da ja irgendwann Ersatz her.
    Ich predige schon fleißig, alles zu kaufen, nur nicht die unsäglichen Quecksilberbomben, (meist ja leicht an den häßlichen gebogenen weißen Glasrohren zu erkennen).

    • Im Otto-Normal-Haushalt registriere ich überall noch Glühlampen. Sind ja auch noch teils gut zu besorgen oder es liegen Massen in den heimischen Schränken. Daneben Halogen in klassischer Variante(Spots) oder auch als eine Art Retrofit, da wo sonst die Glühlampe herrschte. Quecksilberbomber sicherlich auch hier und da. Aber bei vielen wird das wohl irgendwann glatt übersprungen. Ja, Ikea und Aldi tun sicher einiges für die Breite Anwendung. Letztlich wird es ja darauf hinauslaufen, dass bei LED-Retrofit so selbstverständlich zugegriffen wird wie einst bei der Glühlampe. Also ohne dass man da noch vergleicht bzw. vergleichen muss, weil irgendwann ein gewisses Qualitätsniveau auf breiter Basis eingestellt sein wird.

      Ich weiß, dass viele ihr Heil in smarten Produkten suchen werden. Allerdings ist das dann auch wieder nicht zum wohle des Verbrauchers. Entweder man begibt sich dann mit einem System in Gefangenschaft eines Anbieters, der dann ordentlich kassieren kann, oder es entsteht wider erwarten ein Standard, was aber wiederum uninteressant für die Hersteller wird.

      Auch die Leuchtenstrategie ist ja letztlich nur gut für den Hersteller, wenn er hier schön Festverbautes zu schönen Preisen liefert. Da muss sich die Wechselbarkeit der Module vom Verbraucher durchsetzen. Denn wir wissen ja alle worauf das sonst hinausläuft. Nach einer gewissen Zeit fällt dann doch ein Chip aus und man kann die ganze Leuchte entsorgen. Da freut sich auch die Umwelt…

      Momentan gibt es da jedenfalls noch nichts wirklich überzeugendes im Angebot, dass einem sagt: Wow, hier sehen wir den überragende Vorteil durch vollintegrierte LED-Leuchten(günstiger, effizienter, höhere Lichtqualität – was einem dazu so einfällt). Höchsten Nischen.

      Ansonsten halte ich den Mehrwert von smarten Licht(im Vergleich zu anderen Bereichen) zumindest im privaten Bereich abseits der Aficionado halt auch für begrenzt. Im gewerblichen Bereich gibt es da sicherlich größere Vorteile.

    • @Romiman: Die zitierte IHS-Studie spricht ja nur von einer allmählichen Retrofit-Sättigung in den nächsten sechs und mehr Jahren (immerhin noch mit einstelligen jährlichen Zuwachsraten). Zur Zeit sind wir davon sicher noch weit entfernt.

      Aber wenn ich ein Geschäft habe, muss ich halt langfristig denken und frühzeitig die richtigen Weichen stellen – also antizipieren. Wer das nicht tut und sich stattdessen darauf verlässt, dass alles bleibt, wie’s ist, wird mittelfristig sein blaues Wunder erleben.

    • Also ich kann das nicht ganz nachvollziehen, dass die Verbraucher angeblich alle noch „Birnen“ nutzen würden.
      Alle, die ich kenne, haben fast durchgängig Energiesparlampen. Einige, sehr wenige, schon LEDs.
      Auch in Restaurants usw findet man nur noch Sparlampen.

      Was ich sowohl bei Energiesparlampen als auch bei Komplett-Leuchten schade finde: Die Nicht-Wechselbarkeit! Warum sind die LEDs in den Leuchten eingebaut, statt sie wechselt zu können?
      Genauso gab es vor Jahren Energiesparlampen, wo man den Sockel weiter verwenden konnte und nur die Leuchtstäbe ausgetauscht hat. Ist leider komplett vom Markt verschwunden und nun muss man jedesmal die intakte Elektronik wegwerfen 🙁

      • Stimmt, in fast jedem Restaurant/Hotel findet man inzwischen (Kompakt-)Leuchtstofflampen. Und da es meistens nicht die allerbesten sind, strahlen solche Gastronomiebetriebe ungefähr den Charme einer Bahnhofsvorhalle aus (wo die Speisen aussehen wie schon mal gegessen) und sind offensichtliche Kandidaten für eine schnellstmögliche Umrüstung auf qualitativ hochwertige LED-Leuchten.

        • Oder es sind farbige Lampenschirme drumrum, die jede Bestrebung nach Farbtreue bereits im Keime ersticken und irgendein „gemütliches“ Schumerlicht erzeugen. Dann ist die Lichtqualität des Leuchtmittels eh egal und man kann auch mit den billigeren ESL vom Discounter weitermachen. Für eine Wirtschaft mit zig Brennstelle wahrscheinlich sogar eine wirtschafliche Lösung. Die Lampen laufen wahrscheinlich 8 Stunden und mehr am Tag.

  3. Ich glaube, dass „kleine Händler“ keine Chance haben werden, wenn sie allein auf Beleuchtung setzen. Beleuchtungsprodukte sind bei den großen, bekannten Liefergiganten einfach komfortabler und günstiger zu bestellen, zumal „junge Leute“ immer öfter keinen eigenen PKW haben, ergo auch keine größeren Anschaffungen in hoher Stückzahl oder von hohem Gewicht selber tätigen.

    Ich vermute, dass sich Konzepte wie „leuchtende Decken„, also indirekte Totalbeleuchtung durch LED-bestückte Wohnungsdecken oder Wände in Zukunft die Regel werden. Die werden sich dann im unteren Preissegment einpendeln und allenfalls alle paar Jahrzehnte gewechselt werden, also immer dann, wenn so oder so komplett durchrenoviert wird.

    Die momentanen Ideen, wie komplette Wegwerflampen werden sich denke ich nicht etablieren, wer will schon komplette Lampen wegwerfen, wenn ein Defekt eintritt. Also eine zeitlang bleiben die Retrofits die optimale Lösung, aber solche Lampen gibts für schmales Geld in jedem Supermarkt.

    Beleuchtung-das ist das neue Klopapier. Klar, Geld verdienen kann man damit, aber bei geringsten Margen und nur über Massenproduktion. Beleuchtungsgeschäfte bzw. Fachhändler wird es in 5-15 Jahren nicht mehr geben, weil sie niemand mehr braucht.

    • So gesehen bräuchte man die schon heute nicht mehr. Man könnte schon heute mit Leuchtstofflampen eine gute Beleuchtung erzeugen, wie das ja auch in Büros und Fabriken der Fall ist.
      Aber so lange es noch Frauen gibt, die in einer Deckenlampe eher einen Schmuck denn eine störende Intrusion in den Raum sehen, wird es auch noch einen Markt dafür geben – auch wenn man das objektiv betrachtet nicht braucht. Objektiv betrachtet braucht man ja auch keinen Schmuck oder jede Saison eine neue Kleiderkollektion – und dennoch lebt ein ganzer Geschäftszweig davon.

      • Naja, Leuchtverhalten und Lichtfarbe von Leuchtstofflampen, ist schon unterlegen im Vergleich zu Glühlampe, modernen ESLs und LEDs.

        Und Kleidung hält eben auch nicht so lange, wie eine LED Birne, es sei denn man trägt sie selten und beansprucht sie kaum.

        Würde Bekleidung bei gleicher Nutzungsdauer so lange halten, wie LEDs, dann wäre das auch kein Markt mehr. Menschen verändern aber bisweilen ihre Körperform, was noch dazukommt.

        Eine Lampe ändert sich nicht. Da schraubt man die Retrofit ein und gut ists. Hätte man die indirekte Beleuchtung aus der Deckenwand, bräuchte man überhaupt keinen Gedanken an Beleuchtungsutensilien mehr verschwenden. Irgendwann verschwindet das dann aus dem Bewusstsein, so wie heute niemand mehr nach der nächsten Wasserstelle ausschau hält, der Wasserhahn ist in der Wand und da denkt man auch nicht drüber nach…

        • „Naja, Leuchtverhalten und Lichtfarbe von Leuchtstofflampen, ist schon unterlegen im Vergleich zu Glühlampe, modernen ESLs und LEDs“

          Stimmt nicht unbedingt. Moderne Leuchtstofflampen haben den gleichen Farbwiedergabeindex Ra (meist in den unteren 80ern) und auch annähernd das gleiche Spektrum (Quecksilberlinien plus Leuchtstoffbanden) wie moderne ESL, die ja nichts anderes als Kompaktleuchtstofflampen sind. Auch gibt es sie wie ESL in unterschiedlichen Lichtfarben (Farbtemperaturen).

          Tatsächlich können hochwertige Leuchtstoffröhren (etwa für den Grafikbereich) einen Ra von 98 erzielen, und das bei tageslichtähnlicher Farbe (ab 5000 K), was bei „weißen“ LEDs prinzipbedingt schwieriger ist. Ra>90 bei „warmweißem“ Licht wiederum ist bei Leuchtstoffröhren selten, zumindest habe ich sowas bisher nirgendwo gesehen. Hier sind LEDs klar vorn.

    • Sicherlich wird es noch einige Zeit dauern, bis auch die letzte Glühlampe durch LED ersetzt worden ist. Wenn der Markt gesättigt sein sollte, werden die Hersteller schon wieder neue Innovationen anbieten können. Auch in anderen Bereichen, siehe Telefon oder Elektronik, könnten die Produkte fast ewig halten. Wenn diese Entwicklung so weiter voran schreitet, werden wir alle noch erleben, wie LED Bildschirme als einfache Tapete aufgeklebt werden. Die heutigen LED Lampen werden dann vielleicht noch funktionieren. Wer möchte jedoch dann noch mit antikem Licht beleuchtet werden. Warten wir es ab.

  4. Ich muss dazu ergänzen, dass der „Trend“ mit den LEDbirnen auch grade erst aufkommt. Viele Leute wissen einfach noch nicht, wie viel sie dadurch sparen, da wäre eventuell ein LED Stromsparrechner ganz praktisch. Die Birnen sind zum Großteil echt teuer im Einkauf (für den Endverbraucher zu midnest) was erst einmal abschreckt. Aber die Birnen überzeugen durch Langlebigkeit und Stromsparmöglichkeiten, was leider meist nur der Sparfuchs weiß. Mir ist jedoch aufgefallen, dass das immer mehr die Runde macht und der Markt sich dahingegend verbessert (langsam aber stätig).

  5. Leider sind Hersteller und Händler noch nicht ganz so weit, wie im Artikel beschrieben; so sind bei vielen Herstellern LED-Lampen mit Ra=90 und größer spärlich gesät bis nicht existent, und in vielen Onlineshops – z.B. auch der Firma Grünspar – taucht der Farbwiedergabeindex überhaupt nicht in der Artikelbeschreibung auf.
    Es wird vermutlich eine ganze Weile dauern, bis alle leistungsrelevanten Merkmale der „neuen“ Lampen bis zum Verbraucher durchgedrungen sind, ähnlich wie bei den KompaktLSL, als man sich plötzlich mit merkwürdigen Lichtfarben und nur zögerlich einsetzender Helligkeit herumplagen musste.

      • Ich habe jetzt gesehen, dass der Ra-Wert bei Grünspar manchmal genannt wird, manchmal nicht.
        Ich will ja nur sagen, dass das symptomatisch ist.
        Farbwiedergabe, Farbtemperatur, Abstrahlwinkel, Dimmbarkeit, Bauform, Baulänge, Anlaufzeit, Energieeffizienz…
        All das war bei Temperaturstrahlern weitgehend systembedingt oder genormt.
        Mit „Farbwiedergabeindex“ mussten sich vor einigen Jahren Drucker, Grafiker, Print- und Modeleute auseinandersetzen, heute ist es für jeden relevant, der sein Heim energiesparend beleuchten möchte und sich dann erst mal über unnatürliche Farben wundert.
        Und wenn ich in meine Reflektorschreibtischleuchte ein einigermaßen starkes Leuchtmittel schraube, schaut es eben so weit vor, dass ich geblendet werde, wenn ich meine Arbeitsfläche ausleuchte.
        In meinen Augen ist ein 1:1 Austausch ohne Abstriche nur selten möglich, und die wenigsten Verbraucher werden sich so weit mit der Materie auseinandersetzen, dass sie zu optimalen Lösungen gelangen.
        Hier läge die Chance für den Handel, aber der beschränkt sich eben meist darauf, auf 85% Energieeinsparung hinzuweisen.

  6. Ich fand den Artikel sehr interessant und auch ein bischen erschreckend da die aus meiner Sicht daraus resultierenden Konsequenzen nicht so erfreulich sind.

    Es ist also davon auszugehen das es zu einem starken Konzentrationsdruck kommen wird (was normalerweise schlecht für den Konsumenten ist) und gegebenenfalls auch zu einer Zerstörung der „LED-Technik“ in den Augen des Verbrauchers.

    Ich erläutere das auch:
    Ich trage mich schon seit längerem mit dem Gedanken auf LED umzusteigen und habe nun den Schritt teilweise gewagt da die Preise stark gefallen sind. Das Risiko bzw. der amortisierungszeitraum der von mir erworbenen Retrofits ist daher stark gesunken. Die LED wird aber als stromsparend UND langlebig beworben. Viele Kunden werden daher als erstes wahrnehmen das eine LED eventuell nicht länger hält als eine „normale“ Glühlampe aber immer noch das 4-10 Fache kosten. Auch wenn in intensiv genutzen Bereichen (angenommen 4 Stunden pro Tag) jedes Watt Einsparung vermutlich mit ca 40 Cent Einsparung im Jahr gerechnet werden kann und so schon eine Einsparung von 20-30 Watt ökonomisch sinnvoll sein könnte werden die gefühlten Kosten die Konsumenten abhalten. Steuern die LED Produzenten nun dagegen indem sie die LED Lampen schneller kaputt gehen lassen so wird sich für den normalen Konsumenten kein gefühlter Vorteil einstellen – im Gegenteil er wird eher Nachteile sehen. Sein Haus ist Lichttechnisch schon eingerichtet. Zurzeit erfordern LED Lösungen noch relativ viele Kompromisse. Der RA der LED ist dabei nur ein Punkt. Ich persönlich erwarte bei einer Umrüstung auch die Lichtfarbe entsprechend meinen Präferenzen anpassen zu können (ich finde „kaltes“ Licht vielfach als angenehmer) allerdings gibt es abseits der vielfach als „natürlich und warm“ ausgelegten 2700K LED immer noch wenig Auswahl. Hinzu kommt das LED von ihrem Abstrahlwinkel eben auch anders funktionieren (LED Stäbe, Halogenlampen etc.) Die Möglichkeit bei einer Umrüstung flexibilität zu gewinnen wird von den Herstellern bisher nur bedingt unterstützt also entfällt dieses Argument für den Konsumenten vielfach auch.

    Wir halten also fest – der RA ist schlechter, die Lampen sind nicht auf LED’s ausgelegt, die flexibiltät der neuen Lösung ist vielfach nicht höher, man muss sich mit der neuen Technik auseinandersetzen UND am ende des Tages könnte noch hinzukommen das der Konsument das Gefühl hat LED sind teurer und qualitativ nicht so wie beworben.

    Gleichzeitig werden Hersteller wegwerfLAMPEN produzieren und verkaufen wollen. Was wird der Konsument diesen Herstellern sagen?

    1) Ich habe die Erfahrung gemacht das LED LEUCHTMITTEL kürzer halten als normale Leuchtmittel
    2) Deine Lampe ist teurer als meine eh schon vorhandene
    3) Ich soll die GANZE (teure!) Lampe wegschmeißen wenn ein paar LED kaputtgehen??? (Je mehr LED desto größer die statistische wahrscheinlichkeit das dies passieren kann)
    4) Eine Lampe zu finden die meiner Frau und mir Gefällt ist schon … schwierig genug ich will nicht alle 5 Jahre eine neue kaufen
    5) Ich muss die GANZE Lampe neu montieren – das ist umständlich und aufwändig!
    6) Aha du hast ein Modulares System .. Toll finde ich gut .. Bist du noch am Markt wenn ich in 5 Jahren ein neues Modul brauche …?

    Wie man sieht sprechen einige Punkte gegen wegwerfLAMPEN. Die Möglichkeit unkompliziert das Leuchtmittel tauschen zu können hat durchaus seine Berechtigung und selbst hier ist ein Standard aus Sicht des Konsumenten notwendig – GERADE dann wenn die LAMPE als teuer und als Investitionsobjekt gesehen wird.

    Ich gehe daher davon aus das sich die Trennung von Leuchtmittel und Lampe auch bei LED Lichtlösungen grundsätzlich durchsetzen wird (auch schon aus einem Gewohnheitseffekt heraus und nicht nur wegen obiger Punkte).
    An dieser Stelle läuft die Industrie dann aber (erneut) in die „Leuchtmittelfalle“ und das alles unter dem Vorzeichen das man bei den Retrofits den Kunden beigebracht hat das LED das schlechtere Leuchtmittel sind ….

    Die einzige Chance die ich für LED sehe sind:
    1) Eine Kehrtwende bei der Werbung –> Kostenersparnis (allerdings schwierig bei hohen Leuchtmittelpreisen)
    2) Eine schnelle standardisierung von Leuchtmitteln und Sockeln für reine LED Lampen.
    3) Eine vermeidung der Verschlechterung von Retrofit Lösungen

    Die letzten beiden Punkte wiedersprechen aber leider dem ökonomischen Anreizsystem des Einzelunternehmens.

    Ökonomisch wird sich das erst bereinigen wenn eine monopolisierung stattgefunden hat und ein Hersteller einen Sockel im Markt durchdrücken kann oder falls staatliche Stellen eine Standardisierung durchdrücken oder Wegwerflampen verbieten.

    Gruß
    CePeU

  7. OK CePeU hast Du Deiner Frau denn auch schon die neuen LED-Filament-Retrofitlampen gezeigt (gibts übrigens auch matt) mit dem alten Edison-Schraubsockel, der gewohnten Rumdumabstrahlung, höchster Effizienz und Sparsamkeit mit teils durchaus akzeptabler Farbtreue und Preisen, die mit den Discounter-Schnäppchen locker mithalten? Noch gibt es da erhebliche Preis- und Qualitätsunterschiede wie hier unter dem Stichwort „Fadenlampe“ nachzulesen ist aber unter dem Druck des finalen Glühlampenverbots bis zum Ende nächsten Jahres dürfte sich dieser Lampentyp im Retrofit-Massenmarkt als „Game-Changer“ durchsetzen. Einziges Manko: der alte Dimmer funktioniert damit nicht mehr aber auch dafür wird es bis dahin wohl eine funktionierende Retrofit-Variante geben.

    Was die armen Händler betrifft, denen die Discounter jetzt das Wasser abgraben, die können sich darauf einstellen, dass es unabhängig vom Lampentyp auch bezüglich der Lichtqualität einen wachsenden Verbesserungsbedarf gibt, dessen Nachfrage durch kompetente Konsumentenaufklärung angeheizt werden kann. Die technischen Realisierungs-Möglichkeiten sind schon da aber noch zu teuer in der Herstellung. Erst eine Marktskalierung durch eine breit stimulierte Massennachfrage wird sukzessive ein besseres erschwingliches Ersatzlicht für uns alle bringen. Während die Platzhirsche an dieser Stelle offenbar zu unbeweglich sind, weil sie wohl Angst haben, auf den suboptimalen Funzeln sitzen zu bleiben, gibt es hier eine echte Bewährungschance für den flexibleren mittelständischen Handel, der eher von der Hand in den Mund umdisponieren kann und nicht soviel Rücksicht auf langfristige Lieferverträge mit den Asiaten nehmen muss.

  8. Richtig spannend ist das Ganze vor allem für die Hersteller undganz besonders für die bisherigen Platzhirsche. Deren Überleben versteht sich nicht mehr von selbst.
    Als Konsument kann man das Ganze nüchtern und entspannt sehen und die Vorteile im Blick haben.

    Man muß sich aber zuerst mit einigen Dingen abfinden:
    – Das Kostensparargument zieht noch nicht. LEDs sind in vielen Einsatzprofilen noch teurer und halten oft nicht so lange wie versprochen. Aber der Mehrpreis ruiniert niemanden. Das sind eben die Initialkosten für eine neue Technologie, die politisch gewollt vor der Zeit in den Markt gedrückt wird. Das meine ich jetzt nicht negativ, sondern wertfrei. Wer wirklich kein Geld, keine Lust zum Experimentieren oder sehr spezielle Leuchten hat, verwendet weiterhin Glühlampen aus dem „ewigen Abverkauf“ der „unendlichen Lagerbesände“ oder Halogenlampen. Mit einem entsprechenden Vorrat ist man aus dem Spiel, muß sich keine Sorgen mehr machen, kann aber auch die Voreile nicht nutzen.
    – Es macht derzeit technisch, ökonomisch und bedingt auch ökologisch Sinn, kostengünstige LED-Retrofits zu kaufen. So gewinnt man mit vertretbarem Aufwand Zeit bis es bessere und billigere LEDs gibt. Der Markt ist noch immer preislich deflationär und technisch inflationär. Beim Smartphone machen wir das auch so und das in ganz anderen Presiregionen.

    Dann kann man die Vorteile genießen:
    – Manche Leuchten können endlich heller werden
    – Man ist nicht mehr auf das gelbe Glühlicht, welches ja nur eine technische Beschränkung war, an die man sich eben gewöhnt hat, angewiesen. Seit ich 3600K und darüber kennengelernt habe, möchte ich mir keinen 2700K mehr kaufen. Noch bin ich in der Minderheit, aber das wird sich ändern.
    – Für viele Räume können bewegungsmeldergesteuerte Lösungen auch mit kurzen Einschaltzeiten gewählt werden. Bewegungsmelder steigern den Komfort und im Vergleich zur Leuchtstofflampe spart man derzeit nur durch kurze Einschaltzeiten Geld.
    – Es gibt Lösungen, bei denen man die Lichtfarbe ändern und dimmen kann. Und das auch noch flimmerarm. Zwar noch wenige im Retrofitbereich aber da wird sich noch viel tun.
    – Man kann sich von der unpraktischen Pendelleuchte lösen und flächige Beleuchtungen in den Raum integrieren.
    – An eine Nichtaustauschbarkeit der Leuchtmittel von integrierten Leuchten wird man sich gewöhnen. Wenn die Lampen ordentlich gemacht sind, halten die länger als der heutige Geschmack. Beim Kauf eines Mixers, Rasenmähers, Fernsehers etc. bestehen wir auch nicht auf einer benutzerfreundlichen Austauschbarkeit des Motors oder der Bildschirmbeleuchtung.

  9. @Hans
    Danke für den Tipp ;). Ich werde die Variante mal im Auge behalten. Bei uns sind leider noch viele G4 und G9 Lampen im Einsatz. Wir haben jetzt vier Lampen die GU10er besitzen teilweise oder ganz auf LED umgestellt und meine Frau hat sich positiv geäußert – ein Fortschritt.Dennoch ist es scheinbar ein Kampf brauchbare LED zu bekommen. G4 und vor allem G9 scheint es sogut wie gar nicht zu geben oder sind zu lang und GU10 mit einem breiten Abstrahlwinkel scheinen auch nicht so weit verbreitet. Will man dann noch eine Lichtfarbe von 4000K so wird es knapp. Eine Alternative ist die G4/G9 Lampen zu tauschen was entweder auch sehr teuer oder entäuschend werden kann je nachdem wie sich die LED Leuchtmittel schlagen werden. Der nächste Schritt eines Lampentausches kann man also erst angehen wenn die Leuchtmittel zeigen das sie sich mindestens 1-2 Jahre bewähren (also auch amortisieren).
    Zurzeit schaue ich ob ich die drei E27er, 865er Energiesparlampen über dem Esstisch mit zusammen ca 3000-4000 Lumen ersetzen könnte aber da sieht es noch mau aus …
    Nett fand ich den Beitrag hier über die OLED Kacheln aber 12-13 von denen kosten mich dann ca 800+ Euro … ne sorry ist (noch) nicht drinn auch wenn ich mir vorstellen könnte das die ideal wären.

    Grundsätzlich zeigt dein Beispiel der Fadenlampe aber auch das Käufer hier schnell einen negativerlebnis der LED Technik erleben kann. Deswegen glaube ich eben nicht das das Heil der Hersteller in „Wegwerflampen“ bestehen wird – keiner wird die versprochenen Laufzeiten (mehr) glauben.

    @Juergen
    1) Ja – genau deswegen Erfolgt der Umstieg erst jetzt bei uns. Ich rechne mit ca 10 Cent pro eingespartem Watt pro Stunde Laufzeit im Jahr. Dies macht bei Wohnzimmerleuchtmitteln (50W –> 5W = 4.50 Euro pro Stunde). Ich vermute zwar das meine Leuchtmittel vielleicht doch zu heiß werden könnten und eventuell schnell ausfallen aber bei 5-9 Euro pro Leuchtmittel ist das bei angenommenen 4 Stunden Laufzeit im Durchschnitt pro Jahr „testbar“. Richtig relevant wird es ja zum Ende nächsten Jahres werden wo die Lampen wieder sehr viel länger laufen werden.
    2) Es macht meist z.Z. leider nur ökonomisch Sinn. Die Lampen sind nicht auf LED ausgelegt, Lichtfarbe scheint für die Massen die an gelbstichiges dunkles Licht gewöhnt sind kein Argument zu sein und das Smartphone ist ein Statusobjekt/Notwendigkeit während Licht aus er Glühbirne für 60-100 Cent das Stück kommt.
    3+4) Empfinde ich auch so auch wenn in vielen Fällen die Lumenzahl erst langsam an die der alten Leuchtmittel drankommt. Zugegebener maßen ist meine Energiesparlampe Tornado 23 Watt 865 E27 und die beiden anderen schneller schaltenden und schaltfesten ESL scheinbar nicht die Norm über dem Esstisch aber wo bekomme ich die gleiche Lichtausbeute im vertretbaren Preisrahmen bei LED’s her? Vor allem da ich jetzt schon nur noch bei ca 40W und 3000-4000 Lumen liege. Wenn ich das mit einem hohen RA oder 4000K bekommen könnte würde ich sofort nochmal darüber nachdenken. Ich fand das hochgelobte 2700K Licht schon immer als absolut gräßlich und dunkel. Wenn ich Licht brauche dann will ich es hell haben. Aber versuch mal eine GU10 mit mindestens 4000K und einem Abstrahlwinkel von über 40 Grad (am besten 120) für den Wohnzimmertisch/-bereich zu bekommen …
    5) Ja gerade der Flur ist optimal für sowas. Aber man kann sowas nicht immer so leicht nachrüsten. Ideal wären Bewegungsmelder in den Lampen oder Leuchtmitteln. Da habe ich auf LED Basis aber auch noch nichts brauchbares für unseren Flur (GU10) gesehen. Hier liegt ein PIR Selbsteinbausensor aber bisher habe ich mich gedrückt den 2,5m an der Decke anzubringen. Mit den 2x5W LED die nun drin sind werde ich die Mehrkosten wohl hinnehmen.
    6+7) Alles Zukunftsmusik. Ich meine das nicht abwertend! Gerade die Idee die Lichtfarbe an den Tagesablauf anpassen zu können wie er zum Teil in den ersten Lampen anfängt aufzukommen finde ich genial. Ich mag zwar helles kaltes Licht aber ab 22 bzw 23 Uhr kann es durchaus Sinn machen „dunkler“ zu werden. Das Problem ist nur das sich die LED vielleicht schon den Ruf bis dahin versaut hat da bei vielen das Kostenargument nicht so ein Gewicht hat und das Langlebigkeitsargument wiederlegt wurde. Ich war auch nicht bereit auf eine Laufzeit von 3-4 Jahren zu setzen damit sich die damaligen Leuchtmittel für 15-20 Euro amortisieren … jedenfalls nicht für eine 1st Generation Technologie!
    8) Ja die Leute tendieren bei Technik viel eher zum Wegwerfen/Austauschen aber gerade beim Licht ist das denke ich noch anders und wird auch geraume Zeit so bleiben. Die Leute tauschen ihre Handys mittlerweile alle 2 Jahre und ihre TV’s wahrscheinlich alle 5 Jahre. Während es bei Handys als normal gilt ist es bei TV’s vielfach aber schon mit Zähneknirschen verbunden (vor allem weil die Updatepolitik der meisten Firmen hier noch zu massiven Image Schäden führt oder führen wird). Wie wird es da erst mit einer null acht fünfzehn Technik aussehen die jeder als gegeben, billig und sogar als fest Verbaut wahrnimmt? Einen Fernseher aufstellen kann fast jeder aber wie viele Konsumenten werden an Dimmern, Transformatoren und elektrischen Anschlüssen rumschrauben wollen die neue Lampen so mit sich bringen werden und die in 2,5m+ Höhe hängen? Wie groß wird das Frustgefühl sein eine neue Lampe an die Decke zu bringen?

    Wie gesagt deine Beispiele hängen auch nicht 2-3m Hoch an der Decke und wir gehen bei Rasenmähern und TV’s von mindestens 5-10 Jahren problemlosen Betriebes aus. Wie haben davon meist auch nur 1 bis max 3 im Haushalt. Wieviele Lampen hast du im Haushalt? Ich denke mehr als 10. Wenn also statistisch jedes Jahr eine nach 10 Jahren kaputt geht wechselst du im Jahr eine LAMPE oder noch mehr …

    Ich will nicht jedes Jahr 1-2 mal mit meiner Frau Lampen kaufen gehen … vor allem nicht wenn es das Model das wir tauschen wollen schon wieder lange nicht mehr gibt durch den „Segen“ des schnellen Fortschrittes. Außerdem müsste ich eventuell zweimal tauschen – das erste mal durch die bevorratete Ersatzlampe und danach durch die gekaufte „passende“ Lampe. Schon mal dran gedacht wieviele Lampen du so auf Vorrat liegen haben wirst? Schau mal wie viele Leuchtmittel du auf Vorrat hast und rechne hoch 🙂

    Wie gesagt ich glaube nicht an den Erfolg einer Lampentauschökonomie.

    Trotzdem Danke an euch Beide für eure Antworten und an Fastvoice für seine tollen Beiträge/Webseiten! Ich lerne hier viel und bekomme tolle Ideen und Erfahrungen mit!

    Gruß
    CePeU

  10. @ CePeU und Jürgen: Mal sehen, wie lange es ab dem finalen Glühlampenverbot (dann aber auch Halogen mit Ausnahme der teuren PHILIPS MASTERclassic !) ab Ende nächsten Jahres dauern wird, bis die gebunkerten Vorräte erschöpft sind. Das ist sicher keine langfristige Perspektive bei einer Lebensdauer von 1000 bis 2000 Stunden. Prinzipiell könnten LED-Lampen 34 Jahre Dauerbetrieb aushalten, wenn es etwa gelänge, die Temperatur in der Grenzschicht auf 45°C zu beschränken. Da man aber wohl weniger aus geplanter Obsoleszenz als vielmehr aus ökonomischem Ausbeutekalkül versucht, möglichst viel Licht aus möglichst kleinen „Chips“ zu holen, indem man z.T. mehr als 85°C zuläßt, reduziert sich die Lebensdauer auf bestenfalls ein Zentel, womit man den Austieg aus dem Retrofit-Konzept vereitelt – anderenfalls könnte die Lampe ja womöglich fest verbaut bleiben bis das Haus ohnehin abgerissen wird ;-).
    Es wird so auf absehbare Zeit bei dem Retrofit-Konzept bleiben.

    Es erstaunt mittelerweile schon, dass diese Branche mit ihren „work-arounds“ und „bandage-fixes“ so lange überleben konnte. Gerade habe ich versucht, einen Link auf die Herstellerseite mit den Grafiken zur Temperaturabhängigkeit der Lebensdauer zu setzen, um nun festzustellen, dass die Website garnicht mehr existiert und vermutlich auch die Firma in Taiwan nicht mehr.

    Nachhaltigkeit wird in dieser Wild-West-Ökonomie offenbar nicht belohnt und der krisenhaft steinige Weg über „trial-and-error“ scheint weder den Konsumenten noch den übrigen Marktteilnehmern erspart zu bleiben, obwohl die Technologien zur nachhaltigeren Beleuchtung schon verfügbar wären. Aber lieber verfolgt man die „quick-and-dirty solutions“ für einen kurzfristigen Marktvorsprung statt konzertiert und konzentriert nachaltigere Lösungen anzugehen – sicherlich auch weil den Investoren die technischen Implikationen kaum vermittelbar sind.

    • „Nachhaltigkeit wird in dieser Wild-West-Ökonomie offenbar nicht belohnt“

      So sieht es wohl aus und ich kann mich da nicht ausnehmen.
      Sowohl Philips als auch Osram haben teure und wahrscheinlich auch gute Lampen angeboten. Ich habe sie nicht gekauft, sondern erst mal mit billigen Chinalampen experimentiert. Und ich bin nicht unzufrieden damit. Schließlich habe ich so gefunden, daß es für mich besseres als 2700K gibt.
      Und mein objektives Hauptargument bleibt: Der LED-Markt ist ein stark deflationärer. Und die bisherigen Keyplayer kennen sich damit schlechter aus als die Newcomer aus Halbleiter- und Elektronikindustrie, die auch entsprechnde Kosten- Vertriebs- und Entscheidungsstrukturen haben.
      Und solange der Markt deflationär ist, werden die Verbraucher auch zurückhaltend mit größeren Investitionen sein.
      Deshalb werden sich schon noch etliche Menschen mit kostengünstigen Retrofits oder konventionellen Leuchtmitteln einige Jahre über Wasser halten. Wahrscheinlich sind in 5 Jahren die Wirkungsgrade soweit angestiegen, daß LED-Retrofits auch vrnünftiger funktionieren. Insofern kann es schon sein, daß wir E27 und E14 nicht wirklich los werden. Aber es gibt derzeit mehr Alternativen als je zuvor.

  11. Das ZHAGA-Konsortium ist ein selbstlegitimiertes „Normungsgremium“ der etablierten Industrie, die versucht, ihre alten technischen Konzepte mit Vorgaben zur Austauschbarkeit der Komponenten für alle Marktteilnehmer verbindlich zu zementieren. Das erkennt man z.B. schon daran, dass diese „Bücher“ die verlustlosen kapazitiven Retrofit-Lampennetztteile aus Asien garnicht auf dem Schirm haben, sondern sich mehr der Entwärmung von aktiven konventionellen Treibern im Sinne eines Baukastensystems widmen. Das geht am eigentlichen Konsumenten-Massenmarkt der Retrofits vorbei, der nach meiner bisherigen Einschätzung aber das zentrale Anliegen dieses Blogs war – oder habe ich da was missverstanden?

    • Klar hat das hier mal vorwiegend mit massentauglichen LED-Retrofits angefangen, aber die Entwicklung ging ja seither sowohl auf dem Lichtmarkt als auch im Blog weiter. Seit einiger Zeit sehe ich die Zukunft eher bei den integrierten LED-/OLED-Leuchten – aus verschiedenen Gründen.

      Auch Zhaga dürfte eher Komplettleuchten als die zum Teil zu Schleuderpreisen verramschten Retrofits auf dem Schirm haben. Schließlich will die Industrie ja auch in fünf oder mehr Jahren noch was mit ihren Leuchtmitteln verdienen, was ich persönlich für absolut legitim halte.

  12. Alles sehr schön und gut und letztlich spezeill bei den OLEDs wohl auch noch mit Potenzial für eine verträgliche Beleuchtung aber eben auch nur für neue Projektinstallationen und weniger für den durch das drohene finale Glühlampenverbot wichtigen Markt der nachzurüstenden Allgemeinbeleuchtung, der um Größenordnungen mehr Umsatz verspricht. Deshalb versuchen doch auch die westlichen Major Players weiterhin, diesen Markt zu bedienen, um nicht zur Bedeutungslosigkeit schrumpfen zu müssen. Dabei bedienen sie sich der asiatischen Fertigung mit eigenen Lösungen in einem hoffnungslosen Konkurrenzkampf gegen die Billigkonkurrenz von dort, die aber durch technische Abkürzungen immer wieder die Nase vorn hat wie bei dem Wettlauf zwischen Hase und Igel. „Dieses Licht ist nicht gut.“ sagte ein chinesischer Hersteller zu seinem Sohn, der hier in Deutschland studiert und seine suboptimalen Billiglampen hier vertreibt, um sein Studium damit zu finanzieren. Aber gutes Licht und preiswerte Retrofits müssen ja nach dem Stand der Technik nicht im Widerspruch stehen. Die Stellschrauben liegen auf dem Tisch aber durch den anfänglichen Goldrausch wurde auch soviel Inkompetenz angelockt, die jetzt da die Bäume nicht mehr in den Himmel wachsen nur noch ums Überleben kämpft. Neben der Energieeffizienz und Verträglichkeit sind auch die Kosten und die Lebensdauer sicherlich ein entscheidendes Kriterium für eine breitere Akzeptanz des neuen Lichts in der Projekt- wie auch in der Allgemeinbeleuchtung. Und die gute Nachricht ist, dass im Prinzip alles durchaus vereinbar wäre.

    Na klar ist es legitim, mit ZHAGA zu versuchen, wenigsten die Nischenmärkte einzuzäunen, besonders schlau nicht unbedingt. Zwar kann eine rechtzeitige Normung grundsätzlich für mehr Kompatibilität, Hersteller- und Kundennutzen sorgen aber eine voreilige Normung kann andererseits eine galoppierende Innovation auch zum Nachteil des Fortschritts ausbremsen. So könnte dieser Versuch, die Deutungshoheit zu retten, auch zum Boomerang werden, wenn nämlich der hiesige Umsatzzuwachs ausbleibt, die Investoren den Stecker ziehen und letztlich der Beleuchtungsmarkt nur asiatischen Anbietern überlassen wird.

  13. Ich finde die Zhaga Idee grundsätzlich gut und sie entspricht auch dem was ich teilweise oben als aus meiner Sicht notwendig beschrieben haben – nämlich die Normung und Modulasierung der LAMPEN (LAMPE und LEUCHTmittel sind auch nur Module). Dies wäre nicht unbedingt eine Wegwerflampe und könnte soviel Sicherheit schaffen das Verbraucher diese Lösung als akzeptabel empfinden.

    Problematisch aus meiner Sicht ist aber das dies eher als Versuch zu sehen ist einen eigenen abgegrenzten Standard zu etablieren. Öffnet man ihn zu weit hat man genau das selbe Problem wie jetzt. – hält man ihn klein teuer und exklusiv wird es eher ein (unbedeutender) Nischenmarkt bleiben.

    Ingesamt stellt sich dann auch die Frage in wie weit man gegen ein simples und Milliardenfach! verbreitetes schon vorhandenes modulares Konzept bestehen will ….

    Man kommt also aus der Kostenfalle nicht wirklich heraus oder wird bedeutungslos. Statt also auf Innovation und Qualität zu setzen und sich so eine stabile Nische zu schaffen lässt man sich auf den Preiswettkampf ein und schafft kleine abgeschottetet monopolisierte Nischen (weil man faul ist). Meine Vorraussage ist das es wie immer bei asiatischer technik und europäischen Unternehmen läuft. Schritt eins ist die Markführerschaft über den Preis und von dort ausgehend langsame Steigerung der Qualität und nutzung der Skaleneffekte um so langsam den Preismittbewerbern die Luft abzudrücken.
    Gegen so was kommt man nur durch gutes Preis UND Leistungsverhältnis an UND Schaffung eines Markennamens an. Im Hochpreissegment kann man dann auch Zhaga anbieten aber ohne das Standbein im mittleren Segment wird einem die Puste ausgehen weil man zu unflexibel wird. Aber das bedeutet harte arbeit, exzellente Kundenbindung und stetige innovation – sowas ist kurzfristig für die Bilanz natürlich nicht ganz so einträglich …

    Gruß
    CePeU

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