LED-Tagebuch (KW 11): Parkhaus-Licht, Marktcheck, LEDON-Rasterleuchte

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im “Blog-Telegramm” und in der Google+-Community “LED-Beleuchtung” – als LED-Tagebuch mit Updates und Ergänzungen.


Parkhaus Klosterhof, Kempen
09.03.: Ein Parkhaus kann nach Philips-Angaben auch ohne nachträglich installierte Steuerleitungen problemlos auf „intelligente“, Sensor-gesteuerte und stromsparende LED-Beleuchtung umgerüstet werden. PacificLED_Green_parking+SensorBeispiel: Die Tiefgarage des „Klosterhofs“ im niederrheinischen Kempen (PR-Foto oben). Ermöglicht wurde die Installation durch das funkgesteuerte, vernetzte Philips-System „Pacific LED Green Parking“.

Die „OccuSwitch Wireless“-Sensoren erkennen sowohl Menschen als auch Autos und sorgen antizipierend dafür, dass sich die Helligkeit der „PacificLED“-Feuchtraum-Leuchten bedarfsgerecht regelt (PR-Fotos rechts). Wenn sich niemand mehr in einer Parkzone aufhält, wird das Licht bis auf 20 Prozent gedimmt. Zusätzlich wurde in einigen Leuchtengehäusen ein Notbeleuchtungssystem integriert. Die Strom- und Wartungskosten seien erheblich geringer als beim Einsatz von Leuchtstoffröhren; die teurere Investition in LED-Technik soll sich in weniger als vier Jahren amortisieren.


LEDON-G9-neu-aus-klein10.03.: LEDON hat jetzt nach Lektüre meines Doppeltests der neuen LED-Stiftsockellampen starke Zweifel am Ergebnis der Flimmermessung der G9-Variante (Foto rechts: W. Messer) geäußert. Die „Flicker Tester“-App der dänischen Firma „Viso Systems“ hatte ihr einen Flimmerindex von 0,2 und eine Intensität von 59% attestiert.

Nach Ansicht von Firmenmitarbeitern müsse das daran liegen, dass die Messungen mit der auch bei LEDON bekannten App sehr ungenau seien. Daher werde diese App dort nicht verwendet – auch nicht bei den Vertriebsmitarbeitern. Man habe mehrere G9-Lampen mit eigenen Instrumenten gemessen und sei auf einen „hervorragenden“ Wert von < 1% gekommen. Die erste Stellungnahme von LEDON und meine Replik darauf gibt’s jetzt als Update unter dem Test.


11.03.: LED-„Birnen“ sind eines der Themen im Verbrauchermagazin „Marktcheck“ des SWR-Fernsehens mit Jana Kübel Jana Kuebel Marktcheckan diesem Donnerstag, 12.03., ab 21 Uhr (Foto: SWR, Alexander Kluge). Getestet wurden für den Beitrag unter dem Motto „blaues Wunder bei Preis und Leistung“ nach meinen Informationen fünf rundstrahlende E27-Retrofits aus einem sehr breiten Preisspektrum – jeweils mit „warm-weißer“ Farbtemperatur und mindestens 600 Lumen Lichtstrom.

Bei der Auswahl der Kandidaten durfte ich der Redaktion im Vorfeld ein paar Tipps geben – vermutlich werden Sie neben den bekannten Modellen der Marktführer Philips und Osram auch je eines von IKEA und „Müller-Licht“ sowie eine „Filament-Birne“ von Vosla sehen. Außerdem berichtet „Marktcheck“ über die Entsorgung von Energiesparlampen.

Update 13.03.: Die ausführlichen Ergebnisse des Tests (inklusive Beitragsvideo) finden Sie hier; Tipps zu Lampen-Tausch und -Entsorgung gibt’s auf dieser Seite (leider ohne Backlink zu meinem Blog – schade). Die Sendung wird am Freitag, 20.03., ab 10.45 Uhr im Digitalkanal EinsPlus wiederholt.


LEDON_LED_Panel_4000lm_4000K11.03.: Seine erste LED-Rasterleuchte (PR-Foto rechts) präsentiert LEDON ab heute bei der Fachmesse „Power-Days 2015“ in Salzburg (Österreich). Wie das „i-magazin“ berichtete, gibt es sie wahlweise in den Standardmaßen 623 x 623 mm oder 597 x 597 mm; jeweils mit 9 mm Höhe.

Die Leistungsdaten: 47 Watt inklusive Vorschaltgerät, 4000 Lumen Lichtstrom, „neutral-weiße“ 4000 Kelvin Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex Ra 85, 50.000 Leuchtstunden Nennlebensdauer. Laut LEDON haben die Einbauleuchten eine sehr gleichmäßige Lichtverteilung und seien „komplett flimmerfrei“. Eine unverbindliche Preisempfehlung liegt mir noch nicht vor; die offizielle Markteinführung soll erst „in einigen Wochen“ stattfinden.


Eigenwerbung Juni 2014


13.03.: Halogen-Leuchtmittel spielten bei den während der „Lichtwoche Sauerlandlichtwoche-sauerland-logo-klein vorgestellten Leuchten-Neuheiten laut Medienberichten so gut wie keine Rolle mehr. Rund 7000 Fachbesucher konnten sich bei der dezentralen Messe Anfang des Monats davon überzeugen, dass die 46 teilnehmenden Firmen fast ausschließlich auf LED-Technik setzen.

Zwei gegenläufige Trends zeichnen sich am Markt ab: Einerseits scheint das Niedrigpreis-Segment endgültig an asiatische Produzenten verloren gegangen zu sein, andererseits profitieren deutsche Premium-Anbieter vom steigenden Marken- und Qualitätsbewusstsein der solventeren Kundschaft. Der positive Image-Transfer einer anerkannten Dachmarke kommt dann auch dem mittleren Preissegment des Gesamtsortiments zugute.


Spektraldiagramm-klein14.03.: Aus Urlaubsgründen werde ich vermutlich bis Anfang April erstmal keine neuen Laborwerte von meinem Kooperationspartner „David Communication“ bekommen (rechts ein Spektraldiagramm). Aktuell habe ich noch vier Testlampen, für die diese Einschränkung gelten würde, und die deshalb vermutlich erst in der Karwoche hier im Blog vorgestellt werden.


Mehr zum Thema:

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4 Gedanken zu „LED-Tagebuch (KW 11): Parkhaus-Licht, Marktcheck, LEDON-Rasterleuchte

  1. Funkvernetzte Leuchten hat Steinel schon lange im Industrieprogramm. Da zieht Philips jetzt wohl nach. Aber bei richtig große Parkanlagen sind schon seit vielen Jahren Bewegungsmelder, zonenweise Schaltungen und lampenschonende EVGs Standard. Und wen das schon investiert ist, lohnt die Umrüstung noch lange nicht. Bei Neuanlagen mag das besser sein.

    Bin gespannt, was Ledon für die Rasterleuchten verlangt. Ledon ist  bei mir in die Schublade der Gelblichtläden eingeordnet, weshalb ich deren Produkte auch nicht mehr wirklich verfolge. Aber so ein flaches 4000k Panel sieht interessant aus.

    Ich würde eine ähnliche Helligkeit wie 3 120er oder 4 bis 5 600er LED-Röhren erwarten. Die Müllerlicht-Röhren sind nach meinen Messungen ja ebenfalls praktisch flimmerfrei und machen subjektiv ein schönes Licht. Damit hätten wir schon mal den Preisbaustein für das pure Licht, dann kann man noch einen Betrag für für die Leuchte zugeben. Ich persönlich würde aber nicht nochmals die gleiche Summe ansetzen wollen – es sei denn die Leuchten hätten Sonderausstattungen wie hoher Ra-Wert, Farbtonvariation und flimmerfreie Dimmung.

  2. Der SWR-Marktcheck war ein guter Ansatz, aber Wolfgang war etwas milde zu den Kollegen. Das gleiche ich gerne aus ….

    Walulis-kandidierenden Reporterdarstellern, die demonstrativ mit mehr als zwei Testobjekten lose in der Hand Richtung Eingang eines Testinstituts gehen müssen, sollten bitte bei der Werbemittelabteilung ihres Senders nach einer Einkaufsnetztasche fragen, wenn es keine transparente Plastiktüte mehr sein darf, danke.

    Im Kinderzimmer aus einer Deckenstrahlerleuchte heraushängende Quecksilberleuchtstofflampen zeigt ein verantwortlicher Redakteur höchstens beim vorsichtigen Rausdrehen und bei der Placierung in einem gepolsterten und verschliessbaren Behaeltnis zwecks Entsorgung, natürlich ohne vorheriges Anschalten. Im von Marktcheck heimgesuchten Privathaushalt sah es überdies aus, als kämen die teils besonders rundstrahldesignten LED-Allgebrauchslampen in die lumenklauende und wärmestauende Strahlerfassung. Kompetente Licht- oder Verbraucherberater würden davon abraten. Ebenso hätten sie seit der Mittelschule im Kopf, wie viel eine Glühlampe im Keller im Verhältnis zu den dort abgestellten Waschküchengeräten tatsächlich an Kilowattminuten verbraucht, statt absolut hanebüchen eine Quecksilberleuchtstofflampe in eine offene Leuchte an einer niedrigen Kellerdecke zu pfuschen. Was man sich und dem Gast im Trimm- bzw. Gästezimmer an Beleuchtung zumutet, lässt ebenfalls gewisse Rückschlüsse zu. Und ob der Schreibtisch eines Schulkindes neben tageslichtählicherer Lampe auch einen Blick ins Freie bieten sein sollte, damit die Augenakkomodation variiert, wäre auch eine Frage, die man sich stellen sollte, bevor man dem Optiker einen Dauerkunden heranzieht.

    Zwar subjektiv und nur weil wir bei fastvoice.net sind, aber zumindest ich bin allergisch gegen die weibliche Off-Stimme im Marktcheck-Beitrag. Privatfernsehtaugliches dramatisieren, übermodulierendes Gurren und Schnarren nenne ich es mal unfachmännisch. Zu Röhrenfernsehzeiten galt mir solch stimmliches Over-acting als akustische Warnung, nach einer falsch gedrückten Fernbedienungstaste noch vor dem Aufleuchten des Phosphors schnell wieder auf einen seriösen Sender umzuschalten.

    Dass im dichten Programmablauf die Zeit fehlt, ganz genaue Produktbezeichnungen einzublenden oder auf Verwechslungsmöglichkeiten hinzuweisen: geschenkt.

    So, genug gemeckert. Dank an Wolfgang für den Hinweis und seine doch ganz gelungene Hilfstätigkeit bei der Auswahl der vorgestellten Lampen!

    • Danke für die ausführliche TV-Kritik, die ich überwiegend teile. Es ist halt ein „Verbrauchermagazin“, das vorwiegend von älteren und sehr alten Zuschauern mit relativ geringer Technik-Affinität gesehen wird. Deshalb war die Aufbereitung einigermaßen zielgruppengerecht und im Vergleich zu vielen anderen LED-/Beleuchtungs-Beiträgen im TV durchaus akzeptabel.

      Wenn ich so was machen würde, sähe es sicher ganz anders aus, hätte aber noch weitaus geringere Einschaltquoten als ohnehin schon.

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