Leuchtender Rosenmontag – mit LED-Schnäppchen bei Aldi (Update)

Wenn andere Rosenmontag feiern, können sich LED-Schnäppchen-Jäger bei Aldi Süd über zahlreiche Lampen zwischen knapp 2,50 bis rund 8 Euro pro Stück freuen. Bei Aldi Nord gibt es gleichzeitig für 29,99 bzw. 49,99 € LED-Pendel- und Deckenleuchten in verschiedenen Varianten.

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Aldi-Sued-02-15-neu3-kleinGut zwei Wochen nach den „MeLiTec“- und „lifelight“-Hammerangeboten von Aldi Nord füllt kommende Woche auch die Süd-Schwester die Discounter-Körbe und -Regale mit besonders preisgünstigen LED-Retrofits. Rund 30 „warm-weiße“ Modelle von „Müller-Licht“ mit fast durchweg 25.000 Leuchtstunden und 12.500 100.000 Schaltzyklen Nennlebensdauer stehen ab Rosenmontag, 16. Februar, zur Auswahl (Prospektausschnitte oben und rechts, zum Vergrößern anklicken).

Hier sind es jedoch keine Lampen mit besonders hohem Farbwiedergabeindex Ra >90, sondern solche mit etwas über Ra 80. Also dürfen Sie nur durchschnittliche LED-Lichtqualität erwarten – bei den rundstrahlenden Bauformen mit meistens 2700 Kelvin Farbtemperatur, bei den Akzent-/Spotlampen vorwiegend mit etwas „kühleren“ 3000 K. Ausführliche Infos bietet Ihnen Aldi leider keine; die müssen Sie sich auf der „Müller-Licht“-Website zusammensuchen – beispielsweise hier, hier, hier, hier oder dort. Update 16.02.: … die habe ich auf meine Anfrage von vergangener Woche erst heute direkt von „Müller-Licht“ bekommen (pdf-Download – alle Angaben ohne Gewähr).

Zum Ausgleich starten die Preise im Extrem-Tiefflug unter dem 5-Euro-Radar: Für 4,99 Euro kriegen Sie nämlich bereits acht nicht dimmbare Lampenmodelle im Doppelpack – Stückpreis also knapp 2,50 €. Und das sind nicht nur relativ schwache 3-Watt-/E14-„Kerzen“ und -„Tropfen“ mit 250 Lumen Lichtstrom und 150 Grad Halbwertswinkel (als 25-W-Glühlampenersatz), sondern teils ausgewachsene E27-„Birnen“ mit 10 Watt, 810 Lumen und ca. 200 Grad breitem Lichtkegel, die 60-W-Stromfresser in Rente schicken können. Die gab’s bei der letzten Aktion dieser Art noch nicht – schon gar nicht im Duett.

Auch dimmbare Lampen zu Sonderpreisen

Müller-Licht-13W-ausSie hätten lieber was Dimmbares oder gar teils Helleres? Dann sollten Sie knapp 8 Euro pro Stück anlegen und haben die freie Auswahl unter sieben „Birnen“, „Kerzen“ und „Tropfen“ – zwischen 5,5 Watt und 470 lm (40-W-Ersatz) und satten 13 W und 1055 lm (75-W-Äquivalent, PR-Bild rechts) mit 200 bis 230 Grad Abstrahlwinkel. Immer wieder lustig, dass solche extrem unterschiedliche Modelle bei Aldi zum Einheitspreis verkauft werden – ist aber so ’ne Art Tradition dort, genau wie die erschreckend konsequente Ignoranz der EU-Vorschriften zur öffentlichen Angabe der Leistungsdaten.

Das gilt ebenso für die nicht dimmbaren Reflektorlampen zu 4,99 € pro Stück (nicht verwirren lassen: In der Webseiten-Adresse steht irrtümlich „dimmbar“, wurde offensichtlich mit einem anderen Angebotsblock verwechselt). Hier sind es es teils Hochvolt-Strahler mit E27-, E14- oder GU10-Sockel zwischen 4 W/220 lm und 8 W/530 lm und teils GU4- buw. GU5.3-Niedervolt-Spots zwischen 2 W/90 lm und 5W/320 lm. Die „fetten“ R63- und R50-Strahler haben einen etwa 120 Grad breiten Lichtkegel, die kleineren Spots 38 bzw. 40°.

GX53-Bajonettsockel-Retrofits für rund 4 Euro

Nur einen Euro mehr zahlen Sie für jeweils eine von vier dimmbaren GU10-, E27- und E14-Reflektorlampen mit 4 bis 8 W und 230 bis 530 lm. Sie dienen als Ersatz für entsprechende Halogen- bzw. Glühfaden-Strahler zwischen 35 und 50 W.

Mit schlanken 3,99 Euro pro Stück präsentieren sich zu guter Letzt fünf „Spezial-Leuchtmittel“: 3000-Kelvin-Stiftsockellampen (12 Volt, G4, 1,2 W, 80 lm, 120 Grad Halbwertswinkel; 230 V, G9, 1,9 W, 160 lm, 120°), kompakte E14/3000-K-Lampen (2,5 W, 180 lm, 160° für den Kühlschrank; 2,5 W, 220 lm, ca. 270°, als einzige mit nur 15.000 Leuchtstunden Nennlebensdauer, für Dunstabzugshauben) sowie eine runde GX53-Retrofit mit Bajonettsockel, 6 W, 350 lm, 2700 Kelvin und 120° Abstrahlwinkel (ersetzt mindestens 9-W-ESL-Lampen). Für so was zahlen Sie anderswo teils das Dreifache.

Integrierte LED-Leuchten bei Aldi Nord

Aldi-Nord-02-15

Bei Aldi Nord darf ab Rosenmontag wieder „MeLiTec“ ‚ran – diesmal nicht mit Retrofits, sondern mit größtenteils nicht dimmbaren, integrierten LED-Leuchten zur Deckenmontage (Screenshot-Ausschnitte oben). Hier gibt es keine auswechselbaren Lampen, sondern fest verbaute Module, die durchweg eine „warm-weiße“ Farbtemperatur von 3000 Kelvin und Farbwiedergabeindex Ra >80 haben. Eine Nennlebensdauer (Leuchtstunden, Schaltzyklen) wird leider nicht verraten.

Fünf der sechs Strahlerschienen-Varianten für jeweils 29,99 Euro bieten bei einer Gesamt-Leistungsaufnahme von 15 Watt dreimal 340 Lumen Lichtstrom, was sich auf 1020 lm oder ungefähr zur Gesamthelligkeit einer 75-Watt-Glühlampe summiert. Die Version mit nur zwei Leuchtköpfen kostet genau so viel, zieht 10,5 W und bietet insgesamt 680 lm. Da der Abstrahlwinkel bei rund 120 Grad liegen dürfte, kriegen Sie hier ein ähnliches Licht wie von zwei 28-W/R50-Halogenstrahlern.

Eine von drei Pendelleuchten ist dimmbar

MeLiTec-Pendelleuchte-Modell02Ganz offiziell ist dieser 120-Grad-Winkel bei den drei „MeLiTec“-Pendelleuchten-Modellen in „Nickel matt“-Optik für 49,99 Euro. Die machen sich recht gut über dem Ess- oder Wohnzimmertisch und liefern aus 18 bzw. 19 Watt 1200 bzw. 1400 Lumen und kommen damit sehr nahe an die Gesamthelligkeit einer 100-Watt-Glühlampe – allerdings viel stärker auf den Bereich unter der Leuchte fokussiert.

Falls Ihnen das zwischendurch mal zu hell sein sollte, würde ich zur Variante „8220/02/2“ raten (PR-Bild oben links), die als einziges Modell aus dieser Aldi-Nord-Sonderaktion über einen integrierten Dimmer verfügt. Nach oben hin bleibt’s aber bei allen Modellen weitgehend dunkel.

Insgesamt könnte sich für sparsame Verbraucher der Weg am Rosenmontag sowohl zu Aldi Nord als auch zu Aldi Süd lohnen – wobei es noch schöner wäre, wenn sich die angebotenen Leuchten und Lampen vor dem Kauf mal in Aktion zeigen würden. Diesen Aufwand sparen sich die Discounter jedoch fast immer, genau wie die konsequente Veröffentlichung aller wichtigen Leistungsdaten in den Werbebeilagen und Online-Angeboten. Bleibt also nur die hoffentlich problemlose Rückgabe, falls Ihnen das Licht der günstigen LED-Schnäppchen zuhause dann doch nicht gefallen sollte.

Update 16.02.: Nachdem ich bereits vergangene Woche nachgefragt hatte, bekam ich heute von „Müller-Licht“ eine ausführliche pdf-Übersichtstabelle mit den technischen Daten der Angebotslampen (alle Angaben ohne Gewähr).

Mehr zum Thema:

LED-Schnäppchen bei Aldi Süd: 18 Lampen von 2,50 bis 10 Euro

LED-Tagebuch (KW 07): Aldi-Aktion …

Bitztest: Zwei farbtreue „MeLiTec“-LED-Lampen bei Aldi Nord

Doppeltest: Müller-Licht-HD-LED contra IKEA-Ledare-„Birne“

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57 Gedanken zu „Leuchtender Rosenmontag – mit LED-Schnäppchen bei Aldi (Update)

  1. Wirklich schade, dass ALDI keine Spezifikationen veröffentlicht… Insbesondere der Abstrahlwinkel interessiert mich doch sehr. Die Lampe #6 von hier mit 5,5W = 40W kann ich auf der Mueller Licht Webseite leider gar nicht finden. Bei der entsprechenden 10W Version (#8) müssten es immerhin 190° sein wenn es denn keine „Spezialversion“ ist, die für exclusiv ALDI Süd produziert wurde.

    Aber 2,50€ für ne 40W bzw. 60W äquivalente Lampe ist schon verdammt gut.

    • Die klare „Kerze“ hat nach meinen Informationen 160 Grad, die „Birne“ Nr. 8 ca. 200° – steht aber auch im Beitrag.

  2. Die normalen LEDS sind wirklich sehr preiswert! Nur die GU4 ist leider mit 3,99 für nur eine Birne teurer als das Doppelpack, was es letztens für 4,99 bei Lidl gab (war auch etwas heller!)

  3. Die Tropfen mit 3 W im Doppelpack hatte ich schon letztes Jahr, etwas kältliches, aber nicht stichiges Licht, gute Helligkeit. Einziges Manko: die matten Plastikkuppeln gehen sehr leicht ab, und darunter kann man dann auf ca. 90 V an den LEDs fassen (unklar, ob potentialgetrennt).

    Die aktuellen Angebote sind schon der Hammer, insbesondere die 60 W – Ersatzlampen. In Vorjahren waren die eigentlich ganz gut, und das bei ELV vermessene Exemplar hatte mit 849 lm mehr als angegeben bei weniger Leistungsaufnahme (9,2 W). Der Farbort läßt einen leichten Gelbstich vermuten, was mit meinen Beobachtungen an Vorjahresmodellen übereinstimmt und ich subjektiv als angenehm empfinde.

    Interessant sind auch die Kristall-Modelle, die mit 320 lm aus 4,5 W gar nicht mehr so schrecklich ineffizient sind wie früher.

    Leider ein Minuspunkt: die von Wolfgang verlinkten PDFs mit den Übersichten über die technischen Daten zeigen bei allen Leuchtmitteln mit Diffusor (sogar den Strahlern mit Diffusor) außer den RGB-Modellen das gleiche Spektrum, das einen kräftigen Rotpeak zeigt und somit vernünftige Rot-Wiedergabe vermuten läßt. Dieses falsche Spektrum ist auch in den meisten Einzeldatenblättern abgebildet und entspricht nicht der Realität, wie man an zahlreichen Beispielen bei ELV sehen kann (jeweils auf Datenblatt und Meßprotokoll klicken).

  4. Ich habe mal einen der 3 W / 250 lm – Tropfen aus dem letztjährigen Doppelpack zerlegt.
    – Plastikhaube (Diffusor), Kühlkörper aus Grauguß und der weiße Plastikmantel sind mit einer Masse verklebt, die stark an Maleracryl erinnert und entsprechend schwache Klebkraft hat
    – unter dem Kühlkörper findet sich ein normales Kondensatornetzteil: Sicherungswiderstand 100 Ohm (habe ich erst gar nicht gefunden, da in Zuleitung zum Phasenkontakt eingeschrumpft), Serienspule mit ca. 27 Ohm und unbekannter Induktivität, Serienkondensator ohne X-Kennzeichnung oder irgendwelche Prüfzeichen (ist das überhaupt zulässig?) und 500 K Parallelwiderstand in SMD, diskreter Brückengleichrichter, Elko 105°, 6,8 µF, 250 V mit Parallelwiderstand 120 K SMD, gemessene Gleichspannung an der LED-Platine knapp 90 V.

    Insgesamt also ein Kondensatornetzeil mit guter Effizienz und vernünftigem Schutz gegen Spannungspitzen an den LEDs. An Lampen mit Stecker und E27-Fassung kann man aber nicht sicher sein, welcher Pol die Phase ist. Zusammen mit der nicht gut angeklebten Haube sehe ich das als ein Sicherheitsrisiko.

    • Danke für den Hinweis! Bei nur 400 Lumen aus 6.3 Watt hört sich die konkurrierende ALDI LED (470 Lumen aus 5.5W) aber deutlich besser an.

      Informationen zum für mich interessanten Abstrahlwinkel findet man auch bei IKEA nicht 🙁

    • Aber nicht mit einem Pendant zur 10/60-Watt LED von Aldi?

    • @Eric: Danke für den Hinweis. Seltsam, dass bei den „Technischen Informationen“ nur ein Farbwiedergabeindex von Ra 80 angegeben wird. Sonst werden die ja mit mindestens 87 beziffert.

      @Gerald: Bei der Bauform und ausgehend von unseren bisherigen IKEA-Messwerten tippe ich auf 240 bis 260 Grad. Die echte Leistungsaufnahme der „Ledare“ ist aber nur 6,3 Watt – die 7 W sind die EU-konforme Aufrundung für’s Öko-Label.

    • Stimmt, Winkel fehlt und außerdem erstaunlicherweise auch nur CRI 80, wofür die Effizienz dann mau wäre. Ich frage mich aber ob das stimmt, denn sonst waren die LED-Leuchtmittel von Ikea seit ~ Ende 2013 immer mit CRI > 87 angegeben und lagen in den Tests meist bei 92.

  5. Das ehrt mich ja, dass ich meinen eigenen Blogeintrag bekommen habe 🙂

    Wir waren gestern bei Ikea. Im Bereich mit den Leuchtmitteln (und auch sonst in großen Körben am Eingang zur Markthalle und vor den Kassen) lagen große Mengen der 400 lm – Birne mit CRI 87 und jetzt nur noch 6,3 W (entgegen der Angabe von 7,5 W, die noch online steht) für 4,99 € pro Einzelpackung.

    Nach den Doppelpacks mußte ich extra fragen, die lagen 50 m entfernt zwischen irgendwelchen Hängeleuchten und hatten wirklich nur CRI 80 bei gleichem Aussehen (der Birnen) und gleichen Leistungsdaten.

    Weswegen ich eigentlich in der Abteilung war, waren die E27-Tropfen mit 3,5 W, 200 lm, CRI87 (nicht dimmbar!), die seit Wochen nicht mehr online und in den meisten Märkten erhältlich waren. Ulm hatte Anfang der Woche plötzlich wieder 120 Stück, gestern morgen waren es noch 23, abends waren angeblich noch 4 da, aber außer den vieren im Demobrett hat auch die Angestellte keine mehr gefunden. Die im Demobrett (können natürlich auch aus älterer Charge sein) leuchteten ohne Farbstich und mit relativ engem Winkel (Diffusor bildet noch nicht mal eine Halbkugel).

  6. Hallo zusammen,
    erstmal möchte ich mich für den sehr informativen Beitrag bedanken. Ich möchte mit den LEDs von Aldi Süd morgen den Wechsel wagen.

    Nun haben sich aber ein paar Fragen ergeben….
    Im Büro haben wir eine Deckenleute mit insgesamt acht 40W Halogen G9 Stiftsockel von Osram. Diese Lampe ist mir schon lange ein Dorn im Auge.
    Jetzt würde ich die acht 40W Halogen Stiftsockel gegen die von Aldi Süd angebotenen 1,9W LED Stiftsockel austauschen.

    1. Kommen die LEDs ansatzweise an die Lichtstärke der Halogenleuchtmittel heran?

    2. Ich habe gehört, dass man bei manchen Lampen einen neuen Trafo benötigt. Wird das bei mir der Fall sein? Falls ja, ist es einfach solch einen Trafo einzubauen?

    3. Für die Halogendeckenleuchte haben wir bisher einen Dreh-, Drückdimmer. Ich weiß, dass man die LEDs von Aldi nicht mehr dimmen kann. Aber das wäre kein Problem.
    Ist es möglich/verträglich, wenn wir die Leuchte mit acht LED G9 dann weiterhin über den Dimmer anmachen (natürlich nicht dimmen, geht ja eh nicht…) oder sollten wir ihn gegen einen normalen Lichtschalter austauschen?

    Über hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar!

    • 1. Nein
      2. Kommt auf den Trafo an. Wenn’s ein alter Ringkern-Eumel ist, könnte es ohne Austausch klappen. Bei elektronischen nur mit Glück. Korrektur: G9-Lampen brauchen keinen Trafo, weil sie direkt an 230 Volt angeschlossen werden.
      3. Niemals einen Dimmer mit einer nicht dimmbaren LED-Lampe verbinden – egal, ob da jemand dreht oder nicht, es kann mit der Zerstörung von Lampe und Dimmer enden.

      • Aber er hat doch bisher G9 Halogen drin! Die brauchen doch gar keinen Trafo.
        Also kann er sie problemlos gegen die Hochvolt-G9-LEDs austauschen.
        Nur der Dimmer muss weg.
        Und laut Aldi-‚Prospekt entspricht die LED 18 Watt Halogen.

    • Autsch – das hatte ich überlesen und spontan an G4 gedacht. 😉

      Danke für den Hinweis. Das kommt davon, wenn man gleichzeitig drei Sachen macht und eigentlich nicht mal genug Zeit für eine hat.

  7. Ich muss mich korrigieren, es sind 4x 40W außen und in der Mitte 4x 25W.
    Die Lampe wurde 2006 gekauft. Ich denke sie wird daher einen elektronischen Trafo haben, oder?
    Wir werden es uns nochmal überlegen. Evtl. montieren wir eine komplett neue LED Lampe mit effizienteren Leuchtmitteln, die dann mehr Lumen erzeugen. Sollte man beim Kauf der Lampe auf wechselbare LEDs achten oder kann man auch getrost Lampen mit fest verbauten LEDs (natürlich nur renommierte Hersteller) montieren?

      • Okay das werde ich mir merken! 😀
        Naja, wenn wir keinen neuen Trafo benötigen, kann man ja falls die Lichtausbeute zu schwach ist, immer noch mit einer LED Schreibtischleuchte nachhelfen.

      • Der Helligkeitsunterschied zur bisherigen Beleuchtung dürfte aber so groß sein (weniger als die Hälfte der bisherigen Gesamt-Lumen), dass eine Schreibtischleuchte allein nicht viel helfen wird.

        • Mhm ok, das stimmt. Der Raum ist zwar bisher sehr! hell ausgeleuchtet, aber der Unterschied zu den G9 LED wird wahrscheinlich zu groß sein. Dann wird die beste Lösung wohl eine neue LED-Leuchte sein…

          • Wie wärs mit stärkeren G9 LEDs? Bei Amazon gefunden und dort gut bewertet. Würden wirklich 25W ersetzen, Dimmbar sind sie allerdings auch nicht! Durchmesser von 27mm muss natürlich reinpassen – dürfte aber in vielen Lampen gehen vom Platz.

            Preis: Pro Stück sind sie natürlich etwas teurer als die von ALDI, sind aber auch deutlich heller.

          • Oder falls du dimmen möchtest und einem Noname Experiment nicht abgeneigt bist: 4W / 300 Lumen (angeblich).
            Vorteil: Dimmbar und günstiger also die vom Amazon Link oben
            Nachteil: Noname, d.h. Chance auf eine lange Lebensdauer vermutlich veringer als bei den Mailux oben, und Lichtfarbe sicher nicht unter 3000K wenn sie 2800K-3200K schreiben.

          • „und Lichtfarbe sicher nicht unter 3000K“

            Da es um die Beleuchtung eines Büros geht, würde ich das nicht als Nachteil ansehen. Ich würde am Arbeitsplatz sogar eher nach etwas mit 4000-6500 K Ausschau halten. Hohe Farbtemperaturen helfen beim konzentrierten Arbeiten. Keine Ahnung, ob es G9-Lampen auch in „kaltweiß“ gibt.

  8. Danke, die sehen interessant aus.
    In einigen Rezensionen liest man sogar, sie seien heller als die vergleichbaren 25W Halogen.
    G9 die 30-40W Halogen ersetzen, dazu noch bezahlbar sind und diese Größe nicht überschreiten gibt es im Moment noch nicht, oder?

    Und noch eine Frage: Gibt es eigentlich „Adapter“ die eine G9 Fassung in z.b. GU10 oder in eine E14, 27 verwandeln. Nicht lachen, ist bestimmt absurd. 😉
    Dann müsste man sich mit den Gläsern was einfallen lassen…

    • Adapter gibt es von fast allem auf fast alles, such einfach mal bei eBay oder Amazon. Ein Problem sehe ich allerdings bei der Festigkeit mit der das im Sockel hält. Wenn du eine 150g E27/GU10 Lampe + Adapter der den Hebelarm nochmal deutlich verlängert in einen G9 Sockel steckst der normalerweise nur ein 20-30g Lämpchen hält… Dann wird in vielen Fällen die Leuchte so gebaut sein das die Schwerkraft dir da ganz ernste Probleme bereitet anstatt zu helfen das im Sockel zu halten.

      • Stimmt, an das habe ich noch gar nicht gedacht. 😀
        Die dimmbaren LEDs von ebay sind einen Versuch wert. Ich suche aber trotzdem noch nach Alternativen. Evtl. auch nicht dimmbare G9. Der Dimmer wird sich bestimmt leicht austauschen lassen. (Wurde eh kaum benutzt)
        Ich denke allein schon aus optischen Gründen wäre es sinnvoll bei G9 zu bleiben.

    • 30-40W äquivalente gibt es kaum von „echten“ Markenherstellern oder „pseudo“ Markenherstellern wie Mailux, da sie dann
      a) entweder nochmal deutlich größer sind und kaum in Leuchten passen
      und / oder
      b) ne Menge Verlustleistung in einem kleinen Lämpchen produzieren => viel Hitze => große Warscheinlichkeit für einen frühen Elektroniktod.

      Insofern wäre ich bei sowas eher skeptisch, heisst aber nicht das es sowas nicht gibt!
      Noname Hersteller auf eBay mit Sitz in HongKong haben z.B. keine Probleme damit wenn die Lampe für die sie 50.000 Stunden versprochen haben bereits nach 200 Stunden ausfällt:

      Beispiel (erster Treffer bei eBay bei Suche nach g9 7w).

      Ich finde das Ding sieht gut aus. Abgesehen von der nicht gerade Warmweissen Farbe (zufallswert zwischen 3000K und 3500K wird geliefert) macht die sicher ein schönes helles Licht. Kann mir aber nicht vorstellen das die mehr als 1000 Stunden überlebt 🙂

      • Wie siehst du die Entwicklung? Haben in ein/zwei Jahren Markenhersteller verlässliche Äquivalente im Programm? Zurückblickend auf die letzten Jahre hat sich ja im LED Segment einiges getan…

        • Da lässt sich eindeutig vorhersagen: The future will be better tomorrow!

          Bis es 40W äquivalentes mit kleiner Bauform geben wird denke ich wird aber noch einige Zeit ins Land gehen. Zu voll 25W äquivalenten G9 Markenprodukten fehlt aber nicht mehr viel, da kommt sicher in 1-2 Jahren von OSRAM/Philips/Ledon was interessantes raus.
          (OSRAM und Ledon haben momentan 20W aquivantentes im Programm, bei Philips habe ich nichts gefunden)

          • Die G9 sind definitiv die Stiefkinder des Retrofit-Marktes, und werden das auch bleiben – schlicht weil es die kleinsten Leuchtmittel mit 230Volt Versorgung sind. Daher sind die Ansprüche an Größe, Helligkeit und Dauerhaftigkeit (Wärmebelastung) am schwierigsten überein zu bringen. Wenn dann noch Dimmbarkeit dazu kommen soll, wird es extrem schwierig. Daher: Lieber die ganze Leuchte austauschen. Natürlich wäre eine neue integrierte LED-Deckenleuchte erstmal die beste Lösung. Nur: Auch bei der muss man ggfs. sicher sein, dass sie mit dem existierenden Dimmer auch funktioniert. Ich kenne die Umstände dort nicht – wenn aber nicht zufällig ein Elektriker zur Hand ist, sind solche Austauschaktionen in typischen Büroumgebungen schwierig, weil kein normaler Mitarbeiter es kann/darf, und ein Handwerker erst kostenpflichtig beauftragt werden muss. Da muss man dann schon überlegen, ob sich mit Material und Arbeitszeit und ggfs. Anfahrt ein Austausch in LED überhaupt in absehbarer Zeit rechnet, das kann leicht in den mittleren 3stelligen Bereich gehen.

            Ich halte allerdings Dimmbarkeit bei einer Bürodeckenbeleuchtung nicht für so arg wichtig. Wenn die Leuchte ordentlich ausgelegt ist, sichert sie die vorgeschriebene Arbeitshelligkeit und damit muss es sich dann haben. Ein Büro ist ja kein Wohnzimmer oder Partykeller.

            Ich habe auch 3 gedimmte G9 über dem Esstisch und schlage mich schon lange mit einer praktikablen LED-Lösung herum, weil ich diese spezielle Leuchtenart einfach behalten will und es keine vergleichbare LED Lösung gibt. Vermutlich werde ich das selbst umbauen müssen.

            – Carsten

  9. Warum haben eigentlich die Lampen mit „Kristall“ fast 15% weniger Wirkungsgrad? Die gelten ja wohl als rundstrahlend, also kann es anders als bei den Strahlern wohl keine Einschränkung des auszuwertenden Raumwinkels sein.

    Habe mir gerade mal die Exemplare bei Aldi angeschaut. Da sitzt eine ganz normale Platine mit 8 geradeausstrahlenden LED-Modulen drin, darüber sitzt dann so ein klarer Diffusor, vermutlich aus Plexiglas, mit ungefähr 1 cm mittlerer Weglänge. Die Absorption des Plexiglases für sichtbares Licht düfte unter 1% liegen. Die Fresnelverluste des nicht entspiegelten Diffusors machen 4% an der unteren Oberfläche aus, die wieder auf die LED-Platine zurückgespiegelt werden, wo dann vermutlich ungefähr die Hälfte absorbiert wird. Die kegelförmige Oberseite dürfte nahe an Totalreflexion sein und daher mehr spiegeln, allerdings wird dieses Licht ja auch gezielt wieder in den Raum gespiegelt. Beim Austritt aus dem Zylinder gibt es wieder Verluste, die jetzt ziemlich diffus in alle Richtungen gehen, aber davon wird nur ein kleiner Teil auf der Platine landen.

    In Summe sehe ich nicht mehr als 5 – 10%, die da verloren gehen könnten. Dafür gibt es aber eine klare Haube, die sicher weniger Verlust hat als die übliche matte Streuhaube.

  10. Heute direkt um 8 Uhr das 10-Watt E27-Doppelpack für 4,99 gesichert.
    Macht ein sehr schön warmes Licht!
    Das Gewicht der Birne ist auch sehr leicht.
    Schaltzyklen sind sogar mit 100.000 angegeben. Hoffen wir mal, dass das auch stimmt. Von meinen zuletzt bei Aldi gekauften vier LEDs waren zwei noch in der Garantiezeit kaputt und wurden getauscht.

  11. Habe die elektrische Leistung der Led Lampen von Aldi – Süd gemessen. Die gemachten Verbrauchsangaben stimmen leider nicht im geringsten mit der Wirklichkeit überein. Eine Led Lampe hatte z. Bsp. einen mehr als doppelt so hohen Leistungsverbrauch wie angegeben.

      • Habe einen elektronischen Zähler im Netzwerk und kann mit dem Tablet u.a. den aktuellen Leistungsverbrauch anzeigen lassen. Durch An und Ausschalten der Lampen sieht man sofort den Unterschied im Leistunsverbrauch.

      • Nein, das sieht man in diesem Fall offensichtlich nicht. Ich würde mal ein paar ernsthafte Worte mit dem Lieferanten dieser Apparatur reden. Vielleicht vorher mal ein paar Gegenproben mit einem anständigen Verbrauchsmessgerät (mit Anzeige bzw. Berücksichtigung des elektrischen Leistungsfaktors) und direkt daran angeschlossenen LED-Lampen veranstalten.

        Schauen Sie sich mal zum Vergleich die Watt-Messwerte von Blogleser Eric im Kommentar eins weiter unten an.

        • Gemessen mit KD-302, gekauft für ca. 9 € bei Reichelt vor 5 Jahren und weiterhin erhältlich. Vergleichsmessungen mit Profigeräten in c’t und Elektor fielen damals sehr gut aus, und ich selbst habe das Gerät mit einem älteren und damals auch gut getesteten Gerät von ELV und aktuell mit der Fritz-Steckdose verglichen: die zeigen alle mit LED-Birnen und kleinen Handy-Ladegeräten auf 0,2 W das gleiche an.

          Die 3 W – E27 Tropfen messen sich 3,2 W warm und kalt, die mit 4,5 W angegebenen E14-Kristall-Tropfen messen 3,9 W kalt und 3,8 W warm. Mit 4 W angegebene Philips-Tropfen mit E14 von 2012 (damals noch 10 €) messen kalt 3,3 und warm 3,4 W, sind subjektiv in mattgläserner Tulpe aus Jugendstil heller und wärmer als Müller- Kristall, sowohl was seitlich gestreutes Licht angeht als auch direkt vorwärts gestreutes Licht.

  12. Kurzer erster Eindruck:
    Einen 3W – E27-Tropfen eingedreht: leicht grünstichig (anders als letztes Jahr), aber nicht so schlimm, wie manch andere Discounterware. Die Farbe wird auch durch Warmlaufen nicht besser. Gehäuse äußerlich nicht zu unterscheiden, aber andere Nummer (alt 25663, neu 42502) und 2 g Gewicht eingespart). Die Diffusorkuppel läßt sich anders als letztes Jahr nicht mehr einfach so mit der Hand abdrehen.

    Von den 10 W / 810 lm – Exemplaren aus dem Doppelpack (42506) habe ich schon zwei ausprobiert. Angenehmes, stichfreies Licht, minimal kälter als die Philips CorePro 9,5 W / 806 lm. Die erste Birne hat bei 10,2 W angefangen und nahm nach einer halben Stunde nur noch 8,2 W auf. Die zweite fing bei 10,0 an und pendelte sich auf 8,5 W ein. Temperatur nach einer halben Stunde in Stehlampe mit weitem 45° – Glastrichter, mit dem IR-Thermometer am weißen Gehäuse gemessen: 96°C.

    Tear-Down:
    – Kuppel erfordert schon mehrfaches Unterhaken mit keilförmigem Werkzeug, um sie zu entfernen
    – darunter Aluplatine mit 24 LEDs, mit einem Klacks Wärmeleitpaste auf einer Art Aluteller befestigt, Kontaktfläche ca. 2,5 cm² von 10 cm² deutlich einseitig
    – Aluteller sitzt in Alutrichter, der das weiße Plastikgehäuse von innen bis fast hin zur Fassung auskleidet, keine Wärmeleitpaste an dem Übergang von Teller zu Trichter
    – in einer Plastikröhre sitzt ein Schaltnetzteil, das sauber aufgebaut ist und auf dem IC BP2832B basiert
    – habe nur ein Datenblatt vom BP2832A gefunden, demnach ein nicht isolierter Buck-Converter, deshalb wohl auch die Abwesenheit sämtlicher Lüftungsbohrungen (letztlich ist der Alukühlkörper nur so gut von der Netzspannung isoliert, wie die Aluplatine mit den LEDs isoliert, und ob dann die auf ihn aufgeschmolzene Kunststoffhaut noch als doppelte Isolierung zählt?)
    – wenn das Kunststoffgehäuse außen schon 96°C hat, dann dürfte die Netzteilplatine innendrin schon locker 105°C haben. Das IC, das den Leistungs-MOSFET enthält, hat eine maximale Betriebstemperatur von 105°, wird vielleicht sogar noch wärmer (daher vielleicht der Rückgang der Leistungsaufnahme?). Die Elkos von BH sind für 105° gedacht, aber die besten mir bekannten Elkos sind für 5000 h spezifziert – wie die Birne dann 25000 h aushalten will, ist mir unklar

    Auf dieser Seite aus Österreich findet sich ein Test einer Müller-Birne, die äußerlich genauso aussieht, in der aber vermutlich eine andere Elektronik werkelt, da sie nur mit 12500 Schaltungen angegeben ist (das aktuelle Produkt ist auf der Packung mit 100000 Schaltungen angegeben).

    • Die älteren „Müller-Licht“-Modelle waren tatsächlich fast durchweg mit 12.500 Zyklen beziffert (siehe die durchgestrichenen Links oben im Beitrag) – das kann auf eine andere Elektronik hindeuten, muss aber nicht.

    • Also die hohe Temperatur verunsichert mich schon.
      Zumal ich bei zwei GU10-LEDS von der Firma auch schon Ausfälle nach 18 Monaten hatte.

      PS: liegt der Unterschied bei dimmbaren und nicht-dimmbaren Modellen eigentlich nur an der Elektronik, oder müssen auch die LED – MODULE selber anders aufgebaut sein, um sie dimmen zu können?

    • Habe deine Temperaturmessungen mal zum Anlass genommen selber nachzumessen (alle Angaben nach 30min „Warmlaufen“):

      Aldi 10W aus Doppelpack ==> 79-80°C
      Aldi 5.5W aus Doppelpack ==> 61°
      Osram 7W (470lm, Vorjahresmodell) ==> 60-61°C
      – [Osram LED Star Classic A 40 7W/865 E27 (980717)]
      Osram 10W (aktuelles Modell) => 70°
      – [Osram LED Star Classic A 60 10W/827 E27 CL (149267)]

      Gemessen an der heissesten gefundenen Gehäusestelle mit einem Voltcraft IR800-20D Infrarot Thermometer und EM=0.95.

      Stromverbrauch habe ich gemessen mit dem Conrad Energy Monitor 3000, ALDI Lampen entsprechen im Rahmen der Messgenauigkeit weitgehend den ALDI Angaben.
      Bei der 10W Lampe war es etwas weniger als angegeben, bei der 5.5W Lampe etwas mehr. Interessanter fand ich die recht großen Schwankungen des Stromverbrauchs während der Aufwärmphase bis es sich dann endlich mal einpendelt.

      • Ich habe die Messungen mit einer völlig freistehenden Fassung wiederholt. Wenn die Birne nach unten zeigt, kommen vielleicht 5° weniger raus, zeigt sie nach oben, ist der Unterschied deutlicher.

        Mit dem IR-Thermometer ist es auch ziemlich schwierig, den richtigen Punkt reproduzierbar anzusteuern, und nach 30 – 60 s ist die Temperatur auch schon merklich gefallen. Genau deshalb habe ich auf Thermocouple gewechselt.

        Bei den Messungen kam raus, dass eine Philips 9,5 W / 806 lm auch nur minimal kälter ist. Kann ja auch nicht anders sein bei vergleichbarer Leistungsaufnahme und Lampengeometrie.

        Hingegen habe ich mal so einer Müller 10 W – Lampe die Haube abgenommen: gleich deutlich klareres, halogenartigeres Licht und 20° weniger, aber dafür deutlich mehr Bündelung. Bitte nicht nachmachen, an den LEDs liegen 75 V an, und das interne Netzteil macht keine galvanische Trennung vom Netz, da Buck-Wandler. Je nachdem, wie der Stecker in der Dose steckt, kann man da schon mal an 250 V gegenüber Erde langen!

      • Wichtig zur Einschätzung der Messungen wäre die Einbaulage – Sockel nach oben oder unten? Vermutlich wird’s an der heißesten Gehäusestelle (über der Vorschaltelektronik) heißer, wenn sie oben liegt. Ich selbst messe erst nach 2 Stunden und dann meistens „hängend“ – also Haube nach unten, Sockel oben.

        • Sorry, hab ganz vergessen zu schreiben wie die Lampe bei meinen Messungen „montiert“ war. Sie lag für die Messungen frei auf dem Fußboden, eingeschraubt in einem E27 Sockel der per 3m Kabel in der Steckdose hängt. Sie war also weitestgehend „horizontal“.

          Neben der Lampe war überall Luft, unter der Lampe Parkett. Zimmertemperatur circa 22°C.

  13. @ Wolfgang: habe verlinkten Test nochmals gelesen, dort dimmbar und hochglänzendes Gehäuse, also anderes Modell

    @ Jochen: verbaut sind 2 Stück 4µ7, 400 V, 105° von , weitere Aufschrift CD288L, Durchmesser ca. 8 mm, Länge ca. 12 mm; Panasonic hat in 4µ7, 400 V, 105° nur 2000 h (10 x 16) und 4000 h (10 x 17,5) – go figure…

    Habe mal das weiße Gehäuse mit 3 mm – Bohrer mittig angebohrt, so ungefähr auf Höhe der Elkos und ein Thermocouple durchsteckt, so dass es an dem inneren Plastikgehäuse anliegt, was die Platine umschließt (bitte nicht nachmachen, da beim kleinsten Isolierungsfehler das Gehäuse Strom führt!). Die Lampe startete bei 20°C (Raumtemperatur) und nur noch 9,5 W (Einbrenneffekte?). Nach einer Stunde waren wieder 8,2 W, und das Thermocouple zeigte 113°C an. Die Platine ist sicher noch heißer, da durch den engen Kamin die Wärme der LED-Platine aufsteigt und an IC und Spule selbst auch noch ca. 1,5 W verbraten werden.

    Die Stehlampe ist nach unten wie gesagt ziemlich offen (45°-Trichter). Die Messinghaube ist mit leichten Schlitzen auf den Schirm aufgesetzt und hat auch ein kleines Lüftungsloch. An ihr habe ich mit dem IR-Thermometer 23° gemessen, an der Außenseite des Glasschirms (innen weiß, außen grün) an der heißesten Stelle 29°C. Das sind insgesamt alles andere als worst case – Bedingungen. Was ist im Sommer und mit einem geschlossenerem Schirm?

    Und bevor jemand Meßfehler schreit, ich habe die Birne ausgeschraubt (also keine EMV-Probleme mehr) und den Meßfühler wieder eingefädelt, da waren es immer noch 106°. Und dann den Meßfühler in sprudelnd kochendes Wasser gehalten, da wurden 99°C angezeigt.

    Zusätzlich habe ich die Birne noch in einer neueren Stehlampe aus den 1990ern ausprobiert, die mal für 60 W – Reflektorbirnen gedacht war (blechernes weißes Strahlergehäuse, Vorderseite Lampe etwa bündig mit Gehäuse, eher waagerechte Lage der Lampe): die vom Vortest noch warme Lampe war nach 20 Minuten bei 8,2 W und 114°. Mit dem IR-Thermometer habe ich jetzt 92°C am weißen Gehäuse gemessen.

    Im zweiten gleichartigen Strahler war eine Philips Corepro 9,5 W / 806 lm, die kalt und warm 8,8W aufnahm. An ihr habe ich am Gehäuse mit IR 87°C gemessen. Dies war auch kaum anders zu erwarten, denn die äußere Gehäuseform ist ähnlich, und es gibt ebenfalls keine geplanten Luftschlitze.

    • Thermocouple in Strahlergehäuse mißt an Philips auch 85°C, wenn relativ nah an Plastikkragen, 55°C wenn an Innenwand Blechstrahler anliegend.

  14. @Eric: Danke für Deine ausführlichen Informationen zum Innenleben. Sehr hilfreich.

    CD288L dürfte vielleicht dieser sein.

    (Bitte die Kommentarrichtlinien unten auf der Seite beachten und keine „rohen“, ellenlangen Links posten, sondern an geeigneter Stelle im Text einbetten – so, wie ich’s hier nachträglich getan habe – danke!/d. Red.)

    • Wie Eric schon schrieb, sind die BH-Elkos mit 5000 Stunden bei 105 °C spezifiziert.

      Die CDxxx-Codes, die sich auf vielen chinesischen Kondensatoren finden, scheinen herstellerübergreifend und qualitätsunabhängig vergeben zu werden. Wie anhand der von Ihnen und von mir verlinkten Datenblättern ersichtlich, verbergen sich hinter demselben CDxxx-Code zwei unterschiedliche Kondensatorserien, die auf dem Papier eine Lebenserwartungsdifferenz von 3000 Stunden (bei 105 °C) haben.

      • Genau die sind das! Stellt sich die Frage, wieso eine seriöse Firma wie Panasonic für weniger Lebensdauer deutlich mehr Gehäusevolumen braucht.

  15. Vielen Dank für die Temperaturmessungen. Ziemlich ungesunde Temperaturen.

  16. Vergleich der Farben:

    Ich habe mal verschiedene Birnen paarweise in Strahlergehäuse gepackt, die ich von der Stehlampe abgemacht hatte, und damit eine glatte (Vliestapete), weiß gestrichene Wand angeleuchtet. Man kann die beiden Probanden vergleichen, indem man die Wand im Abstand von 1 – 3 s nacheinander anleuchtet (dann vergleicht man aber eventuell mit dem Restlicht von Fenstern oder anderer Raumbeleuchtung als Referenz, wenn es stark genug ist) oder direkt nebeneinander. Unterschiede in Leuchtstärke / Bündelung sind durch den Abstand auszugleichen.

    Obwohl die 60 W – Ersatzlampen (2015er Müller mit nominell 10 W, Philips 9,5 W von 2014, LG mit 9,4 W von 2013) alle für sich warm mit ganz leichter Gelbbetonung wirkten, ergaben sich im paarweisen Vergleich deutliche Unterschiede. Die Müller wirkte am grünlich-gräulichsten und fahlsten, die Philips mischte Gelb- und Rottöne bei, die LG war ähnlich der Philips, aber mit weniger Rot und mehr Blau. Die Überraschung kam aber, als ich eine gute alte matte 60 W – Glühlampe eindrehte: die Müller liegt besonders nahe an der Glühlampe und wirkt dabei immer noch einen ganz kleinen Tick gelblicher / heimeliger!

    Das Ergebnis mag anders aussehen, wenn ich von jeder Sorte drei Stück hernehme (die Unterschiede im Test waren klein, aber im paarweisen Test gut nachvollziehbar). Der Hit ist aber, dass Müller das Original am besten trifft.

    Bei den 3 W – Golfbällen waren die Müller von 2014 irgendwo zwischen Müller 10 W und Philips, die aus der neuen Aktion eindeutig grüner als die Glühbirne, aber die Abweichung nach Grün war nicht stärker als die der Philips ins Rot-Gelbe.

    Bei den Tropfen mit Plexiglasdiffusor (320 lm, 4,5 W angegegeben, 3,8 gemessen) war der Test nicht anwendbar, weil der Diffusor bis ca. 50 cm Abstand ein buntes Muster wirft. Auf Entfernung in einem matten Tulpenschirm aus weißem Glas wirkte er ähnlich wie die normalen Tropfen, d.h. warm mit leichtem Grünstich. Die Gesamtleuchtstärke in der Tulpe (sowohl zur Seite als auch nach unten) war subjektiv und mit Luxmeter deutlich geringer als mit Philips-Tropfen mit nominell 330 lm von 2012.

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