LED-Tagebuch (KW 43): Aldi-Nord-Aktion, Strahlertod, Warentest

Immer wieder sonntags: Eine Wochen-Rückschau auf die Kurzmeldungen im „Blog-Telegramm“ und in der Google+-Community „LED-Beleuchtung“ (mit aktuell 620 Mitgliedern) – als LED-Tagebuch mit Updates und Ergänzungen.


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23.10.: Gute Bekannte werden Sie ab diesem Montag, 24. Oktober, bei Aldi Nord wiedersehen: 19 teils dimmbare LED-Retrofits meines Werbepartners „MeLiTec(Screenshot-Ausschnitt oben, nachbearbeitet, zum Vergrößern anklicken) und lifelight-strahler-ra97drei nicht dimmbare LED-Strahler der Medion-Marke „lifelight“ (Screenshot-Ausschnitt rechts) – zu Preisen zwischen 3 und 9,99 Euro pro Stück und mit drei Jahren Herstellergarantie.

Das Besondere sind auch diesmal die hohen Farbwiedergabeindizes, die bei Ra >90, Ra >95 („MeLiTec“, alle mit „warmweißer“ Farbtemperatur 2700 Kelvin) und Ra >97 („lifelight“, 3000 K) liegen. Am billigsten pro Stück sind die GU10- und GU5.3-Strahler für 5,99 € im Doppelpack; die günstigsten Einzelpreise haben mit 3,49 € die 250-Lumen-E14-„Kerzen“ (Ra >90).

Die komplette Übersicht mit allen Daten und Preisen sowie einigen Fotos habe ich in diesem „MyDealz“-Deal gepostet. Viele der aktuell beworbenen Modelle waren schon bei mir im Test und im Profi-Messlabor – siehe hier, hier und dort.


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25.10.: Für „heiligen Schein“ auf dem Petersplatz in der Vatikanstadt sorgen seit Ende vergangener Woche 132 speziell modifizierte Osram/Siteco-LED-Leuchten des Typs „Floodlight 20 LED(PR-Fotos oben und unten: Governatorato SCV/Direzione dei Musei).

Wie das Unternehmen mitteilte, habe der Vatikan eine Beleuchtungsstärke von bis zu 120 Lux bei Nacht gefordert, um den Besuchern ein Sicherheitsgefühl zu bieten und bei besonderen Gelegenheiten sogar das Lesen auf den insgesamt 47.600 Quadratmetern der beiden Petersplatz-Teile zu erlauben.

Carlo Bogani, Osram-Projektleiter in Italien: „Durch moderne LED-Technologie in Kombination mit einem DALI-Lichtmanagement-System erreichen wir eine Energieeinsparung von circa 70 Prozent“. Als Farbtemperatur wählte man „neutralweiße“ 4000 Kelvin. Osram hatte bereits 2014 die Sixtinische Kapelle im Vatikan mit neuer LED-Beleuchtung ausgestattet.
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26.10.: Nur dreieinhalb Jahre hat ein dimmbarer Verbatim-GU10-LED-Spot (Modellnummer 52045, Foto: W. Messer) auf meiner Dauertest-„Schlachtbank“ verbatim-gu10-65w-aus2durchgehalten, wo im Schnitt rund acht Stunden täglich Kunstlicht leuchtet – allerdings nur selten mit voller Power. Der 6,5-Watt-Strahler „made in Malaysia“ wurde gestern plötzlich komplett dunkel und war auch nach längerer Abkühlphase nicht mehr zum Leben zu erwecken.

Statt der versprochenen 35.000 Leuchtstunden bzw. 18.000 Schaltzyklen Nennlebensdauer (pdf-Datenblatt) schaffte er nur etwa 11.000 Stunden und höchstens rund 4000mal Ein/Aus. Nach sehr langer, defektfreier Zeit war das mal wieder der erste Ausfall in diesem Dimmer-Stromkreis mit insgesamt 14 LED-Spots verschiedener Hersteller.


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27.10.: Auf den ersten Blick ganz schön teuer ist der tragbare, spritzwasserresisente Akku-LED-Baufluter, den Sie ab heute, 27. Oktober, zum „Aktionspreis“ von 59,99 Euro in den „Penny“-Filialen bekommen (Prospektausschnitt oben, gültig bis 29.10.). Tatsächlich gab’s ähnliche 10-Watt-Strahler bei Discountern schon für knapp 30 Euro.

Beim „Penny“-Angebot kriegen Sie aber nicht nur 700 Lumen (entspricht etwa einem 50-W-Halogenfluter) mit „kaltweißen“ 6500 Kelvin und einem Halbwertswinkel von ca. 110 Grad sowie ein Ladegerät dazu. Sie können sich auch noch über einen Transportkoffer und insgesamt zwei auswechselbare 7,4-Volt-Li-Ion-Akkus freuen – einer mit 2,2, der andere mit 4,4 Ampèrestunden Kapazität.

Zusammen reichen sie rechnerisch für rund fünf Stunden volle Helligkeit (das Werbe-Versprechen „bis zu 6,5 Std.“ dürfte irreführend sein, weil dann am Ende wohl nur noch Funzellicht ’rauskommt).


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28.10.: 20 besonders starke E27-LED-„Birnen“ hat sich die Stiftung Warentest in ihrer „test“-Ausgabe 11/2016 ab Seite 66 in einem Beitrag namens „Helle sein und sparen“ vorgenommen cover-test-11-2016-pfeil(Titelseiten-Ausschnitt links, Pfeil von mir, Heft für 5,70 Euro am Kiosk, Artikel als kostenpflichtiger Download). 15 davon sollen mit mindestens 1055 Lumen Ersatz für 75-Watt-Glühlampen sein, fünf sind mit nominell 1521 lm sogar EU-offizielle 100-W-Stromfresser-Äquivalente.

Ansonsten ist die Auswahl der Probanden mal wieder eine bunte, inhomogene Mischung aus dimm- und nicht dimmbaren Modellen, mit Halbwertswinkeln zwischen 120 und über 300 Grad, solchen mit durchschnittlichem und anderen mit hohem Farbwiedergabeindex. Die Bewertungs-Reihenfolge der Testkandidaten ist deshalb nur begrenzt aussagekräftig.

Jeweils Note 1,4 bekamen jedenfalls die 12 W starke Bioledex-„Araxa“, die matte 8-W-„Filament“-Lampe von LightMe sowie das MeLiTec-Modell L103 mit 13 W und integriertem Stufendimmer (PR-Fotos oben, von links). Beste bei den hellsten „Birnen“ wurde mit 1,5 die „LED Classic“ von LightMe mit 12,5 W und gemessenen 1533 lm nach 1500 Leuchtstunden (PR-Foto oben rechts).


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29.10.: Fast „bei mir um die Ecke“ können sich LED-Umrüstungswillige ab diesem Montag über moderne, stromsparende Halbleiterlicht-Lösungen informieren. Die Stadtwerke Baden-Baden laden nämlich vom 31. Oktober bis 25. November (wurde verlängert, siehe Update) zu „LED-Ausstellungswochen“ ins Kundenzentrum in der Waldseestraße 24 ein.

An Schautafeln und mit praktischen Vorführungen werden dort verschiedene Arten von LED-Leuchtmitteln und- Lichtfarben präsentiert – im Vergleich zu herkömmlichen Kompaktleuchtstoff- und Halogenlampen. Gezeigt wird außerdem „die Vielfalt der verschiedenen Lampenfassungen und eventuell notwendiger Adapter für vorhandene Leuchtkörper“. Da mag man es nachsehen, dass im Stadtwerke-Pressefoto (oben) nicht gerade die modernste Variante eines GU10-LED-Strahlers zu sehen ist.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind identisch mit den Geschäftszeiten der Stadtwerke: Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 15.30 Uhr und freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr. Zusätzliche, individuelle Termine können über Telefon 07221-277-557 vereinbart werden.

Update 26.11.: Die Pressestelle der Stadt Baden-Baden teilte inzwischen mit, dass die Ausstellung wegen des großen Interesses länger laufe als ursprünglich geplant: Erst am Donnerstag, 22. Dezember, soll der letzte Öffnungstag sein.


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