Im Test: Der 7-Watt-LEDON-Bestseller mit neuer LED-Dimmtechnologie

Vom Start weg entwickelte sich dieses Jahr die neue 7-Watt/400-Lumen-LED-„Birne“ zur meistverkauften LEDON-Lampe. Nach knapp einem halben Jahr gibt’s jetzt eine dimmbare Version, die besonders gut mit handelsüblichen Helligkeitsreglern funktionieren soll. Zuviel versprochen? Ich hab’s getestet.

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Die neueste LEDON-LED-Lampe auf „kleiner Flamme“ – eine ähnlich gedimmte Glühlampe würde deutlich „wärmer“ leuchten. (Fotos: W. Messer)

Über Helligkeit, Lichtfarbe, Abstrahlcharakteristik, Farbtreue und Lebenserwartung der LEDON-Neuerscheinung mit E27-Sockel muss ich nicht viel schreiben – das steht alles schon im Januar-Test der nicht dimmbaren Version und gilt auch für diese dimmbare Retrofit-Lampe: 400 Lumen Lichtstrom (mindestens so hell wie eine herkömmliche 35-Watt-Glühlampe), 2700 K Farbtemperatur, ca. 230 Grad Halbwertswinkel, Farbwiedergabeindex Ra/CRI 90, mindestens 25.000 Leuchtstunden Lebensdauer und 100.000 schadlose Schaltzyklen. Der Preiszuschlag für’s Dimmen: 2,50 Euro (17,49 statt 14,99 €).

In diesem Spezialtest soll’s nur um die Dimmbarkeit gehen, die gegenüber früheren regelbaren Lampen „wesentlich verbessert“ wurde. Sagt jedenfalls der neuerdings in Lustenau beheimatete Hersteller. Dabei reden wir allerdings nicht von einer Glühlampen-Imitation wie bei der LEDON-„Sunset Dimming“. Die 7-Watt-„Birne“ hat nur eine Sorte LED-Chips unter der Haube, die alle mit der gleichen „warm-weißen“ Farbtemperatur leuchten – unabhängig von der eingestellten Helligkeit.

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Stattdessen sollen mit einer neuen Technologie bei der Vorschaltelektronik ein paar der bekannten Probleme gelöst worden sein, die häufig beim Zusammenspiel von LED-Lampen und Haushalts-Dimmern auftreten: Flackern, Surren, Brummen und/oder eingeschränkte Regelspannen.

Ich habe das mit drei Geräten überprüft: Ein älterer Baumarkt-Phasenabschnittdimmer mit 20-150 Watt Leistungsspanne, ein nagelneuer „REDIM 07“-Triac-Phasenanschnittdimmer von RECOM mit 7 Watt Mindestlast plus Justierschraube, sowie ein ziemlich exakter „Energy Meter“ (± 2% Genauigkeit), den mir mein Blog-Kooperationspartner „Grünspar“ auch für künftige Tests gratis zur Verfügung stellte (Dankeschön!).

Energy-Meter-Seite
Der niederländische „Energy Meter“ von „Go Green“ kostet 25,90 Euro bei „Grünspar“.

Los geht’s zum Warmwerden mit einem Dauerlauf ohne Dimmer. Die Leistungsaufnahme liegt laut „Energy Meter“ bei 7,1 Watt, der Infrarot-Thermometer zeigt nach gut zwei Stunden maximal 71 Grad Celsius an der heißesten Stelle des Gehäuses. Das ist etwas kühler als die 75 Grad, die ich bei der nicht dimmbaren Variante gemessen hatte. Dabei surrt die Lampe sehr leise – ab etwa 5 Zentimeter Distanz verliert sich das Geräusch.

Der erste Versuch mit Dimmer

Energy-Meter-TopNun darf der Baumarkt-Dimmer ‚ran. Hier wird’s etwas lauter rund um die Lampe. Auf kleinster Dimmstufe ist auf rund 15 Zentimeter Entfernung ein Surren zu hören, bei voller Helligkeit reduziert sich das auf etwa 10 cm. Die Regelung funktioniert zufriedenstellend und stufenlos; über den gesamten Dimmerweg gibt’s weder Flackern noch Helligkeitssprünge.

Die Leistungsaufnahme kann von maximal 8,4 auf ca. 2,5 Watt herunter geregelt werden (siehe Bild rechts, Bruttowert inklusive Dimmer-Strombedarf). Das entspricht knapp 30 Prozent des ungedimmten Lichtstroms oder rund 120 Lumen. Wegen der fehlenden Justierschraube wird aber ein großer Teil des Dimmerwegs „verschenkt“ – im oberen Drittel ändert sich nichts mehr an der maximalen Helligkeit.

Der nächste Dimmer, bitte!

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REDIM-JustierschraubeWieviel besser das mit einem Justierschräubchen (Ausschnittbild links) geht, demonstriert der „REDIM“-Triac-Regler (im Bild oben mit der gedimmten LEDON). Je nach Einstellung der Mindesthelligkeit geht’s mit ihm von 8,1 sogar ganz tief in den Keller bis 0 Watt – dann ist die Lampe natürlich aus. So sollten Sie ihn allerdings nicht mit einer LED-Lampe justieren. Suchen Sie stattdessen den Punkt, an dem sie gerade noch flackerfrei leuchtet, ohne völlig zu erlöschen. Dann haben Sie den optimalen Regelbereich zur Verfügung.

Bei der 7-Watt-LEDON reicht der bis rund 1,5 Watt oder ca. 75 Lumen (gut 18% des Maximal-Nennwerts von 400 lm). Das entspricht nur noch der Helligkeit einer 10-Watt-Glühlampe, sieht aber bei dieser LED-„Birne“ ganz anders aus. Subjektiv leuchtet sie dann nach Ansicht mehrerer Beobachter etwas „weißer“ als bei Volllast. Irgendwie scheinen auf dem Weg in Richtung „dunkel“ ein paar Gelb- und Rottöne flöten zu gehen. Technisch ist das nicht zu erklären, weil die Farbtemperatur der Chips eigentlich über den gesamten Dimmerweg gleich bleiben müsste.

Dimmer-Toleranz hält sich in Grenzen

Wie schon im Januar-Test beschrieben, sieht die Lichtfarbe beim direkten Blick auch bei maximaler Helligkeit nicht nach traditioneller 40-Watt-Glühlampe aus – trotz der nominellen 2700 Kelvin. Deshalb und wegen der überdurchschnittlich guten Farbtreue könnte die 7-Watt-LEDON eventuell auch die Minderheit zufriedenstellen, die eher „kälteres“ Licht mag.

Und wie sieht’s mit der versprochenen besseren Dimmer-Toleranz der LEDON aus? Die hält sich leider immer noch in den üblichen Grenzen. Am „REDIM 07“ macht die Lampe nämlich genau das, was zahlreiche dimmbare LED-Leuchtmittel an Phasenanschnittdimmern tun: Sie surrt relativ laut. Das ist auf eine Distanz von mindestens einem halben Meter wahrnehmbar – egal, auf welcher Stellung der Regler steht. Der Dimmer selbst surrt sogar aus Sympathie leise mit – ihn hören Sie noch in ca. 15 cm Entfernung.

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Nicht umsonst hat LEDON auf die Verpackung seiner neuen Lampe eine Web-Adresse gedruckt. Dort finden Sie eine Liste mit getesteten Dimmermodellen. Die wenigsten davon sind jedoch wirklich komplett LED-kompatibel. Ausführlich gibt’s diese Bilanz des Grauens – mit viel Rot („Hände weg!“) und Gelb („mit Vorbehalt“), aber wenig Grün („Gut!“) – als pdf-Download.

Abzug bei der B-Note

Mein Testurteil: Ein wesentlicher Fortschritt bei der Dimmertechnologie ist bei der 7-Watt-LEDON nicht zu erkennen. Sie hat, wie viele ihrer LED-Vorgänger, eine klare Vorliebe für Phasenabschnittdimmer – am besten welche mit Justierschraube. Dann darf auch die Mindestlast etwas höher sein als theoretisch notwendig. Natürlich sind die in der Regel mindestens 10 Euro teurer als Phasenanschnittdimmer mit Schräubchen – man gönnt sich ja sonst nichts.

Für problemlose Dimmbarkeit gäbe es auf meiner Bewertungsskala für LED-Angebote volle fünf Sterne. Eigentlich hätte das die LEDON beim optischen Verhalten auch verdient. Wegen der akustischen Begleiterscheinungen muss sie sich aber einen kleinen Abzug bei der B-Note gefallen lassen und kriegt deshalb „nur“
LED-Stern halbviereinhalb Sterne.

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20 Gedanken zu „Im Test: Der 7-Watt-LEDON-Bestseller mit neuer LED-Dimmtechnologie

  1. Vielen Dank für diesen Test.
    Gerade zum Lesen hat sich bei mir dimmbares LED-Licht bewährt. Da kommt man richtig auf den Geschmack. Allerdings kann ich beim Lesen die akustischen Begleiterscheinungen nicht brauchen, weshalb ich zu diesem Zweck 12V DC Elemente und PWM Dimmer einsetze. Aber z.B. im Hausflur habe ich einen Eltako Universaldimmer und da sind dimmbare Retrofits interessant.

    Offen gestanden wundert es mich, daß eine 40W äquivalente Birne zum Bestseller wurde. Für mich war bisher die mögliche Helligkeitssteigerung ein große Motivation für LEDs. Offensichtlich sieht das die Mehrheit der Käufer anders.

    Zum Energiekostenmeßgerät: Wie geht das Gerät mit Blindleistung um und wie wird es mit nichtsinusförmigen Strömen fertig? Eine Echteffektivmessung (TrueRMS) ist besonders bei LEDs und Schaltnetzteilen interessant. Ich verwende deshalb das ELV Energy Master Basic. Das hat einen Chip, der auch in Stromzählern Verwendung findet, eingebaut.

    • Das Teil zeigt – neben diversen zeitbezogenen Verbrauchs- und Kostenberechnungen sowie CO2-Äquivalenten – wahlweise Watt aktuell, Watt-Minimum, Watt-Maximum, Hertz, Ampère, Volt und Leistungsfaktor. Letzteres ist wohl das, was Du meintest: Das Verhältnis Scheinleistung zu Wirkleistung.

      Der Frequenzbereich soll von 45 bis 65 Hertz reichen. Sagt natürlich nichts drüber aus, wie das Ding mit nicht sinusförmigen Spannungen umgeht. Keine Ahnung, muss man das wirklich wissen für LED-Lampentests?

      Was da ELV als Konkurrenzprodukt hat, juckt mich eher nicht. Die schicken nämlich nicht mal auf Anfrage irgendwas zum Testen und bekleckern sich in Sachen LED auch sonst nicht gerade mit Ruhm.

      Seid mal lieber nett zu den Leuten, die auch nett zu mir sind – Ihr profitiert schließlich auch als Leser davon 😉

      • „Keine Ahnung, muss man das wirklich wissen für LED-Lampentests?“

        Als „gelernter Meßtechniker“ muß ich hier mit einem entschiedenen „Ja“ antworten – sorry. Gerade bei LED-Lampen und Schaltnetzteilen sind sowohl die Phasenverschiebung als auch Nichtlinearitäten an der Tagesordnung. Und die Leistungen bewegen sich im einstelligen bis kleinen zweistelligen Bereich. Wenn ich die Anzeigen meines Feld-Wald- und Wiesen Gerätes mit dem ELV vergleiche, gibt es gerade dort große Unterschiede. Zur Ermittlung des Stromverbrauchs von Kühlschränken, Boilern etc. ist mein Einfachgerät geeignet. Da schlagen die Fehler nicht zu Buche. Aber gerade bei den meisten LEDs ist das eben anders. Nicht alle LEDs haben PFC eingebaut.
        Vielleicht interpretiere ich Nettigkeit falsch. Aber wenn Meßwerte nicht stimmen, kann man im Falle eines Falles ganz dumm dastehen. Wenn ich mir ein Leuchtmittel kaufe, messe ich zuerst die Leistungsdaten nach. Das ist objektiv und reproduzierbar machbar. Wenn die grob daneben liegen, schreibe ich den Händler an und bestelle so schnell nicht wieder dort. Was soll ich denn dann noch glauben, wenn schon die Basics nachmeßbar nicht stimmen?

        • Du meinst, wenn mein Messgerät etwa bei dieser Lampe ohne Dimmer 7,1 Watt anzeigt, ist das falsch? Und die LEDON-Angabe von 7 Watt auch?

          Streng genommen hast Du natürlich wegen der Scheinleistung recht. Für die meisten „Normalverbraucher“ dürfte aber wohl nur der Watt/Ampère-Wert von Bedeutung sein, der auch für den abgerechneten Stromverbrauch zählt. Der höhere Wert ist allenfalls bei der Verwendung einer größeren Zahl dieser Lampen in einem Dimmer-Stromkreis interessant, weil dann eventuell die Belastungsgrenze des Dimmers überschritten wird. Da sind wir aber ganz schnell wieder bei dieser Diskussion.

          Wer sich genauer über den Stromverbrauch informieren will, wird übrigens auf den frei verfügbaren LEDON-Datenblättern fündig. Dort steht beispielsweise – wenn ich das richtig interpretiere – für diese dimmbare Lampe 30 mA Nenn-Stromstärke und 60 mA Bemessungsstromstärke (bei der nicht dimmbaren sind’s 48 mA) und ein Leistungsfaktor von 0,6. Auf der Packung steht übrigens 40 mA – das deckt sich seltsamerweise nicht mit den Werten im Datenblatt.

          P. S.: Ich habe mal nachgefragt. Nach Auskunft von LEDON werden spätestens im Herbst auch alle Packungen mit den Datenblättern übereinstimmen. Auf jeden Fall seien die Datenblätter mit den richtigen Angaben versehen. Leider sei es nicht nicht möglich gewesen, alle neuen Beschriftungen gleichzeitig zu organisieren – vor allem wegen der Umstellung auf’s neue EU-Öko-Label.

          • Nicht das ich jemals alles bräuchte was man messen kann aber zum Vergleich mal mein Messgerät, das folgendes messen kann:

            Aktuelle Leistung in Watt bei Anzeige des Jahresstromverbrauchs

            Energieverbrauch in kWh in vorher eingestellten Messzeitraum

            Äquvalenter Co2-Verbrauch in kg

            Aktuelle Spannung in Volt sowie die Netzfrequenz in Herz

            Die aktuelle Stromstärke in Ampere

            Die Blindleistung in (var) mit dem Phasenverschiebungswinkel in Grad

            Die aktuelle Scheinleistung in (VA) mit dem Leistungsfaktor cos phi

            Die niedrigste und höchste Leistung Leistung in Watt, die während der Messung ermittelt wurden.

            Messbereich 0,1 – 3680 Watt
            Messkategorie Cat II
            Messgenauigkeit 1%; +/- Digit

            Es handelt sich übrigens um ein SEM16+ von NZR aus Bad Laer.

            Gekauft habe ich genau dieses Messgerät da es zuverlässig auch große wie kleine Schaltnetzteile messen kann und auch mit kleinsten Verbrauchern (z.B. Led Nachtlicht) keine Probleme hat.

            Mit den spezielleren Messmethoden habe ich mich noch nicht beschäftigt.

            Das Gerät gibt es übrigens auch mit USB Anschluss, Datenlogger und passender Software für Windows.
            Kostet dann aber 200 Euro mehr als die Basisversion 😉

      • Das Energiekostenmeßgerät fiel mir auch direkt auf. Grünspar bietet wohl keinen Handbuchdownload dazu an, nach kurzer Suche fand ich es dann anderenorts. Leider gibts auch darin keine Angaben zur Meßgenauigkeit des Geräts.

        Anders verhält sich dies beim vielgelobten Modell KD 302, das im Hause Reichelt für 9,95€ erhältlich ist.

        Sicher ist das Argument mit dem „geschenkten Gaul“ richtig, der Hinweis auf unabhängig getestete und preiswertere Angebote des Wettbewerbs sollte aber auch für Grünspar kein Problem sein, hoffe ich.

        • Die Genauigkeit von ±2% steht leider nur auf einer Plakette am Gerät selbst, nicht auf dem beiliegenden Datenblatt.

    • 400 Lumen endspricht nicht ganz einer 40 Watt Glühbirne
      und das diese Ledon Birne ein Bestseller wurde verstehe ich gut bei der qualität (z.b. CRI 90) !

      LED Beleuchtung bedeutet ja nicht immer heller,
      diese 400 Lumen sind für viele Anwendungen sehr passend im Schlafzimmer als Nachttischleuchte,am Schreibtisch oder zum beispiel ich habe einen Flur in L Form dort nutze ich in jeder richtung eine Phillips kleine E27 Birne also 2x 330 Lumen,
      dort dachte ich auch schon an diese Ledon 2x 400 Lumen

      frankkl.

      • Täuscht Euch mal nicht mit der Helligkeit der LEDON. Ich habe sie testweise in einem Raum zusammen mit einer älteren 600-Lumen-Philips-LED-„Birne“ leuchten lassen und die LEDON erschien mir heller – auch wegen der etwas „weißeren“ Lichtfarbe.

        Gemessen wurden die LEDONs im Labor mit Werten um 430 Lumen – das ist ungefähr das, was auch 40-Watt-Glühlampen liefern (offiziell wäre der Vergleichswert natürlich 470 lm).

        • Eine etwas weißere Lichtfarbe bei 2700K ist aber sehr unschön oder,
          dann müste die 600-Lumen-Philips-LED-”Birne bei 2500K liegen ?

          Oder ist es so das die Philips-LED-Birnen meist einen etwas ‚wärmeren‘ Farbeindruck haben kommt mir meist so vor.

          Kann mich auch täuschen bin auch erst totaler LED Anfänger habe nur etwa 15 LED Birnen (Philips,Osram,BIOLEDEX,Sygonix…) + anderne LED Beleuchtung zum vergleich.

          frankkl

          • Die Philips hat trotz gleicher nomineller Farbtemperatur von 2700 K eine andere, gelblichere Lichtfarbe als die LEDON. Dieser Kelvin-Wert sagt nämlich auch nicht alles aus, siehe dort.

            Und „unschön“ ist das Licht der LEDON ganz und gar nicht.

          • Zumindest bei den Messungen von Lumitronix (www.leds.de) und auch auf anderen Testseiten wurde bei Philips-LEDs häufig eine Farbtemperatur eher bei 2600 K, während Osrams Superstar eher auf knapp 2800 K kam (beide mit 2700 deklariert). Allerdings neigt Philips wohl zusätzlich zu recht hohen delta_uv-Werten, d.h. Abweichung von Planck Richtung Gelbgrün zu neigen, mit zusätzlich hoher Streuung bei den E14-Lampen (s. Amazon-Rezensionen). Wobei 2600 und 2800 K (entspr. 385 bzw. 357 mired) eigentlich nur unwesentlich unterschiedlich sind; beide sind weit entfernt davon, auch nur annähernd weiß (also farbneutral, ca. 200 mired) zu sein. Vielleicht spielen auch dezente spektrale Features eine Rolle?

  2. @Wattebaellchen & andere: Klar könnte ich hier das ganze große „Mess-Fass“ öffnen und „Stiftung Warentest“ Konkurrenz machen. Weitaus relevanter als Strommessgeräte mit 1% Genauigkeit und Phasenverschiebungs-Gedöns fände ich bei LED-Tests beispielsweise ’ne Ulbricht-Kugel und weitere Geräte zum Nachprüfen von Lumen, Candela, Kelvin, Lichtspektrum, CRI etc.. Da käme dann vermutlich wirklich was ‚raus, das auch 99% der Leser hier was nützen würde. Ist natürlich alles aus zeitlichen und finanziellen Gründen nicht zu verwirklichen.

    Deshalb bin ich hier lieber auf der Ebene des interessierten Laien/Amateurs und mache kein LED-Blog für Messtechniker. Schuster, bleib‘ bei Deinen Leisten.

    • Ich wollte es auch nur als Beispiel in die Runde werfen, die knapp 65 Euro inkl. Versand waren es mir wert, da ich mich auf die Werte vorallem bei meinem Arbeits PC verlassen kann.
      Der Anblick der Zahlen war ein wenig schockierend. Im Moment tingelt der Stromverbrauch zwischen ca 277 und 288 Watt hin und her, dabei hat der Rechner außer Firefox und etwas Onlineradio grade nicht viel zu tun. Hängt aber halt auch einiges dran.

      Es gab auch positive Überraschungen, meine Smartphoneladegerät ist im Standby nicht messbar, kann man also stecken lassen, beim Laden kratzt es an der Schwelle des Messbereiches.

      Aber mal davon ab glaube ich auch nicht das das ELV Energy Master Basic besser ist als ein Messgerät eines Stromzählerherstellers. Es kann lediglich für alle messbaren Einheiten Min- und Maximalwerte anzeigen, das war es auch schon mit den Vorteilen.

      Das ELV Energy Master Basic hat zudem noch einen gravierenden Mangel den es bei dem alten Sem16 (ohne +) auch gab, es ist nicht dauerlastfest.

      „Messbereich Strom: 14 A dauerhaft bis 16 A für max. 30 Minuten“

      Soviel zu kompetent in Elektronik 😉

      Das ist also auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

      Ob der Leistungsfaktor im Heimbereich bei LED-Leuchtmitteln relevant ist, ist auch so eine Sache. Wer aus dem Bereich kommt hätte natürlich gerne alle Daten aber dazu taugt auch wohl kaum ein 30 Euro Messgerät von ELV.

      Um Stiftung Warentest Konkurrenz zu machen braucht es wohl ein Messgerät dessen Anschaffungskosten im 5 stelligen Bereich liegen und das gerne alle 2 Jahre geeicht werden würde 🙂

      Das Geld wäre für Lichttechnische Messgeräte sicher besser angelegt, wenn es denn zur Verfügung stünde.

      • „Das Geld wäre für Lichttechnische Messgeräte sicher besser angelegt, wenn es denn zur Verfügung stünde.“

        Exakt das wollte ich verstanden wissen.

        Ich vergleiche das mal mit den Tests der großen Autozeitschriften. Selbst die erfolgreichsten sind nicht in der Lage, die angegebene Motorleistung wirklich nachzumessen. Dazu müsste man eigentlich den Motor aus- und in einen Prüfstand einbauen. Rollenprüfstände sind nämlich meistens Pillepalle und liefern nur Annäherungswerte. Teils verweigern sich moderne Autos sogar solchen Tests, wenn die ECU/ESP-Regelung erkennt, dass nur die angetriebene Achse rollt. Aber wie hoch wäre der Erkenntnisgewinn einer solch aufwendigen Messung, bei der eventuell Abweichungen von 5-10 PS ‚rauskommen?

        • Dem hier mitlesenden Privatkunden (das wird wohl die größere Zielgruppe sein) brächte das wohl ziemlich wenig, wenn herauskommt, dass eine Lampe 2655 K hat und die andere 2700.
          Dass die Philips LEDs (bei E27 und GU10 habe ich den direkten Vergleich) trotz identischen 2700 K durchwegs etwas ‚wärmer‘ erscheinen als Osram sieht man sofort auch ohne jedes Messgerät. Und dann wäre da noch die Schwankungsbreite, die jedes Messgerät hat, also wenn einem sehr langweilig ist, kann er’s ja machen. Auch im HiFi-Bereich wird allgemein geraten, die ganzen Messwerte nicht überzubewerten und selber probezuhören.

          • Philips oder Osram sind jetzt vielleicht nicht die besten Beispiele, wo solche Nachmessungen sinnvoll wären. Ich denke da eher an „No Name“-/Discounter-/Baumarkt-Lampen unklarer Herkunft und Qualität, bei denen man eventuell in Sachen Lichtstrom, Farbtemperatur und Farbwiedergabe was völlig anderes ‚rauskriegt als vom Anbieter versprochen.

  3. Zum probesehen (statt probehören) mir gefällt Osram besser ist etwas ’neutraler‘ abgestimmt als Philips,
    zusetztlich ist die Philips verarbeitungsqualität oft nur befriedgend und nicht so passgenau das ist bei Osram deutlich besser.

    Habe aber nur 4 Philips LED Birnen und 7 Osram LED Birnen ist nur so ein eindruck von mir.

    frankkl

  4. Ich hab hier eine Philips die 3000 K haben sollte… sieht aber eher wie 2500 aus, das hatten ja schon andere angesprochen das Philips da scheinbar in bestimmten Modellen alles einbaut statt zu selektieren.

    Die geht auch die Tage zurück, anderen die auch nicht so sind wie sie sein sollten (Wackelkontakt und die andere klingt wie ein Überraschungsei)
    Bei dem Rest hab ich die Widerrufsfrist verpasst :-/

  5. Man macht mit beiden Marken (Osram, Philips) meiner Meinung nach keinen Fehler. Was nach meinem Eindruck auch bei beiden Marken identisch ist, ist dass bei Professional-Varianten einfach noch ein anderer Qualitätseindruck aufkommt, wobei zB. die bekannte gelbe MasterLED E27 – um ein Beispiel zu nennen – eine viel wertigere Alu-Gehäusekonstruktion (ohne Kunststoffsockel) hat als die 360° Osram-Pendants, die bereits wieder abgelöst wurden. Und surrende Lampen, vor allem bei Einsteigermodellen, gibts bei beiden Marken, auch die Osram Einsteiger-GU10 um die € 10,- sollen laut Rezensionen davon betroffen sein, genauso wie ich schon eine surrende Philips-Tropfenlampe hatte.
    Also die Unterschiede sind marginal, und die geleisteten Schnitzer sind nach meinem Eindruck sehr ausgeglichen zwischen beiden Marken 😉

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