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Der LED-Außenstrahler-Geheimtipp

OBI-Lutec-StrahlerIm Januar war er bei “Bauhaus” im Angebot, Anfang April dann bei “OBI” (Prospektausschnitt rechts): Ein 24 Watt starker LED-Außenstrahler, mit oder ohne Bewegungsmelder, ohne Markenbezeichnung in den Werbebeilagen. Bei keinem der Sonderangebote waren die Daten erwähnt, die man von einer LED-Leuchte wissen muss: Lichtstrom in Lumen (oder Lichtstärke in Candela), Abstrahlwinkel, Farbtemperatur. Nur der Erfassungswinkel des Bewegungsmelders (180 Grad) und die Anzahl respektive die Leistung der Einzel-LEDs (8 mal 3 Watt) fielen nicht der Geheimhaltung zum Opfer. Inzwischen habe ich aber Licht ins “Datendunkel” gebracht - ohne Vorankündigung und in eigener Sache.

Lutec-Strahler
Der “Lutec”-Außenstrahler an unserem Balkon. Gut zu erkennen sind die acht Einzel-LEDs mit fluoreszierender Phosphor-Beschichtung. (Fotos: W. Messer)

Schon am 2. Januar konnten Sie bei mir im Blog mehr über die geheimnisvolle Außenleuchte erfahren, nachdem ich ein paar der fehlenden Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen und berechnet hatte: Rund 1600 Lumen Lichtstrom (etwa so viel wie ein 100-Watt-Halogenstrahler), somit eine Energieeffizienz von gut 66 Lumen pro Watt, Farbtemperatur kalt-weiß, Abstrahlwinkel ca. 60 Grad. Mein Fazit damals war eine klare Kaufempfehlung, weil die Angebote mit maximal knapp 70 Euro Hammerpreise waren angesichts der Leistungsdaten.

Still und heimlich habe ich deshalb jetzt auch selbst zugeschlagen; mit einem gewissen Risiko. Schließlich handelt es sich ja nicht wirklich um ein bekanntes Markenprodukt, sondern um einen “Lutec”-Strahler von “Yaohua Lux”, der Beleuchtungstochter des chinesischen Unternehmens “Ningbo Utec Electric Co. Ltd.”, in Deutschland vertrieben von “Eco-Light”. Das alles dürften wohl nur Spezialisten kennen.

Steinel-Halo-StrahlerHell wie der “lichte Tag”

Nachdem ich aber innerhalb des Hauses schon so ziemlich alles auf LED-Beleuchtung umgestellt hatte, wollte ich endlich auch die stromfressende 150-Watt-”Steinel”-Halogen-Sensorleuchte” (eigenes Bild rechts) am Balkon über dem Eingangsbereich los werden. Sie erhellte aus einer Höhe von drei bis sieben Meter den ziemlich großen Bereich eines Treppenaufgangs - rund zehn Meter lang parallel zum Strahler.

Das sollte nun also die deutlich sparsamere LED-Leuchte tun - und tatsächlich: Sie kann es und wirkt dabei sogar teils noch heller als ihr Halogen-Vorgänger. Das liegt einerseits daran, dass die Lichtstrom-Angabe von 1600 Lumen (etwas mehr als ein konventioneller 100-Watt-Hochvolt-Halogenstrahler) offensichtlich nicht übertrieben ist, zusätzlich aber auch an der Farbtemperatur. Die soll laut Packungsaufschrift bei rund 4100 Kelvin liegen, ich tippe aber eher auf einen noch “kälteren” und Tageslicht-ähnlicheren Wert um 5000 K. Solches Licht erscheint uns bei gleichem Lichtstrom heller als warm-weißes.

Lutec-Strahler5
Der Strahler “in Aktion” - von der Seite fotografiert mit kleiner Blende. Die Farbtemperatur im Bild entspricht etwa der Realität.

Lutec-Strahler3
Das Leuchtbild des “Lutec-Außenstrahlers: Sehr hell, gleichmäßig und breit mit hoher Farbtreue. Wegen der ziemlich naturgetreuen Darstellung der bunten Tulpenkelche würde ich mal auf einen Farbwiedergabeindex >80 tippen (das Maximum wäre 100).

Der Abstrahlwinkel der LED-Leuchte dürfte in der Realität ein wenig breiter sein als die offiziellen 60 Grad; sie scheint eine etwas größere Fläche auszuleuchten als der “Steinel”-Halogenstrahler. Allerdings können Sie den “Lutec”-Strahler nur synchron mit dem Bewegungsmelder (falls vorhanden) und ausschließlich über die horizontale Achse nach oben und unten justieren, während die “Steinel”-Leuchte über zwei Achsen verstellbar ist und der Sensor zusätzlich und unabhängig vom Strahler nach links und rechts gedreht werden kann.

Das Justieren für den jeweiligen Einsatzbereich ist deshalb bei der “Lutec”-LED-Leuchte deutlich schwieriger. Unter Umständen - etwa bei ansteigendem Gelände - muss sogar der Montagebügel leicht verdreht zur Waagerechten angeschraubt werden, zumal sich der Bewegungsmelder etwas “zickig” verhält. Laut Packungsangabe sollte er eine Reichweite von 16 Meter haben; die in den Werbebeilagen genannten 12 Meter erscheinen mir aber realistischer. Lieber ein paar Mal öfter ausprobieren vor der endgültigen Montage, danach können Sie kaum noch was korrigieren.

Die elektronischen Einstellmöglichkeiten des Bewegungsmelders sind dagegen wie gewohnt: Helligkeits-Einschaltschwelle (zwischen unter 30 und 60 Lux) und Leuchtdauer nach dem Einschalten (6 Sekunden bis 8 Minuten) - funktioniert alles so, wie’s soll.

Mehr Leistung für weniger Geld

Als regelmäßiger Leser meines Blogs wissen Sie sicher, dass unter anderem auch “Steinel” LED-Außenleuchten produziert - wie etwa die rund 15 Watt starke “XLed Home 1″, von der so mancher Elektronikversender und Baumarkt behauptet, sie könne einen 150-Watt-Halogenstrahler ersetzen. Da sie aber nur einen Lichtstrom von unter 800 Lumen hat (etwa das Äquivalent eines 50-Watt-Halogenspots), gehört das ins Reich der Fabeln.

Der “Lutec”-Strahler kostet dagegen selbst regulär nicht mehr als der “Steinel”, leuchtet mindestens doppelt so hell und ersetzt bei uns tatsächlich einen 150-Watt-Halogenbrenner - mit Glanz und Gloria und mit gerade mal 24 Watt. Theoretisch könnte man dieses China-LED-Wunder sogar in umwelt- und kostenbewussten Dörfern als Straßen- und Wegebeleuchtung einsetzen.

Wenn Sie also diesen überraschend guten Strahler in nächster Zeit mal wieder zum Sonderpreis in irgendeiner Werbebeilage oder einem Baumarktregal entdecken: Geben Sie ihm ein neues Zuhause! Sie werden’s nicht bereuen.

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Oster-Ausflugstipp: Die “grüne Lunge” von Straßburg

Wer über die Osterfeiertage ohnehin einen Ausflug ins französische Straßburg/Strasbourg oder Umgebung plant, kann abseits der üblichen Touristenziele Idyllisches entdecken. Ein paar Kilometer nördlich vom Zentrum der größten Stadt des Elsass, direkt bei den europäischen Institutionen (Europaparlament, Europarat, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte etc.), liegt der weitläufige Parc de l’Orangerie. Auf 26 Hektar vereint der zu einem “Englischen Garten” umgestaltete Park Bäume, Blumenbeete, Rosengarten, einen kleinen Zoo, lange Spazierwege, zahlreiche Ruheplätze, einen großen Spielplatz mit Skaterbahn, See, Cafés und Restaurant zu einem beliebten Naherholungsziel und Treffpunkt der Straßburger.

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Der 1804 gebaute Vergnügungspavillon für Kaiser Napoleon und seine Josephine inmitten der Orangerie. (Fotos: W. Messer)

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Das Restaurant “Buerehiesel” in einem Fachwerkhaus im typischen Stil des Elsass - gebaut wurde es aber erst 1895 (damals gehörte Straßburg zu Deutschland) für die “Gewerbe- und Industrieausstellung”.

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Blumenbeete und Buchsbäume begrenzen den Restaurantgarten.

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See und Aussichtsfelsen im Park - Teil der “grünen Lunge” von Strasbourg.

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Blick vom Felsen über den See und das große Café/Restaurant …

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… und nach Westen über den Park bis zum Gebäude des Europaparlaments (Bildmitte hinten).
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Das inoffizielle Wappentier des Elsass: Für Weißstörche gibt es im Park zahlreiche Nester. Zur jetzigen Brutzeit können Sie fast durchgehend einige dieser schönen Tiere beobachten.

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Am Mittwoch dieser Woche am Rand des Parks vor dem Europarat: Eine Demonstration von über 1000 Kurden für die Freilassung von Abdullah Öcalan und seiner inhaftierten Anhänger. Seit dem 1. März befinden sich deshalb in Strasbourg auch 15 Kurden im Hungerstreik.

Kleiner Wermutstropfen: Zur Zeit gibt es entlang der Ost-West-Mittelachse des Parks umfangreiche Bauarbeiten - einige Bereiche sind deshalb nicht zugänglich.

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