Neue Mini-LED-Retrofits von LEDON mit G9- und G4-Stiftsockel

Nach langer „Bedenkzeit“ gibt’s ab Mitte Juli endlich auch von LEDON Mini-LED-Retrofits mit G9- und G4-Sockel. Mit 170 bzw. 100 Lumen brechen sie allerdings keine Helligkeitsrekorde; der Halbwertswinkel von 130 Grad ist recht eng, und dimmbar sind die Lämpchen auch nicht.

LEDON-G9-G4-KombiSo richtig mutig und fix waren die renommierten LED-Hersteller bei der Ergänzung ihrer Retrofit-Sortimente nach unten nicht. Das Segment der sehr kompakten Mini-Lämpchen hat nämlich so seine Tücken: Wenig Platz für Vorschaltelektronik und Wärmeableitung, bei vergleichbarer Größe gibt es meist deutliche Helligkeits-, Lichtqualitäts- und Abstrahlwinkeleinbußen gegenüber den traditionellen Halogenlampen mit G9- oder G4-Stiftsockeln.

Als einer der letzten namhaften Anbieter traut sich jetzt der österreichische Retrofit-Spezialist LEDON in das inzwischen von zahlreichen Billiganbietern bevölkerte Baby-LED-Haifischbecken. Ab Mitte Juli soll es laut heutigem Kunden-Newsletter nicht dimmbare G9-Hochvolt– und G4-Niedervolt-Lämpchen aus Vorarlberg geben (Fotos: LEDON-PR, nicht maßstabsgetreu). Preise wurden noch nicht mitgeteilt Die Preisempfehlungen liegen bei knapp 10 bzw. rund 9 Euro; die Datenblätter finden Sie über diese Links: G9/G4.

Zahlreiche Gemeinsamkeiten

Danach sollen beide Varianten ein weißes Metallgehäuse mit Plastik-Linsenoptik und einen Halbwertswinkel von nur 130 Grad haben, strahlen ihr Licht also vorzugsweise nach oben und nicht wirklich rund ab. Die Nennlebensdauer von 25.000 Leuchtstunden sowie 100.000 Schaltzyklen, die Farbkonsistenz von unter sechs Stufen der MacAdam-Ellipe, die „warm-weiße“ Farbtemperatur von 2700 Kelvin, den Farbwiedergabeindex Ra >80, den elektrischen Leistungsfaktor >0,5 und das EU-Ökolabel A+ haben sie ebenfalls gemeinsam.

Unterschiedlich sind Größe, Leistungsaufnahme und Helligkeit: Die G9/230-Volt-Version ist 56 mm lang, hat 18 mm Maximal-Durchmesser, erzeugt 170 Lumen Lichtstrom aus 3 Watt und dient als Ersatz für eine traditionelle 20-W-Mini-Halogenlampe. Das G4/12-Volt-„Bipin-Birnchen“ (42 mm Länge, 13 mm Durchmesser) holt 100 Lumen aus 1,5 Watt Bemessungsleistung, soll 10-W-Niedervolt-Halos ersetzen und verträgt sowohl Gleich- als auch Wechselspannung. Die offizielle Nennleistung muss EU-regelkonform auf 2 Watt aufgerundet werden.

Um Testexemplare habe ich natürlich schon gebeten – mal sehen, wann ich die schmucken LED-Leuchtzwerge unter die Lupe nehmen kann.

Update 14.7.: Die beiden Lämpchen sind jetzt hier und hier im LEDON-Online-Shop zu kaufen.

Update 17.7.: Mein Doppeltest ist jetzt online.

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8 Gedanken zu „Neue Mini-LED-Retrofits von LEDON mit G9- und G4-Stiftsockel

  1. Sehr schade, dass das Licht praktisch nur an der Spitze austritt. Warum nicht eine Bauweise, bei der die einzelnen LEDs nahezu die gesamte seitliche Fläche einnehmen? Die „Billiganbieter“ bei ebay haben sowas im Programm! Gekauft hab ich das bisher nicht, weil ich immer dachte, da kommt langsam mal was von Markenherstellern in dieser Form. Aber das war wohl nichts…

    • Wenn die LEDs ringsherum montiert werden, muss ja darunter noch die Elektronik untergebracht werden. Deshalb haben solche Lösungen zwar eine ähnliche Abstrahlcharakteristik wie die alten Halos, aber einen viel größeren Durchmesser. So was wollte LEDON offensichtlich nicht.

      • Ich meine nicht die dicken „Maiskolben“, sondern z.B. diese hier. Die haben nur 1,2 Cm Durchmesser.

        (Anm. d. Red.: Link im Text integriert – bitte keine rohen, ellenlangen Links posten, danke!)

        • Autsch, die machen ja einen äußerst fadenscheinigen Eindruck (elektronisch gesehen). Und die Angabe „360° Abstrahlwinkel“ dürfte von keinem Labor der Welt bestätigt werden. Vom Aufbau her dürften das nicht mehr als 240° sein. Der Rest hält vermutlich auch keiner Überprüfung stand. Kein Markenhersteller sollte so was ins Programm nehmen.

          • Hallo Herr Messer,

            wenn ich es richtig verstanden habe, ersetzen diese LED keine Halogenlampe, wenn diese seitlich strahlt. Wir haben eine Ikea Trettio (3 er) über der Arbeitsplatte und würden diese gerne mit LED bestücken bzw. wenn das nicht geht, gegen integrierte LED Leuchten austauschen.

            Gibt es hier alternativen?

            Vielen Dank für Ihre Info – mit freundlichen Grüßen

            Tom

          • Dazu müsste ich wissen, wie die Leuchte aussieht (Pendel- oder Deckenleuchte?) und wie die Fassungen darin montiert sind – gibt’s offenbar schon ’ne Weile nicht mehr bei IKEA.

  2. Das sind Halogen Unterbau Leuchten, welche unter das Regal geschraubt werden – hier sogar mit Hongkong LED.

    Die originalen Stiftsockellampen machen ein schönes warmes Licht, schlucken aber halt 3 mal 10 Watt.

    Ich habe schon diverse außereuropäische LED-Leuchtmittel ausprobiert,
    will aber nicht mehr deren Elektronik-Schrott hier immer entsorgen müssen. Ich hoffe Sie verstehen….

    Die von Ihnen gerade vorgestellte integrierte Lampe von Ledon ist mit 30 Watt viel zu hell, und Dimmen ist nicht erforderlich.

    Gruß Tom

    PS: bei Ikea gibt es jetzt diese hier, allerdings mit 24V Spannung…. und schon ist man wieder an ein System gebunden….

    • Okay, die Leuchtmittel sind also horizontal eingesteckt und leuchten nach unten. Dann wäre so was als G4-Niedervolt-LED günstig (nicht dimmbar, Größe beachten!). Der Reflektor würde dann nicht mal gebraucht und könnte eventuell ‚raus. Auch möglich: Totalumrüstung gegen weitaus hellere, integrierte Downlights.

      Die integrierte LEDON-Leuchte hat übrigens nur 10 und nicht 30 Watt. Und die verlinkte IKEA-Leuchte ist ebenfalls eine integrierte ohne auswechselbare Lampen – da spielt es ohnehin keine Rolle, mit wie viel Volt die laufen. Wenn das Teil kaputt ist, kann man nichts ersetzen.

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