LED-Außenleuchte bei „Bauhaus“: Nettes Deko-Licht, mehr nicht

In zwei entgegengesetzte Richtungen strahlt die LED-Außenwandleuchte ab, die „Bauhaus“ in seinem aktuellen Prospekt bewirbt (gültig bis 27. April, Ausschnitt unten). Der nominelle Lichtstrom von 200 Lumen reicht allerdings nicht für ernsthafte Beleuchtungsaufgaben.

Bauhaus-LED-Außenleuchte April 2013

An dieser Leuchte ist alles ziemlich klein: Die Abmessungen 13 auf 9 cm, der Preis von knapp 35 Euro, die Leistungsaufnahme von nur 2,2 Watt, der Lichtstrom von schlappen 200 Lumen (entspricht knapp einer herkömmlichen 25W-Glühlampe, vermutlich ist deshalb auch die Einheit in der Beilage klein geschrieben) und das auswechselbare, nicht dimmbare LED-Lämpchen mit G9-Hochvolt-Sockel.

LED-Leuchtmittel dieser Bauart und Größe schaffen bisher ohnehin nicht die Helligkeit etwa von starken GU10-Spots. Wenn das bisschen Licht dann aber auch noch auf zwei entgegengesetzte Abstrahlseiten verteilt wird, kommt pro Richtung weniger als die Hälfte des gesamten Lichtstroms an (der Rest geht in der Leuchte verloren). Der maximale Lichtstärkewert wird von „Bauhaus“ verschwiegen und dürfte entsprechend überschaubar sein.

Kein Wort gibt’s auch zu Farbtemperatur, Abstrahlwinkel und Farbwiedergabeindex – weder in der Werbebeilage noch im Online-Angebot. Ich tippe mal auf mindestens 3000 Kelvin (so ’ne Art „warm-weiß“), 120 Grad und höchstens Ra/CRI 75 – für Außenbeleuchtung noch akzeptabel. Die Kundschaft kann ja schon froh sein, dass „Bauhaus“ jetzt sogar bei kompletten LED-Leuchten den Lichtstrom verrät. Das war noch 2012 häufig nicht üblich.

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Die unter 100 Lumen pro Richtung sind eine ganz nette Lichtdekoration für die Hauswand und eventuell auch eine kleine Schlüssel-Suchhilfe bei Dunkelheit. Wenn Sie allerdings nachts was im „Bauhaus“-Prospekt suchen wollen, sollte der nicht weiter als etwa 1,5 Meter von der Leuchte entfernt sein. Ansonsten wäre es einfach nicht hell genug zum Lesen.

Für diesen Aprilscherz kann ich – trotz des günstigen Preises – von meiner 0-5-Skala für LED-Angebote vor allem wegen der fehlenden Informationen leider nur
LED-SternLED-Stern halbeineinhalb Sterne vergeben.

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3 Gedanken zu „LED-Außenleuchte bei „Bauhaus“: Nettes Deko-Licht, mehr nicht

  1. Im Vergleich zum Aldi-Angebot finde ich dieses deutlich weniger attraktiv. Bei Aldi gab es – wie wir dank Alexander wissen – immerhin ein 7,5W LED-Leuchtmittel mit 638 Lumen. Das kann man zumindest ansatzweise als Lampe einsetzen. Für eine 2,5W Leuchte fällt mir spontan keine sinnvolle Verwendung ein.

    Apropos Außenleuchte: Angeregt durch das „jetzt müssen Sie nur noch dem“ …
    „Wegwerfen, neu kaufen! “ …“widerstehen“ im „…wann lohnt sich der Kauf“-Beitrag habe ich beschlossen, den angedachten Kauf einer LED-tauglichen neuen Außenleuchte weiter zu verschieben und stattdessen die bisherige Leuchte ins LED-Zeitalter zu katapultieren.
    Diese ist eine sehr betagte und bewährte Steinel-Sensorlampe mit lautloser und „verschleißfreier“ Triac-Ansteuerung. Trotz vieler Schaltungen werden Glühlampen darin steinalt. Die letzte ist nach jahrelangem Einsatz mechanisch vergammelt aber elektrisch noch i.O.
    Das ist der Nullspannungsschaltung zu verdanken.
    Leider macht der Leckstrom genau dieser Triac-Ansteuerung bei LEDs Probleme: LED-Lampen mit Kondensatornetzteilen zünden nicht und solche mit Schaltnetzteil blitzen im ausgeschalteten Zustand.
    Mit einem geeigneten Parallelwiderstand lassen sich beide Lampen überreden.
    So erstrahlt vorerst ein schönes 15W Mais-LED-Leuchtmittel in der Jahrzehnte alten Lampe mit angenehmen 3600K. Es ist so hell wie eine 75W Halogenbirne, aber durch die größere Leuchtfläche wesentlich angenehmer.
    Ein noch stärkeres 20 W-Leuchtmittel ist schon bestellt und wird in ca. 30 Tagen eintreffen. Ziel ist es, den Leckstrom des Thyristors für eine leichtes Glimmen des gesamten Leuchtmittels im ausgeschalteten Zustand als Grundbeleuchtung zu nutzen. Ähnlich wie bei der Aldi-Leuchte – aber viel eleganter.
    Und die Nullspannungsschaltung des Triacs kommt auch den LEDs zu gute: Es sind keine nennenswerten Einschaltstromspitzen zu messen.

  2. Ziel ist es, den Leckstrom des Thyristors für eine leichtes Glimmen des gesamten Leuchtmittels im ausgeschalteten Zustand als Grundbeleuchtung zu nutzen.

    So, dieses Etappenziel ist mit dem etwas kleineren 15W Leuchtmittel bereits erreicht. Die Mais-Lampe glimmt mit dem ca. 1mA Leckstrom der Lampe (Triac oder Snubber?) Tag und Nacht schön vor sich hin und wird schonend im Spannungsnulldurchgang ohne nennenswerte Einschaltstromspitze eingeschaltet. Heller, angenehmer, schöner und effektvoller als eine 75W Halogenbirne. Mal sehen, wie lange die LEDs das Dauerglimmen bei 3% Last und den Betrieb in einer Außenlampe durchhalten.

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