Blog-Leserfrage (18): Schreibtisch-Licht mit Wand- oder Unterbau-LED-Leuchte?

Wenn mir eine Blog-Leserfrage besonders interessant erscheint oder in verschiedenen Varianten immer mal wieder auftaucht, teile ich sie gerne mit allen Lesern und hoffe auf hilfreiche Kommentare. Heute geht’s um Licht für den Schreibtisch mit einer Wand- oder Unterbau-LED-Leuchte.

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Eine meiner Osram-„Luminestra eco“-Unterbau-LED-Leuchten aus zwei Perspektiven: Direkt von unten und von vorne mit der nachträglich angeklebten Plexiglas-Streuscheibe. Das „neutral-weiße“ Licht der fünf „Oslon“-LED-Chips wird damit weitgehend blendfrei. Die leichten Gebrauchsspuren am Schalter rechts übersehen Sie jetzt bitte mal – im Neuzustand ist das Gehäuse weiß. (Fotos: W. Messer)

Blogleser Ronny H. aus Ruhland in Brandenburg steht aktuell vor einem Beleuchtungs-Problem, das vermutlich viele gut kennen – nicht nur als Eltern von schulpflichtigen Kindern:

„Vielleicht können sie mir helfen, Google konnte es bisher nicht. Ich suche für meinen Sohn (Erstklässler) eine Schreibtischleuchte, die man jedoch an der Wand befestigen kann. Über dem Schreibtisch befindet sich ein Hängeschrank; unter diesem könnte man auch eine Lichtleiste anbringen, die darf aber nicht blenden. Die Hauptbeleuchtung wird durch ein LED Panel realisiert.“

Mit 7 oder 8 Watt starken Lichtleisten geht’s gut los

Eine Lösungsmöglichkeit hatte ich bereits im Dezember 2011 vorgestellt – und die wäre prinzipiell immer noch möglich: Eine schaltbare, 7 Watt starke „Luminestra eco“-LED-Lichtleiste an der Schrank-Unterseite festkleben oder-schrauben – am besten mit der etwas „kühleren“ Farbtemperatur 4000 Kelvin, damit der Filius bei den Hausaufgaben nicht einschläft. Dazu eine matte Plexiglas-Streuscheibe zuschneiden und vorne rechtwinklig ans Gehäuse kleben, um die Blendwirkung der LEDs zu reduzieren.

Die leistungsstärkeren Varianten heißen „Luminestra“ ohne „eco“, ziehen 8 oder 13 Watt und bieten immerhin bis zu 960 Lumen Lichtstrom mit einem Abstrahlwinkel von rund 90 Grad. Ähnliche Unterbau-LED-Leuchten mit einem engeren 45°-Winkel heißen bei Osram „QOD Domino“ und sind – wie die „Luminestra“ – in verschiedenen Größen und Leistungsstufen zu haben. Vermutlich kommen Sie hier ohne Eigenbau-Blendschutz aus, wären allerdings auf 3000 Kelvin festgelegt.

Auch ein kleines LED-Panel wäre möglich

Einen Blick wert sind auch kleine LED-Panels mit externem Netzteil, die an der Unterseite des Hängeschranks befestigt werden könnten und mit über 1000 Lumen noch mehr Licht liefern als herkömmliche LED-Leisten oder -Leuchten. Bei einem UGR von maximal 19 wären sie sogar offiziell blendarm und für Bildschirm-Arbeitsplätze geeignet.

Und wie sieht’s mit LED-Wandleuchten aus? Die sollten möglichst flexibel einstellbar sein, damit sie individuell auf bestimmte Stellen des Schreibtischs leuchten können, ohne den Nutzer zu blenden. Spontan würden mir da beispielsweise solche Philips-„Ledino“-Leuchten einfallen:
Ledino-Wandleuchte-grau
(Foto: Philips-PR)

Dieses Modell mit drei fest verbauten,nicht auswechselbaren „Luxeon Rebel“-LEDs zieht inklusive Vorschaltelektronik ca. 7,5 Watt und bietet in der aktuellen Version rund 350 Lumen mit 40 Grad Halbwertswinkel. Das ist mindestens so hell wie ein herkömmlicher 35-Watt-Hochvolt-Halogenspot. Das Licht wirkt trotz nominell 2700 K relativ neutral und farbtreu. Allerdings wird die Leuchte direkt an 230 Volt angeschlossen und besitzt keinen eigenen Schalter. Dafür wäre die Helligkeit mit einem geeigneten Wanddimmer stufenlos regelbar.

Selbstverständlich gäbe es noch viel mehr Leuchten dieser und ähnlicher Art – die Grenzen bestimmt dabei hauptsächlich der Geldbeutel. Falls Sie Ronny H. aus Ruhland ein paar konkrete Tipps für das Schreibtischlicht seines Sohns geben wollen oder bereits Praxis-Erfahrungen mit einer bestimmten Wand- oder Unterbau-LED-Leuchte gesammelt haben: Schreiben Sie’s unten in die Kommentare – vielen Dank!

Mehr zum Thema:

Blog-Leserfrage (4): LED-„Tageslicht“ für den Arbeitsplatz?

LED-Schreibtischleuchte für die Dachschräge

Der Vergleich: Philips Ledino alt und neu

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Ein Gedanke zu „Blog-Leserfrage (18): Schreibtisch-Licht mit Wand- oder Unterbau-LED-Leuchte?

  1. Die Unterbau-Lichtleiste aus dem LIDL Sonderangebot der letzten Woche wäre nicht schlecht geeignet und mit 10 Euro als Komplettleuchte ausgesprochen bezahlbar. In einigen Märkten kann man sie noch kaufen.
    Ich habe sie bei meiner Mutter über dem Computer-Arbeitstisch montiert, die angegebenen 520 Lux sind realistisch, das Ding macht ordentlich Licht. Man kann sie in ihrer Halterung in unterschiedlichen Winkeln drehen.

    Die matte 6500K Variante finde ich vom Licht her ziemlich eklig.

    Bei LIDL Online gibts auch noch einige andere Varianten.

    – Carsten

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