LED-Lampen bei „toom“ teurer als anderswo

Ein paar Fehler hat jetzt die „toom“-Baumarktkette seit ihrem letzten LED-Lampen-„Sonderangebot“ Ende August korrigiert. Aber auch der aktuelle Prospekt (gültig bis 20. Oktober, Ausschnitt unten) hinterlässt noch einige fette Fragezeichen zu Preisen und Leistungsdaten der beworbenen Spot-, „Kerzen“- und „Birnen“-Retrofits.

toom-LED-Lampen 10/2012

Vergleichen wir das mal mit der „toom“-Werbebeilage vom letzten August-Wochenende:

toom-Nachhaltigkeit-LED1

Die auffälligsten Unterschiede und Merkwürdigkeiten

  • Eine Philips-„Kerze“ kam jetzt dazu, dafür verschwand ein E14-„Nice Price“-Reflektormodell.
  • Die Fotos des Philips-GU10-Spots und der E27-Lampe wurden ausgetauscht, nachdem ich im August bereits vermutete, dass die falschen Modelle abgebildet waren.
  • Die (teils überhöhten) Preise der damals wie heute angebotenen Produkte wurden nicht gesenkt.
  • Es fehlt durchgehend der Hinweis, dass diese LED-Lampen nicht dimmbar sind
  • Auch ein anderer Fehler hat die sechs Wochen Bedenkzeit überlebt: Wie kann ein Philips-Spot mit einem Abstrahlwinkel von 36 Grad und einer Lichtstärke von 310 Candela „vergleichbar mit 35-W-Reflektor“ sein, während ein „Nice Price“-Spot mit satten 430 Candela und 30 Grad nur mit einem 21-Watt-Halogenreflektor vergleichbar ist? Rechnerisch müssten sie beide ungefähr den gleichen Lichtstrom erzeugen und in der Regel ein guter Ersatz für einen 25-W-Halo-Spot sein. Zumindest beim Philips-Spot ist auch dieser Lumenwert bekannt: 165 lm.

3 Euro Preisunterschied

Immerhin haben nun meine Spekulationen über die tatsächlich bei „toom“ angebotenen Philips-Modelle ein Ende, weil die Daten nun endlich zu den Abbildungen passen. Regelmäßige Blogleser kennen sie schon zur Genüge: Die beiden linken Lampen sind aus der jetzt gerade parallel bei Konkurrent OBI angebotenen „low budget“-Serie von Philips. Allerdings werden sie dort für nur 9,99 Euro verkauft – glatte 3 Euro billiger. Woher die bei „toom“ durchgestrichenen Preise von 14,99 stammen sollen, ist mir schleierhaft. Die unverbindliche Preisempfehlung von Philips lag seit der Markteinführung im Frühjahr für die ganze Serie immer bei unter 10 Euro.

Ähnliches gilt für die „toom“-Preisangaben beim Philips-LED-Äquivalent für eine E27/48-Watt-Glühlampe mit 600 Lumen: Weder 19,99 noch die aktuell aufgerufenen 16,99 Euro sind marktüblich. Stattdessen sollte es irgendwas unter 15 Euro sein. Und kann mir mal jemand erklären, wieso ich mir bei „toom“ für 9,99 Euro eine „Nice Price“-LED-„Kerze“ mit nur 190 Lumen kaufen soll, wenn’s bei OBI, Edeka und anderswo ein Markenprodukt mit 330 Lumen für’s gleiche Geld gibt?

Sorry, Leute, das ist entweder unabsichtliche oder vorsätzliche Beutelschneiderei bei ahnungslosen Kunden. Schön, dass wenigstens Sie sich besser auskennen und nicht darauf ‚reinfallen.

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