Osram: Ab Spätsommer rund 60 LED-„Retrofit“-Typen im Sortiment

Voraussichtlich schon ab Mitte Juli wird Osram sein LED-Lampen-Angebot umfassend erneuern und erweitern. Unterschieden wird künftig konsequent zwischen der günstigeren, nicht dimmbaren „LED Star“-Reihe mit drei Jahren und der teureren, dimmbaren „LED Superstar“-Linie mit vier Jahren Garantie.
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Eines der neuen Osram-„LED Superstar“-Modelle: Eine dimmbare „Classic A-Birne“ mit E27-Sockel und klarer Haube. (Fotos: Osram-PR)

Schon Anfang des Monats konnten Sie hier ausführlich lesen, was es dieses Jahr alles noch Neues im LED-„Retrofit“-Sortiment von Osram geben soll. Als erstes – so hieß es ursprünglich – würden ab August weitere GU10/GU5.3-Spots angeboten, ab September dann auch neue „Classic“-Lampen mit E27- und E14-Sockeln. Heute gab die Osram-Presseabteilung allerdings eine Mitteilung heraus, in der unter anderem zu lesen war:

„Osram vergrößert sein LED-Lampenportfolio um zahlreiche Neuheiten. Damit bietet das Unternehmen seinen Kunden seine bisher größte Auswahl. Rund 60 verschiedene Lampentypen gehören nun zum Angebot. … Das breite Portfolio, das europaweit angeboten wird, ermöglicht Verbrauchern für so gut wie jede Anwendung den Einsatz einer LED-Lampe.“

Da ich diese Neuheiten aber weder auf der Osram-Website noch in irgend einem Online-Shop fand, steht das „nun“ offenbar nicht für „jetzt“. Auf meine Nachfrage präzisierte die Unternehmenskommunikation, dass die neuen Reflektorlampen (Spots) „voraussichtlich ab Mitte Juli z. B. in Baumärkten oder dem Fachhandel verfügbar“ seien. Etwa einen Monat später sei dann auch mit den künftigen „Classic“-Lampen zu rechnen.

Der Übergang erfolgt schleichend

Die Erneuerung des Sortiments im Handel geschehe allerdings schrittweise – mit individuellen, sanften Übergängen. Wir Endverbraucher werden also nicht überall zum gleichen Zeitpunkt die gesamte Palette von rund 60 unterschiedlichen Typen kaufen können. Möglich sei auch, dass einzelne Anbieter etwas früher „vorpreschen“ – ähnlich wie es „Kaufland“ im Mai mit der Osram „Classic A60“ für unter 10 Euro getan hat.

Osram_LED Superstar PAR 16_neuFlexibler als bisher scheint die Chip-Bestückung der künftigen LED-Spots zu sein: Bisher sah man bei Osram meist drei oder vier SMD-Module unter der Linse. Künftig werden je nach Leistung zwei bis sechs Chips verwendet – im Bild rechts am Beispiel eines neuen GU10-Strahlers zu sehen, der als Ersatz für 50-Watt-Halogenspots dienen soll. Hier leuchtet erkennbar eine LED in der Mitte und ein Quintett im Kreis drumherum.

Diese Anordnung wird regelmäßigen Bloglesern übrigens hier in naher Zukunft noch mal begegnen – bei LED-Spots eines anderen Anbieters.

Endlich klare Linien

Auffallend ist auch die klare Neuordnung der „Consumer“-Produktlinien. Bis jetzt konnte man sich beispielsweise bei einem „Superstar“-Spot nicht sicher sein, ob er dimmbar ist. Diese Unterscheidung wurde meist mit „advanced“ und der Zuordnung zur „Professional“-Abteilung gekennzeichnet. Das machte die Suche nach der individuell passenden Lampe teils zum Geduldsspiel – vor allem auf der unübersichtlichen Osram-Website. Künftig soll es einfacher werden:

  • Alles, was bei Osram „LED Star“ heißt, ist nicht dimmbar, hat eine kürzere Nennlebensdauer, „nur“ drei Jahre Garantie und ist dafür besonders günstig.
  • Alle „LED Superstar“-Lampen werden dimmbar sein, bieten „eine besonders gute Lichtqualität“, leuchten je nach Typ bis zu mindestens 30.000 Stunden und bekommen vier Jahre Garantie.

Wie ich aus „gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen“ erfahren habe, soll es sogar ein „Classic Superstar“-Modell geben, das nicht wie üblich in China, sondern in einem südlichen Land Europas montiert wird. Unverbindliche Preisempfehlungen für die neuen LED-Typen hat Osram bisher noch nicht bekannt gegeben.

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