„Sunset Dimming“ jetzt auch mit Cree-„LMH2“-LED-Modulen

Das Dimmverhalten von Glühlampen simulieren will US-LED-Gigant „Cree“ mit neuen „Sunset Dimming“-Varianten seiner „LMH2“-Module. Dabei wird die Lichtfarbe mit abnehmender Helligkeit immer „wärmer“.

Gluehlampe-Detail
Eine stark gedimmte 60-Watt-Glühlampe – die rötlich-warme Lichtfarbe erinnert an einen Sonnenuntergang (englisch: „Sunset“). (Foto: W. Messer)

Treue Blogleser werden sich daran erinnern: Im Sommer 2012 präsentierte der österreichische LED-Retrofit-Spezialist LEDON eine E27-„Sunset Dimming“-Lampe, die an einem Dimmer nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Farbtemperatur zwischen 2700 und 1900 Kelvin stufenlos verändern kann – bis hin zu einer Sonnenuntergangs-ähnlichen Lichtfarbe. Erreicht wurde das durch die flexible Ansteuerung von „warm-weißen“ und roten LEDs sowie eines bernsteinfarbenen Chips.

Ähnliches gab und gibt es auch von anderen Herstellern, aber nie mit dem gleichen Namen, der seit Februar 2012 von LEDON als Wortmarke geschützt ist. Umso überraschender war für mich diese Woche eine Pressemitteilung des US-Anbieters „Cree“, in der von einem „Sunset Dimming Experience“ die Rede ist.

Je dunkler, desto „wärmer“

Cree-LMH2SunsetGemeint sind neue Versionen der bereits bekannten „LMH2“-LED-Komplettmodule, die je nach Stromzufuhr eine Farbtemperatur zwischen 2700 und 1800 Kelvin liefern können – bei einem Farbwiedergabeindex von mindestens CRI 90, typischerweise sogar 92 (Foto rechts: Cree-PR).

Das entspricht weitgehend dem Eindruck, den man vom Dimmen herkömmlicher Glüh- und Halogenlampen her kennt, die bis kurz vor der kompletten „Aus“-Stellung immer „wärmer“ bzw. rötlicher leuchten.

Analog und digital dimmbar

Maximal 850, 1250, 2000 oder 3000 Lumen Lichtstrom entwickeln die neuen Modulvarianten mit flachen oder gewölbten Linsenhauben, die vor ihrem Einsatz (etwa beim Deckeneinbau) nur noch mit einem passenden 0- bis 10-Volt-Treiber ergänzt werden müssen (pdf-Download des Familien-Datenblatts). Die Abstrahlwinkel liegen zwischen 82 und 105 Grad.

Laut „Cree“ lassen sich die Module bis auf 5% der Maximalhelligkeit herunterregeln und funktionieren problemlos sowohl mit handelsüblichen TRIAC-Phasenanschnittdimmern als auch mit digitalen DALI-Lichtsteuerungen. Die maximale Gehäusetemperatur (Tc) darf 70 Grad Celsius erreichen.

Cree-LMH2-Leuchten
Die beiden Linsenvarianten der „LMH2“-Module: „Flat“ und „Dome“. (Foto: Cree-PR)

„Cree“ verspricht 50.000 Leuchtstunden und fünf Jahre Garantie sowie eine 80prozentige Stromersparnis gegenüber tradionellen Lichtquellen. Bereits existierende, herkömmliche „LMH2“-Installationen könnten wegen identischer Maße und Anschlüsse ganz fix auf „Sunset Dimming“ umgerüstet werden. Erhältlich seien die neuen Varianten ab sofort.

LEDON weiß Bescheid, verrät aber nichts

Meine Twitter-Anfrage an beide Parteien wegen der Namensgleichheit der Konzepte wurde bisher nur von LEDON beantwortet:


Erst im September hatte „Cree“ eine stärkere „LMH2“-Variante vorgestellt, die maximal 4000 Lumen erzeugen kann – bei einer Systemeffizienz von bis zu 108 Lumen/Watt und einem Farbwiedergabeindex von CRI >90 bei allen Farbtemperaturversionen zwischen 2700 und 4000 K. Das Sparpotenzial gegenüber Keramik-Halogen-Metalldampflampen (CMH) wurde mit 50% beziffert.

Mehr zum Thema:

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Ein Gedanke zu „„Sunset Dimming“ jetzt auch mit Cree-„LMH2“-LED-Modulen

  1. Erst im September hatte “Cree” eine stärkere “LMH2″-Variante vorgestellt, die maximal 4000 Lumen erzeugen kann – bei einer Systemeffizienz von bis zu 108 Lumen/Watt und einem Farbwiedergabeindex von CRI >90 bei allen Farbtemperaturversionen zwischen 2700 und 4000 K.

    Das war für mich jetzt der interessantere Teil…. gefunden habe ich die bei einem Versand für Elektronische Bauteile, der in Deutschland eine Niederlassung hat, einen Onlineshop auf deutsch aber keine AGB in Deutsch oder an deutsches Recht angepasst.

    Kosten sollen die Module zwischen 20 und 50 Euro plus 8 Euro für den passenden Kühlkörper.

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