Neues Modul für LED-Scheinwerfer: Chips einzeln steuerbar

Die „Ostar Headlamp Pro“-Module von Osram gibt’s zwar schon länger für die Kfz-Erstausrüstung. Eine neue Variante ermöglicht jedoch auch den Einsatz in dynamischen, „intelligenten“ LED-Autoscheinwerfer-Systemen.
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Fünf winzige, „ultraweiße“ LED-Chips leuchten in der neuen Variante des „Ostar Headlamp Pro“-Moduls. Sie können mittels Sensoren und einer Vorsteuerelekektronik einzeln und flexibel geschaltet werden – beispielsweise zur dynamischen Erzeugung von Kurvenlicht in Auto-Frontscheinwerfern. (Fotos: Osram-PR)

„Advanced Forward Lighting“-Systeme (AFS) sind der letzte Schrei bei Auto-Frontscheinwerfern. Sie können das Licht den jeweiligen Verhältnissen dynamisch anpassen, um beispielsweise den Gegenverkehr nicht zu blenden oder die Straße auch bei Kurvenfahrt gut auszuleuchten. Bei herkömmlichen Lichtquellen braucht es dafür aufwendige Steuerungen und Stellmotoren mit viel Mechanik – mit LEDs geht das viel einfacher.

Schon im Mai hatte Gastautor Fritz Lorek hier im Blog ausführlich über LED-Systeme im Auto berichtet. Multichip-Module wie das “Ostar Headlamp Pro” der Osram-Hightech-Tochter „Osram Opto Semiconductors“ in Regensburg ermöglichen den Designern und Technikern bereits seit rund zwei Jahren völlig neue Möglichkeiten für die Gestaltung der Frontscheinwerfer.

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Auto-Frontscheinwerfer mit Osram-LED-Komponenten – viel Flexibilität und Helligkeit auf kleinstem Raum.

Jetzt gibt es laut Osram-Pressemitteilung eine neue, flexiblere Variante dieser LED-Komponente, die für einen dynamisch regelbaren und exakt definierten Lichtstrahl sorgen kann. Mit fünf einzeln schaltbaren, nur einen Quadratmillimeter großen Chips und ausgefuchster Steuerelektronik entwickelt sie maximal über 710 Lumen Lichtstrom bei einer „ultraweißen“ Farbtemperatur von rund 6000 Kelvin (Farbort Cx = 0.32, Cy = 0.33 nach CIE 1931) und einem Halbwertswinkel von ca. 120 Grad. Statt den typischen 55 Watt Leistungsaufnahme bei Halogenscheinwerfern genügen hier für eine vergleichbare Lichtstärke weniger als 20 Watt .

Nur rund zwei Quadratzentimeter groß

Das Gehäuse der neuen „Ostar Headlamp Pro“-Version hat eine Steckerverbindung und baut mit rund 2 Zentimeter Kantenlänge sehr kompakt. Mehrere Module über- oder nebeneinander haben also problemlos in einem „intelligenten“ Scheinwerfersystem Platz. Erstmal öffentlich präsentiert wird die Neuheit morgen und übermorgen (24./25. September) auf der „ISAL 2013“ in der Technischen Universität in Darmstadt.

Ich hatte bisher schon den Verdacht, dass die Motor- und Bremsen-Steuerungssysteme in modernen Autos intelligenter sind als so manche ihrer Fahrer. Jetzt setzen offenbar auch die LED-Scheinwerfer in diesem IQ-Rennen zum Überholen an.

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Ein Gedanke zu „Neues Modul für LED-Scheinwerfer: Chips einzeln steuerbar

  1. „Bei herkömmlichen Lichtquellen braucht es dafür aufwendige Steuerungen und Stellmotoren mit viel Mechanik – mit LEDs geht das viel einfacher.“

    Wenn ich diesen und jenen Artikel recht interpretiere, werden bereits heute schon LEDs mit der mechnischen Verstellung kombiniert, um den gleichen Effekt zu erhalten. Wahrscheinlich konnte Mercedes nicht auf die neuen Module warten und hat die modernen LEDs mit bewährter mechanischen Verstelltechnik kombiniert.

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