Die „Wiesn“: Auch ein Fest für LEDs

Satte 550 „Retrofit“-LED-Lampen von Osram mit einer Leistungsaufnahme von rund 4,5 Watt werden beim diesjährigen Oktoberfest in München Premiere feiern: Sie ersetzen die gleiche Anzahl von 25-Watt-Glühlampen im Festzelt „Hippodrom“. Der Wirt Sepp Krätz erwartet für die 16 Festtage eine Einsparung von 2500 Kilowattstunden Strom oder umgerechnet 1,2 Tonnen CO2.

Hippodrom-Ausschnitt
Ein Ausschnitt des „Hippodrom“-Zeltdachs mit einem Teil der neu eingeschraubten Osram-LED-Lampen. (Fotos: Osram-PR)

An diesem Samstag, pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang, beginnt wieder das größte Volksfest der Welt. Wenn Sie dann als „Wiesn“-Besucher direkt nach dem Haupteingang nach rechts laufen (und ‚reingelassen werden), landen Sie im legendären „Hippodrom“. 3300 Besucher passen hinein, weitere 1000 können daneben im Biergarten Platz nehmen – die meisten Stadthallen in Deutschland dürften deutlich kleiner sein. Logisch, dass hier unter anderem jede Menge Strom für ordentliche Beleuchtung verbraten werden muss. Im „Hippodrom“ waren das bisher fast 14 Kilowatt allein für die 550 Deckenlampen, ab sofort werden es nur rund 3 kW sein.
Osram P25 advanced frosted
Dieses Energiespar-Wunder gelingt durch den Austausch der herkömmlichen Glühlampen gegen LED-„Retrofits“. „Parathom Classic P25 advanced frosted“ heißen die dimmbaren Osram-Lampen in „Globe“-Form, die aus nur 4,5 Watt einen Lichtstrom von 250 Lumen mit einer warm-weißen Farbtemperatur von 2700 Kelvin erzeugen. Ihr Farbwiedergabeindex liegt bei Ra/CRI 80 und es gibt sie mit E27- und E14-Sockel (Bild rechts); beide Versionen sind 7,8 cm lang und 4,5 cm breit. Ihre (Licht-)Stärke spielen Sie wegen des Abstrahlwinkels vor allem nach unten und seitlich aus; sie sind also prima für die hängende Deckenmontage geeignet.

Als Produkte aus der „Profi“-Abteilung von Osram haben sie vier Jahre Garantie, eine Nennlebensdauer (bis zur Degradation auf 70% der ursprünglichen Helligkeit) von rund 25.000 Leuchtstunden und halten schadlos 200.000 Schaltzyklen aus. Die offizielle unverbindliche Preisempfehlung für einzelne Exemplare liegt deshalb mit 25,83 (inkl. MwSt.) bzw. 21,71 Euro (exkl. MwSt.) auch weit höher als bei „Consumer“-LED-Lampen. Die Komplettumrüstung des „Hippodrom“ hätte demnach über 14.000 Euro brutto gekostet; ich vermute aber bei 550 Lampen einen satten Mengen- und Marketing-Rabatt.

Bereits 2007 hatte Osram – wie es sich für ein Unternehmen mit Hauptsitz in München ziemt – das etwa doppelt so große „Hacker“-Festzelt auf dem Oktoberfest mit über 4500 energieeffizienten Leuchtmitteln ausgestattet, 2011 folgte das noch gewaltigere „Löwenbräu“-Zelt mit 8000 LED-Lampen. Die „Hippodrom“-Umrüstung soll denn auch lange nicht das Ende der „Wiesn-Begrünung“ sein. Klaus-Günter Vennemann, Leiter des Bereichs Allgemeinbeleuchtung bei Osram:

„Unser Ziel ist natürlich, dass in einigen Jahren alle Wiesn-Zelte in energieeffizientem Licht erstrahlen, damit sowohl Besucher als auch die Umwelt vom Oktoberfest profitieren.“

Das deckt sich ziemlich exakt mit dem Förderkonzept der Stadt München aus dem vergangenen Jahr, das allein für 2013 einen Bedarf von mindestens 16.000 LED-Lampen zur Umrüstung der Oktoberfest-Zelte kalkulierte. Na dann: O’gschalt‘ is.

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8 Gedanken zu „Die „Wiesn“: Auch ein Fest für LEDs

  1. @Wolfgang:
    Dein Link zu computeruniverse führt auf ein Modell mit 6500K.
    Die richtige LED-Lampe PARA CLP 25 4,5W/827220-240VE2710X1OSRAM (E27, 2700K) hat die EAN 4008321994073 und kostet ~23€. Die ist in der Schweiz im PhaseOut.

    Eine doppelt so hohe Beleuchtungsstärke wie vorher dürfte nun im Zelt herrschen. Vorher ging sicher die Hälfte des Lichtstroms an die Decke.

  2. Chris: Richtig, ich hatte den Link auf die „kalt-weiße“ Version gesetzt, weil ich in Deutschland kein Angebot in „warm-weiß“ gefunden hatte. Es ging mir ohnehin eher um eine Größenordnung als um den exakten Betrag. Auf der Osram-Website gibt’s die Lampen ja immerhin noch, im Osram-Onlineshop kann ich wegen Wartungsarbeiten erst am Montag wieder nachschauen.

    Wo hast Du den 23-Euro-Preis entdeckt?

  3. @Wolfgang:

    Die Produktzyklen sind so kurz, dass einfach keine klare Struktur und Übersicht mehr vorhanden bleibt.
    Bei Philips lässt sich wenigstens noch die EAN einfach ermitteln, Osram hat alles sehr unübersichtlich verzweigt und gestattet keine Direktlinks mehr.
    Die 23€ habe ich direkt über die EAN bei Google Shopping gefunden.<

  4. @Wolfgang:
    Ja, habe ich schon in Google als erstes Ergebnis gesehen 😉
    ein richtiges Schnäppchen…

  5. Ein absolutes Schnäppchen – und dazu noch versandkostenfrei… 😉
    .
    Mit Osram LEDs bin ich zuletzt sehr zufrieden. Nach der bereits angesprochenen A40, habe ich neuerdings auch 2 Stk. (der auch Wolfgang wohlbekannten) Superstar 5,5 W GU10 Spots ungedimmt im Einsatz.
    .
    Interessant dabei, wie von Wolfgang ebenfalls erwähnt, ist, dass der eine Spot auf der Küchenarbeitsfläche sichtbar kälter erscheint, als der andere – bei meinen 3 LEDON 7 W GU10 wären mir solche sichtbaren Lichtfarben-Unterschiede jetzt nicht aufgefallen – trotzdem kann ich diese Superstar empfehlen und finde sie durchaus gelungen.
    .
    Ein Vorteil gegenüber den LEDON (LCTW) 5 W bzw. LEDON 7 W Spots haben sie dann doch noch: Das Gehäuse im Bereich der Linsenoptik ist beim Osram schlanker geschnitten, bei meinen schlank geschnittenen Deckeneinbaustrahlern verursachten die LEDON 7 W Strahler wegen diesem 1 cm hohen, senkrecht stehenden Metallsockel oben deutlich mehr Herumklemmerei beim Einsetzen, als die an der gleichen Stelle halogenähnlich geschnittenen Osram Superstar GU10 – also bei sehr engen Strahlern und 5 W / 35 W LED Bedarf gäbe ich eher die Empfehlung für die Superstar GU10.
    .
    Dies sind halt so Design-Kleinigkeiten, die den Herstellern bei der Entwicklung evtl. gar nicht so bewusst waren und vielleicht auch rein zufällig entstanden sind…

  6. @Chris: Ich habe jetzt den Link im Text entfernt und die Preisangabe durch die offizielle UVP von Osram ersetzt (wurde mir heute von dort mitgeteilt).

Kommentare sind geschlossen.