Drogenmafia will Markenrechte für „gutes Stöffsche“*

Nachdem der Computerkonzern Apple sich schon juristisch gegen das Logo des Bonner Cafés „Apfelkind“ wehrt, legt das Kartell der mexikanischen Drogenbarone noch einen Löffel nach: Der in Hessen verbreitete Begriff „gutes Stöffsche“ soll künftig nicht mehr für Apfelwein („Ebbelwoi“) verwendet werden dürfen.

Kokainproduzent José Gonzalez Manolo y Aragon erklärte unserem Korrespondenten in Juarez: „Wir liefern schon seit Jahrzehnten den wirklich guten Stoff. Der haut deutlich stärker in die Birne als dieses lasche Gesöff aus Alemania. Das hat ja nicht mal 10 Prozent – unser Stöffsche dagegen runde 90.“

Ebbelwoi
Das hessische Nationalgetränk: Apfelwein („Ebbelwoi“), in seiner besten Ausprägung auch „gutes Stöffsche“ genannt. (Foto: Eva Kröcher@Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-sa 2.5)

In Frankfurt und Umgebung richtet man sich nun auf eine harte Auseinandersetzung um das Markenrecht ein. Satish Chowdhry (deutsch: „grüner Apfel“), der indischstämmige Betreiber des „Ebbelwoi-Fan-Shops“ am Frankfurter „Römer“: „Skandalös, das uns jetzt schon Ausländer das gute Stöffsche verbieten wollen! Ich werde vor meinem Laden eine weiße Linie ziehen – da kommen die mir nicht drüber!“

Alle Hoffnungen der Apfelweinindustrie richten sich jetzt auf die andere Main-Seite, wo sonst eigentlich traditionell der Feind sitzt, sich aber nun unerwartete Unterstützung regt: Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach droht den Mexikanern im Gegenzug, sich die Markenrechte für „Schnee“ zu sichern.

* Manchmal steht hier nach dem Vorbild des „Postillon“ völliger Unsinn. Muss ja nicht immer todernst zugehen im Blog.

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