Wolfsburg weg: Opel-Fan gesteht ICE-Sabotage*

Noch rätselt die Deutsche Bahn AG, warum am Wochenende schon wieder ein ICE den planmäßigen Halt in Wolfsburg verpasste und ungebremst bis Stendal durchfuhr. Erst im Sommer war das mindestens zwei Mal passiert. Dem Fastvoice-Blog liegt nun aber ein Geständnis von Adam O. aus R. vor. Der passionierte Opel-Fahrer erklärte, er habe Mitte Juni bei einem Besuch im nahegelegenen Frankfurter Hauptbahnhof Reichsbahn-Fahrpläne aus dem Jahr 1940 in die „Führer“-Stände dort haltender ICE-Triebwagen geschmuggelt und außerdem die Navigationsgeräte im Armaturenbrett manipuliert.

Hauptbahnhof Wolfsburg
Hier tobt das pralle Leben: Vorplatz des Wolfsburger Hauptbahnhofes; rechts ein als ICE-Ersatz eingesetzter VW-Bus. (Foto: Broadway@Wikipedia, gemeinfrei)

Auf den alten Plänen gibt es noch kein „Wolfsburg“, weil die damalige „Stadt des Kdf-Wagens bei Fallersleben“ ihren heutigen Namen bekanntlich erst im Mai 1945 erhielt. Die betroffenen Zugführer hatten also keinen Anlass, an dem im Plan nicht vermerkten Bahnhof zu halten und sich stattdessen mit voll gefüllten Henkelmännern auf eine Weiterfahrt bis in die ehemals deutschen Ostgebiete nach Königsberg (heute Kaliningrad) vorbereitet. Bei einer Suche nach dem Begriff „Wolfsburg“ im Navigationsgerät hätten sie nur diese Warnmeldung erhalten:

Dieser Bahnhof enthält Content aus den Jahren 1945 ff. und ist für Deinen Zug leider nicht verfügbar

Zur Motivation für diese perfide Aktion befragt, erklärte Adam O., er habe schon immer einen abgrundtiefen Hass auf Golf-Fahrer im Besonderen und den VW-Konzern im Allgemeinen verspürt. Jahrelang sei er mit seinem Astra OPC und zuvor mit seinem Kadett C trotz umfassendem Steinmetz-Tuning von diversen Golf GTI auf der Autobahn „versägt“ worden. „Und bei denen saßen immer die geilsten Blondinen drin“, ergänzt Adam O., dessen Vater bereits einen Opel Rekord pilotierte – das Beinkleid traditionsgemäß mit Hosenträgern gesichert.

Opel Astra OPC
Lahme Krücke: Der Astra OPC von Adam O. (Foto: Thomas Doerfer@Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-sa 3.0)

So habe es ihn mit klammheimlicher Vorfreude erfüllt, dass durch seine Sabotage möglicherweise bahnfahrende VW-Vorstandsmitglieder unversehens in der Ödnis von Sachsen-Anhalt statt in der Hauptverwaltung ihres Werkes in Wolfsburg landen könnten oder dass sich auf dem Bahnsteig in Wolfsburg wartende Montagearbeiter vergeblich auf die Heimfahrt in ihre ostdeutschen Dörfer freuten.

Mit diesem Geständnis hat Adam O. jetzt auch die jüngsten Gerüchte zerstreut, dass sich Bahn-Chef Grube mittels gezielter Anweisungen an einzelne Zugführer an den VW-Werken rächen wollte, weil sie jahrzehntelang durch millionenfache Autoproduktion das Personenbeförderungsgeschäft der Bahn torpediert hätten. Allerdings hält laut Fahrplan ohnehin im Schnitt nur jeder zweite ICE in Wolfsburg.

(*Disclaimer: Der überwiegende Teil dieses Beitrags ist völlig frei erfunden und könnte deshalb so auch in der „Bild“ stehen.)

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