Das PSN-Karten-Kratz-Massaker (Update 28.10.)

Ich weiß nicht, ob’s Ihnen auch manchmal so geht, aber es gibt Tage, da komme ich mir wie der Ober-Loser vor. Heute war wieder so einer. Da kaufe ich mir zum ersten Mal im Leben für 20 Euro eine „PlayStation Network“-Guthabenkarte im örtlichen Fachhandel, um nächste Woche ein kostenpflichtiges Ergänzungsteil für mein geliebtes „Gran Turismo 5“-Konsolenrennspiel herunterladen zu können. Ansonsten ginge das nur mit einer Kreditkarte, die ich aus wohl erwogenen Gründen nicht besitze.

In der aufwendigen Verpackung (die gleiche Größe, wie sie auch für „Blu-Ray“-Filme verwendet wird) liegt ein kleiner Zettel mit einer sehr kleinen, schraffierten Fläche. Dort verbirgt eine aufgeklebte Folie den Freischaltcode, mit dem man sein PlayStation-Store-Guthaben aufladen kann. Diese Folie – so empfiehlt die Anleitung – soll man vorsichtig durch Kratzen entfernen. Das mit dem Kratzen (per Fingernagel) habe ich noch begriffen, das mit dem „vorsichtig“ offenbar nicht.

PSN-Card
Mein Gutschein-Kratz-Massaker, das vom Code kaum was übrig gelassen hat. (Foto: W. Messer)

Mitsamt der hartnäckig klebenden Folie lösten sich gleich noch Teile des Papiers vom Gutschein, diverse Klebereste nach meinen Rubbelversuchen sorgten überdies für die Unlesbarkeit weiterer Buchstaben und Ziffern. Der eigentlich zwölfstellige Code wurde durch meine sensible „Handarbeit“ um die Hälfte gekürzt und somit wertlos. 20 Euro für nix und wieder nix? Nicht ganz.

Ene kurze Internet-Recherche zeigte mir, dass ich nicht der Einzige bin, dem so ein Missgeschick passiert ist. Offenbar gibt es bei diesen PSN-Cards ab und zu Exemplare, die – möglicherweise durch größere Temperaturschwankungen bei Lagerung und Transport – kaum zu „knacken“ sind. Die Lösung: Den PlayStation-Kundenservice anrufen (01805-766977, nach der Auswahlmenü-Ansage die „1“ drücken), das Problem schildern und auf einen verständnisvollen Mitarbeiter hoffen, der solche Fälle schon kennt.

Der befragt Sie nach der E-Mail-Adresse, mit der Sie beim PlayStation-Network registriert sind, nach ihrem Geburtsdatum, der Seriennummer der Gutscheinkarte und den noch lesbaren Teilen des Codes. Mit diesen Daten kann er ermitteln, ob Sie ihn tatsächlich noch nicht eingelöst haben und welche Druckerei ihre Karte produziert hat. Diese Druckerei bekommt nun vom PlayStation-Service die Seriennummer und kann den dazu gehörenden Code rekonstruieren. Wenn alles glatt läuft, landet er innerhalb von drei bis sieben Tagen per E-Mail bei Ihnen (kann auch mal deutlich länger dauern, siehe Update unten).

Diese Methode hat Riesen-Vorteile: Ihr Geld ist nicht verloren, Sie müssen nicht mehr in den Laden zurückfahren, in dem sie die Karte gekauft haben – und: Sie müssen den Bildschirm Ihres Rechners nicht frei kratzen, um den Code lesen zu können.

P. S.: Laut Auskunft eines PSN-Servicemitarbeiters wird der nicht eingelöste Gutscheinbetrag in Einzelfällen auch direkt dem PSN-Konto des Kunden gutgeschrieben. Dann müssen Sie nicht mal mehr einen Code eingeben.

Update 28.10.: Genau zwei Wochen nach meinem Telefonat mit dem PlayStation-Service kam heute von „Sony Computer Entertainment Deutschland“ über einen britischen Server eine Mail mit dem kompletten Code. Offenbar braucht man manchmal doch ein wenig mehr Geduld als angekündigt.

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8 Gedanken zu „Das PSN-Karten-Kratz-Massaker (Update 28.10.)

      • Hallo also ich habe das Problem Garde jetzt mein Junge fahre genauso begabt wie sie bekomme ich dann mein Geld gut geschrieben habe ja den Kassenbong und alles was dazu gehört !!

  1. Sehr geherrter Dame und Herr
    Name Uwe Pxxx geb.xx.xx.xxxxx
    ich habe kassebon Aktiviert 50€
    Gutschein Seriennummer xxxx
    Aber Gutschein kratz karte Code verloren

    Bitte Antwort mail xxx@gmx.de

    (Daten unkenntlich gemacht/d. Red.)

    • Hallo Uwe – dies hier ist ein privates Blog ohne Verbindung zu Sony. Bitte dorthin wenden; ich selbst kann da leider nicht helfen.

Kommentare sind geschlossen.