Beileid für die Überlebenden?

Leider noch ein Flop der Woche – diesmal aus aus der unseligen Reihe „Coypy&Paste-Journalismus“. Heute ist eine Boeing 737 in Indien über die Landebahn hinaus geschossen; rund 160 Passagiere starben, nur wenige überlebten. Der Deutsche Auslands-Depeschendienst (DAPD, Agenturkürzel apn) verbreitet in ihrer Berichterstattung einen makabren Satz, der von dutzenden News-Portalen unredigiert übernommen wird, auch von tagesschau.de, swr.de, faz.net, stern.de und vielen anderen „Qualitätsmedien“:

Der indische Ministerpräsident Manmohan Singh sprach den Angehörigen der Überlebenden sein Beileid aus und sagte ihnen finanzielle Entschädigung zu.

Wie soll dieses Beileid aussehen? „Tut uns leid, dass Ihr Angehöriger überlebt hat, soll nicht wieder vorkommen“? Gemeint war wohl eher das, was zum Beispiel Spiegel-Online berichtet:

Indiens Premierminister Manmohan Singh versprach den Familien der ums Leben gekommenen Passagiere staatliche Hilfszahlungen in Höhe von umgerechnet jeweils knapp 3400 Euro. Die Verletzten würden jeweils 850 Euro aus dem staatlichen Topf erhalten.

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