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29.2.2012 von Wolfgang Messer.
Seit gut einem Monat versucht die Warenhauskette “real,-” (Claim: “Einmal hin. Alles drin”), ihre Kunden zum Umstieg von analogem auf digitalen Satellitenempfang zu bewegen - mit dafür untauglichen TV-Geräten, zuletzt mit einem veralteten Modell von Samsung ohne Satelliten-Receiver für 498 Euro. Wie’s besser geht, zeigt aktuell zum Beispiel der “expert”-Verbund mit einem Sonderangebot (auch online zu bestellen):

Ausschnitt aus der aktuellen Werbebeilage der “expert”-”Octomedia”-Märkte in Rastatt und Bühl.
Deutlich in der Beschreibung zu sehen: Dieses Samsung-Modell hat die gleiche Bildschirmdiagonale wie das von “real,-” beworbene, kann aber zusätzlich zu DVB-T über Antenne und digitalen Kabelsignalen (DVB-C) auch digitale Satellitenprogramme (DVB-S) empfangen und kostet sogar 29 Euro weniger. Zwar hat es statt einer LED- eine herkömmliche CCFL-Hinterleuchtung des LCD-Schirms, aber immerhin kann man damit auch als “Schüssel”-Besitzer tatsächlich Fernsehen gucken.
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29.2.2012 von Wolfgang Messer.
Es gab sie als Sonderangebote im November und im Dezember 2011 - jetzt sind sie erneut in den Regalen der OBI-Baumarktkette: LED-Spots mit GU10- und G5,3-Sockel (Ausschnitt aus der Werbebeilage 0300/12, gültig bis 10. März).

Eigentlich ist alles wie gehabt. Sie sehen die gleichen Billig-Leuchtmittel, nur mit zwei kleinen Unterschieden: Die Spots werden auf einem anderen farblichen Untergrund abgebildet und es gibt überraschenderweise durchweg Angaben zu Abstrahlwinkel sowie “cd” (für die Lichtstärke Candela). Letzteres ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber der Geheimniskrämerei im vergangenen Jahr, als die OBI-Prospektbastler diese entscheidenden Daten noch verschwiegen. Mit denen können Sie dank einer Umrechungsformel auch die Lichtstärke in Lumen ermitteln und so ungefähr ermessen, ob diese LED-Leuchtmittel für Sie in Frage kommen oder nicht.

Geholfen hatte die Datensparsamkeit ohnehin nichts, weil Sie als Leser meines Blogs bereits im November detailliert erfuhren, dass die oben abgebildeten Spots aus Hongkong von “16east” kommen, die Version mit 18 Einzel-LEDs und 0,9 Watt nur 36 Lumen Lichtstrom hat, der Spot mit 36 LEDs ein “Amber”-Modell mit 72 Lumen ist und der Spot mit 60 LEDs nur 129 Lumen bei einer Farbtemperatur von 3200 Kelvin liefert und damit gerade mal einen 10-Watt-Halogenstrahler ersetzen kann.
Im Prospektauschnitt links sehen Sie Spots mit jeweils einer “3-Watt-Power-LED” aus der “Amber-Serie” von “16east”, erhältlich als GU10-Hochvolt- oder GU5,3-Niedervolt-Version. Die Website des Herstellers verrät, dass diese Leuchtmittel nur rund 100 Lumen haben (bei einer Farbtemperatur von 3000 Kelvin, also etwas “kälter” als eine traditionelle Glühfadenlampe mit 2500 bis 2700 K). Das liegt knapp unterhalb der Lichtausbeute eines 10-Watt-Halogenstrahlers oder einer herkömmlichen 15-Watt-”Glühbirne” und bedeutet eine Effizienz von nur 33,3 Lumen pro Watt.
Angesichts der nicht mehr zeitgemäßen Leistungen sind die OBI-”Sonderangebote” keineswegs günstig - für die meisten Anwendungen dürften sie wegen der mangelnden Helligkeit sogar ‘rausgeworfenes Geld sein. Inzwischen gab’s woanders schon erheblich hellere LED-Spots in der gleichen Preisklasse. Deshalb verdient OBI auf meiner LED-Bewertungsskala von 0 bis 5 nur
einen mageren Stern.
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