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18.1.2010 von Wolfgang.
Das deutsche Handwerk versucht seit diesem Monat, sein Image unter anderem mit einem TV-Spot aufzupolieren. Besonders beeindruckend wirkt das alptraumhafte Szenario einer zusammenbrechenden Welt nach vorangegangenen Berichten oder Spendenaufrufen zur Erdbebenkatastrophe in Haiti. Beim ersten Anschauen habe ich sogar spontan geglaubt, dies sei ein toller, brandneuer Spenden-Spot.
Die Idee wäre ja auch bestechend gewesen: Stell’ Dir vor, Deine bekannte Welt (in Deutschland) sieht plötzlich so aus wie das jetzt größtenteils zerstörte Haiti. Diese apokalyptische Sicht der Dinge würde doch gleich eine ganz andere Nähe zur Katastrophe und somit auch eine größere Hilfsbereitschaft generieren. Bloß blöd, dass mit diesem Spot nur gezeigt werden soll, wie unser Land ohne die Leistungen der Handwerker aussähe und dass die Idee dafür natürlich lange vor dem Erdbeben entstand.
Der neue Imagefilm des deutschen Handwerks: Passt todsicher zum Erdbeben in Haiti.
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17.1.2010 von Wolfgang.
… mehr oder weniger schnell: Ziemlich flott gingen die Zugriffs- und Besucherzahlen der fastvoice-Seiten seit dem Start dieses Blogs im Juni 2009 nach oben - in der Jahresbilanz wurden über 300.000 Hits und rund 45.000 Besucher gezählt. Wenn man Alexa glauben darf, wurden mit diesem Traffic sogar die offiziellen Internetpräsenzen meiner Heimatgemeinden Bühlertal und Sinzheim weit überflügelt. Schön, dass offenbar hier fleißig mitgelesen wird - dankeschön!
Eher unscheinbar sind dagegen die Fortschritte bei der Entstehung des neuen Fastvoice-Studios, obwohl jeden Tag (inklusive Wochenenden und Feiertage) fleißig daran gewerkelt wird. Wenn aber ein komplettes Stockwerk inklusive Dach entkernt und neu aufgebaut wird, wenn fast alle Leitungen neu verlegt, aus vorher dreieinhalb Zimmer nur noch zwei und statt einem Dachfenster deren vier eingebaut werden - dann steckt der Teufel nicht nur en gros, sondern auch en detail.

Das soll das neue Fastvoice-Studio werden - mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
Allein für den neuen, offenen Bereich müssen noch jeweils rund 60 Quadratmeter Akustik-Paneelen und Teppichboden verbaut werden, dazu wurden bereits rund 100 Meter Strom-, Audio- und Datenkabel (meist unsichtbar) im Boden oder am Gebälk verlegt, ein kompletter Kamin, mehrere Wände und Türen sind verschwunden, andere Wände wurden frisch verschalt und vergipst und Balken mehrfach lackiert.
An diversen Stellen im Haus lagert dazu noch jede Menge Material und technisches Gerät, das in den nächsten Wochen eingebaut, aufgestellt und angeschlossen werden muss. Weitere Groß- und Kleinteile sind zwar bestellt, aber noch nicht geliefert. So richtig sichtbare Fortschritte scheint es ohnehin bisher nicht zu geben; die grundlegenden und zeitraubenden Vorarbeiten sind dafür einfach zu unspektakulär und finden häufig im Verborgenen statt (gilt wohl für jeden Hausbau, jede Unternehmensgründung und Partnerschaftsanbahnung).
Und selbstverständlich benötigt das ganze Projekt viel mehr Zeit und Aufwand als geplant - auch diese Erkenntnis dürfte für Hausbauer, Unternehmer und Verliebte nicht wirklich neu sein. Da muss eben die Aussicht auf den irgendwann erfolgreichen Abschluss und die Faszination des neu erblühten Pflänzchens über die bis dahin mühevolle Zeit hinwegtrösten.
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3.1.2010 von Wolfgang.
Zufall oder nicht? Manchmal finden gleichzeitig Ereignisse statt, bei denen man spontan an einen zwingenden Zusammenhang denkt. So hat mein Kollege Frank Laufenberg gestern am Abend seines 65. Geburtstages seine letzte Show beim Hörfunksender SWR1 in Baden-Baden gemacht und wird dort ab heute als Rentner angesehen. Er selbst sieht das etwas anders und arbeitet nun am Aufbau eines Internetradios unter der Präsenz Frank Laufenberg’s Pop Shop.
Gleichzeitig reaktiviert SWR3 einen altbekannten Sendungstitel aus fernen SWF3-Zeiten (damals unter anderem mit Frank Laufenberg) und nennt seine abendliche Musik-Spezialsendung Intensiv seit dem Jahreswechel Pop Shop. Natürlich wird keiner der Moderatoren “Laufenberg” heißen und auch sonst hat der neue wohl eher wenig mit dem alten Pop Shop aus den 1970er-Jahren zu tun.
Aber vielleicht ist es ja einfach nur Ausdruck eines neuen Nostalgie-Trends beim SWR, der zum Jahreswechsel auch eine schon etwas abgehangene Neujahrsansprache des rheinland-pfälzischen SPD-Ministerpräsidenten Kurt Beck ins aktuelle Programm gehievt hat.
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