Archive für Februar 2010

So langsam wird’s

Nach einigen Wochen harter Arbeit ist nun doch ein sichtbarer Fortschritt erkennbar beim Bau des künftigen Fastvoice-Studios: Dachschrägen, Kniestöcke und Decke sind mit Parasilencio-Akustiknutpaneelen beplankt, die neuen Dachfenster sind eingebaut und verkleidet, die Beleuchtung mit LED-Decken-Panel (bestehend aus 360 Einzel-LEDs) und sieben Halogen-Doppel-Downlights (auch Wall Washers genannt) installiert, die Wände tapeziert und gestrichen, der Boden präpariert zum Verlegen des Teppichbodens, die neuen Heizkörper bereit zum Anschließen und in verschiedenen Winkeln und Räumen warten schon neue Möbel und Technik auf den Auf- und Einbau.

Baustelle 9.2.
Nach über zwei Monaten erkennt man endlich, dass hier vielleicht ein Studio entstehen könnte.

Das bedeutet natürlich noch mehr Tüftelei und Bastelei in den nächsten Wochen, aber immerhin ist mal Land in Sicht und der gröbste Baustellendreck passé. Wahrscheinlich gibt’s spätestens Ende des Monats die ersten Töne im Studio (zum Beispiel dieses nervige “rosa Rauschen” für’s Messmikrofon, damit der Frequenzgang des 5.1-Monitorverstärkers auf die Raumakustik eingestellt werden kann - ja, die Stereo-Zeiten sind vorbei, jetzt ist Surround-Sound angesagt).

Apropos Surround: Ziemlich rund geht’s auch noch in der Umgebung des eigentlichen Studios. Waschraum (halb fertig), Diele (fast fertig) und Küche (grade mal angefangen) kamen bisher teils deutlich zu kurz, die Sonnenkollektoren zur Warmwasserbereitung sind noch nicht auf dem Dach montiert (weil der Winter ja nicht aufhören will), die Zu- und Ablaufrohre können deshalb nicht angeschlossen werden und baumeln etwas unschlüssig im Dachboden herum. Aber auch das kriegen wir noch in den Griff; vielleicht nach den närrischen Tagen, an denen ja bekanntlich der Winter ausgetrieben wird.

Äpfel und Birnen sind fast dasselbe

Ja doch, das Apple iPad ist ein ganz nettes Gadget und könnte den Medien neue Darstellungsformen ermöglichen. Aber Euphorie löst das Ding dann doch nicht bei mir aus. Steve Jobs’ Behauptungen, das Gerät sei besser zum Webseiten- , Video- und Bilder-Angucken als ein Laptop,  besser zum Musikhören geeignet als ein iPod und sowieso viel besser als jedes Netbook, werden durch die Fakten nicht gestützt.

Das iPad hat keine eingebaute Kamera, kein Mikrofon und telefonieren kann man damit auch nicht (höchstens mit zusätzlichem Headset und via Skype o. ä.). Die Darstellungsqualität des knapp 10 Zoll großen Touchscreens ist auch nicht besser als bei einem 13-Zoll-MacBook, also wozu die ganze Aufregung?

Aufregen kann man sich allerdings über die Preispolitik von Apple. Noch sind nur die US-Preise in Dollar bekannt (ab $ 499.–) und nicht die für den Euro-Raum, aber ich gehe jede Wette ein, dass bei der Markteinführung im März mal wieder die Apple-übliche Beinahe-Gleichsetzung von Äpfel und Birnen zum Tragen kommt: 1 Dollar ist fast genau so viel wert wie 1 Euro.

Beim billigsten iPod touch-Modell entsprechen zum Beispiel laut Apple 199 Dollar 189 Euro; ein kursbereinigter Aufschlag von rund 33 Prozent. Damit würde das billigste iPad etwa 479 Euro kosten statt 359 (bei einem korrekten Umrechnungskurs) - oder wie es Apple auf seiner deutschen Webseite schreibt: “iPad - Unsere fortschrittlichste Technologie in einem magischen und revolutionären Gerät zu einem unglaublichen Preis.” Ja, wirklich ziemlich unglaublich.

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