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28.9.2011 von Wolfgang Messer.
Wer ist bei Spiegel-Online bloß auf die Idee gekommen, eine Meldung über die neuesten Auswüchse des LED-Patentstreits zwischen LG und Siemens-Tochter Osram mit diesem Bild zu illustrieren?

Erstens sehen Sie hier natürlich kein Auto mit LED-Leuchten. Sie sehen aber auch keinen LG-Flachbildfernseher mit Leuchtdioden, wie es die Bildunterschrift suggeriert. Es handelt sich nämlich ausgerechnet um einen Plasmabildschirm, der völlig ohne LEDs auskommt.
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24.9.2011 von Wolfgang Messer.
Allmählich nähern sich die Preise von LED-Leuchten jenen Größenordnungen, die auch weniger gut betuchte Verbraucher bezahlen können - wenn sie sich mit etwas älterer Technik und überschaubarer Helligkeit zufrieden geben. Die “Kaufland”-Handelskette hat jetzt für diese Zielgruppe ein rekordverdächtiges Angebot in ihren neuen Werbeprospekt gepackt:

Ausschnitt aus “TIP der Woche” (gültig von Montag, 26. September, bis Samstag, 1. Oktober); für größere Darstellung einfach anklicken.
Da muss sich des Kritikers spitze Feder schon fast vor Ehrfurcht krümmen: Für knapp 8 Euro jeweils zwei LED-Leuchten - das ist ein Hammerpreis. Und weil nirgendwo was von “ab 7,99″ steht, gehe ich davon aus, dass die insgesamt sechs LED- und Fassungsvarianten das Gleiche kosten. “Kaufland” schafft es sogar, für jede LED-Version den Lichtstrom in Lumen anzugeben - erst dieser Wert ermöglicht die Vergleichbarkeit mit herkömmlichen Lichtquellen.
So bieten sich die 3,5-Watt-Spots mit 140 Lumen und vermutlich rund 120 Grad Abstrahlwinkel als Ersatz für herkömmliche 15- oder 20-Watt-Halogenstrahler an; etwa in der Nahfeld-Nachttisch- oder Schreibtischlampe. Eher Lichtakzente als “Putzlicht” dürfen Sie von den “Kerzen” und “Birnen” erwarten. Die 360-Grad-Rundstrahler können mit ihren 90 bis 180 Lumen traditionelle Glühlampen von 10 bis 20 Watt ersetzen - das ist zwar herzlich wenig, aber immerhin brauchen die LED-Leuchten dafür nur 1,5 bis 3,5 Watt und kosten pro Stück gerade mal knapp 4 Euro. Da kann man auch verschmerzen, dass die Effizienz von rund 50 bis 60 Lumen pro Watt nur etwa die Hälfte des heutzutage serienmäßig Möglichen darstellt; das Preis/Leistungsverhältnis geht absolut in Ordnung.
Natürlich gäbe es auch an dieser “Kaufland”-Werbung was zum Meckern: Es fehlt die Angabe der Farbtemperatur (muss ja nicht unbedingt der genaue Kelvin-Wert sein, “warm-weiß” hätte auch gereicht), und das rote Label “Energieeffizienzklasse A” ist eher ein “Schuß ins Blaue”, denn die entsprechende EU-Verordnung sieht für LED-Leuchten noch gar keine Einteilung in Effizienzklassen vor. Egal, Schwamm drüber. Viel wichtiger ist jetzt, ob die “Kaufland”-Mitbewerber mit eigenen LED-Hammerangeboten reagieren und damit den LED-Beleuchtungs-Boom weiter voran treiben.
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